Coronavirus: Auch Schottland verschiebt jetzt Corona-Lockerungen

Deutschland/Welt - In Deutschland ist die bundesweite Corona-Inzidenz im Sinkflug. Doch macht die Delta-Mutante alles wieder kaputt? Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In vielen Regionen Deutschlands hat die Außengastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,7 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

90.479 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 8 (Vortag: 8,6).

Coronavirus in Chemnitz: Maskenpflicht im Freien fällt ab Juli
Coronavirus Coronavirus in Chemnitz: Maskenpflicht im Freien fällt ab Juli

Weltweit gibt es rund 178,8 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 3,87 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 22. Juni, 14 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 22. Juni, 19.53 Uhr: Trifft die Delta-Mutante Deutschland bald hart? Drosten mit überraschender Einschätzung!

Nach dem Wiederanstieg der Corona-Inzidenz in Großbritannien durch die Delta-Variante sieht der Virologe Christian Drosten (49) für Deutschland überraschenderweise auch die Möglichkeit eines anderen Verlaufs.

Mehr Infos unter: "Trifft die Delta-Mutante Deutschland bald hart? Drosten mit überraschender Einschätzung!"

Der Virologe Christian Drosten (49).
Der Virologe Christian Drosten (49).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 19.48 Uhr: Auch Schottland verschiebt jetzt Corona-Lockerungen

Schottland hat den nächsten Lockerungsschritt bei der geplanten Aufhebung der Corona-Maßnahmen verschoben. Das teilte die Chefin der Regionalregierung, Nicola Sturgeon (50), am Dienstag im Parlament in Edinburgh mit.

Demnach soll die niedrigste Stufe nicht bereits am kommenden Montag erreicht werden, sondern erst am 19. Juli. Das vollständige Ende aller Corona-Beschränkungen peilt Schottland für den 9. August an.

In Großbritannien steigt die Zahl der Neuinfektionen inzwischen wieder, auch in anderen Landesteilen. Grund dafür ist die zuerst in Indien entdeckte Delta-Variante, die auf der Insel inzwischen dominant ist.

Die Chefin der schottischen Regionalregierung: Nicola Sturgeon (50).
Die Chefin der schottischen Regionalregierung: Nicola Sturgeon (50).  © Jane Barlow/PA Wire/Dpa

Update, 22. Juni, 19.03 Uhr: Merkel mahnt erneut

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat die niedrigen Corona-Infektionszahlen in Deutschland als sehr erfreulich bezeichnet, angesichts der weltweiten Entwicklung zugleich aber zur Vorsicht gemahnt.

"Manche Mühe hat sich gut ausgezahlt", sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in der letzten Sitzung der Unionsfraktion vor der parlamentarischen Sommerpause in Berlin. Zugleich warnte sie: Die "Pandemie ist noch nicht vorbei".

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).
Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU).  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 22. Juni, 18.12 Uhr: EU-Kommission gibt grünes Licht für Italiens Corona-Wiederaufbauplan

Die EU-Kommission hat grünes Licht für den italienischen Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise gegeben. Der Plan bedeute, in die Zukunft und die kommenden Generationen zu investieren, sagte Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) am Dienstag in Rom.

Man habe einen Plan aus ehrgeizigen Reformen zusammengesetzt, erklärte Ministerpräsident Mario Draghi (73). Der Rat der EU-Staaten hat nun vier Wochen Zeit, um den Vorschlag der EU-Kommission anzunehmen.

Italien gehört zu den Ländern, die größere Anteile des Milliardenprogramms bekommen. Von den EU-Mitteln soll das Mittelmeerland rund 191,5 Milliarden Euro erhalten. Das Land wurde mit am härtesten von der Corona-Pandemie getroffen und geriet in eine Wirtschaftskrise.

Die EU-Kommission hatte nach eigenen Angaben untersucht, ob der italienische Investitionsplan den Anforderungen grüner und digitaler Umgestaltung entspricht und Wirtschaft und Gesellschaft des Landes widerstandsfähiger macht.

Italien will mit den EU-Hilfsmitteln und nationalen Fonds rund 222,1 Milliarden Euro in Projekte bis 2026 investieren. Mit dem Geld sollen große Infrastrukturprojekte finanziert werden wie zum Beispiel Schnellzugverbindungen.

Die Regierung aus Experten und Politikern unter Mario Draghi will außerdem die öffentliche Verwaltung und die Justiz modernisieren. Für Frauen und junge Menschen sollen bessere Jobmöglichkeiten geschaffen werden.

Der Hauptteil ist für grüne und digitale Projekte bestimmt. Der EU-Kommission zufolge fließen 37 Prozent der knapp 191,5 Milliarden in Projekte zur Erfüllung der Klimaziele. Ein Viertel des Geldes ist für die Digitalisierung bestimmt. Dazu zählt der Ausbau des schnellen Mobilfunkstandards 5G.

