Coronavirus: Biden fordert landesweite Maskenpflicht zur Corona-Eindämmung

Deutschland/Welt - Nachdem die Infektionszahlen in Zusammenhang mit einer Erkrankung am neuartigen Coronavirus lange Zeit rückläufig waren, steigen sie nun wieder schneller an. Schutzmaßnahmen wurden deshalb in der jüngsten Vergangenheit nur verhalten gelockert. Nun steht eine erneute Verschärfung im Raum.

Menschen gehen mit ihren Rollkoffern durch die Stadt Palma. Urlauber, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren, können sich nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Virus testen lassen.
Menschen gehen mit ihren Rollkoffern durch die Stadt Palma. Urlauber, die aus dem Ausland nach Deutschland zurückkehren, können sich nach ihrer Rückkehr kostenlos auf das Virus testen lassen.  © Clara Margais/dpa

Zumindest Abstand halten und Maske tragen wird wohl deshalb noch für einige Zeit auf der Tagesordnung stehen.

In Deutschland wurden mittlerweile 222.184 Infektionen bestätigt. 9217 Corona-Patienten starben an der Infektion, 199.471 gelten mittlerweile als genesen (Stand 13. August, 22.25 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 5,23 Millionen Infizierte und 166.750 Tote wurden bereits erfasst (Stand 13. August, 22.25 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 20,72 Millionen bestätigte Infektionen und 751.399 Todesfälle (Stand 13. August, 22.25 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 13. August, 22.10 Uhr: Conmebol legt Kalender für Copa América 2021 fest

Die Conmebol hat den Turnierkalender für die auf kommendes Jahr verschobene Copa América in Argentinien und Kolumbien offiziell festgelegt. Dies gab der Südamerikanische Fußballverband auf seiner Internetseite am Donnerstag bekannt. 

Demnach findet das Auftaktspiel am 11. Juni in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires statt, das Finale am 10. Juli in Barranquilla an der kolumbianischen Karibikküste. Am gleichen Tag wird auch das Spiel um den dritten Platz in der kolumbianischen Hauptstadt Bogotá ausgetragen. Die Viertelfinal-Spiele sind zwischen 2. und 4. Juli angesetzt, die Halbfinals für 6. und 7. Juli.

Die Conmebol hatte die Copa América 2020 im März wegen der Corona-Pandemie verschoben. Gruppen, Spielorte und der Modus werden beibehalten. Auch zwei Nationalmannschaften von außerhalb Südamerikas - Katar und Australien - als Gäste bleiben. Neu ist, dass die Mannschaften, die in der Vorrunde weiterkommen, drei Veränderungen im Kader für die K.o.-Phase vornehmen können.

Das Estadio Presidente Peron in Buenos Aires: Endlich steht fest, wann die Copa América nachgeholt wird.
Das Estadio Presidente Peron in Buenos Aires: Endlich steht fest, wann die Copa América nachgeholt wird.  © Gustavo Garello/AP/dpa

Update, 13. August, 21.48 Uhr: Basketballer Saibou klagt gegen Entlassung bei Baskets Bonn

Basketball-Profi Joshiko Saibou wird juristisch gegen die Kündigung der Telekom Baskets Bonn vorgehen. "Nach einer Woche der Vergegenwärtigung habe ich mich entschieden, gegen das Vorgehen der Telekom Baskets zu klagen. Ich habe ein reines Gewissen bezüglich meines Verhaltens auf der Demonstration und auch bezüglich des Gebrauchs meines Grundrechts, der Meinungsfreiheit", erklärte der Basketball-Star der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag auf Anfrage.

Aus seiner Sicht soll "zu Unrecht ein Exempel an mir statuiert werden, woraufhin mir und meiner Partnerin gegenüber nun viele Athleten nie da gewesene Angst geäußert haben, die begleitet ist von dem Glauben, sie hätten allen Schutz verloren", erklärte der 30-Jährige.

