Coronavirus: Portugal beendet monatelangen Ausnahmezustand

Die Corona-Pandemie ist trotz weltweit gestarteter Impfungen noch längst nicht vorbei. TAG24 hält Euch auf dem Laufenden, wenn es um Neuigkeiten rund um das Coronavirus geht.

Aktuelle Infos erhaltet Ihr in unserem Coronavirus-Liveticker.

Update, 29. April, 23.30 Uhr: Portugal beendet monatelangen Ausnahmezustand

Im Zuge der seit Wochen sinkenden Infektionszahlen geht im früheren Corona-Hotspot Portugal der Ausnahmezustand nach knapp fünfeinhalb Monaten am Samstag zu Ende.

Das bedeute allerdings nicht, dass die Gefahr vorüber sei, warnte Ministerpräsident António Costa (59) am Donnerstagabend in Lissabon. Zur Aufrechterhaltung einiger Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie werde man deshalb eine niedrigere Notstandsstufe in Kraft setzen.

Von den Lockerungen sind nur acht der insgesamt 278 Bezirke des Landes ausgeschlossen, in denen die Lage noch nicht so gut ist wie im Rest des Landes. Betroffen ist vor allem die Urlaubsregion Algarve.

Ein Restaurant in Lissabon, Portugal. Seit Mitte April dürfen Gastronomiebetriebe wie Kneipen, Cafés und Restaurants auch im Innenbereich unter Auflagen wieder Gäste bewirten.
Ein Restaurant in Lissabon, Portugal. Seit Mitte April dürfen Gastronomiebetriebe wie Kneipen, Cafés und Restaurants auch im Innenbereich unter Auflagen wieder Gäste bewirten.  © Pedro Fiuza/XinHua/dpa

Update, 29. April, 21 Uhr: US-Regierung legt Amerikanern Ausreise aus Indien nahe

Angesichts der verheerenden Corona-Lage in Indien legt das US-Außenministerium amerikanischen Staatsbürgern in dem südasiatischen Land die Ausreise nahe.

"Das Außenministerium rät US-Bürgern, nicht in das Land zu reisen oder es zu verlassen, sobald es sicher ist", teilte die US-Botschaft in Neu Delhi mit. Die medizinische Versorgung in Indien sei wegen des Anstiegs der Covid-19-Fälle stark eingeschränkt. "US-Staatsbürger berichten, dass ihnen in einigen Städten die Aufnahme in Krankenhäusern aufgrund von Platzmangel verweigert wird."

Weiterhin gebe es täglich direkte Flüge in die USA. Das US-Außenministerium stuft Indien in den Reisehinweisen auf die höchste Stufe vier ein - "nicht reisen".

Update, 29. April, 20.24 Uhr: Irischer Premier kündigt Corona-Lockerungen an

Der irische Premierminister Micheál Martin hat angesichts einer stabilen Corona-Lage in Irland weitreichende Lockerungen angekündigt.

"Wegen Ihrer harten Arbeit, sind wir nun in einer besseren Situation", sagte Martin am Donnerstag in Dublin nach Angaben des Senders RTÉ. Ab dem 10. Mai dürfen die Iren im eigenen Land wieder reisen und sich draußen in Gruppen von sechs Personen treffen. Am gleichen Tag sollen auch erstmalig Friseure, Museen und Büchereien wieder öffnen dürfen.

Für den 17. Mai ist dann die Wiedereröffnung von Geschäften geplant, für Anfang Juni der Neustart für Hotels und Ferienwohnungen. Die Gastronomie muss sich - genauso wie Fitnessstudios und Schwimmbäder - noch bis zum 7. Juni gedulden.

Update, 29. April, 18.48 Uhr: Forscher rechnen mit weniger Infektionen - Tipps für die Politik

Die Infektionszahlen in der Pandemie werden nach Einschätzung mehrerer Wissenschaftler in Deutschland kaum noch steigen.

"Ich rechne nicht mehr mit einer Zunahme, aber auch nicht mit einer schnellen Abnahme", sagte Mobilitätsforscher Kai Nagel von der TU Berlin am Donnerstagnachmittag bei einer Anhörung im Parlamentarischen Begleitgremium Covid-19-Pandemie des Bundestags. Optimistischer zeigte sich Physikerin Viola Priesemann vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation. Inzidenzen von deutlich unter 50 wie im vergangenen Sommer seien wahrscheinlich in den nächsten Wochen zu erreichen, sagte sie. Grund dafür sei vor allem der Impffortschritt.

Auf Fragen der Abgeordneten antworteten insgesamt vier Wissenschaftler. So riet Eva Grill, Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, zu mobilen Impfteams für sozial schwache Stadt- oder Ortsteile. Man müsse diesen Service zu den Menschen tragen, um sie zu erreichen, sagte sie. Es sei hilfreich, dabei Menschen einzubeziehen, die in Quartieren Anerkennung genießen. Generell sei es auch gut, dort immer wieder Masken zu verteilen und das Tragen zur Gewohnheit werden zu lassen.

Update, 29. April, 18 Uhr: Mehr Rechte für Geimpfte und Genesene: Lambrecht macht Vorschlag

Vollständig Geimpfte und Genesene sollen in der Corona-Krise wieder mehr Rechte bekommen. Insbesondere von Auflagen für private Treffen und nächtlichen Ausgangsbeschränkungen sollen diese Gruppen nach dem Willen von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) ausgenommen werden. Das geht aus einem Verordnungsentwurf hervor, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Auch andere Medien berichteten darüber.

Mehr dazu in unserem TAG24-Artikel über mehr Rechte für Geimpfte.

Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin.
Christine Lambrecht (SPD), Bundesjustizministerin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Update, 29. April, 17.42 Uhr: Tschechien öffnet Einzelhandel in anderthalb Wochen

Tschechien geht erste Schritte aus dem harten Corona-Lockdown. In anderthalb Wochen - vom 10. Mai an - dürfen alle Einzelhandelsgeschäfte wieder öffnen, wie die Regierung in Prag am Donnerstag beschloss.

Dabei ist die Zahl der Kunden im Geschäft begrenzt. Zudem gelten Hygiene- und Abstandsregeln. Die meisten Läden waren gut ein halbes Jahr lang geschlossen.

Eine Woche später soll die Außengastronomie folgen. Bereits von diesem Montag an werden Friseurbesuche möglich, aber nur mit einem negativen Corona-Test. Zudem kehren in Teilen des Landes weitere Schüler an die Grundschulen zurück. Die Testpflicht für Arbeitnehmer in Firmen wurde bis in den Juni hinein verlängert.

Update, 29. April, 17.30 Uhr: NRW-Landtag debattiert über Aktion #allesdichtmachen

Der nordrhein-westfälische Landtag setzt sich am Freitag (10 Uhr) in einer Aktuellen Stunde auf Antrag der AfD-Opposition mit dem Thema Meinungsfreiheit auseinander. Anlass ist die umstrittene Schauspieler-Aktion #allesdichtmachen.

Unter diesem Motto hatten 53 Film- und Fernsehschauspieler in der vergangenen Woche mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. Nach heftiger Kritik und teils Zustimmung aus dem rechten Lager hatten sich mehrere Schauspieler von ihren Beiträgen distanziert und ihr Video wieder aus dem Netz genommen.

Meinungsfreiheit müsse aber auch für unpopuläre Äußerungen gelten, unterstreicht die AfD in ihrem Antrag: "Eine Meinungsfreiheit, die nur populäre oder "Main-stream"-Meinungen schützen würde, ist nichts wert." Dafür müssten alle Demokraten im Landtag gemeinsam ein Zeichen setzen.

Update, 29. April, 16.24 Uhr: Intensivpfleger: "In normalen Zeiten sterben Patienten anders"

Mit eindringlichen und direkten Worten hat ein an Berliner Kliniken tätiger Intensivpfleger die Lage in der Pandemie beschrieben und die Politik kritisiert.

Mehr dazu in unserem TAG24-Artikel.

Ricardo Lange, Intensivpfleger, spricht während einer Pressekonferenz zur weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie.
Ricardo Lange, Intensivpfleger, spricht während einer Pressekonferenz zur weiteren Entwicklung in der Corona-Pandemie.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 29. April, 16.16 Uhr: Mehr als jeder Vierte einmal gegen Corona geimpft

Mehr als jeder Vierte in Deutschland hat mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus bekommen.

Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstag hervor (Stand: 29.4., 13.30 Uhr). 25,9 Prozent der etwa 83 Millionen Menschen im Land erhielt bereits die erste Impfdosis, 7,5 Prozent den vollen Impfschutz. Zudem seien am Mittwoch erstmal mehr als eine Million Impfdosen gespritzt worden - so viele an einem Tag wie noch nie seit Beginn der Impfkampagne.

Alle Stellen verabreichten bislang insgesamt über 27,8 Millionen Impfungen. Davon waren knapp 21,6 Millionen Erstimpfungen. Weitere gut 6,2 Millionen Impfungen wurden für den vollständigen Impfschutz gespritzt. Wegen technischer Probleme lagen die aktualisierten Impfdaten einiger Bundesländer am Donnerstag nicht vor.

Eine Pflegerin wird gegen das Coronavirus geimpft.
Eine Pflegerin wird gegen das Coronavirus geimpft.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. April, 15.50 Uhr: Macron will Restaurants und Läden Mitte Mai schrittweise öffnen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron will Geschäfte, Kultureinrichtungen und Außenbereiche von Restaurants Mittte Mai schrittweise wieder öffnen.

Zum 19. Mai soll der Beginn der landesweiten abendlichen Ausgangssperre von derzeit 19 Uhr auf 21 Uhr nach hinten verlegt werden, kündigte Macron in einem Interview mit mehreren Regionalzeitungen an. Zum 9. Juni soll die Sperrstunde dann erst um 23 Uhr beginnen. Dann sollen auch Cafés, Restaurants und Fitnessstudios komplett wieder öffnen dürfen.

Update, 29. April, 15.44 Uhr: Knapp dreiwöchiger Corona-Lockdown in der Türkei beginnt

Mit einem landesweiten Lockdown will die Türkei die derzeit hohen Corona-Fallzahlen im Land eindämmen.

Alle für den Grundbedarf nicht nötigen Geschäfte sollten ab 19 Uhr Ortszeit (18 Uhr MEZ) am Donnerstagabend schließen. Die Menschen dürfen dann bis zum frühen Morgen des 17. Mai nur noch aus triftigen Gründen wie etwa zum Einkaufen auf die Straße. Supermärkte dürfen in dieser Zeit nur zu bestimmten Tageszeiten und nicht an Sonntagen öffnen.

Von den Restriktionen nicht betroffen sind etwa der Bausektor und Betriebe, die für die Aufrechterhaltung von Produktion und Lieferketten wichtig sind. Reisen zwischen Städten sind nur mit Genehmigung möglich. Touristen sind von den Ausgangsbeschränkungen ausgenommen. Es handelt sich um die strengste Maßnahme in der Türkei seit Beginn der Pandemie.

Update, 29. April, 15.33 Uhr: EU-Experten prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach Impfung

Die Experten der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) prüfen Fälle von Herzmuskelentzündungen nach einer Impfung mit den Präparaten der Hersteller Pfizer/Biontech und Moderna. Das teilte die Behörde am Donnerstag in Amsterdam auf dpa-Anfrage mit.

"Zur Zeit gibt es keinen Hinweis, dass diese Fälle mit dem Impfstoff zusammenhängen", teilte die EMA mit. Myokarditis (Herzmuskelentzündung) komme jedoch im Zusammenhang mit einer Covid-19 Erkrankung häufiger vor.

Die EMA machte keinerlei Angaben über die Zahl der Fälle. Betroffen seien die sogenannten mRNA-Impfstoffe. In der EU sind das die Präparate von Biontech/Pfizer und Moderna.

Update, 29. April, 15.23 Uhr: Bürgermeister: New York macht im Juli wieder ganz auf

New York will im Juli alle Corona-Beschränkungen wieder aufheben.

"Unser Plan ist, New York vom 1. Juli an wieder voll zu öffnen", sagte Bürgermeister Bill de Blasio am Donnerstag dem TV-Sender MSNBC. "Wir sind bereit dafür, dass Läden wieder öffnen, Unternehmen wieder öffnen, Büros, Theaters, volle Kraft." Weitere Details nannte der Bürgermeister zunächst nicht.

Viel fehlt zu einer kompletten Öffnung der Millionenmetropole an der amerikanischen Ostküste schon jetzt nicht mehr: Bis auf Großveranstaltungen ist das Meiste erlaubt und geöffnet - wenn auch fast immer mit Abstands-, Hygiene- und Maskenvorschriften sowie teils eingeschränkten Kapazitäten.

Bill de Blasio (59), Bürgermeister von New York.
Bill de Blasio (59), Bürgermeister von New York.  © Kevin Hagen/AP/dpa

Update, 29. April, 15.04 Uhr: Philosoph Precht kritisiert generelle Verweigerer von Corona-Regeln

Der Autor und Philosoph Richard David Precht hat generelle Verweigerer der politisch verordneten Corona-Schutzmaßnahmen kritisiert. Auf dem Digital- und Medienkongress "4Gamechangers" in Wien appellierte er am Donnerstag zugleich an Pflichtbewusstsein und Gemeinsinn in der Gesellschaft.

Precht betonte: "Ich rede über die Leute, die jetzt sagen: 'Der Staat hat mir nichts zu sagen. Das ist ein Eingriff in meine persönliche Freiheit, wenn mich jemand zwingt, eine Maske zu tragen'." Er zog einen Vergleich zur Verpflichtung, Steuern zu zahlen. "Es geht nicht darum, was ich persönlich über meinen Steuersatz denke, sondern es geht darum, dass ich meine Steuern zu zahlen habe." Das gelte für Corona-Maßnahmen genauso.

Update, 29. April, 14.48 Uhr: Marke von 30 Millionen bestätigten Corona-Fällen in der EU erreicht

In der Europäischen Union sind mittlerweile mehr als 30 Millionen Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden.

Wie aus den am Donnerstag aktualisierten Zahlen der EU-Gesundheitsbehörde ECDC hervorgeht, gab es im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) bis zum Ende der vergangenen Woche knapp 30,29 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Zieht man davon die Zahlen der Nicht-EU-Länder Norwegen, Island und Liechtenstein ab, kommt man für die verbleibenden 27 EU-Staaten auf rund 30,17 Millionen Fälle. Das sind rund 845.000 mehr als vor einer Woche.

Update, 29. April, 13.53 Uhr: Schäuble ruft Bundestagsabgeordnete zur Impfung auf

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat die gut 700 Abgeordneten des Deutschen Bundestags zur Corona-Impfung aufgerufen.

Eine Terminbuchung sei ab sofort über ein Buchungssystem der Bundestagsverwaltung möglich, teilte Schäuble den Abgeordneten am Donnerstag in einem Schreiben mit. Er hoffe sehr, dass mit dem Impfangebot ein wichtiger Schritt zur Normalisierung der parlamentarischen Arbeit getan werden könne, weil diese in besonderer Weise auch auf persönliche Kontakte angewiesen sei, schrieb der Bundestagspräsident. "Deswegen bitte ich Sie dringend darum, das Angebot anzunehmen, soweit Sie noch nicht geimpft sind."

Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident, kommt zur Sitzung des Bundestags.
Wolfgang Schäuble (CDU), Bundestagspräsident, kommt zur Sitzung des Bundestags.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 29. April, 13.30 Uhr: Söder: Genesene Corona-Patienten werden mit Geimpften gleichgestellt

Bayern will in der kommende Woche genesenen Corona-Patienten mit vollständig Geimpften und negativ Getesteten gleichstellen.

"Wir werden nächste Woche die Gleichstellung von Genesen auf den Weg bringen", sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Donnerstag in München. In dieser Woche hatte das Kabinett zweifach Geimpfte mit negativ Getesteten gleichgestellt. Das bedeutet etwa, dass sie bei einem Friseurtermin keinen negativen Test mehr vorlegen müssen.

Update, 29. April, 13 Uhr: Spahn: Impfung für Kinder ab zwölf "spätestens in den Sommerferien"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat Corona-Impfungen für über 12-Jährige im Sommer in Aussicht gestellt.

"Stand heute, wenn nichts Ungewöhnliches passiert: Spätestens in den Sommerferien werden wir die über 12-Jährigen dann impfen können, wenn die Zulassung da ist", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin.

Gleichzeitig warnte der Minister vor zu hohen Erwartungen für den Juni – spätestens dann soll der Bundesregierung zufolge die Impfpriorisierung enden. "Wir müssen jetzt ein bisschen aufpassen mit diesem Juni, dass der nicht so überfrachtet wird mit Erwartungen", forderte Spahn.

Im Juni käme zwar wohl so viel Impfstoff wie in keinem Monat zuvor, aber "nicht so viel, dass wir alle zwischen zwölf und 60 mal eben im Juni impfen können". Es sei wichtig, dass nicht der Eindruck entstehe, dass sofort alle Jugendlichen geimpft werden könnten.

Update, 29. April, 12.30 Uhr: WHO: Jetzt mehr Corona-Geimpfte als Infizierte in Europa

In Europa sind laut Weltgesundheitsorganisation WHO mittlerweile mehr Menschen vollständig gegen Corona geimpft worden als insgesamt mit dem Virus nachweislich infiziert gewesen sind.

Es sei 462 Tage her, dass die ersten Infektionen in der europäischen Region gemeldet worden seien, sagte der Regionaldirektor der WHO Europa, Hans Kluge, am Donnerstag. Seitdem sei das Virus bei 5,5 Prozent der gesamten europäischen Bevölkerung nachgewiesen worden, während sieben Prozent vollständig geimpft worden seien.

Trotz sinkender Zahlen neuer Infektionen, Krankenhausaufenthalte und Todesfälle bleibe die Bedrohung durch das Coronavirus jedoch bestehen, sagte Kluge auf seiner regelmäßigen Pressekonferenz, die er diesmal auf Russisch abhielt. "Das Virus trägt immer noch das Potenzial in sich, verheerende Auswirkungen zu haben."

Update, 29. April, 12.10 Uhr: Spahn: Hoffnung, aber noch keine Entwarnung bei Corona-Lage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat trotz erster Anzeichen einer Stabilisierung der Corona-Infektionszahlen zu weiter nötigen Eindämmungsmaßnahmen aufgerufen.

"Es gibt Hoffnung, aber es gibt noch keine Entwarnung", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Der steile Anstieg der Infektionszahlen habe vorerst gebremst werden können, dies reiche aber nicht, sie seien insgesamt noch zu hoch.

"Die Zahlen müssen nicht nur stagnieren, sie müssen weiter runter." Intensivstationen in Kliniken seien in zu vielen Regionen weiter zu voll, teilweise müssten Corona-Patienten verlegt werden.

Spahn betonte, dass die Impfungen weiter vorankommen. Dies schaffe die Voraussetzung dafür, dass wieder mehr Alltag möglich werden kann.

Update, 29. April, 11.50 Uhr: Biontech will in Kürze Impf-Zulassung für Kinder ab 12 beantragen

Der deutsche Impfstoffhersteller Biontech und sein US-Partner Pfizer wollen in Kürze die Zulassung ihres Corona-Vakzins für Kinder ab zwölf Jahren in der EU beantragen.

Dieser Antrag werde voraussichtlich "in den nächsten Tagen" bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA gestellt, sagte eine Unternehmenssprecherin am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

"Wir haben die Studiendaten für die 12- bis 15-Jährigen in den USA für die bedingte Zulassung eingereicht, in Europa sind wir in den letzten Zügen vor der Einreichung", zitierte das Nachrichtenmagazin Biontech-Chef Uğur Şahin (55). Die Prüfung eines Zulassungsantrags für Corona-Impfstoffe bei der EMA dauert in der Regel wenige Wochen. Bislang können in Deutschland Kinder nicht geimpft werden.

Biontech und Pfizer hatten kürzlich mitgeteilt, dass eine klinische Studie in der Altersgruppe von 12 bis 15 Jahren in den USA eine Wirksamkeit von 100 Prozent gezeigt habe. Die Impfung sei gut vertragen worden.

Biontech-Chef Uğur Şahin (55).
Biontech-Chef Uğur Şahin (55).  © Bernd von Jutrczenka/dpa-Pool/dpa

Update, 29. April, 11.15 Uhr: Polizisten wegen Corona für Absage planbarer Großereignisse

In der Pandemie schlage den Beamten häufig die Wut von Bürgern entgegen, die mit den Regelungen der häufig aktualisierten Corona-Schutzverordnungen unzufrieden seien, berichtete Stefanie Loth, Schutzpolizistin und Personalrätin aus Rheinland-Pfalz.

Die Polizei erlebe oft, "dass sich fünf Handys auf uns richten, da sind wir noch gar nicht richtig eingetroffen".

Die Gewerkschaft rief dazu auf, während der Corona-Pandemie auf planbare Großereignisse zu verzichten. Fortschritte sind laut Schilff bei der Impfkampagne für die Polizei zu beobachten. Er sagte, die Beamten in der Bereitschaftspolizei oder im Einsatz- und Streifendienst seien inzwischen größtenteils geimpft.

Update, 29. April, 10 Uhr: Gysi fordert Schritte aus dem Corona-Lockdown

Der außenpolitische Sprecher der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi (73), hat Corona-Lockerungen im öffentlichen Leben gefordert.

"In der Freizügigkeit der Leute gibt es nur Beschränkungen, also wir müssen hier einen anderen Weg gehen und zwar zügig", sagte er im ARD-"Morgenmagazin". "Wenn von jemandem keine Gefahr ausgeht - also negativ getestet oder zwei mal geimpft - wieso kann ich seine Grundrechte immer noch einschränken?"

Etwa Außenbereiche der Gastronomie oder Geschäfte sollten bei Einhaltung der Hygienemaßnahmen demnach öffnen dürfen. «Ich meine auch, dass bei uns wirklich viel Chaos herrschte, auch Planlosigkeit und was das schlimmste ist, es wird immer die Logik verletzt», sagte Gysi. Hoffnung sei das, was die Menschen bräuchten: «Und Hoffnung geben wir nur, indem wir Schritt für Schritt auch lockern und nicht immer alles dicht machen».

Update, 29. April, 9.30 Uhr: Luftwaffe soll von Samstag an Corona-Hilfe nach Indien fliegen

Die Luftwaffe soll von Samstag an medizinische Hilfsgüter in das von der bislang schlimmsten Corona-Welle erfasste Indien fliegen.

In der kommenden Woche werde zudem eine komplexe Anlage zur Herstellung von Sauerstoff mit zwei A400M-Transportflugzeugen in das Land gebracht, teilte das Verteidigungsministerium am Donnerstag mit. Für den Aufbau der Anlage und eine Einweisung seien dann vor Ort 16 Sanitätssoldaten vorgesehen.

Geplant sei, im Auftrag des Bundesgesundheitsministeriums in einem ersten Flug am Samstag 120 Beatmungsgeräte nach Indien zu bringen, hatte das Ministerium zuvor erklärt.

Update, 29. April, 9.20 Uhr: Moderna will 2021 bis zu einer Milliarde Corona-Impfdosen liefern

Der US-Pharmakonzern Moderna erhöht seine Produktion von Corona-Impfstoff und will allein in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Dosen ausliefern.

Im kommenden Jahr sollen es bis zu drei Milliarden Impfdosen sein, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Es verwies zudem auf Studienergebnisse, wonach der Impfstoff länger im Kühlschrank bei 2 bis 8 Grad haltbar sei als bisher angenommen, nämlich drei Monate statt einem. Das würde die Handhabe des ansonsten bei minus 20 Grad gelagerten Vakzins erleichtern.

Die EU hat in zwei Rahmenverträgen bis zu 460 Millionen Dosen von Moderna bestellt, darunter eine Option auf 150 Millionen Dosen, die erst 2022 geliefert würden.

Moderna gehe davon aus, dass sowohl für Auffrischungen von bereits Geimpften als auch für die Impfung von Kindern und Jugendlichen auch in den nächsten Jahren große Mengen Corona-Impfstoff benötigt werden. Der mRNA-Impfstoff könne auch an Varianten schnell angepasst werden.

Der US-Pharmakonzern Moderna erhöht seine Produktion von Corona-Impfstoff und will allein in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Dosen ausliefern.
Der US-Pharmakonzern Moderna erhöht seine Produktion von Corona-Impfstoff und will allein in diesem Jahr bis zu eine Milliarde Dosen ausliefern.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 29. April, 7.45 Uhr: Politiker laut Andrea Lindholz bei Krisen fehl am Platz

Große Krisen wie die Corona-Pandemie sollten nach Einschätzung der Vorsitzenden des Bundestagsinnenausschusses, Andrea Lindholz (50, CSU), nicht von Politikern gemanagt werden, sondern von einem mit Fachleuten besetzten Krisenstab.

"Ein solcher Bund-Länder-Krisenstab ist bis heute nicht einberufen worden", kritisierte die CSU-Politikerin im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. "Das Kanzleramt hat die Sache an sich gezogen", fügte sie hinzu.

Warum in ihren Augen auch Jens Spahn nicht die Schuld beim Impfversagen trägt, lest Ihr in unserem TAG24-Artikel "Andrea Lindholz holt aus: Politiker bei Krisen fehl am Platz, Impf-Desaster nicht Spahns Schuld".

Update, 29. April, 7.30 Uhr: Lufthansa fliegt auch im ersten Quartal Verlust ein

Der vom Staat gerettete Lufthansa-Konzern hat auch im ersten Quartal dieses Jahres wegen der Corona-Flaute einen herben Verlust eingeflogen.

Bei einem Umsatz von 2,56 Milliarden Euro (-60 Prozent) blieb unter dem Strich ein halbierter Verlust von 1,05 Milliarden Euro, wie der Konzern am Donnerstag in Frankfurt berichtete.

Nachdem im März 2020 der internationale Flugverkehr nahezu zusammengebrochen war, hatte Lufthansa im Vergleichsquartal des Vorjahres einen Verlust von 2,12 Milliarden Euro erlitten bei einem um 18 Prozent verringerten Umsatz von 6,44 Milliarden Euro.

Update, 29. April, 6.25 Uhr: Rufe nach bevorzugter Impfung für Eltern

Kinderärzte und der FDP-Familienpolitiker Grigorios Aggelidis (55) fordern eine frühere Corona-Impfung für Eltern.

"Wir müssen jetzt rasch einen Schutzwall um Kinder aufbauen, indem wir auch Eltern bevorzugt impfen", sagte der Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur. Es werde voraussichtlich noch Monate dauern, bis ein Impfstoff für Kinder zugelassen sei.

Gleichzeitig erkrankten aber immer mehr jüngere Menschen. "Wir müssen jetzt handeln, um nach den Sommerferien eine Verbesserung für Kinder und Eltern zu erreichen", forderte Aggelidis.

Der Präsident des Berufsverbands der Kinder und
Jugendärzte (BVKJ), Thomas Fischbach, nannte es "sehr sinnvoll, Eltern vor kinderlosen Erwachsenen im selben Alter
zu impfen". Auch Kinder müssten geschützt werden, damit sie wieder am gesellschaftlichen Leben teilhaben könnten, sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Kinderärzte und der FDP-Familienpolitiker Grigorios Aggelidis fordern eine frühere Corona-Impfung für Eltern.
Kinderärzte und der FDP-Familienpolitiker Grigorios Aggelidis fordern eine frühere Corona-Impfung für Eltern.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 29. April, 6 Uhr: Studie: Corona-Impfung senkt Krankenhaus-Risiko für Ältere deutlich

Die Corona-Impfungen mit den Wirkstoffen von Moderna und Biontech/Pfizer senken neuen Daten der US-Gesundheitsbehörde CDC das Risiko von Krankenhaus-Einweisungen für Ältere sehr deutlich.

Zwei Wochen nach der zweiten Dosis läge das Risiko einer Krankenhaus-Einweisung wegen Covid-19 für Menschen ab 65 Jahren um 94 Prozent niedriger als für gleichaltrige, aber nicht geimpfte Menschen, teilte die CDC am Mittwoch mit. Ab zwei Wochen nach der ersten Dosis liege das Risiko schon um 64 Prozent niedriger.

Update, 29. April, 5.30 Uhr: Republikaner Scott: Impf-Erfolge sind Präsident Trump zuzurechnen

Die jüngsten Impf-Erfolge in den Vereinigten Staaten sind dem republikanischen Senator Tim Scott zufolge nicht der aktuellen US-Regierung, sondern Ex-Präsident Donald Trump zuzurechnen.

"Das Coronavirus ist auf der Flucht. Dank Operation Warp Speed der Trump-Regierung ist unser Land mit sicheren und wirksamen Impfstoffen überflutet", sagte Scott am Mittwoch als Antwort für die Republikaner auf die erste Rede von US-Präsident Joe Biden vor dem Kongress.

Zuvor hatte Biden seine Corona-Politik, insbesondere die rasante Impf-Kampagne, knapp 100 Tage nach seiner Amtseinführung gelobt. In den USA wächst die Zahl der Geimpften rasch.

Update, 29. April, 3 Uhr: Erste US-Hilfsflüge sollen in Indien ankommen

Erste Flüge mit Hilfsgütern aus den USA sollen an diesem Donnerstag Indien erreichen, wo die Corona-Pandemie völlig außer Kontrolle geraten ist.

Die zu liefernden Güter im Wert von mehr als 100 Millionen US-Dollar sollen das Land insbesondere bei der Versorgung von Patienten mit Sauerstoff, der Produktion von Impfstoffen und der Diagnose und Behandlung von Covid-19-Erkrankungen unterstützen, wie aus einer Mitteilung des Weißen Hauses von Mittwoch (Ortszeit) hervorgeht.

Update, 29. April, 2.10 Uhr: Kinder- und Jugendärzte fordern mehr Hilfen für junge Menschen

Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte fordert wegen Folgen der Corona-Pandemie deutlich mehr Hilfen für junge Menschen.

Verbandspräsident Thomas Fischbach bezeichnete die Pläne der schwarz-roten Bundesregierung für ein "Aufholpaket" für junge Menschen als nicht ausreichend. Der "Rheinischen Post" (Donnerstag) sagte er: "Die Bundesregierung droht mit dem Aufholpaket die Chance zu verpassen, auch die psychische Entwicklung von Kindern außerhalb der Schulen zu fördern. Der Fokus liegt zu stark auf der Bekämpfung von Leistungsdefiziten."

Er erklärte: "Wir Kinder- und Jugendärzte beobachten sehr häufig Entwicklungsstörungen und psychische sowie körperliche Erkrankungen, die direkt auf die Auswirkungen der Pandemie zurückzuführen sind."

Die große Koalition verhandelt derzeit über ein Förderprogramm in Höhe von rund zwei Milliarden Euro für Kinder und Jugendliche.

Update, 29. April, 1 Uhr: Einzelhandel und Gastgewerbe: Einheitliche Lockerungen für Geimpfte

In der Debatte über Lockerungen der Corona-Beschränkungen für geimpfte Menschen fordern Handel und Gastgewerbe schnelle und bundeseinheitliche Regeln.

"Geimpfte müssen selbstverständlich schnellstens wieder Zugang zu allen Geschäften bekommen", sagte der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbands Deutschland, Stefan Genth, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Donnerstag). "Regelungen sollten die Bundesländer möglichst einheitlich und rasch festschreiben."

Die Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ingrid Hartges, sagte dem RND, nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen gehe von vollständig Geimpften mit großer Wahrscheinlichkeit kein Übertragungsrisiko aus. "Dass dann Geimpfte ihre Grundrechte zurückbekommen, ist richtig und geboten."

Update, 28. April, 21.27 Uhr: Zwei Fälle von indischer Coronavirus-Mutante in Köln

Die indische Coronavirus-Mutante ist erstmals auch in Köln nachgewiesen worden.

