Corona-Ticker bis 13. Juli: Maas offen für Gespräche über Impfstoff-Patente

Die aktuellsten Updates zum Thema Covid 19 gibt's im aktuellen TAG24-Corona-Ticker.

Update, 13. Juli, 20.32 Uhr: Corona-Krise in Spanien: Immer mehr Neuinfektionen und Restriktionen

Die Corona-Krise im Urlaubsland Spanien hat sich weiter zugespitzt.

Das Gesundheitsministerium in Madrid meldete am Dienstag 13.393 Infektionen binnen 24 Stunden.

Damit kletterte die landesweite Sieben-Tage-Inzidenz innerhalb eines einzigen Tages von 226 auf 258.

Es seien weiterhin vor allem junge Menschen unter 30, die sich ansteckten, hieß es. Gesundheitsministerin Carolina Darias äußerte sich unter Hinweis auf die Impffortschritte optimistisch und beteuerte, das Land werde die Infektionszahlen bald wieder reduzieren.

Zur Eindämmung der Ausbreitung beschließen die spanischen Regionen unterdessen immer mehr Restriktionen.

Update, 13. Juli, 18.51 Uhr: Bundesjustizministerin: Keine Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) hat sich klar gegen eine Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen ausgesprochen.

"Die Zusage der Bundesregierung gilt: Eine Impfpflicht wird es nicht geben. Das gilt auch für einzelne Berufsgruppen", sagte Lambrecht der Bild-Zeitung (Dienstag). Wichtiger sei es, "für Vertrauen in die Impfung zu werben und die großen Vorteile einer Impfung aufzuzeigen".

Lambrecht: "Wer sich impfen lässt, handelt verantwortungsvoll - sich und seiner Umgebung gegenüber. Jeder und jede sollte sich deshalb so schnell wie möglich impfen lassen, bevor der Herbst kommt."

Update, 13. Juli, 18.23 Uhr: Maas offen für Gespräche über Impfstoff-Patente

Bundesaußenminister Heiko Maas hat sich offen für Gespräche über eine Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe gezeigt.

"Das ist eine Diskussion, die wir führen und der wir uns gar nicht verweigern wollen", sagte der SPD-Politiker am Dienstag beim Besuch einer Produktionsstätte des US-Pharmakonzerns Pfizer in Kalamazoo im US-Bundesstaat Michigan.

Kurzfristig sehe er aber keine Möglichkeit einer Aussetzung, deswegen liege die Priortät im Moment bei der Verbesserung von Lieferketten und dem Aufbau von Produktionsstätten in ärmeren Ländern.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).
Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD).  © Harald Tittel/dpa

Update, 13. Juli, 17.40 Uhr: Kategorie Risikogebiet soll beim Reisen gestrichen werden

Die Bundesregierung will die Corona-Auflagen beim Reisen ändern und die bisherige Ausweisung von einfachen Risikogebieten aufgeben.

Dann gäbe es nur noch zwei Kategorien von Gebieten mit besonderer Corona-Last: Hochinzidenz- und Virusvariantengebiete, wie es weiter hieß.

Die neue Einreiseverordnung solle Anfang August in Kraft treten. Derzeit liefen Abstimmungen zwischen den Ministerien und mit den Ländern.

Update, 13. Juli, 16.35 Uhr: Brasilien meldet niedrigsten Wert bei neuen Corona-Fällen seit Januar

Brasilien hat die niedrigste Zahl bei den täglichen Corona-Neuinfektionen seit mehr als einem halben Jahr registriert.

Das Gesundheitsministerium in Brasília meldete am Montagabend (Ortszeit) 17.031 neue Fälle in den vergangenen 24 Stunden - zuletzt hatte es Anfang Januar mit 15.827 einen niedrigeren Tageswert gegeben.

Auf dem Höhepunkt einer außer Kontrolle geratenen Corona-Pandemie hatte das südamerikanische Land im März mehr als 100.000 neue Corona-Fälle binnen 24 Stunden verzeichnet.

Update, 13. Juli, 16.30 Uhr: Gesundheitsbehörde: Reiserückkehrer treiben Infektionsgeschehen an

Die Hamburger Gesundheitsbehörde hat Reiserückkehrer für den leichten Anstieg der Corona-Inzidenz verantwortlich gemacht.

"Das Reisegeschehen macht einen deutlichen Eindruck auf das Infektionsgeschehen", sagte Behördensprecher Martin Helfrich am Dienstag.

In der vergangenen Woche hätten sich 37 Menschen aus Hamburg im Ausland infiziert, allein 22 in Spanien.

Das sei ein erheblicher Anteil an den gesamten Neuinfektionen.

Zwar könne man nur nach einem negativen Test ins Flugzeug steigen, aber es sei möglich, dass der Schnelltest eine unmittelbar zuvor erfolgte Infektion nicht erkenne, erklärte Helfrich.

"Wenn man von einer Reise zurückkommt, dann soll man eine Quarantäne einhalten, zum Teil ist das auch vorgeschrieben", sagte der Sprecher.

Wenn das Gesundheitsamt Anhaltspunkte habe, dass es sich um eine Virusvariante wie Delta handele, müssten auch vollständig Geimpfte in Quarantäne gehen.

Hessen, Frankfurt/Main: Die Bundespolizei kontrolliert am Flughafen Frankfurt Reisende.
Hessen, Frankfurt/Main: Die Bundespolizei kontrolliert am Flughafen Frankfurt Reisende.  © Boris Roessler/dpa

Update, 13. Juli, 15.45 Uhr: Schottland hebt weitere Corona-Maßnahmen auf - Maskenpflicht bleibt

Nach der Regierung in London hat auch die schottische Regierung in Edinburgh weitere Lockerungen der Corona-Maßnahmen für die kommende Woche angekündigt.

Anders als in England sollen aber angesichts wachsender Infektionszahlen in dem nördlichen britischen Landesteil nicht alle Corona-Regeln wegfallen.

Unter anderem die Maskenpflicht bleibe zunächst bestehen, teilte Schottlands Regierungschefin Nicola Sturgeon am Dienstag mit. Auch die Weisung, wenn möglich von zuhause aus zu arbeiten, soll weiterhin gelten.

Update, 13. Juli, 15.41 Uhr: Söder stellt Öffnungen von Clubs und Discos für Geimpfte in Aussicht

Zur Steigerung der Impfbereitschaft hat Bayerns Ministerpräsident Markus Söder die Öffnung von Clubs und Diskotheken für vollständig gegen Corona Geimpfte in Aussicht gestellt.

"Ich glaube, der erste Ansatz, den wir dringend brauchen, ist mehr Freiheiten für Geimpfte", sagte der CSU-Chef am Dienstag nach einer Sitzung des bayerischen Kabinetts in München.

Dazu gehöre etwa der Wegfall von Quarantäne-Vorschriften für zweifach Geimpfte und "ab Herbst auf jeden Fall die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie".

Derzeit seien solche Erleichterungen noch «relativ sinnlos», da es gerade bei jüngeren Menschen noch kaum zweifach Geimpfte gebe, sagte Söder.

Ab Herbst müsse es dann auch darum gehen, dass vollständig Geimpfte bei Kultur- und Sportveranstaltungen nicht mehr zur zulässigen Personenzahl hinzu gerechnet würden.

Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Die farbig beleuchtete Discokugel dreht sich über der Tanzfläche in der geschlossenen Diskothek Zenit.
Mecklenburg-Vorpommern, Schwerin: Die farbig beleuchtete Discokugel dreht sich über der Tanzfläche in der geschlossenen Diskothek Zenit.  © Jens Büttner/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. Juli, 15.02 Uhr: Grünes Licht für deutschen Corona-Aufbauplan auf EU-Ebene

Die EU-Finanzminister haben die ersten zwölf EU-Aufbaupläne zur Bewältigung der Corona-Pandemie angenommen - darunter den von Deutschland.

Die Staaten können die Mittel aus der sogenannten EU-Aufbau- und Resilienzfazilität (RFF) nun einsetzen, teilten die EU-Länder am Dienstag mit. "Die heutigen Ratsbeschlüsse sind der letzte Schritt, bevor die Mitgliedstaaten Zuschuss- und Darlehensvereinbarungen mit der Kommission schließen und die ersten Mittel zur Umsetzung ihrer nationalen Pläne erhalten können", hieß es.

Die Staats- und Regierungschefs hatten sich vor einem Jahr auf ein 750 Milliarden Euro schweres Programm zur wirtschaftlichen Erholung nach der Pandemie geeinigt.

Die Mitgliedsstaaten müssen detaillierte Anträge auf ihren Anteil der Hilfen stellen, die von der EU-Kommission geprüft und vom Rat der EU-Staaten freigegeben werden.

Aus der RFF kann Deutschland voraussichtlich rund 25,6 Milliarden Euro an Zuschüssen erwarten.

Update, 13. Juli, 14.40 Uhr: Baden-Württembergs Gesundheitsminister: "Berufsspezifische Impfpflicht kann diskutiert werden"

Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha schließt eine Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen und Einschränkungen für Nicht-Geimpfte nicht aus, sollte sich das Impftempo nicht beschleunigen.

"Eine berufsspezifische Impfpflicht kann diskutiert werden", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

So sei die Impfquote von Assistenzkräften und Angelernten in stationären Pflegeeinrichtungen derzeit relativ gering. Man versuche derzeit mit den Trägern die Impfquote zu erhöhen.

Grundsätzlich wolle man die Menschen noch motivieren, sich impfen zu lassen, sagte Lucha. Aber sollte die Motivationsarbeit in den kommenden Wochen nicht weiterführen, werden man Diskussionen führen müssen, dass es "Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nur für Geimpfte gibt".

Update, 13. Juli, 14.35 Uhr: Kretschmann: Inzidenzwert bleibt "klare Ausgangsgröße"

Der Inzidenzwert wird aus Sicht von Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann der zentrale Maßstab im Kampf gegen die Coronakrise bleiben.

"Alle anderen Parameter sind weit nachlaufend", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart.

Wenn man andere Faktoren wie die Hospitalisierung zu stark bewerte, könne es sein, dass in der Zwischenzeit dramatische Entwicklungen stattfinden, die man gar nicht erkennen könne.

"Deshalb wird die Inzidenz zusammen mit dem R-Wert immer die belastbare klare Ausgangsgröße sein", sagte Kretschmann. "Man muss nicht denken, dass wir die einfach verlassen und auf andere übergehen."

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) kündigte ein modifiziertes Modell an, in der weitere Faktoren wie Sterbequote oder Krankheitsverläufe gewichtet einfließen soll.

Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Winfried Kretschmann (Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 13. Juli, 14.29 Uhr: Reeperbahn-Festival will im September wieder durchstarten

Das Hamburger Reeperbahn-Festival will im September 2021 wieder an den Start gehen und soll nach dem Willen der Veranstalter dabei deutlich größer ausfallen als 2020.

"Wir dürfen die berechtigte Erwartung hegen, dass unsere 16. Ausgabe für Fans wie Fachbesucher*innen die langersehnte Annäherung an die Normalität darstellen wird", teilten die Macher am Dienstag in Hamburg mit. Bislang seien vom 22. bis zum 25. September Livekonzerte in rund 35 Spielstätten im Hamburger Stadtteil St. Pauli und in der Elbphilharmonie geplant.

Im vergangenen Jahr hatte das Reeperbahn-Festival als pandemiegerechte Veranstaltung für Aufsehen gesorgt. Mit dem Segen und der finanziellen Unterstützung der Stadt war dabei getestet worden, mit welchen Abläufen und Regeln ein Festival auch unter Pandemie-Bedingungen möglich ist.

Update, 13. Juli, 14.22 Uhr: Regierung schließt kostenpflichtige Tests für Ungeimpfte nicht aus

Die Bundesregierung schließt nicht aus, dass die bisher kostenlosen Corona-Tests in Deutschland für Ungeimpfte langfristig kostenpflichtig werden.

Noch sei man in einer Phase des Überzeugens, in einer späteren Phase könne man darüber sicherlich nachdenken, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Dienstag nach Gesprächen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) und dem Präsidenten des Robert Koch-Instituts, Lothar Wieler (60), in Berlin. "Für Deutschland sehe ich das jetzt noch nicht, aber ich will auch nicht ausschließen, dass man mal in diese Situation hineinkommt."

Merkel ergänzte, es gebe im Moment noch Gruppen, die nicht geimpft werden könnten, etwa Kinder oder Menschen, die vielleicht andere Gründe hätten, warum sie sich nicht impfen lassen könnten. Im Augenblick werbe man für Impfungen.

Die bisher kostenlosen Bürgertests ermöglichen - wie der Impfnachweis - in Deutschland zum Beispiel den Zugang zu Veranstaltungen.
Die bisher kostenlosen Bürgertests ermöglichen - wie der Impfnachweis - in Deutschland zum Beispiel den Zugang zu Veranstaltungen.  © Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Update, 13. Juli, 14.19 Uhr: Söder gegen Impfpflicht - offen für kostenpflichtige Corona-Tests

Trotz der weiter sinkenden Impfbereitschaft ist Bayern gegen eine allgemeine Impfpflicht. Man sei auch dagegen, dass der Staat eine Prämie zahle, sagte Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) am Dienstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München.

Söder betonte aber, dass der "Weg den Frankreich bestreitet" auch teilweise für Deutschland spannend sein könnte. "Testen kostet enorme Summen", sagte Söder. Daher müsse auch darüber nachgedacht werden, ob die Corona-Tests kostenlos bleiben könnten, wenn alle Menschen ein Impfangebot bekommen hätten.

Markus Söder (54), CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.
Markus Söder (54), CSU-Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern.  © Matthias Balk/dpa

Update, 13. Juli, 14.17 Uhr: Sachsens Impfzentren arbeiten komplett ohne Terminvergabe

Die Corona-Impfzentren in Sachsen arbeiten von diesem Mittwoch an komplett ohne Terminvergabe. "Sie können einfach ins Impfzentrum gehen und werden geimpft", sagte Gesundheitsministerin Petra Köpping (63, SPD) am Dienstag nach der Kabinettssitzung. Bislang galt die Regelung, dass man sich ab 14 Uhr in den Impfzentren ohne Termin impfen lassen konnte.

Sachsen war zuletzt das einzige Bundesland, das die 50-Prozent-Quote bei den Erstgeimpften noch nicht erreicht hatte. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand: 10.05 Uhr) haben 49,9 der Bürger mindestens die erste Impfung erhalten, 40 Prozent sind vollständig geimpft.

Update, 13. Juli, 14.12 Uhr: US-Behörde ergänzt Warnhinweise bei Johnson & Johnson-Impfstoff

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat in ihre Warnhinweise zum Corona-Impfstoff von Johnson & Johnson das Guillain-Barré-Syndrom aufgenommen. Die Wahrscheinlichkeit, die seltene entzündliche Nervenerkrankung zu bekommen, sei jedoch insgesamt sehr gering, hieß es in entsprechenden Hinweisen, die am Montag (Ortszeit) auf der Seite der Behörde veröffentlicht wurden.

Berichte deuteten auf ein erhöhtes Risiko innerhalb von 42 Tagen nach Verabreichung des Vakzins hin. Da Nebenwirkungen freiwillig gemeldet würden, sei es jedoch nicht immer möglich, "ihre Häufigkeit zuverlässig abzuschätzen oder einen kausalen Zusammenhang (mit der Impfung) herzustellen", hieß es weiter.

Es habe rund 100 vorläufige Meldungen über das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) bei Menschen gegeben, die das Mittel von Johnson & Johnson erhalten hätten, berichtete die "Washington Post" unter Berufung auf FDA und die Gesundheitsbehörde CDC. Bislang wurden mehr als 12,8 Millionen Dosen des Mittels landesweit gespritzt. Die Erkrankung trat demnach größtenteils innerhalb von zwei Wochen nach der Impfung auf und betraf meist ältere Männer.

Ende April hatten die FDA und die Gesundheitsbehörde CDC eine vorübergehende Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson beschlossen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang mehrere Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Diese wurde einige Tage später wieder aufgehoben.
Ende April hatten die FDA und die Gesundheitsbehörde CDC eine vorübergehende Aussetzung der Corona-Impfungen mit dem Wirkstoff von Johnson & Johnson beschlossen, nachdem in den USA in diesem Zusammenhang mehrere Fälle von Hirnvenenthrombosen erfasst worden waren. Diese wurde einige Tage später wieder aufgehoben.  © Dirk Waem/BELGA/dpa

Update, 13. Juli, 14.08 Uhr: Weltgrößter Impfstoffhersteller will Sputnik im Massen produzieren

Russland hat mit dem weltgrößten Impfstoffhersteller in Indien ein Abkommen über die Herstellung von mehr als 300 Millionen Dosen Sputnik V pro Jahr geschlossen. Die ersten Dosen sollten dort im September produziert werden, teilte der staatliche Direktinvestmentfonds Russlands RDIF am Dienstag mit. Der weltgrößte Impfstoffhersteller Serum Institute stellt bereits Astrazeneca-Impfstoff her.

Bei der Auslieferung von Sputnik V hatte der Kreml bereits Lieferengpässe eingeräumt und nach weiteren Möglichkeiten gesucht, um Lieferversprechungen an viele Länder einhalten zu können.

Auch das Serum Institute hatte schon Probleme, Versprechen einzuhalten. Es sollte eigentlich Corona-Impfstoff im großen Stil für ärmere Länder im Rahmen des UN-Impfprogramms Covax produzieren.

Russland wartet zurzeit auf eine vorläufige Zulassung des Vakzins "Sputnik V" durch die Weltgesundheitsorganisation und durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA).
Russland wartet zurzeit auf eine vorläufige Zulassung des Vakzins "Sputnik V" durch die Weltgesundheitsorganisation und durch die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA).  © Erika Œurëov·/TASR/dpa

Update, 13. Juli, 13.59 Uhr: Reisende will keinen Mundschutz tragen und beißt Polizisten

Eine Reisende (75) soll in Frankfurt Bundespolizisten attackiert und gebissen haben. Sie hatte sich demnach vor dem Start ihres Fluges geweigert, einen Mundschutz zu tragen, wie die Bundespolizei am Dienstag mitteilte.

Der Vorfall passierte bereits am 9. Juli. Die Frau hätte sich gegenüber dem Kabinenpersonal geweigert, ihren Mund-Nasen-Schutz zu tragen und den Sitzplatz freizumachen. Als die Beamten im Flieger eintrafen, sei sie immer aggressiver geworden. Mit Tritten und Schlägen widersetzte sie sich den Beamten, die sie aus dem Flugzeug führen wollten. Einen der Polizisten soll sie dabei am Arm gebissen haben. Sie wurde gefesselt aus dem Flieger abgeführt und zur Wache gebracht. Auch dort habe sie versucht, die Beamten weiter anzugreifen. Einem schüttete sie das für sie bereitgestellte Wasser ins Gesicht, bevor sie sich beruhigte.

Am Folgetag setzte sie ihre Reise nach Toronto fort. Der 75-Jährigen droht eine Anzeige wegen des tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte.

Update, 13. Juli, 13.55 Uhr: Pandemie trifft Tengelmann in diesem Jahr noch härter als 2020

Die Unternehmensgruppe Tengelmann (Obi, Kik) wird in diesem Jahr nach Konzernangaben noch stärker unter der Corona-Pandemie leiden als im Krisenjahr 2020.

Wegen des Lockdowns im ersten Halbjahr sei für 2021 "ein deutlicher Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr zu erwarten", teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Zudem müsse von einer "im Vergleich zum Vorjahr deutlichen Ergebnisbelastung ausgegangen werden".

Im Corona-Jahr 2020 war das Familienunternehmen noch vergleichsweise gut durch die Krise gekommen. Der Konzernumsatz stieg allen Widrigkeiten zum Trotz um 2,3 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro.

Gut liefen die Geschäfte bei der Baumarktkette Obi, die zur Tengelmann-Gruppe gehört. Sie profitierte von der Bereitschaft der Menschen, in der Krise mehr Geld für die eigenen vier Wände auszugeben und steigerte ihre Umsätze um 6,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.
Gut liefen die Geschäfte bei der Baumarktkette Obi, die zur Tengelmann-Gruppe gehört. Sie profitierte von der Bereitschaft der Menschen, in der Krise mehr Geld für die eigenen vier Wände auszugeben und steigerte ihre Umsätze um 6,8 Prozent auf 6,2 Milliarden Euro.  © Felix Kästle/dpa

Update, 13. Juli, 13.53 Uhr: Noch kein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen erkennbar

In der Corona-Pandemie ist ein Anstieg der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland bisher ausgeblieben.

"Auch als Effekt staatlicher Unterstützungen und des Aussetzens der Insolvenzantragspflicht setzte sich hingegen der langjährige Trend sinkender Insolvenzzahlen sogar verstärkt fort", sagte Albert Braakmann, Leiter der Abteilung "Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen, Preise" am Dienstag bei einer Online-Veranstaltung des Statistischen Bundesamtes.

Die Rückkehr der in der Pandemie ausgesetzten Insolvenzantragspflicht könne diesen Trend aber beenden.

Update, 13. Juli, 13.49 Uhr: Zwist wegen Corona-Tests - Türkische Fußballer in Athen abgewiesen

Die Türkei wirft griechischen Behörden Schikane vor, weil das Team des türkischen Fußballclubs Galatasaray Istanbul bei der Einreise in Athen zusätzliche Corona-Tests absolvieren sollte.

"Es ist alles andere als höflich, dass die negativen PCR-Tests abgewiesen wurden und das ganze Team aufgefordert wurde, einen neuen Test zu machen", teilte das türkische Außenministerium am Montagabend mit. Galatasaray wertete den Vorfall als "klare Diskriminierung eines türkischen Teams", man erwarte eine Entschuldigung.

Die Mannschaft war am Montag auf dem Weg zu einem Spiel mit dem griechischen Club Olympiakos Piräus und wurde verschiedenen Berichten zufolge am Flughafen in Athen vor der offiziellen Einreise zu einem Corona-Test aufgefordert. Von dem Trainer des Clubs hieß es, die Mannschaft sei mit Tests nicht älter als 24 Stunden angereist und man habe es abgelehnt, einen weiteren zu machen. Daraufhin verweigerte der griechische Zivilschutzchef Nikos Chardalias der Mannschaft die Einreise.

Update, 13. Juli, 13.38 Uhr: Weitreichende Corona-Impfpflicht in Griechenland, schärfere Regeln für Touristen

Die griechische Regierung hat am Dienstag eine weitreichende Impflicht und neue Auflagen für den Freizeitbereich angekündigt.

So müssen sich in den kommenden Wochen alle Beschäftigten im Pflege- und Gesundheitssektor verpflichtend impfen lassen - andernfalls werden sie ohne Gehalt von ihrer Arbeit freigestellt.

Auch Touristen sind betroffen, denn in geschlossenen Räume von Kinos, Theatern und Gastro dürfen künftig nur noch Geimpfte Platz nehmen. Außerdem gilt bis mindestens Ende August landesweit ein Tanzverbot. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Neue weitreichende Corona-Impflicht in Griechenland, auch schärfere Regeln für Touristen".

Touristen spazieren über die Athener Akropolis.
Touristen spazieren über die Athener Akropolis.  © dpa/AP/Petros Giannakouris

Update, 13. Juli, 12.08 Uhr: Strengere Corona-Regeln in Frankreich, Impfanmeldungen nehmen zu

In Frankreich sind die Impfanmeldungen in die Höhe geschossen. Hintergrund ist die Ankündigung von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron (43), strengere Corona-Regeln einzuführen.

Wie der Plattformbetreiber Doctolib am Dienstag mitteilte, meldeten sich am Montag 926.000 Menschen in Frankreich für eine erste Impfung an. Die täglichen Anmeldungen erreichten demzufolge einen Rekordwert.

Macron hatte am Montag angekündigt, dass ein Test-, Impf- oder Genesungsnachweis künftig deutlich häufiger notwendig werde. Der Staatschef will damit mehr Menschen zur Impfung bewegen.

Für Touristinnen und Touristen ohne vollständige Impfung könnten die strengeren Regeln ins Geld gehen. Schon ab 21. Juli ist der Eintritt zu Kulturstätten nicht mehr ohne Nachweis möglich. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Gelten auch für Touristen! Frankreich greift mit harten Corona-Regeln durch".

Update, 13. Juli, 12.03 Uhr: Hälfte der Mitarbeiter infiziert: Impfzentrum in Malaysia geschlossen

In Malaysia haben die Behörden ein Impfzentrum geschlossen, nachdem fast die Hälfte der 450 Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet wurde. Im Ideal Convention Centre (IDCC) in Shah Alam in der Industrieregion Selangor seien 204 Angestellte mit dem Virus infiziert, teilte Wissenschaftsminister Khairy Jamaluddin am Dienstag mit.

Ob die Belegschaft sich bei der Arbeit oder anderswo angesteckt hat, sei unklar, hieß es. In dem Zentrum würden bis zu 6000 Vakzindosen am Tag gespritzt, so die Zeitung "The Star". Die Behörden hoffen, das IDCC in den nächsten Tagen mit anderen Mitarbeitern wieder öffnen zu können.

Malaysia kämpft gegen seine bisher schwerste Corona-Welle. Bisher zeigt ein strikter Lockdown, der im Mai angeordnet wurde, noch keine Wirkung. Am Dienstag meldeten die Behörden 11.000 Neuinfektionen - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Fast 7000 dieser Fälle wurden in Selangor und der Hauptstadt Kuala Lumpur verzeichnet.

Ein Bewohner in Kuala Lumpur erhält eine Tüte von einem Essenslieferanten durch einen Stacheldraht in der Wohnsiedlung Segambut Dalam. Aufgrund eines Anstiegs der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat die Regierung Malaysias begonnen, die Bewegungskontrolle weiter zu verschärfen und einen strengeren Lockdown zu verhängen.
Ein Bewohner in Kuala Lumpur erhält eine Tüte von einem Essenslieferanten durch einen Stacheldraht in der Wohnsiedlung Segambut Dalam. Aufgrund eines Anstiegs der täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen hat die Regierung Malaysias begonnen, die Bewegungskontrolle weiter zu verschärfen und einen strengeren Lockdown zu verhängen.  © Wong Fok Loy/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 13. Juli, 10.47 Uhr: In Deutschland 43 Prozent der Bevölkerung voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen 43 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Dienstag (Stand: 10.05 Uhr) wurden am Montag 448 345 Impfdosen verabreicht. Damit haben nun rund 35,8 Millionen beide Impfungen erhalten, 48,8 Millionen (58,7 Prozent) sind mindestens einmal geimpft.

Unter den Bundesländern liegt Bremen mit einem Anteil von 67,8 Prozent mindestens einmal geimpfter Menschen weiter an erster Stelle; bei den vollständig Geimpften behauptet das Saarland mit 47,2 Prozent seinen Spitzenplatz. Nur Sachsen hat die 50-Prozent-Marke bei den Erstgeimpften bislang nicht erreicht (49,9). Brandenburg ist bei den vollständig Geimpften mit 39,2 Prozent unverändert das Schlusslicht.

Update, 13. Juli, 10.34 Uhr: Zahl neuer Corona-Fälle in Israel auf höchstem Stand seit März

Die Zahl der neuen Corona-Fälle ist in Israel auf den höchsten Stand seit Ende März geklettert. 730 neue Fälle seien binnen 24 Stunden gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Bei 1,3 Prozent der mehr als 55.000 Getesteten fiel das Ergebnis demnach positiv aus. Die Zahl der Schwerkranken blieb bei 45, es gab auch keine neuen Todesfälle.

Die meisten der neuen Fälle stehen nach offiziellen Angaben in Verbindung mit der Delta-Variante des Virus. Diese wurde zuerst in Indien entdeckt, und sie gilt als besonders ansteckend. Unter den Neuinfizierten in Israel sind viele jüngere Menschen und auch zweifach Geimpfte. Immungeschwächten Israelis wird inzwischen bereits eine dritte Impfdosis verabreicht.

Die Impfkampagne in Israel war besonders zu Beginn sehr erfolgreich, sie kam schnell voran und sorgte damit international für Aufsehen. Nach einer gewissen Stagnation kam sie zuletzt wegen des Neuanstiegs der Krankheitsfälle wieder in Fahrt.

Eine israelische Frau wird in einer provisorischen Einrichtung in Tel Aviv des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom gegen das Coronavirus geimpft. Fast 62 Prozent der 9,3 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, fast 56 Prozent auch die zweite Dosis.
Eine israelische Frau wird in einer provisorischen Einrichtung in Tel Aviv des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom gegen das Coronavirus geimpft. Fast 62 Prozent der 9,3 Millionen Landesbewohner haben bereits eine erste Corona-Impfung erhalten, fast 56 Prozent auch die zweite Dosis.  © Tomer Neuberg/JINI/Xinhua/dpa

Update, 13. Juli, 10 Uhr: Start von Impfstudie verschoben: Ministerium prüft noch

Eine geplante Impfstudie mit Schülern, die am Dienstag im Kreis Siegen-Wittgenstein starten sollte, ist kurzfristig verschoben worden. Die Prüfung des Vorhabens durch das Gesundheitsministerium Nordrhein-Westfalens dauert an. Dies teilte ein Behördensprecher am Dienstag auf Anfrage in Düsseldorf mit. Die Prüfung werde zeitnah abgeschlossen, sagte er. Das Ministerium machte keine Angaben dazu, wann genau dies sein solle.

Die Kreisverwaltung hatte am Montagnachmittag den eigentlich für den heutigen Dienstag geplanten Start der Studie abgesagt. Man habe den angekündigten Sondererlass des Gesundheitsministeriums bislang nicht in schriftlicher Form erhalten, hatte der Kreis mitgeteilt. Wissenschaftlich begleitet sollten im Kreis rund 30.000 Schüler ab zwölf Jahren und Studierende bevorzugt geimpft werden. Der Kreis will einen neuen Starttermin bekannt geben, sobald die offizielle Genehmigung vorliegt.

Die Forschenden der Universität des Saarlands und der Universitäts-Kinderklinik Bochum wollen mit der vergleichenden Untersuchung unter anderem herausfinden, wie sich eine solche Querschnittsimpfung auf das Infektionsgeschehen auswirkt.

Aus Sicht der Mediziner, die die aktuelle Impfstudie betreuen, überwiegt der Nutzen einer Corona-Impfung auch in der jüngeren Altersgruppe das Risiko schwerer Nebenwirkungen.
Aus Sicht der Mediziner, die die aktuelle Impfstudie betreuen, überwiegt der Nutzen einer Corona-Impfung auch in der jüngeren Altersgruppe das Risiko schwerer Nebenwirkungen.  © Oliver Berg/dpa

Update, 13. Juli, 9.31 Uhr: Nach wie vor große Existenzangst in mehreren Branchen

Trotz der wirtschaftlichen Erholung sind die Folgen der Corona-Krise für Veranstalter, Tourismus und Gastgewerbe längst nicht überwunden: In der Veranstaltungsbranche fürchteten im Juni nach wie vor 70 Prozent der Betriebe um ihre Existenz, bei den Reisebüros waren es 68 Prozent, wie das Münchner Ifo-Institut am Dienstag berichtete.

Angst vor der Pleite dominiert auch im Gastgewerbe: Jeweils mehr als die Hälfte der Gastwirte und Hoteliers fürchten demnach, den Betrieb aufgeben zu müssen. Bei der letzten Unternehmensumfrage zu diesem Thema im Februar waren die Werte allerdings noch erheblich höher gewesen.

Insgesamt haben sich die Existenzängste in der Wirtschaft deutlich vermindert, vor allem in der Industrie haben die Sorgen abgenommen. Im Schnitt aller Branchen fürchteten noch 14 Prozent, nicht mehr weiter machen zu können, im Februar waren es knapp 19 Prozent. Sehr viel weniger pessimistisch ist die Stimmung demnach auch im Handel: Im Februar sah während des Lockdowns noch über ein Drittel die Existenz bedroht, nun waren es 14,4 Prozent.

Update, 13. Juli, 8.40 Uhr: Ethikratsvorsitzende: Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen unnötig

Die Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Alena Buyx (43), hält eine Corona-Impfpflicht für bestimmte Berufsgruppen in Deutschland für unnötig.

Im ZDF-"Morgenmagazin" wies Buyx am Dienstag darauf hin, dass der Ethikrat zwar ganz vorsichtig erklärt habe, unter bestimmten Umständen könnte man über solche berufsbezogenen, sehr eng begrenzten Impfpflichten nachdenken. "Allerdings würde ich sagen, dass diese Umstände gar nicht zutreffen", betonte sie.

Erstens gebe es für die meisten vulnerablen - also besonders gefährdeten - Gruppen andere Möglichkeiten zum Schutz. "Und: Wir haben viel bessere Impfraten bei den unterschiedlichen Berufsgruppen als beispielsweise in Frankreich. Beim Gesundheitspersonal und bei den Lehrerinnen und Lehrern haben wir wirklich super Impfraten. Deswegen glaube ich, brauchen wir das gar nicht."

Alena Buyx (43), Vorsitzende Deutscher Ethikrat.
Alena Buyx (43), Vorsitzende Deutscher Ethikrat.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 13. Juli, 7.55 Uhr: Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen zieht an

Der Passagierverkehr am Frankfurter Flughafen hat zu Beginn der Hauptreisezeit im Juni nach schwierigen Monaten merklich zugelegt.

Mit knapp 1,8 Millionen Fluggästen überschritt das Fluggastaufkommen nach dem Mai zum zweiten Mal in diesem Jahr die Millionenmarke. Das war fast dreimal so viel wie ein Jahr zuvor und mehr als die 1,25 Millionen Passagiere im Mai, aber 73 Prozent weniger als vor der Corona-Pandemie im Juni 2019. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost dagegen wuchs im Vergleich zu Juni 2020 um 31,5 Prozent auf 186.622 Tonnen.

Für das laufende Jahr hat Fraport-Chef Stefan Schulte für Frankfurt zuletzt "unter 20 bis 25 Millionen" Fluggäste vorausgesagt. Nach seiner Einschätzung wird die Nachfrage "irgendwann im Sommer" anziehen. 2020 war das Aufkommen auf weniger als 19 Millionen Passagiere eingebrochen, nachdem der Flughafen 2019 mit mehr als 70 Millionen ein Rekordjahr verzeichnet hatte. Schulte erwartet dieses Niveau erst wieder in den Jahren 2025 oder 2026.

Update, 13. Juli, 7.09 Uhr: Pandemie-Frust: Forscher fordert mehr Freiräume für Jugend

Der Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann hat im zweiten Pandemiesommer mehr Freiräume für junge Leute gefordert - auch nachts. "Das ist sehr, sehr einfallslos, was viele Städte und Kommunen da bisher auf die Reihe bekommen haben", sagte Hurrelmann der Deutschen Presse-Agentur.

Noch deutlich mehr als andere Altersgruppen seien Jugendliche und junge Erwachsene zwischen zwölf und 22 Jahren am Ende ihrer Geduld. "Das ist eine Lebensphase, in der man raus muss, in der man sich erproben muss, Räume erobern."

Viele Jugendliche wollten endlich wieder ein freies Leben führen und sich so benehmen und bewegen können wie es für ihre Alter angemessen sei. Viele fühlten sich immer noch eingesperrt und hätten das Gefühl, gar nicht richtig leben zu können. Bei bis zu einem guten Drittel könnten deshalb Frust und Ohnmachtsgefühle auch in Randale und Aggressionen umschlagen.

Hurrelmann regte an, Plätze für Aktivitäten freizugeben und vorher die Anwohner zu informieren.

Jugendforscher Klaus Hurrelmann will seine Ratschläge allerdings nicht als Freifahrtschein verstanden wissen. "Die Polizei sollte nachts Parks räumen, wenn ein ganz eindeutiger Verstoß gegen Regeln vorliegt. Das muss sein. Das brauchen junge Leute auch als Signal", sagte er.
Jugendforscher Klaus Hurrelmann will seine Ratschläge allerdings nicht als Freifahrtschein verstanden wissen. "Die Polizei sollte nachts Parks räumen, wenn ein ganz eindeutiger Verstoß gegen Regeln vorliegt. Das muss sein. Das brauchen junge Leute auch als Signal", sagte er.  © Britta Pedersen/dpa

Update, 13. Juli, 5.30 Uhr: Chinas Außenhandel wächst im Juni um über 30 Prozent

Chinas Außenhandel ist im Juni erneut deutlich gewachsen. Wie die Pekinger Zollbehörde am Dienstag mitteilte, legten die Exporte der zweitgrößten Volkswirtschaft im Vorjahresvergleich um 32,2 Prozent auf einen Wert von rund 281 Milliarden US-Dollar (273 Milliarden Euro) zu. Die Importe stiegen demnach sogar um 36,7 Prozent auf rund 230 Milliarden Dollar. Beide Zuwachsraten lagen über den Erwartungen von Analysten.

China hat die Corona-Pandemie schon lange überwunden, weshalb der Handel wieder boomt. Die Wirtschaft wuchs in den ersten drei Monaten um 18,3 Prozent im Vergleich zum ersten Quartal des Vorjahres. Die Wachstumszahlen für das zweite Quartal werden an diesem Donnerstag erwartet.

