Coronavirus: Afrika Cup wird verlegt

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das neuartige Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

China, Peking: Eine Frau in traditioneller Tracht trägt eine Mundschutzmaske und hält einen Schirm.
China, Peking: Eine Frau in traditioneller Tracht trägt eine Mundschutzmaske und hält einen Schirm.  © Andy Wong/AP/dpa

So ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin in vielen Bereichen des täglichen Lebens Pflicht, vor allem beim Benutzen des Öffentlichen Personennahverkehrs und beim Einkaufen.

Doch Schüler können aufatmen: Sie dürfen in weiten Teilen des Landes wieder regelmäßig in die Schule, können aber im Klassenzimmer die Masken abnehmen. Gleiches gilt beispielsweise auch in Cafés und Restaurants, sobald man seinen Platz eingenommen hat.

Um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden, ist es weiterhin wichtig, den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es >>>hier im Ticker.

Update, 30. Juni, 23.34 Uhr: Paketdienst Fedex kommt besser durch die Krise als erwartet

Der US-Paketdienstleister Fedex steckt die Corona-Krise bislang besser weg als erwartet. Im jüngsten Geschäftsquartal (bis Ende Mai) sanken die Erlöse im Jahresvergleich nur um überraschend geringe zwei Prozent auf 17,4 Milliarden Dollar (15,5 Mrd Euro), wie der Deutsche-Post-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss in Memphis mitteilte.

Analysten hatten mit deutlich stärkeren Einbußen gerechnet. Anleger reagierten erfreut und ließen die Aktie nachbörslich zunächst um über neun Prozent steigen.

Der Betriebsgewinn brach zwar von 1,3 Milliarden auf 475 Millionen Dollar ein, hier spielten allerdings auch Sonderfaktoren eine Rolle. Fedex musste aufgrund der Pandemie durchaus deutliche Abstriche machen, das Versandaufkommen von Geschäftskunden ging deutlich zurück. Die boomenden Online-Bestellungen von Privatpersonen während der Lockdown-Maßnahmen sorgten dennoch für hohe Nachfrage. Fedex-Chef Frederick Smith sprach von einer "Herkulesleistung" seines Teams.

Ein Auto des US-amerikanischen Paketdienstleisters Fedex fährt auf der Straße von New York.
Ein Auto des US-amerikanischen Paketdienstleisters Fedex fährt auf der Straße von New York.  © John Marshall Mantel/ZUMA Wire/dpa

Update, 30. Juni, 22.20 Uhr: UN-Sicherheitsrat soll über Corona-Resolution abstimmen

Nach mehr als drei Monaten Streit stimmt der UN-Sicherheitsrat nun doch noch über eine Corona-Resolution ab. Bis zum Mittwoch (17 Uhr MESZ) könnten die Mitglieder des mächtigsten UN-Gremiums über einen Entwurf der französischen und tunesischen Vertretung abstimmen, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. 

Er unterstützt dabei vor allem die Forderung von UN-Generalsekretär António Guterres (71) nach einer globalen Waffenruhe während der Pandemie.

Außenminister Maas wird am Donnerstag eine Sitzung des Sicherheitsrates zum Thema Corona leiten. Deutschland sitzt dem Gremium vom 1. Juli an für einen Monat vor.

UN-Generalsekretär António Guterres (71).
UN-Generalsekretär António Guterres (71).  © dpa/Matthias Balk

Update, 30. Juni, 22.07 Uhr: Trotz Lockdown in der Stadt: Leicester setzt Spielbetrieb fort

Der englische Ex-Meister Leicester City wird trotz des neuen Corona-Lockdowns in der Stadt weiter seine Premier-League-Spiele bestreiten. Das teilte der Fußball-Club am Dienstag nach Gesprächen mit den lokalen Behörden und der Liga mit. 

Leicester verzeichnet derzeit zehn Prozent der aktuell am Virus infizierten Personen in Großbritannien. Aus diesem Grund müssen nicht-systemrelevante Geschäfte wieder schließen und Pubs dürfen nicht - wie zunächst geplant - ab dem 4. Juli wieder öffnen.

"Alle Seiten sind nach wie vor davon überzeugt, dass durch die Umsetzung unseres Covid-19-Konzepts der Fußballbetrieb des Vereins nach den geltenden Protokollen weiterhin sicher funktionieren kann und auf diese Weise kein größeres Risiko für das Clubpersonal, den anreisenden Teams oder den umliegenden Gemeinden besteht", teilte der Champions-League-Aspirant mit.

