Coronavirus: Über eine Million Menschen in Deutschland geimpft

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.038.511 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.680.439 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 46.461 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 23,64 Millionen Infizierte und 393.965 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 94,22 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.016.860 Todesfälle (alle Angaben Stand 16. Januar, 22 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 16. Januar, 22.20 Uhr: 10.000 Menschen bei Demonstration gegen Corona-Maßnahmen in Wien

Rund 10.000 Menschen, darunter viele aus der rechten Szene, haben am Samstag in Wien gegen die Maßnahmen der österreichischen Regierung zur Eindämmung der Corona-Pandemie demonstriert. Die Polizei Wien teilte mit, dass es bis zum frühen Abend fünf Festnahmen gab. Zudem wurden zahlreiche Teilnehmer angezeigt, weil sie sich etwa nicht an Abstandsregelungen gehalten und keinen Mund-Nasen-Schutz getragen haben.

Die Demonstration begann friedlich, später kam es teilweise zu Tumulten. Die Polizei konnte einen Zusammenstoß mit Gegendemonstration verhindern. Medienvertreter berichteten davon, angepöbelt und bedroht worden zu sein. Sie bekamen erstmals Polizisten zum Schutz beigestellt.

Unter den Teilnehmern befanden sich auch der zurückgetretene Ex-Vizekanzler und frühere FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache und bekannte Personen aus der Neonazi-Szene.

Update, 16. Januar, 21.40 Uhr: Über 18.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

Die deutschen Gesundheitsämter haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.678 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636 (Stand: 16.01., 00.00 Uhr), wie das RKI am Samstag bekannt gab.

Am Vortag waren 22.368 Neuinfektionen gemeldet worden und am Samstag der Vorwoche 24.694. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 gemeldeten Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert gemeldet worden - darin waren jedoch 3500 Nachmeldungen enthalten.

Die Zahl der binnen sieben Tagen an die Gesundheitsämter gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag am Samstagmorgen bei 139,2. Ihr bisheriger Höchststand war am 22. Dezember mit 197,6 erreicht worden.

Update, 16. Januar, 19.45 Uhr: Südafrikanische Corona-Variante erstmals in Dänemark nachgewiesen

Die zuerst in Südafrika aufgetretene Variante des Coronavirus ist zum ersten Mal in Dänemark nachgewiesen worden. Der Fund der Variante B.1.351/501Y hänge mit einer Reise nach Dubai zusammen, teilte das dänische Gesundheitsinstitut SSI am Samstagabend mit. Die aus England stammende Corona-Mutante ist bereits vor Wochen im nördlichsten deutschen Nachbarland eingetroffen: Sie wurde bisher 256 Mal im Land nachgewiesen.

Die britische Variante macht nach SSI-Angaben im Augenblick 3,6 Prozent aller positiven Corona-Befunde aus, die man in Dänemark sequenziert. Das Institut geht allerdings davon aus, dass diese Mutation in den kommenden Wochen und Monaten häufiger vorkommen wird - wie häufig, das hänge davon ab, wie gut die Kontaktzahlen kontrolliert werden könnten.

Südafrika hatte Ende vergangenen Jahres die Entdeckung der neuen Corona-Variante bekanntgegeben. Sie hat Experten zufolge Ähnlichkeiten mit der Virus-Mutation aus Großbritannien, hat sich aber demnach unabhängig entwickelt.

Update, 16. Januar, 18.40 Uhr: WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde vor Absage

Das zweite WM-Spiel der deutschen Handballer gegen Kap Verde droht aufgrund von zwei weiteren Corona-Fällen im Team der Afrikaner auszufallen. Wie der Weltverband IHF einen Tag vor der Partie am Sonntag (18.00 Uhr/ARD) mitteilte, wurden erneut zwei Spieler von Kap Verde positiv getestet. Die beiden Akteure wurden umgehend isoliert.

Weitere Infos >> im Artikel.

Deutschland gewann sein erstes Spiel bei der Handball-WM gegen Uruguay - das zweite Spiel der DHB-Auswahl gegen Kap Verde, könnte aufgrund von Corona-Fällen beim deutschen Gegner ausfallen.
Deutschland gewann sein erstes Spiel bei der Handball-WM gegen Uruguay - das zweite Spiel der DHB-Auswahl gegen Kap Verde, könnte aufgrund von Corona-Fällen beim deutschen Gegner ausfallen.  © Sascha Klahn/dpa

Update, 16. Januar, 18 Uhr: Anti-Corona-Kampf in Italien: Drei Rote Zonen und Teil-Lockdown

Im Kampf gegen den Wiederanstieg der Corona-Zahlen gibt es in Italien ab Sonntag drei Rote Zonen mit strengen Ausgangsverboten, darunter die wirtschaftsstarke Lombardei. In vielen anderen Teilen des Mittelmeerlandes gilt zudem ein etwas weniger scharfer Teil-Lockdown. Das geht aus einer Anordnung des Gesundheitsministers Roberto Speranza vom Samstag hervor.

