Erstmals in Deutschland: Mutiertes Coronavirus nachgewiesen!

Stuttgart - Während seit Tagen über die neue Corona-Mutation B.1.1.7 berichtet wird, herrscht nun Gewissheit: Der veränderte Erreger hat auch Deutschland erreicht!

Am Donnerstag herrschte Gewissheit: Die Frau ist mit der Corona-Mutation B.1.1.7 infiziert. (Symbolbild)
Am Donnerstag herrschte Gewissheit: Die Frau ist mit der Corona-Mutation B.1.1.7 infiziert. (Symbolbild)  © Pedro Rances Mattey/dpa

Wie das baden-württembergische Gesundheitsministerium mitteilt, sei die Virus-Variante am Donnerstag bei einer Frau festgestellt worden, die am Sonntag (20. Dezember) eingereist war. "Es handelt sich dabei um den ersten bekannten Fall in Deutschland", heißt es.

Die Mutation B.1.1.7 war erstmals in Großbritannien entdeckt worden.

"Die betreffende Person besucht derzeit Angehörige im Landkreis Freudenstadt in Baden-Württemberg und reiste am Sonntag, 20. Dezember 2020 mit dem Flugzeug aus Großbritannien (London Heathrow) über den Flughafen Frankfurt am Main nach Deutschland ein", heißt es weiter.

Bereits bei der Einreise sei am Flughafen ein Schnelltest aller Passagiere erfolgt, der bei der Frau positiv ausfiel. "Die Person wurde vom Flughafen mit dem Auto von Verwandten abgeholt und befindet sich seitdem in häuslicher Isolation", teilt das Ministerium am Nachmittag mit.

Um die Diagnose zu sichern, sei am Montag ein PCR-Test erfolgt. Auch dieser fiel demnach positiv aus.

"Die Person entwickelte am selben Tag milde Krankheitssymptome. Insgesamt wurden drei enge Kontaktpersonen ermittelt, diese befinden sich ebenfalls in Quarantäne."

Abstrich ging an die Berliner Charité

Die positive Abstrichprobe sei zur Virussequenzierung ans Nationale Konsiliarlabor für Coronaviren an der Berliner Charité gesandt worden. "Heute erfolgte von dort der Nachweis der Virusvariante B.1.1.7. Die engen Kontaktpersonen sind bisher nicht erkrankt, eine Abstrich-Untersuchung der Kontaktpersonen wurde in die Wege geleitet", ist zu lesen.

Das Gesundheitsamt im Landratsamt Freudenstadt stehe dazu in enger Abstimmung mit dem Landesgesundheitsamt und dem Gesundheitsministerium Baden-Württemberg.

Titelfoto: Pedro Rances Mattey/dpa

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