Coronavirus: 10.810 Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 3,02 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,68 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 78.572 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 12. April, 22.25 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 136,4 (Stand 12. April, 5.07 Uhr).

Weltweit gibt es 136,29 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,94 Millionen Todesfälle (Stand 12. April, 22.25 Uhr).

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Update, 13. April, 6 Uhr: RKI registriert 10.810 Corona-Neuinfektionen und 294 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 10.810 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 294 neue Todesfälle verzeichnet. Das geht aus Zahlen des RKI von Dienstagmorgen hervor.

Vor einer Woche hatte das RKI binnen eines Tages 6885 Neuinfektionen und 90 neue Todesfälle verzeichnet. Zudem könnten die Zahlen der Vorwoche wegen der Schulferien noch nicht vergleichbar mit früheren Werten sein. RKI-Präsident Lothar Wieler rechnete ab Mitte dieser Woche wieder mit verlässlicheren Daten zur Pandemie.

Beatmungsgeräte und Überwachungstechnik stehen in einem Zimmer der Intensivstation in der Schweriner Helios-Klinik.
Beatmungsgeräte und Überwachungstechnik stehen in einem Zimmer der Intensivstation in der Schweriner Helios-Klinik.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 12. April, 21.43 Uhr: Impfzentrum am Broadway für New Yorker Theaterbranche eröffnet

Ein eigenes Impfzentrum am New Yorker Broadway soll der berühmten Theater- und Musicalszene der Weltmetropole aus der Corona-Pandemie helfen.

Am Montag eröffnete Bürgermeister Bill de Blasio (59) zusammen mit Lin-Manuel Miranda (41), dem Erschaffer des Hitmusicals "Hamilton", das Zentrum mitten im Theaterviertel von Manhattan. Es habe eine Kapazität von rund 1500 Impfungen pro Tag und beschäftige auch rund 80 bis 100 zuvor Arbeitslose aus der Showbranche, hatte die Branchenseite "Broadwayworld" berichtet. Das Angebot solle vor allem bei Theater-Gewerkschaften und Hilfsorganisationen beworben werden und bevorzugt Menschen aus der Kreativbranche impfen, hieß es weiter.

Update, 12. April, 21.10 Uhr: 27 deutsche Urlauber derzeit im "Corona-Hotel" auf Mallorca

In dem Quarantäne-Hotel "Meliá Palma Bay" auf Mallorca sind derzeit 27 Urlauber aus Deutschland untergebracht.

Besucher, die auf der spanischen Urlaubsinsel positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, absolvieren dort allein oder zusammen mit ihren jeweiligen Reisebegleitern die vorgeschriebene Isolierung, die mindestens zehn Tage beträgt, wie regionale Medien am Montag unter Berufung auf die Gesundheitsbehörden der Balearen berichteten.

Neben den Besuchern aus Deutschland seien in dem Hotel derzeit auch drei weitere ausländische Touristen sowie fünf Bewohner der Insel untergebracht, die nicht anderswo in Quarantäne gesetzt werden könnten. Wie viele der 27 Urlauber aus Deutschland positiv getestet worden sind, hätten die Behörden nicht sagen können, berichteten die "Mallorca Zeitung" und das "Mallorca Magazin".

Das Kongresshotel "Meliá Palma Bay" wurde von der Balearen-Regierung als "Corona-Hotel" unter Vertrag genommen.
Das Kongresshotel "Meliá Palma Bay" wurde von der Balearen-Regierung als "Corona-Hotel" unter Vertrag genommen.  © Clara Margais/dpa

Update, 12. April, 20.51 Uhr: Lockdowns im Osten Österreichs wird verlängert

Im Osten Österreichs wird der Corona-Lockdown um weitere zwei Wochen verlängert.

Die Landeschefin von Niederösterreich, Johanna Mikl-Leitner, begründete dies am Montagabend mit einer kritischen Lage in Krankenhäusern und speziell auf Intensivstationen. Die Einschränkungen in Niederösterreich und in der Hauptstadt Wien sollen nun bis zum 2. Mai gelten. Das Bundesland Burgenland will am Mittwoch entscheiden, ob es den Lockdown über den 18. April hinaus fortsetzt.

Update, 12. April, 20.32 Uhr: Aus dem Norden gibt's Gegenwind für die Corona-Notbremsepläne des Bundes

Die Jamaika-Koalition in Schleswig-Holstein verlangt Nachbesserungen an den Plänen des Bundes für einheitliche Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

So dürfe eine nächtliche Ausgangssperre nicht automatisch ab 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen in Kraft treten, erklärte Ministerpräsident Daniel Günther (47, CDU) am Montag nach Beratungen der Koalitionsspitzen. Vielmehr dürfe eine solche Maßnahme nur eine individuelle Ultima Ratio nach der Abwägung der regionalen Gegebenheiten sein.

Zudem sollte Einzelhandel weiterhin bei einer Inzidenz über 100 "Click & Collect" anbieten dürfen, sagte Günther. Das bedeutet, dass Kunden bestellte Ware abholen können. Auch dürfe das Gesetz Modellregionen nicht verhindern, indem praktisch neue Beherbergungsverbote für Reisende aus Kreisen mit Inzidenzen von über 100 eingeführt würden.

