Coronavirus: Österreich bekommt allgemeine Impfpflicht

Deutschland/Welt - In Deutschland verschärft sich die Corona-Lage, die Fallzahlen steigen. Strengere Auflagen treffen jetzt sogar Menschen, die noch nicht gegen das Covid-19-Virus geboostert sind.

Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.
Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt bundesweit laut Robert-Koch-Institut bei 638,8 (Vortag: 584,4).

Laut RKI sind seit Beginn der Pandemie rund 8,3 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 116.315 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 7,1 Millionen an (alle Daten Stand 20. Januar, 5.30 Uhr).

Bericht bestätigt! Staatsanwaltschaft und Polizei nutzen Corona-Kontakterfassungsdaten für Ermittlungen
Coronavirus Bericht bestätigt! Staatsanwaltschaft und Polizei nutzen Corona-Kontakterfassungsdaten für Ermittlungen

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 20. Januar, 19.53 Uhr: Nationalrat in Österreich votiert für allgemeine Impfpflicht

Der Nationalrat in Österreich hat am Donnerstag mit einer breiten Mehrheit für die Einführung einer allgemeinen Impfpflicht votiert. Mehr dazu lest Ihr im Artikel: "Beschlossen! Österreich führt allgemeine Impfpflicht ein".

Update, 20. Januar, 19 Uhr: Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier empfängt Schweizer Kollegen Ignazio Cassis

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (66) hat am Donnerstag seinen Schweizer Kollegen Ignazio Cassis (60) zu einem offiziellen Besuch empfangen.

Beide würdigten nach Angaben des Bundespräsidialamts die engen bilateralen Beziehungen zwischen ihren Ländern, beispielsweise in Handelsfragen. Cassis wies demnach unter anderem darauf hin, dass der Handel der Schweiz allein mit den Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg das gleiche Volumen wie der Handel mit China habe.

Beide Staatsoberhäupter betonten, dass die Corona-Pandemie nicht wieder zu Grenzschließungen führen dürfe. Sie stimmten in der Bedeutung des Impfens gegen das Virus als Weg aus der Pandemie überein.

Vor Schloss Bellevue empfängt Frank-Walter Steinmeier (66, rechts) den Schweizer Bundespräsidenten Ignazio Cassi (60).
Vor Schloss Bellevue empfängt Frank-Walter Steinmeier (66, rechts) den Schweizer Bundespräsidenten Ignazio Cassi (60).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 20. Januar, 18.11 Uhr: Österreichs Gesundheitsminister verteidigt Impfpflicht als Akt der Solidarität

Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (47, Grüne) hat die geplante Corona-Impfpflicht als Akt der Solidarität und des Zusammenhalts verteidigt. "Je mehr Menschen eine Corona-Schutzimpfung haben, desto weniger sterben an den Folgen einer Corona-Pandemie", sagte der Minister am Donnerstagnachmittag in Wien zum Auftakt der Parlamentsdebatte über die Impfpflicht.

Für Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (47, Grüne) handelt es sich bei der geplanten Corona-Impfpflicht als Akt der Solidarität und des Zusammenhalts.
Für Österreichs Gesundheitsminister Wolfgang Mückstein (47, Grüne) handelt es sich bei der geplanten Corona-Impfpflicht als Akt der Solidarität und des Zusammenhalts.  © Hans Punz/APA/dpa

Update, 20. Januar, 17.43 Uhr: Blitz-Comeback bei positiv getestetem Handballer Christoph Steinert

Deutschlands Handballer können im ersten EM-Hauptrundenspiel gegen Titelverteidiger Spanien überraschend auf Rückraumspieler Christoph Steinert zurückgreifen.

Der 32-Jährige, der am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden war, steht dem Team von Bundestrainer Alfred Gislason in der Partie am Donnerstag (18.00 Uhr/ARD) völlig unerwartet zur Verfügung. Laut Verbandsangaben waren alle im Nachgang durchgeführten Tests bei dem Profi vom Bundesligisten HC Erlangen negativ, so dass er die Freigabe für einen Einsatz erhielt.

