Coronavirus: Trotz Spahns Corona-Infektion weiter Präsenz-Kabinette

Deutschland - Nach ein paar Lockerungen vor wenigen Monaten, steigen die Corona-Zahlen nun wieder an. An vielen Orten werden nun schärfere Maßnahmen eingeführt. Das Coronavirus ist noch lang nicht vorbei. TAG24 berichtet >> hier im Live-Ticker.

Update, 22. Oktober, 18.19 Uhr: Corona: St. Otmar St. Gallen zieht sich aus Handball-Europacup zurück

Der siebenmalige Schweizer Handball-Meistert St. Otmar St. Gallen verzichtet wegen der Corona-Pandemie auf die Teilnahme am diesjährigen European Cup. 

Das Team war gegen das tschechische Vertreter Robe Zubri ausgelost worden. "Eine Reise nach Tschechien, wo zur Zeit ein Lockdown herrscht, wäre aus gesundheitlicher Sicht einfach ein zu großes Risiko und damit nicht zu verantworten", hieß es in einer Pressemitteilung des Vereins am Donnerstag.

Update, 22. Oktober, 18.18 Uhr: Nach positivem Gnabry-Befund: FC Bayern testet vor Frankfurt-Spiel

Nach dem positiven Corona-Test bei Fußball-Nationalspieler Serge Gnabry (25) testet der FC Bayern München seine Stars noch intensiver. 

Nach dpa-Informationen erfolgte am Donnerstagmorgen bereits die nächste Testung, auch mit Blick auf das Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt an diesem Samstag. 

Nachdem der deutsche Fußball-Rekordmeister bisher nur in konkreten Fällen wie bei einem positiven Fall im Umfeld von Kingsley Coman und eben bei Gnabry Mitteilungen veröffentlichte, ist davon auszugehen, dass Trainer Hansi Flick (55) keine neuen Ausfälle einplanen muss.

Vor dem Champions-League-Spiel bei Atlético Madrid (4:0) hatten die Münchner den Kader bereits getestet. Außer Gnabry musste Flick danach auf keinen weiteren Star verzichten. 

"Wir wussten bereits relativ früh, dass er ausfallen wird. Deshalb war es für uns klar, dass wir personell etwas abändern müssen", hatte Trainer Flick gesagt. 

"Wir müssen schauen, dass wir uns nun noch intensiver mit diesen Dingen befassen und uns an die Regeln halten."

Serge Gnabry (25) ist derzeit in Quarantäne.
Serge Gnabry (25) ist derzeit in Quarantäne.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 22. Oktober, 18.14 Uhr: Trotz Spahns Corona-Infektion weiter Präsenz-Kabinette

Trotz der Corona-Infektion von Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hält die Bundesregierung an den Kabinettssitzungen mit Anwesenheit der Regierungsmitglieder fest. 

"Es bleibt bei den physischen Kabinettssitzungen unter den genannten strengen Infektionsschutzregelungen", erklärte ein Regierungssprecher am Donnerstag auf Anfrage. 

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) folge im Hinblick auf den Infektionsschutz grundsätzlich den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts. "Sie lässt sich im Zusammenhang mit Reisen zum Europäischen Rat nach Brüssel auf das Coronavirus testen."

Spahn war am Mittwoch positiv auf das Coronavirus getestet worden. Es geht ihm nach Angaben eines Sprechers des Gesundheitsministeriums "den Umständen entsprechend gut". 

Er habe weiterhin kein Fieber, zeige aber Erkältungssymptome. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem engeren Umfeld des Ministers seien inzwischen ebenfalls auf das Coronavirus untersucht, aber negativ getestet worden. 

"Als Vorsichtsmaßnahme arbeiten sie vorläufig aus dem Homeoffice."

