Coronavirus: Laschet will Brücken-Lockdown möglichst schnell

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie 3 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,6 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 78.402 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 11. April, 7.30 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 129,2 (Stand 11. April, 3.08 Uhr).

Weltweit gibt es 135,2 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,9 Millionen Todesfälle (Stand 11. April, 7.30 Uhr).

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Update, 11. April, 19.04 Uhr: Laschet will Brücken-Lockdown möglichst schnell

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (60) drängt auf eine schnelle Einigung von Bundesregierung, Bundestag und Ländern über die geplante bundeseinheitlichen Corona-Regelungen.

"Ich wünsche mir nur, dass es jetzt schnell geht, denn die (Infektions-)Zahlen sind absehbar und die hängen nicht von Beratungsverfahren zwischen Bundestag und Bundesrat ab", sagte Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident am Sonntagabend im ARD-"Bericht aus Berlin".

Er sei sich mit seinem Konkurrenten um die Kanzlerkandidatur, Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU), und Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) einig, dass es noch einmal einen vorübergehenden sogenannten Brücken-Lockdown geben müsse.

Laschet räumte allerdings ein, dass er sich entsprechend seines Koalitionsvertrags im Bundesrat enthalten müsste, falls sein Düsseldorfer Regierungspartner FDP sich querstellen sollte. Ob es dazu komme, hänge von der genauen Ausgestaltung des zu ändernden Bundesinfektionsschutzgesetzes ab.

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (60).
Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet (60).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 11. April, 18 Uhr: Bayern und CSU werden laut Söder für neues Infektionsschutzgesetz stimmen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat die volle Unterstützung seines Landes und der CSU für die Neufassung des Infektionsschutzgesetzes angekündigt.

"Er (der Entwurf) wird gerade noch abschließend beraten und natürlich werden wir sowohl als Bayern als auch als CSU in der Bundesregierung da sogar Mittreiber sein, dass es beschlossen wird"§, sagte der CSU-Chef am Sonntag in der ARD-Sendung Bericht aus Berlin.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU).
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 11. April, 17.58 Uhr: Außengastronomie darf in großen Teilen Schleswig-Holsteins öffnen

In den meisten Kreisen und Städten Schleswig-Holsteins darf nach monatelanger Corona-Pause am Montag die Außengastronomie wieder öffnen.

Die Landesregierung hatte die Erlaubnis zur Öffnung am vergangenen Mittwoch mitgeteilt. Möglich ist Bewirtung, wo die Zahl der Infektionen innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner stabil unter 100 liegt.

Update, 11. April, 16.49 Uhr: Göring-Eckardt kritisiert Bundes-Notbremse scharf

Die Grünen im Bundestag haben die Vorschläge des Bundes für einheitliche Maßnahmen gegen die dritte Corona-Welle als unzureichend kritisiert.

Der Entwurf sei an mehreren Stellen "dringend nachbesserungsbedürftig", sagte Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (54) den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Insbesondere Wirtschaft und Arbeitswelt müssten verpflichtet werden, mehr zur Vermeidung von Infektionen beizutragen.

Göring-Eckardt forderte eine Pflicht für Arbeitgeber, ihren Beschäftigten Tests anzubieten. Außerdem müssten Homeoffice und das Tragen medizinischer Masken am Arbeitsplatz vorgeschrieben werden.

Bereits ab einer Inzidenz von 100 müssten an den Schulen Wechselunterricht und Tests zwei Mal pro Woche Pflicht werden. Kitas müssten auf Notbetreuung umstellen. Zugleich sollten bestimmte Angebote unter freiem Himmel wie Sport für Kinder oder Zoobesuche mit Schutzkonzepten ermöglicht werden.

Göring-Eckard forderte auch zusätzliche Freiheiten für Geimpfte, da bei ihnen das Ansteckungsrisiko entfalle. Besonders in Alten- und Pflegeheimen dürften geimpfte Bewohnerinnen und Bewohner nicht länger in ihren Zimmern isoliert werden.

