Coronavirus: Mehr als 11.000 neue Infektionen, unkontrollierte Ausbrüche möglich!

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 397.922 Infektionen bestätigt. 9913 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 304.677 als genesen gelten (Stand 22. Oktober, 13.30 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,33 Millionen Infizierte und 222.220 Tote wurden bereits erfasst (Stand 22. Oktober, 13.30 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 41,29 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.132.321 Todesfälle (Stand 22. Oktober, 13.30 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr >>> hier +++

Update, 22. Oktober, 13.55 Uhr: 110. Berliner Sechstagerennen auf 2022 verschoben

Das 110. Berliner Sechstagerennen wird auf das Jahr 2022 verschoben. Ursprünglich war die Traditionsveranstaltung im Berliner Velodrom vom 9. bis 14. Februar 2021 vorgesehen, die Planungen mussten aber jetzt aufgrund der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Das teilten die Organisatoren am Donnerstag mit. Vor Berlin hatten bereits die Sechstagerennen in London, Gent, Rotterdam und Bremen ihre Veranstaltungen für den Winter 2020/21 verlegt.

"Wir haben bis zuletzt auf eine Besserung der Situation gehofft. Aber die Gesundheit der Sportler, Mitarbeiter und Besucher steht im Vordergrund und darf nicht gefährdet werden", erklärte Valts Miltovics, Geschäftsführer der Six Day Berlin. "Das Sechstagerennen lebt von der Mischung aus Spitzensport mit Weltklasseleistungen und einem vollen Velodrom mit viel Stimmung. Dies ist mit 500 Zuschauern in einer ansonsten leeren Halle nicht erreichbar", sagte Miltovics.

In diesem Jahr hatten mehr als 50.000 Zuschauer die Rennen an der Landsberger Allee besucht. Neuer Termin für die 110. Ausgabe ist der 8. bis 13. Februar 2022.

Radsportler fahren auf der Bahn am Eröffnungstag des Sechstagerennens im Velodrom.
Radsportler fahren auf der Bahn am Eröffnungstag des Sechstagerennens im Velodrom.  © dpa/Paul Zinken

Update, 22. Oktober 13.52 Uhr: Coronafälle in Dorf: Quarantäne für Großteil der Bevölkerung endet

Nach einem Corona-Ausbruch im winzigen nordhessischen Dorf Hübenthal steht der Großteil der Bevölkerung nicht mehr unter Quarantäne. Die entsprechende Frist sei abgelaufen, sagte Bürgermeister Daniel Herz (parteilos) am Donnerstag. 

Der Stadtteil der Stadt Witzenhausen (Werra-Meißner-Kreis) hat rund 90 Einwohner. Die meisten leben dort auf zwei Höfen und waren vor zwei Wochen unter Quarantäne gestellt worden. Insgesamt habe es dort 35 Infektionen gegeben. 

Weil fast das komplette Dorf betroffen war und nur wenige einkaufen gehen durften, hatte die Stadt zur Versorgung der Einwohner eine Nachbarschaftshilfe aktivieren wollen. Das sei dann aber doch nicht nötig gewesen.

Update, 22. Oktober, 13.50 Uhr: Kein Corona-Verdacht bei Seehofer - Test negativ

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sieht keinen Anlass für Quarantäne nachdem Gesundheitsminister Jens Spahn positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Für Seehofer bestehe derzeit kein Verdacht einer Corona-Infektion, teilte ein Sprecher des Ministeriums am Donnerstag auf Anfrage mit. 

"Bei allen Kontakten des Ministers, auch bei der gestrigen Kabinettssitzung wurden die Vorsichtsmaßnahmen, insbesondere die Einhaltung des Mindestabstandes und das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes berücksichtigt", führte er weiter aus. Im Innenministerium würden die mit der Corona-Pandemie verbundenen Maßnahmen sehr ernst genommen.

Dem Vernehmen nach wurde Seehofer auf das Virus getestet, nachdem bekannt wurde, dass sich Spahn angesteckt hat - mit negativem Ergebnis. Die Termine des Innenministers in den kommenden Tagen sollen wie geplant stattfinden.

Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.
Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat.  © dpa/Christoph Soeder

Update, 22. Oktober, 13.47 Uhr: Landkreise wehren sich gegen Sperrstunden für die Gastronomie

Der baden-württembergische Landkreistag zweifelt an den vorgeschriebenen Sperrstunden in Corona-Hotspots. Nach einem Erlass der Landesregierung muss ein Landkreis bei mehr als 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in sieben Tagen eine Sperrstunde ab 23 Uhr für die Gastronomie per Allgemeinverfügung verhängen. 

