Coronavirus: Pfingstwochenende mit starkem Tourismus im Norden

Deutschland/Welt - Die Lage rund um das Coronavirus in Deutschland hat sich in den zurückliegenden Wochen zunächst beruhigt. Das ist laut der Bundesregierung und dem RKI zwar erfreulich, jedoch noch kein Grund zur Entwarnung.

Zwei Schauspieler erinnern als französische Gendarmen die Besucher an die Maskenpflicht und die anderen Hygieneregeln im Freizeitpark Belantis. Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen.
Zwei Schauspieler erinnern als französische Gendarmen die Besucher an die Maskenpflicht und die anderen Hygieneregeln im Freizeitpark Belantis. Seit dem 15. Mai dürfen in Sachsen auch die Freizeitparks wieder öffnen.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Deutschland kann, mit einer Schutzmaske über Mund und Nase, größtenteils aufatmen und sich an die "Neue Normalität" gewöhnen.

Unter Auflagen (Abstand halten und Gesichtsmaske tragen) können alle Geschäfte wieder öffnen. Auch jeder Schüler und jedes Vorschulkind soll vor dem Sommer noch mindestens einmal in die Schule oder Kita gehen.

Restaurants, Cafés, Hotels und Ferienwohnungen dürfen ebenfalls unter teils erheblichen Einschränkungen wieder öffnen. Jedes Bundesland legt hierfür eigene Regeln fest. Selbst Freizeitparks und Freibäder dürfen unter strengen Voraussetzungen vielerorts wieder öffnen.

Mittlerweile gibt es 183.508 bestätigte Infektionen in Deutschland. Außerdem 8546 Todesfälle und 165.592 Genesene (Stand 1. Juni, 15.15 Uhr).

Die USA haben weiterhin weltweit die meisten Fälle - über 1,79 Millionen. 104.450 Menschen sind bereits gestorben (Stand 1. Juni, 18.15 Uhr).

Weltweit gibt es über 6,20 Millionen bestätigte Fälle und mehr als 372.750 Todesfälle (Stand 1. Juni, 18.15 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 1. Mai, 18.05 Uhr: Schulen und Kitas öffnen wieder in Sachsen-Anhalt

In Sachsen-Anhalt sind Schulen und Kitas wieder für alle Kinder und Jugendliche geöffnet. Elf Wochen nach der verordneten Schließung werden vom morgigen Dienstag an zunächst alle Schülerinnen und Schüler im sogenannten Wechselmodell unterrichtet. Dabei werden die Klassen in kleinere Gruppen geteilt und lernen im täglichen oder wöchentlichen Wechsel im Klassenzimmer oder mit Aufgaben zuhause. So soll der Mindestabstand garantiert werden.

Zwischen dem 8. und dem 15. Juni sollen dann alle Grundschüler zum täglichen Unterricht zurückkehren. Dabei wird die Klasse nicht mehr geteilt. Weil dann der Mindestabstand nicht immer gegeben ist, sollen die Klassen strikt voneinander getrennt und immer von der gleichen Lehrkraft unterrichtet werden. Auch an den Kitas und den Horten wird dieses Modell fester Gruppen mit einem zugeordneten Betreuerteam umgesetzt. Es gilt von Dienstag an und erlaubt erstmals seit 16. März allen Kindern wieder, in die Kita zurückzukehren.

Damit endet in Sachsen-Anhalt das wochenlange Prinzip der Notbetreuung, bei denen Kinder nur in Kita oder Schule gehen durften, wenn ihre Eltern in definierten unverzichtbaren Berufen arbeiteten.

Schulen und Kitas gehörten zu den ersten Einrichtungen, die Mitte März geschlossen wurden, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Auch zahlreiche andere Bereiche des öffentlichen Lebens waren betroffen. Wegen der geringen Zahl an neuen Infektionsfällen werden die Beschränkungen schrittweise aufgehoben.

Schüler mit Mundschutz sitzen bei der Prüfungsvorbereitung fürs Abitur in einer zum Schulraum umfunktionierten Turnhalle in der JenaPlan Schule.
Schüler mit Mundschutz sitzen bei der Prüfungsvorbereitung fürs Abitur in einer zum Schulraum umfunktionierten Turnhalle in der JenaPlan Schule.  © dpa/Bodo Schackow/dpa-Zentralbild

Update, 1. Juni, 17.55 Uhr: Gesuchte Kriminelle in Brasilien beziehen Corona-Nothilfe

Mehrere Krimminelle sollen in Brasilien in der Covid-19-Pandemie einem Medienbericht zufolge die Nothilfe des Staates bekommen haben. Das brasilianische Fernsehen verglich am Sonntagabend (Ortszeit) eine Liste mit den 22 meistgesuchten Verbrechern mit der Internetseite der Nothilfe. Demnach wurde im Namen von elf unter ihnen die Corona-Nothilfe von 600 Reais (100 Euro) beantragt – und bewilligt. 

Zu den Begünstigten sollen demnach Täter gehören, die an millionenschweren Verbrechen beteiligt gewesen seien - etwa an einem Überfall auf ein Werttranport-Unternehmen in Paraguay 2017 oder einen Goldraub in São Paulo im vergangenen Jahr.

Insgesamt bekamen dem Bericht zufolge 27.000 von der Justiz Gesuchte die finanzielle Unterstützung, die eigentlich für Tagelöhner, Kleinunternehmer, Selbstständige und Arbeitslose in der Corona-Krise gedacht ist. Die Bundesprüfer gaben der Regierung 48 Stunden Zeit, um zu den Problemen bei der Auszahlung Stellung zu nehmen.

