Coronavirus in NRW: Abwärtstrend gestoppt, Sieben-Tage-Inzidenz leicht gestiegen

Köln – Nach monatelangem Corona-Lockdown gibt es Pläne zur weiteren Pandemie-Bekämpfung. Wir geben einen Überblick auf die aktuelle Corona-Entwicklung in NRW.

Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in NRW am Samstag das erste Mal seit knapp drei Monaten mit 92,4 unter den Wert von 100 gefallen. (Symbolbild)
Die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz ist in NRW am Samstag das erste Mal seit knapp drei Monaten mit 92,4 unter den Wert von 100 gefallen. (Symbolbild)  © Friso Gentsch/dpa

Der Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen in Nordrhein-Westfalen ist vorerst gestoppt. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Montagmorgen einen Wert von 89,9 Coronavirus-Ansteckungen pro 100.000 Einwohner und damit 1,4 mehr als am Vortag.

Dies ist ein kleiner Dämpfer im Kampf gegen die Pandemie, insgesamt ist die Situation aber nicht mehr so angespannt wie in den vergangenen Wochen: Die Sieben-Tage-Inzidenz lag vor zwei Wochen noch bei 158,5 und vor einer Woche bei 128,8.

Binnen eines Tages meldeten die NRW-Gesundheitsämter dem RKI 1676 Neuinfektionen, wie am Montagmorgen bekannt wurde. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg laut dem RKI um 17 auf landesweit 16.252.

In 33 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die Inzidenz inzwischen unter der Marke von 100, die nach mehreren Tagen unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt. Über dem Wert von 165, ab dem es keinen Präsenzunterricht in Schulen geben darf, liegt nur noch Hagen (198,7). Den niedrigsten Wert hat weiter Münster mit 21,3. Auch in Soest (41,4) und Coesfeld (44,0) ist die Infektionslage vergleichsweise gering.

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Update, 17. Mai, 16.55 Uhr: Laschet verteidigt verschiedene Öffnungsregelungen in Ländern

Der CDU-Vorsitzende und nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet hat die unterschiedlichen Corona-Öffnungsregelungen in den Ländern über Pfingsten verteidigt. Wenn Inzidenzen sinken, müssten Grundrechtseinschränkungen zurückgenommen werden, sagte er am Montag in Berlin nach Beratungen der CDU-Spitzengremien.

"Der Zeitpunkt ist jetzt da. Deshalb haben alle Länder sehr verantwortungsvoll Maßnahmen ergriffen, wie bestimmte Bereiche wieder geöffnet werden können", sagte Laschet.

"Dass das in den Ländern unterschiedlich ist, ist doch mehr als sachgerecht. (...) Ich würde das nicht Flickenteppich nennen, sondern angemessene Antworten auf das Infektionsgeschehen."

Laschet rief dazu auf, jetzt auch Impfungen von Kindern und Jugendlichen möglich zu machen. "Unsere Aufgabe in der Politik ist es jetzt, die Kinder und Jugendlichen stärker in den Blick zu nehmen."

Die Politik habe sich lange um die Älteren und besonders Verwundbaren gekümmert und eine Schutzmauer um die Altenheime errichtet. "Aber das, was die junge Generation in den letzten eineinhalb Jahren an Verlust erlebt hat, auch an Bildungsverlust und an vielem Anderen, das müssen wir jetzt mit großen Schritte aufholen."

Update, 17. Mai, 16.15 Uhr: Neue Zahlen für Köln

Mit Stand Montag, 17. Mai 2021, gibt es auf dem Gebiet der Stadt Köln den insgesamt 51.611. (Vortag: 51.250) bestätigten Coronavirus-Fall. Die Inzidenzzahl liegt in Köln aktuell bei 105,3 und die Reproduktionszahl bei 0,77. Dies teilte die Stadt Köln mit.

310 Personen befinden sich derzeit im Krankenhaus in stationärer Quarantäne, davon 121 Personen auf Intensivstationen. In Kölner Krankenhäusern gibt es aktuell 11 freie Intensivplätze, hieß es.

Aktuell seien 2.280 Kölner nachweislich mit dem Coronavirus infiziert.

Update, 17. Mai, 13.39 Uhr: Erste Corona-Impfung: NRW erreicht Quote von knapp 40 Prozent

Seit dem Wochenende haben in Nordrhein-Westfalen sieben Millionen Menschen ihre erste Impfung in der Corona-Pandemie erhalten. Das sind 39,1 Prozent der Bevölkerung, wie das Land per Twitter am Montag mitteilte. Die Angaben basieren auf Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Im Vergleich der Bundesländer liegt NRW damit auf Platz 2.

Nur das Saarland mit 41,4 Prozent hat eine höhere Quote bei den Erstimpfungen. Das Schlusslicht ist Sachsen mit 32,0 Prozent. Die Gesamtzahl der Impfungen liegt in NRW mit 17,9 Millionen Einwohnern bei 8,86 Millionen Menschen.

Update, 16. Mai, 17.15 Uhr: Großer Ansturm auf gedeckte Tische

Die in knapp einem Viertel der NRW-Regionen wieder mögliche Außen-Gastronomie ist nach Verbandsangaben am Wochenende auf eine riesige Nachfrage auch aus anderen Landesteilen gestoßen.

"Trotz des schlechten Wetters gab es häufig Anfragen und Reservierungswünsche von Gästen, vor manchen Terrassen bildeten sich sogar Warteschlangen", sagte Dehoga-Landessprecher Thorsten Hellwig am Sonntag.

