Coronavirus: Thüringer Krankenhaus bestätigt Infektion von 69 Mitarbeitern

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das neuartige Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

Ab dem 01.07.2020 fallen bis Jahresende statt 19 nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer beim Einkauf an. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, wird von sieben auf fünf Prozent reduziert.
Ab dem 01.07.2020 fallen bis Jahresende statt 19 nur noch 16 Prozent Mehrwertsteuer beim Einkauf an. Der ermäßigte Satz, der für viele Lebensmittel und Waren des täglichen Bedarfs gilt, wird von sieben auf fünf Prozent reduziert.  © Sven Hoppe/dpa

So ist das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung weiterhin in vielen Bereichen des täglichen Lebens Pflicht, vor allem beim Benutzen des Öffentlichen Personennahverkehrs und beim Einkaufen.

Doch Schüler können aufatmen: Sie dürfen in weiten Teilen des Landes wieder regelmäßig in die Schule, können aber im Klassenzimmer die Masken abnehmen. Gleiches gilt beispielsweise auch in Cafés und Restaurants, sobald man seinen Platz eingenommen hat.

Um eine zweite Corona-Welle zu vermeiden, ist es weiterhin wichtig, den Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern einzuhalten.

Mittlerweile gibt es in Deutschland insgesamt 196.300 bestätigte Infektionen. Außerdem wurden 9001 Todesfälle und 179.800 Genesene erfasst (Stand 2. Juli, 14 Uhr).

Die USA haben weiterhin weltweit mit Abstand die meisten Fälle - über 2,6 Millionen wurden seit Ausbruch der Lungenkrankheit registriert. 128.062 Menschen sind dort bereits an dieser gestorben (Stand 2. Juli, 14 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt über 10,7 Millionen bestätigte Fälle und 516.738 Todesfälle (Stand 2. Juli, 14 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 2. Juli, 20.41 Uhr: Erste Corona-Tests im Tönnies-Schlachtbetrieb Weißenfels negativ

Im Schlachtbetrieb Tönnies in Weißenfels (Burgenlandkreis) sind die ersten 1014 Tests von Mitarbeitern auf das Coronavirus laut Labor negativ ausgefallen. Das teilte der Burgenlandkreis am Donnerstag mit.

Die Verwaltung hatte einen Massentest aller Mitarbeiter angeordnet. Eigenen Angaben zufolge sind am Tönnies-Standort in Weißenfels rund 2200 Menschen beschäftigt.

Nach Angaben des Landratsamtes wurden bei dem Massentest am 30. Juni durch das Gesundheitsamt des Burgenlandkreises 974 Abstriche von Mitarbeitern genommen, am 1. Juli insgesamt 953 Abstriche. Die Verwaltung will über weitere Ergebnisse informieren. Am Freitag ist eine Pressekonferenz in Naumburg geplant.

Bereits im Mai gab es einen Massentest für rund 1200 Mitarbeiter, die beim Fleischkonzern Tönnies in Weißenfels oder Subunternehmern angestellt oder zur Veterinär- und Lebensmittelüberwachung unmittelbar im Schlachtbetrieb tätig waren. Diese Tests fielen negativ aus. Im Tönnies-Stammwerk im Kreis Gütersloh (Nordrhein-Westfalen) hatten sich weit über 1000 Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 2. Juli, 20.25 Uhr: Auch Kinder von Schlachthof-Arbeitern positiv auf Corona getestet

Im Fall des geschlossenen Putenschlachthofes in Wildeshausen bei Oldenburg ist auch bei Kindern von Mitarbeitern das Coronavirus nachgewiesen worden.

Wie der Landkreis Oldenburg am Donnerstagabend mitteilte, wurden 43 Kinder von positiv getesteten Schlachthofarbeitern untersucht. Bei fünf von ihnen habe es positive Ergebnisse auf eine Infektion mit Sars-CoV-2 gegeben. Eine Probe habe im Labor nicht ausgewertet werden können. Dieses Kind solle am Freitag erneut abgestrichen werden.

Am vergangenen Freitag wurde der zur Wiesenhof-Gruppe gehörende Schlacht- und Zerlegebetrieb Geestland Putenspezialitäten in Niedersachsen komplett heruntergefahren, nachdem für die rund 1100 Mitarbeiter und deren direkte Kontaktpersonen vom Landkreis Oldenburg Quarantäne angeordnet wurde.

Bei 1183 Testergebnissen waren 46 positive Fälle einer Coronavirus-Infektion festgestellt worden.

Update, 2. Juli, 20.08 Uhr: 25 neue Corona-Infektionen im Südwesten

Die Zahl der nachweislich mit dem Coronavirus Infizierten seit Beginn der Pandemie ist in Baden-Württemberg auf mindestens 35.780 gestiegen. Das waren 25 mehr als am Vortag, wie das Sozialministerium am Donnerstag in Stuttgart mitteilte (Stand: 16.00 Uhr). Etwa 33.412 Menschen gelten als genesen.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus lag bei 1839 - das ist einer mehr als am Mittwoch. Derzeit seien geschätzt noch 529 Menschen im Land mit dem Coronavirus infiziert, hieß es.

