Coronavirus im Norden: Weitere Lockerungen betreffen auch Freizeitparks

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff - doch auch im Norden steigen die Infektionszahlen nur noch langsam an. 

Zwei Polizisten gehen an der Außenalster in der Sonne Streife.
Zwei Polizisten gehen an der Außenalster in der Sonne Streife.  © Daniel Bockwoldt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 5112 Menschen an dem neuartigen Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 3107 Fälle bekannt, in Bremen 1348, in Mecklenburg-Vorpommern 766 und in Niedersachsen 11.893. (Stand 6. Juni, 12.08 Uhr) 

Am 23. März wurde zunächst ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.  

Inzwischen einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. 

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem  +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 6. Juni, 13.22 Uhr: Corona-Infektionen in Vorpommern erwartbar?

Rostock - Die bislang bekannten insgesamt acht neuen Corona-Infektionen im Umfeld der katholischen Kirche in Vorpommern gehören nach Ansicht des Rostocker Tropenmediziners Emil Reisinger zu den erwartbaren kleineren Ausbrüchen der Krankheit. 

Dabei handelt es sich um bestimmte Risikogruppen in Altenheimen, Kliniken, Arztpraxen, Restaurants oder eben auch Kirchengemeinden, wie Reisinger am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. Überall dort, wo Menschen eng zusammen sind, können solche Infektionsgeschehen ablaufen.

Nach verschiedenen Gottesdiensten in Vorpommern über Pfingsten waren am Freitag acht Personen positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet worden, darunter ein Priester und ein ehrenamtlich tätiger Mann.

Wie Reisinger weiter sagte, seien kleinere Ausbrüche auch in den kommenden Wochen möglich. Es sei weiter denkbar, dass unter den 120 bisher getesteten Personen in Vorpommern der ein oder andere weitere positive Fall auftrete.

Es bleibe wichtig, die Kontakte aller Beteiligten nachzuvollziehen, sonst bestehe die Gefahr eines Schneeball-Effekts.

Update, 6. Juni, 12.08 Uhr: Zwei neue Fälle in Hamburg

Hamburg - Die Zahl der in Hamburg positiv auf das neuartige Corona-Virus Getesteten ist seit Freitag um 2 auf 5112 gestiegen. 

Das teilte die Gesundheitsbehörde am Samstag auf ihrer Homepage mit. Laut Robert Koch-Institut (RKI) können rund 4800 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten inzwischen als genesen betrachtet werden.

Die Zahl der Toten blieb unverändert. 253 Erkrankte sind in Hamburg nach Angaben des RKI gestorben. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf konnte laut Gesundheitsbehörde bislang bei 226 Personen eine Sars-CoV-2-Infektion als Todesursache feststellen.

Den Angaben zufolge wurden ebenfalls unverändert 37 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 19 auf Intensivstationen.

Update, 6. Juni, 9.56 Uhr: Vier weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell bestätigten Infektionen mit dem neuen Coronavirus nach Angaben der Landesregierung um vier erhöht. 

Die Landesregierung gab die Gesamtzahl auf ihrer Webseite am Samstag unter Berufung auf das Robert Koch-Institut mit Stand Freitagabend mit 3107 an. 

Die Zahl der Toten im Zusammenhang mit dem Coronavirus erhöhte sich um 1 auf 147. Rund 2900 Infizierte gelten inzwischen wieder als gesund. 

In Krankenhäusern wurden nach dem jüngsten Stand noch 11 Corona-Kranke behandelt.

Update, 6. Juni, 9.15 Uhr: Acht Kontaktpersonen von Priester in MV infiziert

Rostock/Stralsund - Nach Pfingstgottesdiensten in Vorpommern mit einem positiv auf das neuartige Coronavirus getesteten Priester sind bis Freitagabend weitere Infizierte ermittelt worden. 

Sechs weitere Menschen wurden am Freitag nach Angaben des Landesamtes für Gesundheit und Soziales positiv auf das Coronavirus getestet. Die Zahl der mit den Gottesdiensten in Zusammenhang stehenden bekannten Infektionen stieg somit auf acht.