Es gebe zwei Fälle, teilte die Stadtverwaltung am Mittwochabend mit. Es sind aber nicht die ersten in Deutschland, laut Robert Koch-Institut wurde die Variante bereits zuvor vereinzelt nachgewiesen. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zur indischen Corona-Variante in Köln.

Update, 28. April, 20.31 Uhr: Olympia sollte gelingen, solang sich alle an Vorgaben halten

Die Olympischen Spiele in Tokio können auch in der Corona-Pandemie gelingen, wenn sich alle Teilnehmer an die strengen Hygiene-Vorgaben halten.

Diese Meinung vertrat der deutsche Olympia-Arzt Bernd Wolfarth am Mittwoch in einer Video-Gesprächsrunde der Deutschen Olympischen Gesellschaft in Berlin. Der Erfolg der Spiele "steht und fällt mit den Konzepten", sagte Wolfarth. Turniere im Spitzen-Fußball oder die Handball-WM hätten gezeigt, dass es sehr wohl möglich ist, auch unter den komplizierten Bedingungen Großveranstaltungen sicher zu organisieren.

Update, 28. April, 19.48 Uhr: China und Russland verbreiten laut der EU Desinformationen rund ums Impfen

Russland und China nutzen das Thema der Corona-Impfstoffe einer EU-Analyse zufolge in großem Stil für Desinformationen gegen die Europäische Union.

Beide Staaten werben seit Monaten aggressiv auf der ganzen Welt für ihre staatlichen Impfstoffe, wie es in einem Bericht heißt, den der Auswärtige Dienst der EU (EAD) am Mittwoch veröffentlichte. Verbunden sei dies mit Desinformationen und Manipulationsversuchen, um das Vertrauen in westliche Vakzine, die EU-Institutionen sowie westliche und europäische Impfstrategien zu untergraben. Dazu nutzten beide Länder staatlich kontrollierte Medien und soziale Netzwerke.

Sowohl China als auch Russland sollen das Thema Corona-Impfstoffe ausnutzen, um falsche Informationen über die EU zu verbreiten.
Sowohl China als auch Russland sollen das Thema Corona-Impfstoffe ausnutzen, um falsche Informationen über die EU zu verbreiten.  © Xu Qin/Xinhua/dpa

Update, 28. April, 19.15 Uhr: Experten fordern: Reiche Staaten soll Überbestellung von Impfstoffen abgeben

Fachleute für die weltweite Corona-Impfkampagne haben mehr Anstrengungen auf dem Weg zu einer globalen Herdenimmunität gefordert.

Dazu müssten die wohlhabenden Staaten überzählige Impfstoff-Bestellungen an die ärmeren Staaten abgeben, forderten Vertreter internationaler Organisationen am Mittwoch bei einer Expertenrunde, die die Entwicklungsorganisation One organisiert hatte.

Inzwischen hätten sich die reichen Industrieländer insgesamt 1,9 Milliarden Impfdosen mehr gesichert, als sie für eine Herdenimmunität in den eigenen Staaten benötigten, sagte One-Geschäftsführer Tom Hart. Eine Analyse zeige, dass zum Ende des Sommers alle G7-Staaten ihre Bedürfnisse erfüllt hätten und dann Lager mit Überkapazitäten aufbauen würden. Aus einem Absichern dürfe kein Horten werde.

Update, 28. April, 18.20 Uhr: Verfassungsbeschwerde von AfD-Abgeordneten gegen "Notbremse"

Vier AfD-Bundestagsabgeordnete haben gemeinsam Verfassungsbeschwerde gegen die vergangene Woche beschlossene Änderung des Infektionsschutzgesetzes eingereicht.

"Das Urteil wird zeigen, ob die Grundrechte wirklich unverletzlich sind oder Regierungen diese auch in anderen Situationen, etwa nach Ausrufen eines 'Klimanotstandes', willkürlich außer Kraft setzen können", sagte die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Beatrix von Storch. Außer ihr stehen noch Sebastian Münzenmaier, Christian Wirth und Enrico Komning hinter der Beschwerde.

Update, 28. April, 17.54 Uhr: Obduktion beweist: 32-Jährige stirbt nach Impfung mit AstraZeneca

Nach Angaben des Kreises Herford in Nordrhein-Westfalen ist eine 32-jährige Frau im Zusammenhang mit einer Impfung mit AstraZeneca gestorben.

Der Mitteilung von Mittwoch zufolge führte nach einem Befund des auf solche Immunreaktionen spezialisierten Instituts für Immunologie und Transfusionsmedizin der Universität Greifswald eine Immunreaktion auf den Impfstoff zum Tod der Frau. Ursache war demnach eine Gerinnungsstörung mit Einblutung ins Gehirn. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zum Todesfall nach einer AstraZeneca-Impfung.

Update, 28. April, 17.35 Uhr: Seehofer fordert stärkere Polizeipräsenz bei Corona-Protesten

Angesichts der Aggressivität einiger Gegner der staatlichen Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung hält Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) mehr Polizeipräsenz an kritischen Orten für notwendig.

Es dürfe nicht sein, "dass wir zwar wissen, dass alle, die sich mit der Pandemie beschäftigen, einer Gefährdungslage ausgesetzt sind, aber dann das RKI (Robert Koch-Institut) vielleicht nicht ausreichend als Objekt geschützt wird", sagte der Minister am Mittwoch in Berlin. Journalisten dürften nicht an ihrer Arbeit gehindert werden - etwa von Teilnehmern der Demonstrationen gegen die Corona-Regeln. Um den Schutz der Presse zu gewährleisten, müssten immer ausreichend Polizeikräfte vor Ort sein.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) fordert mehr Einsatzkräfte im Kampf gegen gewaltsame Corona-Proteste.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (71, CSU) fordert mehr Einsatzkräfte im Kampf gegen gewaltsame Corona-Proteste.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 28. April, 16.55 Uhr: Tschechien schickt Indien 500 Sauerstoffflaschen

Tschechien stellt dem stark von Corona betroffenen Indien 500 Sauerstoffflaschen zur Verfügung. Das kündigte die Regierung in Prag am Mittwoch an.

"Die Welt ist eine Familie", schrieb Ministerpräsident Andrej Babis (66) auf Sanskrit bei Twitter. Die medizinischen Hilfsgüter sollen demnach in Zusammenarbeit mit der österreichischen Regierung per Flugzeug nach Indien gebracht werden.

Update, 28. April, 16.32 Uhr: Regierung plant Vorab-Verständigung zu Corona-Verordnung

Die Bundesregierung will die geplante Verordnung zu Erleichterungen für Geimpfte in der Corona-Pandemie vorab mit Bundestag und Bundesländern abstimmen, um das Verfahren zu beschleunigen.

Wie Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) am Montag angekündigt habe, arbeite die Bundesregierung daran, so schnell wie möglich eine entsprechende Verordnung vorzulegen, teilte ein Regierungssprecher am Mittwoch auf Anfrage in Berlin mit. "Noch vor der Befassung im Kabinett soll dazu eine Verständigung mit Bundestag und Bundesländern hergestellt werden", ergänzte er.

Update, 28. April, 16.20 Uhr: Markus Söder hat erste Corona-Impfung erhalten

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) hat sich gegen das Coronavirus impfen lassen.

Der CSU-Chef sei bereits in der vergangenen Woche von seinem Hausarzt in Nürnberg geimpft worden, sagte am Mittwoch eine Sprecherin der Staatsregierung auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in München. Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zur Corona-Impfung von Markus Söder.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) wurde gegen Corona geimpft. (Archivbild)
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) wurde gegen Corona geimpft. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Update, 28. April, 16.11 Uhr: Russland schickt humanitäre Hilfe im Kampf gegen Corona nach Indien

Russland stellt Indien im Kampf gegen die Corona-Pandemie tonnenweise Hilfsgüter bereit.

Der russische Präsident Wladimir Putin (68) versprach dem indischen Premierminister Narendra Modi (70) nach Kremlangaben bei einem Telefonat einen Transport mit 22 Tonnen Fracht, darunter 75 Beatmungsgeräte, 20 Anlagen zur Erzeugung von Sauerstoff und 200.000 Packungen mit Medikamenten. Wie der Kreml mitteilte, sollte das Material mit Maschinen des russischen Zivilschutzes noch am Mittwoch nach Indien gebracht werden. Russland wolle das Land in der schweren Zeit unterstützen, hieß es.

Update, 28. April, 16.08 Uhr: Schweiz: Corona-Hilfen so hoch wie halbes Jahresbudget

Zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie hat die Schweiz bislang Ausgaben beschlossen, die einem halben Jahresbudget der Staatskasse entsprechen.

Bislang seien rund 38 Milliarden Franken (34,4 Milliarden Euro) zugesprochen worden, berichtete die Regierung am Mittwoch in Bern. Davon entfielen 15 Milliarden Franken auf das vergangene und 23 Milliarden Franken auf dieses Jahr. Der Großteil wurde zur Unterstützung von Unternehmen, für Kurzarbeitsentschädigung und anderem Erwerbsersatz ausgegeben.

Wegen der Corona-Pandemie verzeichnete die Schweiz nach einem Überschuss 2019 im vergangenen Jahr ein Rekorddefizit von 15,8 Milliarden Franken. Anstatt eines erwarteten Wirtschaftswachstums von 2,3 Prozent schrumpfte das Bruttoinlandprodukt um 3,4 Prozent.

Update, 28. April, 15.58 Uhr: Fast 25 Prozent der Deutschen haben inzwischen ihre Erstimpfung erhalten

Gegen das Coronavirus sind 24,7 Prozent der Bevölkerung in Deutschland mindestens ein Mal geimpft.

Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch hervor (Stand: 28. April, 14.15 Uhr). So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt über 26,6 Millionen Impfungen. Davon waren etwa 20,5 Millionen Erstimpfungen. Weitere gut 6,1 Millionen Impfungen wurden für den vollständigen Impfschutz verabreicht - demnach stieg die Quote leicht auf 7,4 Prozent. Am Dienstag wurden insgesamt 718.124 Impf-Spritzen gesetzt. Nur am 8. und 14. April wurden noch mehr Impfungen verteilt.

Knapp 6,1 Millionen Menschen in Deutschland haben bereits eine vollständige Corona-Impfung erhalten.
Knapp 6,1 Millionen Menschen in Deutschland haben bereits eine vollständige Corona-Impfung erhalten.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 28. April, 15.49 Uhr: Auch Apotheken sollen Corona-Impfungen digital vermerken können

Neben Ärzten sollen auch Apotheken Corona-Impfungen in die geplanten zusätzlichen digitalen Impf-Nachweise eintragen können.

"Der digitale Impfpass muss für alle leicht zugänglich sein", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Deshalb sollten ihn künftig außer Praxen und Impfzentren auch Apotheken für bereits Geimpfte ausstellen können. "Mit Änderungen am Infektionsschutzgesetz wollen wir die Weichen dafür schon jetzt stellen, damit im Sommer möglichst viele den digitalen Impfpass auch nutzen", sagte Spahn.

Update, 28. April, 15.41 Uhr: Schweiz stellt ab Juli Feste mit bis zu 3000 Besuchern in Aussicht

In der Schweiz sollen ab Juli womöglich wieder Open-Air-Feste mit bis zu 3000 Besuchern stattfinden können. Ab September könnten sogar Ereignisse mit bis zu 10.000 Besuchern stattfinden - wenn es die epidemiologische Lage erlaubt.

Das teilte die Regierung in Bern am Mittwoch mit, um Veranstaltern schon heute einen Planungshorizont zu geben. Teilnehmen dürften daran aber nur Personen, die geimpft, genesen oder negativ getestet seien. Dafür gebe es bis zum Sommer ein fälschungssicheres Covid-Zertifikat. Sollte die Anzahl der Infektionen entgegen den Erwartungen steigen und die Veranstaltungen müssten kurzfristig abgesagt werden, sollen Veranstalter unter bestimmten Bedingungen entschädigt werden.

Update, 28. April, 15.35 Uhr: Corona-Zahlen stagnieren - Hoffnung auf Brechen der dritten Welle

Mit Blick auf die jüngsten Infektionszahlen in der Pandemie gibt es bei Kliniken und Wissenschaftlern vorsichtigen Optimismus.

Nach einer Verdoppelung der bundesweiten Sieben-Tage-Inzidenz von Mitte März bis Mitte April stagnieren die Zahlen seit rund zwei Wochen bei etwas über 160. Es gibt Einschätzungen, dass sie nach weiteren zwei Wochen sinken könnten - und die dritte Welle gebrochen wäre.

"Wir haben im Moment eine Gemengelage aus gegenläufigen Trends", sagte Virologe Klaus Stöhr der Deutschen Presse-Agentur. Auf der einen Seite gebe es weiter den Infektionsdruck der kühlen Jahreszeit, die Ansteckungszahlen nach oben treibe. Dazu komme eine Pandemiemüdigkeit in der Bevölkerung inklusive mehr Mobilität und Kontakten. Auf der anderen Seite sorgten zum Beispiel durchgemachte Infektionen und die Impfungen für eine Infektionsbremse. Dieser Ausgleich erkläre für ihn die Stagnation im Moment, sagte Stöhr.

Er ist optimistisch. Sobald es draußen wärmer werde, gingen die Zahlen in rund zwei weiteren Wochen nach unten, prognostizierte der Experte. Denn draußen sei das Ansteckungsrisiko sehr viel geringer. Einzige Gefahr dieses Positiv-Szenarios: Deutlich mehr Menschen als jetzt werden unvorsichtig und halten sich nicht mehr an Schutzmaßnahmen und Auflagen.

Die Situation auf den Intensivstationen ist nach wie vor kritisch, doch möglicherweise hat Deutschland die dritte Corona-Welle bald überstanden.
Die Situation auf den Intensivstationen ist nach wie vor kritisch, doch möglicherweise hat Deutschland die dritte Corona-Welle bald überstanden.  © Fabian Strauch/dpa

Update, 28. April, 15.22 Uhr: Notbremse-Regeln für Hochschulen werden entschärft

Die gerade beschlossene Bundes-Notbremse soll einem Bericht des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) zufolge für die Hochschulen entschärft werden.

Hintergrund sind Proteste aus dem Hochschulbereich und aus den Ländern. Durch eine erneute Änderung des Infektionsschutzgesetzes sollen die Notbremse-Regeln nun entsprechend geändert werden, wie aus einer Gesetzesvorlage hervorgeht, die dem RND vorliegt. Die Wissenschaftsminister der Länder und die Hochschulrektorenkonferenz hatten Korrekturen gefordert. Der Grund: Hochschulen und Schulen werden in der Bundes-Notbremse in einem Atemzug genannt. Die Schul-Regeln, so die Kritik, ließen sich aber nicht einfach auf Hochschulen übertragen.

Update, 28. April, 15.06 Uhr: Stabilitätswächter: Staaten müssen sich auf Pleitewelle vorbereiten

Die europäischen Stabilitätswächter für die Finanzmärkte warnen vor einer heranrollenden Pleitewelle infolge der Corona-Pandemie und rufen die Staaten auf, sich darauf vorzubereiten.

Viele Unternehmen stünden angesichts der Krise unter finanziellem Druck, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Europäischen Ausschusses für Systemrisiken (European Systemic Risk Board/ESRB). Bisher seien die Firmen durch umfangreiche Hilfen von Staaten und Banken gestützt worden. Je länger diese Unterstützung aber andauere, desto größer werde auch der Schuldenberg der Unternehmen.

Ein solcher Berg an Schulden könne eine Pleitewelle auslösen und die wirtschaftliche Erholung von der Corona-Pandemie gefährden, falls die Unterstützung zu schnell entzogen werde, warnt der Risikorat. Daher müsse die Politik jetzt die Weichen stellen, um die in der Krise gewährten Hilfen nach dem Ende der Pandemie sanft auslaufen zu lassen und das Fortbestehen überlebensfähiger Unternehmen zu sichern.

Update, 28. April, 14.50 Uhr: Nach Corona-Notbremse: BKA warnt Bundestag vor "Todesliste"

Abgeordnete, die in der vergangenen Woche für die umstrittene Corona-Notbremse des Bundes gestimmt haben, werden im Internet bedroht und angefeindet.

Das Bundeskriminalamt (BKA) warnte die Fraktionen, im Messenger Telegram kursiere die offizielle namentliche Abstimmungsliste teils unter der Bezeichnung "Todesliste deutscher Politiker". Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Artikel zur "Todesliste" im deutschen Bundestag.

Update, 28. April, 14.20 Uhr: Zweites Playbook für Olympioniken sieht tägliche Corona-Tests vor

Alle Olympioniken bei den Sommerspielen in Tokio müssen sich prinzipiell täglich auf das Coronavirus testen lassen. Das gilt auch für alle Personen, die zum direkten Umfeld der Sportler gehören.

Dies sieht eine präzisierte zweite Fassung des Playbooks für Athleten vor, das die Organisatoren und das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Mittwoch veröffentlichten.

Da eine 14-tägige Quarantäne entfällt, können die Sportler sofort nach Ankunft mit dem Training beginnen.

Update, 28. April, 14.15 Uhr: Bürgermeister kritisiert Anwendung von Corona-Notbremse auf Helgoland

Helgolands Bürgermeister Jörg Singer (parteilos) hat die Anwendung des Bundesnotbremse zur Eindämmung der Corona-Pandemie auf der Insel kritisiert.

"Auf unserem kleinen, coronafreien und vom Festland über 60 Kilometer entfernten Land ist der Sinn einer Notbremse nicht vermittelbar", sagte Singer der dpa. "Wir halten das für Helgoland für unverhältnismäßig", hatte er zuvor dem NDR gesagt.

Die Insel habe eine hohe Impfquote und jeder, der einreist, werde getestet.

Update, 28. April, 14.05 Uhr: Macron will Freitag Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorstellen

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43) will am Freitag schrittweise Lockerungen der Corona-Maßnahmen vorstellen.

Das kündigte Premierminister Jean Castex am Mittwoch nach der Regierungssitzung unter Vorsitz von Macron an.

"Unsere Epidemie-Situation verbessert sich weiterhin stetig", sagte Castex. Es werde eine Perspektive zur allmählichen Rückkehr zum normalen Leben geben - die Lockerungen sollten stufenweise erfolgen.

Man müsse aber auch die notwendigen Instrumente zur Verfügung haben, um die Maßnahmen wieder zu verschärfen, falls die Lage sich wieder verschlechtern sollte.

Emmanuel Macron (43), Präsident von Frankreich.
Emmanuel Macron (43), Präsident von Frankreich.  © Thibault Camus/AP/dpa

Update, 28. April, 13.38 Uhr: EU gegen Astrazeneca: Gerichtstermin zu Impfstoffstreit am 26. Mai

Im Rechtsstreit der Europäischen Union mit Astrazeneca über gekürzte Impfstofflieferungen beginnt am 26. Mai die Gerichtsverhandlung.

Dies legte das von der EU-Kommission angerufene Zivilgericht erster Instanz in Brüssel am Mittwoch fest. Beide Seiten sollen sich einen ganzen Tag lang zu dem Streit äußern, meldete die Nachrichtenagentur Belga.

Denkbar sei ein weiterer Verhandlungstag.

Update, 28. April, 12.58 Uhr: Google verteidigt Löschung von Corona-Videos mit Gefahrenpotenzial

Google hat die Löschung von Corona-Videos mit Gefahrenpotenzial auf seiner Plattform Youtube verteidigt.

Der Vizepräsident von Google Zentral-Europa als Mutterkonzern, Philipp Justus, sagte am Mittwoch in einer Gesprächsrunde des Forums Mediendialog Hamburg: "Inhalte zum Thema Coronavirus, die das Potenzial haben, gesundheitsschädlich zu sein, mögen zwar rechtlich zulässig sein, wir wollen sie aber nicht auf der Plattform haben."

Es gebe "viele Menschen, die Dinge behaupten, die nahezu gesundheitsschädlich sind, wenn man sich diesen Dingen anschließen würde. Da haben wir eine klare Grenze gezogen", so Justus.

Update, 28. April, 12.50 Uhr: Jan Josef Liefers: Habe mich für #allemalneschichtmachen angemeldet

Nach heftiger Kritik an der Aktion #allesdichtmachen will Schauspieler Jan Josef Liefers (56) bei der Gegenaktion #allemalneschichtmachen mitmachen.

Das sagte der 56-Jährige in einem Streitgespräch mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40) in der Wochenzeitung "Die Zeit".

Liefers hatte sich mit einem Video an der Aktion beteiligt, bei der Dutzende Schauspielerinnen und Schauspieler mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentierten. Die Medizin-Bloggerin "Doc Caro" forderte daraufhin unter #allemalneschichtmachen die Beteiligten auf, für eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation mitzuarbeiten.

Jan Josef Liefers (56), Schauspieler, kommt zur Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises ins Prinzregententheater. Nach heftiger Kritik an der Aktion #allesdichtmachen will Schauspieler Jan Josef Liefers bei der Gegenaktion #allemalneschichtmachen mitmachen.
Jan Josef Liefers (56), Schauspieler, kommt zur Verleihung des Bayerischen Fernsehpreises ins Prinzregententheater. Nach heftiger Kritik an der Aktion #allesdichtmachen will Schauspieler Jan Josef Liefers bei der Gegenaktion #allemalneschichtmachen mitmachen.  © Tobias Hase/dpa

Update, 28. April, 12.42 Uhr: Studie: Impfungen verringern Corona-Ansteckung in Haushalten deutlich

Schon eine erste Dosis der Impfstoffe von Biontech und Astrazeneca kann einer Studie zufolge das Risiko deutlich reduzieren, das Coronavirus im eigenen Haushalt weiterzutragen.

Die Effekte der ersten Impfung verringern das Risiko einer Ansteckung innerhalb von Haushalten um 38 bis 49 Prozent, wie Gesundheitsbehörde Public Health England am Mittwoch mitteilte. Sie hatte für ihre Auswertung Infektionsketten in englischen Haushalten analysiert und auf dieser Basis die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung berechnet.

Update, 28. April, 12.41 Uhr: Großbritannien will Corona-Impfnachweis in bestehende App einbauen

Großbritannien will den digitalen Nachweis einer Corona-Impfung in eine bestehende App des Gesundheitsdienstes einbauen.

"Ich arbeite mit internationalen Partnern in aller Welt, um sicherzustellen, dass das System international anerkannt wird", sagte der britische Verkehrsminister Grant Shapps (52) dem Sender "Sky News".

Bei einem Treffen mit den G7-Verkehrsministern in der kommenden Woche solle es um dieses Thema gehen.

Bislang ist es mit der App des britischen Gesundheitsdienstes National Health Service (NHS) unter anderem möglich, Arzttermine zu buchen. Künftig soll darin auch der Impfstatus hinterlegt werden können, genauso wie ein Corona-Testergebnis.

Update, 28. April, 12.38 Uhr: Haseloff fordert laut Medienbericht sofort Lockerungen für Geimpfte

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU) hat einem Medienbericht zufolge die schnelle Rücknahme von Grundrechtseinschränkungen für Menschen gefordert, die gegen Corona geimpft wurden oder von einer Corona-Infektion genesen sind.

"Ich fordere den Bund auf, so schnell wie möglich - am besten noch in dieser Woche - eine Verordnung vorzulegen, mit denen die Rechte von Corona-Geimpften und -Genesenen klar geregelt werden", sagte Haseloff dem "Handelsblatt".

Eine entsprechende Verordnung könne im Parallelverfahren von Bundestag und Bundesrat noch in der kommenden Woche verabschiedet werden, bot der amtierende Bundesratspräsident dem Blatt zufolge an.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU).
Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (67, CDU).  © Peter Gercke/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. April, 12.26 Uhr: Innenpolitiker begrüßen Beobachtung einiger Querdenker

Innenpolitiker haben die Entscheidung des Bundesamtes für Verfassungsschutzes begrüßt, extremistische Teile der Corona-Protestbewegung zu beobachten.

Sie betonten, dass es nicht darum gehe, Protest gegen einzelne staatliche Maßnahmen zur Bekämpfung der Pandemie zu unterdrücken.

Die Grünen hätten sich nach eigenen Angaben eine eindeutige Zuordnung der Querdenken-Bewegung zum Rechtsextremismus gewünscht.

Update, 28. April, 12.26 Uhr: Sänger der Hamburger Staatsoper helfen ehemaligen Covid-19-Patienten

Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) und die Staatsoper Hamburg kooperieren bei einem gemeinsamen Projekt für ehemalige Covid-19-Patienten.

Dabei sollen Sängerinnen und Sänger der Staatsoper den Patienten in digitalen Coachings helfen, ihre durch die Infektion geschwächte Atemmuskulatur zu trainieren und dadurch die Luftnot zu reduzieren, wie das UKE und die Staatsoper am Mittwoch in Hamburg mitteilten.

Update, 28. April, 12.24 Uhr: Lockerungen auch als Anreiz für Corona-Impfungen

Die Städte werben für schrittweise Erleichterungen bei Corona-Beschränkungen für geimpfte Menschen, sobald Impfungen für alle möglich sind.

"Über solche Lockerungen sollten wir auch Anreize setzen, dass sich mehr Menschen impfen lassen", sagte der Präsident des Deutschen Städtetags, Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (63, SPD), am Mittwoch.

Zentrale und gut kontrollierbare Lebensbereiche sollten dabei im Vordergrund stehen. Zudem sollte auch in den Blick genommen werden, Urlaub im Sommer zu ermöglichen.

Burkhard Jung (63, SPD), Oberbürgermeister von Leipzig und Städtetagspräsident.
Burkhard Jung (63, SPD), Oberbürgermeister von Leipzig und Städtetagspräsident.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. April, 12.14 Uhr: Deutschland reicht Plan für europäische Corona-Hilfen in Brüssel ein

Deutschland hat seinen Antrag für die milliardenschweren Corona-Aufbauhilfen am Mittwoch bei der EU-Kommission in Brüssel eingereicht.

Der Plan werde jetzt geprüft, schrieb Kommissionschefin Ursula von der Leyen auf Twitter. "Wir freuen uns, dass er unsere gemeinsamen Prioritäten unterstreicht - vom Klimaschutz bis zur Digitalisierung. Unser Ziel ist es, dass Europa im Sommer mit den Investitionen starten kann."

Update, 28. April, 12.12 Uhr: Chef von Galeria Karstadt Kaufhof erwartet hohe Nach-Corona-Rabatte

Der Chef des Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof, Miguel Müllenbach, erwartet nach dem Ende des Corona-Lockdowns große Rabattaktionen im Modehandel.

"Aktuell herrscht ein großer Warendruck, gerade bei Textilien", sagte Müllenbach der "Bild"-Zeitung (Mittwoch). Die Lager seien übervoll.

"Bei Kleidung werden wir so viele Rabattaktionen sehen wie nie zuvor."

Update, 28. April, 12.11 Uhr: Merkel: Mit China über Anerkennung von Impfstoffen sprechen

Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat China im Kampf gegen die Corona-Pandemie zum Dialog über die gegenseitige Anerkennung von Impfstoffen aufgerufen.

"Wir können diese Pandemie nur gemeinsam eindämmen. China und Deutschland können dabei eine wichtige Rolle spielen", sagte Merkel am Mittwoch in Berlin zum Auftakt der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen, die in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie online organisiert wurden.

Merkel regte an, offen und transparent über die Impfstoffproduktion zu sprechen sowie darüber, die Impfstoffe möglichst auch gegenseitig anzuerkennen, "zumindest bei der Weltgesundheitsorganisation, um so den Kampf gegen das Virus zu gewinnen".

Update, 28. April, 11.08 Uhr: Lambrecht: Schnell Verordnung für Lockerungen für Geimpfte vorlegen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (55) hat erneut Lockerungen der Corona-Einschränkungen für Geimpfte in Aussicht gestellt.

"Ich werde unverzüglich, schnellstmöglich jetzt eine Verordnung vorlegen, die genau das vorsieht, dass Grundrechte nicht mehr eingeschränkt werden, wenn keine Gefahr mehr ausgeht", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Im Infektionsschutzgesetz habe man vereinbart, Bundestag und Bundesrat miteinzubinden. Diese Gespräche müsse und werde man führen, betonte Lambrecht, "aber es muss schnellstmöglich gehen".

Wichtig sei es, zu zeigen, dass rechtsstaatliche Grundsätze nicht nur in normalen Zeiten, sondern "gerade auch in Pandemie-Zeiten" gelten.

Christine Lambrecht (55, SPD), Bundesjustizministerin.
Christine Lambrecht (55, SPD), Bundesjustizministerin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dp

Update, 28. April, 11.06 Uhr: Außengastronomie und Geschäfte der Niederlande öffnen

Nach mehr als vier Monate strengem Lockdown haben die Niederlande einen großen Schritt zurück zur Normalität gemacht.

Die Geschäfte durften am Mittwoch wieder Kunden empfangen - ohne vorherigen Termin. Um 12.00 Uhr sollten auch die Außenbereiche der Cafés und Restaurants wieder öffnen.

Die unpopuläre abendliche Ausgangssperre wurde abgeschafft.

Update, 28. April, 11.04 Uhr: Corona-Testzentrum für Besucher der Bundesgartenschau in Betrieb

Besucher der Bundesgartenschau in Erfurt können sich seit Mittwoch in einem speziell für sie eingerichteten Testzentrum auf das Coronavirus testen lassen.

Das Zentrum auf dem Erfurter Messegelände ging am Mittwochmorgen in Betrieb. Es ist vor allem für Buga-Gäste gedacht, die aus anderen Thüringer Regionen und aus anderen Bundesländern anreisen.

In den ersten Stunden nach der Öffnung ging es an den 20 Teststationen noch gemächlich zu, der Besucherzulauf hielt sich in Grenzen.

Besucher laufen auf dem Petersberg über das Gelände der Bundesgartenschau.
Besucher laufen auf dem Petersberg über das Gelände der Bundesgartenschau.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 28. April, 11.03 Uhr: Hongkong öffnet Nachtleben für geimpfte Bürger

In Hongkong sollen geimpfte Bürger wieder das Nachtleben genießen dürfen.

Wie die Regierung der chinesischen Sonderverwaltungsregion mitteilte, sollen von Donnerstag an nach monatelanger Pause unter anderem Bars und Nachtclubs wieder öffnen dürfen.

Der Zutritt wird jedoch nicht jedem gewährt. Voraussetzung für einen Besuch ist, dass Gäste mindestens ihre erste Impfung gegen das Corona-Virus erhalten haben. Auch muss um spätestens 2 Uhr morgens geschlossen werden.

Update, 28. April, 11.01 Uhr: Verfassungsschutz beobachtet Teile der Querdenker-Bewegung

Das Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet Personen und Gruppen innerhalb der Querdenker-Bewegung. Das teilte das Bundesinnenministerium am Mittwoch in Berlin mit.

Damit darf der Verfassungsschutz nun beispielsweise Daten zu bestimmten Personen aus der Szene sammeln.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Offiziell: Verfassungsschutz beobachtet Teile der Querdenker-Bewegung!

Eine Demonstrantin steht bei einer Kundgebung der "Querdenken"-Bewegung in Wiesbaden. Der Verfassungsschutz schaut nun genauer hin.
Eine Demonstrantin steht bei einer Kundgebung der "Querdenken"-Bewegung in Wiesbaden. Der Verfassungsschutz schaut nun genauer hin.  © Frank Rumpenhorst/dpa

Update, 28. April, 9.41 Uhr: Laut einer Umfrage ist die Mehrheit der Deutschen für eine Aufhebung der Impfpriorisierung

Eine große Mehrheit der Deutschen ist für die geplante Aufhebung der Impfreihenfolge im Juni.

Das gaben 72 Prozent der Befragten in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov an. Nur 13 Prozent lehnten dies "eher" oder "voll und ganz" ab. 15 Prozent machten keine Angaben.