Er habe Bedenken, ob man diese Maßnahme zu diesem Zeitpunkt rechtlich halten könne, betonte der Präsident des Landkreistags, Joachim Walter, am Donnerstag nach einer Landrätekonferenz mit Innenminister Thomas Strobl (CDU). Wenn man die Sperrstunden nun umsetze und vor Gericht damit scheitern sollte, dann stünde das Mittel vielleicht später nicht mehr zur Verfügung.

Das Sozialministerium teilte am Donnerstag mit, dass es auf die Einhaltung der Vorgaben achten werde. Weil sich einzelne Landräte weigerten, den Erlass umzusetzen, sagte Minister Manne Lucha (Grüne) einen weiteren Erlass zur Sperrstunden-Regelung zu, der "die Ansage des Landes noch unmissverständlicher zum Ausdruck bringen soll". Dieser werde derzeit erarbeitet und soll zeitnah versandt werden, hieß es am Donnerstag.

Innenminister Strobl ermahnte die Bevölkerung indes erneut zur Achtsamkeit. "Lieber einen Tag zu früh als eine Woche zu spät", sagte er mit Blick auf Einschränkungen. Er habe die Landräte ermutigt, die Dinge zu tun, die notwendig seien. Diese und nächste Woche werde entschieden, wie das Vorweihnachtsgeschäft ablaufen werde und ob man an Weihnachten seine Verwandten besuchen könne. Nun sei konsequentes und im Zweifel hartes Handeln geboten.

Leere Tische stehen vor einem Restaurant in Mannheim.
Leere Tische stehen vor einem Restaurant in Mannheim.  © dpa/Uwe Anspach

Update, 22. Oktober, 13.45 Uhr: Sprecher: Spahn geht es Umständen entsprechend gut

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) geht es nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums "den Umständen entsprechend gut". "Er hat weiterhin kein Fieber, zeigt aber Erkältungssymptome", teilte der Sprecher am Donnerstag mit. 

Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem engeren Umfeld des Ministers seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. "Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice."

Wie es am Donnerstag aus Regierungskreisen weiter hieß, ist die Leitungsebene des Gesundheitsministeriums arbeitsfähig, das schließe den Minister ein. Er arbeite im Homeoffice. Erkenntnisse darüber, wo der Minister sich angesteckt haben könnte, gebe es bisher nicht.

Spahn war am Mittwoch als erster Bundesminister positiv auf Corona getestet worden. Er hatte sich nach Angaben seines Ministeriums wegen Erkältungssymptomen einem Test unterzogen. 

Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, mit Mund-Nasen-Schutz während einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.
Jens Spahn (CDU), Bundesgesundheitsminister, mit Mund-Nasen-Schutz während einer Sitzung des Bundeskabinetts im Kanzleramt.  © dpa/AP-Pool/Markus Schreiber

Update, 22. Oktober, 13.42 Uhr: Kieler Ratsversammlung zieht wegen Corona um

Wegen der Corona-Pandemie wird die Kieler Ratsversammlung vom Rathaus in das Schloss der Landeshauptstadt umziehen. Der bisherige Ratssaal sei zu klein, um die Abgeordneten sicher vor dem Coronavirus zu schützen, und ein Nachrüsten etwa mit Plexiglasscheiben zu teuer, sagte eine Stadtsprecherin am Donnerstag. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet.

Der Ältestenrat des Stadtparlaments hatte am Vorabend die Entscheidung getroffen. Das Kieler Schloss biete hinreichend Platz, so dass die gebotenen Sicherheitsabstände eingehalten werden könnten, sagte die Stadtsprecherin. Der Umzug koste 20.000 Euro und jede Sitzung etwa 800 Euro. Im November wird die Ratsversammlung erstmals im Schloss zusammenkommen. 

Anstatt im Rathaus wird nun im Schloss getagt.
Anstatt im Rathaus wird nun im Schloss getagt.  © dpa/Wolfgang Schmidt

Update, 22. Oktober, 13.40 Uhr: Kultusminister empfiehlt Maske im Unterricht in Corona-Hotspots

Schüler ab der fünften Klasse in Niedersachsen sollen auch im Unterricht einen Mund-Nasen-Schutz tragen, wenn ihre Schule in einem Corona-Hotspot liegt. Diese Empfehlung gelte ab Montag und werde im Zwei-Wochen-Rhythmus überprüft, sagte Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) am Donnerstag in Hannover. Zwar schränke die Maske die pädagogischen Möglichkeiten ein, aber sie sei ein Mittel, um sich und andere zu schützen und den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten.

