Coronavirus: Weniger Demonstranten gegen Impfpflicht als erwartet

Deutschland/Welt - In Deutschland verschärft sich die Corona-Lage, die Fallzahlen steigen. Strengere Auflagen treffen jetzt sogar Menschen, die noch nicht gegen das Covid-19-Virus geboostert sind.

Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.
Bundesweit gilt in vielen gesellschaftlichen Bereichen mindestens die 2G-Regel, oft sogar 2G plus.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Der Sieben-Tage-Inzidenzwert liegt bundesweit laut Robert-Koch-Institut bei 940,6 (Vortag: 894,3).

Laut RKI sind seit Beginn der Pandemie rund 9 Millionen nachgewiesene Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 in Deutschland aufgetreten. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte aber deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Insgesamt 117.126 Menschen sind hierzulande mit oder an dem Virus bereits verstorben. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 7,4 Millionen an (alle Daten Stand 26. Januar, 5 Uhr).

Corona in Bayern: Interesse an Impfungen weiter viel zu verhalten
Coronavirus Corona in Bayern: Interesse an Impfungen weiter viel zu verhalten

+++ Ältere Informationen zur Corona-Situation findet Ihr im TAG24-Coronavirus-Newsarchiv +++

Update, 26. Januar, 17.05 Uhr: Lettland: Corona-Neuinfektionen steigen sprunghaft auf Höchststand

Lettland hat den zweiten Tag in Folge einen Rekord bei den Corona-Neuinfektionen verzeichnet.

Die Zahl der registrierten Fälle stieg dabei nach Angaben der Gesundheitsbehörde in Riga vom Mittwoch sprunghaft an: Binnen 24 Stunden wurden 9143 Fälle erfasst - nach 6097 am Vortag. Dies entspricht einer Steigerung von fast 50 Prozent. Der 14-Tage-Inzidenzwert stieg damit auf 3239 Infektionen pro 100.000 Menschen - der mit Abstand höchste Wert in dem baltischen EU-Land seit Beginn der Pandemie.

Nach Behördenangaben gehen rund 86 Prozent der neuen Fälle auf die besonders ansteckende Omikron-Variante zurück.

Update, 26. Januar, 16.07 Uhr: BKA nimmt Telegram stärker ins Visier

Mit Blick auf Hetze und Gewaltaufrufe in Chatgruppen nimmt das Bundeskriminalamt (BKA) den Kommunikationsdienst Telegram stärker ins Visier.

"Insbesondere die Corona-Pandemie hat dazu beigetragen, dass sich Menschen auf Telegram radikalisieren, andere bedrohen oder sogar Mordaufrufe veröffentlichen", erklärte BKA-Präsident Holger Münch am Mittwoch in Wiesbaden.

Zur Aufklärung solcher Straftaten hat das BKA nun eine sogenannte Taskforce eingerichtet, wie die Behörde mitteilte. "Ziel ist es, Tatverdächtige zu identifizieren und strafrechtlich zu verfolgen." Dies geschehe in enger Abstimmung mit den Polizeien der Bundesländer und der Zentralstelle zur Bekämpfung der Internetkriminalität der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main.

Update, 26. Januar, 15.49 Uhr: Sahra Wagenknecht: Bisher keine Symptome nach positivem Test

Nach ihrem positiven Corona-Test hat die Linken-Abgeordnete Sahra Wagenknecht (52) bisher nach eigenen Angaben keine Symptome.

"Ich merke bis jetzt nichts. Entweder kommt es noch, oder ich habe es schon hinter mir", sagte Wagenknecht am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Sie habe am Dienstagmorgen einen PCR-Test wegen der geplanten Teilnahme an der Talkshow von Sandra Maischberger am Mittwochabend gemacht, wo es um die Impfpflicht gehen sollte. "Und heute morgen, ich war schon fast auf dem Weg zum Flughafen, kam das positive Ergebnis."

Wagenknecht, die nach eigenen Angaben nicht geimpft ist, sagte weiter: "Ich hab' natürlich schon immer Respekt davor gehabt, dass ich irgendwann so ein Ergebnis bekomme, und jetzt hoffe ich einfach, dass ich zu denen gehöre, die Glück haben und wo das symptomfrei oder jedenfalls mild verläuft."

