Privat-Feiern in Stuttgart werden eingeschränkt: Das müsst Ihr jetzt wissen!

Stuttgart - Angesichts der ständig steigenden Zahl von Corona-Neuinfektionen zieht die Stadt jetzt Konsequenzen. Private Feiern sind bald nur noch eingeschränkt möglich.

Das Coronavirus hat Stuttgart fest im Griff. (Montage)
Das Coronavirus hat Stuttgart fest im Griff. (Montage)  © Montage: Marijan Murat/dpa, CDC/Zuma Press/dpa

Wie das Rathaus am Mittwochnachmittag mitteilt, gelte dies bereits ab Freitag, 9. Oktober. 

Demnach sind private Zusammenkünfte nur noch mit weniger als 25 Personen möglich. "Dies gilt in Privaträumen", heißt es in dem Schreiben. "In öffentlichen oder angemieteten Räumen gilt eine Beschränkung auf 50 Personen." 

Wer sich nicht daran halte, müsse einem Bußgeld von mindestens 250 Euro rechnen. Im Einzelfall seien nach Angaben des Ordnungsamts sogar bis zu 25.000 Euro möglich. "Ausnahmen für Veranstaltungen sind nur nach Genehmigung des Amts möglich", so die Stadt.

Das Rathaus begründet die Maßnahme mit der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus in Stuttgart, insbesondere mit dem "Überschreiten des Schwellenwertes von 35 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen". Das Landesgesundheitsamt habe aktuell einen Wert von 35,4 errechnet.

Kuhn: "Wollen weitreichenden Lockdown verhindern"

Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (65, Grüne).
Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (65, Grüne).  © Marijan Murat/dpa

"Wir fühlen uns stark an die Situation im März erinnert", zitiert das Schreiben Oberbürgermeister Fritz Kuhn (65, Grüne). 

"Immer mehr Fälle werden registriert, das Infektionsgeschehen wird diffuser. Das bereitet uns Sorgen. Deswegen handeln wir jetzt: zielgerichtet und angemessen."

Man wolle das öffentliche Leben weitestgehend aufrecht erhalten. "Wir wollen einen weitreichenden Lockdown verhindern", so Kuhn weiter. "Damit Kinder in die Kita oder in die Schule gehen und Geschäfte offenbleiben können, schränken wir private Zusammenkünfte ein, so wie es auch andere Kommunen gemacht haben."

Kuhn appellierte an die Bürger: "Jeder von uns kann selbst dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen."

Seit Wochen steigen in ganz Baden-Württemberg die Neuinfektionen deutlich an. Am Dienstag (Stand: 16 Uhr) waren es 388 weitere Infektionen.

Titelfoto: Montage: Marijan Murat/dpa, CDC/Zuma Press/dpa

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