Die Empfehlung richtet sich an Schülerinnen und Schüler in kreisfreien Städten und Landkreisen ab 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche. Es handele sich um eine Empfehlung und keine Verpflichtung, betonte der Minister. Auf einen flächendeckenden Eingriff per Verordnung werde zunächst verzichtet.

Die örtlichen Gesundheitsämter können entsprechend ihrer Einschätzung der Infektionslage in ihrer Kommune darüber hinausgehende Einschränkungen verfügen, wie Tonne erläuterte. Dies wären der Wechselbetrieb, bei dem die Hälfte der Klassen wochen- oder tageweise zu Hause unterrichtet wird, oder auch Schulschließungen.

Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) trägt vor Beginn einer Pressekonferenz zum Schulstart nach den Herbstferien in Niedersachsen einen Mund-Nasen-Schutz.
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) trägt vor Beginn einer Pressekonferenz zum Schulstart nach den Herbstferien in Niedersachsen einen Mund-Nasen-Schutz.  © dpa/Peter Steffen

Update, 22. Oktober, 13.35 Uhr: Söder rechnet weiter mit schnellem Anstieg der Corona-Zahlen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) rechnet damit, dass die Corona-Infektionszahlen zunächst weiter deutlich steigen und mahnt zur Geduld. Er befürchte, dass die Infektionszahlen bald wieder exponentiell in die Höhe schnellen dürften, sagte Söder am Donnerstag im Gesundheitsamt in München. "Wir hoffen, dass dann in zwei Wochen Wirkungen kommen von den Maßnahmen."

Dennoch sei das Gesundheitssystem besser vorbereitet als noch zu Beginn der Pandemie, betonte Söder: "Die Gefahr, dass es uns so erwischt wie im Frühjahr, die Alten-, die Pflegeheime, die Krankenhäuser, ist deutlich reduziert." Die Nachverfolgung von Infektionsketten müsse trotz der rasch ansteigenden Zahlen so lange wie möglich gewährleistet werden, sagte der Ministerpräsident und rief erneut alle Menschen zu Vorsicht und Umsicht auf. "Wenn wir jetzt ein bisschen mehr machen, dann bleibt uns vieles andere dann erspart."

In der Landeshauptstadt München stieg die Infektionsrate je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen am Donnerstag auf über 82, sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) – die Zahl sei "unglaublich hoch". Mithilfe der Maßnahmen erhoffe er sich aber eine Entspannung der Situation: "Ich bin sicher, dass wird die Ergebnisse spätestens zu Ferienbeginn sehen werden. Ich hoffe darauf, dass die Inzidenzwerte nicht weiter steigen und dass wir gemeinsam dieses Thema in den Griff bekommen."

Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Ministerpräsident von Bayern.  © dpa/Peter Kneffel

Update, 22. Oktober, 13.30 Uhr: Erneut Maskenpflicht im Freien in Bulgarien - Proteste in Sofia

In Bulgarien ist wegen schnell steigender Corona-Zahlen seit Donnerstag das Tragen von Schutzmasken auch im Freien wieder obligatorisch, wenn Abstandhalten nicht möglich ist. Damit sollten die Menschen vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus geschützt werden, erläuterte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Donnerstag. "Wir kommen in eine recht ernsthafte Phase", warnte er.

In dem EU-Land mit seinen 6,9 Millionen Einwohnern wurde am Donnerstag mit 1472 Corona-Neuansteckungen ein neuer Höchststand registriert. Insgesamt seien derzeit 14.689 Menschen infiziert. Vor einer Woche waren es noch 9175 gewesen. Seit Beginn der Pandemie haben sich insgesamt 33.335 Menschen angesteckt, 1048 Infizierte starben.

Protestler, die seit gut drei Monaten den Rücktritt der Regierung wegen Korruption verlangen, verbrannten vor dem Gesundheitsministerium demonstrativ Corona-Schutzmasken, da sie das Tragen von Schutzmasken im Freien ablehnen. Aktivisten beklagten, Masken würden ihnen die "Luft zum Atmen nehmen". Zudem seien die Orte im Freien, wo Schutzmasken Pflicht sind, nicht genau definiert.