Für die repräsentative Umfrage wurden am 27. April 1449 Menschen in Deutschland ab 18 Jahren befragt.

Update, 28. April, 9.36 Uhr: Giffey spricht sich für mobile Impfteams in Problem-Stadtteilen aus

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (42) hat sich für mobile Impfteams in benachteiligten Stadtteilen ausgesprochen.

"Wenn zusätzlich mit mobilen Teams gearbeitet werden kann, würde ich das absolut befürworten. Zunächst einmal ist Aufklärungsarbeit wichtig", sagte die SPD-Politikerin am Mittwoch im ARD-"Morgenmagazin".

Bei vielen Menschen gebe es Vorbehalte, große Ängste und Unsicherheiten. "Und dann wird doch vielleicht die Entscheidung getroffen: Ich lasse mich jetzt impfen, aber ich weiß gar nicht, wie das geht."

Deshalb müsse man um Vertrauen werben und "hingehen, ansprechen in der Sprache, über die Sender, die gehört und gesehen werden", sagte Giffey. Mit den Teams könne man dort schließlich alle Menschen erreichen.

Franziska Giffey (42), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Franziska Giffey (42), Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.  © Annette Riedl/dpa-Pool/dpa

Update, 28. April, 8.32 Uhr: Mehr als 200.000 Corona-Tote in Indien

In Indien sind seit Pandemiebeginn insgesamt mehr als 200.000 Menschen in Verbindung mit dem Coronavirus gestorben. Das geht aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Mittwoch hervor.

Experten gehen jedoch davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Toten deutlich höher sein dürfte.

Eine starke zweite Welle hat das Riesenland mit seinen 1,3 Milliarden Menschen stark getroffen. Das Gesundheitssystem arbeitet am Limit. Seit Donnerstag vergangener Woche wurden täglich mehr als 300.000 neue Fälle registriert.

Update, 28. April, 5.33 Uhr: Mai-Feiertage: Chinesen reisen mehr als vor Pandemie-Beginn

China steht in den nächsten Tagen eine gewaltige Reisewelle bevor.

Laut Behördenschätzung dürften über die anstehenden Feiertage vom 1. bis zum 5. Mai rund 250 Millionen Reisende in der Volksrepublik unterwegs sein.

Wie das Verkehrsbüro des Ministeriums für Öffentliche Sicherheit mitteilte, hätten Buchungen für Hotels und Flugreisen das Niveau von 2019, also bevor die Corona-Pandemie ausgebrochen war, "deutlich überschritten".

Update, 28. April, 5.16 Uhr: RKI registriert 22.231 Corona-Neuinfektionen und 312 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 22.231 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 312 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Mittwochmorgen bundesweit bei 160,6. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 167,6 angegeben, vor eine Woche hatte sie bei 160,1 gelegen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht von Dienstagabend bei 0,93 (Vortag: 1,01). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 93 weitere Menschen anstecken.

Update, 28. April, 5 Uhr: Verband fordert deutlich mehr Corona-Impfstoffe für Arztpraxen

Der Vorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, fordert deutlich mehr Corona-Impfstoffe für die Arztpraxen, damit diese zügig ihre Patienten impfen können.

Er hielt der Politik in der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch) eine Bevorzugung der Impfzentren vor - die aber sei nicht nachvollziehbar.

"Es geht doch nicht um die Auslastung von Impfzentren, sondern um ein rasches Impfen möglichst vieler Menschen. Und die wollen mehrheitlich zu ihren Hausärzten."

Das bestehende gute Netz solcher Ärzte und auch der Fachärzte sorge dafür, dass der Impf-Turbo zünde. "Deshalb muss mehr Impfstoff in die Praxen", sagte er.

Update, 28. April, 4.45 Uhr: Name, Gültigkeit, Umfang: EU-Parlament debattiert über Impfzertifikat

Das geplante europäische Impfzertifikat könnte noch vor seiner Einführung einen neuen Namen bekommen.

Die Abgeordneten des Europaparlaments debattieren am Mittwoch, ob das von der EU-Kommission "digitales grünes Zertifikat" getaufte Projekt in "EU Covid-19 Zertifikat" umbenannt werden soll.

Auch weitere Detailfragen stehen im Plenum im Brüssel zur Diskussion - etwa, wie lange der Nachweis gültig sein soll.

Die Abgeordneten des Europaparlaments debattieren am Mittwoch, ob das "digitales grünes Zertifikat" getaufte Projekt in "EU Covid-19 Zertifikat" umbenannt werden soll.
Die Abgeordneten des Europaparlaments debattieren am Mittwoch, ob das "digitales grünes Zertifikat" getaufte Projekt in "EU Covid-19 Zertifikat" umbenannt werden soll.  © Francisco Seco/AP/dpa

Update, 28. April, 4.29 Uhr: Burning-Man-Festival wegen Pandemie erneut abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie ist das legendäre Burning-Man-Festival in den USA erneut abgesagt worden.

Die für Anfang September geplante Wüsten-Veranstaltung müsse auch dieses Jahr ausfallen, gaben die Veranstalter am Dienstag bekannt. Schon voriges Jahr war das Festival coronabedingt geplatzt.

Als Ersatz wurde ein "Virtual Burn" geboten, zu dem Fans 2021 ebenfalls online eingeladen sind.

Eine Frau tanzt während eines Sandsturms beim Burning-Man-Festival 2017. Aufgrund der Corona-Pandemie ist das legendäre Festival erneut abgesagt worden.
Eine Frau tanzt während eines Sandsturms beim Burning-Man-Festival 2017. Aufgrund der Corona-Pandemie ist das legendäre Festival erneut abgesagt worden.  © Andy Barron/The Reno Gazette-Journal/AP/dpa

Update, 28. April, 1 Uhr: Mützenich möchte Geimpften "zügig" Freiheit zurückgeben

SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich (61) hat eine rasche Aufhebung der Corona-Beschränkungen für Geimpfte gefordert.

"Das muss zügig kommen, denn wir sollten uns die Entscheidung darüber nicht von den Gerichten aus der Hand nehmen lassen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Mittwoch).

Da jetzt klar sei, dass Geimpfte wahrscheinlich andere nicht mehr infizieren könnten, müssten die Grundrechtseinschränkungen für diese Gruppe Schritt für Schritt zurückgenommen werden.

Es brauche nun klare Kriterien dafür, wann für wen die Freiheit zurückkehren könne.

Rolf Mützenich (61), Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.
Rolf Mützenich (61), Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 27. April, 23.38 Uhr: Kreditkarten-Riese Visa erholt sich von Corona-Krise

Der US-Finanzkonzern Visa erholt sich dank steigender Ausgaben seiner Kreditkartenkunden langsam von der Corona-Krise.

Im Geschäftsquartal bis Ende März nahm das Zahlungsvolumen verglichen mit dem Vorjahreswert um elf Prozent zu, wie der Mastercard-Rivale am Dienstag nach US-Börsenschluss mitteilte.

Angesichts deutlich höherer Kosten ging der Gewinn dennoch um zwei Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar (2,5 Mrd Euro) zurück. Der Umsatz fiel ebenfalls um zwei Prozent auf 5,7 Milliarden Dollar.

Eine Visa-Kreditkarte liegt auf einer Computertastatur. Der US-Finanzkonzern erholt sich dank steigender Ausgaben seiner Kreditkartenkunden langsam von der Corona-Krise.
Eine Visa-Kreditkarte liegt auf einer Computertastatur. Der US-Finanzkonzern erholt sich dank steigender Ausgaben seiner Kreditkartenkunden langsam von der Corona-Krise.  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. April, 22.34 Uhr: Vorläufig Entwarnung bei Schalke - Corona-Fälle wohl falsch-positiv

Nach zwei positiven Corona-Tests beim FC Schalke 04 hat der Fußball-Bundesligist vorläufig Entwarnung gegeben.

Eine weitere Testung habe am Dienstag "ausschließlich negative Befunde" ergeben, teilte der Verein am Abend mit.

Dies betreffe auch den Spieler und das Mitglied des Funktionsteams, die am Montag zunächst positiv auf Covid-19 getestet worden waren.

Update, 27. April. 21.29 Uhr: Pandemie zeigt laut von der Leyen große Bedeutung der Wissenschaft

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) hat die Rolle der Wissenschaft im Kampf gegen die Corona-Krise und im Ringen um einen gesunderen Planeten gewürdigt.

"Die Pandemie hat uns daran erinnert, wie sehr wir die Wissenschaft brauchen", sagte sie am Dienstagabend auf einem virtuellen Nobelpreis-Gipfel zur Zukunft der Erde, den die Nobelstiftung unter anderem in Zusammenarbeit mit dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) ins Leben gerufen hat.

"Wenn wir heute Hoffnung haben, dann dank der Männer und Frauen, die ihr gesamtes Leben dem Labor, einer Karriere voll harter Arbeit und sehr oft wenig Anerkennung gewidmet haben. Die Welt schuldet Ihnen etwas."

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht während einer Debatte über das Brexit-Handelspakt am zweiten Tages einer Plenarsitzung im Europäischen Parlament in Brüssel.
Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, spricht während einer Debatte über das Brexit-Handelspakt am zweiten Tages einer Plenarsitzung im Europäischen Parlament in Brüssel.  © Olivier Hoslet/EPA Pool/AP/dpa

Update, 27. April. 20.48 Uhr: Lauterbach zweifelt an kompletter Freiheit durch Herdenimmunität

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat davor gewarnt, sich in der Corona-Pandemie zu sehr auf die Herdenimmunität zu verlassen.

"Angenommen die Herdenimmunität läge bei 70 Prozent. Der Laie denkt dann häufig, wenn sich 70 Prozent impfen lassen, kann sich der Rest nicht mehr infizieren. Das ist aber falsch", sagte Lauterbach der Welt (Online Dienstag/Print Mittwoch).

"Die Pandemie wird Einzelne nicht verschonen, man wird entweder krank oder geimpft", sagte Lauterbach. Eine Aufhebung der Maßnahmen sei nur bei einer hohen Durchimpfung der Bevölkerung möglich.

"Wenn allen Menschen ein Impfangebot gemacht wurde, heißt das noch nicht, dass die Bars so offen sein können wie vor der Pandemie", meinte er. "Ich rechne damit, dass Menschen Impfpässe oder Antigen-Tests zeigen werden müssen, zumindest in Lokalitäten, wo das Risiko sehr hoch ist."

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).
Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 27. April. 20.24 Uhr: Corona-Hölle in Indien: Drosten erklärt, was das für Deutschland bedeuten könnte

In Indien herrscht derzeit eine regelrechte Corona-Hölle. Bilder zeigen Menschen, die sterbend auf der Straße liegen.

Da kommt diese Nachricht überraschend: Der Virologe Christian Drosten (48) zeigt sich angesichts der bisherigen Erkenntnisse über die indische Corona-Variante B.1.617 weiter relativ gelassen.

Alle Infos unter: "Corona-Hölle in Indien: Drosten erklärt, was das für Deutschland bedeuten könnte".

In Indien spielen sich derzeit schreckliche Szenen ab. Christian Drosten (48) schätzt die Lage ein.
In Indien spielen sich derzeit schreckliche Szenen ab. Christian Drosten (48) schätzt die Lage ein.  © Naveen Sharma/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa/Markus Schreiber/AP POOL/dpa

Update, 27. April. 19.03 Uhr: Wird Brasiliens "Trump" jetzt für seine Corona-Politik zur Rechenschaft gezogen?

In Brasilien hat ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Arbeit aufgenommen, der Handlungen und Unterlassungen von Präsident Jair Bolsonaro (66) in der außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie beleuchten soll.

Dem Regierungschef wird unter anderem vorgeworfen, den Erwerb von Corona-Impfstoffen ausgeschlagen und verschleppt sowie Bundesmittel in der Pandemiebekämpfung veruntreut zu haben. Der Ausschuss begann seine Arbeit am Dienstag mit Anträgen zur Tagesordnung.

Dem Ausschuss gehören elf Mitglieder an, von denen die Mehrheit neutral oder gegen Bolsonaro ist. Der Abschlussbericht des Gremiums kann unter anderem als Grundlage dazu dienen, ein neues Amtsenthebungsverfahren gegen Bolsonaro zu beantragen.

Die Eröffnung eines solchen Verfahrens hängt jedoch vom Präsidenten der Abgeordnetenkammer ab - dieser gilt als Verbündeter der Regierung Bolsonaros.

Brasiliens "Trump": Präsident Jair Bolsonaro (66).
Brasiliens "Trump": Präsident Jair Bolsonaro (66).  © Marcos Correa/Palacio Planalto/dpa

Update, 27. April. 19 Uhr: Harry und Meghan: Jeder muss gleichen Zugang zu Impfstoff bekommen

Prinz Harry und seine Frau Meghan haben sich für eine gerechte Verteilung der Corona-Impfstoffe ausgesprochen.

"Wir können niemanden zurücklassen. Wir werden alle profitieren, wir werden alle sicherer sein, wenn alle überall gleichen Zugang zum Impfstoff haben", schrieb das Paar in einem gemeinsamen Statement, über das die Nachrichtenagentur PA am Dienstag berichtete.

Harry (36) und Meghan (39) werden im Mai in Los Angeles bei einem von der Schauspielerin Selena Gomez moderierten Charity-Konzert auftreten, um die globale Covax-Initiative zu unterstützen, die die Verteilung von Impfstoff in ärmeren Ländern koordiniert.

Neben Harry und Meghan sollen auch US-Präsident Joe Biden (78) und Vizepräsidentin Kamala Harris (56), die Staatschefs Emmanuel Macron (43, Frankreich) und Justin Trudeau (49, Kanada) sowie Schauspieler in Erscheinung treten.

Zu musikalischen Auftritten werden Jennifer Lopez (51) und die Foo Fighters erwartet. Das Konzert soll aufgezeichnet und am 8. Mai im US-Fernsehen ausgestrahlt werden.

Prinz Harry und seine Frau Meghan.
Prinz Harry und seine Frau Meghan.  © Chris Jackson/Press Association/dpa

Update, 27. April. 17.40 Uhr: Lockerung für Geimpfte bei Einreise nach Brandenburg

Vollständig gegen Covid-19 geimpfte Personen müssen nach ihrer Einreise aus Hochinzidenzgebieten wie Polen nach Brandenburg nicht mehr in eine zehntägige Quarantäne.

Eine entsprechende Änderung der Quarantäneverordnung habe das Kabinett beschlossen, teilte die Staatskanzlei des Landes Brandenburg am Dienstag mit. Diese Lockerung gelte aber nicht für vollständig geimpfte Einreisende aus Virusvariantengebieten.

Update, 27. April. 17.39 Uhr: Holland beendet Ausgangssperre

Gut vier Monate nach dem strengen Lockdown zur Eindämmung der Corona-Pandemie machen die Niederlande einen großen Schritt zurück in die Normalität.

Die Ausgangssperre ist ab Mittwoch vorbei, und Geschäfte und Terrassen von Gaststätten dürfen unter Auflagen wieder Kunden empfangen. Zunächst sollen die Terrassen von 12 bis 18 Uhr täglich geöffnet sein. Bürger dürfen auch wieder zwei Personen außerhalb des eigenen Haushaltes empfangen.

Die Regierung unter dem rechtsliberalen geschäftsführenden Premier Mark Rutte (54) hatte sich trotz Warnungen des wissenschaftlichen Corona-Beirates zu dieser ersten Lockerung der Corona-Maßnahmen entschieden. Die Infektionszahlen sind weiter hoch, und der Druck auf Krankenhäuser und Intensivstationen steigt noch.

Zurzeit kommen auf 100.000 Personen etwa 220 Infektionen in sieben Tagen. Die Regierung rechnet jedoch damit, dass die Zahlen wegen der Impfungen schnell abnehmen. Etwa fünf Millionen Bürger haben den Angaben zufolge mindestens eine Dosis erhalten. Das sind knapp 30 Prozent der erwachsenen Einwohner.

Eindhoven: Menschen sitzen am Königstag im Park Anne Frankplantsoen auf einer Wiese. Noch ist in den Niederlanden Lockdown.
Eindhoven: Menschen sitzen am Königstag im Park Anne Frankplantsoen auf einer Wiese. Noch ist in den Niederlanden Lockdown.  © Rob Engelaar/ANP/dpa

Update, 27. April. 17.36 Uhr: 4600 Fans in Barcelona auf Konzert in Spanien - keine Infektionen

Gute Nachricht für Musikfans: Einen Monat nach einem großen Corona-Testkonzert der Indie-Popband Love of Lesbian mit knapp 4600 Fans in Barcelona haben die spanischen Behörden eine erfreuliche Bilanz gezogen.

Nach den vorliegenden Informationen habe sich kein einziger Besucher während der Show am 26. März mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, teilte das mit der Beobachtung des Projekts beauftragte Ärzteteam am Dienstag vor Journalisten mit.

Vor und während des Auftritts der Love of Lesbian in der für bis zu 24.000 Gäste ausgelegten Mehrzweckhalle "Palau de Sant Jordi" galten strenge Schutzmaßnahmen. Alle Besucher mussten am Tag des Konzerts in eigens eingerichteten Zentren einen Schnelltest machen. Eingelassen wurden nur negativ getestete Personen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren.

Beim Eintritt wurden die Körpertemperatur gemessen und FFP2-Masken verteilt, die während des Konzerts zu tragen waren. Nach Angaben der Veranstalter wurde außerdem für eine besonders starke Belüftung gesorgt. Alle Besucher mussten einwilligen, dass ihre Daten mit denen der Gesundheitsbehörden abgeglichen werden.

Update, 27. April. 17.28 Uhr: Auch Hessen stellt komplett Geimpfte mit negativ Getesteten gleich

Hessen stellt vollständig gegen Corona Geimpfte rechtlich mit negativ getesteten Menschen gleich. Das sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) am Dienstag im Landtag.

Das Land habe in der vergangenen Woche seine Verordnungen nach Empfehlungen des Robert Koch-Instituts angepasst. Dem RKI zufolge ist das Risiko einer Übertragung durch Personen, die vollständig geimpft wurden und sich mit dem Coronavirus infizieren geringer als bei Vorliegen eines negativen Antigen-Schnelltests bei symptomlosen infizierten Personen.

Die Verordnung soll nun für alle Bereiche gelten, in denen bislang Tests erforderlich waren. Die Regel greift demnach 14 Tage nach der vollständigen Impfung. "Es braucht dann keinen Test mehr." Dies gelte etwa für den Friseurbesuch, beim Einkaufen und bei Quarantäneregeln.

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU).
Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU).  © Arne Dedert/dpa

Update, 27. April. 16.05 Uhr: Kubicki ätzt gegen Bundes-Notbremse

FDP-Vize Wolfgang Kubicki (69) hat am Beispiel der Nordseeinsel Helgoland die Regelungen der sogenannten Bundesnotbremse kritisiert.

"Wenn ab Mittwoch die Bundesnotbremse auch im Kreis Pinneberg zieht, zeigt sich nochmal besonders anschaulich, mit welchem regulatorischen Irrsinn uns diese Bundesregierung überzogen hat", sagte der Vizepräsident des Bundestags am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. "Denn ab dann wird auch auf der Insel Helgoland die nächtliche Ausgangssperre gelten, obwohl dort die Inzidenz bei 0 liegt."

Warum eine in offener See liegende und coronafreie Insel nun von den Grundrechtseinschränkungen erfasst werde, lasse sich rational wahrscheinlich nicht einmal von den härtesten Lockdown-Befürwortern erklären, sagte Kubicki.

FDP-Vize Wolfgang Kubicki (69).
FDP-Vize Wolfgang Kubicki (69).  © Axel Heimken/dpa

Update, 27. April. 16.02 Uhr: Bereits 111 Verfahren wegen Bundes-Notbremse beim Verfassungsgericht

Die Zahl der Verfahren beim Bundesverfassungsgericht wegen der sogenannten Corona-Notbremse des Bundes ist inzwischen dreistellig. Am Dienstagnachmittag teilte ein Sprecher in Karlsruhe mit, dass bis dahin 111 Verfahren eingegangen seien.

Am Vortag waren es etwa um die gleiche Zeit noch um die 65 gewesen. "Ein konkreter Entscheidungstermin in den Verfahren ist derzeit noch nicht absehbar", teilte der Sprecher weiter mit.

Unter den Klägern sind unter anderem Anwälte und die Gesellschaft für Freiheitsrechte, aber auch Politiker verschiedener Parteien. Die FDP beispielsweise erklärte just am Dienstag, 80 Mitglieder der Bundestagsfraktion hätten sich mit einer gemeinsamen Verfassungsbeschwerde gegen die Gesetzesänderungen gewandt.

Diese Nachricht dürfte Kanzlerin Merkel (66, CDU) nicht gefallen.
Diese Nachricht dürfte Kanzlerin Merkel (66, CDU) nicht gefallen.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 27. April. 15.59 Uhr: Internationales Hilfswerk sieht Hauptlast der Corona-Maßnahmen bei Kindern

Das internationale Hilfswerk World Vision sieht die Hauptlast der Corona-Maßnahmen in der Pandemie bei Kindern und Jugendlichen.

"Der Lebensalltag von Kindern und Jugendlichen hat sich durch die Schließung von Kindertagesstätten und Schulen und Kontaktverboten stark verändert", heißt es in einer Mitteilung der Organisation vom Dienstag.

Dieser Ausnahmezustand schränke die in der UN-Kinderrechtskonvention formulierten Rechte von Kindern auf Freizeit, Spiel und Bildung maßgeblich ein. Es gebe Risiken der sozialen Isolation, sagte Caterina Rohde-Abuba von der Organisation bei einem digitalen Treffen.

Nach Interviews mit Kindern und Jugendlichen plant World Vision jetzt bis 2023 repräsentative Umfragen mit Befragung von je 2000 Kindern und Jugendlichen in Deutschland und Ghana zu ihrem Lebensalltag. Die Hilfsorganisation mit Sitz im hessischen Friedrichsdorf ist nach eigenen Angaben in 100 Ländern aktiv.

Osnabrück Ende März 2021: Mutter und Kind warten daheim auf das Ergebnis von einem Corona-Selbsttest bevor das Kind in die Kindertagesstätte gebracht wird.
Osnabrück Ende März 2021: Mutter und Kind warten daheim auf das Ergebnis von einem Corona-Selbsttest bevor das Kind in die Kindertagesstätte gebracht wird.  © Friso Gentsch/dpa

Update, 27. April. 14.54 Uhr: SPD wirft Union Blockade bei Corona-Aufholprogramm für Kinder vor

Die SPD wirft der Union eine Blockade beim geplanten Corona-Aufholprogramm für Kinder und Jugendliche vor.

"Anscheinend sind Kinder und Familien der Union längst nicht so wichtig wie irgendwelche Immobilieninvestoren", sagte SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (43) dem Spiegel.

Besonders störe sich die Union am SPD-Plan für einen 100-Euro-Bonus für Kinder von Eltern mit wenig Einkommen. "Dass CDU und CSU hier bremsen, ist wirklich ein Armutszeugnis und ein Vorgeschmack auf das Ende der halbwegs sozialen Merkel-Union", sagte Klingbeil.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (43).
SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (43).  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 27. April. 14.45 Uhr: In Österreich sind ab Montag alle Geschäfte wieder auf

In Österreich haben vom kommenden Montag an in allen Bundesländern die Geschäfte und viele Dienstleister wieder geöffnet. Als letztes Bundesland entschloss sich Wien am Dienstag, den seit dem 1. April geltenden Lockdown zu beenden.

Die Lage in den Kliniken und den Intensivstationen habe sich gebessert, sagte Bürgermeister Michael Ludwig. Allerdings behalte er sich vor, notfalls wieder andere Schritte einzuleiten. Ab Anfang Mai werden auch wieder die Museen der österreichischen Hauptstadt besuchbar sein.

Update, 27. April. 14.45 Uhr: Corona-Hilfe für Indien soll in den nächsten Tagen starten

Die Bundesregierung will ihre Hilfe für das von der bislang schlimmsten Corona-Welle erfasste Indien in den kommenden Tagen auf den Weg bringen.

An der geplanten Unterstützungsmission werde seit Ende vergangener Woche "mit Hochdruck" gearbeitet, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Dienstag. "Es geht insbesondere um Beatmungsgeräte, eine mobile Sauerstofferzeugungsanlage und Medikamente", sagte er.

Das Außenministerium koordiniere die Bemühungen, das Gesundheitsministerium und das Verteidigungsministerium steuerten Material bei. Den Transport werde die Bundeswehr übernehmen. Eine Lieferung von Impfstoff sei nicht geplant, wurde dazu auf Nachfrage erklärt.

Der Sprecher sagte, Indien sei selbst einer der größten Impfstoffhersteller der Welt und produziere vor allem das Vakzin von AstraZeneca.

Neu Delhi: Familienmitglieder erweisen einem Verwandten, der an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist, vor der Einäscherung auf dem Ghazipur-Kremationsgelände die letzte Ehre.
Neu Delhi: Familienmitglieder erweisen einem Verwandten, der an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist, vor der Einäscherung auf dem Ghazipur-Kremationsgelände die letzte Ehre.  © Naveen Sharma/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 27. April. 14.42 Uhr: Gewalt und Hass gegen Bürgermeister wegen Corona leicht gestiegen

Die Gewalt gegen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister ist im Verlauf der Corona-Pandemie leicht gestiegen. So berichteten etwa 72 Prozent der Mandatsträger, im Rahmen ihrer Tätigkeit selbst schon einmal beleidigt, beschimpft, bedroht oder sogar tätlich angegriffen worden zu sein.

Das ergab eine Umfrage unter 1611 Kommunalpolitikern des Magazins Kommunal, die vom 8. bis 20. April im Auftrag des ARD-Politmagazins report München durchgeführt wurde. Bei einer ähnlichen Umfrage unter 2494 Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern kurz vor Beginn des ersten Lockdowns im März 2020 gaben das noch 64 Prozent der Befragten an.

Update, 27. April. 14.41 Uhr: Geplante Verordnung zu Geimpften soll nächste Woche ins Kabinett

Das Bundeskabinett soll in der kommenden Woche Regeln zu möglichen Erleichterungen für Corona-Geimpfte auf den Weg bringen.

Dafür wollen Justiz- und Innenministerium eine Verordnung vorlegen, die Bundestag und Bundesrat billigen müssen, wie Regierungssprecher Steffen Seibert (60) am Dienstag in Berlin sagte.

Grundlage dafür sei auch die Diskussion von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) mit den Ländern vom Vortag. Vorgesehen ist dann, dass sich der Bundesrat voraussichtlich in seiner nächsten Sitzung am 28. Mai abschließend damit befasst.

Regierungssprecher Steffen Seibert (60).
Regierungssprecher Steffen Seibert (60).  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 27. April. 14.36 Uhr: Englische Schulen sehen nach Lockdown Sprachschwächen bei Kindern

Nach etlichen Monaten der Kontaktbeschränkungen erleben viele Schulen in England deutlich mehr sprachliche Schwächen bei Erstklässlern.

Das ist das zentrale Zwischenergebnis einer Studie, die Forscher der Universität York in Kooperation mit mehreren Bildungsorganisationen durchgeführt haben und die von der Education Endowment Foundation veröffentlicht wurde.

96 Prozent der Verantwortlichen an 58 befragten Schulen in England gaben in der Umfrage im vergangenen Herbst an, "sehr besorgt" oder "ziemlich besorgt" über die Sprachentwicklung und Kommunikation ihrer Schulanfänger zu sein. Dabei ging es um den Schulstart nach der ersten Corona-Welle im vergangenen Jahr.

Update, 27. April. 14.34 Uhr: Bremen führt Corona-Testpflicht in Unternehmen ein

Das Bundesland Bremen führt im Alleingang auf Landesebene vom 10. Mai an eine Corona-Testpflicht in Unternehmen und Verwaltungen ein.

Auf einen entsprechenden Grundsatzbeschluss verständigte sich der Senat des Bundeslands am Dienstag. Bisher sind die Arbeitgeber durch die Arbeitsschutzverordnung verpflichtet, ihren Beschäftigten, die nicht im Homeoffice arbeiten, zweimal in der Woche einen Corona-Selbsttest anzubieten. In Bremen werden die Beschäftigten nun künftig verpflichtet, dieses Angebot auch anzunehmen.

Update, 27. April. 13.55 Uhr: Bayern stellt ab Mittwoch Corona-Geimpfte negativ Getesteten gleich

Vollständig Geimpfte werden in Bayern ab Mittwoch negativ auf Corona Getesteten gleichgestellt. Das hat das Kabinett am Dienstag in München beschlossen.

Der Freistaat setzt damit diesen Punkt früher um als der Bund. In der Praxis bedeutet dies, dass etwa Geimpfte mit einem vollständigen Impfschutz bei einem Friseurbesuch keinen negativen Coronatest vorweisen müssen. Privilegien wie der Zugang zu derzeit geschlossenen Einrichtungen, wie Schwimmbädern, sind aber nicht vorgesehen.

Wer zweimal geimpft sei und "nahezu ein Nullrisiko hat, muss wieder in seine zentralen Grundrechte zurückversetzt werden", sagte Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU). Die Grundrechte müssten so schnell es geht, zurückgegeben werden.

Beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag hatte es noch keine Beschlüsse zum bundesweiten Umgang mit Geimpften und Genesenen und möglichen Erleichterungen bei den Corona-Beschränkungen für sie gegeben.

Markus Söder (54, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.  © Matthias Balk/dpa-Pool/dpa

Update, 27. April, 12.50 Uhr: Kurzarbeit wird teurer: Bundesagentur braucht weitere Milliarden

Die Bundesagentur für Arbeit braucht erneut eine Finanzspritze des Bundes, um die steigenden Ausgaben für das Kurzarbeitergeld in der Corona-Pandemie zu stemmen.

Der ursprüngliche Haushaltsansatz lag bei rund sechs Milliarden Euro für 2021 - damals hatte die Bundesagentur mit durchschnittlich 700.000 Kurzarbeitern im Jahr 2021 gerechnet. Im Februar war der Ansatz schon auf 12,5 Milliarden verdoppelt worden, doch auch dies wird nicht reichen.

Jetzt seien noch einmal weitere 7,4 Milliarden Euro nötig, wie die Grünen-Bundestagsabgeordnete Ekin Deligöz am Dienstag mitteilte. Ein Sprecher der Bundesagentur bestätigte die Angaben. Die Bundesagentur ist damit auf noch mehr Steuergeld angewiesen, da die Beitragseinnahmen bei weitem nicht ausreichen und auch die Rücklagen aufgebraucht oder nicht flüssig verfügbar sind.

Update, 27. April, 12.35 Uhr: Steinmeier dankt Muslimen für Einhalten von Corona-Regeln im Ramadan

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Muslimen für die Einhaltung der Corona-Regeln im Ramadan gedankt.

"Wir sind dankbar, dass die Menschen muslimischen Glaubens sich an die geltenden Hygienebestimmungen halten", sagte Steinmeier am Dienstag in seinem Bonner Amtssitz, der Villa Hammerschmidt.

Im Gespräch mit Vertreterinnen des Sozialdiensts muslimischer Frauen wies Steinmeier darauf hin, dass die Einhaltung des Fastenmonats unter Corona-Bedingungen eine besondere Herausforderung darstelle. Dazu komme, dass das große Gemeinschaftserlebnis, auf das man sich normalerweise freue, das Fest des Fastenbrechens oder Zuckerfest, auch dieses Jahr nicht im gewohnt großen Kreis stattfinden könne.

"Das fehlt Ihnen", bedauerte Steinmeier. "Ich sage es schweren Herzens, dass ich darum bitten muss, Enttäuschung und Verzicht auch in diesem Fastenmonat noch zu berücksichtigen." Sein Dank richte sich in gleicher Weise auch an die anderen Religionsgemeinschaften, die alle auf ihre Weise mit den Einschränkungen umgehen müssten.

