Coronavirus: Merkel spricht Bürgern Mut zu

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch Monate in Atem halten. Abstand halten und Maske tragen dürften noch die geringeren Hürden bleiben. Denn fast im gesamten November heißt es nun wieder: Lockdown!

Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!
Bundesweit gilt in den Einkaufszentren: Bitte Maske tragen und Abstand halten!  © Christoph Soeder/dpa

Laut der Universität Johns Hopkins sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 1.038.649 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Rund 705.213 Menschen sollen inzwischen genesen sein. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bereits auf insgesamt 16.011 (Stand 28. November, 10.45 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 13,09 Millionen Infizierte und 264.859 Tote wurden bereits erfasst (Stand 28. November, 10.45 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 61,71 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.443.673 Todesfälle (Stand 28. November, 10.45 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 28. November, 13.40 Uhr: Corona-Infektion von elf Pflegemitarbeitern in Neubrandenburg

Elf Pfleger des Dietrich-Bonhoeffer-Klinikums in Neubrandenburg sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Davon arbeiten neun auf einer Station im Nicht-Infektionsbereich, wie die Klinik am Samstag mitteilte.

Alle betroffenen Mitarbeiter und deren Kontaktpersonen ersten Grades befinden sich in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt in Quarantäne. Die Betreuung der Patienten ist nach Angaben des Klinikums weiter gesichert. Zahlreiche Mitarbeiter und Patienten sollen getestet werden.

Update, 28. November, 13.35 Uhr: AfD-Chef Meuthen sieht in Deutschland keine "Corona-Diktatur"

Der AfD-Vorsitzende Jörg Meuthen hat die Mitglieder seiner Partei aufgefordert, sich klar von Krawallmachern und Provokateuren in den eigenen Reihen zu distanzieren. Mit Blick auf die von AfD-Abgeordneten eingeladenen dreisten Besucher im Bundestag mahnte er am Samstag auf einem Bundesparteitag in Kalkar: "Wir werden nicht mehr Erfolg erzielen, indem wir immer aggressiver, immer derber, immer enthemmter auftreten."

Da derartige Vorkommnisse auch auf viele AfD-Wähler abschreckend wirkten, sei es falsch, sich mit Parteimitgliedern zu solidarisieren, die sich "in der Rolle des Provokateurs gefallen".

Die Politik der Bundesregierung in der Corona-Pandemie und der Kurs von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) seien zwar nicht angemessen "und schon gar nicht verhältnismäßig", sagte Meuthen. Dies dürfe man auch mit deutlichen Worten kritisieren. "Aber ist es wirklich klug, von einer 'Corona-Diktatur' zu sprechen?", fragte Meuthen die mehr als 500 Delegierten im Saal. "Wir leben in keiner Diktatur, sonst könnten wir diesen Parteitag auch heute wohl kaum so abhalten", fügte er hinzu.

Den Begriff "Corona-Diktatur" hatte Gauland im Bundestag benutzt. Man könne über diesen Begriff streiten, sagte der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland, in Kalkar. Meuthen habe mit seiner Rede aber insgesamt, wie die Reaktionen im Saal gezeigt hätten, "vor den Kopf gestoßen". In Meuthens Rede habe es "zu viel Verbeugung vor dem Verfassungsschutz" gegeben, kritisierte Gauland anschließend in einem Interview mit dem TV-Sender Phoenix. Teile dieser Rede halte er für "spalterisch".

Jörg Meuthen, Bundessprecher, schaut beim Bundesparteitag der AfD (Alternative für Deutschland) in den Saal.
Jörg Meuthen, Bundessprecher, schaut beim Bundesparteitag der AfD (Alternative für Deutschland) in den Saal.  © dpa/Rolf Vennenbernd

Update, 28. November, 13.30 Uhr: Demonstration gegen Corona-Maßnahmen an polnischer Grenze begonnen

Begleitet von einem Großaufgebot der Polizei hat am Samstag in Frankfurt (Oder) an der Grenze zu Polen eine Demonstration von Gegnern der Corona-Einschränkungen begonnen. Zu der Demo der Initiative "Querdenken" aus Duisburg waren nach Angaben der Polizei 1500 Teilnehmer angemeldet.