Gesundheitsminister Angelow beklagte die steigende Zahl der Coronainfizierten beim medizinischen Personal - binnen 24 Stunden habe es 45 neue Fälle gegeben. Insgesamt seien 1727 Ärzte und Krankenschwestern mit dem Coronavirus infiziert.

Demonstranten protestieren vor dem Gebäude der Nationalversammlung in Sofia.
Demonstranten protestieren vor dem Gebäude der Nationalversammlung in Sofia.  © dpa/AP/Valentina Petrova

Update, 22. Oktober, 13.25 Uhr: Schwesig: Verzicht auf Corona-Tests bei Touristen erhöht Unsicherheit

Die gerichtliche Aufhebung der Testpflicht für Touristen aus deutschen Corona-Risikogebieten erschwert nach Ansicht von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Kontrolle über die Virus-Ausbreitung im Nordosten. Die Reisen Tausender Touristen aus Regionen mit teilweise sehr hohen Infektionszahlen nach Mecklenburg-Vorpommern würden unsicherer, weil keine Tests mehr verlangt werden können. 

"Das macht es in Zeiten, wo die Zahlen massiv ansteigen, wo wir den eigenen Bürgern hier vor Ort wieder Einschnitte zumuten müssen, nicht einfacher", sagte Schwesig am Donnerstag in Schwerin.

Am Dienstag hatte das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald die umstrittenen Einreisevorschriften des Landes gekippt. Damit dürfen auch Urlaubsgäste aus Risikogebieten ohne vorherigen Corona-Test anreisen und müssen auch nicht mehr in die zuvor geforderte mehrtägige Quarantäne. Gegen diese, im Ländervergleich schärfsten Maßgaben hatten Hotelbetreiber geklagt und Recht bekommen.

Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.
Manuela Schwesig (SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern.  © dpa/Jens Büttner/dpa-Zentralbild

Update, 22. Oktober, 13.20 Uhr: SPD: "Das frierende Klassenzimmer" ist noch kein Corona-Konzept

Die Schulen sind aus Sicht der SPD-Opposition in Nordrhein Westfalen nach den Herbstferien keineswegs ausreichend gegen die grassierende Corona-Infektionsgefahr geschützt. Maskenpflicht im Unterricht, unpraktikable Anweisungen zum Lüften und ein bürokratisches Luftfilter-Förderprogramm reichten nicht, kritisierte der Schulexperte der SPD-Landtagsfraktion, Jochen Ott, am Donnerstag in Düsseldorf.

Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) setze mit ihren merkwürdigen Stoß- und Querlüftungsvorgaben in der Herbst- und Wintersaison auf "das frierende Klassenzimmer". Rückmeldungen aus der Lehrer- und Elternschaft zeigten in seltener Einigkeit: "Decken im Klassenzimmer verteilen - kann man machen, ist aber kein Konzept", bemängelte der Fraktionsvize. Gebauer verfolge allenfalls "ein rheinisches Konzept", frei nach dem Motto: "Et hätt noch immer jot jejange".

Ab 35 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen seien eine Verkleinerung der Klassen und ein rollierendes Schichtsystem im Unterricht unabdingbar, unterstrich Ott. Dafür ließen sich systematisch außerschulische Lernorte einbinden - etwa in Kooperation mit Jugendeinrichtungen oder der Kirche. In der Ausnahmesituation könnten Lehramtsstudierende im Praxissemester sowie Akteure aus der Jugendhilfe und Kultur rekrutiert werden, schlug er vor.

Die Schulministerin halte stattdessen stoisch an Lehrplänen und Regelabschlüssen fest. "Man will Normalität um jeden Preis." Einen Plan B für noch schlimmere Infektionslagen gebe es nicht. Genau dieses Defizit werde dann aber zu Schulschließungen führen, prognostizierte Ott.

Jochen Ott (SPD) spricht im Landtag.
Jochen Ott (SPD) spricht im Landtag.  © dpa/Federico Gambarini

Update, 22. Oktober, 13.15 Uhr: Masken im Unterricht bei Warnstufe Rot Regelfall - Ausnahmen möglich

Eine Maskenpflicht im Unterricht an weiterführenden Schulen wird es in Rheinland-Pfalz nach den Herbstferien in der Regel bei der Corona-Warnstufe Rot geben. Es werde aber auch Ausnahmen für diese Regel geben können, betonte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) am Donnerstag in Mainz. "Es wird keine landesweite Maskenpflicht in Rheinland-Pfalz geben." 

