Coronavirus: 14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 417.275 Infektionen bestätigt. 9978 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 309.955 als genesen gelten (Stand 23. Oktober, 22 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,5 Millionen Infizierte und 223.602 Tote wurden bereits erfasst (Stand 23. Oktober, 22 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 42 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1,14 Millionen Todesfälle (Stand 23. Oktober, 22 Uhr).

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Update, 24. Oktober, 5.27 Uhr: 14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Samstagmorgen 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Da es allerdings am Donnerstag zeitweise zu Datenlücken bei der Übermittlung von Infektionszahlen gekommen war, könnten in der jüngsten Zahl der Neuinfektionen entsprechende Nachmeldungen enthalten sein. Auch am Samstagmorgen gab es zeitweise Unstimmigkeiten bei den angegebenen Zahlen.

Die Zahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung überschritt am Samstag die Marke von 10.000.

Durch einen Ausfall eines Webservers waren am Donnerstagnachmittag laut RKI Übermittlungen von den Gesundheitsämtern zu den zuständigen Landesbehörden und von denen zum RKI knapp drei Stunden lang gestört gewesen. Anschließend habe der Server aber wieder funktioniert. Die fehlenden Daten sollten am Freitag automatisch im Laufe des Tages übermittelt worden sein und somit in der Publikation vom Samstagmorgen erscheinen. Die Größe der Datenlücke war zunächst nicht bekannt. Betroffen von der Panne waren zum Beispiel Corona-Hotspots in Nordrhein-Westfalen. Zudem sind die jetzigen Werte nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac eine blaue Flüssigkeit.
Ein Mann pipettiert in einem Labor des biopharmazeutischen Unternehmens Curevac eine blaue Flüssigkeit.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 24. Oktober, 5.15 Uhr: Weihnachtsbäume könnten wegen Corona in diesem Jahr teurer werden

Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr wahrscheinlich teurer. Grund sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten wegen der Coronavirus-Pandemie. Für die beliebten Nordmanntannen dürften bei bester Qualität zwischen 20 und 27 Euro fällig werden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr hatte die Preisspanne 18 bis 23 Euro betragen. Die Händler müssten Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz vorhalten und möglicherweise mehr Personal einsetzen.

In großen Städten seien die Preise in der Regel höher als auf dem Land. Für Blautannen rechnet Rometsch mit 12 bis 16 Euro und für Fichten mit 9 und 12 Euro je Meter. Der Marktanteil der Nordmanntanne, die wegen ihrer weichen und festsitzenden Nadeln bevorzugt wird, beträgt 75 bis 80 Prozent. Genug Angebot sei vorhanden. "Wir haben gute Qualitäten", sagte Rometsch.

Update, 24. Oktober, 4.05 Uhr: Proteste gegen Corona-Ausgangssperre in Neapel

In der süditalienischen Metropole Neapel haben in der Nacht zum Samstag Hunderte Menschen gegen eine Ausgangssperre und einen geplanten Lockdown für die Region Kampanien in der Corona-Pandemie protestiert. Die Demonstranten skandierten Slogans und zogen unter anderem vor den Sitz der Regionalregierung. Sie warfen Feuerwerkskörper und zündeten Rauchbomben, wie die Nachrichtenagentur Ansa berichtete. Die Polizei setzte demnach unter anderem Tränengas gegen die Protestierenden ein.

Zuvor hatte Regionalpräsident Vincenzo De Luca als Reaktion auf schnell steigende Corona-Infektionszahlen Pläne für einen Lockdown angekündigt. In Kampanien waren am Freitag 2280 Neuansteckungen innerhalb eines Tages gemeldet worden, wie De Luca live bei Facebook mitteilte. Am Donnerstag waren es noch 1541 gewesen. Bereits seit Freitag gilt eine Ausgangssperre von 23.00 Uhr bis 5.00 Uhr.

Update, 24. Oktober, 4.04 Uhr: Scholz sieht Deutschland finanziell gerüstet für zweite Corona-Welle

Bundesfinanzminister Olaf Scholz hält Deutschland weiter für finanziell gut gerüstet im Kampf gegen die ökonomischen Folgen der Corona-Krise. "Die Corona-Pandemie ist längst noch nicht besiegt, und wie erwartet verzeichnen wir jetzt im Herbst deutlich steigende Infektionszahlen", sagte der SPD-Politiker der Augsburger Allgemeinen (Samstag). "Die Lage ist ernst, und wir nehmen sie ernst."

