Coronavirus im Norden: Neue Infektionszahlen aus Hamburg und Schleswig-Holstein

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff - doch auch im Norden steigen die Infektionszahlen nur noch langsam an. 

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht in einer U-Bahn.
Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Einhaltung der Maskenpflicht in einer U-Bahn.  © Daniel Reinhardt/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 5229 Menschen an dem neuartigen Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 3206 Fälle bekannt, in Bremen 1691, in Mecklenburg-Vorpommern 804 und in Niedersachsen 13.754. (Stand 12. Juli, 11.32 Uhr) 

Am 23. März wurde zunächst ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.  

Inzwischen einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. 

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem  +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 12. Juli, 11.32 Uhr: Keine weitere Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein liegt die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus weiterhin bei 3206. 

Das meldete die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand vom Samstagabend - damit kam im Vergleich zum Vortag kein weiterer Fall hinzu. 

Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - gelten inzwischen als genesen. 

In Krankenhäusern wurden zuletzt drei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 11. Juli, 15.39 Uhr: Keine weiteren Corona-Neuinfektionen in MV

Rostock - In Mecklenburg-Vorpommern ist auch am achten Tag in Folge keine neue Infektion mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Die Zahl der landesweit registrierten Infektionsfälle blieb damit bei 804 (Stand 14.50 Uhr), wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales mitteilte. 

Die Zahl der im Nordosten bislang im Zusammenhang mit einer Covid-19-Erkrankung gestorbenen Menschen blieb mit 20 konstant.

781 der Infizierten gelten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - als genesen. Das sind zwei mehr als noch am Vortag. 118 Menschen mussten oder müssen landesweit in Krankenhäusern behandelt werden, 21 davon auf Intensivstationen. 

Diese beiden Zahlen veränderten sich gegenüber dem Vortag nicht.

Update, 11. Juli, 14.30 Uhr: Vier neue Corona-Infektionen in Schleswig-Holstein

Kiel - In Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der offiziell erfassten Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus um vier auf 3206 erhöht. 

Das meldete die Landesregierung auf ihrer Homepage unter Berufung auf das Robert-Koch-Institut mit Stand vom Freitagabend. Die Zahl der im Zusammenhang mit dem Virus Gestorbenen blieb bei 154. Rund 3000 der seit Beginn der Pandemie nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus Infizierten - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - gelten inzwischen als genesen. 

In Krankenhäusern wurden zuletzt drei an Covid-19 Erkrankte behandelt.

Update, 11. Juli, 11.21 Uhr: Ein weiterer bestätigter Corona-Fall in Hamburg

Hamburg - In Hamburg hat es eine weitere bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen gegeben. Damit liegt die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburger bei 5229, wie die Gesundheitsbehörde am Samstag auf ihrer Homepage mitteilte.

4900 von ihnen - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg blieb laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 0,9 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

15 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland werden stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, vier davon auf der Intensivstation.

Update, 10. Juli, 19.38 Uhr: Studierende demonstrieren für Corona-Solidarsemester

Hamburg - Mehrere Studierende haben am Freitag auf dem Hamburger Rathausmarkt auf ihre Probleme in der Corona-Krise aufmerksam gemacht. 

Zu der Kundgebung aufgerufen hatte das Bündnis Solidarsemester 2020, der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Uni Hamburg sowie mehrere Fachschaftsräte und weitere Gruppen. 

Nach Polizeiangaben forderten etwa 75 Teilnehmer sofortige finanzielle Zuschüsse für Studierende, von denen viele wegen der Pandemie ihren Nebenjob verloren hätten.

Update, 10. Juli, 15.37 Uhr: Corona-Fall auf Sylt

Westerland - Wegen eines Corona-Falls in ihrer Mitte hat eine Urlauber-Familie am Freitag Sylt verlassen müssen. 

Wie die Kreisverwaltung berichtete, war dem Gesundheitsamt am Vortag das positive Testergebnis gemeldet worden. "Die Insel ist momentan voller Touristen – dementsprechend war Eile geboten", sagte die Leiterin des amtsärztlichen Dienstes des Kreis-Gesundheitsamtes, Heike Dorothea Hill. 

In den frühen Morgenstunden sei die Familie mit ihrem Auto abgereist. Das Gesundheitsamt gehe davon aus, dass sich die Person bereits vor ihrer Anreise außerhalb von Nordfriesland angesteckt hat. 

Sylt ist derzeit voller Urlauber. Die betroffene Familie war erst kurz dort.

Update, 10. Juli, 13.50 Uhr: KVSH schließt 16 Testzentren in Schleswig-Holstein

Bad Segeberg – Wegen der sinkenden Infektionszahlen will die Kassenärztliche Vereinigung ihre 16 Corona-Testzentren in Schleswig-Holstein Ende Juli schließen.