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Joshiko Saibou spielte zehnmal für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft.
Joshiko Saibou spielte zehnmal für die deutsche Basketball-Nationalmannschaft.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 13. August, 21.47 Uhr: Biden fordert landesweite Maskenpflicht zur Corona-Eindämmung

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, hat in der Corona-Krise eine landesweite Maskenpflicht gefordert. Jeder einzelne Amerikaner sollte ab sofort in der Öffentlichkeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen und das mindestens für die kommenden drei Monate, sagte Biden am Donnerstag in Wilmington (Delaware), nachdem er und und seine Vize-Kandidatin Kamala Harris von Experten über die Corona-Pandemie unterrichtet wurden. 

"Jeder Gouverneur sollte das verpflichtende Tragen einer Maske vorschreiben", forderte Biden. Auf diese Weise könnten nach Schätzungen von Experten mindestens 40.000 Menschenleben in den kommenden drei Monaten gerettet werden.

Über das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird in den USA eine politisch aufgeladene Debatte geführt. US-Präsident Donald Trump hatte sich trotz einer entsprechenden Empfehlung der US-Gesundheitsbehörde CDC bei öffentlichen Auftritten lange Zeit ohne Maske gezeigt. Nun wirbt er auch dafür und ist inzwischen einige Male mit Maske aufgetreten. Wegen der dramatischen Virus-Ausbreitung gilt mittlerweile eine Maskenpflicht in der Mehrzahl der Bundesstaaten.

"Es geht nicht um Ihre Rechte, sondern um Ihre Verantwortung als Amerikaner", sagte Biden. Eine landesweite Maskenpflicht würde ermöglichen, das Land schneller wieder auf Kurs zu bringen, sagte er. "Seien Sie ein Patriot. Beschützen Sie ihre Mitbürger."

Die Corona-Pandemie ist eines der wichtigsten Themen im Wahlkampf. In den USA wurden bereits mehr als 5,2 Millionen Infektionen nachgewiesen. Harris beklagte erneut, dass in den USA bereits mehr als 165.000 Menschen im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 gestorben sind, wofür sie am Vortag Trump verantwortlich gemacht hatte. Sie versprach, dass eine von ihr und Biden angeführte Regierung für die Ausweitung von Testkapazitäten und der Einstellung von 100.000 Amerikanern für die Kontaktrückverfolgung sorgen würde. Jedem Amerikaner solle zudem Zugang zu einer sicheren und effektiven Impfung gewährleistet werden, sagte Harris.

Joe Biden, der demokratische Präsidentschaftskandidat und ehemalige US-Vizepräsident.
Joe Biden, der demokratische Präsidentschaftskandidat und ehemalige US-Vizepräsident.  © Matt Slocum/AP/dpa

Update, 13. August, 21.46 Uhr: Asselborn: Luxemburg ist kein Corona-Risikogebiet mehr

Luxemburg sieht keine Grundlage mehr für eine Einstufung als Corona-Risikogebiet durch deutsche Behörden. Nach neusten epidemiologischen Zahlen seien die Sars-CoV-2-Neuinfektionen stark rückläufig, teilte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn nach Mitteilung vom Donnerstagabend seinem deutschen Amtskollegen Heiko Maas (SPD) mit. 

Mit 47,44 ansässigen Neuinfizierten pro 100.000 Einwohner über den Zeitraum vom 3. bis zum 9. August sei die von deutschen Behörden festgelegte Marke von 50 Fällen deutlich unterschritten.

Asselborn erwarte, dass die Einstufung Luxemburgs als Risikogebiet und die damit einhergehenden Test- und Quarantänevorschriften sowie die Reisewarnung «schnellstmöglich aufgehoben» werden. Mit den aktuellen Maßnahmen seien «erhebliche Einschränkungen der Bewegungsfreiheit zwischen Luxemburg und Deutschland» verbunden.

Mitte Juli war Luxemburg vom Robert Koch-Institut (RKI) zum Corona-Risikogebiet erklärt worden, nachdem es die Schwelle von 50 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen deutlich überschritten hatte. Luxemburg hatte sich von Anfang an gegen diese Einstufung gewehrt: Die hohen Zahlen hingen unter anderem damit zusammen, dass Luxemburg flächendeckend und mehr als andere Länder teste - und dabei auch Grenzgänger miteinbeziehe.

