Protestanten wollen an Ostern Präsenz-Gottesdienste feiern

Stuttgart - Die evangelische Kirche in Baden-Württemberg hält an ihrem Ziel fest, Präsenzgottesdienste an Ostern zu feiern.

Wird es trotz der Bitte von Bund und Ländern Präsenzgottesdienste geben? (Symbolbild)
Wird es trotz der Bitte von Bund und Ländern Präsenzgottesdienste geben? (Symbolbild)  © Christoph Schmidt/dpa

Die Bitte von Bund und Ländern, darauf zu verzichten, "hat uns sehr erstaunt", teilte ein Sprecher der Landeskirche Württemberg am Dienstag in Stuttgart mit. "Zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehen wir keine Notwendigkeit, unsere strengen, bewährten und nachhaltigen Regelungen für Präsenzgottesdienste zu ändern."

Karfreitag und Ostern seien die wichtigsten Feste der Christenheit.

Die Kirchengemeinden berücksichtigten die regionalen Corona-Werte und verzichteten bei einer hohen Inzidenz auf Präsenzgottesdienste.

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Die badische Landeskirche setzt nach eigenen Angaben ebenfalls "weiterhin auf einen verantwortungsvollen Umgang mit der Möglichkeit von Präsenzgottesdiensten, auch zu Ostern".

Das strenge Schutzkonzept und die Orientierung an den regionalen Inzidenzwerten hätten sich bereits zu Weihnachten bewährt, betonte eine Sprecherin in Karlsruhe.

Bund und Länder hatten sich beim Corona-Gipfel in der Nacht zum Dienstag darauf geeinigt, die Religionsgemeinschaften zu bitten, an Ostern keine Präsenzgottesdienste zu feiern.

Auch das katholische Erzbistum Freiburg reagierte überrascht: Bereits seit einem Jahr gebe es funktionierende Hygienekonzepte für die Feier von Gottesdiensten.

"Ob im Erzbistum Freiburg die Ostergottesdienste nur virtuell oder doch in Präsenzform gefeiert werden können, hängt in erster Linie davon ab, ob und in welcher Weise die Landesregierung den Beschluss für Baden-Württemberg umsetzt", erklärte eine Sprecherin.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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