"Wir können die diagnostischen Zentren, sollte dies notwendig werden, sehr kurzfristig wieder ins Leben rufen", sagte die KVSH-Vorstandsvorsitzende Monika Schliffke am Freitag. Corona-Tests werden künftig von den niedergelassenen Ärzten im Rahmen ihrer Infektsprechstunden geleistet.

Patienten werden parallel über die Service-Hotline 116.117 an Praxen vermittelt. Nach Angaben der KVSH hat die Mehrheit der Arztpraxen mittlerweile eine Infektsprechstunde eingerichtet, in der die Patienten räumlich oder zeitlich entsprechend ihrer Symptome getrennt werden. Landesweit beteiligen sich mehr als 3000 Ärzte und knapp 2000 Praxen. "Das sind mehr als 70 Prozent der Praxen", sagte Schliffke.

Bei einem Ausbruchsgeschehen stehen zudem weiter zwei Busse auf Anforderung der Gesundheitsämter bereit.

Update, 10. Juli, 13.50 Uhr: Coronavirus befällt auch das Herz

Hamburg – Das Coronavirus kann einer neuen Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) zufolge auch das Herz befallen. 

Sars-CoV-2 könne Herzzellen infizieren und sich darin vermehren, sagte der Leiter der Studie, Dirk Westermann, am Freitag in der Hansestadt. Zudem sei das Virus in der Lage, die Genaktivität infizierter Herzzellen zu verändern. Allerdings ließe sich noch nicht abschließend klären, ob dies Auswirkungen auf den Krankheitsverlauf von Herzpatienten habe, hieß es in einer Mitteilung. Die veränderte

Genaktivität in den Herzzellen könnte Langzeitfolgen für die Gesundheit von Betroffenen haben. Künftig seien Reihenuntersuchungen an lebenden Covid-19-Patienten notwendig.

Für die Studie wurden laut UKE 39 gestorbene Herzpatienten untersucht, die mit Sars-CoV-2 infiziert waren. Sie waren im Mittel 85 Jahre alt.

Alle Informationen dazu findet Ihr >>>hier<<<.

Update, 10. Juli, 12.20 Uhr: Mehr psychische Probleme bei Kindern in der Corona-Krise

Blick auf das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).
Blick auf das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE).  © Bodo Marks/dpa

Hamburg – Die Corona-Krise hat die Lebensqualität und psychische Gesundheit von vielen Kindern und Jugendlichen in Deutschland einer neuen Studie zufolge verschlechtert. 

Betroffen seien vor allem Kinder aus sozial schwächeren Familien, sagte die Leiterin der sogenannten COPSY-Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE), Ulrike Ravens-Sieberer, am Freitag. "Die meisten Kinder und Jugendlichen fühlen sich belastet, machen sich vermehrt Sorgen, achten weniger auf ihre Gesundheit und beklagen häufiger Streit in der Familie." 

Bei jedem zweiten Kind habe das Verhältnis zu seinen Freunden durch den mangelnden physischen Kontakt gelitten. Die UKE-Wissenschaftler befragten zwischen 26. Mai und 10. Juni mehr als 1000 Kinder und Jugendliche zwischen 11 und 17 Jahren und mehr als 1500 Eltern per Online-Fragebogen. 

Die COPSY-Studie war laut UKE die erste bundesweite Studie ihrer Art.

Update, 10. Juli, 12.15 Uhr: Zwei neue bestätigte Corona-Fälle in Hamburg

Hamburg – In Hamburg hat es zwei weitere bestätigte Coronavirus-Neuinfektionen gegeben. 

Damit liegt die Zahl der seit dem Ausbruch der Pandemie infizierten Hamburgerinnen und Hamburger bei 5228, wie die Gesundheitsbehörde am Freitag auf ihrer Homepage mitteilte. Die Zahl sank im Vergleich zum Vortag um zwei Fälle, weil vier Fälle mit Meldedatum März nachgemeldet wurden. Gleichzeitig wurden acht Fälle für die Monate März und April gelöscht.

4900 von ihnen werden nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen. Die Zahl der Todesfälle in Hamburg blieb laut RKI bei 261. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf, das lediglich Fälle berücksichtigt, bei denen die Corona-Infektion laut Obduktion auch todesursächlich war, geht unverändert von 231 Toten aus.

Mit 1,0 Neuinfizierten pro 100.000 Menschen in Hamburg in den vergangenen sieben Tagen liegt der Wert derzeit weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste. Das wäre bei 900 Neuinfektionen innerhalb von sieben Tagen nötig.

14 Corona-Infizierte aus der Stadt und dem Umland werden stationär in Hamburger Krankenhäusern behandelt, davon 4 auf der Intensivstation.

Titelfoto: Bodo Marks/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0