Mit der Nothilfe, die die Regierung Mitte März angestoßen hatte, hat es auch anderweitig immer wieder Schwierigkeiten gegeben. So dauerte es lange, bis das entsprechende Dekret verabschiedet wurde. Menschen, die ein Anrecht darauf haben, berichteten von Problemen, die Nothilfe zu erhalten und Chaos bei der Auszahlung führte zu langen Schlangen vor den Banken.  

Update, 1. Juni, 17.42 Uhr: Atomium nach Corona-Krise wieder geöffnet

Das Atomium ist wieder offen: Das wegen der Corona-Pandemie geschlossene Brüsseler Wahrzeichen kann seit dem heutigen Montag wieder besichtigt werden, allerdings unter strengen Auflagen. 

So dürfen nur 150 Personen gleichzeitig in dem spektakulären Bauwerk im Norden der Stadt sein. Den Besuchern wird beim Eintreten Fieber gemessen. Tickets kann man nur online bestellen.

Das zur Weltausstellung 1958 errichtete Atomium ist die begehbare Nachbildung eines Eisenkristalls mit neun Atomen, 165 Milliarden Mal vergrößert. Es zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der belgischen Hauptstadt und zieht normalerweise mehrere hunderttausend Besucher pro Jahr an.

Die Sonne scheint über dem Atomium, das heute wiedereröffnet wurde.
Die Sonne scheint über dem Atomium, das heute wiedereröffnet wurde.  © dpa/Nicolas Maeterlinck/BELGA

Update, 1. Juni, 17.35 Uhr: Italiens Fußballverband hofft auf Spiele mit Zuschauern

Der Präsident des italienischen Fußballverbands, Gabriele Gravina, hofft schon für das Ende dieser Saison auf die Zulassung von einer kleinen Fangemeinde in den Stadien. Das sagte der FIGC-Präsident am Montag einem Radiosender. 

Die Serie A soll nach der Corona-Pause am 20. Juni neu starten. Zunächst sind nur Spiele ohne Zuschauer mit höchstens 300 Beteiligten in den Arenen erlaubt. Nun sagte Gravina dem Sender Radio 24 nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa: "Ich hoffe von ganzem Herzen, am Ende der Meisterschaft eine kleine Zuschauergruppe im Stadion zu sehen." Er wisse jedoch, dass es für diese Idee zu früh sei. Aber es dürfte bei Stadien für 60.000 Zuschauer möglich sein, einige Fans sicher darin zu verteilen.

Aus dem Gesundheitsministerium in Rom kam am Montag das Signal, dass Zuschauer derzeit kein Thema seien bei Verhandlungen über die Saison. Zudem hingen alle Entscheidungen von der Entwicklung der Corona-Ansteckungszahlen in Italien ab. Insgesamt sind noch zwölf Spieltage der Serie A zu absolvieren. Italien ist mit offiziell etwa 33.500 Corona-Toten heftig von der Lungenkrankheit getroffen. 

Gabriele Gravina spricht während einer Sitzung des italienischen Fußballverbandes. (Archivbild)
Gabriele Gravina spricht während einer Sitzung des italienischen Fußballverbandes. (Archivbild)  © dpa/Ettore Ferrari/ANSA/AP

Update, 1. Juni, 17.22 Uhr: Polizei vereinzelt bei Corona-Einsätzen gefordert

Das schöne Wetter hat die Menschen in Deutschland über Pfingsten ins Freie gelockt - nicht alle hielten sich dabei an die Auflagen während der Covid-19-Pandemie. Auf der Nordsee-Insel Sylt war es nicht so voll wie sonst an Pfingsten, aber es gab hier und da Corona-Einsätze.

"Es waren einfach zu viele Menschen", sagte die Bürgermeisterin von Kampen, Stefanie Böhm, am Montag der Deutschen Presse-Agentur. So habe es am Samstag größere Menschengruppen gegeben, die am Strand gewesen seien. 

Was es für Konsequenzen gab und was sonst noch am langen Wochenende los war, lest Ihr >>> hier.

Touristen sitzen im windgeschützen Außenbereich eines Lokals.
Touristen sitzen im windgeschützen Außenbereich eines Lokals.  © Stefan Sauer/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juni, 17.20 Uhr: Bedenken gegen Rosenmontagszug 2021 in Köln

Nordrhein-Westfalens SPD-Chef Sebastian Hartmann hält nichts von einem Rosenmontagszug 2021. "Es ist absehbar, dass auch im Karneval die Mindestabstände eingehalten werden müssen", sagte Hartmann dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Dienstag-Ausgabe). 

Er könne sich nicht vorstellen, wie das bei den Zuschauermassen funktionieren solle. 

Wo Hartmann Probleme sieht und was das Festkomitee plant, lest Ihr >>> hier.