Bislang sei das Land recht gut durch die Krise gekommen - "auch weil wir uns frühzeitig und entschlossen gegen die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise gestemmt haben". Auch mit Blick auf die kommenden Wochen betonte der Vizekanzler, "finanziell sind wir gut gerüstet, unsere Finanzkraft ist weiterhin sehr groß".

Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler und Bundesminister der Finanzen, gibt eine Pressekonferenz.
Olaf Scholz (SPD), Vizekanzler und Bundesminister der Finanzen, gibt eine Pressekonferenz.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 24. Oktober, 4 Uhr: Laut Söder kein Grund zur Kursänderung in der Corona-Politik

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder(CSU) will trotz zunehmender Kritik an seiner Corona-Politik an seinem Kurs festhalten. "Ich habe keinen Grund, meinen Kurs zu ändern", sagte Söder der Augsburger Allgemeinen (Samstag). "Wir haben mit allen grundsätzlichen Einschätzungen Recht behalten", betonte er.

Der CSU-Chef wies insbesondere den Vorwurf zurück, er höre nicht auf andere. "Ich habe kein Problem damit, gute Ideen anderer aufzugreifen und dies auch zu sagen", sagte Söder der Zeitung. Dass die Corona-Debatte hitziger geworden ist, bringe ihn nicht aus der Ruhe: "Es ist sicher anstrengend. Aber ich habe große Geduld. Ich schlafe gut und esse anständig. Und ich treibe Sport, wann immer ich Zeit dafür finde."

Update, 24. Oktober, 3.30 Uhr: Neue Maßnahmen im Kampf gegen Coronavirus in Frankreich

In Frankreich gelten im Kampf gegen das Coronavirus neue Maßnahmen. Ab Samstag betrifft dort die nächtliche Ausgangssperre rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes, also rund 46 Millionen Menschen. Die Ausgangssperre gilt in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien.

Neu ist die Ausgangssperre zum Beispiel im Département Bas-Rhin mit der Elsass-Metropole Straßburg und auf Korsika. Außerdem ist fast die gesamte Mittelmeerküste betroffen. Im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen ist die Ausgangssperre bereits seit einer Woche in Kraft. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen in den betroffenen Gebieten zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten.

Update, 24. Oktober, 2.48 Uhr: Zahl der Corona-Fälle in päpstlicher Schweizergarde steigt auf 13

Im Vatikan sind zwei weitere Mitglieder der päpstlichen Schweizergarde positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit stieg die Zahl der nachweislich infizierten Gardisten auf 13, wie die Schweizergarde am Freitag mitteilte. Es gebe bisher keine schweren Krankheitsverläufe, nur einige der Gardisten zeigten Symptome wie Fieber, Husten, Gelenkschmerzen und einen Verlust des Geruchssinns, hieß es weiter. Die bunt uniformierten Wachen schützen Papst Franziskus und seine Residenz.

Ein größerer Corona-Ausbruch unter den Gardisten könnte daher auch für den Papst gefährlich werden, der mit seinen 83 Jahren zur Risikogruppe gehört. Dem Argentinier war im Alter von 21 Jahren wegen einer schweren Pneumonie ein Teil der rechten Lunge entfernt worden. Er gilt aber für sein Alter als relativ gesund.

Update, 23. Oktober, 23.11 Uhr: AstraZeneca setzt Corona-Impfstoff-Studie wieder fort

Nach einer fast siebenwöchigen Unterbrechung setzt der Pharmakonzern AstraZeneca seine klinischen Studien für einen mit der Universität Oxford entwickelten Corona-Impfstoff auch in den USA wieder fort. Die zuständige US-Behörde, die Arzneimittelbehörde FDA, hätte der Wiederaufnahme der Studie zugestimmt, teilte das britisch-schwedische Unternehmen am Freitag mit. 

In den vergangenen Wochen war die klinische Prüfung auch in anderen Ländern, darunter Japan und Großbritannien, wieder aufgenommen worden. Die sei eine "tolle Nachricht", damit die Arbeit an dem Impfstoff weitergehen könne, "um uns zu helfen, diese schreckliche Pandemie zu besiegen", erklärte der Vorstandsvorsitzende Pascal Soriot.