Die Veranstalter wollen gemeinsam mit Gästen aus Polen ein "Zeichen für Frieden und Freiheit" setzen. Zwei Gegendemonstrationen sind vorgesehen. Ein Sprecher der Stadt Frankfurt (Oder) rief die Bürger in der "Märkischen Oderzeitung" dazu auf, zuhause zu bleiben.

Die Polizei hatte darauf hingewiesen, dass bei Demos der Mindestabstand eingehalten und Maske getragen werden muss. Die Teilnehmer der Demo von Corona-Gegnern standen an der Bühne teils dicht beieinander, ein Großteil trug keine Maske. "Querdenken"-Gründer Michael Ballweg, der als Redner erwartet wurde, betonte vor der Demonstration: "Wir rufen von der Bühne dazu auf, dass die Vorgaben, die genannt sind, eingehalten werden."

In Słubice auf der polnischen Seite waren nur vier Kundgebungen mit je fünf Teilnehmern erlaubt. Die Beamten gingen davon aus, dass auch Teilnehmer aus Polen nach Frankfurt (Oder) kommen.

Teilnehmer einer Demonstration der Initiative "Querdenken 234 Bochum" halten einen Banner.
Teilnehmer einer Demonstration der Initiative "Querdenken 234 Bochum" halten einen Banner.  © dpa/Fabian Strauch

Update, 28. November, 13.27 Uhr: Spielverschiebungen plagen tschechische Fußball-Liga

Die tschechische erste Fußball-Liga wird weiter von Corona-Problemen geplagt. Die gesamte Mannschaft des Hauptstadtvereins Bohemians Prag 1905 ist von den Behörden unter Quarantäne gestellt worden. Grund sei eine "hohe Zahl" an Corona-Infektionen, teilte ein Sprecher am Samstag mit. Das für Sonntag geplante Ligaspiel gegen den FK Jablonec musste verschoben werden.

Schon bei der 1:2-Niederlage gegen SK Dynamo Ceske Budejovice (Budweis) am Mittwoch hatten acht Stammspieler sowie Bohemians-Trainer Ludek Klusacek gefehlt. Auch das Sonntagsspiel zwischen Banik Ostrava und Slovan Liberec wird später nachgeholt. Grund sind mehrere Corona-Fälle bei dem Team aus der mährisch-schlesischen Industriestadt Ostrava (Ostrau).

Fans sind mit einer Leiter auf eine Mauer geklettert, um ihre Teams anzufeuern. Aufgrund der begrenzten Zuschauerzahl dürfen nur wenige Dutzend Fans das Erstligaspiel zwischen Bohemians Prag 1905 und FK Jablonec von der Tribüne aus verfolgen.
Fans sind mit einer Leiter auf eine Mauer geklettert, um ihre Teams anzufeuern. Aufgrund der begrenzten Zuschauerzahl dürfen nur wenige Dutzend Fans das Erstligaspiel zwischen Bohemians Prag 1905 und FK Jablonec von der Tribüne aus verfolgen.  © dpa/AP/Petr David Josek

Update, 28. November, 13.25 Uhr: Drei Spieler vom FC Kopenhagen positiv auf Coronavirus getestet

Drei Fußball-Profis des dänischen Spitzenclubs FC Kopenhagen sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Darunter ist auch der 21-jährige Jungnationalspieler Jonas Wind, der für die dänische Nationalmannschaft erst vor anderthalb Wochen in der Nations League beim 2:4 in Belgien den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich erzielt hatte.

Außerdem sind die Tests von Stürmer Mikkel Kaufmann und Innenverteidiger Victor Nelsson sowie der von Teammanager Per Wind - Jonas Winds Vater - positiv ausgefallen. Wie der Verein am Samstag mitteilte, befinden sich alle vier nun in Isolation. Der Rest der Mannschaft und des Trainerstabs wurde negativ getestet.