Es komme immer auf das Infektionsgeschehen vor Ort und auf die Einschätzung der regionalen Taskforces aus Vertretern der Kommunen, Kreisen und der Landesregierung an. Warnstufe Rot bedeutet mindestens 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen (Inzidenz).

Möglich sei mancherorts auch eine Maskenpflicht ab einem Inzidenzwert von 35, wenn die Taskforce dies für hilfreich halte, sagte Hubig. An Grund- und Förderschulen werde der Mund-Nasen-Schutz im Unterricht aber "nur in absoluten Ausnahmefällen" vorgeschrieben werden.

"Kinder und Jugendliche sind nicht die Treiber der Pandemie." Mit Stoßlüften, den Abstands- und Hygieneregeln und mobilen Luftaustauschgeräten in für den Unterricht notwendigen Räumen seien die Schulen gut gerüstet. Diese Geräte seien nur in Einzelfällen notwendig und es sei eine fachgerechte Auswahl entscheidend. Das Umweltbundesamt habe dafür "zeitnah" Empfehlungen angekündigt, denen sie sich anschließen wolle, sagte Hubig. Der Termin sei noch offen.

Eine Mund-Nasen-Bedeckung liegt während einer Unterrichtsstunde einer fünften Klasse des Friedrich-Schiller Gymnasiums neben einem Mäppchen und Schulbüchern auf einem Schultisch.
Eine Mund-Nasen-Bedeckung liegt während einer Unterrichtsstunde einer fünften Klasse des Friedrich-Schiller Gymnasiums neben einem Mäppchen und Schulbüchern auf einem Schultisch.  © dpa/Marijan Murat

Update, 22. Oktober, 13.10 Uhr: Ärztepräsident zweifelt an Alltagsmasken - Lauterbach erbost

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, zweifelt am Nutzen von Alltagsmasken bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. Er sei von den Alltagsmasken nicht überzeugt, "weil es auch keine tatsächliche wissenschaftliche Evidenz darüber gibt, dass die tatsächlich hilfreich sind", sagte er in ZDF-Talkshow "Markus Lanz" vom Mittwochabend. "Schon gar nicht im Selbstschutz und wahrscheinlich auch nur ganz wenig im Schutz, andere anzustecken." Im Zusammenhang mit der Maskenpflicht sprach der Mediziner an einer Stelle von einem "Vermummungsgebot".

Der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach bezeichnete das in einem Tweet als "unentschuldbar" für den "ranghöchsten deutschen Ärztefunktionär". "Aus meiner Sicht ein Rücktrittsgrund, wenn er das nicht sofort zurücknimmt", schrieb er.

Das Robert Koch Institut (RKI) empfiehlt das Tragen von Alltagsmasken in bestimmten Situationen als Baustein, um Risikogruppen zu schützen und die Ausbreitungsgeschwindigkeit zu reduzieren.

Reinhardt sagte, er glaube, dass man den Mund-Nasen-Schutz tragen könne, wo man den Abstand nicht wahren könne, etwa im öffentlichen Nahverkehr oder in Räumlichkeiten, wo man notwendigerweise eng beieinander sei. Zum Tragen an der frischen Luft sagte er: "Ich glaube, dass das wenig bringen wird." 

Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.
Klaus Reinhardt, Präsident der Bundesärztekammer.  © dpa/Wolfgang Kumm

Update, 22. Oktober, 12.50 Uhr: Stegner schlägt Maskenpflicht im Landtags-Plenarsaal vor

Für den schleswig-holsteinischen Landtag hat SPD-Fraktionschef Ralf Stegner angesichts der Corona-Situation eine Maskenpflicht im Plenarsaal vorgeschlagen. Diese sollte bis auf weiteres für alle gelten, die nicht reden, heißt es in einem Schreiben Stegners an Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) und an die anderen Fraktionsvorsitzenden. Das Parlament tritt am nächsten Mittwoch wieder zusammen.

Da die kleinen Plexiglasscheiben im Plenarsaal zwischen den Abgeordneten nur gegen direktes Anhusten schützten, hätten aufgrund der geringen Sitzbreite und der niedrigen Höhe Aerosole ein sehr leichtes Spiel, die Strecke zu überwinden, erläuterte Stegner. Mittlerweile gebe es im Land nicht nur 50 aktiv Corona-Infizierte, sondern über 1000 und bis zum Beginn der Plenartagung sei mit der doppelten Zahl zu rechnen.