Der katholische Priester hatte am vergangenen Samstag und Sonntag Gottesdienste mit insgesamt mehr als 100 Gläubigen in Stralsund, Demmin und Grimmen gefeiert, wie das Erzbistum Berlin mitteilte, zu dem die Katholische Kirche in Vorpommern gehört. 

Am Dienstag wurde der Mann positiv auf das Coronavirus getestet. Auch ein ehrenamtlicher Kirchenmitarbeiter aus Stralsund wurde den Angaben zufolge infiziert, der bei der Vorbereitung eines Gottesdienstes geholfen hatte.

Die Gesundheitsämter der Landkreise Mecklenburgische Seenplatte, Vorpommern-Rügen und Vorpommern-Greifswald suchen Kontaktpersonen, etwa anhand der Listen, in die sich Gottesdienstbesucher eintragen. 

Für mehrere enge Kontaktpersonen des Priesters wurden bereits Quarantäne-Maßnahmen verhängt. Insgesamt wurden den Angaben zufolge rund 130 Abstrichen gemacht.

Update, 6. Juni, 9.10 Uhr: Ferienpässe trotz Corona-Pandemie

Flensburg/Norderstedt - Eine gemeinsame Kanu-Tour, Ausflüge in den Freizeitpark oder Fußballcamps - die Kommunen in Schleswig-Holstein lassen sich jedes Jahr in den Sommerferien viele Angebote für Kinder und Jugendliche einfallen. 

Auch dieses Jahr gibt es viele Veranstaltungen. Wegen der Corona-Pandemie sind allerdings einige Dinge anders, wie eine Umfrage bei einigen großen Städten im Norden ergab. 

So gibt es etwa in der Regel eine Anmeldepflicht auch für kostenlose Veranstaltungen, Abstände müssen eingehalten werden. Zudem behalten sich die Kommunen vor, Veranstaltungen kurzfristig abzusagen, wenn sie nicht sicher durchgeführt werden können oder die Rahmenbedingungen sich ändern. Und auch manche begehrte Fahrt kann nicht angeboten werden.

In Lübeck wird in diesem Jahr erstmals nur ein Online-Ferienpass herausgegeben und kein auf Papier gedruckter, wie eine Stadtsprecherin sagte. 

Die Landeshauptstadt Kiel will ebenfalls nicht auf die Ferienangebote verzichten. Es besteht für alle - auch die kostenlosen - eine Anmeldepflicht. 

Update, 5. Juni, 20.07 Uhr: Weitere Kontaktpersonen von Priester in MV mit Coronavirus infiziert

Rostock - Ein mit dem Coronavirus infizierter katholischer Priester in Vorpommern hat weitere Menschen angesteckt. 

Bei sechs Tests von Kontaktpersonen ist bislang das Coronavirus nachgewiesen worden, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock am Freitagabend mitteilte. 

120 Abstriche seien bisher untersucht worden.

Update, 5. Juni, 17.05 Uhr: Tagestouristen dürfen weiterhin nicht auf Ostfriesische Inseln

Norderney - Während in der neuen Woche weitere Corona-Lockerungen in Niedersachsen in Kraft treten, wollen die Ostfriesischen Inseln am Zugangsverbot für Tagestouristen festhalten. 

Der Landkreis Wittmund veröffentlichte am Freitag eine Allgemeinverfügung, wonach auf Langeoog und Spiekeroog bis 22. Juni der Aufenthalt von Touristen für nur einen Tag ohne Übernachtung untersagt bleibt. Die Inseln seien sich da einig, sagte Bürgermeister Jürgen Akkermann (parteilos) auf Borkum.

"Das Problem beim Tagestourismus ist, dass Infektionsketten nicht nachvollziehbar sind", erklärte der Bürgermeister der Stadt Norderney, Frank Ulrichs (parteilos). Bei gutem Wetter kommen mitunter rund 10.000 Tagestouristen auf die Insel.

Update, 5. Juni, 16.53 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen für Schleswig-Holstein beschlossen

Freizeitparks in Schleswig-Holstein dürfen wieder Besucher empfangen. (Archivbild)
Freizeitparks in Schleswig-Holstein dürfen wieder Besucher empfangen. (Archivbild)  © Angelika Warmuth/dpa

Kiel - In Schleswig-Holstein sind von Montag an wieder Besuche in Schwimmbädern, Saunen und Freizeitparks möglich. Auch Hallenbäder dürfen mit entsprechenden Konzepten und Auflagen wieder öffnen. 

