Coronavirus: 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 403.874 Infektionen bestätigt. 9960 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 310.200 als genesen gelten (Stand 23. Oktober, 7 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,4 Millionen Infizierte und 223.032 Tote wurden bereits erfasst (Stand 23. Oktober, 7 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 41,64 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.136.503 Todesfälle (Stand 23. Oktober, 7 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 23. Oktober, 9.15 Uhr: Ab Samstag landesweit Maskenpflicht in Griechenland

Im Kampf gegen das Corona-Virus hat die griechische Regierung die Maßnahmen verschärft: Von Samstagmorgen an gilt landesweit Maskenpflicht, wie Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagabend mitteilte. Außerdem wird für Gegenden mit hohen Infektionszahlen wie etwa die Region Attika mitsamt der Hauptstadt Athen ein nächtlicher Lockdown gelten. Davon ausgenommen sind Menschen, die nachts arbeiten.

"Wir erwarten, dass die kommenden Monate schwierig werden", warnte Mitsotakis in einer Fernsehansprache. Mit den Maßnahmen wolle man einen vollständigen Lockdown vermeiden.

Update, 23. Oktober, 9.05 Uhr: Corona-Zahlen in Israel sinken nach ersten Lockerungen weiter

Knapp eine Woche nach den ersten Lockerungen des zweiten Corona-Lockdowns in Israel sinken die Infektionszahlen weiter. Am Freitag teilte das israelische Gesundheitsministerium mit, am Vortag seien 895 neue Fälle verzeichnet worden. Am 30. September waren es noch mehr als 9000 gewesen. 

Die Zahl der Schwerkranken sank auf 570. Der Anteil der positiven Tests war mit 2,8 Prozent deutlich geringer als vor und während des Lockdowns. Im September war er noch etwa fünfmal so hoch gewesen.

Katholische Nonnen gehen mit Mund-Nasen-Schutz über einen Platz in der Altstadt von Jerusalem.
Katholische Nonnen gehen mit Mund-Nasen-Schutz über einen Platz in der Altstadt von Jerusalem.  © Maya Alleruzzo/AP/dpa

Update, 23. Oktober, 9.02 Uhr: ABB von Pandemie gebremst - Tempo des Abschwungs nimmt aber ab

Beim Schweizer Industriekonzern ABB hat im dritten Quartal die Corona-Pandemie Spuren hinterlassen. Der Umsatz ging um 4 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar (5,58 Mrd Euro) zurück. Rechnet man die Konsolidierungs- und die Währungseffekte heraus, ergab sich aus eigener Kraft ebenfalls ein Minus von 4 Prozent, wie ABB am Freitag mitteilte. 

Das Tempo des Abschwungs hat sich damit allerdings verlangsamt, denn im zweiten Quartal hatte auf vergleichbarer Basis ein Umsatzminus von 10 Prozent in den Büchern gestanden.

Update, 23. Oktober, 8.56 Uhr: USA: Forscher melden mehr als 70.000 Corona-Infektionen an einem Tag

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) erstmals seit Ende Juli wieder auf mehr als 70.000 binnen eines Tages geklettert. Rund 71.700 Menschen wurden demnach am Donnerstag mit positivem Test auf das Virus gemeldet. Die Zahl der Neuinfektionen war zuletzt wieder auf rund 60.000 pro Tag gestiegen.

Insgesamt wurden laut JHU in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 8,4 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 223.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Update, 23. Oktober, 8.54 Uhr: Slowenien verschärft Corona-Lockdown - Geschäfte und Hotels schließen

Wegen rasch steigender Corona-Zahlen weitet das EU-Land Slowenien seine Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aus. Ab diesen Samstag schließen die meisten Geschäfte sowie die Hotels, Kindergärten, Studentenheime, Friseurläden und Schönheitssalons. Das gab Ministerpräsident Janez Jana am Donnerstagabend bekannt.

Restaurants dürfen dann bei sich keine Gäste mehr bedienen, lediglich Auslieferung und Abholung von Speisen sind gestattet. Nicht von der Schließung betroffen sind Lebensmittelläden, Tierfutterhandlungen und Baumärkte. Die neuen Maßnahmen gelten vorerst für eine Woche.

Update, 23. Oktober, 8.37 Uhr: Corona-Ausbruch auf Truppenübungsplatz: Belgische Soldaten infiziert

Auf dem Truppenübungsplatz Bergen in Niedersachsen haben sich 68 belgische Soldaten mit dem Coronavirus infiziert. Zusätzlich hätten sich weitere Soldaten vorsichtshalber in Isolation begeben müssen, teilte das Landeskommando Niedersachsen der Bundeswehr am Freitag mit. Mit dem Kommandeur der belgischen Brigade sei vereinbart worden, dass positiv getestete Soldaten unverzüglich nach Belgien zurückkehren müssen. Dies sei umgehend umgesetzt worden. Die Infizierten gehören den Angaben zufolge einer belgischen Brigade mit rund 1065 Soldaten an, die seit Anfang vergangener Woche zum Schießtraining in Bergen seien.