"Da wir dieses auch unseren Schülerinnen und Schülern zumuten, scheint mir das vertretbar zu sein, zumal wir in allen Fraktionen Kolleginnen und Kollegen haben, die zumindest statistisch zur Risikogruppe gehören", heißt es in Stegners Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. "Mit Blick auf die besondere Vorbildfunktion, die wir als Abgeordnete haben, wäre das zugleich ein Signal dafür, dass der Gesundheitsschutz Priorität hat und Abstand, Hygiene und Maskenpflicht die Kernelemente unserer Politik sind, um die Krise zu bewältigen."

Oppositionsführer Ralf Stegner (SPD) steht während einer Sitzung des schleswig-holsteinischen Landtags.
Oppositionsführer Ralf Stegner (SPD) steht während einer Sitzung des schleswig-holsteinischen Landtags.  © dpa/Frank Molter

Update, 22. Oktober, 12.45 Uhr: Appell an Schüler - Nahverkehr auch mal früher oder später nutzen

Die Frankfurter Nahverkehrsgesellschaft Traffiq hat Schüler dazu aufgerufen, das gesamte Angebot des öffentlichen Nahverkehrs zu nutzen und damit Menschenansammlungen zu vermeiden. "Oft bietet eine Fahrt früher oder später als gewohnt schon spürbar mehr Platz", teilte Tom Reinhold, Geschäftsführer von Traffiq, am Donnerstag mit. 

Man appelliere deshalb an die Eigenverantwortung der Schülerinnen und Schüler. Am vergangenen Montag hatte nach den Herbstferien wieder die Schule begonnen.

Durch das ungemütlichere Wetter im Herbst stiegen nach den Ferien viele Schüler vom Fahrrad wieder auf Bus und Bahn um. "Und weil natürlich jeder möglichst spät zur Schule und möglichst früh wieder heimfahren will, sind es im dichten Frankfurter Nahverkehrsangebot zumeist nur einzelne Bahnen oder Busse, die stärker besetzt sind, als es in Corona-Zeiten gut ist", hieß es weiter. Zudem rief die Verkehrsgesellschaft dazu auf, sich weiterhin an Abstands- und Maskenregeln zu halten.

Fahrgäste stehen an einer Haltestelle für Busse und Straßenbahnen an der Konstablerwache.
Fahrgäste stehen an einer Haltestelle für Busse und Straßenbahnen an der Konstablerwache.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 22. Oktober, 12.30 Uhr: Sachsen weitet Maskenpflicht aus

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie wird die Maskenpflicht in Sachsen ausgeweitet. Sie soll ab Samstag auch für öffentliche Räume gelten, in denen der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht einzuhalten ist und die Zahl der Neuinfektionen bei mehr als 35 pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen liegt. 

Welche weiteren Schutzmaßnahmen ergriffen werden, lest Ihr >>> hier.

Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).
Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 22. Oktober, 12.25 Uhr: Rote Corona-Ampel für halbes Dutzend Kindergärten in Thüringen

Wegen bestätigter Corona-Infektionen oder vorsorglicher Quarantäne sind in Thüringen nach Angaben des Bildungsministeriums derzeit sechs Kindergärten geschlossen. Betroffen ist vor allem das Risikogebiet Landkreis Sömmerda, wie aus einer Übersicht auf der Website des Ministeriums hervorgeht. Auch für einzelne Einrichtungen im Saale-Holzland-Kreis, im Ilm-Kreis und im Kreis Gotha gilt nach dem Corona-Stufenkonzept des Ministeriums Alarmstufe Rot. Für zahlreiche weitere Kindergärten und Schulen gilt die Vorwarnstufe Gelb.

In Thüringen gilt zur Eindämmung der Pandemie an Schulen und in Kindergärten ein Ampelsystem. Stufe Grün bedeutet Regelbetrieb, bei Gelb gelten erste Einschränkungen, zum Beispiel abwechselnder Unterricht in der Schule und zu Hause. Rot bedeutet in der Regel, dass betroffene Einrichtungen schließen müssen. Die Schulen haben allerdings derzeit ohnehin Herbstferien. 

In Thüringen hat die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen am Donnerstag mit 152 Fällen den Höchstwert seit Pandemiebeginn erreicht.

Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm und einem an der Hand wirft einen Schatten auf eine mit bunten Handabdrücken bemalte Wand einer Kindertagesstätte.
Ein Mann mit einem Kind auf dem Arm und einem an der Hand wirft einen Schatten auf eine mit bunten Handabdrücken bemalte Wand einer Kindertagesstätte.  © dpa/Peter Kneffel

Update, 22. Oktober, 12.22 Uhr: Wien genehmigt 18 Weihnachtsmärkte mit Corona-Konzept

Die traditionellen Wiener Weihnachtsmärkte sollen in diesem Jahr trotz der Corona-Pandemie öffnen. Die österreichische Hauptstadt hat 18 Märkte mit insgesamt 852 Marktständen genehmigt, wie das Marktamt am Donnerstag mitteilte. Am 13. November öffnen etwa der Christkindlmarkt am Rathausplatz und der Weihnachtsmarkt am Stephansplatz.

Die Betreiber haben laut Marktamt in Abstimmung mit Hygienefachärzten ein Corona-Präventionskonzept erarbeitet: So gilt auf allen Weihnachtsmärkten eine Maskenpflicht für Besucher und Standbetreiber. Um Platz für Sicherheitsabstände zu lassen, gibt es 178 Marktstände weniger als im Vorjahr. Für die Umsetzung der Bestimmungen sind die Betreiber zuständig, die zusätzliche Ordner beschäftigen sollen.

Es gehe bei den Weihnachtsmärkten nicht nur darum, ein Stück "Normalität in der Weihnachtszeit" anzubieten, teilte das Marktamt mit. Sie sollen auch dazu beitragen, "dass der Freizeitkonsum in der kalten Jahreszeit nicht nur in geschlossenen Räumen, sondern auch im Freien stattfinden kann". Voraussetzung sei aber das verantwortungsvolle Verhalten der Besucher.

Zahlreiche Menschen haben sich zur Eröffnung des "Wiener Weihnachtstraum" am festlich dekorierten Rathausplatz eingefunden.
Zahlreiche Menschen haben sich zur Eröffnung des "Wiener Weihnachtstraum" am festlich dekorierten Rathausplatz eingefunden.  © dpa/APA/Georg Hochmuth

Update, 22. Oktober, 12.20 Uhr: Versicherung muss Gasthaus für Corona-Schließung entschädigen

In der Klagewelle um die Kosten für Gaststätten, die wegen der Corona-Pandemie schließen mussten, hat ein weiterer Wirt gegen seine Versicherung gewonnen. Das Landgericht München I sprach der Gaststätte Emmeramsmühle am Donnerstag gut 427.000 Euro zu. Damit gab es der Klage des Wirts gegen die Haftpflichtkasse statt.

Die Versicherung hatte sich geweigert zu zahlen. Das Gericht befand nun aber, dass die Klausel, mit der sie ihren Leistungsumfang einschränken wollte, intransparent und unwirksam sei. Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig.

Erst am Mittwoch hatten sich der Wirt der bekannten Gaststätte Paulaner am Nockherberg und die Allianz bei einer ähnlichen Klage außergerichtlich geeinigt. In einem anderen Fall hat das Gericht bereits zugunsten eines weiteren Wirts entschieden. Alleine beim Landgericht München I sind bisher 88 Klagen zu Betriebsschließungsversicherungen eingegangen. 

"Geschlossen" steht auf dem Zettel im Aushang eines Restaurants.
"Geschlossen" steht auf dem Zettel im Aushang eines Restaurants.  © dpa/Boris Roessler

Update, 22. Oktober, 12.15 Uhr: Beratungen über neue Corona-Verordnung dauern an

Die Beratungen über die neue niedersächsische Corona-Verordnung dauern an. Die strengeren Regelungen sollen nach bisheriger Planung an diesem Freitag in Kraft treten. Die Anhörung der kommunalen Spitzenverbände werde bis 13 Uhr fortgesetzt, sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums der dpa. Daher könne die Landesregierung auch noch nicht am Mittag die neuen Regeln in einer Pressekonferenz erläutern.

Wie aus dem Entwurf der neuen Verordnung hervorgeht, sind weitere Einschränkungen vorgesehen: So soll es eine Sperrstunde zwischen 23 und 6 Uhr geben, wenn eine Kommune über dem kritischen Wert von 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche liegt. Steigt der kritische Wert auf 50 Neuinfektionen dürfen Gastronomiebetriebe zudem keine alkoholischen Getränke mehr außer Haus verkaufen. 

Ab dem kritischen Wert von 35 müssen zudem auch unter freiem Himmel Masken getragen werden, wenn Menschen auf engem Raum nicht nur vorübergehend zusammenkommen.

