Corona macht Strich durch die Rechnung: Großes Start-up-Sterben droht

Stuttgart - Die Corona-Krise könnte nach Ansicht von Experten viele Start-ups im Südwesten in ihrer Existenz bedrohen.

Lutz Gaissmaier, Mitgründer des Start-up-Unternehmens "Studibuch", steht in seinem Bücherlager. "Studibuch" kauft aussortierte Bücher aus Bibliotheken auf und verkauft die Fachbücher an Studenten zu einem günstigen Preis.
Lutz Gaissmaier, Mitgründer des Start-up-Unternehmens "Studibuch", steht in seinem Bücherlager. "Studibuch" kauft aussortierte Bücher aus Bibliotheken auf und verkauft die Fachbücher an Studenten zu einem günstigen Preis.  © Christoph Schmidt/dpa

Vor einigen Wochen hat der Bundesverband Deutsche Startups eine Umfrage gemacht - von 1000 befragten Jungfirmen setzten sich 70 Prozent mit einer bedrohten Existenz auseinander. 

"Wir stehen vor einem Start-up-Sterben, wenn die versprochenen Hilfsmaßnahmen nicht schnell bei den Start-ups ankommen", sagt Verbandspräsident Christian Miele.

Besonders betroffen sind Reise-, sowie Event- und Catering Start-ups, wie Peter Lennartz vom Prüfungsunternehmen EY aus Stuttgart sagt. Essenslieferdienste oder Software-Start-ups könnten sich dagegen über eine größere Nachfrage freuen. 

Die Jungunternehmen erzielen oft keine Gewinne und sind auf die Unterstützung durch Investoren angewiesen. Besonders problematisch sind nach Ansicht von Verbandspräsident Miele Liquiditätsprobleme bei den jungen Unternehmen.

Wenn Umsätze wegbrächen und Investoren zurückhaltender würden, dann treffe das Start-ups mit wenigen Rücklagen besonders hart.

Lennartz vom Prüfungsunternehmen EY weist auf die Start-ups hin, die auf "frisches Geld" angewiesen sind und sich in einer Präsentationsphase für Investoren befinden.

Titelfoto: Christoph Schmidt/dpa

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