Coronavirus: Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Mitte Mai

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,76 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.505 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.642.600 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 13,2 (Vortag: 12,2).

Querdenker-Proteste in Kassel bleiben verboten: Polizei dennoch auf Großeinsatz vorbereitet
Coronavirus Querdenker-Proteste in Kassel bleiben verboten: Polizei dennoch auf Großeinsatz vorbereitet

Weltweit gibt es mehr als 192,5 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,1 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 23. Juli, 6 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 23. Juli, 19.30 Uhr: Neuinfektionen in Türkei auf höchstem Stand seit Mitte Mai

In der Türkei ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus auf den höchsten Stand seit mehr als zwei Monaten gestiegen.

Das Gesundheitsministerium meldete am Freitag 11.094 Neuinfektionen - so viele wie seit Mitte Mai nicht mehr.

Innerhalb eines Tages starben 60 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19.

Das 82 Millionen-Einwohner-Land hatte Anfang Juli alle Ausgangsbeschränkungen wegen der Pandemie aufgehoben. Seitdem steigen die Fallzahlen wieder.

Die Türkei setzt die Impfstoffe des chinesischen Herstellers Sinovac sowie von Biontech/Pfizer ein. Etwa 46 Prozent der Bevölkerung haben mindestens eine Impfdosis erhalten. Mehr als ein Viertel (26 Prozent) sind vollständig geimpft.

Update, 23. Juli, 19.17 Uhr: Spitzenkandidatin der Linken lehnt Impfpflicht ab

Die Co-Vorsitzende und Spitzenkandidatin der Linken für die Bundestagswahl, Janine Wissler, lehnt eine verpflichtende Corona-Impfung ab.

"Ich finde, wir müssen versuchen, die Menschen zu überzeugen", sagte sie im Sommerinterview des Hessischen Rundfunks.

"Es gibt ja auch die Beispiele, wo Menschen skeptisch waren gegenüber Impfungen und dann durch Aufklärungsgespräche, wo sie alle ihre Fragen stellen konnten, auch überzeugt werden konnten", sagte Wissler.

Deshalb sei sie nicht für eine Impfpflicht, sondern für ein niedrigschwelliges Impfangebot.

Janine Wissler (Die Linke), stellvertretende Parteivorsitzende der Linken auf Bundesebene.
Janine Wissler (Die Linke), stellvertretende Parteivorsitzende der Linken auf Bundesebene.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. Juli, 17.12 Uhr: Corona-Infektionen in Italien deutlich gestiegen - Delta herrscht vor

In Italien sind die Corona-Infektionszahlen deutlich gestiegen. Der Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich 41 Fälle je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, in der Vorwoche waren es noch 19. Vor allem bei jungen Menschen seien mehr Infektionen verzeichnet worden, hieß es am Freitag im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums in Rom.

Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern und auf den Intensivstationen blieb Experten zufolge auf ähnlichem niedrigem Niveau wie in der Vorwoche.

Die ansteckendere Delta-Variante breite sich in Italien weiter aus und sei inzwischen vorherrschend. Die Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi hatte am Donnerstagabend bereits mit strengeren Coronaregeln reagiert.

Ab dem 6. August ist in dem Land für zahlreiche Aktivitäten im Innenbereich ein Impfnachweis, ein negativer Corona-Test oder ein Genesungsnachweis notwendig. Zudem wurde der Notstand bis zum 31. Dezember verlängert.

Update, 23. Juli, 17.03 Uhr: Spanien: Corona-Risiko nicht nur an Inzidenz messen

Nach der Einstufung zum Hochinzidenzgebiet durch Deutschland hat Spanien betont, dass die Zahl der Corona-Neuinfektionen nicht mehr das Maß aller Dinge sein könne.

Für die Einschätzung des Corona-Risikos müssten auch andere Größen wie die Lage in den Krankenhäusern und der Stand der Impfkampagne berücksichtigt werden, hieß es am Freitag aus Regierungskreisen in Madrid.

Eine offizielle Stellungnahme gab es zunächst nicht. Es handele sich um die souveräne Entscheidung eines anderen Landes, die man nicht kommentieren wolle, hieß es.

Update, 23. Juli, 17 Uhr: Erster Coronafall im deutschen Olympia-Team: Radsportler positiv

Im deutschen Olympia-Team in Tokio gibt es einen ersten Coronafall.

Mehr dazu im Artikel "Erster Corona-Fall im deutschen Olympia-Team".

