Coronavirus: Söder für Lockdown-Verlängerung bis Mitte Februar

Deutschland/Welt - Das Coronavirus dürfte Deutschland auch noch in den nächsten Monaten in Atem halten. Auf ausreichend Abstand zueinander achten und Maske tragen sind da noch die geringeren Hürden.

Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.
Eine Joggerin läuft an einem Graffiti mit der Aufschrift "Stay Home - Life is beautiful" ("Bleib zu Hause, das Leben ist schön") vorbei.  © dpa/AP/Marcio Jose Sanchez

Laut der Johns-Hopkins-Universität sind seit Beginn der Pandemie insgesamt 2.052.485 nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. 1.691.700 davon sollen inzwischen wieder genesen sein.

Hierzulande starben bereits insgesamt 46.937 Menschen mit oder an dem Virus.

Die USA haben nach wie vor weltweit die meisten Fälle registriert: Über 23,93 Millionen Infizierte und 397.600 Tote wurden bereits erfasst.

Weltweit gibt es insgesamt mehr als 95,12 Millionen bestätigte Fälle und inzwischen 2.032.516 Todesfälle (alle Angaben Stand 18. Januar, 14.20 Uhr).

Die aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus Sars-CoV-2 gibt es hier im Ticker.

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Update, 18. Januar, 17 Uhr: Wenige Tage nach Impfaktion Corona-Ausbruch in Pflegeheim

Wenige Tage nach Corona-Impfungen in einem Alten- und Pflegeheim im schleswig-holsteinischen Itzstedt ist dort inzwischen bei 33 Menschen das Coronavirus nachgewiesen worden.

Es hätten sich 25 Bewohner und acht Mitarbeiter des "Hauses Itzstedt" infiziert, teilte eine Sprecherin des Kreises Segeberg nördlich vom Hamburg am Montag mit. Wie der Erreger ins Heim kam, sei unklar. Die Impfaktion habe am 9. Januar stattgefunden. Die ersten Corona-Fälle seien am 13./14. Januar festgestellt worden. Ein Impfschutz entstehe in so wenigen Tagen noch nicht, erläuterte auf Nachfrage der Kieler Infektionsmediziner Helmut Fickenscher. Zuvor hatten die "Kieler Nachrichten" berichtet.

Eine ältere Frau bekommt in einem Pflegeheim eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.
Eine ältere Frau bekommt in einem Pflegeheim eine Impfung mit dem Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer.  © Cecilia Fabiano/LaPresse/AP/dpa

Update, 18. Januar, 16.18 Uhr: Söder: Lockdown bis Mitte Februar verlängern

Vor den neuen Bund-Länder-Beratungen zur Corona-Krise fordert Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) eine Fortführung des Lockdowns bis Mitte Februar.

"Wir müssen den Lockdown bis Mitte Februar verlängern", sagte Söder dem "Münchner Merkur" (Dienstag). Auch beim Distanzunterricht an den Schulen und geschlossenen Kitas soll es demnach bis Mitte Februar bleiben. "Wir bleiben bei der bisherigen Linie", sagte der CSU-Politiker.

Söder bekräftigte, dass er für Bayern derzeit keine Verschärfung der geltenden Maßnahmen plant. "Bayern hat jetzt schon eines der höchsten Schutzlevel in Deutschland", sagte er. "Wir sind das Land mit flächendeckender Ausgangssperre, mit einem strengen Radius für Tagesausflügler, haben Kitas geschlossen und alle Schulen im Distanzbetrieb. Seit heute gilt auch die bundesweit strengste FFP2-Maskenpflicht."

"Die Zahlen in Bayern entwickeln sich verhalten positiv. Die Inzidenzen gehen nach unten und die Maßnahmen wirken", sagte Söder. Er warnte allerdings: "Das ist aber kein Anlass, vorzeitig abzubrechen. Wer jetzt über Nacht lockert, riskiert ein Hochschnellen der Zahlen – Irland hat das auf tragische Weise erlebt."

Bis Mitte Februar werde man auch einen besseren Kenntnisstand über die neuen Virus-Mutationen haben. "Der bisherige Lockdown bremst in jedem Fall die gefährlichere Virus-Variante", argumentierte der CSU-Chef.

Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Update, 18. Januar, 16.17 Uhr: Ausrede nach Corona-Party - Sie wussten nicht, dass Pandemie ist

Mit einer ungewöhnlichen Ausrede haben sechs Menschen in England versucht, einer Corona-Strafe wegen einer illegalen Party zu entgehen.

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Update, 18. Januar, 16 Uhr: RKI: Mehr als 6000 Menschen zweifach gegen Covid-19 geimpft

Rund drei Wochen nach dem Covid-19-Impfstart in Deutschland haben mindestens 6581 Menschen die nötige zweite Dosis erhalten.

Das geht aus am Montag veröffentlichten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) in Berlin hervor, die auf den Meldungen der Länder basieren (Stand: 11 Uhr). Die erste Dosis haben demnach bislang insgesamt rund 1,1 Millionen Menschen gespritzt bekommen.

Die höchsten Quoten bezogen auf die erste Dosis weisen im Bundesländer-Vergleich Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein auf (je 2,3 Prozent), die niedrigste hat Baden-Württemberg (1 Prozent).

Weil es bislang nur begrenzte Mengen an Impfstoff gibt, werden derzeit bevorzugt Pflegeheimbewohner sowie Berufsgruppen wie Mediziner und Pflegekräfte geimpft.