Jean Asselborn, EU-Außenminister von Luxemburg.
Jean Asselborn, EU-Außenminister von Luxemburg.  © Virginia Mayo/AP Pool/dpa

Update, 13. August, 21.44 Uhr: 300 Corona-Fälle nach Ausbruch in britischer Sandwich-Fabrik

Nach einem Corona-Ausbruch in einer Sandwich-Fabrik in der englischen Stadt Northampton sind fast 300 Angestellte positiv auf das Virus getestet worden. Bei 79 Menschen hatte der staatliche Gesundheitsdienst NHS eine Ansteckung festgestellt, 213 Fälle weitere seien durch private Tests des Unternehmens Greencore bestätigt, hieß es am Donnerstag bei der regionalen Verwaltung. 

Greencore teilte mit, man habe nach einer steigenden Zahl von Covid-19-Fällen in der Region damit begonnen, proaktiv alle Mitarbeiter des Werks zu testen. Man habe sofort die Kontakte verfolgt; die möglicherweise Betroffenen seien angewiesen worden, sich zu isolieren. Northampton liegt nördlich von London. Großbritannien ist das Land mit den meisten Corona-Todesopfern in Europa.

Update, 13. August, 21.41 Uhr: Merkel, SPD und Länder vereinbaren Schub für Schuldigitalisierung

Angesichts der Corona-Krise sollen Schulen, Lehrer und Schüler kurzfristig deutlich stärker finanziell bei der Digitalisierung unterstützt werden. "Die Pandemie hat der Entwicklung von Formen des digitalen Lernens neue Dringlichkeit verliehen", teilte Regierungssprecher Steffen Seibert nach einem Treffen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU), SPD-Chefin Saskia Esken und Bildungsministern aus Bund und Ländern am Donnerstagabend mit.

"Es war der gemeinsame Wille, schnellstmöglich alle Schulen in der erforderlichen Weise an das schnelle Internet anzuschließen, Schülern zu Hause einen bezahlbaren Zugang zum Internet zu ermöglichen und Lehrer mit Endgeräten auszustatten."

Bei dem Treffen wurden zwar keine konkreten Beschlüsse gefasst. Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen erfuhr, ist aber angedacht, alle Schulen in Deutschland zügig an schnelles Internet anzuschließen, für jeden Lehrer einen Dienstlaptop zu beschaffen und außerdem jedem Schüler einen günstigen Zugang zum Internet zu ermöglichen, der maximal 10 Euro im Monat kostet. Es wird demnach mit Kosten von rund 500 Millionen Euro gerechnet. Bund und Länder müssten nun über weitere konkrete Schritte beraten, hieß es weiter.

Flächendeckende Schulschließungen, wie zu Beginn der Corona-Pandemie, soll es nach dem Willen der Beteiligten möglichst nicht mehr geben. "Es besteht Einigkeit über das gemeinsame Ziel, erneute komplette und flächendeckende Schließungen von Schulen und Kitas möglichst zu vermeiden", sagte Seibert. "Wir haben heute sehr gute Ergebnisse erzielt", sagte die Präsidentin der Kultusministerkonferenz und rheinland-pfälzische Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD).

Schulen sollen bundesweit so schnell wie möglich an schnelles Internet angeschlossen werden.
Schulen sollen bundesweit so schnell wie möglich an schnelles Internet angeschlossen werden.  © Uli Deck/dpa

Update, 13. August, 21.16 Uhr: BR: Fast 1400 positive Ergebnisse Corona-Teststationen in Bayern

Von 107.376 Corona-Tests an bayerischen Teststationen für Reiserückkehrer sind laut Bayerischem Rundfunk (BR) 1389 positiv. Das habe das Bayerische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) mitgeteilt, berichtete der BR am Donnerstagabend. Datenstand sei der gestrige Mittwoch. 

Demnach haben sich an Autobahnraststätten an der A3, der A8 und der A93 insgesamt 72.104 Menschen auf Corona testen lassen. 1188 Ergebnisse seien positiv gewesen, rund 1,6 Prozent. 

An den Hauptbahnhöfen in München und Nürnberg seien 44 Menschen positiv getestet worden; von mehr als 6250 seien dort Abstriche genommen worden.

