Coronavirus: Italien will Corona-Notstand verlängern

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das neuartige Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen weiter entspant. Grund zur Entwarnung gibt es laut Bundesregierung und RKI jedoch nicht.

Ein Mann geht in Zeiten der Coronavirus-Pandemie an einem Maskenautomaten im Flughafen Stuttgart vorbei.
Ein Mann geht in Zeiten der Coronavirus-Pandemie an einem Maskenautomaten im Flughafen Stuttgart vorbei.  © dpa/Sebastian Gollnow

Viele Politiker sprechen sich weiterhin für das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung aus. Auch Abstandhalten ist nach wie vor eine wichtige und effektive Maßnahme, um eine Infektion mit dem neuartigen Virus zu vermeiden.

In Deutschland summierte sich die Fallzahl mittlerweile auf 199.202 bestätigte Infektionen. 9057 Corona-Patienten starben an der Infektion, 183.728 gelten mittlerweile als genesen (Stand 10. Juli, 10 Uhr).

Weiterhin haben die USA weltweit die meisten Fälle registriert - über 3,11 Millionen Infizierte wurden erfasst. 133.291 Personen sind dort bereits gestorben (Stand 10. Juli, 10 Uhr).

Weltweit gibt es nun insgesamt über 12,27 Millionen bestätigte Fälle und 554.989 Todesfälle (Stand 10. Juli, 10 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 10. Juli, 18 Uhr: Hersteller: Remdesivir senkt Sterberisiko

Das Medikament Remdesivir kann nach Angaben des Herstellers das Sterberisiko bei einem schweren Verlauf der Corona-Krankheit Covid-19 deutlich vermindern.

Eine neue Analyse würde eine Senkung des relativen Sterberisikos um 62 Prozent zeigen, wie das US-Pharmaunternehmen Gilead am Freitag auf der Welt-Aids-Konferenz bekannt gab.

Remdesivir ist das einzige in der EU zugelassene Medikament zur spezifischen Behandlung von Covid-19.

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Das Medikament Remdesivir. (Archivbild)
Das Medikament Remdesivir. (Archivbild)  © dpa /dpa-POOL/ Ulrich Perrey

Update, 10. Juli, 17.38 Uhr: Vor zweitem Formel-1-Rennen: Weiter kein Corona-Fall

Auch die Corona-Testreihe in der Formel 1 vor dem zweiten Grand Prix in Österreich ist ohne positiven Befund geblieben. Vor dem nächsten Rennen in Spielberg wurden insgesamt 4566 Fahrer, Teammitglieder und weitere Mitarbeiter auf Infektionen mit dem Coronavirus getestet. 

Wie die Motorsport-Königsklasse am Freitag mitteilte, gab es keinen positiven Befund. Die Testreihe erstreckte sich auf den Zeitraum zwischen dem 3. und 9. Juli. In der ersten Testreihe waren 4032 Personen geprüft worden.

Update, 10. Juli, 17.30 Uhr: Behörde in Frankreich warnt vor Corona-Anstieg

Frankreichs Gesundheitsbehörde warnt vor einem Wiederanstieg der Corona-Fälle. Die neue Tendenz gehe zwar mit der Zunahme an Tests einher, teilte die Gesundheitsagentur Santé Publique France am Freitag mit. Dennoch zeige sich, dass die Übertragung des Virus anhalte oder sogar fortschreite. 

"Die bisher beobachtete Zunahme bleibt zwar moderat, erfordert aber höchste Wachsamkeit", hieß es. "Um ein Wiederaufflammen der Epidemie zu vermeiden, ist es unerlässlich, dass die Bevölkerung die empfohlenen Präventionsmaßnahmen rigoros anwendet."

Die Behörde beobachtet, dass die Menschen sich weniger an die Maßnahmen hielten. Die Aussicht auf die Sommerferien einhergehend mit Treffen von Freunden und Familie könnten einen Anstieg der Infektionen begünstigen. Generell sei die Viruszirkulation derzeit aber niedrig. 

Die Behörde geht davon aus, dass bis Mitte April rund 6,7 Prozent der französischen Bevölkerung infiziert waren. Das entspricht knapp 4,4 Millionen Menschen. Frankreich ist mit rund 30.000 Toten schwer von der Corona-Pandemie betroffen.

Update, 10. Juli, 17.25 Uhr: Bis zu 600.000 Euro: Mallorca will illegale Partys hart bestrafen

Die Balearen wollen gegen illegale Partys, die gegen die Corona-Regeln verstoßen und vor allem auf Mallorca zunehmend Sorgen bereiten, hart vorgehen. 

Die Regionalregierung beschloss am Freitag einen Strafenkatalog mit Bußgeldern von bis zu 600.000 Euro sowie verstärkte Kontrollen. Das entsprechende Dekret, das noch am Freitag im Amtsblatt veröffentlicht werden und damit umgehend in Kraft treten sollte, sieht bei Verstößen unter anderem auch Schließungen von Lokalen für eine Zeit von bis zu drei Jahren vor.