Frankreich, Malaucene: Radsport: UCI WorldTour - Tour de France, Sorgues - Malaucène (198,90 km), 11. Etappe. Der Deutsche Simon Geschke vom Team Cofidis fährt den Mont Ventoux hinunter.
Frankreich, Malaucene: Radsport: UCI WorldTour - Tour de France, Sorgues - Malaucène (198,90 km), 11. Etappe. Der Deutsche Simon Geschke vom Team Cofidis fährt den Mont Ventoux hinunter.  © Roth/dpa

Update, 23. Juli, 16.45 Uhr: Vietnam verzeichnet so viele Corona-Neuinfektionen wie noch nie

Vietnam hat am Freitag innerhalb von 24 Stunden mehr als 7300 Corona-Neuinfektionen registriert - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Zahl sei fünf Mal so hoch wie die im Gesamtjahr 2020 verzeichneten Infektionen, teilten die Gesundheitsbehörden des südostasiatischen Staates mit.

Am schlimmsten betroffen ist Ho-Chi-Minh-Stadt. In der größten Stadt des Landes und in der Hauptstadt Hanoi gelten strenge Einschränkungen. Die Menschen sollen ihre Häuser nur noch verlassen, wenn es absolut notwendig ist.

Insgesamt wurden bisher rund 78 000 Infektionen bestätigt. 370 Menschen sind in Verbindung mit Covid-19 gestorben. Geimpft ist wegen fehlender Impfstoffe bisher nur ein Bruchteil der Bevölkerung.

Update, 23. Juli, 16.32 Uhr: Reiseverband: Spanien-Entscheidung macht Urlaubspläne zunichte

Der Reiseverband DRV hat die Entscheidung der Bundesregierung kritisiert, Spanien vom 27. Juli an als Corona-Hochinzidenzgebiet einzustufen.

Dies mache mitten in der Ferienzeit "zahlreichen Reisenden und insbesondere vielen Familien mit Kindern die Urlaubspläne zunichte", sagte DRV-Präsident Norbert Fiebig am Freitag.

Die von der Corona-Krise hart getroffene Reisewirtschaft befürchtet, dass eine drohende Quarantäne Menschen verunsichert, die gerade im Urlaub sind oder kurz davor stehen.

Wer aus einem Hochinzidenzgebiet nach Deutschland zurückkehrt und nicht vollständig geimpft oder genesen ist, muss für zehn Tage in Quarantäne, kann diese aber durch einen negativen Test nach fünf Tagen verkürzen.

Fiebig forderte: "Wir müssen weg von der reinen Inzidenzbetrachtung bei der Einstufung von Zielgebieten."

Stattdessen sollte die tatsächliche Gefährdungslage für Reisende sowie die Belastung des Gesundheitssystems in den Mittelpunkt der Überlegungen gerückt werden. Dies sollte bei der ohnehin notwendigen Anpassung der Corona-Einreiseverordnung berücksichtigt werden.

Der DRV schätzt, dass momentan etwa 200.000 Pauschalreisende aus Deutschland in dem Land Urlaub machen, davon 60 Prozent auf den Balearen.

Hinzu kämen geschätzt etwa 200.000 Individualtouristen. Urlauber, die in den nächsten Tagen eine Reise nach Spanien geplant haben, würden von den Veranstaltern sukzessive kontaktiert.

Update, 23. Juli, 16.18 Uhr: Apotheken können ab nächster Woche wieder Impfzertifikate ausstellen

Ab nächster Woche sollen Apotheken in Deutschland schrittweise wieder Corona-Impfzertifikate ausstellen können.

Mehr dazu im Artikel "Nach Sicherheitslücke: Ab diesem Zeitpunkt stellen Apotheken wieder Impfzertifikate aus".

Bayern, München: Ein Apotheker hält einen Impfpass und einen digitalen Impfnachweis in den Händen.
Bayern, München: Ein Apotheker hält einen Impfpass und einen digitalen Impfnachweis in den Händen.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 23. Juli, 16.15 Uhr: Spanien und die Niederlande werden Corona-Hochinzidenzgebiete

Die Bundesregierung stuft Spanien und die Niederlande von Dienstag an als Corona-Hochinzidenzgebiete ein.

Das gab das Robert Koch-Institut am Freitag bekannt.

Mehr dazu im Artikel "Ab Dienstag: Spanien und Niederlande werden Corona-Hochinzidenzgebiete".

Update, 23. Juli, 15.50 Uhr: Verlängerte Corona-Überbrückungshilfe gestartet

Die verlängerten staatlichen Hilfen für besonders belastete Firmen in der Corona-Krise können seit Freitag beantragt werden. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium mit.

Die Bundesregierung hatte entschieden, dass die bisher bis Ende Juni befristete Überbrückungshilfe III als "Überbrückungshilfe III Plus" bis September fortgeführt wird. Neu ist eine "Restart-Prämie", mit der Unternehmen einen höheren Zuschuss zu Personalkosten erhalten können - falls sie etwa Personal aus der Kurzarbeit zurückholen oder neu einstellen.

Die Überbrückungshilfe ist das zentrale Kriseninstrument der Regierung, um Folgen der Pandemie auf Jobs und Firmen abzufedern.

Titelfoto: Mustafa Kaya/XinHua/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: