Kanzleramtschef über Teil-Lockdown: Große Einschränkungen bis März?

Berlin - Nach den Beschlüssen zur Verlängerung des Teil-Lockdowns hat Kanzleramtschef Helge Braun betont, dass es im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf das Verhalten der Bürger ankomme.

Kanzleramtschef Helge Braun betont, dass es im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf das Verhalten der Bürger ankomme.
Kanzleramtschef Helge Braun betont, dass es im Kampf gegen die Corona-Pandemie auf das Verhalten der Bürger ankomme.  © dpa/Kay Nietfeld

"Dass wir jetzt sicher ein Sinken der Zahlen erleben werden, das können wir nur dann gewährleisten, wenn die Leute wirklich alle mitziehen", sagte der CDU-Politiker am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". Die Maßnahmen seien so, "dass es sehr auf uns alle ankommt, dass wir die Kontakte weiter reduzieren."

Bund und Länder hätten lange darüber gesprochen und gestritten, wie in Regionen vorzugehen sei, in denen die Infektionszahlen stark stiegen, berichtete Braun nach der langen Videoschalte vom Mittwoch. Das betreffe etwa Berlin oder Thüringen.

Vor allem beim Thema Schulen habe der Bund auf das Robert Koch-Institut (RKI) und die nationale Wissenschaftsakademie Leopoldina verwiesen, sagte Braun.

Den dortigen Experten zufolge seien die Infektionszahlen bei jungen Menschen im Alter von 14 bis 24 Jahren derzeit besonders hoch, deswegen sei "Wechselunterricht" in getrennten Gruppen, "jedenfalls Abstand halten", sinnvoll.

Helge Braun: "Das wird uns auch den Januar, Februar und März begleiten"

Wie lang wird der Teil-Lockdown wirklich andauern?
Wie lang wird der Teil-Lockdown wirklich andauern?  © dpa/dpa-pool/Michael Kappeler

Der Kanzleramtschef betonte, dass die Bundesregierung nun darauf setze, dass das in Regionen mit hohem Infektionsgeschehen nun auch konsequent umgesetzt werde. "Ich würd's mir sehr wünschen, weil ich glaube, dass man da auf die Expertise auch der Institutionen hören muss", sagte er. "Darauf werden wir jedenfalls dringen."

In der RTL-Sendung "Guten Morgen Deutschland" sagte Braun, vor den Menschen lägen nun schwierige Wintermonate.

Nach März könnten wahrscheinlich immer mehr Menschen geimpft werden und im Frühling sei es einfacher, die Infektionen niedrig zu halten.

"Aber diese Zurückhaltung, die wir alle an den Tag legen müssen, das wird uns auch den Januar, Februar und März begleiten, und gegebenenfalls auch Beschränkungsmaßnahmen, wenn unser individuelles Verhalten nicht ausreicht."

Hotels und Restaurants seien jetzt zunächst bis 20. Dezember geschlossen, sagte Braun. "Aber wir gehen davon aus, dass wir das bis in den Januar hinein verlängern müssen."

Im SWR sagte Braun mit Blick auf Weihnachten: "Familienfeiern kann man verantworten, wenn man vorher darauf geachtet hat, sein Risiko zu reduzieren."

Titelfoto: dpa/Kay Nietfeld

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