Eine Gruppe marschiert beim Kölner Rosenmontagszug.
Eine Gruppe marschiert beim Kölner Rosenmontagszug.  © dpa/Oliver Berg

Update, 1. Juni, 17.15 Uhr: Ukraine will internationale Flüge ab Mitte Juni wieder aufnehmen

Die Ukraine will die wegen der Corona-Pandemie unterbrochenen Flugverbindungen ins Ausland in zwei Wochen wieder aufnehmen. Der zweitgrößte Flughafen der Hauptstadt Kiew kündigte am heutigen Montag an, ab dem 16. Juni wieder Ziele in Deutschland anzufliegen, darunter Berlin, Nürnberg, Hannover und Bremen. Infrastrukturminister Wladislaw Krikli sagte im ukrainischen Fernsehen, der Termin sei allerdings abhängig von der Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

Vor allem soll es wieder Verbindungen in Urlaubsregionen wie Zypern, die Türkei, Griechenland und Georgien geben. Direkte Verbindungen nach Italien und Spanien werde es vorerst aus epidemiologischen Gründen nicht geben, sagte der Minister. Inlandsflüge könnten bereits etwas früher wieder aufgenommen werden. Einreisende müssen sich entweder in eine 14-tägige Selbstisolation begeben oder einen Schnelltest auf eine Coronavirus-Infektion am Flughafen bestehen.

Die Ukraine hatte recht schnell harte Maßnahmen zur Eindämmung der Epidemie ergriffen. Mitte März wurden die Grenzen für ausländische Touristen geschlossen. Seit Mitte Mai werden die Einschränkungen schrittweise wieder aufgehoben. Offiziell hat das Land seit Anfang März rund 24.000 Coronavirus-Infizierte. Etwas mehr als 700 Menschen starben an der Lungenkrankheit Covid-19.

Seit der vergangenen Woche fahren wieder U-Bahnen in Kiew (Ukraine). Flugzeuge könnten in zwei Wochen wieder starten.
Seit der vergangenen Woche fahren wieder U-Bahnen in Kiew (Ukraine). Flugzeuge könnten in zwei Wochen wieder starten.  © dpa/Ukrinform

Update, 1. Juni, 17.10 Uhr: Viele Ausflügler in Brandenburg - Kaum Verstöße gegen Corona-Auflagen

Obwohl in Brandenburg viele Menschen die Pfingsttage für einen Ausflug oder Kurzurlaub genutzt haben, ist es kaum zu Verstößen gegen die Corona-Beschränkungen gekommen. "Die Polizei hat ein sehr friedvolles Pfingsten erleben dürfen, besser geht es eigentlich nicht", sagte Polizeisprecher Torsten Herbst der Deutschen Presse-Agentur am Montag. Er vermutete, dass viele Menschen die ersten Tage ohne weitestgehend größere Einschränkungen bei schönem Wetter friedlich im Freien verbringen wollten.

Innerhalb der letzten 24 Stunden verzeichnete die Polizei landesweit 15 Einsätze und 24 Ordnungswidrigkeiten. Der Samstag ergab mit 25 Einsätzen und 16 Platzverweisen ein ähnliches Bild. Laut Polizei werden üblicherweise an Feiertagen deutlich mehr Einsätze im Land gezählt.

An vielen Orten im Land tummelten sich die Ausflügler. Rund um Storkow (Oder-Spree) fuhren viele Radfahrer, aber auch Motorradfahrer waren unterwegs, wie eine dpa-Reporterin berichtete. Auch der Naturlehrpfad am Groß Schauener See lockte viele Gäste. Umliegende Gaststätten waren ebenfalls gut besucht. Ähnliche Berichte über zahlreiche Ausflügler gab es auch aus der Gegend um Caputh mit anliegenden Seen. In Beelitz wurden im Waldpark Parkplätze nach dpa-Informationen wegen Überfüllung zeitweise geschlossen. In Teilbereichen des Geländes war das Tragen des Mund-Nasen-Schutzes Pflicht.

"Die Zunahme von Aktivtouristen ist deutlich zu spüren", sagte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga), Olaf Schöpe. Er hätte positive Rückmeldungen aus der Branche bekommen. Allerorts sei zu spüren gewesen, dass die Menschen wegen der Corona-Pandemie endlich raus wollten und mehr Lust aufs Rad fahren und Paddeln gehabt hätten als auf große Partys, zog er eine erste Bilanz.

So seien kleine Hotels mit touristischen Angeboten etwa im Spreewald sehr gut gebucht worden. "Die Kleinen sind momentan die Gewinner", schätzte Schöpe ein. Für den Monat Juni liefen die Buchungen gut. Tagungs- und Eventhotels vor allem in größeren Städten hätten dagegen wegen der Corona-Beschränkungen weiter das Nachsehen. Auch größere Hotels mit Wellnessangeboten seien noch zögerlich.

Radwandertouristen fahren mit ihren bepackten Fahrrädern auf dem Oder-Neiße-Radweg, der sich im Oderbruch auf dem Deich am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder befindet.
Radwandertouristen fahren mit ihren bepackten Fahrrädern auf dem Oder-Neiße-Radweg, der sich im Oderbruch auf dem Deich am deutsch-polnischen Grenzfluss Oder befindet.  © dpa/Patrick Pleul/dpa-Zentralbild

Update, 1. Juni, 16.55 Uhr: Schweden meldet nach Tag ohne Corona-Tote acht neue Todesfälle

Schweden hat am Montag acht neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet, nachdem der Sonntag der erste Tag ohne Corona-Tote seit März gewesen war. Wie die staatliche Gesundheitsbehörde weiter mitteilte, stieg die Zahl der Todesfälle auf 4403. Etwa 37.800 Menschen infizierten sich bisher. Den ersten Todesfall hatte das skandinavische Land am 11. März registriert.

Bereits am Sonntag hatte die Behörde aber gesagt, über das Wochenende verzögerten sich für gewöhnlich die Meldungen über neue Opfer. "Wir werden am morgigen Dienstag wahrscheinlich weitere Todesfälle gemeldet bekommen", sagte der Epidemiologe Anders Tegnell von der Gesundheitsbehörde. "Aber es ist positiv, dass wir für ein paar Tage geringe Zahlen hatten."

Regierungschef Stefan Löfven will in den kommenden Wochen wahrscheinlich eine Kommission einberufen, die das Vorgehen Schwedens im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus bewerten soll. Dabei gehe es darum, Erfolge, aber auch Fehler zu finden. Die Opposition hatte eine solche Kommission gefordert.

Anders als andere Ländern hatte Schweden weit weniger strenge Maßnahmen ergriffen. So wurden Schulen und Kindergärten nicht geschlossen. Die Bürger wurden unter anderem lediglich gebeten, Abstand zu halten, sich immer wieder die Hände zu waschen und auf Reisen zu verzichten.

Menschen genießen das warme Abendwetter hinter einem Schild, das sie darauf hinweist, Abstand zu halten.
Menschen genießen das warme Abendwetter hinter einem Schild, das sie darauf hinweist, Abstand zu halten.  © dpa/Johan Nilsson/TT News Agency

Update, 1. Juni, 16.35 Uhr: Durchwachsenes Pfingstwochenende für Gastronomen

Das Pfingstwochenende ist für Gastronomen in Sachsen-Anhalt durchwachsen gelaufen. Das Wetter sei zu Beginn des Wochenendes relativ frisch gewesen, das habe sich negativ auf den Umsatz ausgewirkt, sagte Dehoga-Landespräsident Michael Schmidt der Deutschen Presse-Agentur.

Der Montag sei wegen des guten Wetters der umsatzkräftigste Tag gewesen. Neben dem Wetter hätten sich auch die Corona-Regeln auf das Geschäft ausgewirkt. "Es hat sich das widergespiegelt, was wir vermutet haben: Durch die Abstands- und Hygieneregeln ist der Betrieb unwirtschaftlicher geworden", sagte Schmidt.

Teilweise hätten nur 60 bis 65 Prozent der Plätze genutzt werden können. Zudem sei wegen der geltenden Regeln mehr Personal als sonst eingesetzt worden. Zudem habe sich gezeigt, dass Gruppen, die reserviert hatten, kleiner gewesen seien als üblich.

"Mit weiter sinkenden Infektionszahlen, braucht es weitere Lockerung was etwa Abstandsregeln und Mundschutz angeht", forderte Schmidt. Für die Mitarbeiter sei es enorm herausfordernd, Schichten bei sommerlichen Temperaturen mit Mundschutz zu absolvieren.

Eine Ehepaar sitzt im Außenbereich eines Restaurants zwischen Blumenkästen mit Gräsern, die als Abstandshalter zwischen den Tischen dienen.
Eine Ehepaar sitzt im Außenbereich eines Restaurants zwischen Blumenkästen mit Gräsern, die als Abstandshalter zwischen den Tischen dienen.  © DPA/Arne Dedert

Update, 1. Juni, 16.08 Uhr: Touristen zieht es zu Pfingsten an die Nordseeküste

Am Pfingstwochenende sind viele Touristen an die niedersächsische Nordseeküste gereist. In Cuxhaven habe es eine große Nachfrage nach Ferienwohnungen und Stellplätzen für Wohnmobile gegeben, sagte Wolf-Dieter Schink, Geschäftsführer der Cux-Tourismus GmbH am Montag. 

Der Andrang sei in diesem Jahr wegen der vorherigen Corona-Reisebeschränkungen besonders hoch gewesen. Darunter seien auch viele Tagesgäste gewesen. Etliche Besitzer von Wohnmobilen hätten Probleme gehabt, noch einen Stellplatz zu finden.

Die Menschen hätten sich aber an die Mindestabstände gehalten, sagte Schink. Cuxhaven habe einen elf Kilometer langen Sandstrand, da verlaufe es sich. Auf der Strandpromenade sei es aber schon mal etwas voller geworden. Dort gilt ein "Rechtsgehgebot", um Mindestabstände einzuhalten. Der Oberbürgermeister von Cuxhaven, Uwe Santjer (SPD), hatte zuvor an Tagestouristen appelliert, zu Pfingsten noch auf Ausflüge in die Küstenstadt zu verzichten.

Auch auf Norderney spazierten viele Menschen am Strand entlang. In den engen Straßen der Stadt sei es manchmal schon schwierig gewesen, die Abstandsregeln einzuhalten, erklärte ein Polizeisprecher am Montag. Mitarbeiter des Ordnungsamtes seien deshalb auch am Wochenende unterwegs gewesen.

Zahlreiche Touristen sitzen am Strand des Ortes Schillig im Landkreis Friesland.
Zahlreiche Touristen sitzen am Strand des Ortes Schillig im Landkreis Friesland.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Update, 1. Juni, 16 Uhr: Tausende Touristen in Mecklenburg-Vorpommern

Bei Sonne und Wind und mit 60-prozentiger Kraft hat zu Pfingsten die Tourismussaison in Mecklenburg-Vorpommern begonnen. Die Obergrenze für die Hotelbelegung sorgt weiter für Verdruss, aber wenigstens gab es keine Staus bei der Anreise.

Volle Promenaden, ausgebuchte Hotels und eine Kampagne für mehr Freundlichkeit der Einheimischen: Mecklenburg-Vorpommern ist zu Pfingsten aufgrund der Corona-Pandemieverspätet und mit Einschränkungen in die Tourismussaison gestartet. 

Worüber sich die Touristiker freuen und was bald nachgebessert werden muss, lest Ihr >>> hier.

