Coronavirus im Norden: Fast 100 Neuinfektionen am Wochenende in Hamburg

Hamburg/Kiel/Schwerin/Hannover – Das Coronavirus hat das Land weiter fest im Griff - im Norden steigen die Infektionszahlen seit ein paar Tagen wieder deutlich an.

Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Maskenpflicht im HVV.
Mitarbeiter der Hamburger Hochbahn-Wache kontrollieren die Maskenpflicht im HVV.  © Bodo Marks/dpa

In Hamburg sind mittlerweile 7164 Menschen an dem neuartigen Covid-19-Virus erkrankt, in Schleswig-Holstein sind 4400 Fälle bekannt, in Bremen 2174, in Mecklenburg-Vorpommern 1105 und in Niedersachsen 18.428. (Stand 20. September 12 Uhr) 

Am 23. März wurde zunächst ein erweitertes Kontaktverbot in Deutschland angeordnet, die Menschen mussten mit massiven Einschränkungen ihres Lebens umgehen.  

Inzwischen einigten sich Bund und Länder auf schrittweise Lockerungen der Schutzmaßnahmen. 

Es gilt jedoch weiterhin eine bundesweite Maskenpflicht in Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr. Verstöße gegen das Tragen der Mund-Nasen-Bedeckung werden mit einem Bußgeld geahndet.

Alle weiteren Informationen dazu findet Ihr in unserem  +++ Coronavirus-Liveticker +++.

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 im Norden gibt es hier:

Update, 20. September, 20.49 Uhr: Corona-Lage in Cloppenburg bleibt kritisch

Cloppenburg - Im Kreis Cloppenburg ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen weiter gestiegen - die Region könnte auch angesichts nicht eingehaltener Schutzregeln zu einem Hotspot werden. 

Landrat Johann Wimberg (CDU) zeigte sich am Sonntag "besorgt über das fahrlässige Freizeitverhalten mancher Einwohner". Nach Kontrollen der inzwischen verschärften Maßnahmen gegen weitere Virus-Ansteckungen berichtete die Polizei von teilweise "erschreckenden Ergebnissen".

Cloppenburg war am Wochenende nach wie vor einziger niedersächsischer Landkreis mit einer Überschreitung der sogenannten 7-Tagesinzidenz. Auf 100.000 Einwohner gerechnet, lag die bestätigte Fallzahl nach Angaben des Landes-Gesundheitsministeriums in Hannover bei 63,9. 

Sie hatte sich bereits zuvor erhöht. Bis zum Sonntagmorgen wurden vom Ministerium weitere 12 bestätigte Neuinfektionen und eine Gesamtzahl von 458 Fällen für Cloppenburg gemeldet. 

Der Kreis selbst sprach am Nachmittag von 19 neuen positiven Testergebnissen und 452 Fällen. 

Bei einem Wert von mehr als 50 in der 7-Tagesinzidenz müssen verstärkte Anti-Corona-Schritte eingeleitet werden - der Kreis Cloppenburg hatte daher am Freitag die Regeln schon gebietsweise verschärft. 

Update, 20. September, 11.50 Uhr: 15 neue Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Ein Schild mit dem Text "Sorry, Heute leider geschlossen" hängt an der Tür zu einer Bar im Schanzenviertel.
Ein Schild mit dem Text "Sorry, Heute leider geschlossen" hängt an der Tür zu einer Bar im Schanzenviertel.  © Christian Charisius/dpa

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Sonntag um weitere 15 Fälle gestiegen. 

Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7164 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. Am Vortag waren 75 neue Fälle gemeldet worden. Etwa 6200 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Mit 18,9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Samstag lag der Wert bei 18,7.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt 33 Covid-19-Patienten behandelt, davon 9 auf Intensivstationen (Stand: Freitag, 14 Uhr). Das sind jeweils drei mehr als am Tag zuvor. Diese Daten werden am Wochenende nicht aktualisiert. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 239 - genauso viele wie am Vortag. Das RKI nannte für Hamburg wie schon am Vortag 269 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 20. September, 11.48 Uhr: 17 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 17 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit auf 4400, wie aus den am

Samstagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. Am Freitag waren 34 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Samstag wie auch schon am Vortag fünf Corona-Patienten behandelt. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen.

Update, 19. September, 16.49 Uhr: Corona-Tests an Rostocker Gesamtschule gehen weiter

Eine Schülerin sitzt mit Mund-Nasenschutz in ihrem Klassenraum. (Symbolbild)
Eine Schülerin sitzt mit Mund-Nasenschutz in ihrem Klassenraum. (Symbolbild)  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Rostock - An der Hundertwasser-Gesamtschule in Rostock-Lichtenhagen sind fünf weitere Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. 

Zudem seien zwei mögliche weitere positive Befunde festgestellt worden, teilte die Stadt Rostock am Samstag mit. Diese beiden Fälle sollen am Montag erneut getestet werden. Damit erhöht sich die Zahl der Corona-Fälle an der Schule auf 17 - also 14 Schüler und 3 Lehrer. 