Jens Spahn (40, CDU) am Mittwoch kurz bevor er in Quarantäne ging.
Jens Spahn (40, CDU) am Mittwoch kurz bevor er in Quarantäne ging.  © Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

Update, 22. Oktober, 17.50 Uhr: Verstärkte Corona-Kontrollen in der Hauptstadt - Bundespolizei hilft

Die Hauptstadt-Polizei wird am Wochenende zusammen mit Bundespolizisten verstärkt die Einhaltung der Corona-Regeln in Berlin kontrollieren. 

Am Tag werden 1000 Einsatzkräfte stadtweit unterwegs sein. Darauf verständigten sich Berlins Innensenator Andreas Geisel (54, SPD) und Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU), wie Geisels Behörde am Donnerstag mitteilte.

Ab Samstag gilt in Berlin eine neue Infektionsschutzverordnung. Es gilt eine Maskenpflicht für Wochenmärkte, für zehn Einkaufsstraßen wie Ku'damm und Friedrichstraße, für Warteschlangen und Shoppingmalls. Draußen dürfen sich nur noch 25 statt bisher 50 Menschen treffen.

500 Polizisten aus Berlin und genauso viele vom Bund werden demnach jeweils am Samstag und Sonntag auf Straßen und Plätzen überwachen, ob die Regeln eingehalten werden.

Berlins Innensenator Andreas Geisel (54, SPD).
Berlins Innensenator Andreas Geisel (54, SPD).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 22. Oktober, 17.33 Uhr: 321 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner - Hier ist Deutschlands Mega-Hotspot

Die nordrhein-westfälische Stadt Baesweiler bei Aachen ist ein besonders starker Corona-Hotspot: Dort gibt es 321 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, wie die Städteregion Aachen am Donnerstag mitteilte. 

In der Stadt mit 28.000 Einwohnern seien derzeit 92 Menschen nachweislich mit dem Virus infiziert. In der gesamten Städteregion Aachen liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 127. 

Auch in mehreren anderen Gebieten Nordrhein-Westfalens ist die hohe Schwelle von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen einer Woche mittlerweile überschritten.

"Die Ursache liegt im Wesentlichen bei Familienfeiern", sagte der Bürgermeister von Baesweiler, Willi Linkens (67, CDU), der Deutschen Presse-Agentur. Außerdem hätten sich mehrere Personen bei einer Beerdigung in einer anderen Stadt infiziert und dann zu Hause in Baesweiler Familienmitglieder angesteckt.

Willi Linkens, Bürgermeister von Baesweiler (67, CDU), steht vor dem Rathaus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in diesem Ort zur Zeit bei 321.
Willi Linkens, Bürgermeister von Baesweiler (67, CDU), steht vor dem Rathaus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt in diesem Ort zur Zeit bei 321.  © Henning Kaiser/dpa

Die Behörden ergreifen in der Stadt deshalb jetzt harte Maßnahmen, wie die zuständige Städteregion Aachen mitteilte. Sportplätze und Turnhallen bleiben von diesem Freitag an geschlossen, bei Trauungen oder Beerdigungen dürfen bis zum Jahresende nur noch zehn Menschen zusammenkommen, Konzerte und andere Kulturveranstaltungen werden abgesagt.

Bundesweit lag zuletzt knapp ein Drittel aller vom RKI erfassten Kreise und Städte über dem Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche (Datenstand 21.10.), ab dem vielerorts verschärfte Infektionsschutzmaßnahmen greifen.

Bei rund 30 Kreisen und Städten lag der Wert sogar über 100.

Update, 22. Oktober, 17.29 Uhr: Frankreich weitet Ausgangssperre aus: 46 Millionen Menschen betroffen

Frankreich dehnt die nächtliche Ausgangssperre auf zahlreiche weitere Départements aus. Insgesamt seien nun 54 Departements betroffen, in denen 46 Millionen Bürgerinnen und Bürger leben, sagte Frankreichs Premier Jean Castex (55) am Donnerstag. 

Auch ein französischen Überseegebiet sei betroffen. "Die Situation ist ernst, sie ist ernst in Europa, sie ist ernst in Frankreich", warnte Castex. Der Monat November werde hart.

