Coronavirus: Mehr als die Hälfte der Deutschen hat Booster-Impfung erhalten

Deutschland/Welt - In Deutschland verschärft sich die Corona-Lage, die Fallzahlen steigen. Strengere Auflagen treffen jetzt sogar Menschen, die noch nicht gegen das Covid-19-Virus geboostert sind.

Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.
Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt bundesweit laut Robert-Koch-Institut bei 1017,4 (Vortag: 940,6).

Laut RKI sind seit Beginn der Pandemie rund 9 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 117.314 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 7,4 Millionen an (alle Daten Stand 27. Januar, 5 Uhr).

Umfrage: Jeder zweite Deutsche für die Abschaffung der 2G-Regel
Coronavirus Umfrage: Jeder zweite Deutsche für die Abschaffung der 2G-Regel

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Update, 27. Januar, 12.57 Uhr: Spielerberater Struth: "Ohne Impfung kein Transfer"

Spielerberater Volker Struth (55) sieht im Fußballgeschäft angesichts der Corona-Pandemie nur noch Wechselchancen für geimpfte Spieler.

"Wenn Sportdirektoren Interesse an einem Spieler haben, für jetzt oder den kommenden Sommer, wird mir oft die Frage gestellt, ob dieser geimpft sei. In Zukunft heißt es: Ohne Impfung kein Transfer. Da bin ich mir sicher", sagte Struth in einem Stern-Interview.

Update, 27. Januar, 12.35 Uhr: Mindestens 43 Millionen Menschen haben Booster-Impfung erhalten

Mehr als die Hälfte der Bevölkerung hat eine Auffrischungsimpfung gegen das Coronavirus erhalten.

Mindestens 43 Millionen Menschen (51,7 Prozent) seien inzwischen geboostert, teilte das Robert Koch-Institut am Donnerstag mit. In Deutschland sind am Mittwoch rund 458.000 Impfungen verabreicht worden.

Mindestens 75,6 Prozent der Bevölkerung (62,9 Millionen Menschen) sind bislang einmal geimpft. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

Mindestens 73,7 Prozent der Bevölkerung (61,3 Millionen) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten. Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig.

Nicht geimpft sind derzeit 24,4 Prozent der Bevölkerung (20,3 Millionen Menschen). Für 4,8 Prozent (vier Millionen) dieser Menschen im Alter von 0 bis 4 Jahren steht bisher kein zugelassener Impfstoff zur Verfügung.

Über die Hälfte der Deutschen erhielt inzwischen eine Booster-Impfung, wie das RKI am Donnerstag mitteilte.
Über die Hälfte der Deutschen erhielt inzwischen eine Booster-Impfung, wie das RKI am Donnerstag mitteilte.  © Moritz Frankenberg/dpa

Update, 27. Januar, 12.22 Uhr: Jeder Zweite für Abschaffung von 2G-Regelung im Einzelhandel

Fast die Hälfte der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland ist für eine Abschaffung der 2G-Regelung im Einzelhandel.

Mehr Infos unter: "Umfrage: Jeder zweite Deutsche für die Abschaffung der 2G-Regel"

Update, 27. Januar, 12.19 Uhr: Nach Corona-Quarantäne bei Tönnies muss Land Entschädigung zahlen

Nach der coronabedingten Betriebsstilllegung und Quarantäne für zahlreiche Mitarbeiter beim Fleischverarbeiter Tönnies im Frühjahr 2020 muss das Land NRW in zwei Fällen Entschädigung zahlen.

Das hat das Verwaltungsgericht Minden entschieden, wie es am Donnerstag mitteilte. Es waren die ersten Fälle dieser Art, die vor Gericht entschieden wurden. Mehr als 4500 juristisch ähnliche Fälle lägen noch beim Verwaltungsgericht Minden, sagte eine Gerichtssprecherin.

Es gehe bei den jetzt entschiedenen Fällen um zwei Subunternehmen, die mit eigenen Mitarbeitern auf Tönniesgelände gearbeitet haben, sagte die Mindener Sprecherin. Tönnies selbst sei nicht direkt involviert.

Das Bundesland NRW muss nach der coronabedingten Stilllegung beim Fleischverarbeiter Tönnies Entschädigung zahlen.
Das Bundesland NRW muss nach der coronabedingten Stilllegung beim Fleischverarbeiter Tönnies Entschädigung zahlen.  © Lino Mirgeler/dpa

Update, 27. Januar, 12.03 Uhr: RKI hält Verbesserung der Corona-Meldesoftware für erforderlich

Bei der von Gesundheitsämtern genutzten Software zur Meldung von Corona-Fällen sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) Verbesserungen erforderlich.

Dabei geht es "neben der Behebung von aktuellen Problemen in der Software auch um Verbesserungen der Benutzerführung, damit Vorgänge einfacher und schneller bearbeitet werden können", teilte eine RKI-Sprecherin auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

Darüber hinaus gehe es "um technische Ertüchtigungen, damit die großen Datenmengen insgesamt bewältigt werden können". Das RKI sei in engem Austausch mit den Gesundheitsämtern und unterstützte entsprechend.

