Coronavirus: Flughafen Frankfurt verschärft ab Sonntag Pandemie-Kontrollen

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.131.846 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.814.092 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 51.729 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 24,82 Millionen Infizierte und 414.117 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 98,27 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.109.474 Todesfälle (alle Angaben Stand 23. Januar, 14.25 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 23. Januar, 20.20 Uhr: Online-Preisverleihung zum Abschluss des MOP-Filmfestivals

In Saarbrücken hat am Abend die Preisverleihung des diesjährigen Filmfestivals Max Ophüls Preis (MOP) begonnen. Wegen der Corona-Pandemie findet sie - wie alle Filme und Gespräche zur 42. MOP-Ausgabe - zum ersten Mal komplett online statt.

Die Abschlussveranstaltung wird kostenlos auf der Streaming-Plattform und dem Youtube-Kanal des MOP übertragen. Bis zum späten Abend sollen insgesamt 16 Preise in einer Gesamthöhe von 118 500 Euro verliehen werden. Das MOP gilt als wichtigstes Festival für den jungen deutschsprachigen Film.

Update, 23. Januar, 20.12 Uhr: Schärfere Corona-Kontrollen ab Sonntag am Frankfurter Flughafen

Die Bundespolizei am größten deutschen Flughafen Frankfurt intensiviert ab Sonntag die Kontrollen bei Flügen aus 32 Hochrisikogebieten der Corona-Pandemie. Dabei werden auch die erforderlichen Einreisevoraussetzungen konsequent überprüft, teilte die Bundespolizeidirektion am Samstagabend in Frankfurt mit.

Kontrolliert werden sollen vor allem die Einreiseanmeldungen und der Nachweis über einen aktuellen, negativen Corona-Test. Auch am Flughafen München mobilisiert die Bundespolizei nach Informationen des "Spiegels" deutlich mehr Beamte, um alle landenden Passagiere überprüfen zu können.

Die Überprüfungen finden nach Angaben der Bundespolizei in Frankfurt noch vor der eigentlichen Grenzkontrolle statt - und zwar direkt an den Flugzeugen. Am Sonntag sollen davon voraussichtlich 17 Flüge aus fünf Ländern betroffen sein.

Mitarbeiter der Fluggesellschaft ANA stehen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens vor den leeren Abflugschaltern. Die Corona-Krise hat den Frankfurter Flughafen auf das Passagier-Niveau von 1984 zurückgeworfen.
Mitarbeiter der Fluggesellschaft ANA stehen im Terminal 1 des Frankfurter Flughafens vor den leeren Abflugschaltern. Die Corona-Krise hat den Frankfurter Flughafen auf das Passagier-Niveau von 1984 zurückgeworfen.  © Arne Dedert/dpa

Update, 23. Januar, 19.54 Uhr: Andrang bei Demo gegen Corona-Maßnahmen - Polizei weist Teilnehmer ab

Wenige Tage vor dem geplanten Inkrafttreten einer neuen Corona-Verordnung haben in Erfurt rund 1000 Menschen gegen die Anti-Corona-Regeln demonstriert.

Nach Angaben einer Sprecherin der Polizei wurde am Samstag die nach der geltenden Verordnung maximal mögliche Teilnehmerzahl von 1000 erreicht. Weitere Teilnehmer seien von der Polizei zurückgewiesen worden. Angemeldet waren 500 Teilnehmer. Laut Polizei gab es vereinzelt Verstöße gegen die Auflagen für die Versammlung - etwa gegen die Pflicht, eine Maske zu tragen. Thüringen ist derzeit das Land mit den bundesweit meisten Infektionen.

Teilnehmer Kundgebung "Thüringen steht zusammen" gegen die Corona-Maßnahmen stehen auf dem Domplatz in Erfurt. Initiativen aus ganz Thüringen haben sich am Samstag für die Kundgebung zusammen getan.
Teilnehmer Kundgebung "Thüringen steht zusammen" gegen die Corona-Maßnahmen stehen auf dem Domplatz in Erfurt. Initiativen aus ganz Thüringen haben sich am Samstag für die Kundgebung zusammen getan.  © Bodo Schackow/dpa

Update, 23. Januar, 17.17 Uhr: Spahn: Im Februar mindestens drei Millionen Impfdosen von Astrazeneca

Trotz verringerter Lieferzusage des Impfstoffherstellers Astrazeneca an die EU rechnet Gesundheitsminister Jens Spahn für Deutschland "im Februar mit mindestens drei Millionen Impfdosen".

Das sei "leider weniger, als erwartet war", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Er traf die Aussage unter der Voraussetzung, dass der Impfstoff von Astrazeneca wie erwartet Ende Januar in der EU zugelassen wird. Es zeige sich einmal mehr, dass die Produktion von Impfstoffen deutlich komplexer sei, als manche Überschrift vermuten lasse, sagte er.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verspricht weiterhin, dass im Sommer alle Deutschen geimpft werden können.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) verspricht weiterhin, dass im Sommer alle Deutschen geimpft werden können.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 23. Januar, 16.45 Uhr: Laschet: Es wird bis Sommer keine langfristige Corona-Strategie geben

Der neue CDU-Vorsitzende Armin Laschet hält ein langfristiges Öffnungskonzept für die Zeit nach dem Corona-Lockdown für unrealistisch.