In Frankreich leben knapp 67 Millionen Menschen. Bisher gilt eine nächtliche Ausgangssperre im Großraum Paris und acht weiteren Metropolen. Ohne triftigen Grund dürfen sich Menschen dort seit dem Wochenende zwischen 21 Uhr abends und 6 Uhr morgens nicht auf der Straße aufhalten. 

Frankreichs Premier Jean Castex (55).
Frankreichs Premier Jean Castex (55).  © Christophe Archambault/POOL AFP/AP/dpa

Es sei noch zu früh, um die Auswirkungen der Ausgangssperre dort zu bewerten, sagte Castex. Abhängig von den Ergebnissen werde man die Lage neu bewerten und möglicherweise die Maßnahmen verschärfen.

Mit mehr als 32.000 gemeldeten Neuinfektionen binnen 24 stunden wurde am Wochenende ein Spitzenwert erreicht. Am Mittwochabend wurden rund 26.600 Neuinfektionen registriert. Besonders die Lage auf den Intensivstationen bereitet große Sorge - gerade in der Hauptstadt Paris sind immer mehr Intensivbetten mit Covid-19-Patienten beleg.

Auch die Zahl der täglich gemeldeten Todesfälle steigt an. Seit dem Wochenende gilt außerdem erneut der Gesundheitsnotstand, mit dem die Regierung weitgehende Beschränkungen per Dekret durchsetzen kann.

Update, 22. Oktober, 17.14 Uhr: Seehofer alarmiert wegen Corona-Zahlen: "Es geht um Hunderttausende"

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) zeigt sich angesichts der steigenden Corona-Infektionszahlen alarmiert. "Es geht nicht um wenige Tausend, es geht um Hunderttausende - auf den Monat gerechnet", sagte er am Donnerstag am Rand der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst in Potsdam. 

"Das wird jetzt sehr sichtbar, dass wir in einer wirklich ernsten, dramatischen Lage sind", sagte Seehofer. "Multiplizieren Sie einmal die Tageszahlen auf einen Monat, dann sehen Sie die ganze Dramatik der Situation." Die Gesundheitsämter hatten einen Rekordwert von 11.287 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet.

Seehofer: "Es geht um eine sehr dynamische Entwicklung, um ein äußerst gefährliches Virus, potenziell tödlich oder mit Langzeitschäden für die Betroffenen verbunden. Deshalb haben wir die Pflicht als Politiker, alles zu tun, was für den Gesundheitsschutz der Bevölkerung erforderlich ist." Seehofer: "Man kann nur immer wieder die Bevölkerung bitten, sich hier vernünftig zu verhalten."

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) am Donnerstag.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) am Donnerstag.  © Christoph Soeder/dpa

Seehofer kündigte einen verstärkten Einsatz der Bundespolizei an. "Wir werden am Wochenende in Berlin massiv Bundespolizei zur Verfügung stellen auf Bitten des Landes Berlin, um die Einhaltung der Regeln zu gewährleisten." Zudem werde der Bund den Gesundheitsämtern stärker beim Nachverfolgen der Kontakte von Infizierten helfen.

Eindringlich wandte Seehofer sich gegen bei manchen verbreitete Meinungen, nach denen das Virus nicht so schlimm ist: "Man muss nicht immer betroffen sein, um an etwas zu glauben." Er betonte, Schäden könnten entstehen "für Nieren, für Herz, für innere Organe". "Wir schauen immer nur auf die Todesfälle", sagte er. Es gelte aber insgesamt: "Das ist schon ernst."

Seehofer teilte mit: "Ich war jetzt wieder in zwei Tests, zum dritten Mal." Er sagte: "Das sind dann auch besondere Gefühle." Eine Infektion festgestellt worden war bei Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU). Andere Mitglieder der Bundesregierung seien negativ getestet worden, hatte es bereits geheißen.