Die Regierung in Peking verfolgt eine "Null-Covid-Strategie". Mit Ausgangssperren, Massentests, Kontaktverfolgung, Quarantäne und strengen Einreisebeschränkungen hat das Land das Coronavirus weitgehend im Griff. Es gab seit dem vergangenen Sommer nur noch wenige, kleinere Ausbrüche, so dass sich die Wirtschaft und das Alltagsleben normalisierten.

Update, 13. Juli, 5.30 Uhr: Helge Schneider sieht sich als systemrelevanten Außenseiter

Der Musiker und Entertainer Helge Schneider (65, "Katzeklo") sieht sich als systemrelevanten Außenseiter. "Ich bin gerne Außenseiter, weil ich von außen komme und etwas reinbringe, was etwas Anderes ist als das, was man sonst auf dem Tisch hat. Dafür stehe ich, und das mache ich gerne", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in Essen.

Als Künstler seiner Art sei man nur systemrelevant, "weil man weiß, man wird gebraucht" - als Außenseiter der Gesellschaft. "Deshalb wird man ganz besonders gebraucht, weil sich die Gesellschaft ohne diese Außenseiter ja gar nicht wie eine Gesellschaft anfühlt."

Schneider sagte über seine Pandemie-Erfahrungen: "Ich beschwere mich nicht. Aber der Umgang mit den Künstlern ist durch diese Corona-Krise extrem sachlich geworden - im wörtlichen Sinne: Man ist eine Sache." Etwa, wenn man erst zu einem Konzert eingeladen, dann ausgeladen und dann wieder eingeladen werde. "Man kommt sich vor wie eine Terminware." Bei manchen Auftritten mache ihm die große Entfernung zum Publikum zu schaffen. Mit der staatlichen Hilfe, die er als Künstler erhalten habe, sei er zufrieden.

Helge Schneiders neues Album heißt "The Last Jazz Vol. II" und erscheint am 16. Juli 2021. Bei seiner Sommertournee "Let's lach" durch Deutschland will er bis September jeden Monat etwa ein Dutzend Mal auftreten.
Helge Schneiders neues Album heißt "The Last Jazz Vol. II" und erscheint am 16. Juli 2021. Bei seiner Sommertournee "Let's lach" durch Deutschland will er bis September jeden Monat etwa ein Dutzend Mal auftreten.  © Caroline Seidel/dpa

Update, 13. Juli, 5 Uhr: Knappe Mehrheit will weiter digital arbeiten

Etwas mehr als die Hälfte der Bundesbürger will laut einer Forsa-Umfrage weiter digital arbeiten.

Von den Befragten ab 18 Jahren gaben 51 Prozent an, dass sie auch nach dem Ende der Corona-Pandemie Home-Office und Videokonferenzen nutzen werden, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Initiative "Deutschland - Land der Ideen", die die Umfrage gemeinsam mit dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI)in Auftrag gegeben hatte. Unter den 30- bis 44-Jährigen seien sogar 71 Prozent dieser Ansicht.

Neben der Präferenz für Home-Office will sich ein Fünftel der von Forsa Befragten sogar im Privaten weiter digital mit Freunden treffen.
Neben der Präferenz für Home-Office will sich ein Fünftel der von Forsa Befragten sogar im Privaten weiter digital mit Freunden treffen.  © Roni Rekomaa/Lehtikuva/dpa

Update, 13. Juli, 4.53 Uhr: Olympisches Dorf öffnet in Tokio - Weiter Sorgen wegen Pandemie

Zehn Tage vor Beginn der Olympischen Spiele hat das Athletendorf in Tokio geöffnet. Der Countdown-Beginn wurde am Dienstag überschattet von der andauernden Sorge vieler Menschen im Gastgeberland vor einer Ausbreitung des Coronavirus' durch das Mega-Sportspektakel. Am Vortag war der vierte Notstand in der Olympia-Stadt in Kraft getreten und wird vorläufig bis 22. August andauern.

Rund 18.000 Athleten und Offizielle werden im Olympischen Dorf wohnen. Bis Ende dieser Woche werden voraussichtlich mehr als 2200 Teilnehmer in Japan ankommen. Es wurden bereits zwei Mitglieder des Teams aus Uganda, ein serbischer Athlet und ein Mitglied der israelischen Delegation positiv auf das Virus getestet.

Die Olympioniken erwartet eine Atmosphäre mit strengen Regeln: Sie müssen stets mindestens zwei Meter Abstand halten, auch beim Essen. Kontakte sollen sie reduzieren, sich weder umarmen noch die Hände schütteln. Außerhalb ihrer eigenen Zimmer müssen sie stets Masken tragen. Kontakte zu Einheimischen sind untersagt, ebenso touristische Ausflüge.

Update, 13. Juli, 4.12 Uhr: Erneuter Anstieg der Inzidenz

Seit einer Woche steigt die 7-Tage-Inzidenz jeden Tag an. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Dienstagmorgen lag sie am Dienstagmorgen bei 6,5. Genau eine Woche zuvor lag sie bei 4,9.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 646 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Deutschlandweit wurde binnen 24 Stunden 26 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.737.135 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.635.900 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.259. Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl lag nach RKI-Daten am Montag bei 1,15.

Update, 13. Juli, 4 Uhr: Altmaier sorgt sich um nachlassende Corona-Disziplin

Bundeswirtschaftminister Peter Altmaier (63, CDUmacht sich Sorgen wegen einer aus seiner Sicht manchmal nachlassenden Disziplin bei den Corona-Maßnahmen.

Ein weiterer Lockdown "wäre das Schlechteste überhaupt und muss auf jeden Fall vermieden werden", sagte er der "Augsburger Allgemeinen". Er glaube, dass alle gut beraten seien, die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen.

"Deshalb sehe ich mit Sorge, dass manchmal auch die Disziplin ein bisschen nachlässt, dass in geschlossenen Räumen keine Masken mehr getragen werden, dass der Abstand bei vielen Veranstaltungen schon wieder sehr gering wird", sagte Altmaier.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU).
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (63, CDU).  © Matthias Rietschel/dpa

Update, 13. Juli, 2 Uhr: Ärztekammer fordert intensivere Corona-Impfkampagne

Der Präsident der Bundesärztekammer, Klaus Reinhardt, fordert eine intensivere Corona-Impfkampagne.

"Ich vermisse den TV-Spot zum Impfen vor der Tagesschau. Und dann müssen wir direkt vor Ort informieren, und zwar genau da, wo die Impfbereitschaft bisher gering ist. Wir müssen auf die Menschen zugehen", sagte Reinhardt der "Rheinischen Post". Man müsse nicht nur Sportvereine, sondern auch Kulturvereine und Glaubenseinrichtungen für die Impfkampagne mit ins Boot holen. Die Frage, inwieweit die erhöhten Inzidenzwerte zu einer Belastung des Gesundheitssystems führen werden, hänge maßgeblich von der Impfquote ab, sagte Reinhardt.

Vorsicht ist aus Sicht von des Präsidenten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Gernot Marx, dennoch weiter angemessen: "Sollten die Infektionsraten sprunghaft ansteigen und ungebremst anwachsen, werden wir auch wieder eine deutliche Zunahme an schwer kranken Patienten erleben, die auf der Intensivstation behandelt werden müssen."

Update, 13. Juli, 00.05 Uhr: Begriff der "vierten Welle" problematisch

Der Chef der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, sieht im Kampf gegen das Coronavirus den Begriff der "vierten Welle" kritisch.

"Das sorgt bei den Bürgern nur für die Angst, dass mit steigenden Fallzahlen die Intensivstationen wieder mit Covid-Patienten volllaufen - dank der Impfung wird das aber nicht der Fall sein", sagte Gaß der "Bild". Mit Blick auf den Herbst sagte er: "Wir erwarten bei gleicher Inzidenz viel weniger Corona-Patienten in den Kliniken."

Beim Impfen sieht Gaß eine Eigenverantwortung: "Wenn alle Impf-Willigen die Möglichkeit zur Impfung hatten, muss jeder wieder sein persönliches Risiko tragen. Unter denen, die sich nicht impfen lassen und auch nicht an Schutzmaßnahmen halten wollen, wird es sicher schwere Covid-Erkrankungen geben. Das gehört dann aber in das persönliche Risiko eines jeden Einzelnen wie etwa beim Rauchen", so Gaß.

Mit Blick auf den Herbst werden aufgrund des Impffortschritts "bei gleicher Inzidenz viel weniger Corona-Patienten in den Kliniken" erwartet.
Mit Blick auf den Herbst werden aufgrund des Impffortschritts "bei gleicher Inzidenz viel weniger Corona-Patienten in den Kliniken" erwartet.  © Robert Michael/dpa

Update, 12. Juli, 23.40 Uhr: Mehr als 40 Tote bei Brand in einem Corona-Krankenhaus im Irak

Bei einem Brand in einem Krankenhaus im Süden des Irak sind ersten Angaben zufolge mindestens 41 Menschen gestorben. Das berichtete das staatliche Fernsehen am Montagabend und bezog sich dabei auf die Gesundheitsbehörde der südlichen Provinz Dhi Qar.

Zivilschutzteams aus den umliegenden Provinzen seien zur Hilfe in die Stadt Nasiriya gerufen worden und hätten es geschafft, das Feuer zu löschen, teilte der Leiter der Zivilschutzabteilung, Kadhem Bohan, in einer Erklärung mit.

Zeugen berichteten der Deutschen Presse-Agentur, dass das Krankenhaus Covid-19-Patienten beherberge. Als über dem Gebäude schwarzer Rauch aufgestiegen sei, seien Dutzende Menschen hineingelaufen, um den Menschen im Krankenhaus zu helfen.

Update, 12. Juli, 21.40 Uhr: Corona-Impfung für Gesundheitspersonal wird in Frankreich zur Pflicht

Frankreich führt eine verpflichtende Corona-Impfung für Personal im Gesundheitsbereich ein.

Bis Mitte September haben Angestellte in Krankenhäusern und Pflegeheimen sowie Arbeitskräfte mit Kontakt zu Risikopatienten Zeit, sich impfen zu lassen, wie Präsident Emmanuel Macron (43) am Montag ankündigte.

Anschließend solle die Impfpflicht kontrolliert und Verstöße bestraft werden.

Gesundheitsminister Olivier Véran (41) präzisierte im Sender LCI, ungeimpftes Gesundheitspersonal könne dann nicht mehr arbeiten und werde nicht mehr bezahlt.

Update, 12. Juli, 21.39 Uhr: Spanischer Corona-Hotspot Katalonien schränkt Nachtleben weiter ein

Zur Eindämmung der schon seit Tagen rasant steigenden Infektionszahlen schränkt der spanische Corona-Hotspot Katalonien nächtliche Aktivitäten weiter ein.

Restaurants, Bars, Kultur- und Sportlokale sowie alle anderen Betriebe müssen in der Region mit der Metropole Barcelona und einer knapp 600 Kilometer langen Küste künftig ab 0.30 Uhr schließen.

Die Maßnahme werde "morgen oder übermorgen in Kraft treten", sagte die Sprecherin der Regionalregierung, Patricia Plaja, am Montag.

Update, 12. Juli, 20 Uhr: Zahl der Covid-Patienten steigt in Portugal wieder schnell

In dem auch bei Deutschen beliebten Urlaubsland Portugal ist die Zahl der Krankenhauspatienten mit Covid-19 deutlich angestiegen.

Erstmals seit Ende März lag dieser Wert am Montag wieder über 700. Er sei innerhalb eines Tages um 57 auf 729 geklettert, teilten die Gesundheitsbehörden in Lissabon mit.

Prozentual betrachtet seien die Zahlen der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern sowie jenen auf Intensivstationen so stark angestiegen wie seit Februar nicht mehr.

Update, 12. Juli, 19.51 Uhr: Griechische Regierung verschärft Druck auf ungeimpfte Bürger

In Griechenland dürfen sich die Menschen künftig nur noch in den Innenräumen von Gastronomie- und Kulturbetrieben aufhalten, wenn sie gegen Corona geimpft sind.

Das gab der griechische Premier Kyriakos Mitsotakis (53) am Montagabend bekannt.

Beschäftigte im Gesundheitssektor und in der Altenpflege müssen sich zudem künftig verpflichtend impfen lassen - sonst können sie von ihrer Arbeit freigestellt werden.

Update, 12. Juli, 18.39 Uhr: Johnson bestätigt Corona-Öffnungen und bittet um Vorsicht

Angesichts der angekündigten Corona-Lockerungen in England hat der britische Premierminister Boris Johnson (57) die Bevölkerung zu Vorsicht und Rücksichtnahme aufgefordert.

"Diese Pandemie ist bei weitem nicht vorbei. Diese Krankheit gefährdet weiterhin Sie und Ihre Familien", sagte Johnson am Montag in London.

Die Bevölkerung könne nicht einfach zum Leben wie vor der Corona-Pandemie zurückkehren. Dennoch bestätigte der Regierungschef, dass fast alle Corona-Regeln vom 19. Juli an aufgehoben werden sollen.

Boris Johnson (57), Premierminister von Großbritannien.
Boris Johnson (57), Premierminister von Großbritannien.  © Daniel Leal-Olivas/PA Wire/dpa

Update, 12. Juli, 18.37 Uhr: WHO: Massenfeiern bei EM-Finale senden falsches Pandemie-Signal

Die Bilder von Fan-Massen rund um das Finale der Fußball-EM behindern aus Sicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) den Kampf gegen die Pandemie.

Während in Europa schon relativ viele Menschen gegen Covid-19 geimpft seien, seien Hunderte Millionen in anderen Regionen noch nicht geschützt, sagte WHO-Notfallkoordinator Mike Ryan (56) am Montag in Genf.

Die Menschen dort würden den EM-Trubel sehen und denken, "Wow, die in Europa haben viel Spaß", sagte er bei einer Pressekonferenz. Dies mache es schwieriger, Menschen in ärmeren Regionen ohne Impfstoff-Zugang dazu zu bewegen, sich weiterhin an Corona-Maßnahmen zu halten.

Fans feiern auf der Piazza Venezia.
Fans feiern auf der Piazza Venezia.  © Oliver Weiken/dpa

Update, 12. Juli, 18.35 Uhr: Qiagen senkt Umsatzaussichten nach Rückgang bei Covid-Tests

Das Diagnostik- und Biotechunternehmen Qiagen hat nach einem schwächer als gedacht verlaufenen zweiten Quartal seine Umsatzaussichten für das Gesamtjahr gesenkt.

Nunmehr erwartet das Management einen währungsbereinigten Anstieg des Konzernumsatzes von mindestens noch 12 Prozent, wie Qiagen am Montag kurz vor Börsenschluss in Venlo mitteilte.

Bisher war der Konzern von einem Plus von 18 bis 20 Prozent ausgegangen.

Update, 12. Juli, 17.23 Uhr: Britischer Minister bestätigt Ende der Corona-Maßnahmen in England

In England werden am 19. Juli wie geplant fast alle verpflichtenden Corona-Maßnahmen aufgehoben.

Das bestätigte der britische Gesundheitsminister Sajid Javid (51) am Montag im Parlament in London. Die Voraussetzungen dazu seien erfüllt, sagte Javid.

Das sei den Bemühungen der Briten und dem Impfprogramm zu verdanken.

Sajid Javid (51), Gesundheitsminister von Großbritannien.
Sajid Javid (51), Gesundheitsminister von Großbritannien.  © ---/House of Commons/PA Wire/dpa

Update, 12. Juli, 17.22 Uhr: Gericht kippt Quarantäne für Portugal-Touristin - Ungleichbehandlung

Die Quarantäne für eine Portugal-Reisende, die vier Tage vor der Lockerung der coronabedingten Einreiseregeln nach Deutschland zurückkehrte, ist nach Auffassung des Verwaltungsgerichts Frankfurt unrechtmäßig.

Die vollständig geimpfte Frau war am 26. Juni auf die portugiesische Insel Madeira geflogen. Die Bundesregierung hatte Portugal am 29. Juni zum Corona-Virusvariantengebiet erklärt, für das besonders strenge Einreiseregeln gelten, hob die Einstufung am 7. Juli aber bereits wieder auf.

Als die Frau am 3. Juli mit einem negativen PCR-Test zurückgekehrt, teilte ihr das Gesundheitsamt Frankfurt mit, sie müsse sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben. Gegen diese Entscheidung zog sie vor Gericht. Das gab ihr recht, wie eine Gerichtssprecherin am Montag erläuterte.

Update, 12. Juli, 16.13 Uhr: Zahl der Unterernährten weltweit in Corona-Krise deutlich gestiegen

Der Hunger weltweit hat einem UN-Bericht zufolge im Jahr der Corona-Pandemie 2020 deutlich zugenommen.

Zwischen 720 und 811 Millionen Menschen - knapp ein Zehntel der Weltbevölkerung - waren Schätzungen zufolge im vergangenen Jahr unterernährt, wie aus dem aktuellen Report zur Lage der weltweiten Nahrungsmittelsicherheit der Vereinten Nationen hervorgeht.

Dies seien 70 bis 161 Millionen mehr als 2019, rechneten Fachleute der Welternährungsorganisation FAO in dem am Montag in Rom veröffentlichten Bericht vor.

Update, 12. Juli, 14.55 Uhr: Fünf Millionen Impfdosen: Myanmars Junta schließt Deal mit Russland

Die Militärregierung in Myanmar will nach eigenen Angaben mit Hilfe von Russland die bisher schwerste Corona-Welle im Land bekämpfen.

"Wir haben im Wesentlichen eine Vereinbarung mit Russland über die Produktion von fünf Millionen Impfdosen pro Jahr in Myanmar geschlossen", erklärte Junta-Sprecher Zaw Min Tun am Montag vor Journalisten.

Ob es sich dabei um das russische Vakzin Sputnik V oder den Einzeldosis-Impfstoff Sputnik Light handelt, sagte er nicht.

Update, 12. Juli, 13.53 Uhr: Kliniken warnen vor "Mehrbelastungen" durch Covid-Meldungen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) sieht die Pläne für erweiterte Meldepflichten zu Covid-19-Patienten kritisch.

Die Inzidenz der hospitalisierten Fälle sei ein wichtiger Indikator, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Eine Meldepflicht der Hospitalisierungen einzuführen, sei aber wenig hilfreich, weil die wichtigsten Punkte bereits an die Gesundheitsämter gemeldet würden, hieß es weiter. Man stehe für einen konstruktiven Austausch bereit, um die notwendigen Meldedaten zu erheben. "Doppelmeldungen und damit einhergehende bürokratische Mehrbelastungen ohne Erkenntnisgewinn sind aber zu vermeiden."