Update, 13. August, 21.11 Uhr: Golfer Levy positiv auf Coronavirus getestet

Der fünfmalige European-Tour-Sieger Alexander Levy ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Dies gaben die Verantwortlichen der Europa-Tour am Donnerstag bekannt. Schon zuvor hatte Levy wegen der Corona-Infektion eines Freundes nicht an der Celtic Classic in Newport teilnehmen dürfen.

Der 30 Jahre alte Golfprofi aus Frankreich war kurz vor dem Start des Turniers in Wales von der European Tour vorsorglich ausgeladen worden, obwohl Levy am Dienstag bei seiner Ankunft im Celtic Manor Resort noch negativ auf das Virus getestet wurde. Ein weiterer Test in den folgenden Tagen war dann aber positiv. Levy muss sich nun in Quarantäne begeben.

Auch der Franzose Romain Wattel musste kurz vor dem Turnier zurückziehen, weil er Kontakt zu Levy hatte. Die bisherigen Corona-Tests bei Wattel fielen zwar negativ aus, dennoch muss auch er in Quarantäne.

Levy hatte sich am Wochenende zu Hause in Frankreich mit dem Freund getroffen. "Ich habe es der European Tour sofort erzählt, nachdem ich herausgefunden hatte, dass mein Freund positiv getestet wurde", sagte der Franzose laut Mitteilung der European Tour. "Ich habe sie über meine Bewegungen informiert, seit ich vor Ort angekommen bin, um die Sicherheit meiner Kollegen und ihrer Caddies zu gewährleisten."

Bei dem mit einer Million Euro dotierten Turnier in Newport sind fünf deutsche Golfprofis am Start.

Der Golfspieler Alexander Levy wurde positiv auf das Coronavirus getestet.
Der Golfspieler Alexander Levy wurde positiv auf das Coronavirus getestet.  © picture alliance / dpa

Update, 13. August, 20.43 Uhr: Weiterer lateinamerikanischer Politiker mit Coronavirus infiziert

In Venezuela ist ein weiterer führender Politiker nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden. Kommunikationsminister Jorge Rodríguez, der für gewöhnlich über die Entwicklung der Pandemie in dem südamerikanischen Krisenstaat informiert, gab den Befund am Mittwochabend auf Twitter bekannt. "Auch wenn ich mich allgemein in einem guten Zustand befinde, muss ich in Quarantäne", schrieb er.

Zuvor waren in Venezuela bereits ein Dutzend hoher Beamter, Politiker und Militärs positiv auf das Virus getestet worden waren, unter ihnen der Vorsitzende der Verfassungsgebenden Versammlung, Diosdado Cabello, und Ölminister Tareck El Aissami. Auch in anderen lateinamerikanischen Ländern wie Bolivien, Brasilien und Honduras infizierten sich Minister, Staats- und Regierungschefs.

Lateinamerika gehört derzeit zu den Brennpunkten der Corona-Pandemie. Fast sechs Millionen Infektionen und mehr als 226.000 Todesfälle im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 wurden dort registriert.

In Venezuela, das in dieser Woche nach offiziell erstmals 1000 Neuinfektionen verzeichnete, verschärft die Pandemie eine tiefe soziale Krise noch. Das Gesundheitssystem liegt am Boden; es fehlt an Lebensmitteln, Trinkwasser, Medikamenten und Treibstoff. Immer wieder fällt der Strom aus. Zahlreiche Ärzte haben ihre Heimat verlassen.

Update, 13. August, 20.40 Uhr: EU will sich auch Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson sichern

Die EU will auch von einem Pharmaunternehmen des US-Konzerns Johnson & Johnson 200 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs zum Schutz vor Covid-19 kaufen. Vorgespräche für einen entsprechenden Rahmenvertrag mit Janssen Pharmaceutica NV seien am Donnerstag abgeschlossen worden, teilten Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und die für Gesundheit zuständige Kommissarin Stella Kyriakides am Abend mit. Er sehe auch ein Vorkaufsrecht für weitere 200 Millionen Dosen vor.

"Für die Leben unserer Bürger und für unsere Wirtschaft brauchen wir einen sicheren und wirksamen Impfstoff gegen das Coronavirus", kommentierte von der Leyen. "Die heutigen Gespräche bringen uns dem näher."

