Coronavirus: Frankreich zieht nächtliche Ausgangssperre vor

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.031.055 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.677.183 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 46.223 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 23,53 Millionen Infizierte und 392.139 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 93,94 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.011.230 Todesfälle (alle Angaben Stand 16. Januar, 12 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 16. Januar, 16.30 Uhr: Fußballer sollen später geimpft werden

DFB-Arzt Tim Meyer sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an. In einem Interview des Deutschlandfunks sagte der Mediziner, die bestehenden Hygienekonzepte reichten aus, um vernünftig Fußball zu spielen. Die Impfstrategie sei klar geregelt, es gebe priorisierte Gruppen. "Da sind gesunde junge Fußballspieler in der allerletzten Gruppe", sagte Meyer.

Der 53-Jährige hatte im vorigen Frühjahr mit der Entwicklung eines Hygienekonzeptes für die Deutsche Fußball Liga maßgeblichen Anteil daran, dass die Saison in der Bundesliga und 2. Liga nach einer coronabedingten Pause noch beendet werden konnte.

DFB-Chefmediziner Tim Meyer (53) sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an.
DFB-Chefmediziner Tim Meyer (53) sieht Impfungen von Bundesligaprofis gegen das Coronavirus derzeit nicht als dringlich an.  © Christian Charisius/dpa

Update, 16. Januar, 16.18 Uhr: Verpflichtendes Homeoffice: Erstes Land zwingt Arbeitnehmer zur Heimarbeit

Viele Unternehmen setzen seit einiger Zeit auf das Arbeiten von zu Hause aus. Gesetzlich verpflichtendes Homeoffice gibt es in Deutschland noch nicht - die Arbeitgeber setzen vielmehr auf eine Freiwilligkeit. Doch das erste europäische Land, zwingt Arbeitnehmer nun zur Heimarbeit.

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Update, 16. Januar, 16.05 Uhr: Englische Kirchen werden zu Impfzentren

In England sind die ersten Menschen in Kirchen gegen das Coronavirus geimpft worden. In der Kathedrale im nordenglischen Lichfield haben die Impfungen in der ungewöhnlichen Kulisse bereits am Freitag begonnen, in der berühmten Kathedrale in Salisbury in Südengland wurde ab Samstag zu den Klängen der Orgel gepikst.

In den meisten Regionen finden Gottesdienste derzeit nur online statt, so dass die Gotteshäuser, die teilweise viel Platz bieten, leer stehen.

Update, 16. Januar, 15.50 Uhr: Brandenburgs Regierungschef Woidke für schärfere Corona-Regeln

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hält noch schärfere Corona-Beschränkungen für angebracht. "Es werden weitere Verschärfungen notwendig sein, auch aufgrund der Mutation des Virus mit deutlich höheren Ansteckungsquoten", sagte Woidke der Tageszeitung Die Welt.

Einen Lockdown auch für die Industrie lehnt Woidke aber ab. "Kraftwerke müssen weiterlaufen, auch Instandhaltungsbetriebe. Wasser, Abwasser, Strom, Gas, Logistik - das muss doch alles funktionieren, sonst brechen die Versorgung und das ganze Land zusammen." Die Regierungschefs von Bund und Ländern wollen am Dienstag über mögliche schärfere Regeln beraten.

Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hält noch schärfere Corona-Beschränkungen für angebracht.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (59, SPD) hält noch schärfere Corona-Beschränkungen für angebracht.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 16. Januar, 14.50 Uhr: Frankreich zieht nächtliche Ausgangssperre vor

Franzosen müssen sich beim abendlichen Einkaufen beeilen: Im ganzen Land gilt wegen der Corona-Krise ab Samstag eine nächtliche Ausgangssperre bereits von 18 Uhr an.

Auch Geschäfte müssen dann schließen. Bei Verstößen drohen Geldstrafen und im schlimmsten Fall auch Haftstrafen, wie das Innenministerium mitteilte. Premierminister Jean Castex hatte am Donnerstag angekündigt, dass die Regelung mindestens 15 Tage für das Festland gelten solle.

Paris: Gäste stehen und trinken auf dem Bürgersteig vor einer Bar am Vorabend der neuen Corona-bedingten Ausgangssperre.
Paris: Gäste stehen und trinken auf dem Bürgersteig vor einer Bar am Vorabend der neuen Corona-bedingten Ausgangssperre.  © Thomas Coex/AFP/dpa

Update, 16. Januar, 11.43 Uhr: Höchststand bei Corona-Infektionen in Tunesien - Gewaltsame Proteste

Die Zahl der täglichen Corona-Infektionen ist in Tunesien auf einen Höchststand gestiegen. Das Gesundheitsministerium in Tunis meldete am Freitagabend 4170 neue Fälle.

Bereits am Donnerstag hatte in dem nordafrikanischen Land eine landesweite Ausgangssperre begonnen, um die Zahl der Infektionen zu senken. Sie gilt noch bis Montag jeweils zwischen 16 Uhr und 6 Uhr. Tunesien hat rund zwölf Millionen Einwohner, Deutschland etwa siebenmal so viele.

