Coronavirus: Neuer Rekord! Erstmals mehr als 11.000 Infektionen in Deutschland nachgewiesen

Deutschland/Welt - Das Coronavirus wird Deutschland wohl noch lange Zeit beschäftigen. Abstand halten und Maske tragen dürfte deshalb noch für eine ganze Weile an der Tagesordnung stehen. Örtlich kommt es derzeit auch wieder zu schärferen Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren Ausbreitung.

Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.
Eine Frau, die einen Mund-Nasen-Schutz trägt, geht auf der Frankfurter Einkaufsmeile Zeil an einem Aufkleber an einer Schaufensterscheibe mit der Aufschrift "Bitte beachten Sie die Maskenpflicht" vorbei.  © Arne Dedert/dpa

In Deutschland wurden mittlerweile 391.221 Infektionen bestätigt. 9888 Corona-Patienten starben hierzulande an der Infektion oder den Folgen, während knapp 302.100 als genesen gelten (Stand 21. Oktober, 22.28 Uhr).

Die USA haben weltweit die meisten Fälle registriert: Über 8,3 Millionen Infizierte und 221.628 Tote wurden bereits erfasst (Stand 21. Oktober, 22.28 Uhr).

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 41,04 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 1.127.918 Todesfälle (Stand 21. Oktober, 22.28 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 22. Oktober, 5.45 Uhr: Erstmals mehr als 11.000 Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10.000 überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11.287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

Am Donnerstag vergangener Woche waren mit 6638 Fällen erstmals mehr als im Frühjahr gemeldet worden. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühling vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird - und damit auch mehr Infektionen entdeckt werden.

Mit Blick auf stetig steigenden Fallzahlen will das Robert-Koch-Institut am Donnerstag in einem Presse-Briefing im Online-Format zur Entwicklung der Pandemie in Deutschland informieren. RKI-Präsident Lothar Wieler hatte zuletzt den Ernst der aktuellen Lage betont.

"Aktuell ist ein beschleunigter Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten", schreibt das RKI in seinem Lagebericht vom Mittwoch. "Daher wird dringend appelliert, dass sich die gesamte Bevölkerung für den Infektionsschutz engagiert." 

Dazu zählt das RKI unter anderem Abstands- und Hygieneregeln auch im Freien, das Lüften von Innenräumen und - wo geboten - eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Eine Ärztin hält in einer Corona-Teststation am Flughafen Dresden International einen Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen.
Eine Ärztin hält in einer Corona-Teststation am Flughafen Dresden International einen Abstrich für einen Coronavirus-Test in den Händen.  © dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

Update, 21. Oktober, 22.26 Uhr: Jens Spahn bedankt sich "für die vielen guten Wünsche"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat sich am Mittwochabend bei Twitter selbst zu seiner Corona-Infektion geäußert. "Danke für die vielen guten Wünsche", schrieb er.

"Ich bin in häuslicher Isolation und erhole mich mit aktuell nur Erkältungssymptomatik." Er wünsche allen, mit denen er Kontakt hatte, dass sie gesund blieben. "Geben wir weiter aufeinander acht!"

Auf den Tweet antworten binnen einer Stunde mehr als 1000 Nutzer. Bereits zuvor hatten viele Politiker über Twitter Genesungswünsche übermittelt, darunter auch Friedrich Merz, der für den CDU-Vorsitz kandidiert.

"Lieber Jens Spahn, ich weiß aus eigener Erfahrung wie unangenehm eine Infektion mit Corona sein kann. Ich wünsche Dir einen milden Verlauf und baldige Genesung!", schrieb Merz. Spahn war am Mittwoch als erster Minister der Bundesregierung positiv auf Corona getestet worden.

Update, 21. Oktober, 22.19 Uhr: Rummenigge: Erneuter Lockdown wäre "Drama" für Fußball

Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge hat nach dem Corona-Fall des Münchner Profis Serge Gnabry vor weiteren Pandemie-Folgen für die Fußball-Branche gewarnt. Man müsse angesichts aktuell wieder steigender Infektionszahlen "nochmal die Sinne schärfen", mahnte der Vorstandsvorsitzende des Rekordmeisters.

"Ein nochmaliger Lockdown für den Fußball wäre ein Drama", sagte Rummenigge am Mittwochabend dem TV-Sender Sky. Vor dem Auftaktspiel der Bayern in der Champions League gegen Atlético Madrid war die Corona-Infektion von Nationalspieler Gnabry bekanntgeworden.