Update, 27. April, 12.25 Uhr: Oktoberfest vor dem Aus: "Die Hoffnung wird von Woche zu Woche schwächer"

Die Absage des Münchner Oktoberfestes auch in diesem Jahr wird immer wahrscheinlicher. Oberbürgermeister Dieter Reiter (62, SPD) hat sich erneut sehr skeptisch dazu geäußert, dass die Wiesn stattfinden kann.

"Die Hoffnung wird von Woche zu Woche schwächer, wenn man ehrlich ist", sagte der Rathauschef der "Bild"-Zeitung. "Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass solche Feste aus infektiologischen Gründen nicht zu verantworten sind." In einer Mitteilung stellte Reiter am Dienstag aber noch mal klar, dass die Entscheidung darüber noch nicht getroffen sei.

Dieter Reiter (62, SPD), Oberbürgermeister von München.
Dieter Reiter (62, SPD), Oberbürgermeister von München.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 27. April, 12.20 Uhr: Altmaier: Wir schaffen dieses Jahr die Trendwende

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62) rechnet damit, dass sich die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr von der Corona-Krise erholt.

"Dieses Jahr ist das Jahr, in dem wir die Trendwende endgültig schaffen", sagte der CDU-Politiker am Dienstag in Berlin. "Wir werden den Wirtschaftseinbruch nicht nur stoppen, sondern wir werden ihn umkehren. Wir haben spätestens 2022 wieder die alte Stärke erreicht", kündigte er an.

Die Bundesregierung hob ihre Konjunkturprognose für 2021 an - vor allem, weil es in der Industrie und im Export wieder deutlich besser läuft. Zuletzt habe die Konjunktur durch den Lockdown im Herbst und Winter "Bremsspuren" gezeigt. Die Wirtschaft sei aber robust, das Vorkrisenniveau werde schneller erreicht, als viele glaubten, sagte Altmaier.

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62).
Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62).  © picture alliance / dpa

Update, 27. April, 12 Uhr: Slowakei lockert Beschränkungen

Angesichts sinkender Zahlen von Corona-Neuinfektionen haben die slowakischen Gesundheitsbehörden ab Dienstag die geltenden Ausgangsbeschränkungen weiter gelockert.

So wurde der Beginn einer nächtlichen Ausgangssperre von bisher 20 auf 21 Uhr verschoben. Auch sind ab Dienstag bei professionellen Sportveranstaltungen wieder Zuschauer erlaubt. Sie müssen allerdings strenge Hygiene- und Abstandsregeln einhalten. Schon seit Montag dürfen Gastronomiebetriebe wieder Speisen und Getränke servieren, allerdings nur im Freien. Geschäfte sind unter Auflagen seit einer Woche wieder geöffnet.

Update, 27. April, 11.30 Uhr: Corona-Impfung: Fast 24 Prozent Erstimpfungen in Deutschland

In Deutschland sind 23,9 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag hervor (Stand: 27. April, 9.20 Uhr).

So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt fast 25,9 Millionen Impfungen, wovon knapp 19,9 Millionen Erstimpfungen und weitere gut 6 Millionen Zweitimpfungen waren. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften leicht auf 7,3 Prozent. Am Montag wurden 402.700 Impf-Spritzen gesetzt.

Je nach Bundesland variiert die Impfquote. Die höchsten Quoten haben das Saarland (26,4 Prozent) und Bremen (26,0 Prozent). Hessen liegt mit 22,0 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Bis Sonntag wurden demnach etwa 29,9 Millionen Dosen Impfstoff geliefert.

Update, 27. April, 11 Uhr: Kassenärztliche Bundesvereinigung: Impfgipfel war "Phrasengipfel"

Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat der Vize-Chef der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Stephan Hofmeister, dessen Ergebnisse scharf kritisiert.

"Wir sind deutlich verwundert und reiben uns ein bisschen die Augen, wenn jetzt von einem "Hoffnungsgipfel" gesprochen wird. Ich würde fast eher sagen, "ein Phrasengipfel und ein Gipfel der Gemeinplätze", sagte Hofmeister im Interview mit der Bayern-2-"Radiowelt".

Update, 27. April, 10.30 Uhr: Touristen von hartem Lockdown in Türkei ausgenommen

Die Türkei geht ab Donnerstag in einen knapp dreiwöchigen harten Lockdown - Touristen sind aber von Ausgangsbeschränkungen ausgenommen.

Das geht aus einem in der Nacht zu Dienstag veröffentlichten Erlass des Innenministeriums hervor. Touristen im Land waren bereits zuvor von Ausgangsbeschränkungen am Wochenende nicht betroffen.

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (67) hatte den Lockdown am Dienstag angekündigt. Von Donnerstag 19.00 Uhr bis zum 17. Mai um 5.00 Uhr dürfen die Türken nur noch aus triftigen Gründen auf die Straße, wie etwa zum Einkaufen. Außerdem schließen alle nicht notwendigen Geschäfte. Reisen zwischen Städten sind zudem nur mit Ausnahmegenehmigung möglich.

Recep Tayyip Erdogan (67), Staatspräsident der Türkei.
Recep Tayyip Erdogan (67), Staatspräsident der Türkei.  © Mustafa Kamaci/Turkish Presidency/AP/dpa

Update, 27. April, 9.50 Uhr: Lufthansa hält Flugverbindungen nach Indien vorerst aufrecht

Die Lufthansa hält ihre Flugverbindungen nach Indien trotz der dramatischen Corona-Lage auf dem Subkontinent vorerst weiter aufrecht.

"Mit unserem Flugangebot erhalten wir auch unter anderem eine geringe Mindestkonnektivität und geben damit insbesondere deutschen Bürgern und Bürgerinnen die Sicherheit, gesellschaftlich oder wirtschaftlich wichtige Aufgaben erledigen zu können oder nach Hause zu kommen", erklärte am Dienstag ein Unternehmenssprecher in Frankfurt. Zudem würden die Frachtkapazitäten für notwendige Transporte genutzt.

Lufthansa fliegt nach eigenen Angaben derzeit zehn Verbindungen pro Woche zwischen Frankfurt und Indien. In der Bundesregierung gibt es nach dpa-Informationen Überlegungen, den Flugverkehr mit dem Land vorübergehend ganz zu stoppen.

Die Lufthansa hält ihre Flugverbindungen nach Indien trotz der dramatischen Corona-Lage auf dem Subkontinent vorerst weiter aufrecht.
Die Lufthansa hält ihre Flugverbindungen nach Indien trotz der dramatischen Corona-Lage auf dem Subkontinent vorerst weiter aufrecht.  © Boris Roessler/dpa

Update, 27. April, 9.40 Uhr: Australien stoppt Einreisen aus Indien - Hilfen zugesagt

Australien hat Einreisen aus Indien wegen der dortigen Corona-Rekordzahlen zunächst verboten.

Die Flugverbindungen würden ab sofort und bis mindestens 15. Mai ausgesetzt, sagte Premierminister Scott Morrison am Dienstag. Danach werde die Lage neu bewertet.

Rückführungsflüge würden so bald wie möglich wieder aufgenommen, so Morrison weiter. Nach Angaben des Senders ABC warten in Indien rund 9000 Australier darauf, in die Heimat zu fliegen.

Update, 27. April, 8.55 Uhr: Gastgewerbe leidet weiter unter Corona - Kaum Erholung im Februar

Das Gastgewerbe in Deutschland leidet weiter schwer unter den Folgen des Corona-Lockdowns.

Im Februar erholten sich die Umsätze zwar preisbereinigt leicht um 1,2 Prozent zum Januar, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Gemessen am Vorkrisenniveau bleiben die Rückgänge aber immens: So lagen die Umsätze von Betrieben wie Hoteliers, Restaurants und Cafés insgesamt um fast 69 Prozent unter dem Niveau von Februar 2020, dem Monat vor Ausbruch der Corona-Pandemie in Deutschland.

Besonders betroffen waren in Februar abermals Hotels und sonstige Beherbergungsunternehmen, die gemessen am Vorjahresmonat fast 82 Prozent ihrer Erlöse einbüßten. In der Gastronomie fiel der Umsatz gegenüber Februar 2020 um knapp 62 Prozent.

Update, 27. April, 8.35 Uhr: Braun: Konkrete Erleichterungen für Geimpfte in Aussicht

Nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) konkrete Erleichterungen für Geimpfte in Aussicht gestellt.

"Die Bundesjustizministerin wird mit dem Gesundheits- und dem Innenminister jetzt eine Verordnung vorbereiten, die genau das vorsehen soll. Dass nämlich bei Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen vollständig Geimpfte und diejenigen, die genesen sind von dem Coronavirus, bei Kontaktbeschränkungen zum Beispiel nicht mitgezählt werden", sagte Braun am Dienstag im ARD-"Morgenmagazin".

Braun verteidigte außerdem, dass die Impfpriorisierung in Deutschland nicht sofort aufgehoben wird. Bestimmten Bevölkerungsgruppen noch einige Wochen den Vorrang beim Impfen zu lassen, finde er "ausdrücklich richtig".

Braun zeigte sich zuversichtlich, dass es im Sommer eine Entspannung der Situation geben könnte. "Wenn wir eine hohe Impfbereitschaft in der Bevölkerung haben, dann werden wir das Virus sehr schön zurückdrängen können."

Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU).
Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU).  © Fabian Sommer/dpa

Update, 27. April, 8 Uhr: Brasiliens Gesundheitsbehörde untersagt Import von Sputnik V

Brasiliens nationale Behörde für Gesundheitsüberwachung (Anvisa) hat sich gegen die Einfuhr des russischen Corona-Impfstoffes Sputnik V ausgesprochen.

Es mangele an "konsistenten und zuverlässigen Daten", hieß es am späten Montagabend (Ortszeit) zur Begründung in einer Mitteilung. Die Entscheidung sei nach rund fünfstündigen Beratungen einstimmig gefallen. Anvisa-Direktor Alex Machado Campos betonte allerdings, der Beschluss sei nur eine Momentaufnahme.

Unzulänglichkeiten wurden laut der Mitteilung auf Grundlage der bislang auswertbaren Daten sowohl bei der Entwicklung als auch bei der Herstellung des Vektorimpfstoffes festgestellt. Dies schließe alle drei Phasen der klinischen Tests des Präparats ein.

"Außerdem gibt es keine oder nur unzureichende Daten zur Qualitätskontrolle, Sicherheit und Wirksamkeit", schreibt die Behörde. Bislang hatten 14 Bundesstaaten im größten Land Lateinamerikas angesichts der dramatischen Corona-Lage um eine Einfuhr von Sputnik V gebeten.

Update, 27. April, 6 Uhr: Kommunen: Nach Impfgipfel fehlt Verständigung zu Umgang mit Geimpften

Der Städte- und Gemeindebund vermisst nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern Ergebnisse zum Umgang mit Geimpften.

"Dass bei der Konferenz der Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten mit der Bundeskanzlerin noch keine abschließende Verständigung über die Aufhebung der Grundrechtseinschränkungen für vollständig geimpfte Bürgerinnen und Bürger getroffen wurde, ist bedauerlich", sagte der Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg (69) der "Rheinischen Post" (Dienstag).

Landsberg betonte erneut, dass es sich dabei nicht um die Einräumung von Sonderrechten oder Privilegien handele, "sondern um die Aufhebung nicht mehr gerechtfertigter Grundrechtseingriffe."

Man erwarte "eine rasche Verständigung in Bundestag und Bundesrat und eine klare rechtliche Regelung, wann welche Grundrechtseinschränkungen aufgehoben werden. Dies gilt insbesondere mit Blick auf Ausgangssperren und Kontaktbeschränkungen."

Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB).
Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes (DStGB).  © Britta Pedersen/dpa

Update, 27. Mai, 3.40 Uhr: US-Staat West Virginia bietet Jüngeren 100 US-Dollar als Impfanreiz

Der US-Bundesstaat West Virgina bietet Bürgern im Alter von 16 bis 35 Jahren als Belohnung für eine Corona-Impfung ein Wertpapier in Höhe von 100 US-Dollar (83 Euro) an.

Es gehe darum, diese Bevölkerungsgruppe "wirklich zu motivieren", um die Pandemie gemeinsam zu besiegen, erklärte Gouverneur Jim Justice am Montag (Ortszeit). "Sie nehmen die Impfung nicht so schnell an wie wir uns das wünschen", sagte Justice. "Wenn wir wirklich Fortschritt machen wollen, dann müssen wir unsere jüngeren Leute geimpft kriegen."

Update, 27. April, 1 Uhr: Impfgipfel hinkt laut Göring-Eckardt "der Realität hinterher"

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht nach dem Impfgipfel weiteren Klärungsbedarf.

"Damit die Impfkampagne in den nächsten Wochen bei besserer Impfstoffverfügbarkeit mehr Tempo entfalten kann, hätte es heute klare Absprachen und Vorbereitungen für die baldige Einbeziehung der über 10.000 Betriebsärzte geben müssen", sagte Göring-Eckardt den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Es müsse zudem zügig geprüft werden, ob bei bestimmten Impfstoffen die Zulassung für Kinder und Jugendliche erweitert werden könne oder wie Kinder anders schneller einen Impfschutz erhalten könnten. Der Impfgipfel habe viele Fragen offen gelassen "und hinkt der Realität hinterher".

Erfreut äußerte sich die Grünen-Politikerin über mögliche Erleichterungen für Geimpfte, die nach dem 28. Mai in Kraft treten könnten. "Dass für bereits Geimpfte und Genesene Beschränkungen bald verlässlich und in verantwortlichem Ausmaß zurückgenommen werden können, ist gut und überfällig."

Update, 26. April, 22.28 Uhr: Spahn: Entscheidung zu Freiheitsrechten für Geimpfte fällt im Mai

Ende Mai soll nach Worten von Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) entschieden sein, inwieweit gegen das Coronavirus Geimpfte weiterhin mit Beschränkungen belegt werden.

"Hierzu wird die Bundesregierung nächste Woche einen Vorschlag machen und der Bundesrat wird dazu am 28. Mai dann final entscheiden. Also es gibt einen Zeitplan", sagte Spahn am Montagabend in einem ARD-"Extra".

Laut einem Eckpunktepapier der Bundesregierung vom Wochenende könnten für vollständig Geimpfte und Genesene etwa beim Zugang zu Geschäften und bestimmten Dienstleistungen dieselben Ausnahmen kommen, die für negativ Getestete gelten. Bei der Einreise aus dem Ausland könnte in den meisten Fällen eine Quarantäne wegfallen. Bei Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen sollten weitere Ausnahmen für Geimpfte und Genesene vorgesehen werden können.

Andere Schutzmaßnahmen wie Maskenpflicht und Abstand sollten aber auch für Geimpfte, Genesene und Getestete noch für längere Zeit weiter gelten.

Jens Spahn (40, CDU, M.), Bundesminister für Gesundheit, kommt am Montag zur Präsidiumssitzung seiner Partei in das Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Parteizentrale in Berlin.
Jens Spahn (40, CDU, M.), Bundesminister für Gesundheit, kommt am Montag zur Präsidiumssitzung seiner Partei in das Konrad-Adenauer-Haus, der CDU-Parteizentrale in Berlin.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 26. April, 21.01 Uhr: MV hebt Testpflicht für vollständig Geimpfte zum 1. Mai auf

Vollständig geimpfte Menschen müssen vom 1. Mai an in Mecklenburg-Vorpommern keinen Negativ-Test mehr beim Friseur vorlegen.

Das gelte auch für andere Bereiche mit Testpflicht, wie die Außenbereiche der Zoos oder die Baumärkte, kündigte Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46, SPD) am Montag nach dem Bund-Länder-Impfgipfel und einem anschließenden Impfgipfel in Mecklenburg-Vorpommern an. Dies sei ein kleiner Schritt für mehr Normalität, sagte die Regierungschefin.

Nach Angaben des Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) haben aktuell erst 6,55 Prozent der Menschen in Mecklenburg-Vorpommern den vollständigen Covid-Impfschutz nach zwei Spritzen.

Manuela Schwesig (46, SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, bei einer Sitzung im Landtag. Sie kündigte am Montag erste Lockerungen für vollständig Geimpfte an.
Manuela Schwesig (46, SPD), die Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, bei einer Sitzung im Landtag. Sie kündigte am Montag erste Lockerungen für vollständig Geimpfte an.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 26. April, 20.40 Uhr: USA wollen bis zu 60 Millionen AstraZeneca-Dosen abgeben

Die Vereinigten Staaten wollen bis zu 60 Millionen Dosen des Corona-Impfstoffs des Herstellers AstraZeneca an andere Länder abgeben.

Rund 10 Millionen Dosen könnten "in den kommenden Wochen" nach einer Prüfung durch die Lebens- und Arzneimittelbehörde (FDA) exportiert werden, weitere 50 Millionen Dosen seien noch in verschiedenen Stadien der Herstellung, sagte die Sprecherin von US-Präsident Joe Biden (78), Jen Psaki, am Montag. Diese könnten im Mai oder Juni fertiggestellt werden, sagte Psaki im Weißen Haus.

Psaki machte zunächst keine Angaben zu möglichen Empfängerstaaten für den Impfstoff. Es blieb auch noch unklar, ob es sich dabei um Spenden, Verkäufe oder Leihgaben handeln würde.

Der Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. In den USA hat dieser keiner Zulassung. Gekauft hatten sie ihn dennoch - vorsichtshalber.
Der Corona-Impfstoff des Herstellers AstraZeneca. In den USA hat dieser keiner Zulassung. Gekauft hatten sie ihn dennoch - vorsichtshalber.  © Nicolas Armer/dpa

Update, 26. April, 20.06 Uhr: Laschet: NRW-Impftempo jetzt wie in den USA

Das Impftempo im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen erreicht nach Angaben von Ministerpräsident Armin Laschet (60, CDU) inzwischen das der USA.

An diesem Mittwoch werde aller Voraussicht nach an nur einem einzigen Tag rund ein Prozent der Bevölkerung in Nordrhein-Westfalen geimpft. "Das ist ein Tempo wie in den USA", sagte Laschet am Montagabend nach dem Treffen der Länderchefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) in Berlin.

Update, 26. April, 19.42 Uhr: Erdogan kündigt mehr als zweiwöchigen Lockdown in Türkei an

Angesichts hoher Corona-Fallzahlen hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (67) einen mehr als zweiwöchigen Lockdown angekündigt.

Vom 29. April bis 17. Mai müssen alle Betriebe schließen, die keine Ausnahmegenehmigung haben, wie Erdogan am Montag in Ankara sagte. Die Ausnahmen würden noch vom Innenministerium bekanntgegeben. Reisen zwischen Städten seien nur mit Genehmigung möglich.

Update, 26. April, 18.43 Uhr: Sommerurlaub möglich? - Merkel zurückhaltend

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hält sich mit Prognosen zum Sommerurlaub in diesem Jahr zurück.

Die Ministerpräsidentenkonferenz an diesem Montag zum Impfen sei eine Konferenz der Hoffnung gewesen, sagte Merkel nach dem Gespräch mit den Länderchefs auf eine entsprechende Nachfrage. Man dürfe aber die Gegenwart nicht vergessen.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Artikel zu den Ergebnissen des Impfgipfels.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bei der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) bei der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 26. April, 18.42 Uhr: Merkel erwartet schwierige Übergangsphase mit zunehmenden Impfungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat die Menschen in Deutschland auf eine schwierige Übergangsphase bis zur Eindämmung der Pandemie im Sommer eingestimmt.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Artikel zu den Ergebnissen des Impfgipfels.

Update, 26. April, 18.39 Uhr: Müller: Impfzentren werden noch lange gebraucht

Impfzentren werden nach Einschätzung von Berlins Regierendem Bürgermeister, Michael Müller (56, SPD), noch lange gebraucht, auch wenn die Infrastruktur aufwendig und teuer sei.

Es gebe diejenigen, die schon ihre Zweittermine gebucht hätten und nun die Impfzentren ansteuern würden, sagte der derzeitige Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz am Montag nach dem Impfgipfel.

"Aber wir werden noch große Bevölkerungsgruppen haben, die wir dann auch schnell impfen wollen, wenn man an die Jüngeren denkt, die Studierenden, die Auszubildenden", sagte Müller. "Gerade mit mehr Impfstoff haben die Impfzentren noch sehr lange ihre Berechtigung."

Update, 26. April, 18.36 Uhr: Söder will mehr Impftempo durch flexiblere Prioritäten-Regelungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) wünscht sich durch eine frühere Aufhebung der Corona-Impfpriorisierungen auch mehr Tempo bei den Impfungen.

Durch die Einbeziehung der Ärzte und flexiblere Impfregeln "glauben wir, dass wir die Geschwindigkeit des Impfens und damit einen stärkeren Effekt im Kampf gegen die Pandemie deutlich verstärken und beschleunigen könne", sagte der CSU-Chef am Montag nach dem Impfgipfel von Bund und Ländern in Berlin. Nach der Notbremse zur Verhinderung für die größten Schäden durch die Pandemie brauche es jetzt "Vollgas fürs Impfen".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) kommt neben Markus Söder (54, CSU, l.), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, und Michael Müller (56, SPD, r.), Regierender Bürgermeister von Berlin, zu der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel im Kanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) kommt neben Markus Söder (54, CSU, l.), Ministerpräsident von Bayern und CSU-Vorsitzender, und Michael Müller (56, SPD, r.), Regierender Bürgermeister von Berlin, zu der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel im Kanzleramt.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 26. April, 18.20 Uhr: WHO: Intensität der Corona-Pandemie legt global weiter zu

Die Corona-Pandemie intensiviert sich auf globalem Niveau weiter. Die Zahl der gemeldeten Infektionen pro Woche steigt seit neun Wochen, die der gemeldeten Todesfälle seit sechs Wochen, wie WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56) am Montag in Genf sagte.

"Um die Dimension aufzuzeigen: Es gab vergangene Woche fast genauso viele Fälle wie in den ersten fünf Monaten der Pandemie zusammen", sagte Tedros. Besonders in Indien sei die Lage "mehr als herzzerreißend".

Update, 26. April, 18.15 Uhr: Draghi will mit EU-Milliarden "Italien von morgen" bauen

Italiens Ministerpräsident Mario Draghi (73) will mit den Milliarden-Hilfen aus dem europäischen Corona-Aufbaufonds ein digital und ökologisch gestärktes Land aufbauen.

"Es liegt an uns, das Italien von morgen bestmöglich vorzubereiten", sagte Draghi am Montag vor der größeren Parlamentskammer, der Abgeordnetenkammer, bei der Vorstellung des nationalen Konzepts für den Corona-Wiederaufbauplan der EU. Insgesamt könne das Land in den kommenden gut zehn Jahren auf rund 250 Milliarden Euro aus EU-Töpfen und nationalen Etats hoffen, rechnete er vor.

Update, 26. April, 18.01 Uhr: Merkel betont: Spätestens ab Ende Juni kann sich jeder um einen Impftermin bemühen!

Die bisherige Priorisierung bei den Impfungen gegen das Corona-Virus soll nach Darstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) spätestens im Juni fallen.

"Das heißt nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden kann. Aber dann kann sich jeder um einen Impftermin bemühen, und die werden dann nach Maßgabe der Versorgung auch gegeben", sagte Merkel am Montag in Berlin nach Beratungen mit den Länder-Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

In vielen Bundesländern seien bereits die Prioritätengruppen I und II geimpft, sagte Merkel weiter. Die Gruppe III sei geöffnet. Im Großen und Ganzen gehe man davon aus, dass diese Gruppe im Mai die erste Impfung erhalten werde, "so dass wir dann spätestens, je nachdem wie viele Impfdosen wir bekommen, ab Juni - aber ich sage nochmals: spätestens - die Priorisierung aufheben können".

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) spricht bei der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel im Kanzleramt.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) spricht bei der Pressekonferenz nach dem Impfgipfel im Kanzleramt.  © Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Update, 26. April, 18.01 Uhr: EU-Behörden beobachten gemeinsam zugelassene Corona-Impfstoffe

Zwei EU-Gesundheitsbehörden wollen gemeinsam bereits zugelassene Corona-Impfstoffe im Blick behalten.

Von der EU finanzierte Studien in mehreren europäischen Staaten sollen die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfstoffe während der breiten nationalen Impfkampagnen untersuchen, wie die Arzneimittelbehörde (EMA) und die Gesundheitsbehörde ECDC am Montag in Amsterdam mitteilten.

Update, 26. April, 17.42 Uhr: Unionspolitiker fordern gleiche Freiheiten für Getestete wie Geimpfte

In der Diskussion um mehr Freiheiten in der Corona-Krise haben führende Unionspolitiker eine Gleichstellung von Negativ-Getesteten mit Geimpften und Genesenen gefordert.

"Es darf nicht das Signal geben, dass ein Teil der Bevölkerung bereits wieder normal leben und reisen darf, während andere noch Monate ausharren", sagte der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban (33) dem "Spiegel" am Montag.

Auch der stellvertretende Unionsfraktionsvorsitzende im Bundestag, Carsten Linnemann (43), richtete den Blick auf die, die "sehnsüchtig auf eine Impfung warten". "Ich halte die Gleichbehandlung bei den Öffnungen von Geimpften, Genesenen und negativ Getesteten für gesellschaftlich dringend geboten, ansonsten droht ein weiterer Riss durch die Gesellschaft."

Update, 26. April, 17.31 Uhr: Arztpraxen starten später mit "Johnson & Johnson"-Impfungen

Eine bevorstehende Lieferung des Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson nach Deutschland hat voraussichtlich einen geringeren Umfang als ursprünglich erwartet.

Das teilte das Bundesgesundheitsministerium am Montag auf Anfrage mit. Die erste Lieferung nach dem Johnson & Johnson-Lieferstart sei in Deutschland eingetroffen und werde an die Länder verteilt. Nach einem Bericht des "Spiegels" sollten mit der zweiten Lieferung eigentlich 444.000 Dosen eintreffen nach gut 250.000 mit der ersten.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung hatte darauf hingewiesen, dass das Präparat von Johnson & Johnson nicht in der ersten Maiwoche in die Arztpraxen komme.

Update, 26. April, 17.24 Uhr: Impfgipfel: Bund und Länder für Impf-Freigabe spätestens im Juni

Bund und Länder streben bei den Corona-Impfungen in Deutschland spätestens im Juni ein Ende der Priorisierung mit einer offiziell festgelegten Reihenfolge an.

Darüber bestand Einigkeit bei den Beratungen der Ministerpräsidenten mit Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU), wie die Deutsche Presse-Agentur am Montag aus mehreren Quellen erfuhr. Wie es weiter hieß, hänge dies aber auch davon ab, dass Impfstoff-Lieferungen wie geplant kommen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU, l.) und Michael Müller (56, SPD), Berlins Regierender Bürgermeister, sitzen während des digitalen Impfgipfels mit den Ministerpräsidenten der Länder an einem Tisch,
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU, l.) und Michael Müller (56, SPD), Berlins Regierender Bürgermeister, sitzen während des digitalen Impfgipfels mit den Ministerpräsidenten der Länder an einem Tisch,  © Jesco Denzel/Bundesregierung/dpa

Update, 26. April, 17.03 Uhr: WHO warnt - Millionen Kinder verpassen wegen Corona wichtige Impfungen

In 50 Ländern können zurzeit wichtige Impfkampagnen etwa gegen Masern, Polio oder Gelbfieber wegen der Corona-Pandemie nicht stattfinden.

228 Millionen Menschen - die meisten davon Kinder - laufen dadurch Gefahr, vermeidbare, teils lebensgefährliche Krankheiten zu bekommen, wie die Weltgesundheitsorganisation (WHO), die Impfinitiative GAVI und das UN-Kinderhilfswerk Unicef am Montag in Genf berichteten.

Gerade bei Masern zeichnete sich schon vor der Corona-Pandemie ein Besorgnis erregender Trend ab. Im Kongo, in Pakistan und im Jemen gab es in letzter Zeit größere Masern-Ausbrüche.

Update, 26. April, 17 Uhr: British-Airways-Chef hofft auf Normalisierung im Sommerreiseverkehr

Der Geschäftsführer der Fluggesellschaft British Airways, Sean Doyle, hofft auf eine zunehmende Normalisierung des Flugverkehrs innerhalb Europas im Sommer.

"Ich denke, im Juni wird man eine Wende sehen, die das Infektionsgeschehen in dieser Pandemie auf ein Niveau bringen wird wie in Großbritannien. Das wird den Menschen das Vertrauen zurückgeben, zu reisen", sagte Doyle hinsichtlich des Impffortschritts auf dem europäischen Kontinent.

Update, 26. April, 16.55 Uhr: Spahn gegen zu schnelle Aufhebung der Impfpriorisierung

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) hat sich gegen eine zu schnelle Freigabe der Corona-Impfungen für alle gewandt.

Im Mai sollten zunächst der dritten und letzten Prioritätsgruppe Impfungen angeboten werden, sagte der CDU-Politiker am Montag im TV-Sender "Welt". Dazu gehörten neben den über 60-Jährigen unter anderen auch Supermarktverkäuferinnen, Busfahrer, Justizbeamte und Lehrkräfte in weiterführenden Schulen.

Dies seien Berufsgruppen, die kein Homeoffice machen könnten. "Die warten jetzt seit vier, fünf Monaten darauf, dass sie geimpft werden können, um sich zu schützen." Der nächste Schritt sei dann die generelle Aufgabe der Priorisierung, sagte Spahn. "Ich hab gesagt: im Juni. Wenn es früher geht, weil mehr Impfstoff kommt, gerne auch früher."

Jens Spahn (40, CDU - r), Bundesminister für Gesundheit, kommt zur Präsidiumssitzung seiner Partei in Berlin am 26. April.
Jens Spahn (40, CDU - r), Bundesminister für Gesundheit, kommt zur Präsidiumssitzung seiner Partei in Berlin am 26. April.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 26. April, 16.53 Uhr: Boris Johnson streitet verharmlosenden Corona-Kommentar ab

Der britische Premier Boris Johnson (56) hat den Vorwurf zurückgewiesen, verharmlosend über die Opfer der Corona-Pandemie gesprochen zu haben.

"Nein", sagte Johnson am Montag bei einem Besuch im walisischen Wrexham auf die Reporterfrage, ob er den despektierlichen Kommentar gemacht habe - beeilte sich aber dann, hinzuzufügen: "Aber, nochmal, ich denke, das Wichtigste ist, dass die Menschen wollen, dass wir weitermachen und als Regierung dafür sorgen, dass Lockdowns wirken, und das haben sie, und ich zolle den Menschen in diesem Land wirklich Tribut, unserem ganzen Land, dass sie sich zusammengerissen haben."

In einer internen Diskussion über den dritten Corona-Lockdown, den Johnson zu Beginn des Winters noch unbedingt verhindern wollte, soll der Premier Medienberichten zufolge gesagt haben, dass er eher "Leichen sich stapeln" lassen würde, als ein weiteres Mal einen Corona-Lockdown zu verhängen.

Update, 26. April, 16.51 Uhr: AfD bringt #allesdichtmachen in den NRW-Landtag

Die umstrittene Schauspieler-Aktion #allesdichtmachen wird am Freitag den nordrhein-westfälischen Landtag in einer Aktuellen Stunde beschäftigen. Unter dem Titel "Die Meinungsfreiheit darf kein Corona-Opfer werden" hat die AfD-Opposition das Thema auf die Tagesordnung gebracht.

Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert. Die Videos waren am Donnerstag veröffentlicht worden. Nach heftiger Kritik und teils Zustimmung aus dem rechten Lager haben sich mehrere Teilnehmer mittlerweile von ihren Beiträgen distanziert.