Update, 12. Juli, 13.33 Uhr: Söder hofft auf schnellere Impfempfehlung für Jugendliche

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) macht weiter Druck auf die Ständige Impfkommission (Stiko) - er hofft auf eine schnellere generelle Corona-Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren.

Seinen Informationen nach solle wohl bis Mitte, Ende August nochmals über eine mögliche Empfehlung nachgedacht werden - da sei es für den normalen Schulstart nach den Sommerferien allerdings "ganz nüchtern zu spät", sagte Söder am Montag in München.

Bisher hat die Stiko keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt die Impfung in der Altersgruppe bisher nur bei bestimmten Vorerkrankungen.

Update, 12. Juli, 12.43 Uhr: Regierung: Keine Abkehr von Corona-Inzidenzwerten

Die Bundesregierung hat bekräftigt, dass sie bei der Beurteilung der Corona-Lage weiterhin die Sieben-Tage-Inzidenz im Blick behalten wird.

Es sei wichtig, weitere Parameter wie die Krankenhauseinweisungen wegen Covid-19 hinzuzuziehen, um die Lage einzuschätzen. "Aber das ist nicht als eine Abkehr von der Sieben-Tage-Inzidenz zu verstehen", sagte ein Sprecher des Gesundheitsministeriums am Montag in Berlin.

Es sei auch keine Änderung der politischen Strategie damit verbunden, unterstrich der Sprecher. Die Inzidenz sei nach wie vor ein wichtiger Parameter, weil sie unter anderem Trends erkennen lasse. Auf die Frage, ob Maßnahmen wie Schulschließungen künftig weiterhin an die Höhe der Inzidenz gekoppelt werden, verwies der Sprecher auf die Zuständigkeit der Länder im Schulbereich.

Update, 12. Juli, 12.07 Uhr: Söder: Sieben-Tage-Inzidenz als Parameter nicht vorschnell abschaffen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder will von der Sieben-Tage-Inzidenz zur Beurteilung der Corona-Lage vorerst nicht abrücken. Dies hielte er für verfrüht, sagte der CSU-Chef am Montag beim Besuch des Münchner Impfzentrums.

Es sei aber "sehr sinnvoll", etwa die Corona-Krankenhaus-Zahlen dazu in Relation zu setzen und zudem einen Koeffizienten zu finden, der die hohe Zahl der Geimpften berücksichtige. Vielleicht müsse man Grenzwerte auch erhöhen.

Die "Bild"-Zeitung hatte am Montag unter Berufung auf ein "internes Dokument" des Robert Koch-Instituts über eine "Wende in der Corona-Politik" berichtet: Die Inzidenz solle nicht mehr über die Corona-Maßnahmen entscheiden. In dem Papier stelle das RKI die "Hospitalisierung (Krankenhauseinweisung) als zusätzlichen Leitindikator" für die Politik vor.

Das Bundesgesundheitsministerium wies allerdings am Montag darauf hin, dass die Sieben-Tage-Inzidenz auch weiterhin berücksichtigt werde.

Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, sitzt bei einer Sitzung der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag auf seinem Platz im Plenarsaal.
Markus Söder (CSU), Parteivorsitzender und Ministerpräsident von Bayern, sitzt bei einer Sitzung der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag auf seinem Platz im Plenarsaal.  © Matthias Balk/dpa

Update, 12. Juli, 4.21 Uhr: Erneuter Anstieg: Inzidenz bei 6,4 - 324 Corona-Neuinfektionen

Zum sechsten Mal in Folge ist die 7-Tage-Inzidenz angestiegen. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts von Montagmorgen lag sie bei 6,4 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 324 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.13 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 2 Todesfälle verzeichnet.

Update, 12. Juli, 0.42 Uhr: Kassenärzte-Chef: Über 70 Prozent Geimpfte wären eine hohe Quote

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält eine Impfquote von 90 Prozent für illusorisch und auch die vom Robert Koch-Institut angestrebten 85 Prozent für wenig realistisch.

"Wir müssen uns klarmachen, dass Impfquoten von 90 Prozent science fiction sind. Wir werden die niemals erreichen", sagte Gassen am Sonntagabend im Bild-Politiktalk "Die richtigen Fragen". Eine hohe Impfquote würde er "bei jenseits der 70 Prozent ansiedeln." Man werde bei der Impfkampagne "an einen Punkt kommen, wo man gegen eine unsichtbare Wand läuft, weil Menschen sich nicht impfen lassen wollen, weil sie Corona ignorieren oder weil sie Impfungen misstrauen", sagte Gassen.

Update, 11. Juli, 18.18 Uhr: Etliche Fans feiern vor EM-Finale in London ohne Abstand und Masken

Stunden vor dem Finale der Fußball-Europameisterschaft zwischen England und Italien haben Hunderte Fans vor dem Wembley-Stadion gefeiert.

Vor allem Anhänger der englischen Mannschaft tanzten und sangen am Sonntagnachmittag in unmittelbarer Nähe zur Arena im Nordwesten Londons, einige von ihnen zündeten Bengalos. Wie schon im Vorfeld vieler anderer EM-Spiele in London trugen sie fast alle keine Masken und hielten keinen Abstand zueinander.

Feiernde England-Fans werfen einen Baum auf dem Leicester Square im Zentrum Londons.
Feiernde England-Fans werfen einen Baum auf dem Leicester Square im Zentrum Londons.  © Andrew Matthews/PA Wire/dpa

Updatem 11. Juli, 16.40 Uhr: Nach Massenkeulung: Letzte Nerze in Dänemark werden ausgegraben

In Dänemark werden die letzten von Millionen gekeulten und unter die Erde gebrachten Nerzen wieder ausgegraben.

Mehr zu den Hintergrunden im Bericht Nach Massenabschlachtung: Dänemark hat Millionen Nerze wieder ausgegraben.

Update, 11. Juli, 15.45 Uhr: Reiseanbieter Alltours bietet Hotels nur noch für Geimpfte an

Der Touristikkonzern Alltours setzt ein klares Signal Richtung Impfmuffel.

Das Unternehmen will in den konzerneigenen Allsun-Hotels ab Ende Oktober erwachsene Gäste nur noch aufnehmen, wenn sie über einen Corona-Impfschutz oder einen Genesenennachweis verfügen.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Bericht Nur Geimpfte und Genesene! Alltours lässt sonst keinen mehr rein: Was macht Tui?

Update, 11. Juli, 15.44 Uhr: Patientenschützer begrüßen Zählung von Corona-Krankenhausfällen

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz hat die Pläne zur genaueren Erfassung von Klinikaufenthalten im Zusammenhang mit Corona begrüßt.

"Der Blick allein auf die Intensiv-Therapie reicht nicht aus", sagte Stiftungsvorstand Eugen Brysch am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Es brauche verlässliche Daten für die Situation auf allen Stationen. "Ergänzt mit der Impfrate lässt sich so die Pandemielage besser beurteilen."

Das Bundesgesundheitsministerium hatte zuvor bekannt gegeben, dass künftig alle Krankenhauseinweisungen von Patienten mit Covid-19 gemeldet werden müssen. Bisher liegen lediglich zentrale Daten zu den Patienten auf Intensivstationen vor.

Update, 11. Juli, 15.41 Uhr: Immungeschwächte Israelis können dritte Corona-Impfung erhalten

Immungeschwächte Personen in Israel können sich von sofort an mit einer dritten Dosis gegen das Coronavirus impfen lassen.

Der israelische Gesundheitsminister Nitzan Horowitz sagte dem Sender Kan am Sonntag, für solche bereits zweimal geimpften Patienten stehe der Impfstoff des Anbieters Moderna zur Verfügung.

Eine israelische Frau wird in Tel Aviv in einer provisorischen Einrichtung gegen das Coronavirus geimpft.
Eine israelische Frau wird in Tel Aviv in einer provisorischen Einrichtung gegen das Coronavirus geimpft.  © Tomer Neuberg/JINI/Xinhua/dpa

Update, 11. Juli, 13.47 Uhr: Weltärztebund-Chef: "Werden Corona nie wieder los"

Der Vorsitzende des Weltärztebundes, Frank Ulrich Montgomery (69), rechnet damit, dass Masken nicht mehr aus dem Alltag verschwinden werden.

Auf die Frage, ob er einen Zeitpunkt sehe, an dem Corona als ganz normale Erkrankung angesehen werden könne, sagte Montgomery am Sonntag im ARD-Europamagazin, der Punkt sei erreicht, wenn 85 Prozent der Bevölkerung durch Impfung und Durchmachen der Erkrankung immunisiert seien.

"Wir werden aber Corona nie wieder los. Wir werden in bestimmten Situationen immer Masken tragen müssen, Hände waschen müssen, Abstand halten und wir werden regelmäßig nachimpfen müssen, wie wir das von der Grippe ja auch kennen", fügte er hinzu.

Frank Ulrich Montgomery (69), Vorsitzender des Weltärztebundes.
Frank Ulrich Montgomery (69), Vorsitzender des Weltärztebundes.  © Guido Kirchner/dpa

Update, 11. Juli, 13.45 Uhr: Frühshoppen am Impfzentrum im Sauerland: Zum Piks gab es Blasmusik

Mit Blasmusik, Brezeln und einem Bierchen ohne Alkohol hat an diesem Sonntag das Impfzentrum in Attendorn im Sauerland zur Corona-Impfung in besonderer Atmosphäre geladen.

Der Frühschoppen am Impfzentrum sollte Unentschlossene motivieren, sich den Impfschutz abzuholen, hatte der zuständige Kreis Olpe angekündigt.

Dem Impfangebot ohne Priorisierung und Anmeldung folgten am Sonntagvormittag etwa 147 Menschen.

Das seien deutlich mehr gewesen als üblich für einen Sonntagmorgen mit Terminvergabe, sagte der Leiter des Impfzentrums des Kreises, Stefan Spieren der dpa.

Mitglieder der Stimmungskapelle des Musikvereins "Hoffnung" Hünsborn spielen am Impfzentrum Attendorn zum Fruehschoppen auf.
Mitglieder der Stimmungskapelle des Musikvereins "Hoffnung" Hünsborn spielen am Impfzentrum Attendorn zum Fruehschoppen auf.  © Rene Traut/dpa

Update, 11. Juli, 13.42 Uhr: Linke fordert Stopp für weitere Corona-Lockerungen

Die Linke hat sich deutlich gegen weitere Corona-Lockerungen ausgesprochen.

Lockerungen seien dann richtig, wenn ein Großteil der Bevölkerung vollständig geimpft sei - erst dann sinke das Risiko schwerer Krankheitsverläufe, sagte Co-Parteichefin Susanne Hennig-Wellsow (43) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur.

"Doch diese Zeit ist noch nicht gekommen." Es brauche ein Moratorium - also einen Aufschub - weiterer Lockerungen, forderte sie.

Susanne Hennig-Wellsow (43, Linke), Bundesvorsitzende ihrer Partei.
Susanne Hennig-Wellsow (43, Linke), Bundesvorsitzende ihrer Partei.  © Michael Reichel/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 11. Juli, 13.39 Uhr: AfD kritisiert Kassenärzte-Chef wegen Vorschlägen zu Ungeimpften

AfD-Fraktionschefin Alice Weidel (42) hat Forderungen des Chefs der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, nach massiven Einschränkungen für Ungeimpfte scharf kritisiert.

"Das ist totalitäre Sprache und totalitäres Denken, das in einem rationalen und rechtsstaatlichen Diskurs über den Umgang mit dem Coronavirus nichts verloren hat", sagte Weidel laut einer Mitteilung der Fraktion vom Sonntag.

Bund und Länder müssten ein für allemal unmissverständlich klarstellen, dass Impfzwang und Impfpflicht nicht in Frage kämen, weder direkt noch indirekt durch den selektiven Entzug von Rechten und Freiheiten, forderte sie.

Update, 11. Juli, 12.40 Uhr: Staatssekretär zuversichtlich zu Ende von Corona-Regeln in England

Trotz steigender Infektionszahlen hat die britische Regierung signalisiert, an der Aufhebung der verbliebenen Corona-Regeln in England festhalten zu wollen.

Er sei "zuversichtlich", dass man mit der nächsten Lockerungsstufe fortfahren könne, sagte der für die britische Impfkampagne zuständige Staatssekretär Nadhim Zahawi (54) am Sonntag dem Sender Sky News.

Die britische Regierung entscheidet am Montag über die Aufhebung der verbliebenen Corona-Regeln im größten Landesteil England zum 19. Juli.

Nadhim Zahawi (54), Impf-Staatsekretär von Großbritannien.
Nadhim Zahawi (54), Impf-Staatsekretär von Großbritannien.  © Tom Nicholson/PA Wire/dpa

Update, 11. Juli, 11.54 Uhr: Steinmeier: Sehnsucht nach Begegnung in Zeiten der Pandemie

Nach fast eineinhalb Jahren Corona-Pandemie erkennt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (65) eine Sehnsucht nach Begegnungen und Gesprächen.

"Wir sehnen uns - und Sie alle auch - nach Begegnungsmöglichkeiten und Gesprächen, die so lange in der Pandemiezeit nicht haben stattfinden können", sagte Steinmeier am Sonntag bei der dritten Wanderung seiner "#schrittfuerschritt"-Tour.

Update, 11. Juli, 10.41 Uhr: Spahn will Kliniken zur Meldung weiterer Daten verpflichten

Kliniken sollen künftig umfassendere Daten zu Covid-Patienten melden als bisher.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums bestätigte am Sonntag einen Bericht der Bild am Sonntag, wonach Krankenhäuser über eine erweiterte Meldeverordnung verpflichtet werden sollen, mehr Daten zur Verfügung zu stellen.

Dem Bericht zufolge müssen künftig für alle im Krankenhaus behandelten Corona-Patienten Alter, Art der Behandlung und Impfstatus gemeldet werden.

"Da die gefährdeten Risikogruppen bereits geimpft sind, bedeutet eine hohe Inzidenz nicht automatisch eine ebenso hohe Belastung bei den Intensivbetten", sagte Gesundheitsminister Jens Spahn (40, CDU) der Zeitung.

Deshalb benötige man nun detailliertere Informationen. "Wir wollen wissen, wer erkrankt und wie gut er geschützt ist. Nur so können wir zeitnah abschätzen, wie hoch die Belastung für das Gesundheitssystem wird und wie gut die Impfungen wirken."

Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.
Jens Spahn (41, CDU), Bundesgesundheitsminister.  © Jonas Güttler/dpa

Update, 11. Juli, 10.39 Uhr: Lauterbach wirft UEFA Versagen beim Umgang mit Corona-Pandemie vor

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) hat der Europäischen Fußball-Union erneut Versagen beim Umgang mit der Corona-Pandemie bei der Europameisterschaft vorgeworfen und das Hygienekonzept der Bundesliga gelobt.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: "Hat Todesfälle zu verantworten!" Lauterbach schießt vor EM-Finale gegen UEFA.

Karl Lauterbach (58), SPD-Gesundheitsexperte.
Karl Lauterbach (58), SPD-Gesundheitsexperte.  © Oliver Berg/dpa

Update, 11. Juli, 7.01 Uhr: Ministerpräsident Hans für Corona-Lockerung bei Impfangebot für alle

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (43, CDU) fordert eine weitere Lockerung der Corona-Regeln bei deutlich steigender Impfquote.

"Wenn alle ein vollständiges Impfangebot erhalten haben und die Impfung vor schweren Verläufen auch neuerer Varianten schützt, müssen wir unsere Corona-Maßnahmen schrittweise wieder zurücknehmen", sagte der Regierungschef der Zeitung Welt am Sonntag.

Tobias Hans (43, CDU), Ministerpräsident des Saarlandes.
Tobias Hans (43, CDU), Ministerpräsident des Saarlandes.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 11. Juli, 7 Uhr: Ministerpräsident Bouffier warnt vor zu schnellen Corona-Lockerungen

Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (69, CDU) warnt vor zu schnellen und zu umfassenden Lockerungen der Corona-Maßnahmen.

"Zunächst sollten wir zumindest drei Monate abwarten, denn dann wissen wir besser, welche Auswirkungen die Delta-Variante und die Reiserückkehrer haben", sagte Bouffier der Zeitung Welt am Sonntag.

"Ich halte daher eine weitere Maskenpflicht in Abwägung zu den möglichen Auswirkungen für eine geringere Einschränkung."

Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen.
Volker Bouffier (69, CDU), Ministerpräsident von Hessen.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 11. Juli, 5.30 Uhr: FDP-Fraktion fordert geordneten Ausstieg aus der Corona-Sonderlage

Die FDP fordert die Bundesregierung auf, noch bis zum Ende der parlamentarischen Sommerpause ein Konzept für den geordneten Ausstieg aus Sonderregelungen in der Corona-Pandemie vorzulegen.

Sonst drohe, dass die epidemische Lage von nationaler Tragweite nur deswegen nicht aufgehoben werden könne, weil seit März 2020 "ein nur schwer überschaubares Gewirr von Regelungen entstanden ist", die an einen solchen Ausnahmezustand anknüpften, heißt es in einem Papier der FDP-Bundestagsfraktion.

"Oberste Pflicht in einer jeden Ausnahmesituation ist es, zum Normalzustand zurückzukehren, sobald dies möglich ist", fordern die Liberalen. Das Papier lag der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag in Berlin vor.

Update, 11. Juli, 4.55 Uhr: RKI registriert 745 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz wieder über 6

Erstmals seit rund zwei Wochen ist die 7-Tage-Inzidenz in Deutschland wieder über den Wert von 6,0 geklettert.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von Sonntagmorgen lag bei 6,2 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Vortag: 5,8; Vorwoche: 5,0).

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem RKI binnen eines Tages 745 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 559 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden sechs Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es sieben Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.736.165 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.634.400 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.231.

Update, 11. Juli, 2.14 Uhr: Schäuble mahnt wegen Corona zu Vorsicht: "Übertreibt es nicht"

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78) hat an die Menschen in Deutschland appelliert, sich in der Corona-Pandemie weiterhin achtsam zu verhalten.

"Ich sehe mit großer Sorge, was im Fußballstadion von Wembley oder in manchen Urlaubsorten los ist", sagte Schäuble der Bild am Sonntag.

Wer sich unvernünftig verhalte und keine Vorsichtsmaßnahmen einhalte, setze alle der Gefahr einer vierten Welle aus. "Deshalb: Liebe Leute, freut euch, dass wir wieder essen gehen, Leute treffen können, aber übertreibt es nicht", mahnte der Parlamentspräsident.