Update, 12. April, 20 Uhr: Muslime beginnen Ramadan - Corona-Auflagen in vielen Ländern

Für Muslime weltweit hat der Fastenmonat Ramadan begonnen - wegen der Corona-Pandemie das zweite Jahr in Folge mit Einschränkungen.

Die meisten arabischen Staaten und auch viele Islamverbände in Deutschland riefen den Dienstag als ersten Fastentag aus. Der islamische Kalender richtet sich nach dem Mond. Der Beginn des Ramadan kann deswegen variieren. In manchen Ländern fängt er erst am Mittwoch an. Gläubige Muslime verzichten einen Monat lang von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang auf Essen, Trinken, Rauchen und Sex. Insgesamt leben weltweit rund 1,9 Milliarden Muslime.

Abends kommen die Menschen für gewöhnlich zum Fastenbrechen (Iftar) und Beten zusammen. Dabei dürfte die Gefahr der Corona-Ausbreitung besonders groß sein. Saudi-Arabien will deshalb das Fastenbrechen sowie das Frühstück vor dem Morgengrauen (Suhur) in Moscheen verbieten. In Saudi-Arabien und den Vereinigten Arabischen Emiraten dürfen Gläubige zudem höchstens 30 Minuten in der Moschee beten. In Ägypten brauchen sie dabei außerdem ihren eigenen Gebetsteppich.

Für Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan, das birgt in Corona-Zeiten einige Gefahren.
Für Muslime beginnt der Fastenmonat Ramadan, das birgt in Corona-Zeiten einige Gefahren.  © Dicky Bisinglasi/ZUMA Wire/dpa

Update, 12. April, 19.17 Uhr: Bundesregierung will am Dienstag bundesweite Corona-Notbremse ziehen

Das Bundeskabinett will am Dienstag bundesweit einheitliche Einschränkungen beschließen, um die immer stärkere dritte Corona-Welle in Deutschland zu brechen.

Dazu soll voraussichtlich das Infektionsschutzgesetz geändert werden. In einem neuen Paragrafen 28b soll festgelegt werden, was zu tun ist, wenn in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt an drei aufeinanderfolgenden Tagen die Inzidenz über 100 liegt, also binnen einer Woche mehr als 100 Neuinfizierte auf 100.000 Einwohner kommen.

Update, 12. April, 18.47 Uhr: US-Behörde: Impfkampagne erreicht nicht genügend Latinos und Schwarze

Die Corona-Impfkampagne in den USA kommt bislang nur unzureichend bei den Minderheiten der Schwarzen und Latinos an.

Rund 18 Prozent der Bevölkerung gelten als Latinos oder hispanischen Ursprungs - sie machen unter den Geimpften aber nur 10,7 Prozent aus, wie die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky, am Montag in Washington erklärte. Schwarze und Afroamerikaner stellen demnach rund 12 Prozent der Bevölkerung - aber nur 8,4 Prozent derer, die bislang mindestens eine Impfung erhielten. "Das müssen wir besser machen", forderte Walensky bei einem Briefing des Weißen Hauses.

Angehörige der Minderheiten waren von der Pandemie in den USA bislang deutlich stärker betroffen als die weiße Bevölkerungsmehrheit. Trotzdem legen Umfragen nahe, dass es bei Schwarzen und Latinos eine deutlich höhere Skepsis bezüglich Impfungen gibt. Die Regierung bemüht sich, die Impfbereitschaft in diesen Bevölkerungsgruppen nun durch mehrere Initiativen zu erhöhen.

In den USA werden inzwischen jeden Tag drei Millionen Menschen gegen Corona geimpft.
In den USA werden inzwischen jeden Tag drei Millionen Menschen gegen Corona geimpft.  © Paul Hennessy/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 12. April, 18.02 Uhr: Uschi Glas erhält Hass-Mails wegen Werbung für Coronaimpfung

Schauspielerin Uschi Glas (77) bekommt wegen eines Werbespots für die Coronaimpfung zahlreiche Hass-Mails.

"Ich werd' natürlich ganz schön angefeindet", sagte die 77-Jährige in einem Video des DUB Unternehmer-Magazins vom Montag. Sie habe mit kritischen Reaktionen gerechnet. "Aber dass es so heftig ist, hätte ich nicht gedacht." Sie werde beschuldigt, eine Mörderin zu sein, und dass sie Menschen veranlasse, "dass sie sich Gift in den Arm spritzen lassen". Das sei "schwerst beleidigend", man müsse "einen guten Magen haben", meinte die Münchnerin. Sie finde es traurig und beängstigend, "wie viel Hass und wie viel Ablehnung in unserer Gesellschaft ist."

Update, 12. April, 17.38 Uhr: Mögliche EU-Zulassung von Sputnik V: EMA-Experten in Moskau

Im Zuge der Prüfung für eine EU-Zulassung des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V haben Experten der Europäischen Arzneimittelagentur EMA Moskau besucht.

Sie hätten in der russischen Hauptstadt bereits zwei Kliniken besichtigt, in denen Patienten während der wichtigen Phase III der klinischen Studien betreut worden seien, meldete die Nachrichtenagentur Interfax am Montag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. "Sie haben alle angeforderten Informationen erhalten." Dem Bericht zufolge sprachen die EMA-Experten mit medizinischem Personal. Geplant seien zudem Besuche von Produktionsstandorten.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

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