In Scharen strömten die Touristen entlang des Alten Strom in Warnemünde.
In Scharen strömten die Touristen entlang des Alten Strom in Warnemünde.  © dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Update, 1. Juni, 15.55 Uhr: Erstmals keine Neuinfektionen in Sachsen gemeldet

Erstmals seit knapp drei Monaten sind den Behörden in Sachsen keine neuen Corona-Infektionen mehr gemeldet worden. Am Pfingstmontag lag die Zahl der nachgewiesenen Infektionen wie schon am Sonntag bei 5304, teilte das Gesundheitsministerium mit. Auch die Zahl der Todesopfer blieb bei 210.

Mehr dazu gibt's >>> hier.

Eine Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) misst die Körpertemperatur eines Mannes.
Eine Mitarbeiterin des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) misst die Körpertemperatur eines Mannes.  © dpa/Jan Woitas/dpa-Zentralbild

Update, 1. Juni, 15.38 Uhr: Lufthansa nimmt Auflagen für Staatshilfen an

Der Aufsichtsrat der schwer angeschlagenen Lufthansa akzeptiert die von der EU-Kommission gestellten Auflagen für ein staatliches Rettungspaket. Das teilte die Fluggesellschaft am Montag nach einer Sitzung des Gremiums mit. Lufthansa muss Start- und Landerechte in Frankfurt und München abgeben. Die Hauptversammlung muss aber noch zustimmen. Die Aktionärsversammlung ist laut Mitteilung für den 25. Juni geplant. Auch die förmliche Genehmigung aus Brüssel steht noch aus.

Vorstandschef Carsten Spohr sagte, die Stabilisierung der Lufthansa sei kein Selbstzweck. "Gemeinsam mit der Bundesregierung muss es unser Ziel sein, unsere Spitzenposition im globalen Luftverkehr zu verteidigen. Für diese Perspektive sind wir allen an der Stabilisierung Beteiligten, inklusive unseren Kunden, Mitarbeitern und Aktionären dankbar", wird Spohr in der Mitteilung zitiert.

Damit ist der Konzern einen großen Schritt weiter gekommen. In der letzten Aufsichtsratssitzung am vergangenen Mittwoch hatte der Aufsichtsrat die Entscheidung zur Annahme des staatlichen Rettungspakets über neun Milliarden Euro noch vertagt. Als Grund hatte das Unternehmen in Frankfurt mögliche Auflagen der EU-Kommission genannt, die bei einer Staatshilfe die Start- und Landerechte an verschiedenen Flughäfen überprüfen könnte.

Der nächste Schritt ist die Zustimmung der Hauptversammlung am 25. Juni zum Rettungsplan samt Auflagen. Dieser sieht vor, dass der staatliche Wirtschaftsstabilisierungsfonds im Zuge einer Kapitalerhöhung Aktien zeichnet, um eine Beteiligung von 20 Prozent am Grundkapital der Fluggesellschaft aufzubauen. Zudem sind stille Einlagen von insgesamt bis zu 5,7 Milliarden Euro sowie ein Kredit in Höhe von bis zu 3 Milliarden Euro geplant.

Kurz vor Pfingsten war dann bekanntgeworden, dass der Vorstand einen zuvor zwischen Berlin und Brüssel ausgehandelten Kompromiss über die Auflagen akzeptieren wolle. Dieser sieht vor, dass Lufthansa 24 Start- und Landerechte - sogenannte Slots - an ihren wichtigsten Flughäfen München und Frankfurt an Wettbewerber abgeben muss. Aber das Go des Aufsichtsrats stand noch aus.

Slots sind eine wichtige Größe in der Branche - daher waren die Verhandlungen um diese Zahl hart: Anfänglich war von 20 Flugzeugen mit bis zu 80 Slots die Rede, dann war die EU auf knapp 50 Slots runtergegangen. Das Unternehmen hatte zunächst nur angeboten, temporär auf 3 Start- und Landepaare zu verzichten.

Stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa stehen auf dem Flughafen Frankfurt.
Stillgelegte Passagiermaschine der Lufthansa stehen auf dem Flughafen Frankfurt.  © dpa/Boris Roessler

Update, 1. Juni, 15.35 Uhr: So viele Deutsche würden die Maskenpflicht abschaffen

Ein Drittel der Deutschen will die Maskenpflicht in der Corona-Krise abschaffen oder zumindest lockern. 19 Prozent der Teilnehmer einer repräsentativen Online-Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur plädierten für eine Abschaffung. 

Welche Ergebnisse die Umfrage noch lieferte, lest Ihr >>> hier.

Die Deutschen können momentan nur mit Maske einkaufen gehen oder den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen.
Die Deutschen können momentan nur mit Maske einkaufen gehen oder den Öffentlichen Personennahverkehr nutzen.  © Montage: Peter Kneffel/dpa / Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 1. Juni, 15.23 Uhr: Formel-1-Rennen in Brasilien soll mit Zuschauern stattfinden

Die Veranstalter des Großen Preises von Brasilien gehen einem Medienbericht zufolge von einem Formel-1-Wochenende in São Paulo im November trotz der Coronavirus-Pandemie mit Zuschauern aus. Dem Wirtschaftsmagazins "Forbes" sagte Cheforganisator Tamas Rohonyi, dass die Vorbereitungen nach Plan verlaufen würden und "wir sind sicher, dass der berühmte Kurs in Interlagos wieder Ort eines faszinierenden Rennens sein wird".