Die Reproduktionszahl wurde vom Robert Koch-Institut für Baden-Württemberg mit 0,96 angegeben. Sie besagt, wie viele Personen im Durchschnitt von einem Infizierten angesteckt werden.

Update, 2. Juli, 19.55 Uhr: 43 neue Corona-Infektionen in Berlin - Kein neuer Todesfall

In Berlin sind bis Donnerstag 43 neue Corona-Infektionen nachgewiesen worden. Die Gesamtzahl stieg damit auf 8344, wie die Senatsgesundheitsverwaltung mitteilte. 7515 dieser Menschen gelten demnach mittlerweile als vom Coronavirus genesen. 121 Menschen werden zur Zeit im Krankenhaus isoliert und behandelt, 26 von ihnen intensivmedizinisch. 214 Corona-Patienten sind seit März gestorben, die Zahl hat sich seit Dienstag nicht verändert. Die Berliner Corona-Ampel leuchtet weiter grün, der Senat muss deshalb nicht über neue Maßnahmen beraten.

Update, 2. Juli, 19.18 Uhr: Bund stützt Freiburger Barockorchester in Corona-Krise

Das Freiburger Barockorchester kann als eines von 27 freien Orchestern und Ensembles in der Corona-Krise auf Unterstützung aus dem Bundeshaushalt zählen.

Die Mittel aus dem Programm "Orchester vor neuen Herausforderungen» umfassen jeweils bis zu 200.000 Euro. Ziel ist es, freien Ensembles und Orchestern "so schnell wie möglich den Wiederbeginn ihrer künstlerischen Arbeit zu ermöglichen", wie es am Donnerstag in Berlin hieß.

Gefördert werden etwa auch die Akademie für Alte Musik Berlin, Concerto Köln, die Deutsche Kammerakademie Neuss am Rhein, die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen oder das Elbipolis Barockorchester Hamburg.

"Die Corona-Krise hat die freien Ensembles und Orchester hart getroffen", sagte Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU). Die freien Klangkörper seien ein wichtiger Kreativitätsfaktor der Musikkultur.

"Mit künstlerischen Innovationen setzen sie Impulse, die oft von anderen Festivals, Theatern und Orchestern aufgegriffen werden."

Update, 2. Juli, 19.06 Uhr: Kita in Neuruppin geschlossen

Nach einem Corona-Fall bleibt eine Kindertagesstätte in Neuruppin (Ostprignitz-Ruppin) bis auf weiteres geschlossen. Eine Mitarbeiterin sei positiv auf das Coronavirus getestet worden, teilte das Büro des Landrats am Donnerstag mit. Die 41 betroffenen Kinder und acht Beschäftigten der Kita seien bereits getestet worden, mit den ersten Ergebnissen werde am Freitag gerechnet. Das Gesundheitsamt habe für sie ebenso wie für ihre Eltern und die Haushaltsangehörigen der Mitarbeiter vorläufig häusliche Isolation angeordnet. Am Freitag sollen weitere Kontaktpersonen getestet werden.

Update, 2. Juli, 18.49 Uhr: Eine neue Corona-Infektion im Saarland

Am Donnerstag hat sich die Zahl der nachgewiesenen Coronavirus-Infektionen im Saarland erneut lediglich um einen Fall erhöht.

Wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte, sind nun (Stand 18.00 Uhr) 2769 Fälle registriert. Die Zahl der bestätigten Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 stieg um einen auf 174. Von den seit dem ersten Auftreten des Virus im Bundesland bestätigten Infizierten gelten der Behörde zufolge insgesamt 2583 inzwischen als geheilt.

Wie am Vortag werden aktuell elf der Erkrankten stationär behandelt, drei von ihnen intensivmedizinisch. Grundlage der Zahlen sind Angaben der Kreisgesundheitsämter an das Ministerium.

Update, 2. Juli, 18.34 Uhr: 69 Klinik-Beschäftigte mit Corona infiziert

Das Greizer Kreiskrankenhaus in Thüringen hat bestätigt, dass zwischen dem 19. März und dem 18. Mai 69 Mitarbeiter des Hauses positiv auf das Coronavirus getestet worden sind.

Seither seien keine neuen Corona-Fälle innerhalb der Klinikbelegschaft nachgewiesen worden, teilte das Krankenhaus am Donnerstag in Greiz mit. Unklar sei, ob die Mitarbeiter sich im beruflichen oder privaten Umfeld infiziert hatten.