Weitere Lehrer sind nicht infiziert, wie Rostocks Gesundheits- und Schulsenator Steffen Bockhahn (Die Linke) am Samstag der Deutschen Presse-Agentur sagte. 

Die positiven Fälle zögen sich durch fast alle Klassenstufen. Nur in der 12. Klasse gebe es bislang keine Fälle.

Update, 19. September, 12.24 Uhr: 77 Corona-Neuinfektionen in Hamburg

Hamburg – Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Hamburg ist am Samstag um 77 Fälle gestiegen. Damit haben sich seit Beginn der Pandemie 7149 Menschen mit dem neuartigen Virus infiziert, wie die Gesundheitsbehörde im Internet mitteilte. 

In der Statistik steigen die Fallzahlen dennoch nur um 75, weil zwei Fälle aus Mitte September der Behörde zufolge wieder gestrichen wurden. Am Vortag waren 65 neue Fälle gemeldet worden. Etwa 6100 Infizierte können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) als genesen angesehen werden.

Mit 18,7 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen liegt Hamburg weiter unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, deren Erreichen neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Freitag lag der Wert bei 17,3.

In Hamburger Krankenhäusern wurden zuletzt 33 Covid-19-Patienten behandelt, davon 9 auf Intensivstationen (Stand: Freitag, 14 Uhr). Das sind jeweils drei mehr als am Tag zuvor. Die Zahl der an Covid-19 gestorbenen Menschen beträgt nach Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf 239 - genauso viele wie am Vortag. Das RKI nannte für Hamburg wie schon am Vortag 269 Tote.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand an einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das RKI zählt alle Personen, die im Zusammenhang mit einer Sars-CoV-2-Infektion gestorben sind.

Update, 19. September, 12.23 Uhr: 34 neue Corona-Fälle in Schleswig-Holstein

Kiel – Bei Tests auf das Coronavirus sind in Schleswig-Holstein 34 Neuinfektionen bestätigt worden. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Fälle seit Beginn der Pandemie im Norden erhöhte sich damit auf 4383, wie aus den am Freitagabend von der Landesregierung im Internet veröffentlichten Zahlen hervorgeht. 

Am Donnerstag waren 38 Neuinfektionen gezählt worden. Die Zahl der Menschen, die im Zusammenhang mit dem Virus Sars-CoV-2 in Schleswig-Holstein gestorben sind, blieb bei 161.

In Krankenhäusern wurden am Freitag fünf Corona-Patienten behandelt, zwei weniger als am Vortag. Von allen seit Beginn der Pandemie in Schleswig-Holstein nachweislich mit Sars-CoV-2 Infizierten gelten nach Schätzung des Robert Koch-Instituts rund 4000 als genesen.

Update, 19. September, 8.22 Uhr: Uni-Absolventen haben es wegen Corona schwieriger

Hamburg – Corona hat es jungen Uni-Absolventen in Hamburg schwieriger gemacht. Von der Uni in die Arbeitslosigkeit wechselten laut Zahlen der Hamburger Arbeitsagentur aber nur wenige. Die Pandemie habe Studierende in der Hansestadt allerdings vor besondere Herausforderungen gestellt, sagte Pressesprecher Knut Böhrnsen der Deutschen Presse-Agentur.

Praktikumsstellen brachen zum Beispiel kurzfristig weg, Nebenjobs wurden aufgelöst und monatelanges Warten sorgte bei Einigen für Unsicherheit - auch wenn kein eigenes Versäumnis vorlag, wie Böhrnsen betont.

Laut den Zahlen der Agentur für Arbeit, haben sich in Hamburg nur wenige Akademiker unter 25 Jahren in den Monaten März (33) und Juni (48) arbeitslos gemeldet. Lediglich im April dieses Jahres gab es mit nahezu 70 arbeitslosen Akademikern unter 25 Jahren eine kleine Spitze. "Im Vergleich zu den Monaten des vergangenen Jahres gibt es aber keinen großen Anstieg, der uns aufhorchen lässt", so Böhrnsen.

Eine quantifizierte Einschätzung der Betroffenheit junger Akademiker sei allerdings auch schwierig. Nach dem Studium besteht den Angaben zu folge selten Anspruch auf Arbeitslosengeld I, weswegen sich viele auch nicht bei der Arbeitsagentur melden. Außerdem nähmen Absolventen zunächst oft einen Job an, der zwar unterhalb ihrer eigentlich Qualifikation liege - aber Miete und Lebensunterhalt finanziere.

Besser in Zeiten von Corona haben es laut Arbeitsagentur Auszubildende. In der Hansestadt wurden sie demnach nahezu nahtlos übernommen. Allerdings bestimme hier auch die Branche die Chancen: Azubis im Einzelhandel, in Hotels und Restaurants, sowie in der Veranstaltungsbranche hätten Probleme beim Berufseinstieg gehabt.

Update, 19. September, 7.50 Uhr: Tourismus zieht gemischte Bilanz des "Corona-Sommers" 2020

Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Abstand halten" steht am Zugang zum Strand an der Ostsee.
Ein Schild mit der Aufschrift "Bitte Abstand halten" steht am Zugang zum Strand an der Ostsee.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Lübeck – Der "Corona-Sommer" 2020 hat in vielen Tourismusorten einen weniger großen Schaden angerichtet als zunächst befürchtet. 