Wolfgang Schäuble (78, CDU), Bundestagspräsident.
Wolfgang Schäuble (78, CDU), Bundestagspräsident.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 11. Juli, 1 Uhr: Esken und Göring-Eckardt fordern Fokus auf Jüngere

SPD-Chefin Saskia Esken (59) hat angesichts steigender Corona-Inzidenzwerte einen besseren Schutz von Kindern und Jugendlichen auch durch Einschränkungen seitens geimpfter Erwachsenen gefordert.

"Die Gesundheit ebenso wie die Bildungs- und Entwicklungschancen der jungen Generation müssen jetzt im Vordergrund stehen", sagte Esken den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag).

"Die junge Generation hat jetzt mehr als ein Jahr aus Rücksicht auf die ältere Generation auf vieles verzichtet, jetzt darf sie dieselbe Rücksichtnahme von den überwiegend geimpften älteren Erwachsenen erwarten."

Auch Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt (55) sieht beim Nachwuchs Handlungsbedarf.

"Wir laufen mit Ansage in einen zweiten Corona-Herbst, und wieder unternimmt die Bundesregierung viel zu wenig, um Kitas und Schulen zu sichern. Kinder, Jugendliche und ihre Familien drohen erneut, vergessen zu werden", sagte sie den Funke-Zeitungen.

Sie fordert "jetzt einen Kita- und Schulgipfel, damit sich dieses Planungsversagen nicht wiederholt".

Update, 11. Juli, 0.57 Uhr: Karliczek-Appell an Studierende: "Lassen Sie sich impfen"

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (50) hat Studierende aufgefordert, sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen.

Sie wünsche sich so viel Normalität wie möglich für das Wintersemester, sagte die CDU-Politikerin der Welt am Sonntag. Sie wisse, wie unbefriedigend das isolierte Lernen sei.

"Um so viel Präsenz wie möglich zu ermöglichen, appelliere ich auch an die Studierenden - lassen Sie sich impfen!"

Anja Karliczek (50, CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung.
Anja Karliczek (50, CDU), Bundesministerin für Bildung und Forschung.  © Bernd Weissbrod/dpa

Update, 11. Juli, 0.01 Uhr: Ganz Spanien einschließlich Mallorca wird Corona-Risikogebiet

Ganz Spanien mit Mallorca als liebster Urlaubsinsel der Deutschen ist wieder Corona-Risikogebiet. Die Bundesregierung reagierte mit dieser Einstufung, die ab Sonntag gilt, auf die stark gestiegene Zahl der Corona-Neuinfektionen.

Mehr Informationen zum Thema erhaltet Ihr hier: Spanien mit Mallorca wieder Risikogebiet: Droht dasselbe Schicksal wie Zypern?

Touristen genießen die Sonne am Strand von Arenal. Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein.
Touristen genießen die Sonne am Strand von Arenal. Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein.  © Clara Margais/dpa

Update, 10. Juli, 17.35 Uhr: Kuba lässt selbst entwickelten Corona-Impfstoff Abdala zu

Kuba hat dem selbst entwickelten Corona-Impfstoff Abdala eine Notfallzulassung erteilt. Das Vakzin habe in der Testphase III eine Effektivität von 92,28 Prozent gezeigt, teilte das staatliche Zentrum für die Kontrolle von Medikamenten und medizinischen Geräten (Cecmed) am Freitag mit.

Damit ist Abdala der erste in Lateinamerika entwickelte und zugelassene Impfstoff gegen das Coronavirus. "Ein Licht am Ende des Tunnels in diesem langen Wettlauf gegen die Pandemie", schrieb Präsident Miguel Díaz-Canel auf Twitter.

Zwar verfügt Kuba über viel Erfahrung bei der Entwicklung von Impfstoffen. Bislang wurden die Studienergebnisse zu Abdala aber nicht unabhängig geprüft.

Bei Abdala handelt es sich um einen sogenannten Untereinheitenimpfstoff aus aufbereiteten Proteinen des Erregers. Für den vollen Impfschutz werden drei Dosen verabreicht. Neben Abdala entwickelt Kuba derzeit auch noch weitere Impfstoffe gegen Covid-19, darunter das Vakzin Soberana 02.

Update, 10. Juli, 17.33 Uhr: Infektions-Chaos in Holland - Parlament der Niederlande unterbricht Sommerpause

Wegen einer starken Zunahme von Corona-Infektionen in den Niederlanden unterbricht dort das Parlament seine gerade erst begonnene Sommerpause und kommt zu einer Sondersitzung zusammen. Sie wurde am Samstag für den kommenden Mittwoch angesetzt.

"Wir müssen die schnelle Verbreitung des Virus abbremsen", hatte Regierungschef Mark Rutte (54) schon am Freitag gemahnt. Die Regierung ist besorgt, dass das Land erneut den Status eines Risikogebiets bekommt und Urlaubsreisen nicht mehr möglich sind.

Die Niederlande hatten zum 26. Juni fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben. Das war vielfach als zu schnell und fahrlässig kritisiert worden.

Hollands Regierungschef Mark Rutte (54).
Hollands Regierungschef Mark Rutte (54).  © Phil Nijhuis/ANP/dpa

Update, 10. Juli, 16.03 Uhr: Kanzler Kurz will Eigenverantwortung statt Corona-Maßnahmen

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (34) will trotz steigender Corona-Infektionen nun auf Eigenverantwortung statt auf staatliche Kontrolle setzen.

Kurz sieht die Krise an einem Wendepunkt: "Sie wandelt sich von einer akuten gesamtgesellschaftlichen Herausforderung zu einem individuellen medizinischen Problem", sagte er mehreren Regionalmedien wie der Kleinen Zeitung (Samstag).

Man müsse den noch nicht Geimpften klar machen, dass sie sich früher oder später anstecken würden, sagte der konservative Politiker. Dennoch gebe es in einer liberalen Demokratie das Recht, unvernünftig zu handeln. "Man kann am Tag zehn Schnitzel essen oder mit 140 Kilo die Felswand hinaufklettern, ohne dass der Staat unten steht und das Seil sichert."

Der Staat müsse sich jetzt wieder auf seine Kernaufgaben zurückziehen, sagte Kurz. Durch den Fortschritt bei Impfungen, das Tragen von Masken und Massentests sei die Lage nicht mit dem vorigem Sommer vergleichbar.

In Österreich wurden Anfang Juli Abstandsregeln aufgehoben und die Nachtgastronomie sperrte wieder auf. Seitdem ist die Sieben-Tage-Inzidenz von sieben auf zehn gestiegen. Gesundheitsexperten erwarten wegen der ansteckenderen Delta-Variante eine vierte Infektionswelle.

Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (34).
Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (34).  © Helmut Fohringer/APA/dpa

Update, 10. Juli, 14.06 Uhr: Mehr als 42 Prozent der Bevölkerung voll geimpft

In Deutschland sind inzwischen mehr als 42 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstag (Stand: 10.35 Uhr) betrug die Quote am Freitag 42,1 Prozent.

An dem Tag wurden demnach wie schon zuvor knapp 700.000 Impfungen gezählt. Insgesamt haben bisher 48,4 Millionen Menschen (58,2 Prozent) mindestens eine Impfdosis erhalten, rund 35 Millionen sind vollständig geimpft.

In Deutschland sind inzwischen mehr als 42 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.
In Deutschland sind inzwischen mehr als 42 Prozent der Gesamtbevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 10. Juni, 12 Uhr: Von der Leyen: EU liefert Impfstoff für 70 Prozent der Erwachsenen

Die Europäische Union hat mit Ablauf dieses Wochenendes ausreichend Impfstoff an die EU-Staaten ausgeliefert, um noch im Juli "mindestens 70 Prozent der erwachsenen Bevölkerung" einen vollständigen Impfschutz zu sichern.

Bis zu diesem Sonntag würden "rund 500 Millionen Dosen in alle Regionen Europas verteilt" sein, sagte Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) am Samstag.

In der EU leben rund 366 Millionen Menschen über 18 Jahre.

Update, 10. Juli, 10.31 Uhr: Corona-Sorgen: Kein Public Viewing im Stadion in Rom zum EM-Finale

Die Stadt Rom erlaubt aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus kein Public Viewing zum EM-Finale im Olympiastadion.

Diese Entscheidung traf das Ordnungs- und Sicherheitskomitee der Stadt laut Nachrichtenagentur Ansa.

Es verwarf damit einen Vorschlag der Bürgermeisterin Virginia Raggi (42), die für das EM-Endspiel zwischen England und Italien am Sonntag (21 Uhr) ein Public Viewing mit 16.000 Fans ins Gespräch gebracht hatte.

Update, 10. Juli, 9.23 Uhr: Curaçao spielt wegen positiver Corona-Tests nicht beim Gold Cup

Curaçaos Fußball-Nationalmannschaft ist wegen positiver Corona-Testergebnisse vom Gold Cup ausgeschlossen worden.

Bei der Kontinentalmeisterschaft, bei der sich Teams aus Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik messen, tritt nun am Montag in Frisco Guatemala als Nachrücker gegen El Salvador an.

Der Verband Concacaf schrieb am Freitag (Ortszeit) in einer Mitteilung: "Vor dem Start der Gruppenphase haben alle Nationalmannschaften mehrere Testrunden durchlaufen und leider gab es bei der Delegation von Curaçao in der letzten Testrunde eine signifikante Anzahl positiver Ergebnisse."

Update, 10. Juli, 9.21 Uhr: EU-Behörde: Auch in Deutschland Corona-Fälle in Verbindung mit EM

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM erstmals auch Corona-Fälle in Deutschland gezählt.

Insgesamt lassen sich 18 Infektionen in Deutschland mit der EM in Verbindung bringen, wie die EU-Agentur in ihrem wöchentlichen Bericht mitteilte.

Vier Partien des pan-europäischen Turniers hatten in München stattgefunden. Insgesamt wurde in der vierten Turnierwoche der Europameisterschaft im Vergleich zur Vorwoche ein leichter Anstieg auf 2535 Infektionsfälle verzeichnet.

Englands Fans feiern vor dem Achtelfinalspiel zwischen England und Deutschland. Die ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM erstmals auch Corona-Fälle in Deutschland gezählt.
Englands Fans feiern vor dem Achtelfinalspiel zwischen England und Deutschland. Die ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM erstmals auch Corona-Fälle in Deutschland gezählt.  © Christian Charisius/dpa

Update, 10. Juli, 7.58 Uhr: Landeskassenarztchef fordert: Ungeimpfte dürfen nicht mehr reisen

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, Peter Heinz, fordert massive Freiheitseinschränkungen für Ungeimpfte: "Die Nicht-Geimpften haben nicht die Freiheit, ihre Maske abzulegen."

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Landeskassenarztchef fordert: Ungeimpfte dürfen nicht mehr reisen.

Ginge es nach Dr. Peter Heinz, dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, dann wäre eine Doppelimpfung Voraussetzung für weitgehende Freiheiten in der Pandemie.
Ginge es nach Dr. Peter Heinz, dem Vorsitzenden der Kassenärztlichen Vereinigung in Rheinland-Pfalz, dann wäre eine Doppelimpfung Voraussetzung für weitgehende Freiheiten in der Pandemie.  © dpa/Jörg Carstensen

Update, 10. Juli, 6 Uhr: Italiens Tourismus-Start: Noch weit von Vor-Corona-Zahlen weg

In Italien hat der späte Beginn der Tourismussaison den Neustart des Urlaubssektors nach der Lockerung von Corona-Beschränkungen gebremst.

In dem Mittelmeerland seien die Beschränkungen der Bewegungsfreiheit später gelockert worden als etwa in den Konkurrenzländern Griechenland und Spanien, erklärte die Präsidentin des Verbands der Reiseindustrie Federturismo, Marina Lalli, der Deutschen Presse-Agentur.

"Seit Anfang Juni haben diese für den Tourismus geöffnet, und einen entscheidenden Monat mehr an den Urlauberströmen verdient", sagte sie weiter. Eine Rolle für den langsamen Neustart spielten aber auch die wirtschaftlichen Unsicherheiten und die Angst vor den Varianten des Coronavirus.

Vor allem deutsche und österreichische Urlauber seien in den ersten Wochen wieder nach Italien zurückgekommen, erläuterte Lalli. Ein Vorteil für sie sei, dass sie zum Beispiel mit dem Auto anreisen könnten.

"Wir sind noch weit von den Zahlen der Sommersaison vor der Corona-Pandemie entfernt", merkte der Verband an. Hoffnung setzt die italienische Tourismus-Industrie auf die Beschleunigung in der Impfkampagne, auf die Lockerung vieler Beschränkungen und auf das digitale Corona-Zertifikat, auch Grüner Pass genannt.

Eine Gruppe junger Frauen sitzt vor Kolosseum. In Italien hat der späte Beginn der Tourismussaison den Neustart des Urlaubssektors nach der Lockerung von Corona-Beschränkungen gebremst.
Eine Gruppe junger Frauen sitzt vor Kolosseum. In Italien hat der späte Beginn der Tourismussaison den Neustart des Urlaubssektors nach der Lockerung von Corona-Beschränkungen gebremst.  © Cecilia Fabiano/LaPresse via ZUMA Press/dpa

Update, 10. Juli, 6 Uhr: Tschentscher: Spätestens Ende des Jahres ist die Pandemie überwunden

Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (55, SPD) geht davon aus, dass die Corona-Pandemie Ende des Jahres überstanden ist. "Ich denke, wir werden die Pandemie dieses Jahr hinter uns lassen", sagte er der Deutschen Presse-Agentur.

Mehr Informationen zum Thema findet Ihr hier: Tschentscher: "Werden die Pandemie dieses Jahr hinter uns lassen".

Peter Tschentscher (55, SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.
Peter Tschentscher (55, SPD), Erster Bürgermeister und Präsident des Senats der Freien und Hansestadt Hamburg.  © Marcus Brandt/dpa

Update, 10. Juni, 4.21 Uhr: RKI registriert 952 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz steigt auf 5,8

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am vierten Tag in Folge angestiegen.

Sie lag bei 5,8 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner (Vortag: 5,5; Vorwoche: 4,9).

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 952 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 671 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 35 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 16 Tote gewesen.

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.735.420 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.634.000 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.225.

Update, 10. Juli, 4 Uhr Lambrecht hält Aufhebung aller Corona-Maßnahmen für noch zu früh

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (56) hält es noch für zu früh, alle Corona-Beschränkungen aufzuheben.

"Bevor wir alle Maßnahmen aufheben können, müssen wir noch deutlich weiter in Richtung Herdenimmunität kommen", sagte die SPD-Politikerin der Augsburger Allgemeinen (Samstag).

Erwachsene mit bestimmten Vorerkrankungen und Kinder könnten sich nicht mit einer Impfung schützen - selbst wenn sie wollten. Für Kinder unter zwölf Jahren gibt es bislang keinen zugelassenen Impfstoff.

"Die Pandemie ist noch nicht überstanden."

Christine Lambrecht (56, SPD), Bundesjustizministerin.
Christine Lambrecht (56, SPD), Bundesjustizministerin.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

Update, 10. Juli, 2.57 Uhr: EU-Kommissar sieht trotz neuer Infektionen keine Gefahr für Urlaub

Trotz wieder steigender Corona-Infektionszahlen in verschiedenen Ländern ist die Urlaubssaison in Europa nach Einschätzung der EU-Kommission nicht in Gefahr.

Wirtschaftskommissar Paolo Gentiloni (66) sagte den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag): "Wir müssen uns jetzt vor zu großer Aufregung hüten und Überreaktionen vermeiden." Dank der Impfungen führten höhere Zahlen nicht automatisch zu einer gefährlicheren Lage.

Trotz der besonders ansteckenden Delta-Variante sei eine "starke Urlaubssaison" möglich.

Paolo Gentiloni (66, M), EU-Wirtschaftskommissar.
Paolo Gentiloni (66, M), EU-Wirtschaftskommissar.  © Armando Franca/AP/dpa

Update, 9. Juli, 22 Uhr: Inzidenz in Spanien fast bei 200 - Wert für Hochinzidenzgebiet

In Spanien ist die Sieben-Tage-Inzidenz am Freitag auf 199 gestiegen - nahezu der Wert von 200, ab dem Deutschland ein Land zum Corona-Hochinzidenzgebiet erklären kann.

So erging es am Freitag Zypern, das erst vergangenen Sonntag zum Risikogebiet erklärt worden war und nun wegen mehr als 200 Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen zum Hochinzidenzgebiet wird. Damit gilt eine Quarantänepflicht für alle Rückkehrer, die nicht vollständig geimpft oder genesen sind.

Mitarbeiter des Gesundheitswesens sammeln Abstrichproben für einen Corona-Schnelltest vor dem Cruilla-Musikfestival.
Mitarbeiter des Gesundheitswesens sammeln Abstrichproben für einen Corona-Schnelltest vor dem Cruilla-Musikfestival.  © Joan Mateu/AP/dpa

Update, 9. Juli, 19.45 Uhr: Viele Neuinfektionen: Wieder Aus fürs Nachtleben in Niederlanden

Wegen einer enorm gestiegenen Zahl an Neuinfektionen haben die Niederlande eine Reihe von Corona-Maßnahmen wieder verschärft.

Clubs und Discos müssen von Samstag an erneut schließen. Für Gaststätten ist um Mitternacht Schluss, wie Ministerpräsident Mark Rutte am Freitag in Den Haag mitteilte. Nach nur knapp zwei Wochen bedeutet das wieder das vorläufige Aus fürs Nachtleben.

Auch Festivals und andere Großveranstaltungen ohne feste Sitzplätze, bei denen kein Sicherheitsabstand gehalten werden kann, werden wieder untersagt.

Update, 9. Juli, 19.09 Uhr: Geimpfte brauchen an US-Schulen keine Masken mehr

In den USA brauchen vollständig geimpfte Schülerinnen und Schüler nach einer Empfehlung der nationalen Gesundheitsbehörde in Schulgebäuden keine Masken mehr.

Die Behörde CDC empfahl am Freitag in neuen Richtlinien das Tragen von Masken für alle, die nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft sind - auch für das Lehrpersonal. Besonders wichtig sei es in geschlossenen Räumen oder in einer Umgebung, in der kein Abstand gehalten werden kann. Draußen besteht generell keine Maskenpflicht.

Priorität habe die "sichere Rückkehr" zum Präsenzunterricht im Herbst, hieß es weiter. Obwohl auch Covid-19-Ausbrüche in Schulen aufgetreten seien, hätten Studien gezeigt, dass die Übertragungsrate dort niedriger sei als an anderen Orten oder ähnlich hoch. Die CDC gibt nur Empfehlungen ab. Letztlich entscheiden die US-Bundesstaaten und auch einzelne Schulbezirke selbst.

