Coronavirus: RKI meldet 23.804 Neuinfektionen, Inzidenz steigt weiter an

Deutschland/Welt - Deutschland verharrt mindestens bis zum 18. April im Lockdown. Weiterhin sollen die Menschen in Deutschland die Zahl ihrer Kontakte möglichst gering halten. Die aktuellen Entwicklungen zu Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").
Weiterhin gilt: "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön").  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie mehr als 3,13 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Mehr als 2,76 Millionen der Infizierten sollen wieder genesen sein. Insgesamt 79.894 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus verstorben (Alle Datenstände: 17. April, 7.30 Uhr).

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert beträgt laut Robert-Koch-Institut bundesweit 160,7 (Stand 17. April, 5.20 Uhr).

Weltweit gibt es 139,69 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen mehr als 2,99 Millionen Todesfälle (Stand 17. April, 7.30 Uhr).

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 17. April, 7.38 Uhr: Auch Kinder und Jugendliche von Long-Covid-Erkrankung betroffen

In der auf die Behandlung von sogenannten Long-Covid-Erkrankungen spezialisierten Median-Klinik in Heiligendamm werden die Patienten immer jünger.

Wie Chefärztin Jördis Frommhold der Deutschen Presse-Agentur berichtete, werden zunehmend 20- bis 30-Jährige stationär aufgenommen und im letzten Monat auch zwei 18-Jährige. Die Anfragen nach Reha-Angeboten für pädiatrische Patienten häuften sich. Die Klinik stünde auch bereit, Jugendliche ab 14 Jahren in Begleitung eines Erziehungsberechtigten aufzunehmen.

Update, 17. April, 6.25 Uhr: RKI registriert 23.804 Neuinfektionen, Sieben-Tage-Inzidenz steigt weiter am

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.804 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 219 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag nach RKI-Angaben vom Samstagmorgen bundesweit bei 160,7. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 160,1 angegeben, vor vier Wochen hatte sie noch bei 99,9 gelegen. All diese Zahlen geben den Stand des RKI-Dashboards von 05.20 Uhr wieder.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.123.077 nachgewiesene Infektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.765.100 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 79.847.

Laut den Statistiken der Johns-Hopkins-Universität in Baltimore fallen die Zahlen sogar noch etwas höher aus. Demnach gab es hierzulande bereits 3.134.108 Infektionen und 79.894 Todefälle in Folge einer Covid-19-Erkrankung.

In Deutschland wird weiter fleißig getestet, dabei wurden allein in den vergangenen 24 Stunden mehr als 23.000 neue Corona-Fälle erkannt.
In Deutschland wird weiter fleißig getestet, dabei wurden allein in den vergangenen 24 Stunden mehr als 23.000 neue Corona-Fälle erkannt.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 17. April, 4.40 Uhr: Tausende Verfahren wegen Betrugs bei Corona-Soforthilfen

Mit Soforthilfen wollte der Staat Unternehmen schnell und unbürokratisch durch die Corona-Krise helfen - es besteht aber der Verdacht, dass sie in Tausenden Fällen missbraucht wurden.

Im Zusammenhang mit den Hilfen aus dem Frühjahr 2020 gebe es rund 15.000 Strafanzeigen und Ermittlungsverfahren, heißt es in der Antwort des Wirtschaftsministeriums auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Eine hohe Dunkelziffer sei wahrscheinlich.

Update, 17. April, 3.16 Uhr: Mecklenburg-Vorpommern verschärft Einreisebeschränkungen

Wegen der bundesweit hohen Corona-Infektionszahlen schränkt Mecklenburg-Vorpommern die Regeln zur Einreise in das Küstenland weiter ein.

Wer aus einem anderen Bundesland kommt und einen Zweitwohnsitz im Nordosten hat, muss diesen bis spätestens Freitag nächster Woche verlassen, wie die Landesregierung in Schwerin am frühen Samstagmorgen mitteilte. Dies gelte auch für Dauercamper, Kleingartenpächter sowie Bootseigentümer aus anderen Bundesländern.

"Wir sind das Land mit den härtesten Reisebeschränkungen. Und dazu stehen wir", sagte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) am Freitag im Landtag in Schwerin. "Wenn wir all das nicht tun, dann wird es auch keinen Sommerurlaub in MV geben können", betonte die Regierungschefin.

Update, 17. April, 2.33 Uhr: Jugendämter: Zahl der Schulabbrecher könnte sich verdoppeln

Die Jugendämter in Deutschland warnen vor einer höheren Zahl an Schulabbrechern aufgrund der Corona-Krise.

"Mit Blick auf die beiden Abschlussjahrgänge droht sich die Zahl der Schulabbrecher zu verdoppeln", sagte Lorenz Bahr, Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Normalerweise verlassen pro Jahr rund 104.000 junge Menschen ohne Abschluss die Schule.

"Wir rechnen nun mindestens mit einer Verdopplung: 210.000 Schulabbrecher in 2020 und genau so viele noch einmal in diesem Jahr." Diese Entwicklung werde sich durch viele Schichten ziehen, auch Kinder aus der Mittelschicht würden einen "früheren Karriereknick" erleben.

Update, 17. April, 1.27 Uhr: Bätzing schlägt jährlichen Gedenktag für Corona-Tote vor

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz (DBK), Georg Bätzing (60), hat einen jährlichen nationalen Gedenktag für die Toten der Corona-Pandemie vorgeschlagen.