Die Grünen seien bereit, "ein sehr zügiges Verfahren" im Bundestag und auch den Beschluss noch in der kommenden Woche mit zu ermöglichen. Das vorgeschlagene Gesetz könne allerdings allenfalls ein Notbehelf sein.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (54).
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (54).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 11. April, 16.10 Uhr: 4,6 Millionen Spritzen an einem Tag in den USA

Das Corona-Impfprogramm in den USA kommt weiter rasant voran. Am Samstag seien mehr als 4,6 Millionen Impfungen verabreicht worden, das sei "ein neuer Rekord", schrieb Cyrus Shahpar, der im Weißen Haus für die Corona-Daten zuständig ist, auf Twitter.

Update, 11. April, 16.04 Uhr: Brinkhaus: Optimistisch für schnelle gesetzliche Corona-Notbremse

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52) hat sich optimistisch gezeigt, dass der Bundestag noch in dieser Woche über einheitliche Maßnahmen gegen die dritte Corona-Welle entscheiden kann.

"Wir versuchen auch eine Mehrheit zu kriegen, eine Fristverkürzung in dieser Woche hinzukriegen", sagte der CDU-Politiker nach einer Klausur des geschäftsführenden Fraktionsvorstands in Berlin. "Wir sind optimistisch und wir setzen auch auf die Mitarbeit der anderen Fraktionen, dass wir das hinbekommen." CDU und CSU seien sich einig, dass es Sinn mache, einen Notfallmechanismus auf Bundesebene zu installieren.

Mehrere Fraktionen haben allerdings bereits verlangt, dass die Vorschläge des Bundes überarbeitet werden. Der Koalitionspartner SPD forderte, dass gleichzeitig mit dem neuen Infektionsschutzgesetz am Dienstag auch eine Testpflicht für Unternehmen im Kabinett beschlossen werden müsse. Dagegen sträubt sich die Union bisher.

Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52).
Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus (52).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 11. April, 16 Uhr: FDP-Chef Lindner: Corona-Gesetzentwurf "nicht zustimmungsfähig"

Die FDP-Fraktion lehnt den Gesetzentwurf der Bundesregierung für einheitliche Corona-Maßnahmen ab.

"Der Entwurf ist in der vorliegenden Fassung für die Fraktion der Freien Demokraten nicht zustimmungsfähig", schrieb Fraktionschef Christian Lindner (42) in einem Brief an Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU). Das Schreiben liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, zuvor hatten die Zeitungen der Funke Mediengruppe darüber berichtet.

Christian Lindner (42).
Christian Lindner (42).  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 11. April, 15.20 Uhr: Belgien: 21-Jähriger stirbt bei Flucht vor Polizei auf Lockdown-Party

In Belgien ist ein Teilnehmer einer illegalen Lockdown-Party auf der Flucht vor Polizisten gestorben.

Mehr dazu hier: "Polizei sprengt illegale Corona-Party: 21-Jähriger stirbt"

Update, 11. April, 15 Uhr: Ralf Moeller begleitet seine Eltern zum Corona-Impftermin

Ralf Moeller (62, "Gladiator") hat den Lockdown bei seinen Eltern in Recklinghausen verbracht - und sich um ihre Impftermine gekümmert. Nun waren sie an der Reihe. Richtig zufrieden ist der ehemalige "Mr. Universum" aber immer noch nicht.

Wie der Tag für das Trio ablief, erfahrt Ihr in unserem Artikel.

Update, 11. April, 14.01 Uhr: Weil: Niedersachsen kann mit einheitlichen Corona-Regeln leben

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil kann nach eigener Einschätzung mit den geplanten bundesweit einheitlichen Corona-Regelungen grundsätzlich "gut leben". Die niedersächsischen Regelungen seien "eher strenger und werden das auch bleiben", sagte der SPD-Politiker am Sonntag in Hannover.

Im Hinblick auf zahlreiche Details und auch inhaltlich müsse der aus dem Bundesinnenministerium stammende Entwurf zur Änderung des Infektionsschutzgesetzes allerdings überarbeitet werden. Das passiere mit Hilfe der Länder. Den Juristinnen und Juristen im Bund fehlten "die in den Ländern in den letzten Monaten gemachten Erfahrungen".

Abzuwarten bleibe, wie sich die Diskussion über die Neuregelungen des Infektionsschutzgesetzes entwickeln werde, sagte Weil: "Jetzt müssen alle Farbe bekennen." Landespolitiker hatten vor einer Entmachtung der Länder gewarnt.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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