Der Grand Prix werde unter den vertraglich vereinbarten Bedingungen durchgeführt. "Wir erwarten die Bestätigung des Datums im November von der FIA, damit wir wie die anderen Übersee-Rennen die Tickets zum Verkauf freigeben können." Im ursprünglichen Kalender war der Grand Prix für den 15. November angesetzt.

Die Zahl der Coronavirus-Infizierten in Brasilien stieg zuletzt weiter an. São Paulo ist von der Pandemie ebenfalls stark betroffen. Der Gouverneur João Doria des gleichnamigen Bundesstaates hatte jüngst zwar die Maßnahmen zur Einschränkung des öffentlichen Lebens verlängert, aber auch eine schrittweise Öffnung der Wirtschaft angekündigt.

Die Formel 1 will Anfang Juli in Österreich ohne Zuschauer in die Saison starten, einen neuen Rennkalender gibt es noch nicht, er wird aber in dieser Woche erwartet. Die ersten zehn Rennen der Saison hatten wegen der Corona-Krise abgesagt oder verschoben werden müssen. 

Sebastian Vettel vom Team Ferrari fährt auf der Interlagos-Rennstrecke. (Archivbild)
Sebastian Vettel vom Team Ferrari fährt auf der Interlagos-Rennstrecke. (Archivbild)  © dpa/Silvia Izquierdo/AP

Update, 1. Juni, 15.18 Uhr: Berliner Polizei schreitet wegen hunderter Schlauchbooten ein

Eine Ansammlung von Hunderten Schlauchbooten hat zu Pfingsten die Berliner Polizei beschäftigt. Die Versammlung "Für die Kultur - Alle in einem Boot" am Sonntag habe von der Spree über den Landwehrkanal nach Kreuzberg geführt, teilte die Polizei am Montag mit. Zwischenzeitlich seien rund 300 bis 400 Boote zusammengekommen. Die Polizei sei mit rund 100 Kräften im Einsatz gewesen.

Rund 1500 Menschen hätten sich auf dem Wasser und an Land aufgehalten. Der Veranstalter habe die Versammlung "aufgrund der nicht eingehaltenen Abstände zueinander und von Beschwerden über zu laute Musik" nach einem Gespräch mit der Polizei am frühen Abend beendet, hieß es im Polizeibericht.

Nach Angaben der Berliner Clubcommission handelte es sich um eine Initiative von einzelnen Akteuren aus der Clubszene. Ursprünglich sei geplant gewesen, dass Menschen mit Abstand am Ufer sitzen und Musik und Redebeiträgen auf den Booten zuhören. Die Organisatoren seien vom Zulauf wohl überrascht worden, sagte ein Sprecher.

Die Berliner Clubs sind seit Monaten geschlossen, um die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Viele Betreiber fürchten um ihre Existenz. Bei Facebook war zu einer Veranstaltung namens "Ravekultur Retten! Wasserdemo" aufgerufen worden. Darin stand die Bitte, etwa Abstand zu halten und Gesichtsbedeckungen mitzunehmen. Gefordert wurde unter anderem auch finanzielle Unterstützung für Clubs und Festivals.

Ein Ensemble des Deutschen Symphonie-Orchesters (DSO) fährt auf einem Floß an der East Side Gallery über die Spree.
Ein Ensemble des Deutschen Symphonie-Orchesters (DSO) fährt auf einem Floß an der East Side Gallery über die Spree.  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Update, 1. Juni, 15.12 Uhr: Slowakei öffnet Schulen erstmals wieder nach Corona-Pause

Fast alle Grundschulen der Slowakei haben am heutigen Montag unter strengen Hygieneauflagen erstmals seit März wieder für die erste bis fünfte Schulstufe geöffnet. Für ältere Schüler gibt es hingegen weiterhin nur Online-Unterricht. 

Auch alle Kindergärten des Landes durften am Montag wieder öffnen. Präsidentin Zuzana Caputova, Regierungschef Igor Matovic und andere Spitzenpolitiker besuchten einzelne Schulen für Fototermine zur Wiedereröffnung.

Obwohl es in der Slowakei grundsätzlich eine neunjährige Schulpflicht gibt, ist die Teilnahme am Unterricht vorerst freiwillig. Die Eltern mussten im Voraus entscheiden, ob sie ihre Kinder in die Schule schicken. Obwohl die Slowakei zu den am wenigsten von Covid-19 betroffenen Ländern Europas zählt, ist die Furcht vor Ansteckungen auch aufgrund der täglich über Facebook verbreiteten Warnungen des populistisch-konservativen Regierungschefs Igor Matovic groß. Bildungsminister Branislav Gröhling schätzte die Zahl der Unterrichtsanmeldungen auf 70 bis 80 Prozent der Schüler.

Nur in zwei ostslowakischen Dörfern mit einem hohen Anteil der Roma-Minderheit blieben die Grundschulen ebenso wie die Kindergärten weiter geschlossen. In Bystrany waren nur 13 von fast 400 Schülern angemeldet. Im April waren mehrere Bewohner benachbarter Roma-Siedlungen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Schulleiterin Julia Curillova zeigte sich gegenüber dem Nachrichtenportal Pravda.sk enttäuscht, respektierte aber die Entscheidung der Eltern. Im Nachbardorf Zehra wiederum konnte der Unterricht nicht beginnen, weil das Schulgebäude derzeit als staatliches Quarantänezentrum für Corona-Verdachtsfälle dient.

Die 5,4 Millionen Einwohner zählende Slowakei verzeichnete bis Montag nur 1522 bestätigte Corona-Infektionsfälle und 28 coronabedingte Todesopfer.

