Coronavirus: Kretschmann macht Druck bei Testpflicht für Urlaubsrückkehrer

Deutschland/Welt - In Deutschland steigt die Corona-Inzidenz wieder an. Gleichzeitig ist die Impfwilligkeit der Menschen ins Stocken geraten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.
In Deutschland hat die Gastronomie mittlerweile wieder geöffnet.  © Angelika Warmuth/dpa

Laut Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie rund 3,8 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte allerdings deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

91.709 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.655.000 an.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt laut Robert-Koch-Institut bundesweit bei 16,0 (Vortag: 15,0).

Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz steigt wieder
Coronavirus Coronavirus in Chemnitz: Inzidenz steigt wieder

Weltweit gibt es mehr als 195,91 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 4,19 Millionen Todesfälle (alle Daten Stand: 29. Juli, 6.30 Uhr).

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Update, 29. Juli, 9 Uhr: Kretschmann macht Druck bei Testpflicht für Urlaubsrückkehrer

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) fordert mehr Tempo bei der geplanten Corona-Testpflicht für Urlaubsrückkehrer.

Kretschmann sagte am Donnerstag im Deutschlandfunk, die Bundesregierung müsse schauen, dass sie das möglichst schnell auf die Reihe bringe.

Das im September zu machen, sei zu spät. Die Bundesregierung hätte sich darauf besser vorbereiten können.

Winfried Kretschmann (73), Baden-Württembergs Ministerpräsident.
Winfried Kretschmann (73), Baden-Württembergs Ministerpräsident.  © Uwe Anspach/dpa

Update, 29. Juli, 8.45 Uhr: MPK-Chef Müller: Bei Einreise-Tests keine Zeit zu verlieren

Eine Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer sollte aus Sicht des Berliner Regierenden Bürgermeisters Michael Müller (56, SPD) so schnell wie möglich kommen.

"Wir haben da keine Zeit zu verlieren", sagte Müller, der auch Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) der Bundesländer ist, am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

Er wies auf steigende Infektionszahlen etwa in England und Spanien hin. "Ich fände es richtig, wenn es zum 1. August kommen würde. Wenn es dann der 2. oder 3. ist - gut. Ich hoffe, so schnell wie möglich."

Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.
Michael Müller (56, SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 29. Juli, 8.43 Uhr: Nach Ifo-Schätzung arbeitet nur noch ein Viertel im Homeoffice

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie ist eine stetig wachsende Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer wieder in der Firma tätig.

Im Juli arbeitete nach einer neuen Schätzung des Münchner Ifo-Instituts nur noch ein Viertel der Beschäftigten (25,5 Prozent) zumindest zeitweise zuhause, eine Fortsetzung des rückläufigen Trends der vergangenen Monate.

Im Juni waren es noch 28,4 Prozent gewesen.

Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie ist eine stetig wachsende Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer nicht mehr im Homeoffice tätig.
Nach eineinhalb Jahren Corona-Pandemie ist eine stetig wachsende Mehrheit der deutschen Arbeitnehmer nicht mehr im Homeoffice tätig.  © Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa

Update, 29. Juli, 8.41 Uhr: Intensivmediziner Janssens: Klareres Handeln gegen Corona nötig

Der Intensivmediziner Uwe Janssens (61) hat der Politik ein zu zögerliches Handeln bei der Eindämmung der anrollenden vierten Corona-Welle vorgeworfen.

"Eigentlich würden wir uns wünschen, dass da klarer gehandelt wird", sagte der Generalsekretär der Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin (DGIIN) am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

"Wir haben im letzten Jahr gesehen, was das für Folgen hat, wenn man zuwartet und gar nichts macht. Das scheint sich zu wiederholen."

Uwe Janssens (61), Präsident der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin).
Uwe Janssens (61), Präsident der DIVI (Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 29. Juli, 8.08 Uhr: Eintracht-Vorstand: Inzidenzwert darf nicht Maß der Dinge sein

Eintracht Frankfurts Sportvorstand Markus Krösche (40) mahnt die Abkehr von der Corona-Inzidenzzahl als Richtwert für die Zuschauerzulassung in der Fußball-Bundesliga an.

Es fühle sich damit so an, "als würden wir auf der Stelle treten", schrieb der 40-Jährige in einem Gastbeitrag für den Kicker (Donnerstag).

"Als habe es keine erfolgreiche Impfkampagne mit über 60 Prozent an mindestens erstgeimpften Menschen in der Gesamtbevölkerung Deutschlands gegeben, als seien flächenweite Tests noch immer illusorisch."

Markus Krösche (40), neuer Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.
Markus Krösche (40), neuer Sportvorstand von Eintracht Frankfurt.  © Arne Dedert/dpa

Update, 29. Juli, 6.27 Uhr: IOC zu Klagen über Quarantäne-Hotels: Wir arbeiten an Verbesserung

Nach Beschwerden über die harschen Bedingungen in Japans Quarantäne-Hotels bei den Sommerspielen in Tokio hat das Internationale Olympische Komitee (IOC) Unterstützung für die betroffenen Athleten zugesichert.

