Nach Südtirol-Urlaub: Potsdamer Schülergruppe nicht infiziert

Potsdam - Eine große Reisegruppe von Schülern und Lehrern aus Potsdam wird am Samstag unmittelbar nach der Rückkehr aus dem Südtirol-Skiurlaub im Gesundheitsamt erwartet.

Einer von zwei Reisebussen steht hinter einem Gebäude auf dem Gelände des Ernst-Bergmann-Klinikums in Potsdam.
Einer von zwei Reisebussen steht hinter einem Gebäude auf dem Gelände des Ernst-Bergmann-Klinikums in Potsdam.  ©  Paul Zinken/dpa

69 Jugendliche von drei Schulen, 17 Begleitpersonen und zwei Busfahrer werden nach ihrer Ankunft (7 Uhr) vorsorglich auf eine Infektion mit dem neuartigen Coronavirus getestet. Die Testergebnisse sollen dann spätestens am Mittwoch vorliegen.

In Brandenburg ist der neuartige Erreger Sars-CoV-2 bislang bei einem Menschen nachgewiesen worden. Auch der 51 Jahre alte Mann aus Hohen Neuendorf (Landkreis Oberhavel) war im Skiurlaub in Südtirol gewesen.

Die Potsdamer Schüler-Gruppe war am vergangenen Wochenende zu der Reise aufgebrochen. Die Leiterin des Potsdamer Gesundheitsamts hatte erklärt, einige Schüler hätten in ihrer Unterkunft in Südtirol Symptome eines Infekts gezeigt. Bei manchen seien sie schon vor der Abreise aufgetreten.

Inzwischen rät das Auswärtige Amt wegen der Ausbreitung des Coronavirus auch von nicht erforderlichen Reisen nach Südtirol ab. Entsprechende Reisehinweise für Italien seien erweitert worden, sagte ein Sprecher am Freitag in Berlin. Das Robert Koch-Institut habe nun auch Südtirol als Risikogebiet eingestuft, sagte er.

Im Brandenburger Gesundheitsministerium fand am Freitag ein Arbeitstreffen unter anderem mit den zuständigen Dezernenten der Landkreise sowie der kreisfreien Städte statt. 

"Wir müssen aufpassen, dass wir nicht überreagieren, auf diese Weise unnötig Ängste schüren und damit Engpässe erst bewirken", sagte Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne).

Update, Montag 16.45 Uhr

 Bei der Potsdamer Schülergruppe,hat sich niemand infiziert. Das ist nach Angaben der Stadt das Ergebnis der Untersuchung aus dem Referenzlabor der Berliner Charité. Die Testergebnisse der 69 Jugendlichen, ihrer 22 Begleitpersonen sowie der zwei Busfahrer, die im Corona-Risikogebiet Südtirol unterwegs waren, seien negativ, hieß es am Montagnachmittag.

Update, 9 Uhr

Zwei Reisebusse fast mit 70 Jugendlichen von drei Schulen, 17 Begleitpersonen und zwei Busfahrern fuhren am Samstag auf das Gelände des Klinikums Ernst von Bergmann.

Das Klinikum hatte für Angehörige einen Aufenthaltsraum zur Verfügung gestellt. Der Oberarzt der Infektiologie, Tillmann Schumacher, informierte sie über den weiteren Ablauf. Die Testergebnisse sollten spätestens am Mittwoch vorliegen.

Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) appelliert an die Bevölkerung, nicht überzureagieren. 
Ministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) appelliert an die Bevölkerung, nicht überzureagieren.   © dpa/Zentralbild/Soeren Stache
Mitglieder einer Schülerreisegruppe verlassen in Begleitung das Gelände des Ernst-Bergmann-Klinikums in Potsdam. Dort wurden 90 Kinder und Jugendliche einer Schülerreisegruppe nach ihrer Ankunft in Potsdam (Brandenburg) auf das neuartige Coronavirus getes
Mitglieder einer Schülerreisegruppe verlassen in Begleitung das Gelände des Ernst-Bergmann-Klinikums in Potsdam. Dort wurden 90 Kinder und Jugendliche einer Schülerreisegruppe nach ihrer Ankunft in Potsdam (Brandenburg) auf das neuartige Coronavirus getes  © Paul Zinken/dpa

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