Ein Großteil Italiens wird als Orange Zone eingestuft, dazu gehört auch die Region Latium mit der Hauptstadt Rom. Dort sollen die Menschen in der Regel ihre Orte nicht verlassen. Restaurants und und Bars dürfen Gäste nicht mehr am Tisch bedienen, erlaubt ist nur noch zeitweiser Außer-Haus-Verkauf.

Die verschärfte Risiko-Einstufung vieler Regionen in Italien war so erwartet worden. Denn die Gesundheitsbehörden registrierten einen Anstieg des Infektionsgeschehens. Zudem hatte die Regierung in Rom die Kriterien verschärft, die über die Einstufung in die Corona-Risikozonen entscheiden. Italien hat seit dem Herbst ein System mit mehreren Risikozonen, um die Ausbreitung des Virus besser in den Griff zu bekommen.

Update, 16. Januar, 17.10 Uhr: Bars und Restaurants in Italien fast überall wieder zu

Erst geschlossen, dann wieder auf, dann wieder geschlossen: Im Hin und Her der Corona-Beschränkungen müssen ab Sonntag Tausende Wirte in Italien ihre Bars, Restaurants und Pizzerien für Gäste wieder zumachen. Rund 70 Prozent der gastronomischen Betriebe seien landesweit davon betroffen, teilte der italienische Landwirtschaftsverband Coldiretti am Samstag mit.

Essen darf dann in 15 der 20 Regionen und Autonomen Provinzen nur noch zum Mitnehmen verkauft werden.

Vor dem Jahreswechsel galten wegen der Feiertage in Italien strenge Corona-Regeln, um etwa Feiern mit vielen Menschen zu verhindern. Im Restaurant essen gehen war nicht möglich. Im neuen Jahr lockerte die Regierung die Beschränkungen in vielen Regionen wieder für kurze Zeit, so dass man seine Pizza oder den Aperitif in den Bars und Gaststätten zu sich nehmen konnte. Zuletzt machte sich jedoch die Angst vor einer dritten Corona-Welle breit und die Regierung zog die Zügel wieder straff.

Kurzzeitig waren Bars und Restaurants in Italien für den Verzehr von Speisen und Getränken vor Ort geöffnet - nun müssen die Lokale wieder schließen.
Kurzzeitig waren Bars und Restaurants in Italien für den Verzehr von Speisen und Getränken vor Ort geöffnet - nun müssen die Lokale wieder schließen.  © Vincenzo Livieri/ZUMA Wire/dpa

Update, 16. Januar, 16.50 Uhr: Mehr als eine Million Menschen in Deutschland gegen Corona geimpft

Knapp drei Wochen nach dem Impfstart haben in Deutschland mehr als eine Million Menschen die erste Dosis erhalten. Das geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag hervor. Demnach wurden ihm bis einschließlich Freitag 1.048.160 Impfungen übermittelt - das entspricht 1,26 Prozent der Einwohner.

Im Laufe des Freitags wurden mindestens 79.759 Menschen geimpft, von denen das RKI bereits unterrichtet wurde. Nachmeldungen sind jedoch wahrscheinlich. Für einen vollen Impfschutz ist eine zweite Dosis nach etwa drei Wochen nötig.

Update, 16. Januar, 16.30 Uhr: Fußballer sollen später geimpft werden

DFB-Arzt Tim Meyer sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte der Mediziner, die bestehenden Hygienekonzepte reichten aus, um vernünftig Fußball zu spielen. Die Impfstrategie sei klar geregelt, es gebe priorisierte Gruppen. "Da sind gesunde junge Fußballspieler in der allerletzten Gruppe", sagte Meyer.

Der 53-Jährige hatte im vorigen Frühjahr mit der Entwicklung eines Hygienekonzeptes für die Deutsche Fußball Liga maßgeblichen Anteil daran, dass die Saison in der Bundesliga und 2. Liga nach einer coronabedingten Pause noch beendet werden konnte.

DFB-Chefmediziner Tim Meyer (53) sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an.
DFB-Chefmediziner Tim Meyer (53) sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an.  © Christian Charisius/dpa

Update, 16. Januar, 16.18 Uhr: Verpflichtendes Homeoffice: Erstes Land zwingt Arbeitnehmer zur Heimarbeit

Viele Unternehmen setzen seit einiger Zeit auf das Arbeiten von zu Hause aus. Gesetzlich verpflichtendes Homeoffice gibt es in Deutschland noch nicht - die Arbeitgeber setzen vielmehr auf eine Freiwilligkeit. Doch das erste europäische Land, zwingt Arbeitnehmer nun zur Heimarbeit.

Mehr Informationen findet Ihr >> hier +++

Update, 16. Januar, 16.05 Uhr: Englische Kirchen werden zu Impfzentren

In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits am Freitag begonnen, in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland wurde ab Samstag zu den Klängen der Orgel gepikst.

In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, so dass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

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