Update, 9. Juli, 17.42 Uhr: Corona-Infektionszahlen in Italien wieder leicht gestiegen

In Italien sind die Corona-Infektionszahlen wieder leicht gestiegen.

Der zuletzt berechnete Sieben-Tage-Inzidenzwert erhöhte sich auf landesweit durchschnittlich elf Fälle je 100.000 Einwohner, zuvor waren es neun. In elf Regionen und Autonomen Provinzen stiegen die Fallzahlen in den zurückliegenden sieben Tagen, wie es im wöchentlichen Corona-Lagebericht des Gesundheitsministeriums am Freitag hieß.

Update, 9. Juli, 17.38 Uhr: Fallzahlen gestiegen - Malta lässt nur noch Corona-Geimpfte ins Land

Die Regierung in Malta hat nach einem deutlichen Anstieg der Corona-Infektionszahlen die Regelungen für Einreisen verschärft.

Ab Mittwoch kommender Woche müssten Reisende einen Impfnachweis vorzeigen, sagte Gesundheitsminister Chris Fearne am Freitagnachmittag auf einer Pressekonferenz. Kinder, die in Begleitung ihrer Eltern unterwegs seien, bräuchten einen negativen PCR-Test.

Malta akzeptiert derzeit das digitale EU-Impfzertifikat und den Corona-Pass des britischen staatlichen Gesundheitssystems NHS sowie den maltesischen Corona-Impfnachweis für die Einreise. Die maltesische Regierung macht damit als eine der ersten in Europa eine Impfung gegen Covid-19 zur Voraussetzung, um in das Land zu kommen. Bislang mussten nur Urlauber aus Großbritannien nachweisen, dass sie durchgeimpft sind. Für EU-Bürger reichte ein negativer PCR-Test.

Frauen tragen Mund-Nasen-Schutz während sie durch die Innenstadt gehen.
Frauen tragen Mund-Nasen-Schutz während sie durch die Innenstadt gehen.  © Jonathan Borg/XinHua/dpa

Update, 9. Juli, 15.45 Uhr: Umfrage: Europäer haben Angst vor Corona-Mutationen und vierter Welle

Die Angst der Menschen in Europa vor Corona-Mutationen und einer vierten Welle ist weiter groß.

Trotz steigender Impfquoten blickten mehr als 90 Prozent der Menschen mit Sorge in die Zukunft, heißt es in einer am Freitag in Hamburg veröffentlichten Untersuchung der European Covid Survey (ECOS). Dafür wurden den Angaben zufolge vom 21. Juni bis zum 6. Juli rund 8000 Menschen in Deutschland, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Portugal und Spanien befragt. Die Untersuchung werde seit April 2020 rund alle zwei Monate wiederholt.

Insbesondere in Spanien und Portugal sei die Angst vor Mutationen groß: 96 beziehungsweise 97 Prozent der Befragten sind den Angaben zufolge beunruhigt; 75 Prozent der portugiesischen Bevölkerung machten sich sogar große oder sehr große Sorgen.

In Deutschland liegen diese Werte mit 87 und 51 Prozent deutlich darunter; rund neun von zehn Befragten seien hier beunruhigt. Ein ähnliches Bild ergibt sich den Angaben zufolge bei der Frage nach einer vierten Welle im Herbst: Nur zehn Prozent der Deutschen machten sich darüber keine Gedanken, 57 Prozent haben dagegen große bis sehr große Sorgen.

Update, 9. Juli, 15.16 Uhr: Drei italienische EM-Journalisten positiv auf Corona getestet

Zwei Tage vor dem Finale der Fußball-EM in London sind drei italienische Sport-Journalisten positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Die Pressekonferenz des Teams mit Verteidiger Leonardo Bonucci im Teamquartier in Florenz konnte deshalb am Freitag nur digital stattfinden. Medienberichten zufolge soll auch Alberto Rimedio vom öffentlich-rechtlichen TV-Sender Rai unter den Betroffenen sein, der als Kommentator für das Endspiel am Sonntag (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in London vorgesehen war.

Die beiden anderen Infizierten seien Techniker aus dem Team des Senders, hieß es. Rai ließ demnach Corona-Tests bei allen seinen Beschäftigten bei dem Turnier durchführen. Für Italiens Spieler gilt bei dieser EM ein strenges Hygienekonzept, sie befinden sich in einer abgeschirmten Blase und wurden zudem vor dem Turnier geimpft.

Update, 9. Juli, 15.04 Uhr: Israel verschärft Quarantäneregeln für Einreisende

Israel verschärft wegen einer Zunahme von Corona-Neuinfektionen die Quarantänebestimmungen für Einreisende. Alle - auch Geimpfte und Genesene - müssten nach Ankunft 24 Stunden in Quarantäne oder bis das Ergebnis ihres Coronatests vom Flughafen vorliege, teilte das Gesundheitsministerium am Freitag mit.

In Israel müssen alle Personen bei der Einreise einen Coronatest am Flughafen machen. Wegen der Corona-Pandemie dürfen derzeit nur in begrenzter Anzahl geimpfte Touristen in Gruppen einreisen.

Alle, die aus Ländern mit einer besonderen Reisewarnung wegen hoher Corona-Zahlen einreisten, müssten zudem nun mindestens zehn Tage in Quarantäne, hieß es weiter. Bisher galten grundsätzlich für Geimpfte und Genesene Ausnahmen. Die neuen Regelungen gelten ab kommende Woche Freitag.

Update, 9. Juli, 14.02 Uhr: Studie: Priorisierte Impfung für 30.000 Jugendliche und Studenten

Wissenschaftlich begleitet sollen Kinder ab zwölf Jahren, Jugendliche und Studierende im nordrhein-westfälischen Kreis Siegen-Wittgenstein bevorzugt geimpft werden.

Ab kommenden Dienstag erhalten sie im Rahmen einer Studie im Impfzentrum in Siegen ein Impfangebot, wie die Projektbeteiligten am Freitag erläuterten.

Zielgruppe sind demnach insgesamt rund 30.000 junge Menschen von Schulen und Berufsschulen aus dem Kreis und der Universität in Siegen.

Die Forschenden der Universität des Saarlandes sowie der Universitäts-Kinderklinik in Bochum wollen herausfinden, wie sich eine solche Querschnittsimpfung auf das Infektionsgeschehen auswirkt und mit einer Befragung ermitteln, was die Beweggründe junger Menschen für eine Coronaimpfung sind.

Update, 9. Juli, 14 Uhr: Bund: Brauchen Impfquote deutlich über 70 Prozent

Das Bundesgesundheitsministerium wirbt zum Schutz vor einer erneuten Corona-Welle für eine deutliche Kraftanstrengung bei den Impfungen in den kommenden Wochen.

Erreicht werden müsse eine Quote von "deutlich über 70 Prozent" vollständig Geimpfter in der Gesamtbevölkerung, um den Herbst und Winter gut erreichen zu können, hieß es am Freitag aus Ministeriumskreisen.

Wie die Lage mit der stärkeren Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Virusvariante dann sein werde, entscheide sich jetzt in den nächsten sechs bis acht Wochen.

Nach Modellrechnungen mache die Schwelle 70 Prozent bei der Impfquote einen entscheidenden Unterschied, die Auslastung der Intensivstationen niedrig zu halten.

Berlin: Eine Patientin geht im Corona-Impfzentrum Messe Berlin zum Impfen.
Berlin: Eine Patientin geht im Corona-Impfzentrum Messe Berlin zum Impfen.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 9. Juli, 13.58 Uhr: Ein Drittel mehr Delta-Fälle in Großbritannien in einer Woche

In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Infektionen mit der hochansteckenden Delta-Variante im Vergleich zur Vorwoche um rund ein Drittel gestiegen.

Die Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) machte 54 268 Neuinfektionen aus. 44 Fälle beträfen die sogenannte Delta-Plus-Variante.

Die Delta-Variante ist landesweit mittlerweile für 99 Prozent aller Corona-Fälle im Land verantwortlich.

PHE-Chefin Jenny Harries rief auch angesichts der geplanten Aufhebung aller Corona-Regeln zur Vorsicht auf. Sie wies aber darauf hin, dass Impfungen offensichtlich gegen die Delta-Variante wirken.

Update, 9. Juli, 13.55 Uhr: Bundesregierung beobachtet Corona-Zahlen "aufmerksam"

Nach dem Anstieg der Corona-Inzidenz am dritten Tag in Folge zieht die Regierung daraus noch keine weiteren Schlüsse.

Aktuell lasse sich noch nicht sagen, ob sich aus dem leichten Anstieg der vergangenen Tage ein Trend abzeichnen lasse.

"Dazu ist einfach der Beobachtungszeitraum zu kurz." Man habe aber die Lage aufmerksam im Blick, sagte ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums am Freitag in Berlin.

Update, 9. Juli, 13.15 Uhr: Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet - auch Mallorca und Kanaren

Wegen stark steigender Corona-Infektionszahlen stuft die Bundesregierung am Sonntag ganz Spanien und damit auch Mallorca und die Kanaren als Risikogebiet ein.

Mehr dazu in unserem Artikel: "Wegen stark steigender Infektionszahlen: Ganz Spanien wird Corona-Risikogebiet"

Spanien, Palma de Mallorca: Nadine aus Zürich trägt eine medizinische Maske, während sie die Sonne am Strand von El Arenal genießt.
Spanien, Palma de Mallorca: Nadine aus Zürich trägt eine medizinische Maske, während sie die Sonne am Strand von El Arenal genießt.  © Clara Margais/dpa

Update, 9. Juli, 12.55 Uhr: Regierungssprecher: Vorbereitungen für Auffrischungsimpfung laufen

Bund und Länder bereiten sich nach Angaben der Bundesregierung auf sogenannte Auffrischungsimpfungen gegen Corona vor.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hätten über dieses Thema bereits gesprochen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag.

"Die Bürger können sicher sein, dass Bund und Länder sich vorbereiten auf das, was vorbereitet werden muss, nämlich dass nach einer ersten Immunisierungswelle Impfstoff und Impfungen zur Auffrischung zur Verfügung stehen und auch verfügbar gemacht werden", fügte er hinzu.

Auf die Frage, ob das Bundesgesundheitsministerium eine dritte Impfung nach einem halben Jahr empfehle, sagte ein Ministeriumssprecher am Freitag, dazu sei die Datenlage noch nicht ausreichend. Eine Auffrischungsimpfung werde aber aller Wahrscheinlichkeit nach nötig sein.

Update, 9. Juli, 12.25 Uhr: Rund 58 Prozent der Bevölkerung mindestens einmal geimpft

Mehr als 41 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag hervor (Stand: 12.25 Uhr). Demnach wurden am Donnerstag 807.428 Impfdosen verabreicht.

Etwas mehr als 48 Millionen Menschen (57,9 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 34,5 Millionen (41,5 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 67 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter.

14 weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft, lediglich Sachsen steht mit 49,4 Prozent unter dieser Marke.

Das Saarland zählt mit 46,2 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 37,7 Prozent am Ende der Rangliste.

Eine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.
Eine medizinische Fachkraft legt im Nürnberger Impfzentrum auf dem Messegelände eine aufbereitete Impfspritze mit dem Pfizer-BioNTech-COVID-19-Impfstoff in eine Schale.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 9. Juli, 12.03 Uhr:Frankreichs Gesundheitsminister: Delta-Variante überwiegt bald

Die Delta-Variante des Coronavirus breitet sich auch in Frankreich weiter aus und dürfte bald überwiegen.

Gesundheitsminister Olivier Véran sagte am Freitag im Sender France Inter, Delta werde vermutlich schon am Wochenende die vorherrschende Variante in Frankreich sein.

Trotz steigenden Inzidenzwerts sei man aber nicht zwangsläufig in einer neuen Infektionswelle.

Es gebe nur eine Woche Rückschlag, sagte Véran. Man könne auf gute Neuigkeiten hoffen, müsse aber wachsam bleiben.

Update, 9. Juli, 12.02 Uhr: Corona-Einschränkungen beeinflussen Wahl des Urlaubsziels

Der Preis ist für viele Menschen in Deutschland auch im Corona-Jahr 2021 ein zentrales Kriterium bei der Buchung des Sommerurlaubs.

Doch angesichts der Pandemie spielen auch mögliche Einschränkungen am Reiseziel und das Vertrauen in das Gesundheitssystem der Urlaubsregion eine große Rolle.

Das geht aus einer am Freitag vorgestellten Umfrage der Unternehmensberatung Simon-Kucher & Partners hervor.

Rund 38 Prozent der Befragten nannten dabei den Preis als wichtiges Kriterium, 30 Prozent mögliche Einschränkungen am Urlaubsort und 23 Prozent die Qualität des Gesundheitssystems.

Die Pandemie sorgte dafür, dass in diesem Jahr die Entscheidung für ein Urlaubsziel häufig ungewöhnlich spät fiel.

Rund die Hälfte der Befragten will in Corona-Zeiten mit dem eigenen Wagen an den Urlaubsort reisen.

Rund 30 Prozent planten eine Anreise mit dem Flugzeug. Bus und Bahn wollten 10 Prozent für den Weg zur Urlaubsdestination nutzen.

Update, 9. Juli, 12 Uhr: Slowakei verschärft Einreisebestimmungen

Am Freitagmorgen sind in der Slowakei strengere Einreisebestimmungen in Kraft getreten. Wer nicht vollständig gegen Covid-19 geimpft ist, muss sofort nach der Einreise eine 14-tägige Quarantäne antreten.

Ein Freitesten ist frühestens nach dem fünften Tag möglich. Die Regel gilt selbst dann, wenn jemand nur kurz zum Einkaufen in einem Nachbarland war.

Slowakei, Bratislava: Eduard Heger, Ministerpräsident der Slowakei, spricht während der 21. Sitzung der Regierung.
Slowakei, Bratislava: Eduard Heger, Ministerpräsident der Slowakei, spricht während der 21. Sitzung der Regierung.  © Martin Baumann/TASR/dpa

Update, 9. Juli, 11.45 Uhr: Coronabedingte Beschränkungen für Seoul werden verschärft

Angesichts des ungebremsten Anstiegs von Corona-Infektionsfällen gelten für die südkoreanische Hauptstadt Seoul und die umliegende Region vom Montag an verschärfte Kontaktbeschränkungen.

Ministerpräsident Kim Boo Kyum verkündete am Freitag die Entscheidung der Regierung, dass für den Großraum Seoul die Maßnahmen der höchsten Stufe ihres neuen Vier-Stufen-Plans für Beschränkungen greifen sollen.

Ein kompletter Lockdown ist danach nicht vorgesehen. Die Anordnung soll zunächst für die Dauer von zwei Wochen gelten.

Update, 9. Juli, 9 Uhr: Lebenserwartung in Deutschland - wegen Corona nahezu unverändert

Die Lebenserwartung in Deutschland ist in jüngster Zeit nahezu unverändert geblieben: Wie das Statistische Bundesamt am Freitag berichtete, hat ein neugeborenes Mädchen derzeit eine aktuelle Lebenserwartung von 83,4 Jahren, während diese bei neugeborenen Jungen laut Sterbetafel 2018/2020 nun 78,6 Jahre beträgt.

Im Vergleich zur vorangegangen Sterbetafel 2017/2019 ist die Lebenserwartung damit bei den Jungen um 0,01 Jahre, bei Mädchen um 0,04 Jahre gestiegen.

Hauptgrund für die nahezu stagnierende Entwicklung seien die außergewöhnlich hohen Sterbefallzahlen zum Jahresende 2020 im Zuge der zweiten Welle der Corona-Pandemie: Zuvor war die Lebenserwartung Neugeborener bei beiden Geschlechtern seit der Berechnung für die Jahre 2007/2009 jeweils um durchschnittlich 0,1 Jahre angestiegen.

Update, 9. Juli, 6 Uhr: Wegen Corona: Verbraucher geben mehr Geld für Grillgeräte aus

Der Verkauf von Grillgeräten hat in der Corona-Pandemie deutlich mehr Geld in die Kassen der Firmen gespült als zuvor.

Genaue Zahlen gibt es zwar nicht, auch weil die Supermärkte, Baumärkte, Gartencenter und anderen Verkaufsstellen die Grillprodukte in verschiedenen Kategorien führen.

Händler und Hersteller berichteten aber von einer stark angezogenen Nachfrage, etwa der Kölner Händler Santos Grills und die Firma Grillfürst aus Bad Hersfeld in Hessen.

Der Handelsverband Heimwerken-Bauen-Garten berichtet von einem bereits länger andauernden Trend, der durch Corona angezogen habe.

Weil die Menschen viel zu Hause gewesen seien, hätten sie stark in ihr Heim samt Garten investiert, sagt ein Verbandssprecher. Er sieht einen Trend zum "Cocooning", also dem Bau einer "Wohlfühl-Schutzburg", von der auch die Grillbranche profitiert habe.

Das Marktforschungsunternehmen GfK spricht mit Blick auf 2020 von dem bisher "umsatzstärksten Jahr für Grillgeräte", was auch an einer Verschiebung des Markts weg von eher günstigen Kohlegrills hin zu höherpreisigen Gasgeräten liege.

"Corona hat die Kaufbereitschaft deutlich erhöht", sagt der Geschäftsführer des Herstellers Outdoorchef, Marcel Gueissaz.

Hessen, Bad Hersfeld: Eine Outdoorchef Lugano Grill-Station steht in der Zentrale der Grillfürst GmbH.
Hessen, Bad Hersfeld: Eine Outdoorchef Lugano Grill-Station steht in der Zentrale der Grillfürst GmbH.  © Helmut Fricke/dpa

Update, 9. Juli, 5.20 Uhr: Parkplätze, Jobcenter, Festivals: Länder planen neue Impf-Angebote

Im Kampf gegen Corona sollen möglichst viele für Impfungen gewonnen werden - und Termine sind nicht mehr so knapp. Um es manchen leichter zu machen, sind jetzt vor Ort auch ungewöhnliche Aktionen geplant.

Angesichts teils nachlassenden Andrangs bei den Corona-Impfungen in Deutschland bereiten mehrere Bundesländer neue, einfachere Angebote für bisher Unentschlossene vor.

Angedacht sind Aktionen unter anderem auf Parkplätzen, bei Veranstaltungen, in Bürgerhäusern, Kirchen und Moscheen oder in Jobcentern, wie es von zuständigen Ministerien hieß.

Ziel sind zusätzliche unkomplizierte Impf-Gelegenheiten ohne größeres Kümmern um Termine in Praxen und Impfzentren - auch dort sind nach monatelangen Wartezeiten jetzt aber häufig leichter Termine zu bekommen, wie mehrere Länder betonen.