Das beschloss die Landesregierung am Freitag in Kiel, die damit Beschlüsse der Koalitionsspitzen vom Dienstag umsetzte. Von Montag an sind auch Zusammenkünfte von bis zu zehn Personen sowohl im privaten wie im öffentlichen Raum wieder zulässig - ohne die Beschränkung auf zwei Familien. 

Und touristische Anbieter dürfen Busreisen - etwa Ausflugsfahrten - wieder anbieten. Die Belegung ist auf 50 Prozent der Sitzplätze begrenzt. Mund-Nasen-Bedeckungen sind ebenfalls zu tragen.

Die Maskenpflicht im öffentlichen Raum, die vor allem den öffentlichen Nahverkehr sowie Einkäufe betrifft, bleibt bestehen. Die Nutzung von sanitären Gemeinschaftseinrichtungen und Sammelumkleiden, beispielsweise auf Campingplätzen oder in Sporteinrichtungen, ist mit entsprechenden Hygienekonzepten wieder möglich.

Zudem gibt es ab dem 15. Juni Erleichterungen für Bewohner sowie Besuchende von Einrichtungen der Pflege und der Eingliederungshilfe. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) erläuterte, dass die Einrichtungen ab 15. Juni verpflichtet seien, entsprechende Besuchskonzepte zu erstellen, die das Recht auf Besuche in der Praxis besser umsetzen.

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) appellierte an die Bürger: "Jeder Mensch in Schleswig-Holstein kann dazu beitragen, dass wir den Weg zurück zur Normalität fortsetzten können. Halten Sie weiterhin Abstand wo es möglich ist, beachten Sie Hygieneregeln und schützen damit sich und andere." 

Und er betonte: "Wir befinden uns weiterhin in einer Pandemie." Günther dankte allen, die Rücksicht nehmen und damit helfen, "dass wir Schritt für Schritt in unser gewohntes Leben zurückkehren können". Ein wichtiger Gradmesser für erforderliche Maßnahmen bleib die Entwicklung der Infektionszahlen. "Abhängig davon sind auch zukünftig Lockerungen, aber auch Verschärfungen möglich", sagte der Regierungschef.

Der Hansa-Park wird am Montag noch nicht öffnen. Man werde aber voraussichtlich am Montagabend den Termin des Saisonstarts mitteilen können, teilten die Betreiber des Vergnügungsparks in Sierksdorf (Kreis Ostholstein) am Freitag mit. 

Das Campusbad in Flensburg plant die Öffnung seines Sportbades für die Öffentlichkeit für den 10. Juni. Das Freizeitbad soll am 12. Juni wiedereröffnen.

Update, 5. Juni, 16.27 Uhr: Busreise zu touristischen Zwecken in Schleswig-Holstein erlaubt

Kiel - Schleswig-Holstein hat seine Corona-Auflagen weiter gelockert. Von Montag an dürfen touristische Anbieter wieder Busreisen, also etwa Ausflugsfahrten, anbieten. 

Dies gilt bei einer Belegung von maximal 50 Prozent der Sitzplätze, beschloss die Landesregierung am Freitag.

Update, 5. Juni, 16 Uhr: Drei neue Corona-Neuinfektionen im Nordosten

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern sind am Freitag drei neue Infektionen mit dem Covid-19-Virus gemeldet worden. Damit stieg die Zahl insgesamt auf 766 (Stand 15.15 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales in Rostock mitteilte. Die neuen Fälle wurden in den Landkreisen Vorpommern-Greifswald und Vorpommern-Rügen sowie in Schwerin nachgewiesen.

Die Zahl der Menschen im Nordosten, die im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung starben, blieb konstant bei 20. Die meisten Infektionen wurden mit 138 aus dem Landkreis Vorpommern-Greifswald gemeldet, gefolgt von der Mecklenburgischen Seenplatte mit 124 Fällen.

730 der Infizierten gelten als genesen. 112 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 19 davon auf einer Intensivstation. 

Titelfoto: Angelika Warmuth/dpa

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