Trotz der Ausgangssperre kam es am Freitagabend in verschiedenen Regionen zu gewaltsamen Protesten jugendlicher Demonstranten, wie lokale Medien berichteten. Sie blockierten etwa in der Hafenstadt Sousse Straßen und zündeten Reifen an. Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, um die Proteste aufzulösen.

Ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte (r.) steht vor gepanzerten Autos auf der Avenue Habib Bourguiba im Zentrum der Stadt Tunis.
Ein Mitarbeiter der Sicherheitskräfte (r.) steht vor gepanzerten Autos auf der Avenue Habib Bourguiba im Zentrum der Stadt Tunis.  © Mosa'ab Elshamy/AP/dpa

Update, 16. Januar, 9.29 Uhr: Italien kritisiert Verzögerung bei Lieferungen von Corona-Impfstoff

Italien hat die Ankündigung des US-Pharmakonzerns Pfizer, ab Montag vorübergehend weniger Corona-Impfdosen zu liefern als geplant, kritisiert. Der von der Regierung bestellte Kommissar für den Corona-Notfall habe den Ernst und das unglaubliche Timing dieser Nachricht zur Kenntnis genommen, hieß es in einer Mitteilung von Freitagnacht.

Demnach sollen ab Montag 29 Prozent weniger Vakzine geliefert werden als geplant. Zudem sei unklar, in welchem Umfang die Lieferungen weiter erfolgen sollten.

Pfizer hatte am Freitag mitgeteilt, Maßnahmen zur Erhöhung der Produktion im Werk in Puurs in Belgien würden sich "vorübergehend auf die Lieferungen von Ende Januar bis Anfang Februar auswirken".

Update, 16. Januar, 8.11 Uhr: Covid-19-Simulation ergibt: Lockdown bis Ende Januar reicht nicht

Der von Politikern verfolgte Zielwert bei Corona-Neuinfektionen für ein Lockdown-Ende wird nach Berechnungen des Saarbrücker Pharmazie-Professors Thorsten Lehr Ende Januar wohl nicht erreicht. "Die Chance ist extremst gering bis nicht vorhanden", sagte Lehr der Deutschen Presse-Agentur in Saarbrücken.

Er ging davon aus, dass die angestrebte Rate von 50 bei Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in sieben Tagen frühestens Mitte Februar möglich sei. "Und das wäre eine optimistische Vorhersage."

Der Professor für Klinische Pharmazie an der Universität des Saarlandes hat mit seinem Forscherteam einen "Covid-Simulator" entwickelt, der das Infektionsgeschehen in Deutschland berechnet und Prognosen liefert: für ganz Deutschland, die einzelnen Bundesländer bis hin auf Landkreisebene. Er kann auch online genutzt werden: In den vergangenen zwei Monaten wurde die Seite fast eine Million Mal aufgerufen, wie er sagte.

Thorsten Lehr steht vor einem Bildschirm mit einer von ihm entwickelten Simulation der Corona-Entwicklung.
Thorsten Lehr steht vor einem Bildschirm mit einer von ihm entwickelten Simulation der Corona-Entwicklung.  © Iris Maria Maurer/dpa

Update, 16. Januar, 7.06 Uhr: Über 18.000 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben sich innerhalb von 24 Stunden über 18.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesundheitsämter meldeten dem Robert Koch-Institut (RKI) 18.678 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden, wie das RKI am Samstagmorgen bekanntgab.

Damit stieg die Zahl der seit Beginn der Pandemie bekanntgewordenen Fälle auf 2.019.636. Noch am Vortag waren 22.368 Neuinfektionen gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die tatsächliche Gesamtzahl noch deutlich höher liegen dürfte, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Außerdem wurden 980 neue Todesfälle innerhalb von 24 Stunden verzeichnet. Der bisherige Höchststand von 1244 neuen Todesfällen war am Donnerstag erreicht worden.

Ein Gerät für das Atemtraining hält ein an Corona erkrankter Patient im besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald in den Händen.
Ein Gerät für das Atemtraining hält ein an Corona erkrankter Patient im besonders geschützten Teils der Intensivstation des Universitätsklinikums Greifswald in den Händen.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 15. Januar, 22.20 Uhr: Wahl in spanischer Konfliktregion Katalonien wegen Corona verschoben

Die vorgezogene Neuwahl des Parlaments der spanischen Konfliktregion Katalonien ist wegen der Corona-Pandemie vom 14. Februar auf den 30. Mai verschoben worden.

Das Dekret zur Verlegung der Abstimmung sei am Freitag auf einer Kabinettssitzung gebilligt worden, teilte die Regionalregierung in Barcelona mit. Wegen des weiterhin schwelenden Unabhängigkeitskonflikts gilt die Wahl in Katalonien als sehr wichtig. Nach dem illegalen Referendum der Separatisten vom 1. Oktober 2017 sitzen zahlreiche Politiker und Aktivisten hinter Gittern.

Titelfoto: Thomas Coex/AFP/dpa

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