Die balearische Verwaltungsministerin Isabel Castro sagte am Freitag bei der Vorstellung des Maßnahmenkatalogs, Hauptziel sei es, die "Gesundheit aller Bürger und Besucher" zu schützen. Die Zahl der Neuansteckungen mit dem Coronavirus seien auf den Inseln zwar sehr niedrig. Man müsse aber verhindern, dass "einige wenige" die Gesundheit aller aufs Spiel setzten. Die meisten Bürger und Besucher hätten sich bislang "sehr vorbildlich verhalten".

Update, 10. Juli, 17.20 Uhr: EU-Aufbaufonds: Rutte fordert Garantien für Reformen

Der niederländische Ministerpräsident will bei den Verhandlungen über den geplanten umstrittenen EU-Wiederaufbaufonds in der Corona-Pandemie Garantien für Reformen fordern. Es dürfe nicht nur allgemeine Zusicherungen der wirtschaftlich schwächeren Länder geben, sagte Mark Rutte (53) am Freitag in Den Haag. 

Es müsse "gute und verbindliche Absprachen" geben. "Das ist sehr wichtig für uns." Die Niederlande gehören mit Schweden, Dänemark und Österreich zu den sogenannten Sparsamen Vier, die nicht rückzahlbare Hilfen ablehnen und finanzielle Hilfen auch an Reformen vor allem des Arbeitsmarktes und Rentensystems koppeln.

Rutte hatte am Vortag darüber in Berlin mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (65) gesprochen. Zur Vorbereitung des EU-Gipfels in der nächsten Woche wird er außerdem die Regierungschefs Italien, Spaniens und Portugals empfangen.

Mark Rutte (53) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (65). (Archivbild)
Mark Rutte (53) und Bundeskanzlerin Angela Merkel (65). (Archivbild)  © dpa/dpa Pool/Bernd von Jutrczenka

Update, 10. Juli, 17.10 Uhr: Kreis Gütersloh: Österreich kündigt Ende der Einreisebeschränkung an

Menschen aus dem Kreis Gütersloh sollen bald wieder ohne Einschränkungen nach Österreich einreisen können. "Mit einer Aufhebung der Restriktionen ist in absehbarer Zeit zu rechnen", teilte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums am Freitag in Wien auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. 

Der Gütersloher Landrat Sven-Georg Adenauer (60, CDU) hatte nach eigenen Angaben am Freitag den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz (33) angeschrieben. Die Stadt zitierte aus Adenauers Botschaft an Kurz: "Mich erreichen täglich viele Mails von Bürgerinnen und Bürgern meines Kreises, die sich sehr gerne zum Urlaub in die schöne Republik Österreich aufmachen würden. Diesen Wunsch haben im Übrigen auch viele Geschäftsleute aus dem wirtschaftsstarken Kreis Gütersloh (...). Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie in diesem Sinne entscheiden würden."

Auf der Seite des österreichischen Außenministeriums stand am Freitag zunächst noch: "Die Einreise aus Deutschland ist grundsätzlich wieder uneingeschränkt möglich, mit Ausnahme von Reisenden aus dem Kreis Gütersloh." Diese müssten ein Attest mit sich führen, das nicht älter als vier Tage ist.

Update, 10. Juli, 16.55 Uhr: Weitere Debatte über Corona-Bonus für Pflegekräfte in Kliniken

In der Debatte um einen möglichen Corona-Bonus auch für Pflegekräfte in Krankenhäusern rücken die Betreiber stärker in den Blick. Das Bundesgesundheitsministerium verwies am Freitag in Berlin darauf, dass Pflegekosten in Kliniken, die die Tarifpartner in Eigenregie regeln, von den gesetzlichen Krankenkassen gegenfinanziert würden. Daraus ergebe sich bereits die Möglichkeit, solche Boni zu vereinbaren, sagte ein Sprecher. 

Parteiübergreifend war Kritik daran laut geworden, dass ein Bonus wegen besonderer Belastungen in der Corona-Krise nur für Mitarbeiter in der Altenpflege kommen soll.

Der Bundestag hatte den steuerfreien Corona-Bonus von bis zu 1000 Euro Mitte Mai beschlossen. Länder oder die Arbeitgeber können den Bonus auf bis zu 1500 Euro aufstocken, die steuerfrei bleiben würden. Die Kosten für den Bund werden mit rund einer Milliarde Euro veranschlagt - tragen soll dies vorerst die Pflegeversicherung, der Bund hat aber einen Zuschuss angekündigt. 

Die Regierung verweist auch darauf, dass das generelle Lohnniveau in der Altenpflege deutlich niedriger sei als bei Pflegekräften in Krankenhäusern.

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, sagte der "Augsburger Allgemeinen", die Arbeitgeber sollten alle Möglichkeiten zur Wertschätzung nutzen. "Alle Pflegekräfte verdienen deutlich mehr Anerkennung als bisher - unabhängig davon, wo sie arbeiten." Eine Bonuszahlung könne hier nur einen kleinen Beitrag leisten.

Die FDP-Pflegepolitikerin Nicole Westig wandte sich dagegen, mit dem Finger auf die Arbeitgeber zu zeigen. Das Ministerium hätte mit allen Beteiligten, wie Pflegekassen und Arbeitgebern ein Konzept aushandeln müssen. "Dabei hätte man direkt auch die Kliniken mit ins Boot holen können, damit die Krankenpflege bei der Corona-Prämie nicht leer ausgehen muss."