Update, 27. Januar, 11.40 Uhr: Weiter Flaute für deutsche Luftfahrt

In der deutschen Luftfahrt herrscht wegen der Corona-Pandemie weiter Flaute.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr die globale Nachfrage um 58 Prozent hinter dem Vorkrisenjahr 2019 zurückblieb, hat in den ersten Monaten dieses Jahres die neue Corona-Variante Omikron zu weiteren Flugstreichungen geführt, wie der Bundesverband der deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) am Donnerstag berichtete.

Kurzfristig wurde für Januar und Februar im Verkehr von und nach Deutschland die eigentlich geplante Sitzkapazität noch einmal um mehr als ein Drittel reduziert.

Update, 27. Januar, 10.17 Uhr: Deutsche Maskenhersteller bleiben auf ihrer Ware sitzen

Deutsche Firmen kamen zu Beginn der Corona-Pandemie dem Wunsch der Regierung nach, FFP2-Masken im Inland zu produzieren, um Lieferengpässe zu verhindern. Nun bleiben die Hersteller auf ihrer Ware sitzen, da wieder billigere Importe aus Asien verfügbar sind, wie der MDR berichtete.

Laut einer Umfrage des ARD-Wirtschaftsmagazins "Plusminus" hat eine Mehrheit im Bundestag offenbar kein Interesse an einer autarken Produktion von Schutzmasken in Deutschland.

Weiterhin werde bei Ausschreibungen von Bund, Ländern und Kommunen immer wieder ausschließlich nach dem niedrigsten Preis entschieden, wie eine Stichprobe von "Plusminus" ergab.

Deutsche Maskenhersteller ziehen bei Ausschreibungen häufig den Kürzeren.
Deutsche Maskenhersteller ziehen bei Ausschreibungen häufig den Kürzeren.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 27. Januar, 9.57 Uhr: Strikte Corona-Maßnahmen - Olympische Dörfer in Peking eröffnet

Unter strengen Vorsichtsmaßnahmen wegen der Corona-Pandemie sind die olympischen Dörfer für die Winterspiele in Peking am Donnerstag offiziell eröffnet worden.

Mehr als 360 Sportler und Teammitglieder aus mehr als 20 Ländern sollen die Unterkünfte am Eröffnungstag beziehen, berichtete das chinesische Staatsfernsehen. Seit vergangener Woche waren allerdings auch schon Sportler und Vorausdelegationen eingetroffen und eingezogen.

Um die strengen Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie zu befolgen, gibt es zahlreiche freiwillige Helfer in Peking.
Um die strengen Maßnahmen wegen der Corona-Pandemie zu befolgen, gibt es zahlreiche freiwillige Helfer in Peking.  © Jae C. Hong/AP/dpa

Update, 27. Januar, 9.23 Uhr: Erstmals mehr als 50.000 Corona-Neuinfektionen in Tschechien

Die Omikron-Variante des Coronavirus ist in Tschechien rasant auf dem Vormarsch. Erstmals hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages die Schwelle von 50.000 überschritten.

Am Donnerstag meldete das Gesundheitsministerium in Prag 54.685 neue bestätigte Fälle binnen 24 Stunden. Das war der dritte Rekordwert in Folge. Hinzu kommen 4945 neue Infektionen bereits genesener Personen.

Update, 27. Januar, 8.02 Uhr: Krankenhäuser erwarten viele neue Corona-Patienten

Die Krankenhäuser stellen sich angesichts der emporschnellenden Corona-Infektionszahlen auf zahlreiche neue Patienten ein.

Die aktuelle Zahl von 200.000 Neuinfizierten innerhalb eines Tages werde sich erst in sieben bis zehn Tagen in den Kliniken auswirken, sagte der Vorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß (59), am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin.

"Das heißt, wir werden auch in den kommenden Tagen und wahrscheinlich Wochen eine hohe Dynamik neuer Zugänge in die Krankenhäuser erleben", sagte er. Hinzu komme, dass Personal wegen eigener Ansteckungen ausfalle. "Das belastet die Krankenhäuser."

Wegen der Personalausfälle habe bereits in der vergangenen Woche die Hälfte der Krankenhäuser Einschränkungen bei der Belegung gemeldet. "Es ist im Moment aber nicht so, dass die Versorgung gefährdet wäre", sagte Gaß.

Der Rekordwert bei Neuinfizierten werde sich laut Gerald Gaß (59) in den kommenden sieben bis zehn Tagen in den Kliniken auswirken.
Der Rekordwert bei Neuinfizierten werde sich laut Gerald Gaß (59) in den kommenden sieben bis zehn Tagen in den Kliniken auswirken.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 27. Januar, 7.53 Uhr: Corona-Pandemie beschert Laborzulieferer Sartorius starkes Jahr

Sartorius hat auch im zweiten Jahr der Pandemie stark abgeschnitten. Der Pharma- und Laborausrüster profitierte nicht nur von der Nachfrage von Impfstoff- und Testherstellern, auch das Basisgeschäft abseits Corona florierte.

Positiv hinzu kamen Übernahmen. Der Umsatz stieg vorläufigen Berechnungen zufolge im Jahresvergleich um knapp 48 Prozent auf 3,45 Milliarden Euro, der Auftragseingang wuchs um gut die Hälfte, wie der Dax-Konzern am Donnerstag in Göttingen mitteilte.

Titelfoto: Moritz Frankenberg/dpa

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