So schnell kann es gehen. Christoph Steinert (32) wurde am Mittwoch noch positiv getestet, darf am Donnerstag aber schon wieder gegen Spanien mitspielen.
So schnell kann es gehen. Christoph Steinert (32) wurde am Mittwoch noch positiv getestet, darf am Donnerstag aber schon wieder gegen Spanien mitspielen.  © Marijan Murat/dpa

Update, 20. Januar, 17.32 Uhr: Frankfurter OB Feldmann positiv getestet

Frankfurts OB Peter Feldmann (63, SPD) muss sich nach einem positiven Corona-Test in Isolation begeben.

Weitere Infos lest Ihr im Artikel: Frankfurter Oberbürgermeister Feldmann positiv auf Corona getestet.

Frankfurts OB Peter Feldmann (63, SPD) muss sich in Isolation begeben.
Frankfurts OB Peter Feldmann (63, SPD) muss sich in Isolation begeben.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 20. Januar, 16.03 Uhr: Corona-Boni laut Habeck und Baerbock schon zurückgezahlt

Von den staatsanwaltlichen Ermittlungen zu Bonuszahlungen an ihn und andere Mitglieder des Bundesvorstandes erwartet der Grünen-Vorsitzende Robert Habeck (52) keine neuen Erkenntnisse.

"Die Corona-Boni sind längst zurückgezahlt", sagte der Bundeswirtschaftsminister am Donnerstag in München. "Ansonsten wird das jetzt noch einmal staatsanwaltlich ermittelt und aufgeklärt. Und dann, denke ich, wird das Kapitel auch endgültig abgeschlossen."

Die Co-Parteivorsitzende Annalena Baerbock (40) äußerte sich fast wortgleich. "Die Gelder sind bereits zurückgezahlt. Wir kooperieren voll und ganz natürlich mit den ermittelnden Behörden, damit der Sachverhalt jetzt schnell und vollständig aufgeklärt werden kann", sagte Baerbock in Berlin. "Dann wird das Kapitel auch endgültig abgeschlossen."

Mehr Infos zur Thematik findet Ihr im Artikel: "Nach Untreue-Vorwurf: Habeck und Baerbock machen sich keine Sorgen".

Robert Habeck (52, Grüne) und seine Parteikollegin Annalena Baerbock (40) behaupten, die Corona-Boni schon zurückgezahlt zu haben.
Robert Habeck (52, Grüne) und seine Parteikollegin Annalena Baerbock (40) behaupten, die Corona-Boni schon zurückgezahlt zu haben.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 20. Januar, 15.15 Uhr: Coronavirus-Ausbruch bei den Straubing Tigers

Die Straubing Tigers beklagen einen Corona-Ausbruch.

Wie der Verein aus der Deutschen Eishockey Liga (DEL) mitteilte, wurden bei PCR-Tests am Donnerstag gleich sieben Spieler und drei Personen aus dem Trainer- sowie Betreuerstab positiv auf das Coronavirus getestet. Tags zuvor hatten die Straubinger zuhause in der DEL mit 2:1 gegen die Adler Mannheim gewonnen. Dabei fehlte bereits Verteidiger Marcel Brandt, dessen Corona-Fall erst am Spieltag bekannt gemacht worden war.

Die nun Betroffenen seien in häuslicher Isolation, "es geht ihnen den Umständen entsprechend gut" Ob das Gastspiel an diesem Freitag (19.30 Uhr) bei den Eisbären Berlin stattfinden kann, stand zunächst nicht fest.

Das Spiel der Straubing Tigers gegen die Eisbären Berlin ist wegen Corona-Fällen mehr als nur fraglich.
Das Spiel der Straubing Tigers gegen die Eisbären Berlin ist wegen Corona-Fällen mehr als nur fraglich.  © Armin Weigel/dpa

Update, 20. Januar, 14.15 Uhr: Corona-Demos und Friedensgebete: Morddrohungen gegen Pfarrerin

Eine Pfarrerin aus Herne in Nordrhein-Westfalen, die parallel zu Demonstrationen gegen Corona-Maßnahmen samstags regelmäßig Friedensgebete organisiert, hat Todesdrohungen erhalten.

Der Staatsschutz ermittle nach zwei Vorfällen gegen unbekannt, teilte ein Polizeisprecher am Donnerstag mit.

Die Betroffene organisiert samstags vor der Kreuzkirche in Herne Friedensgebete, um der Opfer der Corona-Pandemie zu gedenken und ein Zeichen zu setzen.

Zeitgleich finden seit einigen Wochen Demos von Gegnern der Impfpflicht und Proteste gegen Corona-Schutzmaßnahmen statt.