"Die Frage ist, was kommt, wenn die Pandemie endlich endet. Sie war dann ein Einschnitt in unser aller Leben - und zwar quer durch die Gesellschaft. Ich halte es für sinnvoll, dieser Zeit und der vielen Toten regelmäßig zu gedenken", sagte der Limburger Bischof dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Es wäre schön, wenn wir ein Datum finden könnten, das positiv damit verbunden werden kann, wie mit Wissen, Vernunft, Mut und politischer Klugheit der Weg aus einer existenziellen Krise gefunden wurde. Vielleicht wäre solch ein Datum der Tag der ersten Impfung in Deutschland", regte Bätzing an.

Kardinal Georg Bätzing (60) ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.
Kardinal Georg Bätzing (60) ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz.  © Sascha Steinbach/epa Pool/dpa

Update, 17. April, 0.45 Uhr: Hessens Ministerpräsident hat juristische Bedenken bei Ausgangsbeschränkungen

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) hält die im Entwurf für das neue Infektionsschutzgesetz geplanten Ausgangsbeschränkungen für rechtlich problematisch.

"Bereits jetzt gibt es große juristische Bedenken gegen die Ausgangssperre, wie sie in dem Gesetz formuliert ist", sagte der CDU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Bouffier fügte hinzu: "Ich bleibe aber dabei: Man kann ein Land nicht mit Verordnungen und Bereitschaftspolizei regieren." Eine Entmachtung der Länder sieht Hessens Regierungschef in dem Gesetz aber nicht.

Update, 17. April, 0.01 Uhr: Ministerpräsident Hans kritisiert "Voll-Lockdown" und verteidigt Saarland-Modell

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (43, CDU) hadert mit der geplanten bundesweiten Corona-Notbremse, die auch Ausgangsbeschränkungen vorsieht.

"Wenn wir jetzt erneut völlig unkreativ in einen weiteren Voll-Lockdown gehen, wird das zwar irgendetwas helfen", sagte der CDU-Politiker der "Welt". "Aber es wird auch für viel Verdruss sorgen", fügte er hinzu. "Nach 14 Monaten in der Pandemie kann ein modernes Land wie Deutschland, das sich auf die Fahnen schreibt, auch technologisch vorne zu sein, doch nicht auf alle Alternativen verzichten, auf Kontaktnachverfolgungen per App etwa oder regelmäßiges Testen mit Nachweisen, die digital geliefert werden können", zitiert das Blatt den Regierungschef.

Update, 16. April, 20.40 Uhr: Sachsen für die Schweiz wieder Corona-Risikogebiet

Wegen hoher Infektionszahlen steht das Bundesland Sachsen ab kommenden Montag wieder auf der Schweizer Liste der Corona-Risikoländer und -gebiete. Das teilte das Bundesamt für Gesundheit am Freitag in Bern mit.

Dann müssen Reisende, die sich dort in den vorangegangenen zehn Tagen aufgehalten hatten, zur Einreise einen negativen Test vorlegen und nach Ankunft zehn Tage in Quarantäne gehen. Mehr zu diesem Thema lest Ihr im TAG24-Bericht: "Sachsen ist für die Schweiz jetzt Corona-Risikogebiet!".

Wer aus Sachsen einreist, muss nun in der Schweiz in Quarantäne gehen.
Wer aus Sachsen einreist, muss nun in der Schweiz in Quarantäne gehen.  © 123RF/Fedor Selivanov

Update, 16. April, 20.38 Uhr: US-Impfkampagne: Mehr als 200 Millionen Dosen verabreicht

Seit Beginn der Corona-Impfkampagne in den USA Mitte Dezember sind bereits mehr als 200 Millionen Impfungen verabreicht worden. Rund 49 Prozent aller Erwachsenen bekamen bislang mindestens eine Impfdosis, 31 Prozent sind bereits voll geimpft, wie Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC am Freitag zeigten. Insgesamt wurden demnach bislang 202,3 Millionen Dosen verspritzt.

Den CDC-Daten zufolge bekamen bislang knapp 127 Millionen Menschen mindestens eine Impfdosis, 80 Millionen Menschen sind bereits vollständig geimpft. Im Schnitt werden in den USA derzeit täglich gut drei Millionen Menschen geimpft.

Ein Mann betritt einen mobilen Impfwagen in New York.
Ein Mann betritt einen mobilen Impfwagen in New York.  © Kathy Willens/AP/dpa

Update, 16. April, 20.33 Uhr: AfD-Fraktionschef Gauland gegen Covid-19 geimpft

Der Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, Alexander Gauland (80), hat sich gegen Covid-19 impfen lassen. Ein Mitarbeiter der Fraktionschefs teilte am Freitagabend auf Anfrage mit, der AfD-Ehrenvorsitzende habe das Vakzin bereits am Donnerstag erhalten.

Zu der Frage, welcher Impfstoff ihm verabreicht wurde, wolle sich Gauland nicht äußern. "Das sieht er als persönliche Angelegenheit an", sagte sein Mitarbeiter.

Alexander Gauland (80), Fraktionsvorsitzender der AfD, wurde gegen das Coronavirus geimpft.
Alexander Gauland (80), Fraktionsvorsitzender der AfD, wurde gegen das Coronavirus geimpft.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 16. April, 20.30 Uhr: Polizei löst Hochzeitsfeier mit 22 Gästen auf

Eine Hochzeitsfeier mit 22 Gästen hat die Polizei in Rheinland-Pfalz aufgelöst. Die Beamten seien von Zeugen alarmiert worden, berichteten sie am Freitagabend.

In Ulmen hätten sie das Brautpaar, die Gäste und die Vermieterin der Event-Location angetroffen. Sie seien auf die Corona-Bekämpfungsverordnung des Landes Rheinland-Pfalz hingewiesen worden, die derartige Feiern derzeit untersagt. Das Fest wurde aufgelöst. Den Feiernden drohten nun Bußgelder, erklärte die Polizei.

Titelfoto: Daniel Bockwoldt/dpa

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