Meinungsfreiheit müsse aber auch für unpopuläre Äußerungen gelten, unterstreicht die AfD in ihrem Antrag: "Eine Meinungsfreiheit, die nur populäre oder "Main-stream"-Meinungen schützen würde, ist nichts wert."

Update, 26. April, 16.26 Uhr: Linke gegen Aufhebung der Impfpriorisierung - Grünen-Experte auch

Die Linke ist gegen eine Aufhebung der Corona-Impfpriorisierung. Diese diene dazu, gefährdete Bevölkerungsgruppen zu schützen und zuvorderst impfen, sagte Co-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow (43) am Montag in Berlin.

Es müsse sichergestellt sein, dass Menschen aufgrund von Alter, Vorerkrankungen oder sozialer Situation nicht mehr gefährdet seien als der Rest der Bevölkerung.

Auch der Gesundheitsexperte der Grünen, Janosch Dahmen (39), sprach sich gegen eine Aufhebung der Impfpriorisierung aus. Sie sei wissenschaftlich vorgegeben worden, um möglichst viele Menschenleben zu retten.

Ein Schild in einem Impfzentrum in Baden-Württemberg. Die Reihenfolge der Corona-Impfungen sorgt bei Politikern für Diskussionen.
Ein Schild in einem Impfzentrum in Baden-Württemberg. Die Reihenfolge der Corona-Impfungen sorgt bei Politikern für Diskussionen.  © Felix Kästle/dpa

Update, 26. April, 16.18 Uhr: Bundesliga-Saisonfinale in Österreich mit Zuschauern im Stadion

Zum Saisonfinale in der österreichischen Fußball-Bundesliga werden wieder Fans im Stadion sein.

In der letzten Runde der ersten Spielklasse (21./22. Mai) und der 2. Liga (23. Mai), den Spielen im Europacup-Playoff und einer möglichen Relegation dürfen bis zu 3000 Zuschauer ins Stadion, teilte die Bundesliga am Montag mit. Gästefans sind allerdings noch nicht erlaubt.

Zu den Sicherheitsmaßnahmen gehören voraussichtlich eine FFP2-Maskenpflicht, zugewiesene Sitzplätze, eine Registrierung und der Nachweis eines Tests, einer Impfung oder einer überstandenen Infektion.

Update, 26. April, 16.10 Uhr: Söder für mehr Flexibilität bei Impfungen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) fordert mehr Geschwindigkeit und Flexibilität bei den Corona-Schutzimpfungen in Deutschland.

"Wo wir freier impfen, sind wir sehr effizient", sagte der CSU-Chef nach Angaben von Teilnehmern am Montag beim Impfgipfel von Bund und Ländern. In der aktuellen Phase der Pandemie seien zwei Punkte wichtig: "Wie können wir die Geschwindigkeit beim Impfen erhöhen?" und "Wie können wir Grundrechte zurückgeben?"

Söder betonte den Angaben zufolge, er befürworte, dass Menschen mit einem vollständigen Impfschutz auch weniger Corona-Auflagen erfüllen müssten.

Update, 26. April, 15.53 Uhr: Grünen-Chefin Baerbock verlangt mehr Corona-Schutz am Arbeitsplatz

Grünen-Chefin Annalena Baerbock (40) hat schärfere Regeln zum Schutz von Arbeitnehmern vor einer Corona-Infektion gefordert.

Es gebe vermehrt Berichte aus Betrieben, wonach Arbeitgeber von ihren Angestellten verlangten, medizinische Masken zu tragen statt FFP2-Masken, die laut Wissenschaftlern besser schützten, sagte Baerbock am Montag in Berlin. Grund sei, dass Arbeitnehmer mit FFP2-Masken häufiger eine Pause einlegten, um diese zwischendurch abzulegen zu können.

Dies halte sie angesichts der Situation in den Krankenhäusern und mit Blick auf die Inzidenzzahlen für den falschen Weg, sagte Baerbock.

Update, 26. April, 15 Uhr: AstraZeneca verteidigt Vorgehen bei Impfstoff-Lieferungen

Der Impfstoffhersteller AstraZeneca hat sich nach dem von der EU-Kommission eingeleiteten Verfahren gegen den Konzern für sein Vorgehen gerechtfertigt.

AstraZeneca habe sich an seinen Vertrag mit der EU-Kommission gehalten und werde sich vor Gericht verteidigen, hieß es am Montag in einer Reaktion des Unternehmens auf die Ankündigung aus Brüssel. Die EU-Kommission hatte zuvor mitgeteilt, im Namen der 27 Mitgliedsstaaten vor einem belgischen Gericht ein Verfahren wegen gekürzter Impfstofflieferungen gestartet zu haben.

"Wir glauben, dass dieser Rechtsstreit unbegründet ist und begrüßen die Möglichkeit, diese Auseinandersetzung so schnell wie möglich beizulegen", hieß es von AstraZeneca. Man werde den EU-Staaten bis Ende April gemäß der Vorhersage fast 50 Millionen Impfdosen liefern. Außerdem arbeite man daran, die Produktion weiter schnellstmöglich hochzufahren.

Ein Fläschchen mit dem Impfstoff von AstraZeneca.
Ein Fläschchen mit dem Impfstoff von AstraZeneca.  © Marco Alpozzi/Lapresse via ZUMA Press/dpa

Update, 26. April, 14.57 Uhr: Frankreichs Präsident Macron lobt an der Seite Steinmeiers Zusammenhalt in Europa

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron (43) hat an der Seite von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65, SPD) den europäischen Zusammenhalt in der Corona-Krise gelobt.

So habe Steinmeier erst vor einigen Tagen das Gesetz zum Finanzierungssystem der EU bis 2027 unterzeichnet, das auch den 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds für die EU-Staaten enthält, sagte Macron am Montag in Paris.

Update, 26. April, 14.54 Uhr: Corona-Notbremse: FDP will Verfassungsbeschwerde noch am Montag

Die FDP dringt auf eine schnelle Klärung der umstrittenen Corona-Notbremse vor dem Bundesverfassungsgericht.

"Wir werden morgen die Verfassungsbeschwerde vorstellen, und es ist geplant, dass sie noch heute im Laufe des Tages in Karlsruhe eingereicht wird", sagte Marco Buschmann (43), Erster Parlamentarischer Geschäftsführer der FDP im Bundestag, am Montag in Berlin.

Die FDP hatte wiederholt erklärt, Maßnahmen wie eine Ausgangssperre und andere Eingriffe in Grundrechte seien unverhältnismäßig und teils auch wirkungslos.

Update, 26. April, 14.50 Uhr: 100-Euro-Zuschuss pro Kind für bedürftige Familien geplant

Bedürftige Familien in Deutschland können im Herbst auf einen einmaligen Zuschuss von 100 Euro pro Kind etwa für Sport- oder Freizeitaktivitäten hoffen. Dieser Bonus sei Teil des geplanten Corona-Aufholprogramms, kündigte SPD-Chefin Saskia Esken (59) am Montag in Berlin an.

Wer Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabepaket erhalte, solle auch diesen Zuschuss bekommen können. Das Corona-Aufholprogramm soll nach Angaben Eskens an diesem Dienstag im Bundeskabinett auf den Weg gebracht werden. Weil es bis zur Umsetzung solcher Programme immer eine gewisse Zeit brauche, sei mit einer Auszahlung im Herbst zu rechnen.

Im Mai soll auch der bereits beschlossene Kinderbonus 2021 in Höhe von 150 Euro pro Kind ausgezahlt werden, er geht an Kinder mit Anspruch auf Kindergeld.

Im Herbst sollen bedürftige Familien pro Kind einen Bonus von 100 Euro erhalten. (Symbolbild)
Im Herbst sollen bedürftige Familien pro Kind einen Bonus von 100 Euro erhalten. (Symbolbild)  © Marcel Kusch/dpa

Update, 26. April, 14.47 Uhr: Europäischer Bier-Absatz deutlich gesunken

Die Schließung von Bars, Kneipen und Restaurants in der Corona-Pandemie hat in Europa im vergangenen Jahr zu einem erheblichen Rückgang des Bierkonsums geführt.

Verglichen mit 2019 sank die Gesamtmenge des verkauften Biers 2020 netto um 34 Millionen Hektoliter beziehungsweise neun Prozent, wie der europäische Brauerverband The Brewers of Europe am Montag mitteilte.

Update, 26. April, 14.28 Uhr: WHO: Wenig Wissen über Gefährlichkeit von indischer Corona-Variante

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts der in Indien aufgetauchten Corona-Variante B.1.617 vor voreiligen Schlüssen. Die Organisation beobachtet die Virusvariante, hat sie aber noch nicht als besorgniserregend eingestuft, wie eine WHO-Sprecherin auf Anfrage am Montag in Genf mitteilte.

Bislang sei nicht klar, in welchem Ausmaß die Variante für den rapiden Anstieg der Fälle in Indien mitverantwortlich ist. Es gebe viele Faktoren, die dazu beigetragen haben könnten. So hätten in jüngster Zeit Feste und Veranstaltungen mit vielen Teilnehmern stattgefunden. Zudem verbreite sich B.1.617 neben anderen ansteckenderen Varianten wie der zuerst in Großbritannien nachgewiesenen Variante B.1.1.7.

Ob B.1.617 mehr schwere Krankheitsverläufe auslöse und damit zu höheren Todeszahlen beitrage, sei bislang ebenfalls nicht klar, sagte die Sprecherin. Die höheren Todeszahlen könnten auch daran liegen, dass Kliniken ihre Kapazitätsgrenzen erreicht haben.

In Indien waren am Montag gut 350.000 Infektionen innerhalb von 24 Stunden gemeldet worden, mehr, als je ein Land in so kurzer Zeit gemeldet hat. Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern hat mehr als 17 Millionen Infektionen erfasst. In absoluten Zahlen ist das Land damit hinter den USA am härtesten von der Pandemie betroffen.

Neu-Delhi: Menschen vollziehen Rituale neben einem Scheiterhaufen für ein Familienmitglied, das an Covid-19 gestorben ist.
Neu-Delhi: Menschen vollziehen Rituale neben einem Scheiterhaufen für ein Familienmitglied, das an Covid-19 gestorben ist.  © Altaf Qadri/AP/dpa

Update, 26. April, 14.09 Uhr: Umstrittene Stierhatz von Pamplona erneut abgesagt

Das traditionsreiche spanische "Sanfermines"-Fest mit den weltberühmten Stierrennen fällt dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie erneut aus. "Die öffentliche Gesundheit hat oberste Priorität", sagte der Bürgermeister der Stadt Pamplona im Norden des Landes, Enrique Maya, am Montag bei Bekanntgabe der Absage.

Er sei sich darüber im Klaren, dass die Entscheidung ein harter Schlag sowohl "für die Gefühle als auch für die Wirtschaft der Stadt" sei. Das Fest war bereits 2020 wegen Corona abgesagt worden.

Die "Sanfermines" sind dem Stadtheiligen San Fermín gewidmet und finden in der 200.000-Einwohner-Gemeinde schon seit 1591 im Juli statt. Es gibt nicht nur Stierrennen und -Kämpfe, sondern unter anderem auch Konzerte, Prozessionen und andere Veranstaltungen.

Update, 26. April, 14 Uhr: EU-Kommission leitet rechtliche Schritte gegen AstraZeneca ein

Im Streit über ausbleibende Impfstofflieferungen hat die EU-Kommission rechtliche Schritte gegen den Hersteller AstraZeneca eingeleitet. Dies teilte ein Kommissionssprecher am Montag mit.

Mehr dazu erfahrt Ihr hier: Europäische Union klagt gegen AstraZeneca!

Update, 26. April, 13 Uhr: Zahlreiche Verstöße gegen Corona-Beschränkungen in München

Insgesamt mehr als tausend Menschen haben sich am Wochenende nach Angaben der Polizei in der Stadt und im Landkreis München versammelt und dabei gegen Corona-Auflagen verstoßen.

Die Einsatzkräfte hätten zahlreiche öffentliche Plätze geräumt, teilte das Polizeipräsidium München am Montag mit. Am Freitag- und Samstagabend hätten sich unter anderem auf dem Georg-Elser-Platz, dem Odeonsplatz, dem Gärtnerplatz, im Englischen Garten und auf der Hackerbrücke bei schönem Wetter jeweils zwischen 100 und 300 Menschen versammelt.

Die Polizei löste die Versammlungen auf, zum Teil mithilfe von Lautsprechern.

Update, 26. April, 12.47 Uhr: Virologe Streeck äußert Verständnis für #allesdichtmachen

Der Virologe Hendrik Streeck hat Verständnis für die Internetaktion #allesdichtmachen geäußert. "In meinen Augen hat die Politik es nicht geschafft, alle Menschen mitzunehmen", sagte Streeck in einem Facebook-Video für "Alarmstufe Rot - Initiativen & Verbände der Veranstaltungswirtschaft". Das sehe man sehr deutlich bei #allesdichtmachen.

"Auf der einen Seite heißt es: Rechtsradikale oder AfD-Unterstützer. Und auf der anderen Seite haben ja die Schauspieler, die das gemacht haben, auch einen Punkt. Sie sagen ja auch mit den vielleicht etwas zynischen Aussagen etwas zu ihrer Situation." Er sehe im Moment keinen in der Politik, der versuche, die Bürger wieder zusammenzuführen, und das beunruhige ihn derzeit am meisten. Es sei nicht gut, wenn sich ganze Bevölkerungsgruppen nicht wahrgenommen fühlten, kritisierte Streeck.

Update, 26. April, 11.40 Uhr: Corona-Impfung: Mehr als 23 Prozent Erstimpfungen in Deutschland

In Deutschland sind 23,4 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts vom Montag hervor (Stand: 26. April, 9.15 Uhr).

So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt über 25,4 Millionen Impfungen, wovon knapp 19,5 Millionen Erstimpfungen und weitere knapp sechs Millionen Zweitimpfungen waren. Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften leicht auf 7,2 Prozent. Am Sonntag wurden 266.784 Impfungen gespritzt.

Die ersten Bundesländer sind bei den Erstimpfungen mittlerweile über 25 Prozent gekommen. Die höchsten Quoten haben das Saarland (25,9 Prozent) und Bremen (25,6 Prozent). Hessen liegt mit 21,5 Prozent leicht hinter den anderen Bundesländern zurück.

Berlin: Bundeswehrsoldaten stehen im Impfzentrum im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel.
Berlin: Bundeswehrsoldaten stehen im Impfzentrum im Terminal C des ehemaligen Flughafens Tegel.  © Kay Nietfeld/dpa-Pool/dpa

Update, 26. April, 11.33 Uhr: Britische Impfkampagne erreicht Jüngere: 44-Jährige eingeladen

Die weit fortgeschrittene britische Corona-Impfkampagne hat mittlerweile auch jüngere Altersgruppen erreicht. "Großartige Nachrichten heute Morgen, dass wir nun 44-Jährigen eine Impfung anbieten können", sagte Gesundheitsminister Matt Hancock am Montag in einem auf Twitter veröffentlichten Video.

Im Laufe der Woche sollen Berichten zufolge in England auch die 40- bis 43-Jährigen eine Einladung vom Gesundheitsdienst bekommen. Die anderen britischen Landesteile sind ähnlich weit fortgeschritten mit ihren Impfungen.

Update, 26. April, 9.45 Uhr: Müller zu Impfkampagne: "Kriegen jetzt richtig Dampf da rein"

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) ist zuversichtlich, dass es mit den Impfungen gegen Corona in Deutschland bald noch schneller vorangeht. "Wir kriegen jetzt richtig Dampf da rein", sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz kurz vor dem Corona-Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag im ARD-"Morgenmagazin".

Im Mai gebe es voraussichtlich so viele Impfstofflieferungen und Entlastungen, dass mehr Dynamik ins Impfen komme. Müller sprach sich für eine möglichst schnelle Aufhebung der Impfpriorisierung aus. Ob dies noch im Mai möglich sei, könne er aber noch nicht sagen. "Wichtig ist, dass es schnell geht."

Michael Müller bei einer Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.
Michael Müller bei einer Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 26. April, 6.52 Uhr: USA sagen Indien Rohmaterialien, Beatmungsgeräte und Schnelltests zu

Angesichts der dramatischen Zuspitzung der Corona-Pandemie in Indien haben die USA dem Land konkrete Hilfen in Aussicht gestellt.

Neben spezifischen Rohmaterialien für die Herstellung des Impfstoffs von AstraZeneca, der in Indien unter dem Namen Covishield produziert wird, werden die Vereinigten Staaten dem Land "sofort" Medikamente, Schnelltests, Beatmungsgeräte und Schutzausrüstung zur Verfügung stellen, wie das Weiße Haus am Sonntag nach einem Telefonat zwischen US-Sicherheitsberater Jake Sullivan und seinem indischen Amtskollegen Ajit Doval mitteilte. Auch bei der Versorgung mit Sauerstoff soll Indien unterstützt werden.

"Genau wie Indien den Vereinigten Staaten Hilfe schickte, als unsere Krankenhäuser zu Beginn der Pandemie überlastet waren, sind die Vereinigten Staaten entschlossen, Indien in der Zeit der Not zu helfen", erklärte das Weiße Haus. Die USA arbeiteten "rund um die Uhr" verfügbare Ressourcen und Vorräte auszusenden.

Verteidigungsminister Lloyd Austin teilte mit, derzeit werde geprüft, welche Hilfsgüter in den kommenden Tagen und Wochen beschafft oder aus dem eigenen Bestand bezogen werden könnten. Es gehe darum, Indien rasch zu helfen, machte der Pentagon-Chef deutlich. "Wir befinden uns gemeinsam in diesem Kampf."

Medizinisches Personal und Angehörige tragen den Sarg eines verstorbenen Corona-Patienten. Das Gesundheitssystem des Schwellenlandes ist völlig überlastet.
Medizinisches Personal und Angehörige tragen den Sarg eines verstorbenen Corona-Patienten. Das Gesundheitssystem des Schwellenlandes ist völlig überlastet.  © Channi Anand/AP/dpa

Update, 26. April, 6 Uhr: RKI registriert 11.907 Corona-Neuinfektionen und 60 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 11.907 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 5.08 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 60 neue Todesfälle verzeichnet. Nachträgliche Änderungen oder Ergänzungen des RKI sind möglich. Montags sind die vom RKI gemeldeten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird.

Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation am Klinikum Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten.
Eine Intensivpflegerin versorgt auf der Intensivstation am Klinikum Braunschweig einen an Covid-19 erkrankten Patienten.  © Ole Spata/dpa

Update, 26. April, 4 Uhr: Marburger Bund fordert angepasste Impfkampagne

Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund hat die Bundesregierung aufgefordert, angesichts steigender Impfstoffmengen ihre Impfstrategie anzupassen. Es gebe die Sorge, dass beim Eintreffen größerer Impfstoffmengen Ende Mai, Anfang Juni diese nicht effizient verimpfen werden können, sagte die Vorsitzende Susanne Johna der "Augsburger Allgemeinen" (Montag).

"Wir brauchen deshalb schnell eine Impfwerbekampagne. Da gibt es im Moment leider keine Bewegung", kritisierte sie. Ein paar Plakate mit der Aufschrift "Deutschland krempelt die Ärmel hoch" reichten da nicht aus.

"Wir müssen die verschiedenen Zielgruppen genau identifizieren und auf sie zugeschnittene Werbung für das Impfen machen", sagte Johna. Sie nannte etwa Migrantinnen und Migranten mit schlechten Deutschkenntnissen, die 6,2 Millionen Analphabeten in Deutschland oder junge Frauen, die die unberechtigte Angst hätten, dass sie nach einer Impfung nicht mehr schwanger werden könnten.

Update, 26. April, 3.41 Uhr: Mittelstand fordert von Impfgipfel Ausstiegs-Fahrplan

Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft erwartet vom Impfgipfel an diesem Montag einen verbindlichen Fahrplan für den Ausstieg aus den staatlichen Corona-Beschränkungen.

"Basis des Lockoffs sollte der Impffortschritt sein", sagte Bundesgeschäftsführer Markus Jerger. "Deshalb müssen Bund und Länder jetzt alle Kräfte für eine Impfoffensive bündeln. Jede weitere Woche Ungewissheit vernichtet tausende wirtschaftliche Existenzen und damit Arbeitsplätze."

Update, 25. April, 22.15 Uhr: Slowakei will Corona-Notstand verlängern

Die slowakische Regierung will den seit 1. Oktober geltenden Corona-Notstand verlängern.

Der Notstand ermögliche der Regierung die Annahme von Maßnahmen, die Leben und Gesundheit retten könnten, sagte Ministerpräsident Eduard Heger am Sonntag dem Nachrichtensender TA3. Derzeit gilt der Notstand in der Slowakei bis zum 28. April. Er erlaubt den Behörden unter anderem die Zwangsrekrutierung und -verlegung von Gesundheitspersonal sowie das Verhängen von Ausgangssperren.

Update, 25. April, 21.30 Uhr: Berlins Wirtschaftssenatorin gegen Beschaffung von Sputnik-Impfstoff

Kurz vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern hat sich Berlins Wirtschaftschaftssenatorin Ramona Pop gegen die Anschaffung des russischen Impfstoffs Sputnik V ausgesprochen.

"Der Impfgipfel muss den Startschuss dafür geben, dass in den kommenden Wochen deutlich mehr Menschen gegen das Corona-Virus geimpft werden können", teilte die Grünen-Politikerin am Sonntagabend mit. "Hier braucht es schnelle Maßnahmen und keine Phantomdebatten wie die Beschaffung von Sputnik-Impfstoff."

Bei den Berliner Grünen gibt es grundsätzliche Bedenken gegen Sputnik V, unter anderem vor dem Hintergrund des Konflikts mit Russland wegen des in einem Straflager inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny. Bei einer kontroversen Diskussion hat der Senat am vergangenen Dienstag sich zu dem Thema noch nicht "abschließend positioniert".

Pop unterbreitete einen anderen Vorschlag: "Ich plädiere für eine Notzulassung des CureVac-Impfstoffes, um kurzfristig einen weiteren mRNA-Impfstoff mit hoher Wirksamkeit und geringen Nebenwirkungen einsetzen zu können."

Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, spricht während der Pressekonferenz des Berliner Senats im Roten Rathaus
Ramona Pop (Bündnis 90/ Die Grünen), Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe, spricht während der Pressekonferenz des Berliner Senats im Roten Rathaus  © Kira Hofmann/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. April, 19.05 Uhr: Söder für mehr Impfungen in Betrieben und Familien

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie fordert CSU-Chef Markus Söder, dass deutlich mehr in der Arbeitswelt und in Familien geimpft wird.

"Wir brauchen Betriebsimpfungen, wir brauchen Familienimpfungen", sagte der bayerische Ministerpräsident am Sonntag in der ARD-Sendung "Bericht aus Berlin". Grund sei, dass in Firmen und Familien eine hohe Ansteckungsgefahr herrsche.

Damit müsse eine weitgehende Freigabe der Impfstoffe einhergehen, sagte Söder. Die Priorisierung nach Alters- und Berufsgruppen sowie Krankheitsbildern sei am Anfang sinnvoll gewesen, "aber jetzt entwickelt sie sich zunehmend zu einem Zeithindernis".

Das Impfen sei die "einzige Chance" zur Eindämmung der Pandemie, sagte Söder - und mahnte zu mehr Tempo. Die Impfzentren funktionierten gut, aber schneller gehe es nur über die Ärzte.

Update, 25. April, 17.58 Uhr: Ägyptens Präsident Al-Sisi gegen Coronavirus geimpft

Inmitten steigender Infektionszahlen und einer schleppend anlaufenden Impfkampagne ist Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi gegen das Coronavirus geimpft worden.

Der 66-Jährige habe die erste von zwei Spritzen als Teil der landesweiten Impfkampagne erhalten, teilte sein Sprecher am Sonntag mit. Dazu veröffentlichte das Präsidialamt ein Foto des Staatschefs, wie er sich mit einem Lächeln in den rechten Oberarm piksen lässt.

Update, 25. April, 17.30 Uhr: Bund und Länder beraten über Lockerungen für Geimpfte

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder kommen am Montagnachmittag (15 Uhr) für einen Impfgipfel zusammen. Bei der Videokonferenz wird im Mittelpunkt stehen, welche Corona-Beschränkungen für Geimpfte und Genesene wegfallen könnten. Anschließend ist eine Pressekonferenz mit der Kanzlerin geplant.

Einem Eckpunktepapier von Samstag zufolge ist die Bundesregierung der Auffassung, dass es für vollständig gegen Covid-19 Geimpfte und für Genesene gewisse Ausnahmen von den geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen geben soll. Demnach könnten ihnen bei Einreiseregeln, Zugang zu Ladengeschäften und bestimmten Dienstleistungen dieselben Ausnahmen eingeräumt werden, die für negativ Getestete gelten.

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder das Abstandsgebot würden jedoch auch für Geimpfte, Genesene und Getestete noch für einen längeren Zeitraum weiter gelten. Auch ein Anspruch auf die Öffnung bestimmter Einrichtungen - etwa Museen oder Schwimmbäder - ergibt sich nach Einschätzung der Bundesregierung aus den für Geimpfte und Genesene festzulegenden Ausnahmen nicht.

Bund und Länder beraten am Montag über Lockerungen und Ausnahmen für Geimpfte.
Bund und Länder beraten am Montag über Lockerungen und Ausnahmen für Geimpfte.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa/dpa-tmn

Update, 25. April, 16.15 Uhr: Abgeordnete können sich ab 3. Mai von der Bundeswehr impfen lassen

Alle Mitglieder der Bundesregierung, des Bundestages, des Bundesrates und des Bundesverfassungsgerichts sollen ab dem 3. Mai die Möglichkeit erhalten, sich in den von der Bundeswehr betriebenen Impfzentren des Bundes oder bei der parlamentsärztliche Stelle gegen Covid-19 impfen zu lassen.

Den Ländern stehe es frei, für die Mitglieder ihrer Verfassungsorgane ab dem 3. Mai ebenso zu verfahren, heißt es in einem Bericht des Gesundheitsministeriums vom Sonntag. Die Mitglieder der Verfassungsorgane gehören der Gruppe 3 (Personen mit erhöhter Priorität) an.

Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums beteiligen sich inzwischen mehr als 65.000 Ärzte an der Impfkampagne. In der 17. Kalenderwoche (ab 26. April) sollen demnach in den Arztpraxen erstmals mehr als zwei Millionen Dosen verabreicht werden, in der Woche darauf mehr als drei Millionen Dosen.

Update, 25. April, 15.29 Uhr: Moskau verspricht Älteren Geschenkkarten als Impfanreiz

Russlands Hauptstadt Moskau will ältere Impfskeptiker mit Geschenkkarten von einer Immunisierung gegen das Coronavirus überzeugen.

Über 60-Jährige können nach ihrer ersten Injektion einen Gutschein im Wert von 1000 Rubel (circa 11 Euro) erhalten und ihn in ausgewählten Geschäften, Apotheken und Cafés einlösen, wie Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin am Sonntag auf seinem Blog schrieb. Die Menschen müssen sich demnach im Internet registrieren, um von der mit Unternehmensspenden finanzierten Aktion zu profitieren.

Update, 25. April, 14 Uhr: NRW will an allen Grund- und Förderschulen "Lolli-Tests" anbieten

Nordrhein-Westfalen will bis Mitte Mai an allen Grund- und Förderschulen im Land sogenannte Lolli-Tests zum Erkennen von Corona-Infektionen anbieten.

Das sagte Schul-Staatssekretär Mathias Richter der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung" (WAZ, Montagsausgabe).

Bei der sogenannten Lolli-Methode muss kein Stäbchen in die Nase oder tiefer in den Rachen geführt werden. Kinder lutschen stattdessen 30 Sekunden lang an einem Abstrichtupfer - dem "Lolli".

Die Tupfer werden danach in einem Labor ausgewertet. Es handelt sich um PCR-Tests, die beim Erkennen von Infektionen mit dem Coronavirus als sehr genau gelten.

Nordrhein-Westfalen will bis Mitte Mai an allen Grund- und Förderschulen Lolli-Tests zum Erkennen von Corona-Infektionen anbieten.
Nordrhein-Westfalen will bis Mitte Mai an allen Grund- und Förderschulen Lolli-Tests zum Erkennen von Corona-Infektionen anbieten.  © Michael Reichel/dpa

Update, 25. April, 13.59 Uhr: Corona-Lockerungen in Italien - Außengastronomie und Museen öffnen

Ab Montag wollen Restaurants und Bars in vielen Regionen Italiens ihre Außengastronomie öffnen und Kulturstätten wieder Besucher empfangen.

In Rom öffnen zahlreiche Museen, wie der Palazzo Barberini mit seiner bedeutenden Kunstsammlung, die Trajansmärkte und auch die berühmte Ausgrabungsstätte der antiken Rennstätte Circus Maximus, wie die Stadt mitteilte.

Venedigs Oper La Fenice will ab Montag wieder Zuschauer einlassen, und die Uffizien in Florenz wollen schrittweise, beginnend mit dem Boboli-Garten, öffnen.

Ab Dienstag sollen Besucher auch wieder den Archäologiepark der in der Antike bei einem Vulkanausbruch zerstörten Stadt Pompeji besuchen können.

Update, 25. April, 13.57 Uhr: Lindner begrüßt geplante Lockerungen für Geimpfte

FDP-Chef Christian Lindner (42) hat die Pläne der Bundesregierung begrüßt, Beschränkungen für gegen das Coronavirus Geimpfte zurückzunehmen.

"Inzwischen ist klar, dass von Geimpften nach der Zweitimpfung und einer Wartezeit keine Gefahr ausgeht. Damit entfällt jegliche rechtliche Grundlage, die Menschen bei der Verwirklichung ihrer Grundrechte einzuschränken", sagte Lindner der "Neuen Osnabrücker Zeitung" am Sonntag.

Dies sei für ihn "auch eines der Argumente, warum aus meiner Sicht die Bundes-Notbremse nicht verfassungsgemäß ist, denn sie sieht Beschränkungen auch für Menschen vor, von denen keine Gefahr ausgeht".

Christian Lindner (r), Bundesvorsitzender der FDP, hat die Pläne der Bundesregierung begrüßt, Beschränkungen für gegen das Coronavirus Geimpfte zurückzunehmen.
Christian Lindner (r), Bundesvorsitzender der FDP, hat die Pläne der Bundesregierung begrüßt, Beschränkungen für gegen das Coronavirus Geimpfte zurückzunehmen.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 25. April, 13.55 Uhr: Kochsalzlösung gespritzt - Gesundheitsministerin entsetzt

Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (52) hat sich entsetzt über die Tat einer DRK-Mitarbeiterin im Impfzentrum Friesland gezeigt.

"Ich bin fassungslos und erschüttert über die Handlungen dieser Frau. Es handelt sich um ein schweres Vergehen", sagte die SPD-Politikerin am Sonntag in Hannover.

Die examinierte Krankenschwester hatte eingeräumt, sechs Spritzen allein mit Kochsalzlösung aufgezogen zu haben, weil ihr ein Fläschchen mit Biontech-Impfstoff heruntergefallen war.

Daniela Behrens (52, SPD), Gesundheitsministerin von Niedersachsen, hat sich entsetzt über die Tat einer DRK-Mitarbeiterin im Impfzentrum Friesland gezeigt.
Daniela Behrens (52, SPD), Gesundheitsministerin von Niedersachsen, hat sich entsetzt über die Tat einer DRK-Mitarbeiterin im Impfzentrum Friesland gezeigt.  © Sina Schuldt/dpa

Update, 25. April, 12.45 Uhr: Salzburger Pfingstfestspiele finden trotz Corona-Krise statt

Die Salzburger Pfingstfestspiele werden trotz Corona-Krise über die Bühne gehen.

