Coronavirus im Norden: Erstklässler starten anders als üblich ins Schulleben

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff - im Norden steigen die Infektionszahlen seit ein paar Tagen wieder deutlich an.

Polizisten kontrollieren das Alkoholverbot in der Schanze.
Polizisten kontrollieren das Alkoholverbot in der Schanze.  © Daniel Bockwoldt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 5773 Menschen an dem neuartigen Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 3675 Fälle bekannt, in Bremen 1803, in Mecklenburg-Vorpommern 944 und in Niedersachsen 14.954. (Stand 12. August, 13.16 Uhr) 

Am 23. März wurde zunächst ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.  

Inzwischen einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. 

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem  +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 12. August, 13.20 Uhr: Infektion in Wittenburger Kita

Wittenburg - Nach der Corona-Infektion eines Kita-Kindes in Wittenburg (Landkreis Ludwigslust-Parchim) sind 25 Mädchen und Jungen der Kita, zwei Erzieher sowie Familienangehörige des infizierten Kindes in Quarantäne geschickt worden. 

Sie sollten am Mittwoch getestet werden, wie ein Sprecher des Landkreises sagte. Insgesamt handele es sich um rund 30 Personen. Die Kita werde nicht geschlossen, da sich der Corona-Fall auf eine einzelne Gruppe beziehe.

In Mecklenburg-Vorpommern läuft der Kita-Betrieb seit Anfang August wieder ohne Einschränkungen. Auch Kinder mit leichtem Husten, Halsschmerzen oder erhöhter Temperatur werden betreut. 

Sie dürften nicht mit Verweis auf die Covid-19-Pandemie nach Hause geschickt werden, hatte das Sozialministerium klargestellt.

Update, 12. August, 13.16 Uhr: 28 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist am Mittwoch um 28 gestiegen. Das ist deutlich weniger als am Tag zuvor, als 58 neue Fälle festgestellt wurden, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5773 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach unverändert noch 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Ebenfalls unverändert liegen acht von ihnen auf Intensivstationen. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 16,2 - nach 16,0 am Vortag.

Update, 12. August, 13.10 Uhr: Bundeswehr unterstützt in Hamburg bei der Suche nach Infizierten

Hamburg - Die Bundeswehr unterstützt Hamburgs Gesundheitsbehörde ab sofort bei der Rückverfolgung möglicher Corona-Infektionsketten. Seit Mittwoch seien nach einer Bitte um Amtshilfe am Flughafen 16 Soldatinnen und Soldaten im Einsatz, teilte die Bundeswehr mit. 

Sie werden den Angaben zufolge nun an sieben Tagen die Woche von 6 bis 23 Uhr alle Aussteigekarten von Reiserückkehrern aus Risikogebieten sichten, sortieren und an die zuständigen Gesundheitsämter weiterleiten. 

An den Corona-Tests selbst seien die Soldaten vom Aufklärungsbataillon 6 in Eutin und vom Versorgungsbataillon 142 in Hagenow nicht beteiligt.

Update, 12. August, 12.09 Uhr: Keine weiteren Corona-Infektionen in Brunsbütteler Klinik

Brunsbüttel - Nach dem positiven Test eines Krankenhausmitarbeiters auf das Cornavirus in Brunsbüttel sind in der dortigen Klinik keine weiteren Infektionen mit dem Sars-CoV-2-Erreger festgestellt worden. 

Insgesamt wurden seit Sonntagabend bei 260 Mitarbeitern und 75 Patienten Abstrichproben genommen und ausgewertet, wie das Westküstenklinikum am Mittwoch mitteilte. 

Nähere Angaben zu dem positiv getesteten Mitarbeiter machte die Einrichtung aus Datenschutzgründen nicht.

Update, 12. August, 7.15 Uhr: Anstieg bei Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - Die Zahl der in Schleswig-Holstein erfassten Corona-Neuinfektionen hat sich zuletzt innerhalb eines Tages um 55 Fälle auf 3675 erhöht. Wie die Landesregierung auf ihrer Homepage mit Stand Dienstagabend berichtete, blieb die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen unverändert bei 158.

Rund 3200 der seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten laut Landesregierung inzwischen als genesen.

Tagesaktuelle Zahlen der Kreise fließen am Folgetag in die von der Landesregierung veröffentlichte Statistik mit ein.

Update, 12. August, 3.30 Uhr: Erstklässler starten unter Corona-Bedingungen ins Schulleben

Erstklässler haben nach der Einschulung Schultüten bekommen. (Archivbild)
Erstklässler haben nach der Einschulung Schultüten bekommen. (Archivbild)  © Bernd Wüstneck/dpa

Kiel - Für die meisten Erstklässler in Schleswig-Holstein beginnt am Mittwoch der Start ins Schulleben. Angesicht der Corona-Pandemie werden die Einschulungsfeiern dieses Jahr vielerorts anders gestaltet als üblich. 

So wurde die Zahl der Menschen, die die ABC-Schützen an ihrem ersten Tag in die Schule begleiten dürfen, an vielen Schulen begrenzt. 