Jonas Wind von Dänemark in Aktion mit Marcus Danielson (hinten) von Schweden.
Jonas Wind von Dänemark in Aktion mit Marcus Danielson (hinten) von Schweden.  © dpa/Ritzau Scanpix/Liselotte Sabroe

Update, 28. November, 13.20 Uhr: Experten: Corona-Lage und Wintersport in Italien nicht vereinbar

Angesichts der Corona-Infektionszahlen in Italien haben Experten des Gesundheitsministeriums die Aussicht auf Wintersport und ein normales Weihnachten getrübt. Es werde ein anderes Weihnachten werden, sagte der Präsident des Gesundheitsrates, Franco Locatelli, am Samstag. Die aktuellen Zahlen seien zudem "nicht mit einer Öffnung des Wintersportbetriebs vereinbar". Auch ein Silvester und Neujahr wie gewohnt seien in diesem Jahr unvorstellbar.

Laut des aktuellen Lageberichts signalisieren die Corona-Daten, dass die Maßnahmen der vergangenen Wochen zwar Wirkung zeigen. Die Zahl der täglichen Neuinfektionen sei aber immer noch signifikant hoch. In vielen Regionen gelte weiter ein hohes Risiko.

Der Anstieg der Fallzahlen-Kurve etwa würde zurückgehen, sagte der Chef des nationalen Gesundheitsinstituts ISS, Silvio Brusaferro. Auch der Reproduktionswert für den aktuell bemessenen Zeitraum vom 4. bis 17. November sank von zuletzt durchschnittlich 1,2 auf 1,08. "Ein R-Wert etwas über eins bedeute jedoch immer noch ein Ansteigen der Fälle", kommentierte Brusaferro. Der R-Wert gibt an, wie viele Menschen ein Infizierter durchschnittlich ansteckt. Die Zahl müsse deutlich unter 1 liegen, was eine Verminderung der Neuinfektionen bedeute und das Gesundheitssystem entlaste.

Skifahrer sind bei Sonnenschein auf einer Skipiste unterwegs.
Skifahrer sind bei Sonnenschein auf einer Skipiste unterwegs.  © dpa/Angelika Warmuth

Update, 28. November, 13.15 Uhr: Bundeswehr bereit für Einsatz in Impfzentren

Die deutsch-französische Brigade ist für einen Einsatz im Zuge der Massenimpfung gegen das Coronavirus bereit. "Wenn in den kommenden Wochen die Impfkampagne beginnt, steht die Bundeswehr selbstverständlich zur Verfügung, auch wenn wir da momentan noch keine konkreten Befehle haben", sagte Kommandeur Peter Mirow der "Badischen Zeitung" (Samstag) in Müllheim (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald).

Derzeit unterstützten 570 Soldaten in 37 von 44 Landkreisen und kreisfreien Städten in Baden-Württemberg die Gesundheitsämter und seien fast ausschließlich in der Kontaktnachverfolgung von Corona-Infizierten eingesetzt. 800 Soldaten stünden seit März bereit, sagte Mirow. "Wir können aber noch mehrere Hundert weitere Soldaten zur Verfügung stellen, die kurzfristig einsatzbereit sind."

Direkte Kritik am Tempo der Behörden äußerte der Kommandeur nicht. "Vielleicht von meiner Seite nur so viel: Es stehen seit März 800 Soldaten bei uns bereit und wie bereits erwähnt sind 570 im Einsatz. Im Freiburger Gesundheitsamt begann unser Einsatz am 6. Oktober."

Die Soldaten fühlten sich sehr wohl, weil sie als willkommene Hilfe wahrgenommen würden, sagte Mirow der Zeitung weiter. "Sie sehen sich als Teil eines gesamtgesellschaftlichen Kampfes gegen die Pandemie." Allerdings räumte der Kommandeur auch ein, dass sie die Aufgabe nicht bis in alle Ewigkeit machen wollten. "Dafür sind die Soldaten nicht Soldaten geworden, um im Büro zu sitzen und telefonisch Kontaktnachverfolgung zu betreiben."