Rom: Mario Draghi (73), Ministerpräsident von Italien, und Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission, posieren für Fotografen in den Cinecitta' Studios.
Rom: Mario Draghi (73), Ministerpräsident von Italien, und Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission, posieren für Fotografen in den Cinecitta' Studios.  © Andrew Medichini/AP/dpa

Update, 22. Juni, 17.58 Uhr: Österreichs Kanzler trifft sich mit Drosten wegen Delta-Mutante: Das hat ihm der Virologe zu sagen

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (34) hat sich nach einem Treffen mit dem Virologen Christian Drosten (49) optimistisch zur aktuellen Corona-Situation geäußert.

"Ich bin eigentlich fast ein bisschen erleichtert, weil ich habe das Gefühl, ich habe sehr viele positive Nachrichten mitnehmen dürfen", sagte Kurz am Dienstag im Anschluss an das Gespräch in der Berliner Charité.

Insbesondere über die Delta-Variante werde laut Kurz in Deutschland und Österreich viel diskutiert. "Ich glaube nicht, so ist mein Eindruck nach dem Gespräch, dass die Delta-Variante verschwinden wird. Sie wird bleiben", sagte Kurz. "Wir können heilfroh sein, dass die Impfung gegen alle Varianten schützt, die es gerade gibt."

Um die Situation in Deutschland besser einschätzen zu können, lohne sich laut Drosten vor allem ein Blick nach England. Zwar wolle er einen erneuten Anstieg der Fallzahlen in Deutschland weder voraussagen noch ausschließen, sagte Drosten.

Aber: "Wenn es so sein sollte, dass im Juli die Fallzahlen wieder steigen, werden wahrscheinlich die Schulferien dann wieder eine Entspannung bringen". Im Gegensatz zu Österreich und Deutschland hätten die Menschen in England von diesem Effekt nicht profitieren können.

Sebastian Kurz (links), Bundeskanzler von Österreich und Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, geben nach einem Treffen auf dem Gelände der Charité ein Pressestatement.
Sebastian Kurz (links), Bundeskanzler von Österreich und Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Charité, geben nach einem Treffen auf dem Gelände der Charité ein Pressestatement.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 22. Juni, 17.50 Uhr: Hessen hebt Corona-Kontaktregeln für Privattreffen weitgehend auf

Die Corona-Kontaktregeln für private Treffen in Hessen werden weitgehend aufgehoben. Das kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Dienstag in Wiesbaden an.

Die Menschen dürfen draußen unbeschränkt zusammenkommen - bis zu einer Gruppengröße von 25 würden lediglich das Einhalten der Abstands- und Hygieneregeln und gegebenenfalls auch Tests empfohlen.

Ab einer Gruppengröße von 25 gelte das Treffen als eine Veranstaltung mit Corona-Regeln. Dies sind nach Angaben der Staatskanzlei ein Abstands- und Hygienekonzept, Testpflicht in Innenräumen sowie Kontaktdatenerfassung. Ausnahmen gibt es weiterhin für berufliche Treffen.

Update, 22. Juni, 16.56 Uhr: Muss das Biontech-Vakzin angepasst werden und brauchen alle eine dritte Impfung? Sahin redet Klartext!

Biontech geht von einer Wirksamkeit seines Corona-Impfstoffs auch gegen die zuletzt aufgetretenen Virus-Varianten aus. Doch wie geht es im Falle von problematischeren Mutanten weiter?

Mehr Infos unter: "Muss das Biontech-Vakzin angepasst werden und brauchen alle eine dritte Impfung? Sahin redet Klartext!"

Ugur Sahin (55), Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech setzt momentan noch voll auf den aktuellen Impfstoff.
Ugur Sahin (55), Gründer des Mainzer Corona-Impfstoff-Entwicklers Biontech setzt momentan noch voll auf den aktuellen Impfstoff.  © Fabian Sommer/dpa/Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Update, 22. Juni, 16.52 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern streicht Testpflicht in einigen Bereichen

Die Testpflicht in der Corona-Pandemie wird in Mecklenburg-Vorpommern von Freitag an in einigen Bereichen aufgehoben. So ist dann etwa der Besuch der Innengastronomie sowie von Fitnessstudios oder Kinos ohne negativen Test möglich, wie die Landesregierung am Dienstag in Schwerin mitteilte.

Zudem soll die Maskenpflicht im Freien weitestgehend entfallen - diesen Schritt hatte das Kabinett bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Einige Kommunen haben schon die Maskenpflicht im Freien abgeschafft, etwa in vielen Fußgängerzonen. Clubs und Diskotheken sollen mit einer Testpflicht wieder für Tanzveranstaltungen öffnen dürfen.

Eine Testpflicht ist demnach weiterhin für die Einreise nach Mecklenburg-Vorpommern vorgesehen. Wer in MV Urlaub machen möchte, muss einen negativen Test vorweisen, sofern die zweite Corona-Schutzimpfung nicht mindestens 14 Tage zurückliegt oder er von einer Covid-Erkrankung genesen ist.