Update, 26. Januar, 15.39 Uhr: Biontech-Gründer mit Landesverdienstorden ausgezeichnet

Die Gründer des Impfstoffherstellers Biontech, Özlem Türeci (54) und Uğur Şahin (56), sind mit dem rheinland-pfälzischen Landesverdienstorden ausgezeichnet worden.

Ministerpräsidentin Malu Dreyer (60, SPD) überreichte den Wissenschaftlern die höchste Auszeichnung des Landes am Mittwoch zum Auftakt des 75. Geburtstagsjahres des Bundeslandes in Mainz. Mit der Entwicklung des Corona-Impfstoffs habe das Paar "unzählig vielen Menschen das Leben gerettet", sagte Dreyer in ihrer Laudatio. Die Forscher werden mit dem Orden für ihre außergewöhnlichen wissenschaftlichen und unternehmerischen Verdienste geehrt.

Die Biontech-Gründer Ugur Sahin (56, l) und Özlem Türeci (54) bei der Verleihung des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz in der Staatskanzlei in Mainz.
Die Biontech-Gründer Ugur Sahin (56, l) und Özlem Türeci (54) bei der Verleihung des Verdienstordens des Landes Rheinland-Pfalz in der Staatskanzlei in Mainz.  © Boris Roessler/dpa

Update, 26. Januar, 15.05 Uhr: DFB-Sportgericht sperrt Markus Anfang für ein Jahr

Der ehemalige Werder-Trainer Markus Anfang (47) darf wegen der Nutzung eines gefälschten Impfpasses in dieser Saison nicht mehr als Trainer arbeiten.

Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes sperrte ihn am Dienstag rückwirkend ab dem 20. November für ein Jahr, setzt diese Strafe aber ab dem 10. Juni zur Bewährung aus. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24: "DFB setzt Zeichen: Ex-Werder-Coach Markus Anfang nach Impfpass-Affäre lange gesperrt!".

Markus Anfang (47) muss mindestens bis zum Sommer warten, ehe er wieder als Trainer arbeiten darf.
Markus Anfang (47) muss mindestens bis zum Sommer warten, ehe er wieder als Trainer arbeiten darf.  © dpa/Carmen Jaspersen

Update, 26. Januar, 15.02 Uhr: In Österreich endet Lockdown für Ungeimpfte

Nach mehr als zwei Monaten endet in Österreich am kommenden Montag formal der Lockdown für Ungeimpfte. Das kündigte Kanzler Karl Nehammer (ÖVP) am Mittwoch an. Ein von der Regierung eingerichtetes Experten-Gremium erachte diese Maßnahme als nicht mehr sinnvoll.

Trotz der hohen Infektionszahlen in der aktuellen Corona-Welle drohe keine Überlastung der Intensivkapazitäten in den Kliniken, hieß es. Zugleich bleibe aber die 2G-Regel in weiten Teilen des öffentlichen Lebens erhalten, die Ungeimpften zum Beispiel das Einkaufen nur in Geschäften des täglichen Bedarfs erlaubt. Dafür können Menschen ohne Impfung gegen Corona ab Montag ihr Zuhause auch ohne triftigen Grund verlassen.

Update, 26. Januar, 14.55 Uhr: Weniger Demonstranten gegen Corona-Impfpflicht als erwartet

An den angekündigten Demonstrationen gegen eine Corona-Impfpflicht im Berliner Regierungsviertel haben am Mittwoch zunächst deutlich weniger Menschen teilgenommen als erwartet.

Insgesamt mehr als tausend Demonstranten versammelten sich am Nachmittag an verschiedenen Stellen außerhalb der Absperrungen der Polizei rund um das Reichstagsgebäude.

Die Polizei sprach gegen 14 Uhr von rund 600 Menschen im Bereich des Lustgartens nahe dem Berliner Dom und 300 weiteren Demonstranten auf der Straße Unter den Linden. Dort löste die Polizei eine größere Versammlung wegen Missachtung der Corona-Regeln auf. Einige weitere kleinere Gruppen würden durch die Straßen am Regierungsviertel ziehen, hieß es.