"Ja, sie werden stattfinden, darüber sind wir uns im Direktorium mit Cecilia Bartoli, der Prinzipalin des Festivals, einig", sagte die Präsidentin der Salzburger Festspiele, Helga Rabl-Stadler, der Wiener Zeitung "Kurier" (Sonntag).

Die ab 19. Mai geltenden landesweiten Öffnungen in Österreich kämen gerade rechtzeitig für das vom 21. bis 24. Mai dauernde Festival.

Update, 25. April, 11.54 Uhr: Erneut Sicherheitslücke bei Corona-Schnelltests

Aufgrund einer Sicherheitslücke in einer Schnelltest-Software konnten Unbefugte erneut auf Testergebnisse und andere sensible Informationen zugreifen.

Wie der "Tagesspiegel" berichtete, können etwa an zwei Berliner Testzentren die Daten von mehr als 6000 Registrierungen seit Anfang April abgerufen werden, darunter sensible Angaben wie Adresse und Geburtsdatum.

Die Sicherheitslücke sei am Samstag "innerhalb kürzester Zeit" behoben worden, erklärte Innofabrik-Geschäftsführer Dennis Messer am Sonntag der dpa. Er bedauere den Fehler zutiefst, "Datenschutz nimmt bei uns eine sehr hohe Priorität ein".

Update, 25. April, 11.50 Uhr: Italien schränkt Einreise aus Indien wegen Corona-Lage ein

Italien schränkt wegen der Corona-Lage in Indien und der indischen Virus-Variante B.1.617 die Einreise aus dem Land stark ein.

Wer sich in den zurückliegenden 14 Tagen in Indien aufgehalten hatte, kann nicht mehr einreisen, wie Gesundheitsminister Roberto Speranza am Sonntag auf Facebook mitteilte.

Er habe dazu eine Anordnung unterzeichnet. Eine Ausnahme gilt für Menschen, die in Italien gemeldet sind. Sie müssten vor Abflug und nach Ankunft einen Corona-Test machen und sich in Quarantäne begeben.

Update, 25. April, 11.35 Uhr: Kommunen fordern Erleichterungen für Geimpfte und Genesene

Vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag fordert der Städte- und Gemeindebund Aufhebungen von Corona-Einschränkungen für Geimpfte und Genesene.

"Wir brauchen jetzt eine klare Vorgabe, dass Personen, die beide Impfungen erhalten haben, aber auch Bürgerinnen und Bürger, die eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben und nachweisbar nicht ansteckend sind, von bestimmten Vorgaben des Infektionsschutzgesetzes ausgenommen werden", sagte Hauptgeschäftsführer Gerd Landsberg den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Online Sonntag, Print Montag).

"Dies bedeutet zum Beispiel, dass sie, etwa um einkaufen zu können, kein Testverfahren durchlaufen müssen oder bei Einreise aus dem Ausland keine Quarantänepflicht besteht", sagte Landsberg.

Auch eine Reduzierung der Kontaktbeschränkungen, insbesondere in Alten- und Pflegeheimen, kommt für die Kommunen infrage.

Update, 25. April, 11.32 Uhr: Freiheitsrechtler reichen Klage in Karlsruhe gegen Ausgangssperre ein

Die Gesellschaft für Freiheitsrechte (GFF) hat nach eigenen Angaben ihre angekündigte Verfassungsbeschwerde gegen nächtliche Ausgangssperren in der Bundes-Notbremse eingereicht. Das teilte sie am Sonntag mit.

Die Gesellschaft und die Beschwerdeführer - unter ihnen Politiker von SPD, FDP, Grünen und Linken - wollten nicht das ganze Corona-Notbremse-Gesetz kippen, "sondern richten sich gezielt gegen die verfassungswidrigen Ausgangssperren", wie es weiter hieß.

Statt weitgehend symbolischer Ausgangssperren solle der Gesetzgeber lieber tatsächlich wirksame Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung einleiten.

Update, 25. April, 10.31 Uhr: Wieder Rekord bei Corona-Neuinfektionen in Indien

Indien hat erneut einen Höchstwert an Corona-Neuinfektionen verzeichnet.

Binnen 24 Stunden wurden nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Sonntag 349.691 neue Fälle verzeichnet. Dies ist zugleich ein weltweiter Tageshöchstwert.

Ein Patient erhält Sauerstoff vor einem Gurdwara, einem Sikh-Gotteshaus. Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern kämpft aktuell mit einer großen zweiten Corona-Welle. Diese Woche wurden binnen nur vier Tagen mehr als eine Million Corona-Neuinfektionen registriert.
Ein Patient erhält Sauerstoff vor einem Gurdwara, einem Sikh-Gotteshaus. Indien mit seinen 1,3 Milliarden Einwohnern kämpft aktuell mit einer großen zweiten Corona-Welle. Diese Woche wurden binnen nur vier Tagen mehr als eine Million Corona-Neuinfektionen registriert.  © Altaf Qadri/AP/dpa

Update, 25. April, 10.25 Uhr: Mitarbeiterin soll Impfstoff durch Kochsalzlösung ausgetauscht haben

Eine Mitarbeiterin in dem niedersächsischen Impfzentrum Friesland soll in sechs Fällen Biontech-Impfstoff durch eine Kochsalzlösung ausgetauscht haben.

Die Frau gebe an, eine zu Boden gefallene Ampulle damit ersetzt zu haben, teilte die Polizei am Sonntag mit.

Für die mit der Kochsalzlösung geimpften Personen bestehe keine Gesundheitsgefährdung.

Es seien Ermittlungen gegen die Mitarbeiterin des DRK-Kreisverbandes Jeverland wegen eines möglichen Körperverletzungsdeliktes aufgenommen worden.

Update, 25. April, 10.23 Uhr: #allemalneschichtmachen statt #allesdichtmachen - Ärztin übt Kritik

In der Debatte um die Internetaktion #allesdichtmachen wird die Kritik an den prominenten Teilnehmern immer lauter.

Unter #allemalneschichtmachen kritisierten zahlreiche Nutzer im Netz die Aktion als zynisch und nicht konstruktiv.

Die Notärztin und Bloggerin Carola Holzner - im Netz bekannt als "Doc Caro" - rief die an der Aktion beteiligten Künstler dazu auf, mal für eine Schicht im Rettungsdienst oder auf einer Intensivstation mitzuarbeiten.

"Ihr habt eine Grenze überschritten", sagte Holzner, Leitende Oberärztin am Universitätsklinikum Essen, zur Aktion #allesdichtmachen am Samstagabend in einem Instagram-Video. "Und zwar eine Schmerzgrenze all jener, die seit über einem Jahr alles tun."

Update, 25. April, 9.56 Uhr: Pakistan bietet Erzrivalen Indien Corona-Hilfe an

Inmitten dramatisch steigender Infektionszahlen in Indien hat Pakistan seinem Erzrivalen die Lieferung medizinischer Güter angeboten.

Als eine "Geste der Solidarität" mit der indischen Bevölkerung wolle man Beatmungsgeräte, digitale Röntgengeräte, Schutzkleidung und andere Ausrüstung bereitstellen, teilte das pakistanische Außenministerium in einer Aussendung am späten Samstagabend (Ortszeit) mit.

Die Behörden Pakistans und Indiens könnten Modalitäten für die schnelle Lieferung der Hilfsgüter ausarbeiten, hieß es weiter.

Update, 25. April, 5.52 Uhr: Ceferin zu Zuschauern bei EM: "Behörden vor Ort entscheiden"

Trotz der Zusage der Gastgeber-Städte um München für EM-Partien vor Zuschauern sind nach Aussage von UEFA-Präsident Aleksander Ceferin (53) auch Spiele ohne Fans weiter denkbar.

"Die Behörden vor Ort entscheiden vor den Spielen, ob Zuschauer zugelassen werden oder nicht", sagte der Chef der Europäischen Fußball-Union (UEFA) der "Welt am Sonntag".

Ceferin bestritt, dass die UEFA von den Gastgeber-Städten Garantien für Spiele mit Fans gefordert habe. "Was wir wollen, ist die Zusage, dass Zuschauer kommen können, wenn die Situation es erlaubt", erklärte der 53 Jahre alte Slowene.

Aleksander Ceferin (53), Präsident der UEFA, hält Spiele ohne Fans für weiterhin denkbar.
Aleksander Ceferin (53), Präsident der UEFA, hält Spiele ohne Fans für weiterhin denkbar.  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Update, 25. April, 5.06 Uhr: RKI registriert 18.773 Corona-Neuinfektionen und 120 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.773 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Sonntagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04:58 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 120 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Sonntagmorgen bundesweit bei 165,6. Am Vortag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 164,4 angegeben, am Sonntag vergangener Woche mit 162,3, vor vier Wochen (28.3.) mit 129,7.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Samstagnachmittag bei 1,09 (Vortag: 1,08). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 109 weitere Menschen anstecken.

Update, 25. April, 1.44 Uhr: Friedliche Proteste gegen Ausgangsbeschränkungen

In einigen deutschen Großstädten haben am Samstagabend insgesamt mehrere hundert Menschen gegen die Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert.

Die Demonstrationen verliefen nach Angaben der Polizei friedlich. In Frankfurt zogen etwa 300 Demonstranten mit Plakaten durch die Innenstadt. In Hannover protestierten rund 100 Menschen. Beide Demonstrationen waren zuvor bei der Polizei angemeldet worden.

In Berlin versammelten sich nach einem Aufruf im Internet spontan etwa 20 bis 30 Radfahrer zu einer Protestfahrt.

Zahlreiche Radfahrer fahren als Gruppe durch die Berliner Innenstadt. Sie sind einem Aufruf im Internet gefolgt und haben sich auf dem Mariannenplatz getroffen. Die Aktion war nicht als Demonstration oder Kundgebung angemeldet, aber wurde als Protest gegen die Ausgangsbeschränkungen veranstaltet.
Zahlreiche Radfahrer fahren als Gruppe durch die Berliner Innenstadt. Sie sind einem Aufruf im Internet gefolgt und haben sich auf dem Mariannenplatz getroffen. Die Aktion war nicht als Demonstration oder Kundgebung angemeldet, aber wurde als Protest gegen die Ausgangsbeschränkungen veranstaltet.  © Jörg Carstensen/dpa

Update, 25. April, 1.02 Uhr: GEW fordert vorgezogene Impfungen für alle Lehrer

Die Bildungsgewerkschaft GEW fordert eine vorgezogene Impfung für sämtliche Lehrer.

"Wer öffnet, muss impfen", sagte die Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Marlis Tepe (67), den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag) mit Blick auf den in der Bundes-Notbremse festgelegten Inzidenzwert von 165.

Wenn Schulen bis zu diesem Wert geöffnet bleiben müssten, sei es notwendig, alle Lehrkräfte in die Impf-Priorisierungsgruppe zwei vorzuziehen, forderte Tepe. "Nur so kann der Gesundheitsschutz der Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern gesichert werden."

Update, 25. April, 1 Uhr: Ramelow: Bundes-Notbremse bringt in Thüringen nichts

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65) hält die Bundes-Notbremse für wirkungslos in seinem Bundesland.

"In Thüringen wird die Notbremse gar nichts bringen", sagte der Linken-Politiker dem Berliner "Tagesspiegel am Sonntag".

Fast alles, was in dem Gesetz stehe, werde in seinem Bundesland bereits praktiziert. Die einzige Konsequenz für Thüringen sei, dass der größte Teil der Schulen geschlossen werden müsse.

"Die Kinder sind am Ende wieder die Leidtragenden", beklagte Ramelow.

Bodo Ramelow (65, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, hält die Bundes-Notbremse in seinem Bundesland für wirkungslos.
Bodo Ramelow (65, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, hält die Bundes-Notbremse in seinem Bundesland für wirkungslos.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 25. April, 0.30 Uhr: Scholz fordert Fahrplan aus Corona-Lockdown für Ende Mai

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62) fordert für Ende Mai ein belastbares Konzept für den Weg aus dem Corona-Lockdown.

"Wir brauchen den Fahrplan zurück ins normale Leben, aber einen, der nicht nach ein paar Tagen widerrufen wird", sagte der SPD-Politiker der "Bild am Sonntag".

"Ende Mai sollten wir in der Lage sein, belastbare Aussagen zu treffen. Ich will, dass wir als Regierung dann klare und mutige Öffnungsschritte für den Sommer festlegen."

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) fordert für Ende Mai ein belastbares Konzept für den Weg aus dem Corona-Lockdown.
Bundesfinanzminister Olaf Scholz (62, SPD) fordert für Ende Mai ein belastbares Konzept für den Weg aus dem Corona-Lockdown.  © Michele Tantussi/REUTERS/POOL/dpa

Update, 25. April, 0.03 Uhr: Söder: Impfpriorisierung im Mai aufgeben - Für Impfungen ab 16

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54) fordert vor dem Impfgipfel von Bund und Ländern eine Aufhebung der Impfreihenfolge im Mai.

"Wir müssen die starre Priorisierung schneller auflösen", sagte Söder der "Bild am Sonntag".

"Nach dem Abarbeiten von bereits vereinbarten Impfterminen sollten alle Impfstoffe für jeden komplett freigegeben werden. Das sollte am besten noch im Mai erfolgen. Die Impfbürokratie verzögert den Impferfolg", betonte Söder.

Der CSU-Chef schlug ferner vor, auch Schüler ab 16 Jahren "bei ausreichendem Impfstoff" vermehrt zu impfen.

Markus Söder (54, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, fordert eine Aufhebung der Impfreihenfolge im Mai.
Markus Söder (54, CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, fordert eine Aufhebung der Impfreihenfolge im Mai.  © Matthias Balk/dpa

Update, 25. April, 0.01 Uhr: Schwesig: Bundeswehr beim Impfen in der Fläche einsetzen

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (46) will beim Impfgipfel von Bund und Ländern am Montag für den Einsatz von Bundeswehrsoldaten beim Impfen gegen das Coronavirus werben.

"Ich werde mich dafür aussprechen, dass wir spätestens dann, wenn wir noch mehr Impfstoff zur Verfügung haben, mehr mobile Impfteams der Bundeswehr einsetzen. Das ist ein guter Weg, um die ländlichen Regionen noch besser zu erschließen", sagte die SPD-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Sonntag).

Update, 24. April, 22.27 Uhr: Günther Jauch wieder gesund - "Bin ab jetzt wieder negativ"

Günther Jauch (64) hat seine Corona-Infektion überstanden.

"Ich bin jetzt praktisch ein paar Stunden zu spät frei getestet worden, wie man das sagt, sonst hätte ich heute Abend schon dabei sein können", sagte der Moderator am Samstagabend in der RTL-Show "Denn sie wissen nicht, was passiert!" (DSWNWP).

Diese Sendung hätte er eigentlich mitmoderieren sollen, fiel aber aufgrund seiner Erkrankung zum dritten Mal aus.

Er wurde aber wie an den vorigen Samstagen live zugeschaltet und stellte bei dieser Gelegenheit klar: "Ich bin ab jetzt wieder negativ, und insofern hab ich's überstanden."

Günther Jauch (64) hat seine Corona-Infektion überstanden.
Günther Jauch (64) hat seine Corona-Infektion überstanden.  © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 24. April, 19.30 Uhr: Lauterbach schießt gegen Jan Josef Liefers

Die Aktion #allesdichtmachen hat in den letzten Tagen im Netz für Furore gesorgt. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hatte die Beteiligten kürzlich noch gegen Hass verteidigt - nun schießt er jedoch selbst gegen "Tatort"-Schauspieler Jan Josef Liefers (56).

Mehr dazu im Artikel: "Karl Lauterbach schießt gegen Lan Josef Liefers: 'Fern jeder Realität'"

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).
SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58).  © Michael Kappeler/dpa

Update, 24. April, 19.04 Uhr: Spanier wegen Infizierung anderer mit Corona verhaftet

Die spanische Polizei hat auf Mallorca einen Mann wegen Körperverletzung festgenommen, der andere Menschen mit dem Coronavirus infiziert haben soll. Obwohl der 40-Jährige eindeutige Krankheitssymptome aufgewiesen habe, sei er weiter zur Arbeit gekommen und habe auch das Fitnesszentrum in Manacor besucht, wo er Mitglied war, teilte die Polizei am Samstag mit.

Mehr dazu im Artikel: "Mann infiziert andere im Fitnessstudio und Arbeitskollegen: Festnahme!"

Update, 24. April, 17.12 Uhr: Belgische Corona-Patienten könnten in NRW behandelt werden

Angesichts stark ausgelasteter Intensivstationen hat Belgien Deutschland um die Aufnahme von Corona-Patienten gebeten. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur könnten die Betroffenen in Krankenhäuser in Nordrhein-Westfalen verlegt werden.

Über die Bitte Belgiens berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Leiter der medizinischen Notfallhilfe, Marcel Van der Auwera. Einige Krankenhausstandorte hätten keine Intensivbetten mehr zur Verfügung.

Update, 24. April, 16.30 Uhr: Hälfte der britischen Bevölkerung hat erste Corona-Impfung erhalten

Mehr als die Hälfte der britischen Gesamtbevölkerung hat mittlerweile ihre erste Impfung gegen Covid-19 erhalten.

Wie am Samstag aus Zahlen des Gesundheitsdienstes NHS hervorging, haben in England bis einschließlich Freitag bislang rund 28,1 Millionen Menschen ihren ersten Stich erhalten - damit steigt die Gesamtzahl der Erstgeimpften im Vereinigten Königreich auf knapp 33,5 Millionen. Die neuesten Zahlen aus Wales, Schottland und Nordirland standen zu dem Zeitpunkt noch aus. Insgesamt leben schätzungsweise 66,8 Millionen Menschen in Großbritannien.

Update, 24. April, 14.56 Uhr: Bundesregierung hält Ausnahmen für Geimpfte und Genesene für nötig

Für vollständig Geimpfte und von Covid-19 Genesene soll es nach Einschätzung der Bundesregierung gewisse Ausnahmen von den geltenden Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen geben.

Das geht aus einem am Samstag innerhalb der Regierung abgestimmten Eckpunktepapier hervor, das als Vorbereitung für den an diesem Montag geplanten Impfgipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Regierungschefs der Länder erstellt wurde.

In dem Papier, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es, was Einreiseregelungen angehe sowie den Zugang zu Ladengeschäften und bestimmten Dienstleistungen sollen Menschen, die gegen Covid-19 geimpft sind, und Genesenen dieselben Ausnahmen eingeräumt werden, die bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100 für negativ auf das Coronavirus Getestete gelten.

"Abhängig von der Entwicklung der Infektionslage, der Impfquote und der wissenschaftlichen Erkenntnisse über die Ansteckungsgefahr von Geimpften, Genesenen und Getesteten, werden perspektivisch weitere Ausnahmen von Schutzmaßnahmen vorzunehmen sein", wird in dem Eckpunktepapier weiter festgehalten.

Die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung oder das Abstandsgebot würden jedoch auch für Geimpfte, Genesene und Getestete noch für einen längeren Zeitraum weiter gelten.

Geimpfte und Genesene sollen künftig von Corona-Maßnahmen ausgenommen werden.
Geimpfte und Genesene sollen künftig von Corona-Maßnahmen ausgenommen werden.  © Felix Kästle/dpa

Update, 24. April, 14.45 Uhr: Serbischer Künstler Milos Sobajic nach Corona-Infektion gestorben

Der serbische Künstler Milos Sobajic ist im Alter von 76 Jahren in einem Belgrader Krankenhaus nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Dies berichtete der staatliche Fernsehsender RTS am Samstag. Sobajic galt als einer der bedeutendsten Vertreter der Belgrader Phantastischen Schule. Seine meist in kraftvollen Farben ausgeführten Gemälde und Drucke stellen häufig Gewalt und Zerstörung dar. Darüber hinaus schuf er Skulpturen und Video-Installationen.

Update, 24. April, 14.16 Uhr: Belgien bittet Deutschland um Aufnahme von Corona-Patienten

Angesichts stark ausgelasteter Intensivstationen hat Belgien Deutschland gebeten, Corona-Patienten aufzunehmen. Das berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf den Leiter der medizinischen Notfallhilfe, Marcel Van der Auwera.

Einige Krankenhausstandorte hätten keine Intensivbetten mehr zur Verfügung. Eine Anfrage der Deutschen Presse-Agentur beim Bundesinnenministerium, wie Deutschland auf die Bitte reagiert, blieb am Samstag zunächst offen.

Update, 24. April, 14.14 Uhr: Buga in Erfurt lockt zunächst vor allem die Einheimischen

Die am Freitag eröffnete Bundesgartenschau (Buga) in Erfurt in Thüringen lockt bislang vor allem Gäste aus dem Bundesland selbst an.

Mehr dazu hier: "Trotz Corona dürfen tausende Besucher kommen: Bundesgartenschau 2021 startet"

Update, 24. April, 12.19 Uhr: Keine Einschränkungen bei Lufthansa und Eurowings wegen Notbremse

Die neuen Regelungen für nächtliche Ausgangsbeschränkungen in Regionen mit hohen Corona-Zahlen beeinträchtigen bei der Lufthansa und der Schwestermarke Eurowings bislang nicht den Flugbetrieb.

"Mit unserem Flugangebot erhalten wir auch unter anderem eine geringe Mindestkonnektivität und geben damit insbesondere deutschen Bürgern und Bürgerinnen die Sicherheit, gesellschaftlich oder wirtschaftlich wichtige Aufgaben erledigen zu können oder nach Hause zu kommen", sagte eine Lufthansa-Sprecherin am Samstag. Dies gelte auch für Eurowings.

Die Sprecherin sagte, dass die Flugverbindungen auch von Diplomaten genutzt würden. "Zudem setzen wir die Frachtkapazitäten in den Passagierflugzeugen für notwendige Transporte und die Aufrechterhaltung der Wertschöpfungsketten ein."

Während dienstliche Reisen nicht betroffen sind, gilt die Notbremse für touristische Reisen. Unter Umständen sind davon Urlauber betroffen, deren Flüge spätabends ankommen oder früh starten.
Während dienstliche Reisen nicht betroffen sind, gilt die Notbremse für touristische Reisen. Unter Umständen sind davon Urlauber betroffen, deren Flüge spätabends ankommen oder früh starten.  © Boris Roessler/dpa

Update, 24. April, 12.02 Uhr: Virusvariante: Einreise aus Indien nur noch im Ausnahmefall erlaubt

Die Bundesregierung will Indien nun doch zum Virusvarianten-Gebiet erklären. Damit gilt in Deutschland ab Montag ein weitgehendes Einreiseverbot für Menschen von dort, wie die Deutsche Presse-Agentur am Samstag aus Regierungskreisen erfuhr.

Ausnahmeregelungen gibt es beispielsweise für Deutsche und für Ausländer, die sich dauerhaft in Deutschland aufhalten. Auch sie müssen allerdings schon vor der Einreise einen negativen Corona-Test vorweisen und sich nach Ankunft in Quarantäne begeben.

Update, 24. April, 11.57 Uhr: Jobverlust wegen Corona - über eine Million Menschen betroffen

Im Zuge der Corona-Krise haben im vergangenen Jahr mehr als eine Million Menschen ihre Arbeit verloren. Mehr als die Hälfte davon waren Minijobber, wie aus einer Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linken im Bundestag hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt.

477.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte verloren demnach ihren Job. Für die geringfügige Beschäftigung schlug Corona im vergangenen Jahr mit einem Minus von 526.000 Jobs zu Buche. Mehr dazu lest ihr im TAG24-Bericht "Über eine Million Menschen haben Job durch Corona verloren!".

Minijobber in Kneipen und Cafés leiden besonders an Corona-Jobverlust.
Minijobber in Kneipen und Cafés leiden besonders an Corona-Jobverlust.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 24. April, 11.54 Uhr: Keine Impf-Ausnahmen für EM-Fans in München?

In den Diskussionen um eine Zuschauerrückkehr bei der Fußball-EM will Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (62) keine Vorzugsbehandlung für Geimpfte haben. Das Thema müsse man in einer größeren Debatte über den Fußball hinaus erörtern, sagte der SPD-Politiker nach der Bestätigung der UEFA für vier Partien in der Allianz Arena.

Theoretisch ist zwar denkbar, dass geimpfte Fans aus Sicherheitsgründen bei der Vergabe der Tribünenränge bevorzugt werden. Reiter aber sagte: "Es wäre wahrscheinlich ein schwieriges politisches Signal, wenn man jetzt ausgerechnet die ersten Ausnahmen für Geimpfte bei Zuschauern von Fußballspielen macht."

Update, 24. April, 11.43 Uhr: Merkel sieht keine Alternative zu Ausgangsbeschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) sieht mit Blick auf die Erfahrungen anderer europäischer Staaten keine Alternative zu den seit Samstag geltenden Regeln der sogenannten Corona-Notbremse.

"Kein Land, das es geschafft hat, die dritte Welle der Pandemie zu brechen und dann Lockerungen vorzunehmen, hat das ohne vorher harte Maßnahmen wie nächtliche Ausgangsbeschränkungen geschafft", sagte die Kanzlerin in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. Auch Deutschland komme deshalb "nicht um die Maßnahmen herum". Nur mit den bundesweiten Einschränkungen sei es möglich, in überschaubarer Zeit von den sehr hohen Corona-Infektionsraten wieder herunterzukommen.

"Unsere Impfkampagne, sie nimmt immer mehr Fahrt auf - sie ist der Schlüssel zur Überwindung der Pandemie", fügte Merkel hinzu. Bislang sind rund sieben Prozent der Menschen in Deutschland vollständig geimpft.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) verwies auch die angespannte Lage auf den Intensivstationen vieler Krankenhäuser. Sie sagte: "Was wir von Ärzten und dem Pflegepersonal hören, das sind wahre Hilferufe."
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) verwies auch die angespannte Lage auf den Intensivstationen vieler Krankenhäuser. Sie sagte: "Was wir von Ärzten und dem Pflegepersonal hören, das sind wahre Hilferufe."  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 24. April, 11.07 Uhr: Thüringens Ministerpräsident Ramelow gegen Covid-19 geimpft

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (65) hat seine erste Impfung gegen Covid-19 erhalten. Der 65-Jährige ließ sich am Samstag in einer Hausarztpraxis in Kranichfeld den Impfstoff von AstraZeneca spritzen.

"Ich fühle mich sicherer, und ich fühle mich sicher", erklärte der Linken-Politiker anschließend. Sicherer fühle er sich, "weil ich mich mit AstraZeneca bewusst für einen Impfstoff entschieden habe, der mein volles Vertrauen hat".

Bodo Ramelow (65, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, wurde am Samstag mit AstraZeneca gegen das Coronavirus geimpft.
Bodo Ramelow (65, Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, wurde am Samstag mit AstraZeneca gegen das Coronavirus geimpft.  © Martin Schutt/dpa

Update, 24. April, 11.04 Uhr: Pakistans Kliniken von Covid-Fällen überlastet

Das Gesundheitssystem Pakistans ist wegen der zunehmenden Anzahl von Corona-Erkrankungen immer stärker überlastet. Am Samstag meldeten die Gesundheitsämter des Landes eine Rekordzahl von 157 Corona-Toten binnen eines Tages. Gleichzeitig wurden 4682 Patienten auf Intensivstationen behandelt - auch das ist eine Rekordzahl.

Wie im Nachbarland Indien wird in den Kliniken der Sauerstoff zur Beatmung knapp. Am Freitag hatte die Regierung das Militär zu Hilfe gerufen, um die Einhaltung der Corona-Regeln durchzusetzen. Das islamisch geprägte südasiatische Land hatte nach Angaben des Gesundheitsministeriums bis Samstag gut 790.000 Infektionen und rund 17.000 Todesfälle registriert. Einige Krankenhäuser nehmen keine neuen Corona-Patienten mehr auf, weil sie keine Kapazitäten mehr haben. Seit Februar wurden in Pakistan etwa 1,5 Millionen Menschen geimpft.

Update, 24. April, 10.42 Uhr: OVG bestätigt Demo-Verbot von Gegnern der Corona-Regeln in Chemnitz

Das Oberverwaltungsgericht im sächsischen Bautzen (OVG) hat das Verbot einer für diesen Samstag geplanten Demonstration von Gegnern der Corona-Schutzmaßnahmen in Chemnitz bestätigt.

Die Gefährdungsprognose der Stadt sei nicht zu beanstanden, hieß es in der Begründung am Samstagmorgen. Von der geplanten Versammlung mit 5000 Teilnehmern gehe in infektionsschutzrechtlicher Hinsicht eine konkrete und erhebliche Gefahr aus. Auch bei Demonstrationen im Freien bestehe nach wissenschaftlichen Erkenntnissen die Gefahr von Ansteckungen (Az.: 6 B 204/21). Mehr dazu lest Ihr im TAG24-Bericht "Es wollten bis zu 5000 Teilnehmer kommen: OVG bestätigt Chemnitzer Demo-Verbot".

Update, 24. April, 10.27 Uhr: Justizministerin Lambrecht fordert mehr Freiheiten für Geimpfte

Für Menschen mit vollem Corona-Impfschutz sollten bestimmte Einschränkungen nach Ansicht von Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (55, SPD) bald aufgehoben werden.

"Wenn feststeht, dass eine Impfung nicht nur vor einer Erkrankung schützt, sondern auch die weitere Übertragung des Virus verhindern kann, muss das bei den Maßnahmen berücksichtigt werden", sagte die SPD-Politikerin dem "Handelsblatt". "Das ist kein Privileg für Geimpfte, sondern ein Gebot der Verfassung."

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) wies darauf hin, dass in kürzester Zeit wirksame Impfstoffe entwickelt worden seien und immer mehr Menschen von diesem Schutz profitieren.
Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) wies darauf hin, dass in kürzester Zeit wirksame Impfstoffe entwickelt worden seien und immer mehr Menschen von diesem Schutz profitieren.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. April, 9.48 Uhr: Corona-Notbremse in Kraft! Das ändert sich jetzt

Ab dem heutigen Samstag greift die im Infektionsschutzgesetz verankerte neue Corona-Notbremse des Bundes.

TAG24 erklärt Euch im Beitrag "Deutsche Corona-Notbremse in Kraft! Das ändert sich jetzt" was genau damit gemeint ist und was wann und wo gilt.

Seit Dezember befindet sich Deutschland zwar im Lockdown, doch bis jetzt hat jedes Bundesland gemacht, was es will. Das soll sich mit der Notbremse ändern.
Seit Dezember befindet sich Deutschland zwar im Lockdown, doch bis jetzt hat jedes Bundesland gemacht, was es will. Das soll sich mit der Notbremse ändern.  © Montage: Sven Hoppe/dpa, Andreas Arnold/dpa, Sebastian Kahnert/dpa, Matthias Balk/dpa

Update, 24. April, 9.41 Uhr: Netz-Experte: #allesdichtmachen bedient Verschwörungserzählungen

Die Internetaktion #allesdichtmachen ist nach Ansicht des Daten- und Politikwissenschaftlers Josef Holnburger mit Blick auf die öffentliche Meinungsbildung problematisch.

"Leider bedienen viele der Prominenten hämisch Narrative, welche Bestandteil vieler Verschwörungserzählungen sind", sagte er der dpa. "Etwa vermeintlich gleichgeschaltete Medien oder ein Kritikverbot an der Regierung. Es wundert mich deshalb nicht, dass der Applaus aus dieser Szene besonders laut ist."

Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert.
Unter dem Motto #allesdichtmachen hatten Dutzende Film- und Fernsehschauspieler mit ironisch-satirischen Clips die Corona-Politik der Bundesregierung kommentiert.  © -/Internetaktion #allesdichtmachen via Youtube/dpa

Update, 24. April, 5.50 Uhr: Kein Ende des Outdoor-Booms in Sicht

Mehr als ein Viertel der Bürger zieht es während der Corona-Krise vermehrt an die frische Luft.