Soldaten unterstützten ein Gesundheitsamt bei der Corona-Kontaktnachverfolgung.
Soldaten unterstützten ein Gesundheitsamt bei der Corona-Kontaktnachverfolgung.  © dpa/zb/Stefan Sauer

Update, 28. November, 13.05 Uhr: Streit um Corona-Impfungen - Stiftung kritisiert Merkel und Spahn

Die Aussicht auf die ersten Corona-Impfstoffe heizt die Debatte darüber an, wer in Deutschland zuerst geimpft werden soll. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warf Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor, falsche Erwartungen zu wecken. Irritierend seien zudem Äußerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die geplante Reihenfolge zu ändern, sagte Vorstand Eugen Brysch am Samstag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Der Deutsche Ethikrat, die Nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina und die am Robert Koch-Institut (RKI) angesiedelte Ständige Impfkommission hatten am 9. November empfohlen, dass Ältere und Vorerkrankte in die vorrangig zu priorisierende Personengruppe gehören sollen. Dies solle besonders in Pflegeheimen mit vielen Kontakten gelten. Zu einer zweiten bevorzugten Gruppe sollen demnach Gesundheits- und Pflegebeschäftigte gehören. Darüber hinaus seien unter anderem Polizisten, Feuerwehrleute und Lehrer prioritär zu schützen. Erwartet wird, dass es zunächst zu wenige Impfdosen gibt.

Merkel hatte in ihrer Regierungserklärung am Donnerstag nun aber gesagt: "Wir haben verabredet, dass diese Impfstoffe dann den Menschen angeboten werden, die im medizinischen, pflegerischen Bereich arbeiten, und sie als Erste Zugriff darauf haben."

Brysch warnte nun davor, dass der Impfstoff doch nicht zunächst für Pflegebedürftige, schwer und chronisch Kranke zur Verfügung steht. "Die Hochrisikogruppe darf ihren ersten Platz nicht verlieren", forderte er. "Deshalb muss der Bundestag unverzüglich eine eindeutige Priorisierung für Personen und Berufe festlegen."

Brysch wies auf die noch offenen Fragen zur Wirkung der Seren hin. "Die Impfstoffe helfen, die Erkrankung möglichst zu verhindern", sagte er. "Ob ein Serum die Infektion verhindern kann, ist reine Spekulation." Gesundheitsminister Spahn solle nicht den Eindruck verbreiten, dass die Impfungen so vor dem Virus schützen würden, als werde danach ein Schalter im Körper umgelegt.

Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz.
Eugen Brysch, Vorsitzender der Deutschen Stiftung Patientenschutz.  © dpa/Deutsche Stiftung Patientenschutz/-

Update, 28. November, 12.15 Uhr: Landkreistag: Corona-Konzept für Schulen verantwortungslos

Der Thüringische Landkreistag hat das Corona-Konzept des Bildungsministeriums für die Schulen kritisiert. Dass den Schulleitern während der Corona-Pandemie mehr Verantwortung übertragen werden solle, sei "verantwortungslos", sagte die Präsidentin des Thüringischen Landkreistages, Martina Schweinsburg (CDU), der Deutschen Presse-Agentur.

Mit der entsprechenden Anordnung unterlaufe das Bildungsministerium zudem die Arbeit der Gesundheitsämter, die fachlich für derartige Entscheidungen zuständig seien, monierte Schweinsburg.

Die Schulleiter sollen der Anordnung zufolge bei Corona-Infektionen selbstständiger entscheiden, welche Schutzmaßnahmen sie ergreifen. Dazu zählt unter anderem auch eine Maskenpflicht im Unterricht.