Unter anderem habe sie einen Zettel mit der Aufschrift "Ihr seid tot!" erhalten - mit einem aufgemalten qualmenden Revolver, zitierte die WAZ die Pfarrerin.

Ebenfalls auf ihrem Grundstück habe die Geistliche Zigarettenkippen und Asche gefunden sowie ein Taschentuch mit der Aufschrift "Tot!".

Update, 20. Januar, 14 Uhr: Leichter Rückgang der täglichen Impfquoten

Die Zahl der täglichen Corona-Impfungen geht leicht zurück.

Sie lag am Mittwoch bei rund 610.000 verabreichten Impfdosen, wie aus Daten des Robert Koch-Instituts vom Donnerstag hervorgeht.

Es seien am 17. November weniger registriert worden als zuvor. Am Mittwoch vergangener Woche waren es 864.000, am Mittwoch vor Weihnachten knapp 1,2 Millionen.

Mindestens 75,3 Prozent der Bevölkerung (62,6 Millionen Menschen) haben mindestens eine erste Impfdosis erhalten. Die Bundesregierung strebt 80 Prozent Erstgeimpfte bis Ende Januar an.

Mindestens 73,1 Prozent der Bevölkerung (60,8 Mio.) haben nach RKI-Angaben einen vollständigen Grundschutz erhalten.

Dafür sind in der Regel zwei Impfdosen nötig.

Eine zusätzliche Auffrischungsimpfung haben 48,9 Prozent der Bevölkerung (40,7 Mio.) erhalten.

Bei der Impfquote Erst- und Zweitgeimpfter liegt Bremen im Bundesländer-Vergleich an der Spitze. Bei den Auffrischungsimpfungen liegt das Saarland, vor Schleswig-Holstein und Bremen, an der Spitze.

Sachsen bleibt in beiden Vergleichen Schlusslicht.

Update, 20. Januar, 12.40 Uhr: AfD-Fraktion klagt gegen Corona-Regeln im Bundestag

Die AfD-Fraktion hat Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen die neuen Corona-Regeln im Bundestag eingereicht.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Donnerstag aus der Fraktion erfuhr, wurde am 18. Januar unter anderem ein Antrag auf Erlass einer einstweiligen Anordnung zur Aufhebung der neuen Regeln gestellt.

Die Fraktion hatte Ende Dezember bereits Klage in Karlsruhe wegen der Nicht-Besetzung von Ausschussvorsitzen im Bundestag mit Kandidaten aus ihren Reihen eingereicht.

Die neue 2G-plus-Regel im Parlament müsse umgehend aufgehoben werden, damit jeder Abgeordnete wieder unabhängig von seinem Impfstatus gleichberechtigt und diskriminierungsfrei seine parlamentarischen Aufgaben wahrnehmen könne, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Stephan Brandner.

"Nur so kann das im Grundgesetz verankerte Recht auf eine effektive Opposition wieder gewährleistet werden." Er sprach von einer Ausgrenzung frei gewählter Abgeordneter, die sich "gezielt gegen die AfD-Fraktion" richte.

Scharf kritisiert wird von der AfD auch die jüngst erfolgte Verkürzung des Genesenenstatus auf eine Zeitspanne von 28 bis 90 Tagen nach einem positiven PCR-Test.

Wegen der Neuregelung muss etwa Fraktionschefin Alice Weidel, die im November nach eigenen Angaben Corona hatte, ab Februar auf der Tribüne Platz nehmen.

Im Bundestag gilt aktuell die 2G-plus-Regel.
Im Bundestag gilt aktuell die 2G-plus-Regel.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 20. Januar, 12.35 Uhr: Beschäftigte ohne Booster können Entschädigungsanspruch verlieren

Arbeitnehmer und Selbständige können ihren Anspruch auf Ersatz von Verdienstausfällen verlieren, wenn sie keinen vollen Impfschutz durch eine Corona-Drittimpfung haben und in Quarantäne müssen. Ob wegen des fehlenden Boosters Ersatzansprüche wegfallen, ist jedoch Ländersache. Mehr Infos dazu erfahrt Ihr im Bericht: "Verdienstausfälle drohen im Quarantäne-Fall: Wer keinen Booster hat, muss aufpassen!"

Titelfoto: Hans Punz/APA/dpa

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