Zuzana Caputova (M), Präsidentin der Slowakei, Peter Pellegrini (l), der scheidende Premierminister der Slowakei und Igor Matovic, Abgeordneter des Nationalrats und potenzieller Nachfolger von Pellegrini tragen während einer Pressekonferenz Mundschutzmasken.
Zuzana Caputova (M), Präsidentin der Slowakei, Peter Pellegrini (l), der scheidende Premierminister der Slowakei und Igor Matovic, Abgeordneter des Nationalrats und potenzieller Nachfolger von Pellegrini tragen während einer Pressekonferenz Mundschutzmasken.  © dpa/Michal Svitok/TASR/AP

Update, 1. Juni, 15.09 Uhr: Über 300 Quarantäne-Fälle: Was geschah in der Shisha-Bar in Göttingen?

Nach einem größeren Corona-Ausbruch in Göttingen bemühen sich die Behörden, Kontaktpersonen zu testen. Nicht alle machen mit. Die Betroffenen sollen sich bei Familienfeiern angesteckt haben. Auch was in einer illegal geöffneten Shisha-Bar passierte, wird untersucht.

Alle Details zu dem Fall mit über 300 betroffenen Personen in Niedersachsen, lest Ihr >>> hier.

Eine illegal geöffnete Shisha-Bar gilt momentan als Corona-Hotspot in Göttingen. (Symbolbild)
Eine illegal geöffnete Shisha-Bar gilt momentan als Corona-Hotspot in Göttingen. (Symbolbild)  © DPA/Fabian Nitschmann

Update, 1. Juni, 15.06 Uhr: Südafrika hebt strikten Alkoholbann auf

Lange Schlangen und Freudentänze vor Südafrikas Spirituosenläden: Nach gut zweimonatigem Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen hat der Kap-Staat am heutigen Montag seinen Verkaufsbann für Wein, Bier oder Schnaps aufgehoben. Viele Menschen sagten vor laufender Kamera, dass sie sich bereits ab 6 Uhr in die Warteschlangen eingereiht hätten. 

Auch im benachbarten Namibia - wo bisher nur 24 Covid-19-Fälle gemeldet sind - wurden mit Ausnahme der Hafenstadt Walvis Bay ebenfalls die Restriktionen gelockert. Der Alkoholverkauf ist dort aber auf den Nachmittag beschränkt.

Die meisten Bereiche der südafrikanischen Wirtschaft wurden ebenso wie die Schulen wieder vorsichtig geöffnet. Da viele Bildungseinrichtungen sich jedoch noch nicht gewappnet fühlten, gingen zunächst nur einige wenige Schulen an den Start. Ausgenommen von Südafrikas Lockerungen der strikten Corona-Restriktionen - von der Stufe vier aufs jetzige Niveau drei - blieb jedoch der Tabakbann. Die Tabakindustrie des Landes geht nun gerichtlich dagegen vor.

Viele Südafrikaner besannen sich angesichts des Alkoholbanns auf alte Traditionen. Sie brauten entweder das traditionelle Sorghum-Bier Umqombothi oder brannten den Obstschnaps Mampoer selber. In den Medien machten auch Rezepte für Ananas-Bier die Runde. Erst Mitte Mai starben zwei Menschen an solch einem selbstgebrautem Bier (TAG24 berichtete).

Südafrika hatte Ende März im Kampf gegen das Coronavirus landesweit eine strenge Ausgangssperre verhängt - verboten waren lange Zeit selbst Jogging- oder Gassigeh-Runden. Wirtschaftsexperten sagen dem Land einen enormen Arbeitsplatzverlust und den Zusammenbruch vieler kleiner oder mittlerer Betriebe voraus. In Südafrika wurden bislang mehr als 32.600 Fälle von Covid-19 und 683 Todesfälle bestätigt.

Zahlreiche Menschen stehen vor einem Spirituosenladen in einer Schlange an. Nach gut zweimonatigem Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen hat der Kap-Staat am heutigen Montag seinen Verkaufsbann für Wein, Bier oder Schnaps aufgehoben.
Zahlreiche Menschen stehen vor einem Spirituosenladen in einer Schlange an. Nach gut zweimonatigem Alkoholverbot im Rahmen der Corona-Restriktionen hat der Kap-Staat am heutigen Montag seinen Verkaufsbann für Wein, Bier oder Schnaps aufgehoben.  © dpa/Themba Hadebe/AP

Update, 1. Juni, 15 Uhr: Estland und Litauen öffnen Grenzen

Estland und Litauen haben zum 1. Juni ihre Grenzen wieder für Bürger aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten geöffnet. Auch die Bewohner der beiden baltischen EU-Staaten im Nordosten Europas können seit Pfingstmontag mehr Freiheiten genießen: Die Beschränkungen für öffentliche Veranstaltungen und die Öffnungszeiten gastronomischer Betriebe wurden gelockert.

Auf Beschluss der Regierungen in Tallinn und Vilnius dürfen Bürger aus EU-Staaten, Länder des Schengenraums, Großbritannien und Nordirland wieder in die beiden Ostseestaaten einreisen. Dabei entfällt die Quarantänepflicht für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von bis zu 15 Fällen pro 100.000 Einwohner. Wer aus Ländern mit einer höheren Infektionsrate einreist, muss sich für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben.

