Coronavirus: Antikörper nach Moderna-Impfung über Monate nachweisbar

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch Monate in Atem halten. Abstand halten und Maske tragen dürften noch die geringeren Hürden bleiben. Denn fast im gesamten Dezember heißt es nun wieder: Lockdown!

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns Hopkins Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.141.544 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Rund 811.091 Menschen sollen inzwischen genesen sein. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bereits auf insgesamt 18.097 (Stand 4. Dezember, 7 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 14,14 Millionen Infizierte und 276.325 Tote wurden bereits erfasst (Stand 4. Dezember, 7 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 65,22 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.506.251 Todesfälle (Stand 4. Dezember, 7 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 4. Dezember, 12.14 Uhr: Corona-Selbsttests: Ärzte warnen vor "trügerischer Sicherheit"

Niedergelassene Ärzte wenden sich gegen selbstdurchgeführte Corona-Schnelltests und warnen vor Gefahren.

Durch Selbsttests erhöhen sich die Rate an falsch-negativen Tests und die Gefahr von Superspreadern, hieß es am Freitag in einer Mitteilung des Virchowbundes, der die Interessen der Haus- und Fachärzte vertritt.

Abstriche auf das Coronavirus könnten nur durch geschultes Fachpersonal durchgeführt werden.

"Es wäre fatal, wenn Menschen nach einem fehlerhaften Selbstabstrich ein falsch-negatives Ergebnis erhalten und sich dadurch in trügerischer Sicherheit wiegen. Das gefährdet Menschenleben, anstatt sie zu schützen."

Hintergrund ist eine Debatte über Selbsttests an Schulen und Kitas.

Ein Sanitäter hält vor dem Tempodrom einen Testträger eines Corona-Schnelltest in der Hand.
Ein Sanitäter hält vor dem Tempodrom einen Testträger eines Corona-Schnelltest in der Hand.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 4. Dezember, 12.04 Uhr: Bremer "Querdenker"-Demo bleibt verboten

Das Bremer Oberverwaltungsgericht (OVG) hat eine Beschwerde gegen das Verbot einer für Samstag geplanten Großdemonstration sogenannter Querdenker gegen die Corona-Politik abgelehnt.

Damit bestätigte das Gericht am Freitag in zweiter Instanz einen entsprechenden Beschluss des Verwaltungsgerichtes. Es gebe kein milderes Mittel als das Versammlungsverbot, hieß es zur Begründung.

"Es wäre nicht geeignet, dem Antragsteller ein Schutz- und Hygienekonzept aufzuerlegen, dessen Einhaltung letztlich nicht zu erwarten sei."

Es geht um eine von der Initiative "Querdenken421" unter dem Motto: "Bundesweites Fest für Frieden und Freiheit" geplante Demonstration mit bis zu 20.000 Teilnehmern auf der Bürgerweide am Hauptbahnhof.

Sie wurde am Dienstag vom Ordnungsamt mit einer weiteren Demonstration auf dem Marktplatz verboten, zu der bis zu 10.000 Teilnehmer erwartet werden.

Update, 4. Dezember, 11.51 Uhr: Ministerpräsident zu Corona-Infektionszahlen: Etappenziel erreicht

Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) freut sich über die sinkende Zahl von Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen und hat die Bevölkerung zu einer weiteren Kraftanstrengung aufgerufen.

"Das erste Etappenziel ist erreicht", schrieb Weil am Freitag auf Twitter zum Absinken der Infektionen in den beiden Hotspots, den Kreisen Cloppenburg und Vechta, auf weniger als 200 neue Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Kein Landkreis in Niedersachsen liege damit mehr über einer Sieben-Tage-Inzidenz von 200. "Jetzt haben wir den Ehrgeiz, alle miteinander unter 100 zu kommen und dann unter 50", schrieb Weil. "Das schaffen wir nur gemeinsam. Bitte mitmachen!"