Bis zu zehntausend Demonstranten waren nach den vielen Aufrufen im Internet erwartet worden. Angemeldet waren die Kundgebungen fast alle nicht. Die Polizei sprach zunächst von vier vorläufigen Festnahmen. 1600 Polizisten waren im Einsatz. Der Bereich um das Reichstagsgebäude war weiträumig abgesperrt. Auch zum Brandenburger Tor gab es keinen Zugang.

An mehreren Stellen gab es laut Polizei Rangeleien, weil Demonstranten gegen die Absperrungen drückten oder sich weigerten, den Anweisungen zu folgen.
An mehreren Stellen gab es laut Polizei Rangeleien, weil Demonstranten gegen die Absperrungen drückten oder sich weigerten, den Anweisungen zu folgen.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 26. Januar, 14.26 Uhr: Vorpommern-Greifswald will berufsbezogene Impfpflicht doch umsetzen

Nach Aufregung über Äußerungen des Landkreises Vorpommern-Greifswald hat dieser die Umsetzung der einrichtungsbezogenen Corona-Impfpflicht angekündigt.

Man habe nie angekündigt, diese "nicht umsetzen zu wollen", teilte der Landkreis am Mittwoch mit. "Dies ist rechtlich auch gar nicht möglich. Einen Alleingang des Kreises wird es nicht geben."

Der Kreis habe auf Anfragen ausschließlich auf Probleme bei der Umsetzung verwiesen.

Update, 26. Januar, 14.13 Uhr: Sahra Wagenknecht laut Sprecher mit Coronavirus infiziert

Die Linken-Bundestagsabgeordnete Sahra Wagenknecht hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Es gebe einen positiven PCR-Test, sagte ein Fraktionssprecher am Mittwoch auf Anfrage.

Wagenknecht hatte Ende vergangenen Jahres öffentlich erklärt, sie habe sich nicht gegen Covid-19 impfen lassen.

Im Januar kritisierte Wagenknecht Einschränkungen für ungeimpfte Abgeordnete im Bundestag.

Update, 26. Januar, 14 Uhr: Corona-Lage in Russland spitzt sich zu: Rekord bei Neuinfektionen

In Russland hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen mit fast 74.700 Fällen pro Tag einen neuen Höchstwert erreicht.

Das seien 6800 Neuinfektionen mehr als noch am Vortag, wie aus der Statistik der Regierung in Moskau am Mittwoch hervorgeht.

12.200 Menschen seien innerhalb von 24 Stunden in Krankenhäuser gebracht worden.

Mittlerweile sei die Omikron-Variante des Coronavirus in den meisten Regionen des flächenmäßig größten Landes der Erde nachgewiesen worden, hieß es.

Besonders in Europas größter Metropole Moskau spitzt sich die Lage mit fast 20.000 Neuinfektionen pro Tag deutlich zu. Es wird aber von einer hohen Dunkelziffer ausgegangen.

Die Gesundheitsbehörden der Hauptstadt sprachen von einem "beispiellosen Anstieg der Inzidenz bei Kindern".

Die Zahl der Krankenhauseinweisungen sei in den vergangenen zwei Wochen stark gestiegen.

Planmäßige Aufnahmen in Kinderkliniken würden für zunächst drei Wochen ausgesetzt. Die Behörden riefen die Moskauer auf, geplante Arztbesuche wegen hoher Auslastung zu verschieben.

Schärfere Einschränkungen gibt es in Russland dennoch nicht.

Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Russland ist in den letzten zwei Wochen stark angestiegen und hat sich mehr als vervierfacht.
Die Zahl der täglichen Neuinfektionen in Russland ist in den letzten zwei Wochen stark angestiegen und hat sich mehr als vervierfacht.  © Vitaliy Timkiv/AP/dpa

Update, 26. Januar, 13.48 Uhr: Polen meldet Rekordwert: Mehr als 53.000 Corona-Neuinfektionen

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Polen hat einen Rekordwert erreicht.

Innerhalb von 24 Stunden kamen 53.420 neue Fälle hinzu, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte.

Dies ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie.

Im selben Zeitraum starben 276 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus. Polen hat rund 38 Millionen Einwohner, also knapp halb so viele wie Deutschland.

Die Pandemie gewinne an Tempo, in den kommenden Tagen sei damit zu rechnen, dass die Zahl der täglichen Neuinfektionen auf über 60.000 steigen werde, sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums.

Titelfoto: Fabian Sommer/dpa

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