In einer repräsentativen Yougov-Umfrage sagten 28 Prozent, bei ihnen habe sich nichts geändert - und ebenfalls 28 Prozent gestanden, seltener vor die Tür zu gehen als vor Beginn der Krise. Doch von den Frischluftbegeisterten hat demnach ein gutes Drittel neue Aktivitäten begonnen, an erster Stelle Wandern (14 Prozent), gefolgt von Jogging (10 Prozent). Der Rest verteilt sich auf Radfahren, E-Bike, Bergsteigen und andere Aktivitäten. Yougov befragte 2007 Bürger über 18, Auftraggeber war der bayerische Bekleidungshersteller Schöffel.

Von den Outdoor-Novizen werde ein Teil wieder wegfallen, wenn die Pandemie vorbei sei, sagt Firmenchef Peter Schöffel in Schwabmünchen. Den Wander- und Spazierboom führt er in Lockdown-Zeiten zum Teil auf "einen Mangel an Alternativen" zurück. "Aber es werden deutlich mehr Aktive bleiben, als es vor der Pandemie waren." Diese kleinen Auszeiten lernten viele Menschen zu schätzen, "und sie werden es auch nicht mehr aufgeben»"

Im Laufe der Corona-Pandemie haben viele Menschen ihre Liebe zur frischen Luft entdeckt.
Im Laufe der Corona-Pandemie haben viele Menschen ihre Liebe zur frischen Luft entdeckt.  © Paul Zinken/dpa

Update, 24. April, 5.06 Uhr: RKI registriert 23.392 Corona-Neuinfektionen und 286 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 23.392 Corona-Neuinfektionen gemeldet (Stand: 24. April, 5.03 Uhr). Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 286 neue Todesfälle verzeichnet. Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 164,4.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.268.645 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.882.300 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 81.444.

Update, 24. April, 5 Uhr: Ladenöffnungen bringen englischen Buchhändlern dickes Plus

Die erste Öffnungswoche nach dem monatelangen Corona-Lockdown hat den Buchhändlern in England ein gewaltiges Plus beschert. 3,7 Millionen Bücher im Wert von insgesamt 31,4 Millionen Pfund (36,13 Mio Euro) gingen in der Woche bis zum 17. April über den Tresen, wie Branchendienste berichteten.

Das war jeweils rund ein Drittel mehr als in der Vorwoche. Im größten britischen Landesteil durften Buchhandlungen wie alle anderen nicht lebensnotwendigen Geschäfte erst am 12. April wieder öffnen. Der Branchenriese Waterstones berichtete von großem Ansturm auf seine 243 Filialen in England und Wales.

Landesweit gab es Schlangen vor den Geschäften. "Die Verkäufe laufen exzellent. Die ersten Tage haben sich angefühlt wie Weihnachten", sagte der Buchhändler James Ashmore aus dem Ort Holmfirth der Zeitung "The Guardian".

Update, 24. April, 4.10 Uhr: Entwurf des Justizministeriums zu Lockerungen für Geimpfte

Das Bundesjustizministerium hat einem "Bild"-Bericht zufolge eine Vorlage erarbeitet, wonach staatliche Beschränkungen für Corona-Geimpfte wegfallen könnten.

In dem Papier für die Ministerpräsidentenkonferenz am Montag heißt es demnach: Es sei "nach aktueller Feststellung des Robert Koch-Instituts davon auszugehen, dass Geimpfte und Genesene ein geringeres Risiko haben, andere Menschen anzustecken, als durch einen Antigentest negativ Getestete". Daher seien die Erleichterungen oder die Ausnahmen auch für Geimpfte und Genesene vorzusehen. Das Papier befinde sich aber noch in Abstimmung, hieß es. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Kommen jetzt Lockerungen für Geimpfte?".

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) will klären, welche Beschränkungen für Geimpfte wegfallen könnten.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) will klären, welche Beschränkungen für Geimpfte wegfallen könnten.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. April, 4.05 Uhr: Kanzleramt begrüßt Aufhebung der Impfpriorisierung bei Astrazeneca

Kanzleramtsminister Helge Braun (48) begrüßt die Aufhebung der Priorisierung beim AstraZeneca-Impfstoff in Hausarztpraxen in mehreren Bundesländern. "Wenn dadurch, dass man die Priorisierung fallen lässt, jetzt in den Hausarztpraxen AstraZeneca schneller verimpft wird, dann ist das sehr, sehr gut", sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen". Und: "Das ist ein guter und sicherer Impfstoff."

Man müsse einmal mit demjenigen, der sich impfen lassen wolle, darüber reden, ob er eine besondere Thromboseneigung habe, sagte Braun. "In so einem Fall würde man das nicht empfehlen, aber ansonsten kann der Arzt entscheiden. Das begrüße ich."

In Sachsen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wurde der Impfstoff von AstraZeneca in dieser Woche für alle Altersgruppen freigegeben. Für Menschen unter 60 Jahren soll die Impfung aber nur nach einer ausführlichen Beratung erfolgen.
In Sachsen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin wurde der Impfstoff von AstraZeneca in dieser Woche für alle Altersgruppen freigegeben. Für Menschen unter 60 Jahren soll die Impfung aber nur nach einer ausführlichen Beratung erfolgen.  © Matthias Bein/dpa

Update, 24. April, 4 Uhr: 150.000 Menschen nutzen Melde-App nach Corona-Impfung

Mehr als 150.000 Menschen haben seit dem Start der Impfkampagne den Behörden über eine Smartphone-App gemeldet, wie gut sie die Impfung vertragen haben. Nach Angaben des Langener Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) waren das 1,5 Prozent der bisher geimpften Personen. Je mehr Geimpfte die App "SafeVac 2.0" nutzen, desto aussagekräftiger sind die Daten.

"Diese Daten tragen dazu bei, dass die Verträglichkeit der Impfung über die klinischen Prüfungen vor der Zulassung hinaus in der breiten Anwendung noch besser beurteilt werden kann", erklärt das PEI. Die Informationen werden verschlüsselt auf dem Smartphone gespeichert und dem PEI mit einer Zufallsnummer übermittelt. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "150.000 Menschen melden über App, wie sie Corona-Impfung vertragen".

Update, 24. April, 1.35 Uhr: US-Behörden: Johnson & Johnson-Impfungen werden wieder aufgenommen

Der Corona-Impfstoff vom US-Hersteller Johnson & Johnson kann in den USA ab sofort uneingeschränkt wieder eingesetzt werden.

Die vor rund zehn Tagen beschlossene vorübergehende Aussetzung sei aufgehoben, teilten die Gesundheitsbehörde CDC und die Arzneimittelbehörde FDA am Freitag mit. Zuvor hatte ein Beratergremium der CDC eine entsprechende Empfehlung abgegeben.

Update, 24. April, 1.15 Uhr: Dritte Corona-Welle wird womöglich gerade gebrochen

Für den Virchowbund der niedergelassenen Ärzte bietet die aktuelle Corona-Lage und die ab sofort geltende Bundes-Notbremse Gelegenheit für Optimismus. "Ich sehe die Chance, dass die dritte Welle gerade gebrochen wird", sagte der Vorsitzende Dirk Heinrich der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Der wachsende Impfeffekt und die bisherigen Lockdown-Maßnahmen hätten die Zahlen bereits stabilisiert, nun greife die Notbremse.

Die Ausgangssperren würden "die riskanten Treffen in den Abendstunden wirksam verhindern, denn man kommt sonst ja nicht mehr nach Hause", sagte Heinrich. "Derzeit finden noch zu viele Ansteckungen im Privatbereich statt."

Seine Überzeugung sei: "Wir werden den Wettlauf zwischen Impfquote und Inzidenzen gewinnen, wenn wir jetzt noch zwei, drei Wochen die Füße still halten, den Lockdown ertragen und beim Impfen schneller werden".

Update, 24. April, 1 Uhr: Altmaier: "Im Juni oder Juli" über Ausnahmen für Geimpfte sprechen

Wirtschaftsminister Peter Altmaier (62) geht davon aus, dass "im Juni oder Juli" über Ausnahmen für Corona-Geimpfte gesprochen werden kann. Das sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Also ob Menschen, die zweimal geimpft sind, der Aufenthalt in Quarantäne erspart werden kann - etwa nach Kontakten mit Infizierten oder nach Auslandsreisen. Oder ob die Menschen ein Restaurant besuchen können, ohne vorher einen Schnelltest zu machen. Ich kann mir das gut vorstellen." Aber das seien Fragen, bei denen man stark auf die Expertise der Wissenschaft und ihre Erkenntnisse mit den Impfungen angewiesen sei.

Peter Altmaier (62, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.
Peter Altmaier (62, CDU), Bundesminister für Wirtschaft und Energie.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 24. April, 00.15 Uhr: EU-Politiker Weber: Flugverbindungen von Indien in die EU stoppen

Angesichts dramatisch steigender Corona-Zahlen in Indien fordert der Chef der konservativen EVP-Fraktion im Europaparlament, Manfred Weber (48), die Einstellung aller Flugverbindungen in die EU.

"Einige Covid-Fälle mit der indischen Mutante sind bereits in Deutschland und der EU aufgetreten. Diesmal müssen die EU-Innenminister schneller und konsequenter handeln und sofort ein vorübergehendes Verbot von Flügen aus Indien und Einreisebeschränkungen verhängen", sagte der CSU-Politiker der "Bild"-Zeitung. Die Situation in Indien drohe außer Kontrolle zu geraten.

Insgesamt müsse die EU "aufgrund der Dynamik der Corona-Pandemie besser und schneller im koordinierten Vorgehen werden", mahnte Weber. Er verwies darauf, dass Kanada und das Vereinigte Königreich bereits entsprechende Schritte eingeleitet haben.

Update, 24. April, 00.01 Uhr: Corona-Notbremse: Beschränkungen greifen seit Mitternacht

Die Corona-Notbremse des Bundes hat in der Nacht zum Samstag zum ersten Mal gegriffen. Die Regelung gilt seit Mitternacht automatisch in Landkreisen und Städten, wo die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag über dem Wert von 100 lag.

Dies betrifft aktuell 325 Kreise und kreisfreie Städte. Zwischen 0 und 5 Uhr gilt dort eine Ausgangssperre, wobei gewichtige Gründe wie etwa die Pflege von Angehörigen, die Versorgung von Tieren, Notfälle oder berufliche Notwendigkeiten Ausnahme bilden.

In den von der Notbremse betroffenen Regionen darf sich zudem höchstens noch ein Haushalt mit einer weiteren Person treffen, wobei Kinder bis 14 Jahre ausgenommen sind. Der Präsenzunterricht an Schulen soll ab einer Inzidenz von 165 in der Regel eingestellt werden. Die Regelungen würden damit derzeit Kinder und Jugendliche in 146 Kreisen und Städten betreffen.

Menschenleer ist die Strandpromenade im Ostseebad Zinnowitz auf der Insel Usedom. Die Corona-Notbremse des Bundes hat in der Nacht zum 24. April zum ersten Mal gegriffen.
Menschenleer ist die Strandpromenade im Ostseebad Zinnowitz auf der Insel Usedom. Die Corona-Notbremse des Bundes hat in der Nacht zum 24. April zum ersten Mal gegriffen.  © Stefan Sauer/dpa

Update, 23. April, 23 Uhr: US-Gremium: Impfungen mit Johnson & Johnson wieder aufnehmen

Ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC hat sich dafür ausgesprochen, die Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson in den USA uneingeschränkt wieder aufzunehmen.

Dafür stimmten die Mitglieder des "Advisory Committee on Immunization Practices" (ACIP) am Freitag nach mehrstündigen Beratungen. Zehn Mitglieder stimmten dafür, vier dagegen, eins enthielt sich. Die Empfehlung ist nicht bindend, es wird aber davon ausgegangen, dass die CDC und die Arzneimittelbehörde FDA ihr folgen.

Vor rund zwei Wochen hatten die beiden Behörden eine vorübergehende Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson beschlossen, nachdem in den USA in dem Zusammenhang zunächst sechs Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst wurden. Die Aussetzung sei aus einem "Übermaß an Vorsicht" empfohlen worden, hieß es.

Bislang wurden den Angaben zufolge mehr als 7,2 Millionen Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt.
Bislang wurden den Angaben zufolge mehr als 7,2 Millionen Dosen des Impfstoffes von Johnson & Johnson, der Ende Februar in den USA zugelassen worden war und von dem es nur eine Dosis braucht, in den USA gespritzt.  © Jessica Hill/AP/dpa

Update, 23. April, 22.30 Uhr: Lockerungen für Großteil Italiens ab Montag in Aussicht

In Italien sollen ab Montag Restaurants und Bars in einem Großteil des Landes wieder im Außenbereich für Gäste öffnen können.

Gesundheitsminister Roberto Speranza (42) wollte am Freitag entsprechende Anordnungen unterzeichnen, die 15 Regionen ab Montag in die Gelbe Zone mit moderaten Corona-Beschränkungen einteilen, in denen diese Öffnungen möglich sind. Das teilte sein Ministerium am Abend in Rom mit. Unter den gelben Regionen seien unter anderem die Lombardei mit der Metropole Mailand, die Autonome Provinz Bozen-Südtirol und Latium mit der Hauptstadt Rom.

Die strengsten Regeln sollen weiter für die Insel Sardinien gelten. In die mittelstrenge Zone (orange) sollen ab Montag die süditalienischen Regionen Apulien Basilikata und Kalabrien, die Insel Sizilien und das kleine Aostatal im Nordwesten fallen.

Noch im November 2020 wirkte Mailand wie ausgestorben. Das dürfte sich bald wieder ändern.
Noch im November 2020 wirkte Mailand wie ausgestorben. Das dürfte sich bald wieder ändern.  © Matteo Biatta/ZUMA Wire/dpa

Update, 23. April, 21.27 Uhr: NBA-Profi Schröder: Impfen ist "eine schwierige Sache für mich"

Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder (27) ist beim Thema Impfen gegen das Coronavirus hin- und hergerissen

"Das mit dem Impfen, das ist eine schwierige Sache für mich", sagte der NBA-Profi der Los Angeles Lakers am Freitag in einem Gespräch mit deutschen Medien. "Ich bin einer, der nicht gerne Schmerzmittel nimmt und diese ganzen Sachen. Ich versuche, da immer ohne diese ganzen Sachen auszukommen."

Update, 23. April, 21.25 Uhr: "Tatort"-Kommissarin Ulrike Folkerts bedauert Teilnahme an #allesdichtmachen

Schauspielerin Ulrike Folkerts (59) hat ihre Beteiligung an der Internetaktion #allesdichtmachen als Fehler bezeichnet.

Mehr dazu im TAG24-Bericht "'Tatort'-Star Ulrike Folkerts gibt zu: Teilnahme an #allesdichtmachen war ein Fehler."

Update, 23. April, 20.04 Uhr: Fußballfans dürfen in Bulgarien wieder in Stadien - mit Corona-Regeln

Fußballspiele dürfen in Bulgarien nach einem halbjährigen coronabedingten Verbot ab Samstag wieder vor Publikum im Stadion ausgetragen werden - allerdings unter Corona-Auflagen.

Gesundheitsminister Kostadin Angelow (48) unterzeichnete am Freitag eine entsprechende Verordnung, rechtzeitig vor dem prestigeträchtigen Derby zwischen den beiden Erzrivalen Lewski und ZSKA Sofia an diesem Sonntag im Nationalstadion der bulgarischen Hauptstadt.

Update, 23. April, 19.04 Uhr: Kanada stoppt Flüge aus Indien und Pakistan

Wegen dramatisch gestiegener Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Indien hat Kanada Flüge aus dem Land vorübergehend gestoppt.

30 Tage lang dürften keine Passagier-Flüge aus Indien und dem Nachbarland Pakistan mehr in Kanada landen, teilte Transport-Minister Omar Alghabra am Donnerstag (Ortszeit) mit. Frachtflüge blieben erlaubt.

Kanadas Premierminister Justin Trudeau (49, M.) ließ sich am Freitag kurz nach der Ankündigung der weiteren Einschränkungen mit AstraZeneca impfen.
Kanadas Premierminister Justin Trudeau (49, M.) ließ sich am Freitag kurz nach der Ankündigung der weiteren Einschränkungen mit AstraZeneca impfen.  © Adrian Wyld/The Canadian Press via ZUMA/dpa

Update, 23. April, 18.35 Uhr: Slowakei erlaubt ab Montag wieder Gastronomie im Freien

Angesichts rasch sinkender Corona-Neuinfektionen haben die slowakischen Gesundheitsbehörden weitere Lockerungsschritte angekündigt.

Seit Montag durften schon die meisten Einzelhandelsgeschäfte nach vier Monaten Lockdown wieder öffnen, ab diesem Montag folgen zaghafte Erleichterungen für Fitnessstudios und Teile der Gastronomie, wie am Freitag mitgeteilt wurde.

Update, 23. April, 18.21 Uhr: Britische Regierung will Impfpässe einführen: Musik- und Event-Branche sprechen sich dafür aus

Die britische Regierung hat für die Einführung von Corona-Impfzertifikaten Rückenwind aus der Konzert- und Event-Branche bekommen.

Mehr als 50 große Häuser und Veranstalter sprachen sich für solche Nachweise aus, wie die Nachrichtenagentur PA am Freitag berichtete. Dazu gehören etwa die O2-Arena in London, die Royal Albert Hall sowie die British Athletics.

Die Regierung will im Laufe der kommenden Monate digitale Impfpässe nach israelischem Vorbild einführen, mit denen man seine Corona-Impfung, einen negativen Test oder eine überstandene Infektion nachweisen können soll. Diese sollen Großveranstaltungen wieder ermöglichen sowie internationales Reisen erleichtern.

Zahlreiche Menschen sitzen bei gutem Wetter in der Nähe der Tower Bridge in London auf Treppenstufen. Großbritannien kommt im Kampf gegen das Coronavirus gut voran, zahlreiche Menschen sind bereits geimpft.
Zahlreiche Menschen sitzen bei gutem Wetter in der Nähe der Tower Bridge in London auf Treppenstufen. Großbritannien kommt im Kampf gegen das Coronavirus gut voran, zahlreiche Menschen sind bereits geimpft.  © Victoria Jones/PA Wire/dpa

Update, 23. April, 17.31 Uhr: Gericht bestätigt Demo-Verbot von Corona-Kritikern in Chemnitz

Das Verwaltungsgericht Chemnitz hat das Verbot der für Samstag geplanten Kundgebung von Gegnern der Corona-Maßnahmen in der Stadt bestätigt.

Die Gruppe "Chemnitz steht auf" hatte eine Kundgebung mit bis zu 5000 Teilnehmern am Karl-Marx-Monument angemeldet. Das hatte die Stadt mit Blick auf die geltenden Vorschriften zur Eindämmung der Corona-Pandemie untersagt.

Dagegen ging die Initiative juristisch vor, konnte sich im Eilverfahren nun aber nicht durchsetzen. Sie kann noch Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht einlegen.

Update, 23. April, 17.28 Uhr: Tübinger Modellversuch endet - Brief an Kanzlerin bleibt ohne Erfolg

Das Tübinger Corona-Modellprojekt läuft in der Nacht zu Sonntag endgültig aus - auch ein Brief von Oberbürgermeister Boris Palmer (48, Grüne) an Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat daran nichts ändern können.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Palmer-Brief an Merkel wirkungslos! Endgültiges Aus für Tübinger Weg".

Update, 23. April, 17.27 Uhr: Grünen-Bundesgeschäftsführer Kellner mit positivem Corona-Test

Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner (43) ist nach eigenen Angaben positiv auf das Coronavirus getestet worden.

"Mir geht es den Umständen entsprechend gut", schrieb Kellner am Freitag auf Twitter. "Auch wenn die Sonne wieder stärker scheint, wir keine Lust mehr auf den Lockdown haben, müssen wir wachsam bleiben und unsere Kontakte möglichst klein halten." Viele Parteifreunde wünschten ihm per Twitter alles Gute.

Update, 23. April, 17.12 Uhr: EMA: Vorteile von AstraZeneca-Impfstoff überwiegen in jedem Alter

Trotz seltener Fälle schwerer Thrombosen sind die Vorteile des Corona-Impfstoffes von Astrazeneca nach Einschätzung der EU-Arzneimittelbehörde (EMA) in allen Altersgruppen höher zu bewerten als die Risiken.

Danach kann der Impfstoff weiterhin uneingeschränkt eingesetzt werden. Die Hirnvenenthrombosen kämen im Schnitt bei einer von 100.000 geimpften Personen vor, geht aus der Analyse der EMA-Experten hervor, die am Freitag in Amsterdam vorgelegt wurde.

Dem gegenüber stehe aber die sehr starke Reduzierung der schweren Covid-19-Erkrankungen.

Nach der Analyse ist das Risiko von Blutgerinnseln mit gleichzeitig sehr niedriger Anzahl von Blutplättchen bei Personen unter 60 Jahren zwar höher als bei Älteren. Aber auch bei den Jüngeren überwögen die Vorzüge.

Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca.
Eine Spritze mit dem Corona-Impfstoff von AstraZeneca.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. April, 17.04 Uhr: CDU-Wirtschaftsrat: Neue Notbremse hat massive Folgen für den Handel

Der Wirtschaftsrat der CDU befürchtet durch die neue Corona-Notbremse des Bundes verheerende ökonomische Folgen für Handel und Gastronomie.

Der Generalsekretär des Wirtschaftsrats, Wolfgang Steiger (56), bezeichnete die Maßnahmen in der "Bild"-Zeitung als "Symbolpolitik, die am Kern einer effizienten Bekämpfung der Pandemie leider vorbeigeht".

Mitglieder des Wirtschaftsrats wollen laut Steiger vor dem Bundesverfassungsgericht gegen erneute bundesweite Schließungen und "brancheninterne Ungleichbehandlungen" vorgehen.

Es könne nicht sein, dass der Staat auf einer einseitigen Grundlage
entscheide und dadurch "enorme, nachhaltige Schäden im
geschlossenen Einzelhandel und der Gastronomie anrichtet".

Update, 23. April, 16.57 Uhr: Elektroauto-Firma Byton schickt deutsche Tochter in Insolvenz

Die chinesische Elektroauto-Firma Byton, die einst mit einem riesigen Display im Cockpit für Aufsehen auf Automessen sorgte, lässt ihre deutsche Tochter in die Insolvenz gehen.

Für die Byton GmbH wurde ein Insolvenzverfahren eingeleitet, wie aus einer Bekanntmachung des Münchner Amtsgerichts hervorgeht. Byton wollte ursprünglich bereits im vergangenen Jahr die Fertigung in China aufnehmen und 2021 auch auf den europäischen Markt kommen. In der Corona-Pandemie wurden die Pläne jedoch auf Eis gelegt. Erwartetes Geld von Investoren blieben aus.

Update, 23. April, 16.03 Uhr: Bremen und Saarland erreichen 25-Prozent-Marke bei Corona-Impfungen

Bremen und das Saarland haben am Freitag als erste Bundesländer bei den Erstimpfungen eine Quote von 25 Prozent erreicht. Damit hat in den beiden Bundesländern bereits jeder Vierte mindestens eine Impfung gegen das Coronavirus erhalten.

Bremens Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (60, Linke) sprach angesichts des knappen Impfstoffs von einer "tollen Zwischenbilanz". Im Saarland werden nach Angaben des Gesundheitsministeriums täglich 5300 Impfungen vorgenommen.

Eine Erzieherin erhält in Bremen ihre Impfung gegen das Coronavirus.
Eine Erzieherin erhält in Bremen ihre Impfung gegen das Coronavirus.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa Pool/dpa

Update, 23. April, 15.46 Uhr: Österreichs Kanzler Kurz: Mitte Mai soll fast alles wieder öffnen

In Österreich dürfen ab 19. Mai praktisch alle wegen der Corona-Krise heruntergefahrenen Branchen einen Neustart wagen. Das kündigte Kanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) am Freitag an.

IMm TAG24-Artikel erfahrt ihr, was die Öffnungen in Österreich für den Tourismus bedeuten.

Sebastian Kurz (34, ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.
Sebastian Kurz (34, ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.  © Roland Schlager/APA/dpa

Update, 23. April, 15.43 Uhr: Islamverbände mahnen Muslime wegen Notbremse zur Zurückhaltung

Islamverbände haben Muslime im Ramadan angesichts vielerorts drohender Ausgangsbeschränkungen in Deutschland zu besonderer Zurückhaltung aufgerufen.

Mit Blick auf das allabendliche gemeinsame Fastenbrechen - Iftar - nach Sonnenuntergang mahnte der Zentralrat der Muslime (ZMD) am Freitag in einem Rundbrief an die Gemeinden zum Verzicht.

Das geänderte Bundesinfektionsschutzgesetz lasse zwar bei Zusammenkünften zur Religionsausübung gewisse Spielräume, schrieb der ZMD-Vorsitzende Aiman Mazyek. Die Gemeinden sollten aber von Ausnahmeregelungen möglichst keinen Gebrauch machen und auf Nacht- und Morgengebete in der Moschee verzichten.

Update, 23. April, 15.37 Uhr: Sieben CDU-Bundestagsabgeordnete klagen gegen EU-Corona-Aufbaufonds

Wegen des 750 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds der EU klagen jetzt auch sieben CDU-Bundestagsabgeordnete in Karlsruhe.

"Wir sehen die durch das Grundgesetz garantierte Haushaltsautonomie des Bundestages
in unzulässiger Weise eingeschränkt", teilten sie am Freitag gemeinsam mit. Ein Sprecher des Bundesverfassungsgerichts sagte auf Anfrage, die mit einem Eilantrag verbundene Klage sei bereits am Dienstag eingereicht worden.

Das im Sommer 2020 verabredete Paket mit den Aufbauhilfen soll den 27 EU-Staaten helfen, nach der Pandemie wieder auf die Beine zu kommen. Einen Teil des Geldes gibt es als Zuschüsse, einen Teil als Darlehen. Dafür wollen die EU-Staaten gemeinsam Schulden aufnehmen.

Update, 23. April, 15.35 Uhr: Pharma-Verbände fordern Aufhebung von Exportschranken für Impfstoffe

Die Pharmaindustrie drängt auf die sofortige Streichung von Exportbeschränkungen für Impfstoff-Bestandteile.

Besonders die restriktive Politik der USA sei eine der größten Hürden für die globale Versorgung mit Corona-Vakzinen, sagten hochrangige Branchenvertreter am Freitag bei einer Online-Pressekonferenz. Dieses Problem sei dringlicher als der Transfer von Patenten und technischem Wissen für zusätzliche Hersteller.

Die meisten der zurzeit knappen Materialien für die Vakzin-Herstellung, wie Schläuche, Filter oder Nährstoffe für Zellkulturen, werden in den USA hergestellt.

Update, 23. April, 15.31 Uhr: Indien ab Sonntag Hochinzidenzgebiet, mehrere Karibikstaaten als Risikogebiet gestrichen

Wegen dramatisch steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung Indien ab Sonntag als Hochinzidenzgebiet ein.

Das gilt auch für das nordafrikanische Tunesien, den Inselstaat Kap Verde vor der afrikanischen Küste und die arabischen Golfstaaten Katar und Oman, wie das Robert Koch-Institut am Freitag im Internet bekanntgab.

Von der Liste der Risikogebiete gestrichen wurden mehrere Karibikstaaten, darunter die auch bei deutschen Touristen beliebte Dominikanische Republik, für die damit die Quarantänepflicht bei Einreise nach Deutschland entfällt.

Die Zahl der Corona-Fälle in Indien steigt. Das Land am Donnerstag, 22. April, mit über 300.300 neuen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages den zweiten Tag in Folge einen weltweiten Höchstwert.
Die Zahl der Corona-Fälle in Indien steigt. Das Land am Donnerstag, 22. April, mit über 300.300 neuen Corona-Infektionen innerhalb eines Tages den zweiten Tag in Folge einen weltweiten Höchstwert.  © Debarchan Chatterjee/ZUMA Wire/dpa

Update, 23. April, 15.12 Uhr: Florian David Fitz kommentiert #allesdichtmachen aus dem Krankenhaus

Schauspieler Florian David Fitz (46) hat die Internetaktion #allesdichtmachen einiger Kollegen aus dem Krankenhaus heraus kommentiert.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Artikel "Florian David Fitz im Krankenhaus! Schockmoment für Fans und eine wichtige Ansage".

Update, 23. April, 15.10 Uhr: Kulturstaatsministerin Grütters vermisst Empathie bei #allesdichtmachen

Kulturstaatsministerin Monika Grütters (59, CDU) hat die Internetaktion #allesdichtmachen teils bekannter Schauspielerinnen und Schauspieler kritisiert.

Mehr dazu im TAG24-Bericht "#allesdichtmachen: Kulturstaatsministerin Grütters übt Kritik an Netz-Kampagne".

Update, 23. April, 15 Uhr: Brief an Merkel - Tourismusverbände fordern Öffnungsplan für Sommer

In einem Brandbrief an Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und die Bundesregierung haben Tourismusverbände ein Öffnungskonzept für den Sommer gefordert.

Für Urlaubsbuchungen in Deutschland gebe es derzeit keine Perspektive, "solange das Beherbergungsverbot weiter gilt und es keinen Öffnungsplan gibt", hieß es in dem am Freitag veröffentlichten Schreiben des Aktionsbündnis Tourismusvielfalt.

Die Verbände kritisierten darin "die anhaltende politische Inkonsequenz und Inkonsistenz, die der Tourismusbranche seit Monaten ein beispielloses Opfer abverlangt und zahlreiche Existenzen gefährdet."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) soll sich für ein Sommer-Öffnungskonzept für Tourismusverbände einsetzen.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) soll sich für ein Sommer-Öffnungskonzept für Tourismusverbände einsetzen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 23. April, 14.33 Uhr: Leyen: EU-Vertrag für 1,8 Milliarden Dosen von Biontech fast fertig

Der angekündigte EU-Vertrag zum Kauf von weiteren 1,8 Milliarden Dosen Corona-Impfstoff von Biontech/Pfizer ist nach den Worten von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) fast fertig.

"Wir werden in den nächsten Tagen abschließen", sagte von der Leyen am Freitag beim Besuch eines Pfizer-Werks im belgischen Puurs.

Von der Leyen hatte am 14. April bestätigt, dass mit dem deutschen Unternehmen Biontech und dessen US-Partner Pfizer über die Lieferung der Riesenmenge verhandelt wird. Sie soll bis 2023 geliefert werden.

Damit sollen Impfungen von Erwachsenen aufgefrischt und die 70 bis 80 Millionen Kinder in der EU gegen das Coronavirus immunisiert werden.

Update, 23. April, 14.31 Uhr: Einzelne Impfdosis verringert Infektionsrisiko um 65 Prozent

Schon die erste Impfdosis reduziert das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus um etwa zwei Drittel.

Das geht aus einer großangelegten Studie der Universität Oxford in Kooperation mit der britischen Statistikbehörde ONS und dem Gesundheitsministerium des Landes hervor.

Unabhängig vom Impfstoff - Biontech/Pfizer oder AstraZeneca - sank das Risiko für eine Coronavirus-Infektion drei Wochen nach der Impfung demnach um 65 Prozent, wie die Universität am Freitag mitteilte.

Update, 14.29 Uhr: Von der Leyen zieht Impfziel vor: Bis Juli 70 Prozent der Erwachsenen

Ein Großteil der EU-Bürger kann nach Einschätzung von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (62) deutlich früher gegen das Coronavirus geimpft werden als ursprünglich gedacht.

Sie sei zuversichtlich, dass es im Juli genügend Impfstoff gebe, um 70 Prozent der Erwachsenen in der EU zu impfen, sagte sie bei einem Besuch des Pfizer-Werks im belgischen Puurs.

Bislang war dieses Ziel für den 21. September angepeilt.

