Coronavirus in Baden-Württemberg: 35 Menschen neu infiziert

Stuttgart - Leere Stadionkurven und abgesagte Popkonzerte könnten auch in Baden-Württemberg schon bald ebenso Realität sein wie blankgekaufte Supermarktregale und verschlossene Schulen: Das neuartige Coronavirus wirkt sich immer stärker auf den Alltag in Baden-Württemberg aus. 

Immer mehr Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg. (Symbolbild)
Immer mehr Coronavirus-Fälle in Baden-Württemberg. (Symbolbild)  © Sebastian Gollnow/dpa

Während am Montag der Unterricht in weiteren Schulen aus Angst vor Ansteckungen ausfiel, werden nach Empfehlungen von Bundes- und Landesregierung auch Absagen größerer Veranstaltungen mit mehr als 1000 Teilnehmern erwartet. 

Bis Montagabend stieg die Zahl der Infektionen mit dem Virus im Südwesten auf 234. (35 neu infizierte Menschen) 

Einen entsprechenden Appell formulierte der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) und schloss sich damit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) an. 

Trotz Coronavirus: Die Partie des VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld findet statt

In der Heidelberger Klinik wurden mehrere Coronavirus-Patienten behandelt. 
In der Heidelberger Klinik wurden mehrere Coronavirus-Patienten behandelt.   © dpa/Rene Priebe

"Es macht keinen Sinn, dass jedes Bundesland unterschiedlich mit den Empfehlungen aus dem Bund umgeht", sagte Lucha. 

Deshalb werde Baden-Württemberg diesen grundsätzlich folgen.

Lucha rechnet zudem mit einer zunehmenden Zahl von Infektionen aus Italien und Frankreich. Sein Ministerium empfiehlt all denen, die aus dem südelsässischen Département Haut-Rhin zur Schule oder zur Arbeit nach Baden-Württemberg pendeln, nach Möglichkeit zunächst für zwei Wochen zu Hause zu bleiben. 

Das Regierungspräsidium Freiburg sagte vorläufig alle grenzüberschreitenden Veranstaltungen und Termine ab.

Den Behörden empfahl Lucha, die Veranstalter entsprechend der Empfehlungen Spahns zu beraten. Entscheiden müssten die Veranstalter oder - in einem entscheidenden letzten Schritt - die Kommunen, sagte ein Sprecher des Landesministers. 

Von solchen Absagen betroffen sein könnten unter anderem Bundesligaspiele, Messen und große Konzerte. 

Die Partie des VfB Stuttgart gegen Arminia Bielefeld findet am Montagabend (20.30 Uhr) dennoch statt. 

Titelfoto: Rene Priebe/dpa

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