Coronavirus in NRW: Massentest wegen Mutationsverdacht an NRW-Klinik

Köln – Die NRW-Politik hat auf die steigenden Corona-Zahlen mit neuen Maßnahmen reagiert. Wir geben einen Überblick auf auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.
Die Corona-Zahlen bleiben in NRW auf hohem Niveau.  © Friso Gentsch/dpa

Die Zahl der Corona-Todesfälle in Nordrhein-Westfalen hat die 10.000er-Grenze überschritten.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen liegt sie bei 10.161, eine Zunahme von 189 gegenüber dem Vortag. Binnen 24 Stunden meldeten die Gesundheitsämter in NRW außerdem 1403 weitere Neuinfektionen.

Der Sieben-Tages-Wert für Corona-Neuinfektionen sank weiter leicht. Die Inzidenz als wichtige Kennziffer der Neuinfektionen binnen einer Woche pro 100.000 Einwohner lag bei 102,4. Am Vortag betrug der Wert 104,1.

Angestrebt ist die Zahl 50 - ab dann können die Gesundheitsämter die Infektionsketten wieder nachvollziehen.

Seit Montag gilt in NRW eine Spezialmaskenpflicht in Bussen und Bahnen, Supermärkten, Arztpraxen und Gottesdiensten.

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Update, 26. Januar, 16.03 Uhr: Massentest an Steinfurter Klinik nach Mutationsverdacht

Alle Mitarbeiter und Patienten einer Steinfurter Klinik werden wegen eines Mutationsverdachts getestet. (Symbolbild)
Alle Mitarbeiter und Patienten einer Steinfurter Klinik werden wegen eines Mutationsverdachts getestet. (Symbolbild)  © dpa/Patrick Pleul

Nach einem Mutationsverdacht am Marienhospital Steinfurt werden alle Mitarbeiter und Patienten vorsorglich auf Corona getestet. Nach Angaben einer Sprecherin wurden am Dienstag insgesamt 1000 Menschen für einen sogenannten PCR-Test abgestrichen.

Alle nicht nötigen Eingriffe wurden zunächst für Mittwoch und Donnerstag abgesagt. Krankentransporte fahren andere Krankenhäuser an. Für Patienten, die die Notaufnahme fußläufig erreichen können, steht das Krankenhaus aber weiter zu Verfügung. Im Haus gilt vorerst ein Besuchsverbot.

An dem zur Uniklinik Münster gehörenden Krankenhaus besteht seit Montagnachmittag der Verdacht, dass drei Personen mit einer Mutation des Coronavirus infiziert sind. Eine Untersuchung habe Hinweise darauf ergeben, sagte ein Kliniksprecher am Dienstag.

Genauere Untersuchungen wurden eingeleitet. Frühestens am Freitag sollen die Ergebnisse vorliegen. Es gebe keine Hinweise, um welche Art von Mutation es sich handeln könnte, sagte der Sprecher weiter. Die Klinik machte keine näheren Angaben zu den betroffenen Personen.

Mutationen des Coronavirus seien in den vergangenen Tagen gehäuft in den Niederlanden aufgetreten, teilte die Klinik weiter mit. "Deshalb wird in den grenznahen Kreisen Nordrhein-Westfalens das Infektionsgeschehen genau untersucht."

Update, 26. Januar, 15.37 Uhr: Kölner Inzidenz bei 85,7

Wie die Stadt Köln mitgeteilt hat, liegt die Inzidenzzahl in Köln am Dienstag bei 85,7. 1.126 Kölnerinnen und Kölner sind aktuell mit dem Corona-Virus infiziert.

Im Krankenhaus befinden sich derzeit 243 Personen, 77 davon auf der Intensivstation. Laut Angaben des Gesundheitsamts sind acht weitere verstorbene Personen gemeldet, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Es handelt sich um eine 76-Jährige, eine 79-Jährige, eine 81-Jährige, eine 83-Jährige, drei 92-Jährige und einen 78-jährigen Mann. Sie waren alle mehrfach vorerkrankt. Bislang sind damit 417 Kölnerinnen und Kölner verstorben, die positiv auf Covid-19 getestet wurden.

Update, 26. Januar, 14.49 Uhr: Kassenärztliche Vereinigung plädierte für entzerrte Terminvergabe

Die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein hat im Vorfeld der Terminvergabe für die Impfung der zuhause wohnenden über 80-Jährigen für ein entzerrtes Verfahren plädiert.