Blick in einen Tagungssaal des Thüringischen Landkreistages. (Archivbild)
Blick in einen Tagungssaal des Thüringischen Landkreistages. (Archivbild)  © dpa/zb/Martin Schutt

Update, 28. November, 12 Uhr: Brandenburger Hotelbranche kritisiert unterschiedliche Corona-Regeln

Die Hotelbranche in Brandenburg hält die unterschiedlichen Corona-Vorgaben in der Berliner Hauptstadtregion für falsch. Der Präsident des Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga) Brandenburg, Olaf Schöpe, sagte am Samstag der Deutschen Presse-Agentur: "Das finde ich völlig widersinnig." Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke und Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (beide SPD) sprächen oft von einem gemeinsamen Wirtschaftsraum, es gebe aber keine einheitlichen Corona-Maßnahmen.

Grundsätzlich sind touristische Übernachtungen derzeit verboten, in Berlin darf der Weihnachtsbesuch aber in Hotels übernachten, in Brandenburg nicht. In Berlin sollen sich auch an Weihnachten nur bis zu fünf Menschen treffen können, in Brandenburg vom 23. bis 27. Dezember voraussichtlich bis zu zehn Menschen - davon ausgenommen sind jeweils Kinder bis 14 Jahren.

Das Brandenburger Kabinett hatte am Freitag die neuen Corona-Regeln beschlossen. Ab 1. Januar bis vorerst 21. Dezember dürfen sich nur bis zu fünf statt zehn Menschen von zwei Hausständen treffen. Zudem gilt eine Maskenpflicht in Schulen schon ab der siebten Klasse. In Hotspots mit über 200 neuen Infektionen je 100.000 Einwohner in einer Woche sind strengere Regeln möglich wie ein Wechsel von Schul- und Heimunterricht oder ein Alkoholverbot auf öffentlichen Plätzen.

Ein Zimmermädchen macht Betten in einem Zimmer.
Ein Zimmermädchen macht Betten in einem Zimmer.  © dpa/Jan-Philipp Strobel

Update, 28. November, 11.55 Uhr: Mehr als 1300 positive Coronatests in Großbritannien ungültig

In Großbritannien ist mehr als 1300 Menschen fälschlicherweise ein positives Corona-Testergebnis ausgestellt worden. 1311 Bürgern aus mehr als 100 Kommunen, die sich zwischen dem 19. und 23. November hätten testen lassen, sei ein positives Ergebnis ausgestellt worden, das jedoch ungültig sei, teilte die britische Gesundheitsbehörde am Freitagabend mit.

Es habe Probleme mit den verwendeten Chemikalien gegeben. Die Betroffenen würden benachrichtigt und sollten sich einem weiteren Test unterziehen.

Es ist nicht die erste Panne des britischen Test- und Nachverfolgungssystems: Im Oktober waren Tausende positive Fälle zunächst nicht in die Statistik eingegangen, da sie nicht korrekt in eine Excel-Tabelle übertragen worden waren.

Mittlerweile zählt Großbritannien mehr als 1,5 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Bei mehr als 72.000 Todesfällen ist Covid-19 auf dem Totenschein erwähnt.

Medizinstudenten von der Universität St. Andrews arbeiten an einer Teststation für Corona-Massentests.
Medizinstudenten von der Universität St. Andrews arbeiten an einer Teststation für Corona-Massentests.  © dpa/AP/PA/Jane Barlow

Update, 28. November, 11.52 Uhr: Corona-Fall beeinträchtigt Zeitungsdruck

Ein Corona-Fall hat den Druck der Tageszeitung "Thüringer Allgemeine" beeinträchtigt. Die Zeitung erschien daher am Samstag in veränderter Struktur, wie Chefredakteur Jan Hollitzer die Leser auf Seite eins informierte.

Aufgrund eines Corona-Falls in der Druckerei hätten mehrere Mitarbeiter unter Quarantäne gestellt werden müssen. Dadurch hätten nicht alle Maschinen bedient werden können. Für den Druck mussten daher verschiedene Lokalteile zusammengelegt werden.

Die reguläre Ausgabe sei aber als E-Paper abrufbar.

Titelfoto: dpa/Kay Nietfeld

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