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus. (Archivbild)
Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus. (Archivbild)  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Update, 10. Juli, 16.50 Uhr: Beachvolleyball-EM trotz Corona-Krise im September in Lettland

Die Beachvolleyball-EM findet in diesem Jahr trotz der Corona-Krise vom 16. bis zum 20. September im lettischen Jurmala statt. Das gab der europäische Verband CEV am Freitag bekannt. 

Damit bekommen die deutschen Frauen und Männer knapp zwei Wochen nach den nationalen Meisterschaften in Timmendorfer Strand einen weiteren Saison-Höhepunkt. Zudem besteht die Möglichkeit, in diesem Jahr doch noch Ranglistenpunkte für die Olympia-Qualifikation zu sammeln.

32 Teams pro Geschlecht sollen bei dem Turnier im lettischen Badeort in der Nähe von Riga um jeweils 100.000 Euro Preisgeld und die Titel spielen. Noch ist unklar, wie ein spezielles Hygienekonzept aussehen könnte oder ob Zuschauer auf den Tribünen dabei sein dürfen.

Update, 10. Juli, 16.45 Uhr: Italien will Corona-Notstand verlängern

Die italienische Regierung will den wegen des Coronavirus ausgerufenen Notstand verlängern. "Wir bewegen uns auf eine Verlängerung des Ausnahmezustands zu", sagte Regierungschef Giuseppe Conte (55) am Freitag in Venedig. 

"Wenn wir den Ausnahmezustand nicht verlängern, hätten wir nicht mehr die Mittel und Instrumente, (...) um weiter zu überwachen und um einzugreifen." Wie lange der Notstand gelten soll, ist unklar. Medien berichteten von einem Zeitraum zwischen Dezember 2020 und Januar 2021.

Die Infektionszahlen sind in Italien nach einem langen und harten Lockdown mittlerweile niedrig. Befürchtet wird aber eine zweite Welle. Conte hatte in den vergangenen Monaten Entscheidungen über Ausgangssperren oder ähnliches ohne Zustimmung des Parlaments treffen können.

Der Notstand wird in Italien oft nach Naturkatastrophen wie Erdbeben oder Überschwemmungen ausgerufen, um eine besondere Koordinierung der Einsatzkräfte zu gewährleisten und Bürokratie zu vermeiden.

Regierungschef Giuseppe Conte (55). (Archivbild)
Regierungschef Giuseppe Conte (55). (Archivbild)  © dpa/Italian Government/Filippo Attili

Update, 10. Juli, 16.40 Uhr: Gewandhaus Leipzig beginnt 240. Saison mit angepasstem Spielplan

Das Leipziger Gewandhausorchester wird die 240. Saison mit einem der Corona-Pandemie angepassten Spielplan beginnen. Das ausgewählte Repertoire sei für eine kleinere Besetzung und passe in die derzeitige Situation, sagte Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons (41) am Freitag bei der Vorstellung des Spielplans für September und Oktober. 

Schließlich darf das Orchester derzeit, statt mit bis zu 80 Musikern, lediglich mit 47 Musikern auftreten. Zwischen den Streichern sind zwei Meter Abstand vorgeschrieben, zwischen den Bläsern gar drei Meter.

Zur Saisoneröffnung am 12. September gibt es beim Großen Concert unter Andris Nelsons gleich ein Debüt. "Ich bin sehr gespannt auf Krystian Zimerman am Klavier, ein unglaublicher Künstler, der erstmals mit dem Orchester auftritt", sagte Nelsons. Zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven wird das 3. Klavierkonzert sowie die 5. Sinfonie gespielt.

Die Besucherzahl ist wegen der geltenden Abstandsregeln im großen Saal zunächst auf 487, von eigentlich 1900, reduziert, im Mendelssohn-Saal auf 114 von 450. Der Vorverkauf beginnt am kommenden Montag. "Wir hoffen, dass unsere Besucher unserem Hygienekonzept vertrauen", sagte Gewandhausdirektor Andreas Schulz.

Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons (41). (Archivbild)
Gewandhauskapellmeister Andris Nelsons (41). (Archivbild)  © dpa/APA/Herbert Neubauer

Update, 10. Juli, 16.20 Uhr: Köln will Corona-Infektionen mit Biergarten eindämmen

Nach mehreren Menschen-Ansammlungen trotz Corona-Pandemie wird in Köln nun über einen riesigen neuen Biergarten diskutiert.

Die Idee: Mit einer neuen Anlaufstelle könnten die bisherigen Feier-Hotspots entlastet werden.

Eine entsprechende "Ideen-Skizze" der IG Gastro – einem Kölner Gastronomie-Netzwerk – sei am Freitag von Oberbürgermeisterin Henriette Reker (parteilos) im Corona-Krisenstab zum Thema gemacht worden, sagte eine Stadtsprecherin.

Die ganze Nachricht findet Ihr >>> hier.

Titelfoto: dpa/Italian Government/Filippo Attili

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