Rummenigge bedankte sich beim Münchner Gesundheitsamt, das nach einer weiteren Testreihe beim Team die Partie gegen die Spanier erlaubt hatte. Gnabry hatte am Dienstag noch am Training der Münchner teilgenommen. "Wir haben einen Spielplan, der fast gar keine Spielausfälle mehr ermöglicht", sagte Rummenigge.

Wie beim UEFA-Supercup in Budapest wollen die Bayern nun den Behörden die Einrichtung eines Fiebermesstunnels für die Fans beim Einlass ins Stadion vorschlagen, sagte Rummenigge. Damit will der Club eine teilweise Wiederzulassung von Zuschauern erreichen.

Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München.
Karl-Heinz Rummenigge ist der Vorstandsvorsitzende des FC Bayern München.  © Roland Weihrauch/dpa

Update, 21. Oktober, 22.03 Uhr: EU setzt Videogipfel zur Corona-Pandemie an

Die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten werden am Donnerstag kommender Woche in einer Videokonferenz über eine noch engere Zusammenarbeit in der Corona-Pandemie beraten.

"Wir müssen unsere gemeinsamen Anstrengungen zur Bekämpfung von Covid-19 verstärken", teile EU-Ratspräsident Charles Michel am Mittwochabend zur Bekanntgabe des Termins mit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und ihre Kolleginnen und Kollegen hatten sich in der vergangenen Woche bei einem Gipfeltreffen in Brüssel darauf verständigt, die Koordinierung auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs zu verstärken. 

Zudem war vereinbart worden, sich um eine bessere grenzüberschreitende Ermittlung von Kontaktpersonen zu bemühen. Auch könnte es bald Absprachen zu Teststrategien und zur vorübergehenden Beschränkung nicht unbedingt notwendiger Reisen aus Drittstaaten in die EU geben, hieß es.

Update, 21. Oktober, 21.42 Uhr: Fast 27.000 neue Corona-Infektionen in Großbritannien

In Großbritannien sind innerhalb von 24 Stunden fast 27.000 Corona-Neuinfektionen registriert worden. Damit steigt die Gesamtzahl der Ansteckungen auf mehr als 789.000 und die Zahl der Todesfälle auf über 44000, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte.

Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer wegen Mangel an Tests aus. Jeder Landesteil in Großbritannien entscheidet über seine eigenen Maßnahmen im Kampf gegen die zweite Ausbruchswelle. 

Besonders stark betroffen ist der Norden Englands, Teile von Wales, Schottland und Nordirland. In europäischen Statistiken zählt Großbritannien mit seinen knapp 67 Millionen Einwohnern zu den am schlimmsten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern.

Eine Anzeigetafel im Stadtzentrum von Sheffield informiert über das Einsetzen neuer Corona-Einschränkungen.
Eine Anzeigetafel im Stadtzentrum von Sheffield informiert über das Einsetzen neuer Corona-Einschränkungen.  © Danny Lawson/PA Wire/dpa

Update, 21. Oktober, 21.06 Uhr: Saarland meldet Rekord beim Anstieg der Corona-Fälle

Das Saarland hat von Dienstag auf Mittwoch einen Rekordanstieg neuer Corona-Fälle binnen 24 Stunden erlebt. Die Zahl der bestätigten Coronavirus-Infektionen schnellte um 219 Fälle nach oben.

"Das ist mit Abstand der höchste Wert", sagte Regierungssprecher Alexander Zeyer am Mittwochabend der Deutschen Presse-Agentur. Die bislang höchste Zunahme an Corona-Fällen binnen 24 Stunden habe es im Frühling mit einem Wert von 179 gegeben.

Die Zahl der Todesfälle im Saarland betrug am Mittwoch weiterhin 178, wie das Gesundheitsministerium in Saarbrücken mitteilte (Stand 18.00 Uhr). Seit Beginn der Pandemie wurden demnach 4865 Infektionen bestätigt. In Kliniken behandelt werden aktuell 58 Patienten, 17 davon intensivmedizinisch. Als genesen gelten 3601 Saarländer.

Update, 21. Oktober, 20.51 Uhr: Toter bei Corona-Impfstoff-Studie von AstraZeneca in Brasilien

Während der Studie zu einem Corona-Impfstoff des Pharmakonzerns AstraZeneca in Brasilien ist ein Proband gestorben. Dies bestätigte die brasilianische Überwachungsbehörde für Gesundheit, Anvisa, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. 

