In Potsdam an Coronavirus gestorbener Arzt kam im Flugzeug aus London!

Potsdam/Cottbus - Ein in Potsdam an dem Coronavirus gestorbener Arzt (TAG24 berichtete) ist per Flugzeug von London nach Deutschland gereist. Der Arzt ist mit mehreren Passagieren an Bord der Maschine gewesen, wie ein Sprecher der Stadt Potsdam am Samstag sagte. 

Ein Arzt ist in Potsdam am Coronavirus gestorben.
Ein Arzt ist in Potsdam am Coronavirus gestorben.  © 123RF/Dmitrii Shironosov

Zuvor hatte die Tageszeitung "B.Z." darüber berichtet. Die Bundespolizei hatte nach Bekanntwerden des Falls auf Ersuchen des Gesundheitsamtes den Reiseweg des Chirurgen ermittelt.

Der Deutsche hatte in einer Londoner Klinik gearbeitet und dort Symptome des neuartigen Virus gezeigt. Sein Arbeitgeber hatte ihn daraufhin in häusliche Quarantäne geschickt, ihn aber nicht auf Sars-CoV-2 getestet. Aus bislang unbekannten Gründen war er dann nach Deutschland gereist.

In dem Flugzeug, in dem der Arzt saß, hätten sich keine Potsdamer befunden, teilte die Stadt weiter mit. Das Gesundheitsamt trete aber mit allen auf dem Reiseweg nachvollziehbaren Personen aus Potsdam in Kontakt und informiere zudem alle anderen betroffenen Gesundheitsämter.

Nach einem Bericht der "B.Z." flog der Mann mit der Fluglinie Ryanair am Mittwoch vor einer Woche von London nach Berlin-Schönefeld. Mit ihm an Bord saßen demnach 41 Passagiere. Diese Zahl konnte der Stadtsprecher nicht bestätigen. Der Sprecher des Flughafens Berlin Brandenburg (FBB), Hannes Hönemann, bestätigte nur, dass es einen Ryanairflug nach Berlin-Schönefeld gab. Ob der mit dem Virus infizierte Arzt an Bord gewesen sei, könne er nicht sagen.

Der Arzt hat sich nach seiner Ankunft in der Landeshauptstadt nach Informationen der Stadt in häuslicher Isolation befunden und ist dort auch gestorben.

Das positive Testergebnis des Mediziners liegt seit Mittwoch vor. Er arbeitete in keiner Einrichtung in Potsdam. Er war nach Angaben der Stadt in Bayern gemeldet. In der Region habe er sich wegen Verwandtschaft aufgehalten.

Titelfoto: 123RF/Dmitrii Shironosov

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