Update, 16. Mai, 16.32 Uhr: Panne beim Impftermin-Vergabe in Köln

Im Kölner Impfzentrum hat es am Sonntag eine Panne bei der Terminvergabe für die Corona-Zweitimpfungen gegeben. Menschen hätten für den 16. Mai einen Termin bekommen, obwohl das Impfzentrum geschlossen hat, sagte eine Sprecherin der Stadt.

Update, 16. Mai, 10.12 Uhr: Deutlicher Abwärtstrend bei Neuinfektionen, NRW-Wert bei 88,5

Trotz sinkender Fallzahlen hat die Stadt Köln den Rheinboulevard am Deutzer Rheinufer am Sonntag gesperrt.
Trotz sinkender Fallzahlen hat die Stadt Köln den Rheinboulevard am Deutzer Rheinufer am Sonntag gesperrt.  © Henning Kaiser/dpa

Der deutliche Abwärtstrend bei den Corona-Neuinfektionen hält in Nordrhein-Westfalen an. Das Robert Koch-Institut (RKI) meldete am Sonntagmorgen einen Wert von 88,5 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen im bevölkerungsreichsten Bundesland.

Am Vortag hatte die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz bei 92,4 gelegen und war damit zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten wieder unter die Marke von 100 gefallen. Vor einer Woche hatte die wichtige Kennziffer noch bei 129,2 gelegen.

Binnen eines Tages meldeten die NRW-Gesundheitsämter dem RKI 2117 Neuinfektionen. Am Sonntag vergangener Woche waren es noch 3144 Neuinfektionen. Die Zahl der Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus stieg laut dem RKI um 13 auf landesweit 16.235.

In 35 der 53 Kreise und kreisfreien Städte ist die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz inzwischen unter die Marke von 100 gefallen, die nach mehreren Tagen unter anderem Öffnungen der Außengastronomie erlaubt.

Über dem Wert von 165, ab dem es keinen Präsenzunterricht in Schulen geben darf, liegen nur noch Hagen (201,9) und Leverkusen (165,5). Den niedrigsten Wert hat weiter Münster mit 21,9. In der größten Stadt des Landes Köln lag der Wert am Sonntag bei 89,8. In der Landeshauptstadt Düsseldorf ist der Wert auf 75,1 gesunken.

Update, 16. Mai, 9.03 Uhr: NRW-Staatssekretärin für Integration Güler warnt vor Stigmatisierung

Nordrhein-Westfalens Staatssekretärin für Integration, Serap Güler (40, CDU), warnt vor der zunehmenden Stigmatisierung vermeintlich impfunwilliger Migrantinnen und Migranten in Deutschland. "Paradoxerweise zeigen viele Erfahrungsberichte, dass Impfskepsis unter Bessergestellten stärker verbreitet ist", sagte Güler dem Tagesspiegel (Sonntag).

Nach Gesprächen mit migrantischen Selbstorganisationen und Hausärzten habe sich gezeigt, dass die Skepsis in den migrantischen Gemeinden nicht höher sei als in vielen anderen Gruppen der Gesellschaft.

Es gebe teilweise jedoch Verschwörungserzählungen, die sich verfestigten - wie der Glaube mancher junger Frauen, dass Impfstoffe gegen das Coronavirus unfruchtbar machten oder geimpfte Geflüchtete schneller abgeschoben würden. "Beides ist natürlich absoluter Quatsch", sagte Güler.

Update, 15. Mai, 18 Uhr: Mann stirb kurz nach Corona-Impfung in Klinik

Nach einer Corona-Impfung in einem Impfzentrum in Ennepetal im Ennepe-Ruhr-Kreis hat es am Samstag einen Todesfall gegeben. Wie die Behörden mitteilten, ermittelt die Polizei.

Update, 15. Mai, 12.31 Uhr: Neuer Masken-Auftrag für van Laack: SPD stellt Nachfragen

Nachdem der Hemdenhersteller van Laack sich einen umstrittenen Auftrag über 1,25 Millionen Stoffmasken für die NRW-Polizei gesichert hat, stellt die SPD Nachfragen im Landtag.

Über eine Kleine Anfrage will die Opposition unter anderem wissen, welche Unternehmen sich außer van Laack an der Ausschreibung beteiligt haben. Der Auftrag hatte für Aufsehen gesorgt, weil ihn van Laack schon einmal bekommen hatte, und zwar im November 2020 - damals für 1,30 Euro pro Maske.

Update, 15. Mai, 11.19 Uhr: Anfrageflut auf Camping-Plätze: "Wir werden wirklich überrannt"

Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. Noch gelten in den Bundesländern aber unterschiedliche Regelungen. (Symbolfoto)
Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. Noch gelten in den Bundesländern aber unterschiedliche Regelungen. (Symbolfoto)  © Carsten Rehder/dpa

Die Campingplatzbetreiber erleben angesichts der in Aussicht gestellten Lockerungen eine Anfrageflut. "Wir werden wirklich überrannt", sagte der NRW-Präsident des Bundesverbandes der Campingwirtschaft in Deutschland, Leo Ingenlath.

Die E-Mail-Postfächer platzten förmlich vor Anfragen, und auch die Telefone der Betreiber stünden nicht mehr still.

Viele Plätze seien bereits ab Ostern reserviert gewesen. Mangels Öffnungsmöglichkeiten sei dann Vieles storniert worden.

Zurzeit versuchten noch viele Camper für Pfingsten etwas zu erhaschen. Dabei spiele das Reiseziel kaum noch eine Rolle. "Ich habe den Eindruck, die Leute wollen einfach nur raus aus den eigenen vier Wänden", sagte Ingenlath.

Bei manchen Anfragen nach freien Kapazitäten gehe es erst später darum, wo der Campingplatz eigentlich liege und wo man mit seiner Anfrage letztlich gelandet sei.

Titelfoto: Henning Kaiser/dpa

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