Dem Fernsehsender "CNN Brasil" zufolge handelt es sich bei dem Toten um einen 28 Jahre alten Mann aus Rio de Janeiro, der wegen Komplikationen im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben sei. Die brasilianische Zeitung "O Globo" berichtete dagegen unter Berufung auf Quellen, die aus rechtlichen Gründen nicht genannt werden wollten, dass der betreffende Freiwillige nicht den Impfstoff, sondern ein Placebo bekommen habe.

Mehr dazu erfahrt Ihr im TAG24-Artikel zum Todesfall in der Corona-Impfstudie.

Die Studie von AstraZeneca soll trotz des Todesfalls planmäßig weiterlaufen.
Die Studie von AstraZeneca soll trotz des Todesfalls planmäßig weiterlaufen.  © Dan Himbrechts/AAP/dpa

Update, 21. Oktober, 20.33 Uhr: Keine neuen Bayern-Ausfälle nach Gnabry-Infektion - Kimmich dabei

Nach dem Corona-Fall Serge Gnabry gibt es beim FC Bayern München keine neuen Ausfälle von Leistungsträgern. Nach dem positiven Test bei Gnabry waren die Münchner Stars am Mittwoch noch einmal getestet worden, danach wurde Grünes Licht für die Partie am Abend gegeben.

Trainer Hansi Flick kann am Mittwoch im ersten Gruppenspiel gegen Atlético Madrid also auf weit mehr als die mindestens 13 Spieler, einschließlich mindestens eines Torhüters, zurückgreifen, die für ein Spiel nötig wären. Das Fehlen von Leroy Sané und Tanguy Nianzou wegen Verletzungen stand schon im Vorfeld fest.

Mit dabei ist am Mittwochabend in der Münchner Arena auch Joshua Kimmich. Der Mittelfeldakteur hatte beim 4:1 der Münchner am Wochenende gegen Arminia Bielefeld in Erwartung der Geburt seines zweiten Kindes noch gefehlt. Er ist der einzige neue Akteur in der Startformation, in der im Vergleich zur Bundesliga-Partie nur Gnabry fehlt. Dieser muss das Spiel aus häuslicher Quarantäne verfolgen. Auch die Neuzugänge sind an Bord, wenngleich erstmal nur auf der Bank.

Update, 21. Oktober, 20.19 Uhr: Negativer Corona-Schnelltest bei Familienministerin Giffey

Familienministerin Franziska Giffey (SPD) ist am späten Mittwochnachmittag negativ auf Corona getestet worden. Wie eine Sprecherin der Deutschen Presse-Agentur sagte, handelte sich um einen Schnelltest. Ein weiterer werde folgen.

Zuvor war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) als erster Minister der Bundesregierung positiv getestet worden. Er hatte am Vormittag noch an der Kabinettssitzung im Bundeskanzleramt teilgenommen und dort am Rande auch mit Giffey gesprochen, wie Fotos zeigen.

Grund für den Test der Familienministerin sei aber vor allem die gemeinsame Pressekonferenz am vergangenen Freitag zur Lage der Kitas in der Pandemie gewesen, hieß es. Giffey hatte da sehr lange gemeinsam mit dem Gesundheitsminister auf dem Podium gesessen.

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert.
Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) hat sich nicht mit dem Coronavirus infiziert.  © Fabrizio Bensch/Reuters-Pool/dpa

Update, 21. Oktober, 20.01 Uhr: Neuer Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Italien

Italien hat bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Mittwoch einen neuen Höchststand verzeichnet. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten knapp 15.200 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Am 16. Oktober hatte das Land mit seinen 60 Millionen Einwohnern erstmals seit Beginn der Pandemie im Februar die Marke von 10.000 überschritten. Außerdem wurden am Mittwoch 127 Covid-19-Tote gemeldet.

Die Dynamik der zweiten Corona-Welle sorgt in Italien zunehmend für Angst vor ernsten Engpässen in den Krankenhäusern. Ministerpräsident Giuseppe Conte forderte die Italiener in einer Rede im Senat in Rom auf, alle nicht notwendigen Reisen zu unterlassen. Es gelte einen großen Lockdown wie im Frühjahr zu vermeiden. Besonders schwer getroffene Regionen wie die Lombardei haben inzwischen begrenzte Verschärfungen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen erlassen.

Insgesamt haben sich in dem Mittelmeerland bisher nachweislich fast 450.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Gesamtzahl der bekannten Todesfälle stieg auf 36.832.

Titelfoto: dpa/Robert Michael/dpa-Zentralbild

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