Namen sowie Adressen der Eltern werden erfasst. Auch gibt es zum Teil mehrere Einschulungsfeiern pro Schule, um die Abstandsregeln einhalten zu können. 

Die älteren Schüler haben bereits seit Montag wieder Unterricht in der Schule.

Die Zahl der Erstklässler ist in diesem Schuljahr um knapp 1,7 Prozent auf rund 23.000 gestiegen. 

Insgesamt sank die Zahl der Schüler an Schleswig-Holsteins Schulen im neuen Schuljahr um 0,2 Prozent auf 363.150. Im Norden gibt es 792 öffentliche allgemeinbildende und berufsbildende Schulen.

Update, 11. August, 18.09 Uhr: Corona-Fälle haben kaum Auswirkung auf Hamburger Schulalltag

Hamburg - Die Corona-Pandemie hat auf den Neustart an Hamburgs Schulen im Regelbetrieb und mit allen Kindern und Jugendlichen an Bord bislang kaum Auswirkungen. 

Insgesamt gebe es unter den 256 890 Kindern nur 21 Infizierte, sagte Behördensprecher Peter Albrecht am Dienstag. Das sei ein Fall mehr als am Montag. Hinzu kämen drei Beschäftigte. Insgesamt seien 22 der 471 staatlichen und privaten Schulen der Hansestadt betroffen.

Auswirkungen auf den Schulbetrieb selbst gebe es aber kaum. Nach Angaben der Schulbehörde bleibt lediglich eine 4. Klasse der Grundschule Rönnkamp wegen eines bestätigt infizierten Kindes vorerst zuhause. 

An der Schule Ahrensburger Weg sei eine Lehrkraft infiziert, weshalb Kontakt-Lehrkräfte umfangreich getestet und aktuell nicht in der Schule eingesetzt würden.

In Mecklenburg-Vorpommern waren am vergangenen Freitag wegen eines Corona-Falls das Gymnasium in Ludwigslust und die Ostsee-Grundschule in Graal-Müritz (Landkreis Rostock) geschlossen worden - was für den Virologen Jonas Schmidt-Chanasit vom Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin in Hamburg die schlechteste aller Lösungen ist. 

Schulschließungen dürften nur der allerletzte Schritt sein, sagte er am Dienstag dem NDR. "Dann ist aber sehr viel schiefgegangen auf der Präventionsebene". Offene Schulen und Kitas hätten absolute Priorität.

Update, 11. August, 16.52 Uhr: Jahrgangsstufen einer Schule in Ratekau vorerst zu Hause

Kiel/Ratekau - Eine zweite Schule in Schleswig-Holstein ist indirekt durch die Corona-Pandemie getroffen. 

In Ratekau (Kreis Ostholstein) sind, nachdem ein Geschwisterkind eines Schülers positiv getestet wurde, die Jahrgangsstufen 11 und 12 einer Gemeinschaftsschule am Dienstag nach Hause geschickt worden, wie ein Ministeriumssprecher in Kiel mitteilte. 

Die beiden Jahrgangsstufen bildeten eine Kohorte, also eine feste Lerngruppe. Die Schließung der Jahrgangsstufen dauere an, bis das Ergebnis des Corona-Tests für den Schüler vorliege - möglicherweise könne dies am Mittwoch der Fall sein.

Update, 11. August, 13.37 Uhr: MV verschärft Bußgelder bei Verstößen gegen Corona-Vorschriften

Schwerin - In Mecklenburg-Vorpommern gelten künftig höhere Bußgelder bei Verstößen gegen die Corona-Vorschriften. Wer die Maskenpflicht insbesondere im Öffentlichen Nahverkehr ignoriert, dem drohen künftig 150 Euro statt wie bisher 25 Euro Bußgeld, wie Innenminister Lorenz Caffier (CDU) am Dienstag nach einer Kabinettssitzung in Schwerin bekanntgab. Bei Verstößen gegen Quarantäne-Anordnungen steigt das Mindest-Bußgeld demnach von 100 auf 500 Euro.

Außerdem sollen in Mecklenburg-Vorpommern all jene in Quarantäne gehen, die aus einem Risikogebiet einreisen, auch wenn das Land am Tag der Rückreise nicht mehr als Risikogebiet eingestuft ist. Entscheidend sei, ob das Land in den letzten 14 Tagen Risikogebiet gewesen ist, sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD). 

Der Regierung sei klar, dass es schwer sei, in Quarantäne zu gehen. Es gebe aber keine Alternative, gerade auch um den Betrieb der Schulen und Kitas zu schützen.

Update, 11. August, 11.49 Uhr: 58 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der offiziell registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist am Dienstag deutlich um 58 gestiegen. Tags zuvor waren es nur 13 neue Fälle gewesen, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5747 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Eigentlich wären es sogar 5748. Da aber ein Fall vom 14. Juli gestrichen worden sei, bleibe es bei 5747. Rund 5100 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden demnach unverändert noch 19 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Acht von ihnen liegen auf Intensivstationen, am Vortag waren es noch zehn. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19.

Hamburg liegt damit nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig liege der Wert bei 16, nach 13,7 am Vortag.

Titelfoto: Bernd Wüstneck/dpa

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