Update, 22. Oktober, 16.49 Uhr: Corona-Gefahr für Liga - Labbadia: "Viel mehr können wir nicht tun"

Auch die Verantwortlichen der Fußball-Bundesliga beobachten die steigenden Corona-Infektionszahlen und die positiven Tests in den Clubs mit Sorge. 

"Wir können nicht viel mehr machen", sagte Hertha-Trainer Bruno Labbadia vor dem 5. Spieltag. am kommenden Wochenende. Sein Club, bei dem der infizierte Neuzugang Matteo Guendouzi isoliert werden musste, würde schon über die ohnehin strengen Hygieneregeln hinaus weitere Maßnahmen ergreifen, berichtete der 54-Jährige. 

So sind fünf junge Spieler, die auch bei der U23 dabei waren, extra separiert worden, "falls da was wäre".

Für Manager Michael Preetz hat sich das auch von anderen Branchen anerkannte Anti-Corona-Konzept der Deutschen Fußball Liga bisher uneingeschränkt bewährt. 

"Natürlich sehen wir alle, wie sich die Zahlen verändern, spüren alle mehr oder wenig, dass die Gefahr präsent ist", sagte Preetz am Donnerstag. Und dass man durch alle Vorsichtsmaßnahmen nicht vor Infektionen gefeit sei. 

Hertha-Trainer Bruno Labbadia (54).
Hertha-Trainer Bruno Labbadia (54).  © Swen Pförtner/dpa

"Deshalb ist es wichtig, dass man alle immer wieder für die Einhaltung der Regeln sensibilisiert." Eigentlich sei das aber gar nicht nötig, weil die Profis auch im privaten Bereich sehen, "was um sie herum passiert".

Bis jetzt funktioniere das System ganz gut, bemerkte Labbadia vor dem Gastspiel der Hertha am Samstag bei Bundesliga-Spitzenreiter RB Leipzig.

Dennoch sei es weiter "kein schönes Gefühl", unter den Bedingungen und ohne die große Fan-Unterstützung Fußball spielen zu müssen: "Das sage ich ganz offen."

Die Sehnsucht nach dem, was Fußball eigentlich mit ausmacht, sei groß. In Leipzig werden am Samstag nur 999 Zuschauer im Stadion sein.

Update, 22. Oktober, 16.20 Uhr: Dänemark macht Grenze dicht

Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. 

Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod am Donnerstag mit. Die Maßnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. 

Für Einwohner Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten.

Update, 22. Oktober, 16.18 Uhr: Infektionszahlen in Dänemark auf neuem Rekordhoch

In Dänemark hat die Zahl der Neuinfektionen ein Rekordhoch erreicht. Von Mittwoch auf Donnerstag wurden 760 neue Fälle von Covid-19 registriert. 

Das teilte das Staatliche Seruminstitut mit. Virologen weisen aber darauf hin, dass die hohe Zahl nicht bedeuten muss, dass sich nun mehr Menschen infizieren als im Frühjahr, weil inzwischen sehr viel mehr getestet werde.

Die dänische Regierung hat angesichts der zunehmenden Neuinfektionen schärfere Maßnahmen in Aussicht gestellt. "Die nächsten zwei bis drei Tage werden entscheidend sein", sagte Gesundheitsminister Magnus Heunicke am Donnerstag. 

Er werde sich strengeren Beschränkungen oder Regeln nicht in den Weg stellen. Schon jetzt muss man in großen Teilen des öffentlichen Lebens in Dänemark einen Mundschutz tragen. Es gilt ein Versammlungsverbot von 50 Personen.

Auch im internationalen Reiseverkehr wurden Einschränkungen erwartet. Die Regierung wollte sich dazu am Donnerstagnachmittag (16 Uhr) äußern. Es wurde erwartet, dass angesichts der hohen Zahlen auch der Reiseverkehr aus Deutschland eingeschränkt wird.   