Demarai Gray (l24, ) und James Maddison (23) von Leicester City reagieren während des Spiels.
Demarai Gray (l24, ) und James Maddison (23) von Leicester City reagieren während des Spiels.  © dpa/AP/POOL GETTY/Michael Regan

Update, 30. Juni, 22.04 Uhr: Bauern können zwei weitere Jahre mit EU-Fördergeld planen

Deutsche Bauern haben mit Blick auf Fördergelder der Europäischen Union zwei weitere Jahre Planungssicherheit. Angesichts der stockenden EU-Agrarreform ab 2021 einigten Unterhändler der EU-Staaten und des Europaparlaments sich am Dienstag darauf, die derzeit gültigen Regeln der gemeinsamen EU-Agrarpolitik aus den Jahren 2014 bis 2020 um zwei Jahre zu verlängern.

Dies biete Landwirten in der gesamten EU insbesondere auch während der Corona-Krise mehr Sicherheit, sagte Marija Vučković vom EU-Ratsvorsitz Kroatien. Die Verlängerung gewährleistet demnach unter anderem, dass Zahlungen an Bauern ab 2021 nicht unterbrochen werden. 

Da derzeit noch über den siebenjährigen Haushaltsrahmen der EU ab 2021 verhandelt wird, sind für die Übergangszeit noch nicht alle Fragen geklärt. Eine endgültige Entscheidung für die Verlängerung wird Ende des Jahres erwartet.

Mecklenburg-Vorpommern, Ventschow: Bauern bei der Arbeit. (Archivbild)
Mecklenburg-Vorpommern, Ventschow: Bauern bei der Arbeit. (Archivbild)  © dpa/Bernd Wüstneck

Update, 30. Juni, 21.50 Uhr: "Invictus Games" in Deutschland auf 2023 verschoben

Die von Prinz Harry (35) initiierten "Invictus Games" werden erst 2023 in Düsseldorf stattfinden - also ein Jahr später als geplant. Das teilte am Dienstag die "Invictus Foundation" in London mit. 

Bei den "Invictus Games" treten kriegsversehrte Veteranen in paralympischen Wettbewerben an. Wegen der Corona-Epidemie waren die für 2020 angesetzten Spiele in Den Haag um ein Jahr verschoben worden. Um im Zwei-Jahres-Zyklus zu bleiben, wird nun auch die Veranstaltung in Düsseldorf ein Jahr später ausgerichtet.

Prinz Harry (35). (Archivbild)
Prinz Harry (35). (Archivbild)  © dpa/PA Wire/Victoria Jones

Update, 30. Juni, 21. 40 Uhr: Anja Gockels Modenschau: Mit Abstand, Maske und Jenny Elvers

Eine Modenschau in Corona-Zeiten, das geht nur mit Abstand zwischen den Sitzen und mit Masken: Die Mainzer Designerin Anja Gockel (52) hat in Berlin ihre neue Sommerkollektion gezeigt. Der Rest der Fashion Week fällt mehr oder weniger ins Wasser. "Ich bin die Einzige, die die Flagge hochhält", sagte Gockel am Dienstagabend.

Sie wolle ein Statement setzen: "Egal, wie groß der Druck auf eine Gesellschaft oder eine Szene ist, es gibt immer Möglichkeiten. Wenn dir 80 Prozent genommen werden, gibt es immer noch die 20 Prozent. Wenn Plan B nicht funktioniert, gibt es noch 24 andere Buchstaben im Alphabet." 

Sie sei froh, dass es mit echtem Publikum gehe. Die Models hatten zur Show im Hotel Adlon passende Masken zu ihren Outfits an. Auch Designerin Lana Müller zeigte einige Kreationen. "Wir müssen aufhören, Sachen alleine zu machen. Es gibt keine Konkurrenz, es gibt nur Energie", sagte Gockel über die Zusammenarbeit.

Mit der Show gab es seit Monaten wieder ein bisschen Modezirkus wie früher in Berlin, mit Blitzlicht und Promis. Auch Jenny Elvers (48) war dabei. 

Die Designerin Anja Gockel zeigt sich mit Mundschutz und Models nach ihrer Modenschau der Sommerkollektion 2021 "Asuka - der Duft von morgen" im Hotel Adlon.
Die Designerin Anja Gockel zeigt sich mit Mundschutz und Models nach ihrer Modenschau der Sommerkollektion 2021 "Asuka - der Duft von morgen" im Hotel Adlon.  © dpa/dpa-Zentralbild/Jens Kalaene

Update, 30. Juni, 21.15 Uhr: Biden: "Kriegspräsident" Trump hat das Corona-Schlachtfeld verlassen

Angesichts von mehr als 125.000 Corona-Toten in den USA und besorgniserregend steigenden Fallzahlen hat der designierte Präsidentschaftskandidat Joe Biden (77) dem Amtsinhaber Donald Trump (74) Versagen vorgeworfen. 

"Es scheint, dass unser 'Kriegspräsident' sich ergeben, die weiße Flagge geschwenkt und das Schlachtfeld verlassen hat", sagte Biden bei einer Rede am Dienstag in Wilmington (Delaware). Er bezog sich damit auf Trumps Aussage vom März, er fühle sich in Zeiten des Kampfes gegen die Pandemie als "Kriegspräsident".