"Es wird keine Strategie bis zum Sommer geben können, weil immer neue Fakten hinzukommen, auf die wir reagieren müssen", sagte Laschet am Samstag in Stuttgart. Die neuen Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika könnten nochmal weiter mutieren. "Wir wissen nicht, welche Arten wir in den nächsten Wochen und Monaten noch erleben. Deshalb ist Auf-Sicht-fahren das einzig Richtige", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident.

Selbstverständlich sei es wichtig, Grundrechtseingriffe zurückzunehmen, wenn die Infektionszahlen sinken. "Nur zum jetzigen Zeitpunkt ist eine Öffnungsdiskussion falsch. Die Bedrohungslage ist noch zu groß." Es müsse unbedingt vermieden werden, dass sich eine Mutation in Deutschland ausbreite.

Update, 23. Januar, 16.24 Uhr: Berliner Klinik stoppt Aufnahmen wegen Corona-Mutation

Das Berliner Vivantes Humboldt-Klinikum nimmt nach mehreren Infektionen mit der gefährlichen britischen Coronavirus-Variante keine Patienten mehr auf.

Routinescreenings in der Station für Innere Medizin und Kardiologie ergaben positive Nachweise bei bislang 14 Personen, wie die Klinik im Stadtteil Reinickendorf am Samstag bestätigte. Der Virus-Typ B.1.1.7 war bisher vor allem in Großbritannien aufgetreten. Die Variante ist Experten zufolge leichter übertragbar und womöglich auch tödlicher als die bislang vorherrschende.

Update, 23. Januar, 15.10 Uhr: Sonderregelung für Einreise von Pendlern aus Tschechien in Kraft

Nach Einstufung Tschechiens als Corona-Hochrisikogebiet hat Sachsen für Grenzpendler Ausnahmen von der verschärften Testpflicht verfügt.

Laut einer am Samstag in Kraft getretenen Allgemeinverfügung müssen sich Menschen, die zur Arbeit nach Sachsen einreisen, wöchentlich nur zweimal auf das Coronavirus testen lassen.

Hinweisschilder mit der Aufschrift "negativer Corona-Test? Bitte sofort testen lassen!" stehen kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze in Deutschland.
Hinweisschilder mit der Aufschrift "negativer Corona-Test? Bitte sofort testen lassen!" stehen kurz hinter der deutsch-tschechischen Grenze in Deutschland.  © Armin Weigel/dpa

Update, 23. Januar, 14.55 Uhr: Erstmals Ausgangssperre in den Niederlanden

Die Niederländer stehen vor der bisher schwersten Anti-Corona-Maßnahme. Zum ersten Mal seit Beginn der Corona-Pandemie gilt ab Samstag landesweit eine Ausgangssperre.

Von 21.00 bis 4.30 Uhr dürfen Bürger die Wohnungen nicht mehr verlassen. Damit will die Regierung die Verbreitung des Virus stark bremsen.

Verstöße gegen die Sperrstunde werden mit einer Geldbuße von 95 Euro bestraft. Ausnahmen gelten für Personen, die beruflich unterwegs sein müssen, sowie Menschen, die andere pflegen oder Reisende. Auch Gassigehen mit dem Hund ist erlaubt.

Die Ausgangssperre gilt vorerst bis zum 9. Februar.

Update, 23. Januar, 14.39 Uhr: Aktuelle Fallzahlen in Deutschland

In der folgenden Grafik sind die aktuellen Inzidenz-Werte der einzelnen Bundesländer in Deutschland zu sehen.

Die Zahlen stammen vom Robert Koch-Institut und sind auf dem Stand vom 23. Januar, null Uhr. Einzelne Bundesländer können deshalb inzwischen schon wieder abweichende Werte melden. Die RKI-Zahlen sind aber letztlich entscheidend, wenn es um Corona-Beschränkungen und -Regeln geht.

Unter allen deutschen Bundesländern weist Thüringen derzeit mit 209,5 die höchste 7-Tage-Inzidenz auf.
Unter allen deutschen Bundesländern weist Thüringen derzeit mit 209,5 die höchste 7-Tage-Inzidenz auf.  © TAG24

Update, 23. Januar, 13.35 Uhr: Grünen-Politikerin fordert Hilfe für Bedürftige bei FFP2-Masken

Die Grünen-Gesundheitspolitikerin Maria Klein-Schmeink hat sich mit Blick auf die FFP2-Maskenpflicht für eine zusätzliche Unterstützung von Bedürftigen ausgesprochen.

"Zumindest für Sozialleistungsempfängerinnen und -empfänger muss jetzt schnell und unbürokratisch Hilfe organisiert werden, indem der für Gesundheitssorge vorgesehene Regelsatz mindestens für die Dauer der Pandemie angehoben wird", sagte Klein-Schmeink dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Samstag).

Titelfoto: Arne Dedert/dpa

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