Man arbeite daran, dass die "Prozesse verbessert" werden, sagte Kirsty Coventry (37), Chefin der Athletenkommission beim IOC, am Donnerstag. Man stehe in Kontakt mit den betroffenen Athleten, ihre Beschwerden würden angegangen.

Die IOC-Funktionärin wies allerdings zugleich darauf hin, dass die Quarantäne-Hotels Einrichtungen der japanischen Regierung seien.

Update, 29. Juli, 4.48 Uhr: Höchstwert bei Olympia: 24 neue Corona-Fälle im Umfeld der Spiele

Parallel zu den stark steigenden Corona-Zahlen in Tokio ist auch bei den Olympischen Spielen ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert worden.

Insgesamt 24 weitere Personen sind im Umfeld der Spiele positiv getestet worden. Das gaben die Organisatoren der Spiele am Donnerstag bekannt.

So viele Fälle sind seit Beginn der Erfassung am 1. Juli nicht an einem Tag verzeichnet worden. Unter den Positivfällen sind auch drei Athleten. Die Namen der Sportler werden von den Organisatoren nicht veröffentlicht.

Bei den Olympischen Spielen in Tokio wurde ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert.
Bei den Olympischen Spielen in Tokio wurde ein neuer Tages-Höchstwert an positiven Fällen registriert.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 29. Juli, 4.33 Uhr: RKI registriert 3520 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 16,0

Die Sieben-Tage-Inzidenz ist in gut drei Wochen auf mehr als das Dreifache gestiegen.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagmorgen lag sie bei 16,0 – am Vortag betrug der Wert 15,0 und beim jüngsten Tiefststand am 6. Juli 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI zuletzt binnen eines Tages 3520 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 1890 Ansteckungen gelegen, wahrscheinlich fehlten damals jedoch 19 Neuinfektionen aus Brandenburg.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 10 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 42 Todesfälle gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.769.608 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.655.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.702.

Update, 29. Juli, 4.30 Uhr: Intensivmediziner befürchten Erstarken viraler Erreger neben Corona

Intensivmediziner in Deutschland rechnen für Herbst und Winter wieder verstärkt mit Menschen mit diversen Atemwegserkrankungen.

"Durch das Tragen von Masken und die anderen Regeln war die Zahl der Patienten mit Grippe und anderen viralen Krankheitserregern während der Corona-Zeit verschwindend gering", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx (55), der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir befürchten, dass dieser positive Effekt nun verschwinden wird und wir zu den potenziellen Corona-Patienten zwischen Oktober und März auch die anderen Patienten mit viralen Erkrankungen betreuen werden."

Gernot Marx (55), Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).
Gernot Marx (55), Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI).  © Fabrizio Bensch/Reuters Pool/dpa

Update, 29. Juli, 1.06 Uhr: Schäuble will weniger Einschränkungen für Geimpfte und Genesene

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78) hält es für angemessen, dass in der Corona-Pandemie Geimpfte und Genesene mehr Freiheiten genießen als Ungeimpfte.

Es sei erwiesen, dass nach Genesung oder nach der vollständigen Impfung die Gefahr deutlich sinke, andere anzustecken, sagte Schäuble der Neuen Osnabrücker Zeitung (Donnerstag).

"Daher werden wir diese Gruppen nicht dauerhaft allen Beschränkungen unterwerfen können, die für Nichtgeimpfte gelten müssen, um die Pandemie zu bekämpfen", betonte der CDU-Politiker.

Für eine solche unterschiedliche Behandlung sehe er auch keine verfassungsrechtlichen Probleme.

Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident.
Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 29. Juli, 0.40 Uhr: Söder dringt auf Corona-Testpflicht für Reiserückkehrer

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (54) macht weiter Druck für eine Corona-Testpflicht bei Urlaubsrückkehrern.

Er dränge sehr darauf, dass man es jetzt mache, sagte Söder am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Markus Lanz". Die Delta-Variante breite sich weiter aus, man müsse sich auf den Herbst vorbereiten.

Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 29. Juli, 0.25 Uhr: Google und Facebook verhängen in den USA Impfpflicht für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter der Internetriesen Google und Facebook in den USA müssen sich vor einer Rückkehr in die Büros gegen das Coronavirus impfen lassen. Das teilten die Unternehmen unabhängig voneinander am Mittwoch (Ortszeit) mit.

Google-Chef Sundar Pichai (49) erklärte, die Regelung betreffe zunächst die USA, werde in den kommenden Monaten aber auch für andere Regionen gelten, sobald dort Impfungen weithin verfügbar seien.

Bei Facebook erklärte Personalchefin Lori Goler, die Umsetzung der Impfpflicht für Mitarbeiter in den US-Büros werde von "örtlichen Bedingungen und Vorschriften" abhängen.

Titelfoto: Uwe Anspach/dpa

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