Nach Angaben der Außenministerien können demnach gegenwärtig jeweils Bürger aus 24 Staaten ohne Quarantäne einreisen - darunter auch Deutschland. Die Liste mit den Ländern werde einmal pro Woche überprüft. Im Kampf gegen das Coronavirus hatten Estland und Litauen Mitte März ihre Grenzen dichtgemacht und Einreisestopps für Ausländer ohne Wohnsitz im Land verhängt. Die Verbote war zuletzt bereits für Bürger der baltischen Staaten, Finnlands und Polens gelockert worden.

In beiden Ostseestaaten im Nordosten Europas sind nun auch wieder Kultur-, Sport-, Unterhaltungs-, und andere Veranstaltungen mit bis zu 100 Teilnehmern in Innenräumen erlaubt. Dabei gelten strenge Hygienevorschriften, Kapazitätsbeschränkungen und Abstandsregeln. Im Freien liegt die Grenze in Litauen bei 300, überdies gilt eine allgemeine Mundschutzpflicht.

Restaurants, Bars, Cafés und Nachtclubs dürfen in Litauen nun eine Stunde länger bis 23 Uhr geöffnet haben. Auch in Estland dürfen die Lokale nun wieder nach 22 Uhr wieder geöffnet haben und nach dieser Zeit auch alkoholische Getränke verkaufen.

Estland und Litauen stehen in der Coronakrise durchaus gut da. Die Regierungen hatten früh mit strikten Maßnahmen auf die Ausbreitung des Virus reagiert. Die Infektionszahlen sind im internationalen Vergleich eher gering. Sie hatten sich zuletzt deutlich verlangsamt.

Internationale Reisen mit dem Ziel "Internationaler Flughafen Vilnius" (Litauen) sind nun wieder möglich.
Internationale Reisen mit dem Ziel "Internationaler Flughafen Vilnius" (Litauen) sind nun wieder möglich.  © dpa/Mindaugas Kulbis/AP

Update, 1. Juni 14.55 Uhr: Rumäniens Premier bezahlte Strafe für Party ohne Corona-Maske

Rumäniens Ministerpräsident Ludovic Orban und vier Minister haben Bußgelder bezahlt, weil sie bei einer Geburtstagsfeier des Premiers in dessen Büro keine Corona-Masken getragen hatten. Ein Foto von dieser Szene war öffentlich geworden.

Wie die rumänische Nachrichtenagentur Mediafax am Montag berichtete, bezahlte Orban 2500 Lei (rund 500 Euro) wegen des fehlenden Mund- und Nasenschutzes und 500 Lei, weil er bei der informellen Party auch eine Zigarette geraucht hatte. Eine Strafe in gleicher Höhe musste Außenminister Bogdan Aurescu bezahlen, der sich dabei eine Zigarre gegönnt hatte. Rauchen ist in Rumäniens öffentlichen geschlossenen Räumen seit Jahren verboten. Wegen Corona ist derzeit dort auch ein Mund-Nasen-Schutz vorgeschrieben.

Wirtschaftsminister Virgil Popescu und Transportminister Lucian Bode kamen mit geringeren Bußgeldern davon, weil sie ohne Masken, aber auch ohne Tabak mitgefeiert hatten. Vize-Ministerpräsidentin Raluca Turcan wurde die geringste Bußgeldsumme von 1000 Lei auferlegt, weil sie bei der Feier ihre Maske zwar dabei hatte, aber nur am Hals trug, also nicht vorschriftsmäßig vor Mund und Nase.

In Rumänien sind bis Montag 1270 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben. 19.398 hatten sich seit Ausbruch der Pandemie nachweislich infiziert. Es waren um 141 mehr als am Vortag. Damit gilt die Ansteckungsdynamik als deutlich gesunken. Am Montag sind in Rumänien Lockerungen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen in Kraft getreten. Gastronomie und Kultur unter freiem Himmel ist erlaubt, Strände wurden geöffnet - jeweils mit Zwei-Meter-Abständen zwischen Tischen, Sonnenschirmen und Liegestühlen.

Ludovic Orban, Premierminister von Rumänien. (Archivbild)
Ludovic Orban, Premierminister von Rumänien. (Archivbild)  © dpa/Tobias Hase

Update, 1. Juni, 14.31 Uhr: Behörden untersagen umstrittene Kräuterheiler-Arbeit

In der afghanischen Hauptstadt Kabul haben die Behörden die Arbeit eines umstrittenen Kräuterheilers untersagt, der mit einem angeblichen Wundermittel gegen das Coronavirus wirbt. Viele Menschen kamen auch am Montag noch zu einer Klinik im Zentrum Kabuls, wie der Direktor der Gesundheitsbehörde sagte. Die Behörde beschlagnahmte das Mittel am Sonntag, um die Inhaltsstoffe zu untersuchen.

Der als Doktor Alkosai bekannte Mann behauptet, ein wirksames Medikament gegen das Coronavirus gefunden zu haben. Darüber war in den Medien Afghanistans eine Kontroverse entfacht. Ärzte und Behördenvertreter kritisierten den Mann und warfen ihm vor, falsche Hoffnungen zu wecken. Laut Medienberichten versammelten sich in der Hoffnung auf eine Behandlung Hunderte Menschen vor der Klinik.

In Afghanistan sind derzeit nur 15.750 Infektionen mit Sars-Cov-2 bekannt, da wenig getestet wird. Die tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher liegen. Nach vier Jahrzehnten Krieg und Krisen leidet Afghanistan unter medizinischer Unterversorgung. In der Corona-Krise fehlt es vielerorts an Personal und auch an Ausrüstung.

Titelfoto: dpa/Hauke-Christian Dittrich

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