Das Firmenlogo des Pharmakonzerns AstraZeneca über dem Eingang des Unternehmens.
Das Firmenlogo des Pharmakonzerns AstraZeneca über dem Eingang des Unternehmens.  © Alastair Grant/AP/dpa

Update, 23. Oktober, 22.47 Uhr: Mehrere Corona-Infektionen bei slowakischen Parlamentariern

Mehrere Abgeordnete des slowakischen Parlaments haben sich mit dem Coronavirus angesteckt. Parlamentspräsident Boris Kollar brach am Freitag eine laufende Sitzung ab und organisierte Corona-Schnelltests für alle anwesenden Abgeordneten. Wie der TV-Nachrichtensender TA3 am Freitagabend berichtete, fielen einige der Schnelltests positiv aus. Zuvor hatte der Chef der rechtsextremen Volkspartei Unsere Slowakei LSNS, Marian Kotleba, seinen positiven Befund öffentlich gemacht.

Zu der für Dienstag festgelegten Fortführung der Parlamentssitzung würden nun nur Abgeordnete zugelassen, die einen negativen Test vorweisen könnten, erklärte Parlamentspräsident Kollar.

Update, 23. Oktober, 22.19 Uhr: Biden verspricht Wählern kostenlose Corona-Impfung

Eine Impfung gegen das Coronavirus soll nach Willen des demokratischen US-Präsidentschaftskandidaten Joe Biden für alle Menschen in den USA kostenlos sein. 

Auch für Bürger ohne Krankenversicherung müsse die Regierung eine kostenfreie Schutzimpfung garantieren, sagte Biden am Freitag in Wilmington im Bundesstaat Delaware. In den USA sind Millionen Menschen aus Kostengründen nicht krankenversichert. Experten hoffen, dass es im kommenden Jahr einen allgemein verfügbaren Impfstoff geben wird.

Der Demokrat Biden erneuerte seine Kritik am Krisenmanagement von Präsident Donald Trump. "Er hat Amerika aufgegeben", sagte der 77-Jährige. Der Republikaner habe immer noch keinen schlüssigen Plan, die Pandemie einzudämmen. "Er will nur, dass wir angesichts der schrecklichen Todeszahlen und dem Schmerz für so viele Amerikaner abstumpfen und resignieren", sagte Biden. Er tritt bei der Wahl am 3. November gegen Trump an.

Biden stellte am Freitag erneut seinen Plan vor, um die Pandemie einzudämmen. Unter anderem will Biden im Fall eines Wahlsiegs die Kapazität für Corona-Tests massiv ausbauen, sich im ganzen Land für das verpflichtende Tragen von Masken einsetzen und die heimische Produktion von Schutzkleidung deutlich ausbauen.

Insgesamt gibt es Daten der Universität Johns Hopkins zufolge in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern, seit Beginn der Pandemie rund 8,4 Millionen bestätigte Coronavirus-Infektionen. Gut 223.000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die Zahl der Neuinfektionen steigt auch in den USA seit Tagen wieder an. 

Am Donnerstag allein waren der Universität Johns Hopkins zufolge knapp 72.000 positive Tests gemeldet worden.

Joe Biden, der demokratische Präsidentschaftskandidat und ehemalige Vizepräsident, spricht im Queen-Theater über die Coronavirus-Pandemie.
Joe Biden, der demokratische Präsidentschaftskandidat und ehemalige Vizepräsident, spricht im Queen-Theater über die Coronavirus-Pandemie.  © Andrew Harnik/AP/dpa

Update, 23. Oktober, 22.11 Uhr: Mehr als 1500 Bundespolizisten in Corona-Quarantäne

Der Präsident der Bundespolizei, Dieter Romann, hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen an die Mitarbeiter seiner Behörde appelliert, sich im privaten Bereich besser vor Ansteckung zu schützen. 

In einer Videobotschaft an die Polizeibeamten sagte er am Freitag, aktuell seien 136 Mitarbeiter positiv auf das Virus getestet. 1574 Bundespolizisten befinden sich nach seinen Worten derzeit vorsorglich in Quarantäne.

"Wenn wir ausfallen, geht das Licht aus", mahnte Romann. Deshalb hätten alle Mitarbeiter der Bundespolizei die Pflicht, sich gesund zu erhalten, "das gilt auch im privaten Bereich". Dort seien die Risiken höher als im Dienst. "Vermeidet Infektion, auch wegen möglicher Langzeitfolgen", appellierte er an die Beamten. Zum Schluss gab er ihnen noch einen scherzhaften Rat mit: "Essen Sie jeden Tag drei Knoblauchzehen, das hilft zwar nicht unmittelbar gegen das Virus, sorgt aber dafür, dass Euch niemand zu nahe kommt."

An diesem Wochenende hilft die Bundespolizei mit 500 Einsatzkräften in Berlin mit bei der Durchsetzung der Corona-Regeln.

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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