Update, 9. Juli, 5.13 Uhr: Deutsche Sportler mit Verständnis für Fan-Ausschluss bei Olympia

Das deutsche Olympia-Team hat mit Verständnis auf den Ausschluss von Zuschauern bei den Wettkämpfen in Tokio reagiert.

"Es geht dadurch natürlich etwas Atmosphäre verloren. Aber angesichts der steigenden Zahlen ist diese Entscheidung verständlich und nachvollziehbar", sagte Schwimm-Hoffnung Florian Wellbrock.

Zuvor hatte Gastgeber Japan beschlossen, für Tokio erneut den Corona-Notstand zu verhängen und auch einheimische Fans aus den Arenen zu verbannen. Grund sind die wieder steigenden Infektionszahlen in der Hauptstadt.

"Diese Unterstützung wird uns Athleten fehlen, aber wir werden das Beste daraus machen und uns gegenseitig anfeuern. Der Sportsgeist bleibt ungebrochen", sagte Weitsprung-Weltmeisterin Malaika Mihambo.

Speerwerfer Johannes Vetter indes sagte Sport1: "Olympia ohne wenigstens ein paar Zuschauer ist verdammt schade. Beim Allvater Fußball zeigt sich wieder, dass andere Gesetze gelten."

Für viele Athleten wäre eine Absage "ein Riesenschock" gewesen, sagte Kunstturnerin Elisabeth Seitz am Donnerstagabend im ZDF heute-journal. Sie sei "sehr dankbar", dass die Spiele tatsächlich stattfinden.

Japan, Tokio: Polizisten gehen während der Enthüllungszeremonie der olympischen Flamme des olympischen Fackellaufs von Tokio 2020 im Komazawa Olympic Park an den leeren Sitzen der Tribüne vorbei.
Japan, Tokio: Polizisten gehen während der Enthüllungszeremonie der olympischen Flamme des olympischen Fackellaufs von Tokio 2020 im Komazawa Olympic Park an den leeren Sitzen der Tribüne vorbei.  © Eugene Hoshiko/AP/dpa

Update, 9. Juli, 5 Uhr: Pfizer/Biontech: Auffrischungs-Impfung wahrscheinlich erforderlich

Die Impfstoffhersteller Pfizer und Biontech gehen von einem Rückgang der Schutzwirkung des gemeinsamen Coronavirus-Vakzins nach einem halben Jahr aus.

"Wie anhand der vom israelischen Gesundheitsministerium erhobenen Daten aus der praktischen Anwendung bereits deutlich wurde, sinkt die Schutzwirkung des Impfstoffs gegenüber Infektionen und symptomatischen Erkrankungen sechs Monate nach der zweiten Impfung", hieß es am Donnerstag (Ortszeit US-Ostküste) in einer gemeinsamen Mitteilung.

Auf Basis der bisher vorliegenden Daten sei es wahrscheinlich, "dass eine dritte Dosis innerhalb von sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird".

Bei einer laufenden Studie zu einer dritten Impfung seien "ermutigende Daten" zu beobachten, teilten die beiden Unternehmen mit.

Details sollten bald in einer wissenschaftlichen Fachzeitschrift publiziert werden. Außerdem sei geplant, die Daten in den kommenden Wochen bei der US-Arzneimittelbehörde FDA, dem europäischen Pendant EMA und bei anderen Zulassungsbehörden einzureichen.

Pfizer und Biontech gingen davon aus, dass eine dritte Dosis das höchste Schutzniveau gegenüber allen bisher getesteten Coronavirus-Varianten erhalte, hieß es weiter.

Das gelte auch für die sich ausbreitende Delta-Variante. Man entwickle zugleich aber auch eine angepasste Version des gemeinsamen mRNA-Impfstoffs.

Update, 9. Juli, 4.30 Uhr: RKI registriert 949 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,5

Die Sieben-Tage-Inzidenz bei Corona-Infektionen ist am dritten Tag infolge angestiegen.

Sie lag bei 5,5 Neuinfektionen in sieben Tagen pro 100.000 Einwohner. Zum Vergleich: Vor einem Tag lag sie bei 5,2, vor zwei Tagen bei 5,1.

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 949 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.15 Uhr wiedergeben.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 649 Ansteckungen gelegen.

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 49 Todesfälle verzeichnet. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.734.468 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 3.633.300 an.

Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.190.

Die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl stieg zuletzt deutlich an und lag nach jüngsten Daten des RKI über der Schwelle von 1.

So gab das RKI den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Donnerstag mit 1,09 an (Vortag: 1,01).

Berlin: Ein Intensivpfleger arbeitet auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einer an Covid-19 erkrankten Patientin.
Berlin: Ein Intensivpfleger arbeitet auf der Intensivstation eines Krankenhauses an einer an Covid-19 erkrankten Patientin.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 9. Juli, 4.10 Uhr: Appell vor G20-Ministertreffen: Coronahilfen für arme Länder

Die Entwicklungsorganisation One fordert vor dem Treffen der G20-Finanzminister Milliardenhilfen und mehr Impfstoff für arme Länder, die besonders unter der Corona-Pandemie leiden.

Die dritte Infektionswelle treffe insbesondere in Afrika auf eine weitestgehend ungeimpfte Bevölkerung.

Die Länder hätten keine Chance, dagegen viel zu unternehmen, sagte Karoline Lerche von One der Deutschen Presse-Agentur. Nötig sei eine klare Reaktion - "nicht irgendwann, sondern jetzt".

Die Organisation ruft die G20-Länder auf, einen erheblichen Teil ihrer Sonderziehungsrechte an die ärmeren Länder weiterzugeben.

Dabei handelt es sich um eine Art Währungsreserve, ein internationales Zahlungsmittel, das vom Internationalen Währungsfonds (IWF) geschaffen und den Ländern zugeteilt wurde.

Mit mehr liquiden Mitteln könnten die ärmeren Länder ihre Gesundheitsversorgung verbessern und die heimische Bevölkerung wie Wirtschaft unterstützen.

Außerdem sollten sich die großen Industrie- und Handelsländer für eine gerechte Verteilung von Corona-Impfstoffen einsetzen.

Update, 9. Juli, 4 Uhr: Deutlicher Geburtenrückgang in Europa und USA wegen Covid-19

Die Zahl der Neugeborenen in Europa und den USA ist nach Erkenntnissen der Vereinten Nationen aufgrund der Corona- Pandemie teilweise deutlich zurückgegangen.

"Veränderungen der menschlichen Geburtenrate sind bei neun Monaten Schwangerschaft kurzfristig nie offensichtlich, aber mit Fortdauer der Pandemie wird der Rückgang der Geburtenraten immer deutlicher", heißt es in einer Studie des Bevölkerungsfonds der Vereinten Nationen (UNFPA), deren Ergebnisse der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Der UNFPA will die Untersuchung am Weltbevölkerungstag am 11. Juli veröffentlichen.

Die Daten aus 19 europäischen Ländern und den USA zeigen seit Oktober 2020 "starke Geburtenrückgänge" gegenüber den Vorjahresmonaten. Allein in den 15 untersuchten Ländern der EU ging die Zahl der Babys im Oktober um 3, im November um 5 und im Dezember 2020 um 8,1 Prozent zurück.

Baden-Württemberg, Stuttgart: Die Hand eines zwei Wochen altes Neugeborenen liegt in der Hand seiner Mutter.
Baden-Württemberg, Stuttgart: Die Hand eines zwei Wochen altes Neugeborenen liegt in der Hand seiner Mutter.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 9. Juli, 2 Uhr: SPD-Chef kritisiert Laschets Corona-Lockerungen in NRW

SPD-Chef Norbert Walter-Borjans hat die Lockerungen von Corona-Maßnahmen in Nordrhein-Westfalen als Wahlkampfmanöver von NRW-Ministerpräsident und CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet kritisiert.

"Was Armin Laschet jetzt macht, ist nicht vernunftgeleitet, sondern Schönwetterpolitik mit dem Blick auf die Bundestagswahl", sagte der SPD-Vorsitzende der Rheinischen Post (Freitag).

Zuerst brauche es eine höhere Impfquote - das sei doch nur eine Frage weniger Wochen, so Walter-Borjans.

"Wenn die Landesregierung jetzt Normalität vortäuscht, ist das geradezu ein Signal an die Unentschlossenen, das Impfen nicht ernst zu nehmen", sagte er. Er habe "absolutes Verständnis" für alle, die wieder auf Festivals, in Diskotheken oder zu Sportveranstaltungen wollten.

"Was wir aber sicher nicht wollen, ist eine vierte Welle", mahnte der SPD-Chef. Die Erfolge in der Pandemie-Bekämpfung dürften jetzt nicht verspielt werden.

Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach kritisierte die Lockerungen in NRW. Damit werde das "falsche Signal" gegeben, dass die Pandemie vorbei sei, sagte Lauterbach am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung Maybrit Illner.

Update, 9. Juli, 1 Uhr: Intensivmediziner: Maskentragen bleibt notwendig

Intensivmediziner fordern ein Festhalten an der Maskenpflicht, bis 85 Prozent der Erwachsenen geimpft sind.

"Solange eine Impfquote von 85 Prozent unter den Erwachsenen nicht erreicht ist, sollten wir auf weitere Lockerungen verzichten und an der Maskenpflicht festhalten", sagte der Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, Gernot Marx, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag).

Andernfalls bestehe im Herbst die Gefahr einer "vierten Welle".

"Erst mit einer Impfquote von 85 Prozent bei den über 18-Jährigen werden wir die Pandemie für beendet erklären können." Bis dahin müsse man weiterhin viel testen, Infektionsketten verfolgen und Hygieneregeln einhalten.

Dazu gehöre "mindestens das Tragen von OP-Masken in allen Innenräumen", auch in den Schulen.

Eine FFP2-Maske hängt an einem Haken.
Eine FFP2-Maske hängt an einem Haken.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 9. Juli, 0.10 Uhr: Shisha-Bars und Ausgehmeilen - Lauterbach für kreative Impfangebote

Um die gebremste Impfkampagne wieder in Schwung zu bringen, fordert der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unkonventionelle Maßnahmen.

Man sollte hier "sehr kreativ" sein, um Impfstoff zu den Menschen zu bringen, sagte Lauterbach am Donnerstagabend in der ZDF-Sendung Maybrit Illner.

"An die Shisha-Bars beispielsweise, in die Ausgehmeilen", fügte er hinzu. "Wo die jungen Leute sind, da muss es möglich sein, dass die sich impfen lassen können, mit mobilen Impfteams, ohne jeden Aufwand", riet der SPD-Politiker.

Der Sozialverband VdK empfiehlt, Impfungen in Supermärkten und Fußgängerzonen anzubieten.

"Der Zugang zu Impfangeboten sollte für Menschen, die nicht ständig online sind und auch nicht regelmäßig Kontakt zum Hausarzt haben, erleichtert werden", sagte VdK-Präsidentin Verena Bentele dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Freitag). Das sollte auch für all jene gelten, die in sozialen Brennpunkten leben.

Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger sprach sich für Impfanreize aus und verwies auf die USA, wo Menschen an Lotterien teilnehmen können, wenn sie sich impfen lassen.

Update, 8. Juli, 22.32 Uhr: Corona-Sorgen belasten Börsen-Kurse

Die US-Börsen haben sich am Donnerstag der weltweiten Marktschwäche nicht entziehen können. Wegen anhaltender Sorgen um die weltweite Konjunkturerholung infolge der Corona-Pandemie ging der Dow Jones Industrial 0,75 Prozent tiefer bei 34 421,93 Punkten aus dem Handel.

Zuvor waren in Europa und Asien die Kurse teils stark unter Druck. Allerdings schaffte es der Dow, sein Minus im Verlauf in etwa zu halbieren.

Die anderen wichtigen New Yorker Indizes unterbrachen ihre jüngste Rekordrally. Der marktbreite S&P 500 fiel am Ende um 0,86 Prozent auf 4320,82 Punkte und der technologielastige Nasdaq 100 gab um 0,60 Prozent auf 14.722,14 Punkte nach. Beide konnten ihre Abschläge damit aber auch reduzieren, der Nasdaq-Index hatte im Tief gut 1,7 Prozent verloren.

Anleger befürchten derzeit wegen der besonders ansteckenden Delta-Variante, dass die wieder steigenden Corona-Infektionszahlen zu einer Gefahr für die konjunkturelle Erholung werden.

Update, 8. Juli, 20.29 Uhr: Geschäft mit Corona-Tests brummt

Das brummende Geschäft mit Corona-Tests stimmt den Labordienstleister Synlab noch optimistischer für das laufende Jahr.

Das Management peilt 2021 einer Mitteilung vom Donnerstagabend zufolge ein Umsatzwachstum von bis zu einem Viertel auf 3,2 bis 3,3 Milliarden Euro an. Bisher war lediglich von mehr als 3,0 Milliarden Euro die Rede gewesen. Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) soll um mehr als ein Drittel auf mindestens 925 Millionen Euro klettern.

Update, 8. Juli, 20.16 Uhr: Medienbericht: Ganz Spanien soll Corona-Risikogebiet werden

Die Bundesregierung will nach einem Medienbericht ganz Spanien als Corona-Risikogebiet einstufen.

Wie die Funke Mediengruppe am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise meldete, soll zudem Zypern zum Hochinzidenzgebiet erklärt und damit eine Quarantänepflicht für Reiserückkehrer eingeführt werden, die nicht geimpft oder genesen sind. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Laut Bericht: Ganz Spanien soll Corona-Risikogebiet werden".

Der Bierkönig und andere Bars auf der Schinkenstraße an der Playa de Palma sind bereits geschlossen.
Der Bierkönig und andere Bars auf der Schinkenstraße an der Playa de Palma sind bereits geschlossen.  © Clara Margais/dpa

Update, 8. Juli, 19.46 Uhr: Impfzentren im Saarland schließen Ende September

Die drei saarländischen Impfzentren stellen zum 30. September ihre Arbeit ein. Dies habe der Ministerrat beschlossen, teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag in Saarbrücken mit.

Hintergrund sei, dass bis Anfang August jede Saarländerin und jeder Saarländer ein Impfangebot in einem der Zentren in Saarlouis, Neunkirchen oder Saarbrücken erhalten werde. Nach dem 30. September würden weiterhin niedergelassene Ärzte impfen. Zwei der Zentren würden in einem Stand-by-Betrieb bleiben, so dass sie kurzfristig wieder hochgefahren werden könnten. Auch sechs mobile Impfteams sollen einsatzbereit bleiben.

Update, 8. Juli, 18.31 Uhr: Impfkommission rechnet mit guter Akzeptanz für Kreuzimpfung

Rund eine Woche nach der Ankündigung hat die Ständige Impfkommission (Stiko) nun ihre ausführliche Covid-19-Impfempfehlung mit Änderungen in Hinblick auf Kreuzimpfungen veröffentlicht. Die Stiko erwarte, dass die Entscheidung, ein solches Schema jetzt auch für Menschen über 60 Jahren zu empfehlen, "gut akzeptiert wird", heißt es in dem Papier.

Vergangene Woche hatte das Gremium überraschend mitgeteilt, dass mit AstraZeneca Erstgeimpfte nach seiner Einschätzung als zweite Dosis bereits nach mindestens vier Wochen einen mRNA-Impfstoff erhalten sollten. Hintergrund ist die Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante, gegen die vollständige Impfungen als besonders wichtig gelten. Von Hausärzten hatte es wegen "enormen Mehraufwands" Kritik an dem Vorgehen gegeben, Patienten seien verunsichert.

In der 8. Aktualisierung der Covid-19-Impfempfehlung schreibt die Stiko, dass die Immunantwort laut Studien nach der Kreuzimpfung deutlich stärker ausfällt als nach zwei Dosen AstraZeneca. Es sei eine höhere und länger anhaltende Wirksamkeit zu erwarten. Hinzu kommt der Zeitfaktor: Mit der Kreuzimpfung könne für Menschen über 60 Jahren deutlich schneller ein optimaler Schutz erreicht werden.

Die Stiko wies als Empfehlung folgende Abstände zwischen den zwei erforderlichen Impfstoffdosen aus: drei bis sechs Wochen bei Biontech/Pfizer, vier bis sechs Wochen bei Moderna, neun bis zwölf Wochen bei Astrazeneca (falls noch jemand zweifach damit geimpft werden sollte) und "ab vier Wochen" bei der Kombination aus AstraZeneca und mRNA-Impfstoff.
Die Stiko wies als Empfehlung folgende Abstände zwischen den zwei erforderlichen Impfstoffdosen aus: drei bis sechs Wochen bei Biontech/Pfizer, vier bis sechs Wochen bei Moderna, neun bis zwölf Wochen bei Astrazeneca (falls noch jemand zweifach damit geimpft werden sollte) und "ab vier Wochen" bei der Kombination aus AstraZeneca und mRNA-Impfstoff.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 8. Juli, 18.05 Uhr: Delta inzwischen die dominante Coronavirus-Variante in den USA

Die besonders ansteckende Delta-Variante des Coronavirus ist in den USA Schätzungen zufolge inzwischen für mehr als die Hälfte aller untersuchten Infektionen verantwortlich.

Dies gehe aus Genomanalysen des Virus hervor, sagte am Donnerstag die Chefin der US-Gesundheitsbehörde CDC, Rochelle Walensky. Vor knapp drei Wochen sei die Variante noch für ein Viertel der analysierten Infektionen verantwortlich gewesen.

"Dieser rasche Anstieg ist besorgniserregend, obwohl wir erwartet hatten, dass die Delta-Variante in den USA dominant werden würde", sagte Walensky. In einzelnen Landesteilen wie dem Mittleren Westen liege der Anteil bereits bei rund 80 Prozent. Die Variante setze sich vor allem in Regionen mit niedriger Impfquote rasch durch.

Update, 8. Juli, 16.41 Uhr: Israel: 16-Jährige darf gegen Willen der Mutter geimpft werden

Israel: Eine 16-Jährige in Israel darf sich laut einer Gerichtsentscheidung auch gegen den Willen ihrer Mutter gegen das Coronavirus impfen lassen. Das Bezirksgericht in Haifa bestätigte das Urteil einer niedrigeren Instanz, wie eine Sprecherin am Donnerstag bestätigte.

Die Jugendliche hatte schon im März gegen die Mutter geklagt, weil sie sich wie ihr Vater und andere Angehörige gegen das Coronavirus impfen lassen wollte. Die Mutter lehnte die Impfung jedoch ab, weil sie sie für einen "Massenversuch" hielt und langfristige Nebenwirkungen für ihre Tochter befürchtete.

