Klopapier-Hamsterkäufe wegen Coronavirus: Künstler mit witzigem Protest

Frankfurt am Main - Seit Tagen sieht man in deutschen Supermärkten das gewohnte Bild. Aufgrund der Coronakrise decken sich Menschen mit Massen von Toilettenpapier ein, die Regale sind dementsprechend wie leergefegt. Einem Künstler aus dem Frankfurter Stadtteil Praunheim wurde das zu bunt, was ihn zu einer amüsanten Aktion veranlasste.                                                        

Der großzügige Gönner verteilte an mehreren Pollern in Frankfurt-Praunheim Toilettenpapier-Rollen für die Allgemeinheit (Symbolbild).
Der großzügige Gönner verteilte an mehreren Pollern in Frankfurt-Praunheim Toilettenpapier-Rollen für die Allgemeinheit (Symbolbild).  © dpa/Rene Traut

Wie diese genau aussieht? Uwe Grellneth (51) entschied sich dazu, mit hübschen Paketband-Schleifen mehrere Klopapier-Rollen an den Gehweg-Pollern im Oberhochstädter Weg zu befestigen.

Diese als Kunst-Installation gedachte Aktion ist Teil seines Projekts "Rettet die Klorolle", dem er gleichzeitig einen eigenen Instagram-Account gewidmet hat. 

Zum einen ist dies ein herrlicher Seitenhieb auf die zahlreichen Hamsterkäufer in ganz Deutschland, zum anderen aber auch seine ganz eigene Art Solidarität auszudrücken.

Denn auch, wenn es sich eigentlich um Kunst handele, so sei jeder herzlich dazu eingeladen, bei den festgebundenen Klopapier-Rollen je nach Bedarf zuzugreifen. Weitaus lieber wäre es ihm jedoch, wenn seine Form der Belustigung für die Praunheimer bestehen bleiben und die Menschen für ihre Klopapier-Ration dann doch eher in den nächstgelegenen Supermarkt gehen würden.  

Der Bild-Zeitung schilderte Grellneth sein Unverständnis für das Toilettenpapier-Horten: "Ich finde es Wahnsinn, dass alle ihr Klopapier horten. Ich bin am Morgen losgezogen, habe erst nach einer Stunde eine letzte Packung gefunden".

Der Künstler sprach sich darüber hinaus dafür aus, dass er es begrüßen würde, wenn aus seiner Initiative eine ganze Bewegung werden würde. Auch über Zusendungen ähnlicher Klorollen-Kunstwerke würde er sich überaus freuen.

Supermärkte gehen auf ganz eigene Weise gegen Klopapier-Hamsterkäufe vor

Doch nicht nur "Einzelkämpfer" protestieren gegen die massiv zunehmende Hamsterkäufe und das Horten von Klopapier. Auch die ersten Supermärkte versuchen vehement dem stattfindenden Wahnsinn Einhalt zu gebieten.

So reagierte ein Rewe-Händler aus dem rheinland-pfälzischen Rengsdorf mit einer krassen, aber sicherlich wirkungsvollen Aktion. Während die erste Klopapier-Rolle in seinem Supermarkt noch zum Normalpreis über das Kassenband geht, wird dort für die zweite Packung eine Fünf-Euro-Spende verlangt. Ab der dritten Packung komme eine Spende von satten zehn Euro auf den Normalpreis obendrauf (TAG24 berichtete). 

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Titelfoto: Montage: 123RF/Kateryna Kon, Instagram/uwe.grellneth

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