Update, 18. Januar, 14.32 Uhr: FFP2-Maskenpflicht in Bayern ohne größere Probleme gestartet

Die FFP2-Maskenpflicht ist in Bayern ohne größere Verwerfungen gestartet. Die allermeisten Menschen hielten sich am Montag an die neue Regelung und trugen im öffentlichen Nahverkehr und beim Einkaufen Masken der Kategorie FFP2 oder höher, die einen deutlich höheren Schutz als Alltagsmasken bieten. Strikt durchgesetzt wurde die Pflicht allerdings noch nicht - für die erste Woche gilt eine Kulanzfrist.

Im Einzelhandel gab es vereinzelt hitzige Diskussionen mit Maskenverweigerern, wie der Geschäftsführer des Handelsverbands Bayern, Bernd Ohlmann, sagte. Von größeren Problemen sei ihm aber nichts bekannt. Die meisten Kunden seien bereits mit FFP2-Maske gekommen.

Beim Umgang der Händler mit der Maskenpflicht gebe es ein geteiltes Bild, sagte Ohlmann. Manche wiesen die Kunden deutlich darauf hin, viele verkauften auch direkt die Masken. Manche betonten aber auch, dass die Überwachung der Maskenpflicht eine staatliche Aufgabe sei. Die Händler seien nicht die Polizei.

Der Handelsverband steht grundsätzlich hinter der Maskenpflicht. Er sieht sie als Türöffner für eine mögliche Öffnung weiterer Geschäfte. Die Beschäftigten im Einzelhandel sind von der FFP2-Maskenpflicht ausgenommen.

Eine Frau trägt bei ihrem Einkauf in einem Supermarkt eine FFP2-Schutzmaske.
Eine Frau trägt bei ihrem Einkauf in einem Supermarkt eine FFP2-Schutzmaske.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 18. Januar, 14.16 Uhr: Polizei beendet illegale Techno-Party in Köln

In einem Waldstück im Osten von Köln haben in der Nacht zum Sonntag etwa 25 Leute eine Techno-Party gefeiert.

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Update, 18. Januar, 14.14 Uhr: Möglicherweise neue Coronavirus-Variante in Garmischer Klinikum

Am Klinikum Garmisch-Partenkirchen ist möglicherweise eine weitere neue Variante des Coronavirus entdeckt worden.

Derzeit würden Proben an der Berliner Charité untersucht, teilte das Klinikum am Montag mit. Bei einem Ausbruch in dem Krankenhaus habe der Verdacht bestanden, dass bei den Infektionen eine veränderte Variante eine Rolle spielen könnte. "Dies hat sich in einer ersten Zwischenmeldung der Charité bestätigt."

In dem Klinikum waren 52 Patienten und 21 Mitarbeiter positiv auf Sars-CoV-2 getestet worden. Noch ist aber unklar, ob die Veränderung wirklich neu ist und ob sie Auswirkungen auf die Ansteckungsrate oder die Schwere der Erkrankung hat.

Update, 18. Januar, 13.57 Uhr: Linksfraktion fordert vor Corona-Beratungen Homeofficepflicht

Vor den Beratungen von Bund und Ländern über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise an diesem Dienstag hat die Linksfraktion sich erneut für strengere Vorgaben für Arbeitgeber beim Thema Homeoffice ausgesprochen.

"Wir fordern, dass die Maßnahmen sich nicht allein auf die Einschränkung des Freizeitverhaltens der Bevölkerung konzentrieren, sondern dass Unternehmen mit einer grundsätzlichen Homeofficepflicht daran beteiligt werden", sagte Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte. Zudem bräuchte es seiner Ansicht nach einen Zuschlag auf Hartz IV, damit sich auch ärmere Menschen FFP2-Masken leisten könnten.

Update, 18. Januar, 13.32 Uhr: Pariser Louvre macht wegen Corona 90 Millionen Verlust

Der Pariser Louvre verzeichnet für das Jahr 2020 einen Besucherrückgang von 72 Prozent. Damit ist die Zahl der Besucher von 9,6 Millionen im Jahr 2019 aufgrund der sechsmonatigen coronabedingten Schließung auf 2,7 Millionen gefallen.

Davon stammten rund 70 Prozent aus Frankreich, wie die Einrichtung bestätigte. Der Louvre wird gewöhnlich von einem Publikum besucht, das zu 75 Prozent aus dem nicht europäischen Ausland stammt, darunter vor allem aus Amerika und China.

Wegen der Pandemie musste der Louvre ab 17. März schließen. Insgesamt war das Museum 2020 rund sechs Monate geschlossen, davon knapp vier Monate im Frühling und zwei Monate im Winter. Den dadurch verursachten Verlust beziffert das Weltmuseum auf 90 Millionen Euro. Ein Teil davon sei vom Staat mit 46 Millionen Euro abgedeckt worden.

Den Pariser Louvre haben wegen Corona im Jahr 2020 viel weniger Touristen besucht als in den Vorjahren.
Den Pariser Louvre haben wegen Corona im Jahr 2020 viel weniger Touristen besucht als in den Vorjahren.  © Elko Hirsch/dpa

Update, 18. Januar, 13.11 Uhr: SPD-Chefs: Statt Lockdown-Verschärfung bessere Durchsetzung

Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans sind zögerlich, was eine Verschärfung des Lockdowns angeht.

Vor allem müsse es jetzt darum gehen, die bestehenden Maßnahmen besser umzusetzen, sagten sie am Montag in Berlin. "Es geht weniger um Verschärfung durch zusätzliche Maßnahmen als um Verschärfung durch eine konsequentere Anwendung", so Walter-Borjans.

Dass der Lockdown verlängert werden müsse, stehe angesichts der Infektionszahlen aber außer Frage. "Die Zahlen sind nicht so zurückgegangen, dass wir schon wieder von einer Kontrolle sprechen können", sagte Esken. Es seien weiter Geduld und Bereitschaft zum Verzicht gefragt.

Titelfoto: Matthias Balk/dpa

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