Das Klinikum reagierte mit einer Stellungnahme auf einen Bericht der Wochenzeitung «Die Zeit». Den darin geäußerten Verdacht, mehr positive Fälle seien nur deshalb nicht erkannt worden, weil nur zurückhaltend auf eine Infektion getestet worden sei, wies die Klinik zurück. Auch aus Sicht des Gesundheitsamtes seien die Testkapazitäten im Klinikum Greiz zu jeder Zeit ausreichend gewesen.

Der Kreis Greiz mit rund 98.000 Einwohnern war lange der größte Hotspot der Corona-Pandemie in Thüringen und sorgte mit hohen Infektionsraten auch bundesweit für Aufsehen. Nach Zahlen des Sozialministeriums sind bisher in dem Landkreis 669 Menschen positiv auf das Virus Sars-CoV-2 getestet worden, 48 sind an oder mit einer solchen Infektion gestorben.

Unterdessen verharrt die Zahl der nachgewiesenen Neuinfektionen in Thüringen auf niedrigem Niveau. Insgesamt haben sich seit Beginn der Pandemie laut Staatskanzlei bislang 3260 Menschen nachweislich infiziert. Schwer verlaufen ist die Infektion den Angaben zufolge bei 102 Erkrankten, die auf Intensivstationen behandelt werden mussten.

181 Menschen mit einer Corona-Infektion starben. Nach Schätzungen sind in Thüringen 3050 Menschen wieder genesen.

Update, 2. Juli, 18.16 Uhr: Covid-kranker Präsident von Honduras verlässt Klinik nach zwei Wochen

Der an Covid-19 erkrankte Präsident von Honduras, Juan Orlando Hernández, ist gut zwei Wochen nach seiner Aufnahme in einem Krankenhaus entlassen worden.

Er twitterte am Donnerstag ein Foto von sich, wie er das Militärkrankenhaus in der Hauptstadt Tegucigalpa verließ. "Meine Hingabe für Honduras ist stärker denn je", schrieb der 51-jährige Konservative dazu. "An die Arbeit! Wer hat etwas von Angst gesagt?"

Dem Staats- und Regierungschef des mittelamerikanischen Landes gehe es gut, er werde aber weiter behandelt und werde sich zu Hause isolieren, teilte das Präsidialamt mit. Hernández war am 16. Juni im Krankenhaus aufgenommen worden. An dem Abend gab er bekannt, dass er - ebenso wie seine Ehefrau Ana García de Hernández und zwei seiner Mitarbeiter - positiv auf das Coronavirus getestet worden war.

Juan Orlando Hernandez, Präsident von Honduras, spricht bei einer Veranstaltung. (Archivbild)
Juan Orlando Hernandez, Präsident von Honduras, spricht bei einer Veranstaltung. (Archivbild)  © Debbie Hill/Pool UPI/AP/dpa

Die First Lady hatte nach offiziellen zufolge keine Symptome. Ihrem Mann wurde zwischenzeitlich Sauerstoff zugeführt, nachdem eine bei ihm festgestellte Lungenentzündung nach Informationen des Präsidialamtes sich verschlimmert hatte.

In Honduras, das rund zehn Millionen Einwohner hat, wurden bislang mehr als 20.000 Infektionen mit dem Coronavirus und 542 Todesfälle in Verbindung mit der Lungenkrankheit Covid-19 offiziell registriert.

Wegen einer Zunahme neuer Fälle wurden zuletzt in Tegucigalpa Ausgangsbeschränkungen wieder verstärkt, die bereits gelockert worden waren.

Update, 2. Juli, 18.02 Uhr: Jeder Zweite hat große oder sehr große Sorgen vor neuer Corona-Welle

Jeder zweite Deutsche hat große oder sehr große Sorgen vor einem deutlichen Wieder-Anstieg der Corona-Infektionen in den kommenden Wochen. Das geht aus einer Umfrage von Infratest dimap für den ARD-Deutschlandtrend hervor.

Bei rund 13 Prozent der Menschen ist die Sorge demnach sehr groß, bei etwa 37 Prozent groß. Die andere Hälfte der Bevölkerung sieht der Zukunft dagegen entspannter entgegen. Bei rund 32 Prozent ist die Sorge weniger groß, 17 Prozent beschreiben sie als klein, wie der Westdeutsche Rundfunk (WDR) am Donnerstag mitteilte.

Der Umfrage zufolge haben viele Deutsche im Alltag auch Verhaltensweisen übernommen, die eine weitere Ausbreitung des Virus verhindern sollen. Neun von zehn Befragten (89 Prozent) gaben an, sich häufiger die Hände zu waschen. Ähnlich viele Menschen (88 Prozent) erklärten, deutlichen Abstand zu anderen einzuhalten. 85 Prozent sagten, sie würden Menschenansammlungen meiden.

Fast drei Viertel der Deutschen (72 Prozent) treffen nach eigenen Angaben nur noch eingeschränkt Freunde und Verwandte.

Titelfoto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

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