Die Auslastungszahlen im Sommer seien vor allem in den touristischen Hochburgen ähnlich stark gewesen wie in den Jahren zuvor, sagte die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein (TASH), Bettina Bunge. 

Doch die Bilanz fällt nicht durchgängig positiv aus. Einige Orte, Regionen und Betriebe hätten zu kämpfen, vor allem im Städtetourismus sowie im Tagungs- und Kongressgeschäft fehle es noch an Umsätzen und Gästen, sagte sie.

Auch bei den Hotels und Restaurants ist die Einschätzung sehr unterschiedlich. Während Häuser in Strandlage seit der schrittweisen Lockerung der Corona-Auflagen wieder gute Umsätze machten, hätten Betriebe im Binnenland oft mit großen wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Hotel- und Gaststättenverbandes Schleswig-Holstein, Stefan Scholtis.

Update, 18. September, 17.43 Uhr: Tests an Gesamtschule in Lichtenhagen - Zwölf Neuinfektionen in MV

Rostock - Nach den zwölf positiven Corona-Tests in der Hundertwasser-Gesamtschule in Rostock-Lichtenhagen ist an diesem Freitag die Testung von rund 200 Schülern der 5. Klasse sowie von einem Teil der Beschäftigten über die Bühne gegangen. 

Die anderen Schüler sollen sich noch bis Samstag zu festen Terminen bei der Unimedizin melden, sagte Rostocks Stadtsprecher Ulrich Kunze am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Mit Ergebnissen sei erst am kommenden Montag zu rechnen. Inzwischen ist auch ein Bürgertelefon (0381 381 1111) geschaltet, es wird auch am Montag und Dienstag bereitstehen.

Bis Donnerstag waren an der Schule neun Schüler und drei Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Für knapp 800 Schüler und mehr als 80 Beschäftigte der Schule wurde daraufhin eine umfassende Quarantäne ausgesprochen. Über den Weg des Sars-CoV-2-Virus in die Schule herrsche nach wie vor Unklarheit. Es werde allerdings davon ausgegangen, dass die Quelle in der Schülerschaft zu suchen sei.

In Mecklenburg-Vorpommern wurden an diesem Freitag insgesamt zwölf Menschen positiv auf das Sars-CoV-2-Virus getestet. Damit stieg die Zahl der Infizierten in Mecklenburg-Vorpommern auf 1105. Von den Infizierten gelten den Angaben zufolge - ohne Berücksichtigung der Dunkelziffer - 1012 als genesen. Im Nordosten starben im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion bislang 20 Menschen. Diese Zahl hat sich seit mehr als drei Monaten nicht verändert.

Wie der Landkreis Rostock am Freitag berichtete, ist auch am Berufsschulzentrum in Güstrow ein Schüler positiv auf das Coronavirus getestet worden. Daraufhin wurden 20 Schüler und 8 Lehrer in die häusliche Quarantäne geschickt. Der Berufsschüler selbst stamme aus dem Nachbarlandkreis Ludwigslust-Parchim.

Update, 18. September, 16.11 Uhr: Cloppenburg verschärft Corona-Regeln - Treffen nur mit sechs Menschen

Cloppenburg - Der Landkreis Cloppenburg reagiert auf das Überschreiten des 7-Tages-Grenzwertes bei Corona-Neuinfektionen mit weiteren Einschränkungen des öffentlichen Lebens. 

Betroffen von den Maßnahmen sind die Stadt Löningen sowie die Gemeinden Essen, Lastrup und Lindern, wie Landrat Johann Wimberg am Freitag in Cloppenburg sagte. 

Von einem lokalen Shutdown wollte der Landrat nicht sprechen, er fügte aber hinzu: "Wir gehen in so eine Richtung".

In den betroffenen Teilen des Landkreises dürfen sich bis zum 4. Oktober privat maximal sechs Menschen treffen. Vereinen ist es untersagt, Zusammenkünfte abzuhalten, Gaststätten müssen um 22.00 Uhr schließen. 

Zuvor waren in den betroffenen Gemeinden bereits Schulen geschlossen worden. Zudem war landkreisweit Mannschaftssport untersagt worden.

Am Freitag wurden im Landkreis Cloppenburg 61,5 neue Infektionen auf 100.000 Einwohner in der vergangenen Woche gemeldet. Ab einem Wert von mehr als 50 müssen verstärkte Schutzmaßnahmen eingeleitet werden.

Der Landrat sprach von "maßvollen und angemessenen" Maßnahmen. Er kündigte verstärkte Kontrollen der Einhaltung der Corona-Regeln für die kommenden Tage an. 

Bisher seien die Infektionszahlen im Landkreis stets sehr niedrig gewesen. Todesfälle habe es bisher keine gegeben. Daher seien manche Bürger zuletzt nachlässig bei der Einhaltung der Schutzmaßnahmen geworden.

Titelfoto: Christian Charisius/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus:


WhatsApp Wir bei WhatsApp: 0160 - 24 24 24 0