"Wir können bestätigen, dass wir gegenüber dem NRW-Gesundheitsministerium für eine Aufteilung des Aufrufs in kleinere (Alters-)Gruppen plädiert haben, damit nicht so viele Impfberechtigte auf einmal mehr oder weniger gleichzeitig versuchen, an einen möglichst frühen Termin zu gelangen", erklärte ein Sprecher der KVNO am Dienstag auf Anfrage.

Update, 26. Januar, 14.47 Uhr: Wechselunterricht in NRW nach 14. Februar nicht ausgeschlossen

Nordrhein-Westfalens Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) schließt ein Wechselmodell von Distanz -und Präsenzunterricht in NRW in der Corona-Pandemie nicht aus.

"Natürlich denken wir über verschiedenste Modelle nach", sagte Gebauer am Dienstag in Düsseldorf. Ihr Ziel sei zwar, so schnell wie möglich zum Präsenzunterricht zurückzukehren.

Wenn das angesichts der Corona-Infektionszahlen aber nicht möglich sei, "dann bieten sich natürlich auch Wechselmodelle an". Bis zum 14. Februar gelte erst einmal grundsätzlich weiter der Distanzunterricht in NRW, hatte sie zuvor betont.

Einen Zeitpunkt oder Stichtag, ab wann es einen Wechselunterricht geben könne, könne sie aber derzeit noch nicht nennen. Wie es im zweiten Schulhalbjahr in NRW weitergehe, werde sie zunächst mit den Verbänden besprechen.

Update, 26. Januar, 13.25 Uhr: Neues Pandemiegesetz ist laut SPD verfassungswidrig

Die SPD-Opposition hat das von den CDU/FDP-Regierungsfraktionen vorgelegte neue Pandemiegesetz als verfassungswidrig und "bloßen Etikettenschwindel" kritisiert.

Der Entwurf schränke die Rechte des Parlaments ein, sagte SPD-Landtagsfraktionschef Thomas Kutschaty am Dienstag in Düsseldorf. "Und das Ganze soll uns unter dem Deckmantel der Stärkung des Parlaments verkauft werden."

Update, 26. Januar, 11.52 Uhr: Koalition legt neues Pandemiegesetz vor, gültig bis Ende 2022

Die Regierungskoalition hat den Vorschlag für ein neues Pandemiegesetz vorgelegt, das bis Ende 2022 gültig sein soll. Es sieht weiter besondere Befugnisse für die Landesregierung im Katastrophenfall vor (Archivbild).
Die Regierungskoalition hat den Vorschlag für ein neues Pandemiegesetz vorgelegt, das bis Ende 2022 gültig sein soll. Es sieht weiter besondere Befugnisse für die Landesregierung im Katastrophenfall vor (Archivbild).  © Henning Kaiser/dpa

Die Regierungskoalition hat den Vorschlag für ein neues Pandemiegesetz vorgelegt, das bis zum 31. Dezember 2022 gültig sein soll. Es sieht weiter besondere Befugnisse für die Landesregierung im Katastrophenfall vor, bindet aber den Landtag mehr ein. Die Novelle soll am Donnerstag in den Landtag eingebracht werden.

Das bisherige Pandemie-Gesetz ermöglicht der Regierung unter anderem, medizinisches Material zu beschlagnahmen, falls es nötig wird. Es wurde im vergangenen April nach intensiver Debatte beschlossen und bis zum 31. März 2021 befristet.

Das neue Gesetz soll nach dem Willen von CDU und FDP gleich bis Ende 2022 gelten. Es greift allerdings nur, solange der Landtag die "Pandemische Lage" für NRW ausruft - quasi den Corona-Katastrophenfall.

Ein neuer Passus im Gesetzentwurf von Schwarz-Gelb widmet sich der stärkeren Beteiligung des Landtags, die auch von der Opposition immer wieder eingefordert worden war.

"Der Landtag kann pandemische Leitlinien beschließen, die für grundsätzlich drei Monate befristet sind. Die Landesregierung berücksichtigt die vom Landtag beschlossenen Leitlinien bei den von ihr zu treffenden Entscheidungen im Rahmen des pandemischen Geschehens", heißt es zu Beginn der Novelle.

Was die konkreten Änderungen der Coronaschutz-Verordnung angeht, soll sich die Regierung verpflichten, den Landtag vor der Verkündung zu informieren. Abnicken muss der Landtag einzelne Änderungen nicht.

