Corona: Landesschülerbeirat fordert Einhaltung der Hygieneregeln beim Sport

Stuttgart - Der Landesschülerbeirat hat heftige Kritik an den Umständen des Sportunterrichts während der Corona-Pandemie geübt.

Schulsport: In Zeiten von Corona nicht ohne. (Symbolbild)
Schulsport: In Zeiten von Corona nicht ohne. (Symbolbild)  © Hendrik Schmidt dpa/lnw

"Dabei können nicht einmal die von der Landesregierung vorgegebenen Hygienemaßnahmen eingehalten werden, Masken zu tragen und Abstände einzuhalten, was die Mehrzahl der baden-württembergischen Schülerinnen und Schüler beunruhigt", sagte der Vorsitzende der Organisation, David Jung, am Montag in Stuttgart. 

Hier könne ein erhöhtes Infektionsrisiko nicht ausgeschlossen werden. Außerdem könnten viele Turnhallen nicht ausreichend belüftet werden.

Ab Klasse 5 gilt an den baden-württembergischen Schulen eine Maskenpflicht im Unterricht und auf den Gängen. Eine Sprecherin des Kultusministeriums sagte, es gebe im Sportunterricht keine Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. 

"Bewegung, Spiel und Sport sind unverzichtbar für eine ganzheitliche Bildung und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Erhaltung der Gesundheit." Deshalb sei wichtig, dass der Sportunterricht inklusive des Schwimmunterrichts auch in der aktuellen Situation weitestgehend stattfinden könne.

Kein Sport mit Körperkontakt

Ausgeschlossen seien allerdings sportliche Betätigungen, für die ein unmittelbarer Körperkontakt erforderlich sei. "Im Hinblick auf die Nachvollziehbarkeit und Unterbrechung von Infektionsketten sind außerdem möglichst konstante Gruppenzusammensetzungen erforderlich."

Wo immer umsetzbar, solle sich deshalb der Unterricht auf die reguläre Klasse oder Lerngruppe beschränken, sagte die Sprecherin des Kultusministeriums weiter.

Sportarten mit großem Abstand und nicht signifikant erhöhter Atemfrequenz und damit verbundener Aerosolbildung erachtet der Landesschülerbeirat als unproblematisch.

Allerdings sieht er die sportliche Betätigung im Freien angesichts der kälter werdenden Temperaturen als kritisch. Außerdem sei das Repertoire der Sporttheorie irgendwann ausgeschöpft.

Titelfoto: Hendrik Schmidt dpa/lnw

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