Ähnliche Gespräche hatte die Kommission zuvor bereits mit einem Joint Venture von Sanofi und GSK abgeschlossen. Bei ihnen ging es um den Kauf von 300 Millionen Dosen eines möglichen Impfstoffs. Finanziert werden sollen die Geschäfte über ein im Kampf gegen die Coronakrise geschaffenes Soforthilfeinstrument. Es ist mit insgesamt 2,7 Milliarden Euro aus dem EU-Haushalt ausgestattet.

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission.  © Francois Walschaerts/AFP Pool/ AP/dpa

Update, 13. August, 20.29 Uhr: Floridas Gouverneur: Öffnung von Schulen wie Einsatz gegen Bin Laden

Der Gouverneur des US-Bundesstaats Florida, Ron DeSantis, hat die Bemühungen zur Wiedereröffnung von Schulen inmitten der Corona-Pandemie mit dem Einsatz des US-Militärs gegen den früheren Al-Kaida-Chef Osama bin Laden verglichen. 

Genauso wie das US-Spezialkommando bei dem Einsatz in Pakistan "Hindernisse überwand", müssten nun auch Schulen Herausforderungen meistern, um Kindern nach den Ferien wieder einen normalen Unterricht zu ermöglichen, sagte DeSantis am Mittwoch (Ortszeit) vor Journalisten.

Der Republikaner DeSantis, ein Vertrauter von US-Präsident Donald Trump, wirbt trotz einer anhaltend hohen Zahl an Neuinfektionen mit dem Coronavirus für eine Öffnung der Schulen. Es gehe darum, Eltern eine "gute Wahl zwischen Unterricht vor Ort oder weiterem Lernen auf Distanz" zu geben, sagte DeSantis mit Blick auf den Unterricht über digitale Plattformen. Florida, ein Bundesstaat mit gut 21 Millionen Einwohnern, meldete zuletzt rund 6000 Neuinfektionen pro Tag.

"An unsere Lehrer und Schulverwalter: Danke, dass Sie sich weigern, sich von Hindernisse davon abhalten zu lassen, unseren Kindern Chancen zu geben", sagte DeSantis. Dies sei eine schwierige Zeit, aber die Anstrengungen der Lehrer seien wichtig für eine Rückkehr zu einer gewissen Normalität für die Gesellschaft, sagte er.

Bin Laden, der frühere Chef der Terrororganisation Al-Kaida, wurde 2011 von einem US-Spezialkommando im pakistanischen Abbottabad aufgespürt und getötet. Die USA machen den damals 54-Jährigen für die verheerenden Anschläge vom 11. September 2001 verantwortlich.

Update, 13. August, 20.19 Uhr: WHO warnt vor "Impfstoff-Nationalismus" - Fonds braucht Geld

Bei der Suche nach einem Corona-Impfstoff hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu mehr globaler Zusammenarbeit aufgerufen. Das sei auch im Eigeninteresse der Länder, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Donnerstagabend in Genf. Die Weltwirtschaft könne sich erst nachhaltig erholen, wenn das Virus überall besiegt sei. Dazu müsse an möglichst vielen Impfstoffen geforscht werden, statt auf einzelne Kandidaten zu setzen.

"Übermäßige Nachfrage und Wettbewerb um das Angebot schafft bereits jetzt Impfstoff-Nationalismus und das Risiko von Wucher", sagte Tedros. "Das ist die Art von Marktversagen, die nur globale Solidarität, öffentliche Investitionen und Engagement lösen können."

Neun der weltweit aktuell klinisch getesteten Impfstoffe stünden Staaten im Rahmen eines unter dem Dach der WHO geschaffenen Fonds zur Verfügung. Der sogenannte "ACT Accelerator" - ACT steht für Access to Covid-Tools, also Zugang zu Covid-19-Werkzeugen - braucht laut WHO 31,3 Milliarden Dollar.

Schon im Juni hatte der Fonds von Regierungen, Stiftungen und Privatwirtschaft gewarnt, dass die Staatengemeinschaft erst einen Bruchteil des nötigen Geldes zugesagt habe. Neben Impfstoffen soll der Fonds auch bei der Erforschung und Herstellung von Tests und Medikamenten gegen Covid-19 helfen.

Titelfoto: Biden fordert landesweite Maskenpflicht zur Corona-Eindämmung

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