Update, 25. Januar, 18.46 Uhr: Gut 122.000 Menschen in NRW vereinbaren Termine in Impfzentren

In Nordrhein-Westfalens sind am ersten Tag der Impftermin-Vergabe bis 17 Uhr für gut 122.000 Menschen ab 80 Jahren Impftermine vergeben worden. Dies teilte das Gesundheitsministerium am Montag in Düsseldorf mit. Insgesamt seien 244.300 Termine vergeben worden.

Eine Ministeriumssprecherin warb um Verständnis: "Wir haben es mit rund einer Million Impfberechtigten zu tun, die aktuell Termine für eine Schutzimpfung vereinbaren können." Bei einem so großen Vorhaben könne es trotz intensiver Vorbereitungen und Abstimmungen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen "auch mal ruckeln".

Update, 25. Januar, 18.08 Uhr: Laschet findet Impfstart in NRW "gelungen"

Trotz der Anlaufschwierigkeiten beim Impfstart in Nordrhein-Westfalen hat Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) ein positives Fazit gezogen. "Der Impfstart ist gelungen", sagte er am Montag in Berlin nach den ersten Online-Sitzungen der neu gewählten CDU-Spitzengremien.

"Zehntausende haben heute Termine bekommen." Es sei aber von vornherein klar gewesen: "Wenn eine Million Menschen einen Brief bekommen und dann eine Hotline anrufen, dann kann es zu Stauungen kommen. Dann kann es auch zu technischen Problemen kommen."

Am Anfang habe es Probleme gegeben, räumte Laschet ein. "Es muss auch nicht jeder heute anrufen, es reicht auch noch morgen oder übermorgen." Die Termine lägen dann im Februar - "so weit der Impfstoff dann vorhanden ist".

Beim Start der Vergabe von Impfterminen in NRW waren am Montag nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigungen Nordrhein und Westfalen-Lippe wegen eines Ansturms von Bürgern Anmelde-Webseiten im Internet und telefonische Hotlines überlastet gewesen.

Update, 25. Januar, 17.40 Uhr: Impftermine für knapp 65.000 im Rheinland

Zehntausende Impftermine sind am Montag im Rheinland vergeben worden. (Symbolbild)
Zehntausende Impftermine sind am Montag im Rheinland vergeben worden. (Symbolbild)  © Rolf Vennenbernd/dpa

Im rheinischen Landesteil Nordrhein-Westfalens sind am ersten Tag der Impftermin-Vergabe bis 17 Uhr für knapp 65.000 Menschen ab 80 Jahren Impftermine vergeben worden.

Dies teilte die Kassenärztliche Vereinigung Nordrhein am Montag in Düsseldorf mit. Insgesamt seien 129.300 Termine für 64.650 Impflinge vergeben worden.

72 Prozent der Termine seien online gebucht worden, die übrigen 28 Prozent telefonisch über das Call-Center. "Insgesamt wurde über 36 Millionen Mal heute auf unsere Online-Terminvergabe zugegriffen", erklärte ein Sprecher.

Zur Vermeidung einer Überbelastung der Online-Vergabe sei die Anzahl der gleichzeitigen Zugriffe limitiert worden. Es habe kein einziges Zeitfenster gegeben, in dem kein Termin gebucht worden sei.

Die Terminvergabe hatte am Morgen um 08 Uhr begonnen - online und telefonisch. Vor allem am Vormittag hatten viele Impflinge wegen eines zu großen Ansturms zunächst keine Termine vereinbaren können.

Update, 25. Januar, 16.02 Uhr: Kunstmesse Art Düsseldorf nun für Juni geplant

Die wegen der Corona-Pandemie bereits einmal verschobene Kunstmesse Art Düsseldorf ist nun im Juni geplant. Als neuen Termin für die vierte Auflage der jungen Kunstmesse gaben die Veranstalter am Montag den 17. bis 20. Juni bekannt. Die Messe war bereits einmal von November 2020 auf zunächst Mitte April 2021 verschoben worden.

Zum Schutz von Besuchern und Ausstellern werde die Ausstellungsfläche auf die Haupthalle des Areal Böhler limitiert, hieß es weiter. Diese bietet Platz für rund 70 Aussteller. Zur dritten Auflage der Messe im November 2019 waren laut Veranstaltern rund 40.000 Besucher gekommen.

Titelfoto: dpa/Patrick Pleul

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