Ursula Von der Leyen (62), EU-Kommissionspräsidentin, spricht bei einer Pressekonferenz im EU-Hauptquartier.
Ursula Von der Leyen (62), EU-Kommissionspräsidentin, spricht bei einer Pressekonferenz im EU-Hauptquartier.  © Francois Walschaerts/Pool AFP/AP/dpa

Update, 23. April, 14.27 Uhr: Orban kündigt weitgehende Öffnungen des Lebens für Geimpfte an

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban (57) hat weitgehende Öffnungen des Lebens für all jene Bürger angekündigt, die zumindest eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben.

"Mitte nächster Woche werden wir bei vier Millionen (Erst-) Impfungen stehen", sagte der rechtsnationale Politiker am Freitag im staatlichen Radio.

"Dann werden wir einen breiten Kreis von Dienstleistungen jenen zugänglich machen, die über einen Immunpass verfügen."

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban (57) hat weitgehende Öffnungen des Lebens für Bürger angekündigt, die zumindest eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben.
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban (57) hat weitgehende Öffnungen des Lebens für Bürger angekündigt, die zumindest eine Impfung gegen Covid-19 erhalten haben.  © John Thys/AFP Pool/AP/dpa

Update, 23. April, 14.25 Uhr: Staatsregierung: Keine Garantie für EM mit Zuschauern in München

Trotz der Entscheidung der UEFA für die Stadt München als Spielort der Fußball-Europameisterschaft gibt es seitens der bayerischen Staatsregierung nach wie vor keine Garantie für Zuschauer im Stadion.

"Alles ist vorbehaltlich der pandemischen Lage", sagte Staatskanzleichef Florian Herrmann (CSU) am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die Spiele seien ja erst in rund zwei Monaten und daher müsse dann wie bei allen anderen Dingen vorher geschaut werden, welche Lockerungen möglich seien.

"Aber es gibt keine Garantie, dass die Spiele schon jetzt mit Zuschauern geplant werden können", betonte Herrmann. Gleichwohl begrüße die Staatsregierung die Entscheidung der UEFA und hoffe, dass Spiele mit Fans entsprechend des Hygienekonzepts möglich wären.

Update, 23. April, 13.33 Uhr: Niederlande droht Krankenhausnotstand "Code Schwarz"

Niederländische Mediziner befürchten den Notzustand in Krankenhäusern.

Wenn die Infektionszahlen nicht schnell zurückgingen, dann drohe in der nächsten Woche "Code Schwarz", sagte der Vorsitzende der Vereinigung der Intensivmediziner, Diederik Gommers, am Freitag im Radio.

Bei "Code Schwarz" muss eine Triage-Kommission in Krankenhäusern entscheiden, welchen Patienten noch geholfen wird. Mehrere Krankenhäuser im Land seien so überfüllt mit Covid-Patienten, dass die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit erreicht sei, sagte Gommers.

Update, 23. April, 13.32 Uhr: WHO: Corona gefährdet Gesundheitsversorgung in den meisten Ländern

In einem Großteil der Welt ist die medizinische Grundversorgung wegen der Corona-Pandemie eingeschränkt.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf veröffentlichte am Freitag eine Umfrage, wonach in rund 90 Prozent von 135 Staaten auch ein Jahr nach Ausbruch der Krise Gesundheitsleistungen nicht ausreichend angeboten werden können.

In einem Fünftel der Länder kommt es demnach zu Engpässen in der Notfallmedizin, während zwei Drittel über Verzögerungen von nicht lebensrettenden Operationen berichten. Mehr als 40 Prozent der Länder meldeten Probleme in Bereichen wie mentale Gesundheit, HIV, Zahnmedizin, Krebsvorsorge, Bluthochdruck oder Diabetes.

Update, 23. April, 13.29 Uhr: Videoaktion: Meret Becker und Ken Duken distanzieren sich

Die Schauspielerin Meret Becker (52, "Tatort") und ihr Kollege Ken Duken (42, "Traumfabrik") haben sich von der Videoaktion #allesdichtmachen distanziert.

Kunst müsse Fragen stellen können, sagte Becker am Freitag in einem Beitrag bei Instagram. "Aber diese Aktion ist nach hinten losgegangen."

Sie werde das Video runternehmen lassen. "Und ich entschuldige mich dafür, dass das falsch verstanden werden konnte."

Schauspieler Ken Duken schrieb bei Instagram, er distanziere sich von rechtem Gedankengut und rechten Ideologien. Die Gefahr, die von der Corona-Pandemie ausgehe, sei ihm mehr als bewusst. Er habe sich auch nicht über die Opfer oder ihre Angehörigen lustig machen wollen.

Update, 23. April, 13.28 Uhr: OVG kippt Ausgangssperren in Mecklenburg-Vorpommern

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) in Greifswald hat die in der Corona-Landesverordnung Mecklenburg-Vorpommerns verankerte Ausgangssperren für Regionen mit hohen Corona-Inzidenzen gekippt.

Es bewertete sie als unverhältnismäßigen und schwerwiegenden Eingriff in die allgemeine Handlungsfreiheit, wie es in einer Mitteilung vom Freitag hieß.

Ab Samstag treten allerdings schon Ausgangssperren gemäß dem jüngst geänderten Bundesinfektionsschutzgesetz in Kraft.

Update, 23. April, 13.27 Uhr: Notbremse: Handel fürchtet Warteschlangen vor Lebensmittelläden

Warteschlagen vor Supermärkten und Discountern dürften in Deutschland ab Samstag wieder häufiger zu sehen sein, befürchtet der Handelsverband Deutschland (HDE).

Denn mit dem Inkrafttreten der Bundesnotbremse halbiere sich in vielen Regionen mit einem Sieben-Tage-Inzidenzwert von über 100 die Zahl der Kunden, die noch in die Geschäfte gelassen werden dürfen, betonte der HDE am Freitag.

"Damit riskiert die Politik Warteschlangen vor den Geschäften. Und das in Zeiten, in denen Menschenansammlungen aus Gründen des Infektionsschutzes anerkanntermaßen vermieden werden sollten", sagte der HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth am Freitag der Deutschen Presse-Agentur.

Er appellierte an den Gesetzgeber, schnellstens wieder zur alten Regelung zurückzukehren.

Update, 23. April, 13.25 Uhr: Japan verhängt erneut Corona-Nostand über Olympia-Stadt Tokio

Japan hat wegen steigender Corona-Infektionen zum dritten Mal den Notstand für die Olympia-Stadt Tokio erklärt.

Ministerpräsident Yoshihide Suga (72) gab die Entscheidung wie erwartet am Freitag bekannt, drei Monate vor den geplanten Olympischen Spielen.

Außer Tokio ordnete Suga den von Sonntag bis zum 11. Mai geltenden Notstand auch für Osaka sowie Kyoto und die Präfektur Hyogo an.

Update, 23. Aptil, 13.24 Uhr: Regierung zu Schauspieler-Videos: "Aktion zur Kenntnis genommen"

Die Bundesregierung hält sich mit Bewertungen zu den viel diskutierten Videos prominenter Schauspielerinnen und Schauspieler über die Corona-Politik zurück.

"Die Bundesregierung hat diese Aktion zur Kenntnis genommen und unsere Haltung ist bekannt: Wir arbeiten daran, dass Deutschland die Pandemie schnell überwinden kann. Darauf sind unsere Entscheidungen ausgerichtet", sagte die stellvertretende Regierungssprecherin Martina Fietz am Freitag in Berlin.

Es gelte natürlich auch in diesem Fall die Meinungsfreiheit.

Update, 23. April, 12.24 Uhr: Künstler-Aktion gegen Corona-Politik: Spahn bietet Gespräch an

Nach der Internet-Aktion mehrerer Künstler gegen die Corona-Politik der Bundesregierung hat Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) den Initiatoren ein Dialogangebot gemacht.

Er könne sich gut vorstellen, das Gespräch miteinander zu führen, sagte Spahn am Freitag in Berlin.

"Dass es Kritik und Fragen gibt an den Maßnahmen und den Hintergründen, das finde ich nicht nur normal, das finde ich in einer freiheitlichen Demokratie wünschenswert."

Spahn äußerte Verständnis dafür, dass Künstler auf Härten der Krise aufmerksam machten. "Man ist Schauspieler geworden, weil man es liebt, weil man es gerne macht." Er könne gut verstehen, dass es wehtue, dies über Monate nicht ausüben zu können.

Jens Spahn (40, l, CDU), Bundesgesundheitsminister, hat den Initiatoren Internet-Aktion #allesdichtmachen ein Dialogangebot gemacht.
Jens Spahn (40, l, CDU), Bundesgesundheitsminister, hat den Initiatoren Internet-Aktion #allesdichtmachen ein Dialogangebot gemacht.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 23. April, 12.12 Uhr: Spahn und RKI: Indische Variante im Blick - aber noch vieles unklar

Die indische Corona-Variante ist nach den Worten von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) in Deutschland fachlich und politisch im Blick.

Bei "entsprechender Erkenntnislage" seien Maßnahmen wie die Einstufung Indiens und möglicherweise anderer Länder als Virusvariantengebiet nicht ausgeschlossen, sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.

Er verwies auch auf die engen Bande zwischen Indien und Großbritannien.

RKI-Vizechef Lars Schaade sagte, es sei denkbar, "dass uns die Variante vor neue Herausforderungen stellt". Aber die Belege seien noch nicht da. "Wir müssen da hinschauen, Warnungen müssen ernst genommen werden."

Update, 23. April, 12.10 Uhr: Corona-Bonus und höherer Kurzarbeiter-Zuschuss in Kautschukindustrie

Die rund 25.000 Beschäftigten der deutschen Kautschukindustrie bekommen im Rahmen eines neuen Tarifabschlusses mehr Geld und einen höheren Kurzarbeiter-Zuschuss.

Wie die Gewerkschaft IG BCE in Hannover nach Ende der zweiten Gesprächsrunde bekanntgab, soll der Kurzarbeiter-Zuschuss für Mitglieder verdoppelt werden. Bisher betrug er für die Beschäftigten pro Jahr 480 Euro. Ab April 2022 sollen die Vergütungen zudem um 1,7 Prozent steigen, Auszubildende erhalten pauschal 50 Euro mehr.

Hinzu kommt ein Corona-Bonus von 500 Euro, im Falle von Auszubildenden sind es 250 Euro.

Update, 23. April, 12.07 Uhr: Maas bei Beschaffung russischer Impfdosen zurückhaltend

Bundesaußenminister Heiko Maas (54) hat sich zurückhaltend zu der geplanten Beschaffung vieler Millionen Impfdosen aus Russland geäußert.

Im Moment scheine "die mediale Aufmerksamkeit für die 30 Millionen Impfdosen aus Russland - wenn sie denn kommen - ein bisschen hoch" zu sein, sagte der SPD-Politiker am Freitag bei einem Besuch der serbischen Hauptstadt Belgrad.

Die Zahl der Dosen stehe "nicht ganz in der Relation (...) zu dem, was wir bereits in Deutschland produzieren".

Heiko Maas (SPD), Außenminister von Deutschland, nimmt an einem Treffen mit US-Außenminister Blinken im Nato-Hauptquartier teil.
Heiko Maas (SPD), Außenminister von Deutschland, nimmt an einem Treffen mit US-Außenminister Blinken im Nato-Hauptquartier teil.  © Johanna Geron/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 23. April, 12.04 Uhr: Lederer zu #allesdichtmachen: Zynismus und Hohn unangebracht

Berlins Kultursenator Klaus Lederer (47) hat sich gegen die Internetaktion #allesdichtmachen teils bekannter Schauspielerinnen und Schauspieler positioniert.

"Ich kann gut nachvollziehen, dass es nach 13 Monaten Pandemie schwerfällt, Kraft und Zuversicht zu behalten", sagte der Linke-Politiker der dpa in Berlin.

Er teile manche Kritik "an der Pauschalität der sogenannten Notbremse, die uns Wege verschließt, zu lernen, wie unter Pandemiebedingungen kulturelles Leben ermöglicht werden kann."

Gleichzeitig sagte er: "Wenig Verständnis habe ich für Ignoranz gegenüber den massiven Gefahren und den Folgen, die Covid für unsere Gesellschaft bedeutet. Zynismus und Hohn sind unangebracht."

Klaus Lederer (47, Die Linke), Kultursenator von Berlin, hat sich gegen die Internetaktion #allesdichtmachen positioniert.
Klaus Lederer (47, Die Linke), Kultursenator von Berlin, hat sich gegen die Internetaktion #allesdichtmachen positioniert.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 23. April, 12.02 Uhr: Schauspielverband äußert sich zur #allesdichtmachen-Kampagne

Nach der Internetaktion #allesdichtmachen hat sich der Bundesverband Schauspiel (BFFS) geäußert und unter anderem an die Menschen erinnert, die derzeit in Krankenhäusern arbeiten.

"Manche unserer Kolleg*innen haben sich an dieser Aktion beteiligt, manch andere verurteilen sie aufs Schärfste", teilte der Vorstand auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Freitag mit.

"Den meisten von uns geht es wie vielen in unserem Land: Wir sehnen uns verzweifelt nach einem Ende der Pandemie", heißt es im Statement des Bundesverbands Schauspiel mit Sitz im Berlin. "Unsere Kinder leiden, unsere Angehörigen und Nachbarn leiden. In unserem Umfeld erkranken Menschen, manche sterben."

"Wir sind allen Menschen zutiefst dankbar, die in den Krankenhäusern, Pflegestationen, Altenheimen, Schulen und Kitas sich der Seuche in aufopfernder Weise entgegenstellen", erklärte der Bundesverband.

Update, 23. April, 12.01 Uhr: Österreich: Öffnungs-Kommission berät über Neustart für alle Branchen

In Österreich ist die Öffnungs-Kommission zusammengekommen, um über einen möglichen Neustart aller Branchen zu beraten.

Die Vertreter von Bund und Ländern sowie Experten wollen die Lage analysieren. Kanzler Sebastian Kurz (34, ÖVP) hatte unter Beachtung eines Schutzkonzepts landesweite Öffnungsschritte Mitte Mai in Aussicht gestellt.

Update, 23. April, 10.58 Uhr: Mehr als 22 Prozent Erstimpfungen in Deutschland

In Deutschland sind 22,2 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus dem Impfquotenmonitoring des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag hervor (Stand: 23.4., 8.00 Uhr).

So verabreichten alle Stellen bislang insgesamt etwa 24,3 Millionen Impfungen, wovon knapp 18,5 Millionen Erstimpfungen und weitere gut 5,8 Millionen Zweitimpfungen waren.

Demnach stieg die Quote der vollständig Geimpften leicht auf sieben Prozent.

Update, 23. April, 10.57 Uhr: RKI-Vizechef: Appell zu Solidarität mit noch ungeimpften Gruppen

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat in der dritten Corona-Welle zu Solidarität mit den noch ungeimpften jüngeren Gruppen in der Bevölkerung aufgerufen.

Viele jüngere Menschen hätten sich in der Pandemie stark eingeschränkt und so gefährdete Ältere und Risikopatienten geschützt, sagte RKI-Vizepräsident Lars Schaade am Freitag in Berlin.

"Wir müssen uns bitte noch weiter einschränken, damit auch diese Personen eine Chance haben, sich impfen zu lassen, bevor das Virus sie erwischt." Auch für die Jüngeren und Gesunden sei das Virus nicht harmlos.

Update, 23. April, 10.53 Uhr: Acht Blutgerinnsel-Fälle pro Million Geimpfter in Großbritannien

Die Zahl der nach AstraZeneca-Impfungen aufgetretenen schweren Fälle von seltenen Blutgerinnseln liegt in Großbritannien neuesten Daten zufolge bei rund acht (7,9) Fällen pro Million Geimpfter.

Das teilte die britische Arzneimittelbehörde MHRA in dieser Woche mit.

Damit nähern sich die Erfahrungen in Großbritannien denen in anderen Ländern.

Die Behörde sieht jedoch weiterhin keinen Beweis für einen Zusammenhang mit dem Impfstoff und den Blutgerinnseln erbracht. Ihre Empfehlung änderte sie nicht. Der Nutzen einer Impfung mit AstraZeneca übersteige für die meisten Menschen weiterhin die Risiken, hieß es.

Die Zahl der nach AstraZeneca-Impfungen aufgetretenen schweren Fälle von Blutgerinnseln liegt in Großbritannien bei rund acht (7,9) Fällen pro Million Geimpfter.
Die Zahl der nach AstraZeneca-Impfungen aufgetretenen schweren Fälle von Blutgerinnseln liegt in Großbritannien bei rund acht (7,9) Fällen pro Million Geimpfter.  © Matthias Bein/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. April, 10.50 Uhr: Saarland hält trotz Bundes-Notbremse an "Saarland-Modell" fest

Auch wenn das Saarland ab Samstag wegen der Bundes-Notbremse in weiten Teilen zurück in den Lockdown muss: Das Saarland-Modellprojekt, das auf Öffnungen auf der Basis von Tests setzt, ist nicht vom Tisch.

"Wir halten auch weiterhin an unserem Modell fest", teilte der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (43, CDU) mit. "Das Saarland-Modell ist ein langfristig angelegtes Management-Modell, mit dem wir die Corona-Pandemie nachhaltig kontrollieren werden."

Anreize zum Testen seien "ein Schlüssel in der Pandemiebekämpfung»"

Update, 23. April 10.47 Uhr: Spahn ruft zum Start der Bundes-Notbremse zu Kontaktvermeidung auf

Gesundheitsminister Jens Spahn (40) hat zum Inkrafttreten neuer bundesweit verbindlicher Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen zu weiteren Einschränkungen bei Kontakten aufgerufen.

"Das ist hart, das fällt schwer, jedem von uns. Aber das ist für eine Übergangszeit notwendig", sagte der CDU-Politiker am Freitag in Berlin.

Es gehe darum, die dritte Corona-Welle zu brechen und dann gestützt auf mehr Tests auch mehr Bereich öffnen zu können.

Jens Spahn (40, CDU), Bundesgesundheitsminister, hat zum Inkrafttreten neuer bundesweit verbindlicher Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen aufgerufen.
Jens Spahn (40, CDU), Bundesgesundheitsminister, hat zum Inkrafttreten neuer bundesweit verbindlicher Regeln für schärfere Corona-Maßnahmen aufgerufen.  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 23. April, 10.46 Uhr: Hochschulen fordern schnelle Klarstellungen bei Bundes-Notbremse

Die Hochschulen fordern von der Bundesregierung schnelle Klarstellungen im Zusammenhang mit der sogenannten Bundes-Notbremse, die an diesem Freitag in Kraft tritt.

Man hoffe auf zügige Klärung durch die angekündigten Rechtsverordnungen, sagte der Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Peter-André Alt (60), der Deutschen Presse-Agentur.

"Für Präsenz erfordernde Lehrveranstaltungen und Prüfungen sowie für die Bibliotheksleihe sollten (...) unverzüglich Ausnahmeregelungen getroffen werden."

In der Bundes-Notbremse werden Hochschulen in einem Atemzug mit Schulen genannt: Überschreitet die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz an drei aufeinanderfolgenden Tagen den Schwellenwert von 100, so wird Wechselunterricht ab dem übernächsten Tag Pflicht. Ab 165 ist ab dem übernächsten Tag Präsenzunterricht verboten.

Update, 23. April, 10 Uhr: Makatsch nach #allesdichtmachen: Will Leid der Opfer nicht schmälern

Nach ihrem Video-Beitrag bei der Internetaktion #allesdichtmachen hat sich Schauspielerin Heike Makatsch (49) zu Wort gemeldet und sich von "rechtem Gedankengut" distanziert.

"Ich habe durch Kunst und Satire den Weg gewählt, die Veränderung unserer Gesellschaft aufzuzeigen und Raum zu schaffen, für einen kritischen Diskurs", schrieb sie auf Instagram mit Blick auf ihr Video, in dem sie ironisch die Corona-Politik kommentiert hatte.

"Wenn ich damit rechten Demagogen in die Hände gespielt habe, so bereue ich das zutiefst." Auch habe sie niemals das Leid der Corona-Erkrankten und ihrer Angehörigen schmälern oder sie mit ihrem Beitrag verletzen wollen.

Update, 23. April, 9.03 Uhr: Saarlands Staatstheater bedauert Schließung wegen Bundes-Notbremse

Gerade gut zwei Wochen war das Saarländische Staatstheater im Zuge des "Saarland-Modells" geöffnet: Nun muss es wegen der Bundes-Notbremse für Landkreise und Städte über einem Inzidenzwert von 100 wieder schließen.

Es sei "ein Alptraum": "Wir sind sehr enttäuscht", teilte Generalintendant Bodo Busse (52) am Freitag mit.

Seit dem Start des Corona-Modellprojekts im Saarland, das auf Öffnung auf der Basis von Tests setzte, hatte es in dem Theater sechs Premieren gegeben, bei denen mehr als 2200 Besucher gezählt wurden.

Update, 23. April, 8.59 Uhr: Mehr als fünf Millionen Zweitimpfungen in Israel erreicht

Rund vier Monate nach ihrem Beginn hat die Impfkampagne in Israel die Marke von fünf Millionen Zweitimpfungen überschritten.

Dies sei eine große Errungenschaft für die Bürger des Landes, schrieb Gesundheitsminister Juli Edelstein (62) am Freitag bei Twitter.

Update, 23. April, 8.16 Uhr: Indien stellt wieder Rekord bei Neuinfektionen mit Coronavirus auf

Indien hat den zweiten Tag in Folge einen weltweiten Höchstwert an Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreicht.

In den vergangenen 24 Stunden wurden 332.730 Corona-Fälle erfasst - so viele wie in keinem anderen Land der Welt an einem Tag zuvor. Das geht aus Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Freitag hervor.

Zudem starben 2263 Leute an oder mit Covid.

Damit haben sich in den vergangenen vier Tagen mehr als eine Million Menschen in Indien mit dem Virus infiziert.

Update, 23. April, 7.42 Uhr: Ab wann gilt die Corona-Notbremse und was genau bewirkt sie?

Die bundesweite Corona-Notbremse ist beschlossene Sache! Das bedeutet, dass auf ganz Deutschland neue Regeln und Beschränkungen zukommen. Doch was genau gilt ab wann?

Mehr dazu findet Ihr hier: Corona-Notbremse: Ab wann gilt sie und was genau bewirkt sie?

Da zeigt die Corona-Ampel rot: Von Ausgangssperren bis Beschränkungen bei privaten Treffen, was genau bewirkt die bundesweite Notbremse?
Da zeigt die Corona-Ampel rot: Von Ausgangssperren bis Beschränkungen bei privaten Treffen, was genau bewirkt die bundesweite Notbremse?  © Christoph Soeder/dpa

Update, 23. April, 7.39 Uhr: #allesdichtmachen: Liefers distanziert sich von Querdenkern

Mit ihrer Kritik an der Corona-Politik unter dem Hashtag #allesdichtmachen haben Dutzende prominente Schauspieler Zustimmung, aber auch viel Kritik erfahren.

Als einer der Beteiligten distanzierte sich "Tatort"-Star Jan-Josef Liefers (56) nun klar von Verschwörungstheorien und der Querdenker-Bewegung.

"Eine da hinein orakelte, aufkeimende Nähe zu Querdenkern u.ä. weise ich glasklar zurück", schrieb der 56-Jährige auf Twitter. "Es gibt im aktuellen Spektrum des Bundestages auch keine Partei, der ich ferner stehe, als der AfD. Weil wir gerade dabei sind, das gilt auch für Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker, Corona-Ignoranten und Aluhüte. Punkt."

Update, 23. April, 7.20 Uhr: Gewalt in Familien: Anscheinend mehr Probleme durch Corona-Pandemie

Während der Corona-Pandemie hat die Gewalt in Familien anscheinend zugenommen - vor allem dort, wo es schon vorher Probleme gab.

"Die Luft wird dünner, und die Menschen explodieren schneller", sagte der Gründer des Kinderprojekts Arche, Bernd Siggelkow, der Deutschen Presse-Agentur.

"Der Stresspegel ist hoch und die psychische Belastung für Kinder immens", so der Leiter der Arche, die an 27 Standorten in ganz Deutschland Angebote für Kinder aus benachteiligten Familien schafft. Die Kinder seien aggressiver untereinander und gegenüber ihren Eltern.

Update, 23. April, 6.36 Uhr: Zooverband: "Größte Krise seit dem Zweiten Weltkrieg"

Deutsche Zoos haben nach Verbandsangaben seit Beginn der Pandemie Millionenverluste gemacht.

"Wenn man jetzt weiß, dass die täglichen Kosten für Zoos sehr hoch sind, kann man sicherlich nachvollziehen, dass dies die größte Krise für die deutschen Zoos seit dem Zweiten Weltkrieg ist", sagte Sebastian Scholze, Pressesprecher des Verbandes der Zoologischen Gärten (VdZ), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).

Ein Löwe liegt in seinem Gehege im Zoo. Deutsche Zoos haben nach Verbandsangaben seit Beginn der Pandemie Millionenverluste gemacht.
Ein Löwe liegt in seinem Gehege im Zoo. Deutsche Zoos haben nach Verbandsangaben seit Beginn der Pandemie Millionenverluste gemacht.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 23. April, 5.30 Uhr: AfD macht Wahlkampf mit Kritik an Corona-Regeln: "Notstandsgesetze"

Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla (46) hofft, dass seine Partei mit Fundamentalkritik an den Corona-Maßnahmen bei der Bundestagswahl im September punkten kann.

"Die Freiheitseinschränkungen wegen Corona und die Notstandsgesetze, die der Bundestag am 21. April verabschiedet hat, sind sicherlich Themen, auf die wir uns konzentrieren", sagte der Fraktionsvize der Deutschen Presse-Agentur.

Daneben werde die AfD soziale Themen ansprechen - etwa Steuererleichterungen für Geringverdiener und Alleinerziehende sowie kostenlose Schülertickets.

Tino Chrupalla (46, AfD), stellvertretender Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, hofft, dass die AfD mit Fundamentalkritik an den Corona-Maßnahmen punkten kann.
Tino Chrupalla (46, AfD), stellvertretender Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, hofft, dass die AfD mit Fundamentalkritik an den Corona-Maßnahmen punkten kann.  © Fabian Sommer/dpa

Update, 23. April, 5.09 Uhr: RKI registriert 27.543 Corona-Neuinfektionen und 265 neue Todesfälle

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 27.543 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen des RKI von Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.05 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach RKI-Angaben innerhalb von 24 Stunden 265 neue Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 164,0.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag nach dem RKI-Lagebericht von Donnerstagabend bei 1,01 (Vortag: 0,94).

Update, 23. April, 4.12 Uhr: Amtsärzte-Verbandschefin: Verhalten nach Schnelltest teils kritisch

Das Verhalten mancher Menschen nach einem Corona-Schnelltest birgt nach Erfahrung einer Expertin Risiken.

Die Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (BVÖGD), Ute Teichert (59) sehe eine Gefährdung. "Mit dem Thema Testungen müssen wir uns noch mal sehr kritisch auseinandersetzen."

Teichert berichtete von falschen Schlüssen, die Menschen nach positiven wie negativen Testergebnissen zögen.

"Ich habe mehrfach erlebt, dass Menschen positive Ergebnisse bekommen und dann extrem verunsichert sind. Statt sich zu isolieren, besorgen sie sich erst einmal weitere Tests, weil sie dem ersten Ergebnis misstrauen." Dabei könnten sie das Virus weiter verbreiten.

Ebenso habe sie erlebt, dass Kontaktpersonen von Infizierten einen Schnelltest machten und nach einem negativen Ergebnis glaubten, nichts weiter unternehmen zu müssen, schilderte die Fachärztin für Öffentliches Gesundheitswesen.

Ute Teichert (59), Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V., sieht das Verhalten vieler nach positiven wie auch negativen Schnelltest als kritisch. (Archivbild)
Ute Teichert (59), Vorsitzende des Bundesverbandes der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes e.V., sieht das Verhalten vieler nach positiven wie auch negativen Schnelltest als kritisch. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 23. April, 4.12 Uhr: Corona-Krise trifft Kartoffelbranche in Frittenland Belgien

Die Kartoffelbranche im frittenverliebten Belgien hat im Corona-Jahr 2020 deutliche Einbußen hinnehmen müssen.

Statt wie geplant 5,6 Millionen Tonnen Kartoffeln seien in dem Jahr nur 5,08 Millionen Tonnen verarbeitet worden geworden, teilte Romain Cools vom Verband der kartoffelverarbeitenden Industrie (Belgapom) mit.

2019 waren es noch 5,4 Millionen Tonnen gewesen.

Kartoffeln werden in einer Fabrik zu Pommes frites verarbeitet. Fritten sind in Belgien so etwas wie in Deutschland Sauerkraut, Brat- und Currywurst und Döner zusammen: ein identitätsstiftendes Nationalgericht.
Kartoffeln werden in einer Fabrik zu Pommes frites verarbeitet. Fritten sind in Belgien so etwas wie in Deutschland Sauerkraut, Brat- und Currywurst und Döner zusammen: ein identitätsstiftendes Nationalgericht.  © Dirk Waem/BELGA/dpa

Update, 23. April, 4 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Auch ohne Impfpriorisierung noch Wartezeiten

Kanzleramtschef Helge Braun (48) warnt vor überzogenen Erwartungen bei einer möglichen Aufhebung der Priorisierung der Corona-Impfungen.

Auch dann werde es noch Wartezeiten für Impfwillige geben, sagte der CDU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Freitag). Braun betonte, die Priorisierung könne man aller Voraussicht nach Anfang Juni aussetzen.

"Das heißt nicht, dass dann schon Anfang Juni für alle genug Impfstoff vorhanden sein wird", betonte der Kanzleramtschef. Es bleibe aber dabei, dass man bis zum Sommer jedem ein Impfangebot machen könne.

Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) warnt vor überzogenen Erwartungen bei einer möglichen Aufhebung der Priorisierung der Corona-Impfungen.
Kanzleramtschef Helge Braun (48, CDU) warnt vor überzogenen Erwartungen bei einer möglichen Aufhebung der Priorisierung der Corona-Impfungen.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 23. April, 2.17 Uhr: Neuer Rekord an Todesfällen in Argentinien

Zu Beginn des Herbstes auf der Südhalbkugel hat die zweite Corona-Welle Argentinien hart getroffen: Mit 537 Toten innerhalb von 24 Stunden verzeichnete das südamerikanische Land den Tag mit den meisten Covid-19-Opfern seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr, wie das Gesundheitsministerium in Buenos Aires am Donnerstag mitteilte.

Zeitgleich wurden 27.216 Neuinfektionen gemeldet - einer der höchsten Werte des vergangenen Jahrs. Insgesamt haben sich in Argentinien rund 2,8 Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert, über 60.000 Patienten sind bislang im Zusammenhang mit Covid-19 gestorben.

Update, 23. April, 0.05 Uhr: Initiative zum Kampf gegen Covid-19 braucht mehr Geld

Die globale Initiative zur Bewältigung der Corona-Pandemie hat ein Jahr nach ihrer Gründung viel erreicht, aber es fehlt ihr Geld.

Mitte April standen noch 22 Milliarden Dollar (gut 18 Mrd Euro) aus, um die geplanten Aktivitäten in diesem Jahr zu finanzieren, wie die Koordinatoren der Initiative ACT-Accelerator zum Jahrestag der Gründung berichten.

In den vergangenen zwölf Monaten sei dennoch viel erreicht worden: Das Programm habe unter anderem 15 klinische Studien zu möglichen Medikamenten gefördert, 65 Millionen bezahlbare Antigen-Tests für ärmere Länder beschafft, in zwölf Impfstoffkandidaten investiert und sich bei Herstellern mehr als zwei Milliarden Impfdosen für die Teilnehmer des Programms gesichert.

Titelfoto: Pedro Fiuza/XinHua/dpa

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