Die Maskenpflicht soll ausgeweitet werden.
Die Maskenpflicht soll ausgeweitet werden.  © dpa/Hauke-Christian Dittrich

Update, 22. Oktober, 12.10 Uhr: Hotelier und Vermieter wollen Beherbergungsverbot kippen

Ein Hotelier und ein Vermieter von Ferienwohnungen haben Eilanträge gegen das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt beim Oberverwaltungsgericht (OVG) eingereicht. Wie ein OVG-Sprecher am Donnerstag in Magdeburg sagte, wollen sie erreichen, dass Urlauber aus Corona-Risikogebieten wieder nach Sachsen-Anhalt kommen dürfen. 

Die Landesregierung habe dies per Verordnung untersagt. Die Eilanträge kommen den Angaben nach aus dem Landkreis Harz und aus Naumburg (Burgenlandkreis). Das Land habe bis zum 26. Oktober Gelegenheit, dazu Stellung zu nehmen.

Wie der Sprecher erklärte, entscheidet das Gericht in einem Eilverfahren per Aktenlage darüber, ob das Beherbergungsverbot vorläufig ausgesetzt wird oder auch nicht. Wann dies sein wird, ist noch unklar. In Sachsen-Anhalt dürfen Hoteliers seit Ende Juni niemanden beherbergen, der aus einem Corona-Hotspot kommt und keinen aktuellen negativen Test vorweisen kann. Als innerdeutsche Risikogebiete gelten Städte und Kreise, in denen es mehr als 50 nachgewiesene Infektionen je 100.000 Einwohner und Woche gibt.

Das Wort "Hotel" steht auf einer Leuchttafel auf einem Hotel.
Das Wort "Hotel" steht auf einer Leuchttafel auf einem Hotel.  © dpa/Frank Rumpenhorst

Update, 22. Oktober, 12.05 Uhr: Stärkerer Rückgang der Beschäftigung wegen Corona im Nordosten

Die Corona-Pandemie hat in Mecklenburg-Vorpommern zu einem stärkeren Rückgang bezahlter Arbeit geführt als im Bundesdurchschnitt. Die Zahl der Beschäftigten sank im zweiten Quartal um zwei Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Schwerin mitteilte. 

Dies sei der dritthöchste Wert unter den Bundesländern nach dem Saarland und Thüringen, hieß es unter Berufung auf Berechnungen des Arbeitskreises Erwerbstätigenrechnung des Bundes und der Länder. Im ersten Quartal hatte es noch ein kleines Beschäftigungswachstum in Mecklenburg-Vorpommern um 0,2 Prozent gegeben.

Bundesweit fiel der Rückgang im zweiten Quartal mit 1,3 Prozent geringer als im Nordosten aus. Im Schnitt der neuen Länder betrug er demnach 1,7 Prozent. Den Statistikern zufolge waren in Mecklenburg-Vorpommern 15.600 Menschen weniger als Arbeitnehmer oder Unternehmer beschäftigt als im zweiten Quartal 2019. 

Die einzelnen Wirtschaftsbereiche waren unterschiedlich stark betroffen. So sank die Zahl der Beschäftigten im produzierenden Gewerbe nur um 1,2 Prozent, im Dienstleistungsbereich hingegen um 2,2 Prozent, in der Landwirtschaft sogar um 3,8 Prozent. Vor allem marginale Beschäftigung - wozu Minijobs gehören - sei abgebaut worden.

Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin.
Ein Schild weist auf die Agentur für Arbeit hin.  © dpa/Sina Schuldt

Update, 22. Oktober, 12 Uhr: RKI-Präsident für Maskenpflicht in Räumen

Der Präsident des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler, hat sich angesichts der steigenden Corona-Zahlen für eine umfangreiche Maskenpflicht in Deutschland ausgesprochen. 

Zur Frage, an welcher Stelle wirklich etwas bewirkt werden könne, sagte Wieler am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Berlin: "Also Maskenpflicht in den Räumen, wo man sich anstecken kann." Wieler erwähnte den öffentlichen Nahverkehr und Geschäfte - wo dies bereits gilt - sowie Innenräume, wo viele Menschen zusammenkämen. Seine Empfehlung sei, das Tragen einer Maske, "in den Bereichen, wo Menschen zusammenkommen, insbesondere in Innenräumen, ganz klar".

Titelfoto: dpa/AP-Pool/Markus Schreiber

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