Der belgische Kommandeur habe ausdrücklich um Entschuldigung für die Vorkommnisse gebeten, teilte das Landeskommando mit. Übungstruppen würden nochmals auf die Einhaltung der geltenden Vorschriften hingewiesen. Dies gelte auch für ein Schießtraining des niederländischen Heeres mit etwa 1500 Soldaten im November.

Update, 23. Oktober, 7.53 Uhr: Bundeswehr derzeit mit knapp 2000 Soldaten im Corona-Einsatz

Die Bundeswehr ist derzeit mit knapp 2000 Angehörigen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie im Einsatz. Das sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Rheinischen Post (Freitag). Sie gehören zum Einsatzkontingent "Hilfeleistung gegen Corona", das über insgesamt 15.000 Soldaten verfügt. 

Allein in Gesundheitsämtern aller Bundesländer helfen derzeit 1561 Soldaten bei der Nachverfolgung von Infektionsketten, bei der Entnahme von Abstrichen oder an Teststationen. Zudem leisten Soldatinnen und Soldaten Unterstützung bei Testungen von Reiserückkehrern sowie mit mobilen Covid-19-Teststationen. Insgesamt liegen derzeit 1141 Unterstützungsanfragen vor. Es sei "mit weiteren Bewilligungen und somit aufwachsender Unterstützung durch die Bundeswehr zu rechnen", sagte ein Sprecher des Ministeriums.

Ein Soldat der Bundeswehr hilft im Gesundheitsamt Hamburg-Eimsbüttel bei der Kontaktaufnahme zu Kontaktpersonen von gemeldeten Infizierten.
Ein Soldat der Bundeswehr hilft im Gesundheitsamt Hamburg-Eimsbüttel bei der Kontaktaufnahme zu Kontaktpersonen von gemeldeten Infizierten.  © Markus Scholz/dpa

Update, 23. Oktober, 7.33 Uhr: Darts-Star Glen Durrant muss nach positivem Corona-Test pausieren

Premier-League-Sieger Glen Durrant muss auf der Darts-Tour eine Pause einlegen, nachdem er positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Dies teilte der Weltverband PDC vor den Start der International Darts Open in Riesa an diesem Freitag mit.

 Durrant werde sich nun in Isolation begeben, hieß es von der PDC. Wie lange der 49-Jährige ausfällt und ob er auch die EM in der kommenden Woche in Oberhausen verpasst, war zunächst offen. An diesem Wochenende auf die Tour zurückkehren dürfen die beiden Engländer Adrian Lewis und Stephen Bunting, die Anfang Oktober positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Update, 23. Oktober, 5.17 Uhr: 11.242 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen 11.242 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Die Zahl ist vergleichbar mit dem Rekordwert von 11.287 Fällen vom Vortag und liegt deutlich über den 7334 gemeldeten Neuinfektionen vom Freitag vergangener Woche.

Die jetzigen Werte liegen damit über denen vom Frühjahr, sind aber nur bedingt vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden. Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

Lothar Wieler, Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), kommt mit Mund-Nasenschutz zu einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland.
Lothar Wieler, Leiter des deutschen Robert-Koch-Instituts (RKI), kommt mit Mund-Nasenschutz zu einer Pressekonferenz zur Corona-Lage in Deutschland.  © Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

Update, 23. Oktober, 5 Uhr: Wales reagiert auf besorgniserregende Corona-Zahlen

Wales setzt drastische Schritte, um die massiv steigenden Corona-Zahlen nach unten zu drücken. In dem britischen Landesteil gilt ab Freitagabend ein strikter temporärer Lockdown bis zum 9. November. Auch in Österreich waren für Freitag verschärfte Maßnahmen angekündigt - im letzten Moment wurden sie jedoch auf Sonntag verschoben.

In Wales müssen weiterführende Schulen den Unterricht in der Zeit des Lockdowns nach den Herbstferien online durchführen, Grundschulen bleiben jedoch geöffnet. Bars und Restaurants müssen schließen, außerdem sind Treffen zwischen verschiedenen Haushalten verboten. Die Menschen sind angehalten, soweit wie möglich zuhause zu bleiben und wenn möglich dort zu arbeiten. Die Maßnahmen seien nötig, um Leben zu retten und das Gesundheitssystem vor einer Überlastung zu bewahren, hieß es von der Regierung. In den vergangenen Tagen zählte der britische Landesteil jeweils rund 950 neue Corona-Infektionen. Wales hat gut drei Millionen Einwohner.

Die Regierung in Wien konnte ihren Zeitplan für strengere Regeln derweil nicht einhalten. Erst am Donnerstagabend veröffentlichte sie eine entsprechende Verordnung, nach der eine Obergrenze von sechs Personen bei privaten Zusammenkünften in Gebäuden und von zwölf Menschen im Freien erst am Sonntag in Kraft tritt. Die Regierung hatte zu Beginn der Woche noch angekündigt, dass die Verschärfung der Anti-Corona-Maßnahmen ab Freitag gelten wird.

Titelfoto: Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

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