Update, 4. Dezember, 11.49 Uhr: Britisches Impfprogramm soll am Dienstag starten

Der britische Gesundheitsdienst NHS (National Health Service) will nach dem Eintreffen der ersten Impfdosen im Land am kommenden Dienstag mit dem Impfen beginnen.

Das sagte NHS-Providers-Geschäftsführer Chris Hopson am Freitag im BBC-Fernsehen. Premierminister Boris Johnson sprach von der größten Massenimpfung in der Geschichte Großbritanniens.

Die britische Arzneimittelbehörde MHRA hatte am Mittwoch dem Mainzer Pharma-Unternehmen Biontech und seinem US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung für deren Corona-Impfstoff erteilt.

Großbritannien ist damit das erste Land überhaupt, das den Impfstoff zur breiteren Anwendung freigegeben hat.

Update, 4. Dezember, 11.23 Uhr: Antikörper nach Moderna-Impfung über Monate nachweisbar

Die durch den Corona-Impfstoff des US-Unternehmens Moderna ausgelöste Immunantwort ist mehrere Monate deutlich im Blut nachweisbar. Das zeigen Daten aus einer sogenannten Phase-I-Studie, die im "New England Journal of Medicine" ("NEJM") veröffentlicht wurden.

Das Ergebnis könnte darauf hindeuten, dass die Moderna-Impfung über einen längeren Zeitraum Schutz gegen Covid-19 bietet. Ein Nachweis ist das aber nicht.

Der Impfstoff mit dem Namen "mRNA-1273" produzierte hohe Mengen an bindenden und neutralisierenden Antikörpern, die erwartungsgemäß mit der Zeit leicht abnahmen, aber bei allen Teilnehmern drei Monate nach der Auffrischungsimpfung weiterhin erhöht waren", schreiben Experten um Alicia T. Widge vom US-Nationalen Institut für Infektionskrankheiten (NIAID).

"Diese Daten stimmen uns weiterhin optimistisch, dass das hohe Maß an Wirksamkeit, das kürzlich durch mRNA-1273 zur Verhinderung der COVID-19-Krankheit nachgewiesen wurde, dauerhaft sein wird", sagte Tal Zaks von Moderna laut einer Mitteilung.

Wie es in "NEJM" heißt, ließen sich bei den 34 Probanden der Phase-I-Studie noch 90 Tage nach der zweiten Impf-Dosis Antikörper im Blut gegen Sars-CoV-2 feststellen. Dieses Resultat war demnach über alle Altersgruppen hinweg zu beobachten - also auch bei Teilnehmern, die älter als 71 Jahre waren. Ernsthafte Nebenwirkungen seien nicht bei den Testpersonen aufgetreten.

Das Ergebnis könnte darauf hindeuten, dass die Moderna-Impfung über einen längeren Zeitraum Schutz gegen Covid-19 bietet.
Das Ergebnis könnte darauf hindeuten, dass die Moderna-Impfung über einen längeren Zeitraum Schutz gegen Covid-19 bietet.  © Hans Pennink/AP/dpa

Update, 4. Dezember, 11.39 Uhr: Umfrage: Nur knappe Mehrheit für verlängerten Teil-Lockdown

Bei der Frage nach der Verlängerung des Teil-Lockdowns in den Januar hinein gehen die Meinungen der Bürger auseinander.

Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Befragung des Instituts YouGov, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Eine knappe Mehrheit begrüßt demnach die Entscheidung: 32 Prozent der Befragten befürworten sie "voll und ganz", 25 Prozent befürworten sie "eher". Jeweils 18 Prozent lehnen sie "voll und ganz" oder "eher" ab.

Update, 4. Dezember, 11.12 Uhr: Linke-Fraktionschef kritisiert Konstruktionsfehler bei Corona-Hilfen

Linke-Fraktionschef Dietmar Bartsch hat Nachbesserungen bei den Corona-Hilfen ab Januar gefordert und vor einer Pleitewelle gewarnt.