Trump habe Zeit für wirksame Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus vergeudet, sagte Biden. Die Infektionen stiegen in einer Reihe von Bundesstaaten an, große Ausbrüche könnten bevorstehen. "Donald Trump macht so gut wie gar nichts dagegen. Mister Präsident, die Krise ist real", sagte Biden. 

Der Demokrat sprach sich für eine grundsätzliche Maskenpflicht in der Öffentlichkeit und eine Rückkehr zur Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO aus. Er selbst werde bis zur Abstimmung im November keine großen Wahlkampfveranstaltungen abhalten.

Präsidentschaftskandidat Joe Biden (77). (Archivbild)
Präsidentschaftskandidat Joe Biden (77). (Archivbild)  © dpa/AP/Matt Slocum

Update, 30. Juni, 20.55 Uhr: Minister: Reisen nach Afrika bei geringem Corona-Risiko ermöglichen

Entwicklungsminister Gerd Müller (64, CSU) hat Außenminister Heiko Maas (53, SPD) aufgefordert, die wegen der Corona-Pandemie verhängten Reisebeschränkungen für afrikanische Staaten zu überprüfen. "Allein in Afrika leben 25 Millionen Menschen vom Tourismus, zum Beispiel in Marokko, Ägypten, Tunesien, Namibia oder Kenia", sagte Müller dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 

"Wenn die Länder niedrige Infektionszahlen aufweisen und Hygienestandards wie in Europa garantieren, gibt es keinen Grund, sie vom Tourismus abzuschneiden." Es gehe um Millionen Arbeitsplätze, es gehe um Köche, Reinigungskräfte und Busfahrer, fügte Müller an. Sie alle brauchten die Jobs, um zu überleben.

Entwicklungsminister Gerd Müller (64, CSU). (Archivbild)
Entwicklungsminister Gerd Müller (64, CSU). (Archivbild)  © dpa/afp Pool/Tobias Schwarz

Update, 30. Juni, 20.32 Uhr: Kritik an Airbus-Stellenabbau aus Pariser Wirtschaftsministerium

Der geplante Stellenabbau beim Flugzeugbauer Airbus stößt im Pariser Wirtschafts- und Finanzministerium auf Kritik. Die vom Konzern genannte Zahl von 15.000 Jobs, die abgebaut werden sollten, sei überhöht, hieß es am Dienstagabend aus Kreisen des Ministeriums von Ressortchef Bruno Le Maire (51).

Die Mitte-Regierung habe bereits einen Rettungsplan von 15 Milliarden Euro für den Luftfahrtsektor aufgelegt, hieß es. Man erwarte von dem europäischen Flugzeugbauer, dass er die von der Regierung angebotenen Möglichkeiten für die Beschäftigung voll nutze.

Update, 30. Juni, 20.05 Uhr: Britische Pilotenvereinigung warnt Easyjet vor Stellenabbau

Die britische Pilotenvereinigung Balpa hat die Fluggesellschaft Easyjet am Dienstag vor übereilten Entlassungen gewarnt. Die britische Billig-Airline hatte Ende Mai mitgeteilt, wegen der Coronavirus-Pandemie bis zu 4500 der insgesamt 15.000 Arbeitsplätze zu streichen. Auch die Standorte London Stansted, London Southend and Newcastle sollen wegfallen. Anfliegen will Easyjet die drei Flughäfen aber weiterhin.

Nun haben die Verhandlungen begonnen. Laut Balpa könnten 727 Easyjet-Piloten in Großbritannien ihren Job verlieren. Das sei eine "exzessive Überreaktion", wie die Pilotengewerkschaft kritisierte. "Wir werden um jeden Job kämpfen", hieß es in einer Balpa-Mitteilung. Easyjet werde Schwierigkeiten haben, genügend Piloten zu finden, wenn sich die Luftfahrtbranche in den kommenden zwei Jahren wieder erhole, warnte die Gewerkschaft.

Auch die Gewerkschaft Unite, die das Kabinenpersonal bei Easyjet vertritt, zeigte sich enttäuscht über den geplanten Abbau von knapp 1300 Stellen. Verantwortlich mache Unite dafür teilweise die Regierung in London, die "im starken Kontrast" zu beispielsweise Frankreich und Deutschland, kein Rettungspaket für die Luftfahrtbranche aufgelegt habe.

Easyjet-Chef Johan Lundgren (53) begründete den Schritt mit einem Einbruch bei der Nachfrage. Es handle sich um "schwierige Vorschläge", doch es sei eine beispiellose und schwierige Zeit für die Airline und die gesamte Branche.

Titelfoto: Omar Zoheiry/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0