Dänemarks Gesundheitsminister Magnus Heunicke (45) blickt auf die kommenden Tage.
Dänemarks Gesundheitsminister Magnus Heunicke (45) blickt auf die kommenden Tage.  © Martin Sylvest/Ritzau Scanpix/AP/dpa

Update, 22. Oktober, 16.13 Uhr: Erstmals mehr als 9000 Neu-Infektionen in Niederlanden

In den Niederlanden ist die Zahl der binnen 24 Stunden gemeldeten Corona-Neuinfektionen erstmals auf mehr als 9000 gestiegen. 9283 Fälle seien in diesem Zeitraum registriert worden, 526 mehr als am Vortag, teilte das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Donnerstag mit. 

Die Niederlande gehören zu den am stärksten von der zweiten Welle der Pandemie getroffenen Ländern Europas. Zum Vergleich: In Deutschland mit fast fünfmal so vielen Einwohnern waren zuletzt rund 11.300 Neu-Infektionen in 24 Stunden gemeldet worden.

Auch die Zahl der Patienten in Krankenhäusern und auf den Intensivstationen steigt in den Niederlanden schnell. Inzwischen ist fast jedes zweite Intensivbett mit einem an Covid-19 erkrankten Patienten belegt. 

Am Freitag sollen erste Patienten in deutsche Kliniken verlegt werden. Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen hatten bereits Hilfe zugesagt.

Vor einer Woche war in den Niederlanden ein Teil-Lockdown verhängt worden. Unter anderem mussten alle Gaststätten schließen, Bürger dürfen nur noch drei Gäste am Tag empfangen und sollen öffentliche Verkehrsmittel nur in dringenden Fällen nutzen.

Mark Rutte (53), Premierminister der Niederlande, dürften die neuesten Entwicklungen beunruhigen.
Mark Rutte (53), Premierminister der Niederlande, dürften die neuesten Entwicklungen beunruhigen.  © Stephanie Lecocq/EPA Pool/AP/dpa

Update, 22. Oktober, 16.10 Uhr: Wikipedia und WHO kooperieren bei Infos zu Corona

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und das Onlinelexikon Wikipedia wollen den Zugang zu verlässlichen Informationen über das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 erleichtern. 

Eine entsprechende Kooperation haben die WHO und die Wikimedia Foundation, die gemeinnützige Organisation hinter der Wikipedia, am Donnerstag in Genf vereinbart, wie beide Organisationen mitteilten.

Mit der Zusammenarbeit sollen vertrauenswürdige öffentliche Gesundheitsinformationen unter einer freien Creative-Commons-Lizenz verfügbar gemacht werden. In dieser Zeit hänge die soziale Stabilität zunehmend vom einem gemeinsamen Verständnis der Fakten in der Öffentlichkeit ab.

Das Onlinelexikon Wikipedia will Zugang zu verlässlichen Informationen über das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 erleichtern (Symbolbild).
Das Onlinelexikon Wikipedia will Zugang zu verlässlichen Informationen über das Coronavirus und die Krankheit Covid-19 erleichtern (Symbolbild).  © Jens Büttner/ZB/dpa

Künftig sollen Menschen auf der ganzen Welt über die digitale Wikipedia-Bibliothek einen Zugang zu Infografiken, Videos und anderen Informationen der WHO zur öffentlichen Gesundheit haben, erklärte Wikimedia. Die freie Lizenz ermögliche es auch, die Inhalte mit anderen ohne Beschränkungen teilen zu können.

Mit diesen neuen frei lizenzierten Inhalten könnten die mehr als 250.000 ehrenamtlichen Redakteure von Wikipedia Artikel zu Covid-19 und den Coronavirus Sars-CoV-2 erweitern oder neu anlegen. Derzeit gebe es im Wikipedia-Universum bereits mehr als 5200 Artikel über Coronaviren in 175 Sprachen.

Die Inhalte der WHO würden auch durch das riesige Netzwerk freiwilliger Wikipedia-Mitarbeiter weltweit in nationale und regionale Sprachen übersetzt.

Titelfoto: Markus Schreiber/AP-Pool/dpa

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