Bartsch sagte der Deutschen Presse-Agentur am Freitag: "Die geplanten Hilfen ab Januar haben einen Konstruktionsfehler. Sie werden viele Gastronomen und Selbständige in Existenznot stürzen, weil nur noch anteilig die Fixkosten beglichen werden. Davon kann sich kein Selbstständiger ernähren."

Fixkosten anteilig zu erstatten, reiche nicht, um Existenzen über den Corona-Winter zu sichern. "Hier wird eine Pleitewelle in Kauf genommen."

Die Bundesregierung und die Länder müssten weiter Umsatzausfälle ausgleichen, sonst hätten viele Gastronomen, Selbstständige und Freiberufler keine Perspektive. "Zudem braucht es endlich ein Selbstständigengeld, das die Existenz sichert, wenn ein Lockdown die Ausübung des Berufes verbietet."

Update, 4. Dezember, 9.28 Uhr: Corona-Rekord in den USA: Mehr als 217.000 neue Fälle an einem Tag

In den USA hat die Zahl der binnen 24 Stunden erfassten Corona-Neuinfektionen einen neuen Höchststand erreicht.

Am Donnerstag gab es 217.664 neue bestätigte Fälle, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) in Baltimore vom Freitagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag voriger Woche mit rund 205.000 neuen Fällen registriert worden.

Auch bei der Zahl der binnen eines Tages gemeldeten Toten gab es erneut einen Höchststand. Am Donnerstag wurden 2879 Tote mit einer bestätigten Coronavirus-Infektion verzeichnet. Der bislang höchste Wert war erst am Vortag mit 2804 Toten registriert worden.

Update, 4. Dezember, 8.58 Uhr: Warteschlangen zum Auftakt der Massentests in Österreich

Die Corona-Massentests in Österreich stoßen auf reges Interesse.

Zum Auftakt am Freitag bildeten sich in Wien und Innsbruck nach Angaben von Reportern des ORF und des Senders OE24 längere Warteschlangen vor den Teststationen.

In Österreichs Hauptstadt können sich die Bürger an drei Standorten bis zum 13. Dezember testen lassen. Die Kapazität liegt in Wien bei bis zu 150.000 Tests pro Tag. Die Regierung hofft, dass sich im Laufe der nächsten Wochen mehrere Millionen Österreicher untersuchen lassen.

in Mitarbeiter steht mit einem Test und Unterlagen in einer Teststation hält einen Test in den Händen.
in Mitarbeiter steht mit einem Test und Unterlagen in einer Teststation hält einen Test in den Händen.  © Expa/Erich Spiess/APA/dpa

Update, 4. Dezember, 8.56 Uhr: Altmaier pocht auf steuerliche Erleichterungen für Unternehmen in Not

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) dringt in der Corona-Krise auf weitere steuerliche Erleichterungen für notleidende Unternehmen.

Er setzt sich dafür ein, dass aktuelle Verluste in noch größerem Umfang mit früheren Gewinnen verrechnet werden können und die gezahlten Steuern erstattet werden.

Altmaier sagte der "Wirtschaftswoche": "Die Eigenkapitaldecke der Unternehmen darf nicht weiter geschwächt werden, die Ausweitung des Verlustrücktrags ist dafür ein geeignetes Stärkungsmittel. Sie würde auch die Stärkeverhältnisse der Unternehmen vor der Krise reflektieren und wäre damit marktwirtschaftlich sinnvoll und gut begründbar."

"Mein Koalitionspartner hat damit allerdings bislang Schwierigkeiten", ergänzte Altmaier mit Blick auf die SPD und das vom Sozialdemokraten Olaf Scholz geführte Finanzministerium.

"Ich setze mich für eine Ausweitung ein und hoffe auf einen Sinneswandel in der Adventszeit." Sobald die Krise vorbei sei, "müssen wir sicher auch die Staatsausgaben überprüfen, dürfen auch Einsparungen nicht ausschließen". Er stelle die Schuldenbremse "ganz bewusst nicht zur Disposition".

Titelfoto: Hans Pennink/AP/dpa

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