Manuela Schwesig (47), die Ministerpräsidentin und SPD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (47), die Ministerpräsidentin und SPD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. Juni, 16.42 Uhr: Pandemie-Folge: 365 Millionen Grundschulkindern fehlte Schulmahlzeit

Schulschließungen im Zuge der Corona-Pandemie haben UN-Experten zufolge für geschätzt 365 Millionen Grundschulkinder den Verlust von Schulmahlzeiten zur Folge gehabt.

Die Verbindung zwischen Bildung und Gesundheit sei während der Corona-Pandemie besonders sichtbar geworden, teilten die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft, Kultur und Kommunikation (UNESCO) am Dienstag mit.

Schulen sollten demnach einen größeren Beitrag für die öffentliche Gesundheit leisten. WHO und UNESCO stellten Standards und Maßnahmen vor, um dieses Ziel zu erreichen. Schulmahlzeiten etwa förderten nicht nur den Schulbesuch, sondern reduzierten auch gesundheitliche Probleme wie Blutarmut.

Kinder und Jugendliche gehen den Experten zufolge auch deutlich öfter und länger zur Schule, wenn dort auf Hygiene, Malariaprävention, sexuelle Aufklärung und gesunde Augen geachtet wird.

Update, 22. Juni, 16.41 Uhr: Hessen hebt Corona-Maskenpflicht im Schulunterricht auf

Angesichts niedriger Zahlen bei den Neuinfektionen lockert Hessen die Corona-Regeln deutlich. An den Schulen werde die Maskenpflicht im Unterricht entfallen, kündigte Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Dienstag in Wiesbaden an.

Schülerinnen und Schüler müssten nur noch im Gebäude, in den Gängen und bis zum Platz eine Schutzmaske tragen. Hessenweit bleibt die Maskenpflicht im öffentlichen Nahverkehr und in Geschäften erhalten - aber in den Fußgängerzonen wird sie aufgehoben, wie Bouffier erklärte.

Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen.
Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 22. Juni, 16.04 Uhr: Deutsche trifft die Pandemie in diesem Jahr härter: Umfrage zeichnet düsteres Bild!

Die Corona-Krise hat viele Bürger laut einer Umfrage in diesem Frühling mehr bedrückt und direkter betroffen als ein Jahr zuvor.

Alle Infos unter: "Deutsche trifft die Pandemie in diesem Jahr härter: Umfrage zeichnet düsteres Bild!"

Vergangenes Jahr ging es noch, jetzt leidet die Psyche vieler Deutscher noch mehr (Symbolbild).
Vergangenes Jahr ging es noch, jetzt leidet die Psyche vieler Deutscher noch mehr (Symbolbild).  © 123RF/ Jaroslav Frank

Update, 22. Juni, 16 Uhr: Mehr als 60.000 Fans bei EM-Halbfinals und Finale in Wembley?

Bei den Halbfinals und dem Endspiel der Fußball-Europameisterschaft im Londoner Wembley-Stadion dürfen mehr als 60.000 Fans teilnehmen. Darauf einigten sich die britische Regierung und die Europäische Fußball-Union UEFA am Dienstag.

Das Wembley-Stadion in London soll zu 75 Prozent ausgelastet werden können, hieß es in einer Mitteilung des Sportministeriums in London. Bislang war die Zahl der Zuschauer auf 40.000 begrenzt worden.

Für die Ticketinhaber gelten strenge Vorschriften. Eingelassen wird nur, wer entweder zwei Mal geimpft wurde oder einen negativen Coronatest vorweisen kann. "Alle Teilnehmer müssen weiterhin die strengen Corona-Einlassregeln befolgen", sagte Sportminister Oliver Dowden der Mitteilung zufolge.

Der britische Sportminister Oliver Dowden.
Der britische Sportminister Oliver Dowden.  © Tayfun Salci/ZUMA Wire/dpa

Update, 22. Juni, 15.56 Uhr: Europol: Terroristen nutzen Corona-Krise aus

Terroristen versuchen einem Europol-Bericht zufolge die Corona-Krise für ihre Zwecke auszunutzen.

"Terroristen nutzen jede Gelegenheit, um demokratische Strukturen auszuhöhlen, Angst zu verbreiten und die Gesellschaft zu polarisieren", heißt es in dem Jahresbericht zu Terrorismus in der EU, den Europol am Dienstag in Den Haag vorlegte.

Die Covid-19-Pandemie habe die politische Polarisierung verschärft, geht aus dem Bericht hervor. Die Intoleranz gegenüber politischen Gegnern habe zugenommen und mehr Personen würden verbal oder körperlich gewalttätig. Terroristen nutzten dies aus, um ihre gewalttätigen Ideologien zu verbreiten.

Titelfoto: Jane Barlow/PA Wire/Dpa

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