Das Gericht verwies jedoch auf die Empfehlung des Gesundheitsministeriums, alle Israelis vom Alter von zwölf Jahren an impfen zu lassen. Die Mutter muss nun auch die Gerichtskosten von umgerechnet rund 1300 Euro tragen.

Update, 8. Juli, 16.18 Uhr: Niederlande: Corona-Infektionen steigen explosionsartig

In den Niederlanden ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen explosionsartig gestiegen. Am Donnerstag wurden rund 5500 Fälle gemeldet. Das ist die höchste Zahl seit dem 14. Mai, wie das nationale Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Donnerstag mitteilte. Vor genau einer Woche waren es noch rund 800 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden.

Auf 100.000 Einwohner kommen nun etwa 67 Neuinfektionen in sieben Tagen. Die Regierung erwägt neue Maßnahmen, um das Virus einzudämmen. Mehr dazu lest Ihr bei TAG24 unter "Nach Aufhebung der Corona-Regeln: Explosionsartiger Infektions-Anstieg in den Niederlanden".

Obwohl die Behörden dazu aufforderten, sich an die sozialen Distanzierungsvorschriften zu halten, gehen viele Menschen wieder auf "Tuchfühlung".
Obwohl die Behörden dazu aufforderten, sich an die sozialen Distanzierungsvorschriften zu halten, gehen viele Menschen wieder auf "Tuchfühlung".  © Peter Dejong/ap/dpa

Update, 8. Juli, 16.09 Uhr: Urlaub im eigenen Land auch im zweiten Corona-Sommer beliebt

Die Lockerungen bei sinkenden Corona-Fallzahlen zeigen Wirkung: Nach einem verhaltenen Jahresstart zieht der Tourismus in Deutschland wie schon im Vorjahr deutlich an. Die Deutschen wollen wieder Urlaub machen, vor allem auch im eigenen Land, wie eine Umfrage bei Verbänden und in wichtigen Tourismusregionen ergeben hat.

"Seit den Lockerungen ziehen die Buchungen merklich an und auch der Tagestourismus nimmt zu", berichtet Geschäftsführer Norbert Kunz vom Deutschen Tourismusverband in Berlin. "Nichtsdestotrotz bleibt die Pandemielage fragil. Notwendig ist, dass wir beim Impfen noch schneller werden."

Update, 8. Juli, 16 Uhr: Rufe nach leichteren Impf-Gelegenheiten - Delta dominiert

Angesichts leicht nachlassenden Tempos bei den Corona-Impfungen werden Rufe nach unkomplizierten Angeboten und extra Anreizen lauter, um noch möglichst viele Bürger zu erreichen.

"Mit Blick auf Herbst und Winter zählt jetzt jede Impfung", betonte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) am Donnerstag bei Twitter. Ärzte und Politiker brachten verschiedene Vorschläge ins Spiel, um Impfungen auch ohne großes Kümmern um Termine in Impfzentren und Arztpraxen zu bekommen - in Wohngebieten, Unis oder Einkaufszonen. Mehr Impfungen werden auch wegen der ansteckenderen Delta-Variante angestrebt, die nun auch in Deutschland dominiert.

Mit knapp einer Million Impfungen am Mittwoch sei das Tempo weiter hoch, "geht aber zurück", erläuterte Spahn.

Eine grüne Lampe leuchtet am Eingang eines Impfzentrums in Velen (Nordrhein-Westfalen). Die ansteckendere Delta-Variante breitet sich zusehends aus, doch die Impfungen büßen gerade etwas an Geschwindigkeit ein.
Eine grüne Lampe leuchtet am Eingang eines Impfzentrums in Velen (Nordrhein-Westfalen). Die ansteckendere Delta-Variante breitet sich zusehends aus, doch die Impfungen büßen gerade etwas an Geschwindigkeit ein.  © Christopher Neundorf/dpa

Update, 8. Juli, 15.57 Uhr: Japan schließt Zuschauer bei Olympia in Tokio aus

Nach der erneuten Verhängung des Corona-Notstands in Japan haben die Olympia-Organisatoren den Ausschluss von Zuschauern von den Wettbewerben in Tokio beschlossen.

Dies gaben die japanischen Gastgeber nach Beratungen mit dem Internationalen Olympischen Komitee am Donnerstag bekannt.

Update, 8. Juli, 15.47 Uhr: Maas bekräftigt Corona-Vorstoß: Normalität in wenigen Wochen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat seine Forderung nach einer baldigen Aufhebung der Corona-Beschränkungen bekräftigt. In wenigen Wochen sei der Zeitpunkt erreicht, an dem alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben.

"Wenn das der Fall ist, gibt es keinen Grund mehr, keinen haltbaren Grund mehr, die Allgemeinheit mit Einschränkungen, wie wir sie aus der Vergangenheit kennen, zu belasten", sagte Maas am Donnerstag bei einem Besuch an der Grenze zu Luxemburg. "Dann beginnt die Normalität, das Leben mit dem Virus - und das ist kein Leben im Lockdown."

Wer geimpft sei, nehme niemandem mehr ein Intensivbett oder ein Beatmungsgerät weg.

Update, 8. Juli, 15.43 Uhr: Corona-Experte Lauterbach schläft seit Pandemie-Beginn zu wenig

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58) schläft nach eigenem Eindruck seit Beginn der Coronakrise zu wenig. Das liege daran, dass er jede Nacht Studien zur Pandemie-Lage lese, sagte Lauterbach dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". "Gut sind sieben Stunden und mehr. Die erreiche ich bei weitem nicht."

Wenig Schlaf ist jedoch nicht die einzige seiner derzeitigen Gewohnheiten, die Lauterbach nicht weiterempfehlen würde: "Ich esse sehr einseitig, ernähre mich nicht vegan. Trinke jeden Tag Wein. Trinke keinen grünen Tee, sondern schwarzen Kaffee. Ich hab' viel mehr Stress, als ich empfehlen würde. Ich mache kein Yoga."

Zudem hätten ihn seit einem Interview mit der Zeitschrift "Bunte", worin er sagte, dass er nicht ewig Single bleiben wolle, viele Zuschriften erreicht, sagte der SPD-Politiker. Zum Sichten habe ihm bisher aber die Zeit gefehlt.

Karl Lauterbach (68), Gesundheitsexperte der SPD und begehrter Single.
Karl Lauterbach (68), Gesundheitsexperte der SPD und begehrter Single.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 8. Juli, 15.40 Uhr: Katholische Kirche in Polen ruft Gläubige zu Covid-Impfung auf

Die katholische Kirche in Polen hat an die Menschen im Land appelliert, sich gegen Covid impfen zu lassen.

"Die Covid-Impfungen sind ein wichtiges Instrument, um die Verbreitung der Ansteckung einzudämmen, und viele Menschen betrachten sie als Hoffnung für eine mögliche Rückkehr zum normalen Funktionieren der Gesellschaft", hieß es in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme des Vorsitzenden der Bischofskonferenz, Stanislaw Gadecki.

Die Kirche unterstütze alle, die sich für eine Impfung entschieden. Gadecki betonte aber auch, die Covid-Impfung müsse weiterhin freiwillig bleiben.

Update, 8. Juli, 15.03 Uhr: Hamburg im "Kulturrausch" - Hunderte Kultursommer-Veranstaltungen

Wenn in einer Woche der Hamburger Kultursommer startet, können sich die Einheimischen sowie die Gäste der Hansestadt auf ein Programm mit mehr als 700 Veranstaltungen freuen.

Musik, Kunst, Film, Literatur, Theater, Kinder- und Jugendkultur - die Hamburger Kulturbehörde verspricht einen "Kulturrausch". Insgesamt werden den Angaben zufolge mehr als 100 Orte in 39 Stadtteilen bespielt, wie die Behörde am Donnerstag mitteilte.

Der Startschuss für den Kultursommer, der einen Impuls für den Neustart der Live-Kultur nach Corona setzen soll, wird am 15. Juli, 18 Uhr, am Spielbudenplatz gegeben.

Update, 8. Juli, 14.49 Uhr: Schüler und Eltern sehen Lernrückstände durch Schulschließungen

Die monatelangen Schulschließungen wegen Corona haben Kinder und Jugendliche nach Ansicht der meisten Eltern und Schüler bei der Bildung ausgebremst. Eine große Mehrheit geht davon aus, dass durch die Schließungen Lernrückstände aufgebaut wurden, wie eine repräsentative Befragung von Fünft- bis Zehntklässlern und Eltern im März und April durch das Institut für Demoskopie Allensbach ergab.

Die meisten gaben in der von der Deutschen Telekom Stiftung beauftragten Studie zwar an, mit dem sogenannten Homeschooling ganz gut zurechtgekommen zu sein. Wie gut, das hängt aber stark von der Schule und vom persönlichen Umfeld ab.

Monatelang waren wegen Corona Schulen geschlossen. Videokonferenzen und Aufgabenpakete per Mail haben das nach Ansicht von Eltern und Schülern nicht auffangen können: Die Mehrheit ist der Ansicht, dass es jetzt Lernrückstände gibt.
Monatelang waren wegen Corona Schulen geschlossen. Videokonferenzen und Aufgabenpakete per Mail haben das nach Ansicht von Eltern und Schülern nicht auffangen können: Die Mehrheit ist der Ansicht, dass es jetzt Lernrückstände gibt.  © Annette Riedl/dpa

Update, 8. Juli, 14.15 Uhr: Studie: Mobile Luftfilter nur in wenigen Klassenräumen sinnvoll

Die Wirkung mobiler Luftfilter in Klassenräumen zum Schutz gegen das Coronavirus ist nach einer Studie der Universität Stuttgart begrenzt. Die Experten sprechen sich in ihrer Analyse im Auftrag der Stadt Stuttgart dagegen aus, solche Geräte für alle Schulen anzuschaffen.

In der Studie, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, heißt es: "Basierend auf den Erkenntnissen aus dem Pilotprojekt ist der flächendeckende Einsatz von Luftreinigungsgeräten nicht indiziert (angezeigt)." In einzelnen Klassenräumen, die zu kleine oder zu wenige Fenster haben, sollte aber der Einsatz mobiler Geräte oder der Einbau stationärer Filter geplant werden.

Die Experten des Instituts für Gebäudeenergetik, Thermotechnik und Energiespeicherung hatten für die Studie ein halbes Jahr lang an zehn Stuttgarter Schulen die Wirkung der Filter gemessen. Sie warnen nun, die Geräte seien kein Ersatz für das Stoßlüften in Pausen.

"Beim Einsatz von Luftreinigungsgeräten sollte generell beachtet werden, dass diese keine Alternative zu einem Außenluftwechsel darstellen, sondern lediglich als Unterstützung zur Partikel- und potenziellen Virenreduktion im Raum eingesetzt werden sollten." Zusammenfassend stellen die Fachleute fest, der Einsatz von Luftreinigungsgeräten könne nicht die anderen Schutzmaßnahmen wie das Maske tragen oder Testen zur Eindämmung der Infektionsausbreitung ersetzen.

Die Wirkung mobiler Luftfilter in Klassenräumen zum Schutz gegen das Coronavirus ist nach einer Studie der Universität Stuttgart begrenzt.
Die Wirkung mobiler Luftfilter in Klassenräumen zum Schutz gegen das Coronavirus ist nach einer Studie der Universität Stuttgart begrenzt.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 8. Juli, 14 Uhr: London hebt für Briten Quarantänepflicht nach Ankunft auf

Touristen etwa aus Deutschland müssen auch nach dem 19. Juli nach Ankunft im Vereinigten Königreich für mindestens fünf Tage in häusliche Quarantäne.

Zwar hebt die britische Regierung die verpflichtende Selbstisolation für vollständig geimpfte Einreisende sowie Minderjährige auf - dies gilt aber nur für Menschen mit Wohnsitz im Land. Am 19. Juli sollen alle noch bestehenden Corona-Regeln beendet werden.

"Wir möchten internationale Besucher wieder in Großbritannien willkommen heißen und arbeiten daran, unseren Ansatz auf geimpfte Passagiere von wichtigen Reisezielen auszuweiten", sagte Verkehrsminister Grant Shapps am Donnerstag im Parlament. Er hoffe, dass die Ausweitung auf Länder wie die USA und die EU-Mitgliedstaaten "im Laufe des Sommers" erfolgen könne.

Ein Sprecher von Premierminister Boris Johnson machte klar, dass die Impfungen durch den britischen Gesundheitsdienst NHS erfolgt sein müssten, um ohne Quarantäne einreisen zu dürfen.

Briten oder Menschen mit Wohnsitz im Vereinigten Königreich müssen vom 19. Juli an bei Einreise aus "gelben Ländern" wie Deutschland, Frankreich oder Italien weiterhin einen negativen Corona-Test vorlegen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Sie müssen zudem nach Ankunft und innerhalb von zwei Tagen einen weiteren Test machen, die Selbstisolation sowie ein weiterer Test nach mindestens acht Tagen entfallen aber, wie Minister Shapps sagte. Die Regeln gelten für England und könnten in den anderen Landesteilen Schottland, Wales und Nordirland abweichen.

Update, 8. Juli, 12.45 Uhr: Nach dem Putsch jetzt massive Corona-Welle in Myanmar

Fünf Monate nach dem Militärputsch in Myanmar kämpft das Krisenland gegen seine bisher schwerste Corona-Welle.

Am Mittwoch meldete das Gesundheitsministerium eine Rekordzahl von fast 4000 Neuinfektionen und 57 Todesfällen in Verbindung mit Covid-19 - jedoch wird befürchtet, dass die wahren Zahlen noch viel höher sind. Eines der größten Probleme ist das Misstrauen der Menschen in das staatliche Gesundheitssystem, das jetzt von der Junta geführt wird.

Viele wollten sich aus Angst nicht einmal testen lassen, sagen Ärzte. Zudem weigerten sich viele Mediziner und Pfleger, für die neue Militärführung zu arbeiten. Myanmar versinkt seit dem Umsturz in Gewalt und Chaos. Die Junta unterdrückt jeden Widerstand mit brutaler Gewalt. Tausende Gegner wurden bereits festgenommen.

Update, 8. Juli, 12.15 Uhr: Tschechien verschärft Einreiseregeln - Tourismusbranche in Sorge

In Tschechien treten an diesem Freitag verschärfte Einreiseregeln für Urlauber aus Deutschland in Kraft. Die Tourismusbranche des Landes befürchtet nun einen erneuten Einbruch bei den Besucherzahlen.

"Jede derartige Barriere ist ein Hindernis für Urlauber", sagte der Präsident des tschechischen Hotel- und Gaststättenverbandes, Vaclav Starek, am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur. Deutschland sei für Tschechien das wichtigste Herkunftsland ausländischer Touristen. Schon jetzt liege die Bettenauslastung in den Hotels in Prag nur bei rund 11 Prozent.

Wer aus einem sogenannten grünen Land wie Deutschland, Österreich oder der Schweiz kommt, muss von nun an ein negatives Schnelltest-Ergebnis dabei haben, das nicht älter als 48 Stunden ist, oder ein PCR-Testergebnis, das nicht älter als 72 Stunden ist. Zudem ist vor der Einreise ein Online-Meldeformular auszufüllen. Von der Testpflicht ist ausgenommen, wer seit mindestens 14 Tagen vollständig gegen das Coronavirus geimpft ist.

Bei der Rückreise nach Deutschland sind abgesehen von Flugreisen derzeit keine besonderen Auflagen zu beachten.

Update, 8. Juli, 11.45 Uhr: Forschungsgemeinschaft: 140 Millionen Euro Förderung wegen Corona

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie bislang 140 Millionen Euro für Forschungsprojekte bereitgestellt. Davon seien 93 Millionen Euro als eine Art Coronahilfe auf bereits geförderte und von der Pandemie betroffene Projekte entfallen, sagte DFG-Präsidentin Katja Becker am Donnerstag bei der Vorstellung des Jahresberichts 2020.

Mit 45 Millionen Euro würden über 150 neue Projekte zur Erforschung von Covid-19 und anderen Epidemien und Pandemien unterstützt.

Die DFG als größte Forschungsfördereinrichtung in Deutschland wird überwiegend von Bund und Ländern finanziert. Im vergangenen Jahr wurden über 31.000 Projekte mit insgesamt 3,3 Milliarden Euro unterstützt.

Becker sagte, die Coronavirus-Pandemie habe bislang keine negativen Folgen für die Zahl der Anträge auf Förderung. So sei etwa die Zahl der Anträge in der Einzelförderung zwischen März 2020 und Februar 2021 um rund 1800 auf fast 16.700 gestiegen. Insgesamt habe es im vergangenen Jahr einen "massiven Aufwuchs" an Anträgen gegeben. Besonders deutlich hätten die Anträge von Wissenschaftlerinnen zugenommen.

Update, 8. Juli, 11.30 Uhr: Belgische Region vergibt Impftermine an Jugendliche

In der belgischen Region Wallonie sollen von kommender Woche an Impftermine regulär an Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren vergeben werden. Das berichtete die Nachrichtenagentur Belga unter Berufung auf die wallonische Gesundheitsministerin Christie Morreale.

Eine Entscheidung darüber sei am Mittwochabend getroffen worden. Die Impfung mit dem Vakzin von Biontech/Pfizer soll freiwillig sein und nur mit Einverständnis der Eltern verabreicht werden. Die Termine sollen online gebucht oder telefonisch vereinbart werden können. Zudem sind Aktionen in Impfzentren vorgesehen.

In Deutschland hat die Ständige Impfkommission (Stiko) bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Eine Aktualisierung der Impfempfehlung könne es erst geben, wenn aussagekräftige Daten zum Risiko durch die Impfung und zum Risiko durch Delta vorliegen, teilte Stiko-Chef Thomas Mertens jüngst mit.

Update, 8. Juli, 10.55 Uhr: Zypern erhält EU-Corona-Hilfen in Höhe von 1,23 Milliarden Euro

Die EU-Kommission hat der Republik Zypern grünes Licht für den Wiederaufbauplan nach der Corona-Krise gegeben. "Die Kooperation war exzellent", sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen am Donnerstag bei einem Besuch in Nikosia im Staatsrundfunk.

Große Teile der EU-Hilfen würden für die Infrastruktur, den Klimaschutz, die Digitalisierung und die Verbindung Zyperns mit dem europäischen Festland eingesetzt.

Das Programm hat nach Angaben der Regierung in Nikosia ein Volumen von 1,23 Milliarden Euro. Davon seien eine Milliarde Euro Zuschüsse und 230 Millionen Euro günstige Kredite. Diese Gelder sollten stufenweise bis 2026 ausgezahlt werden. Die ersten 130 Millionen Euro würden bis Ende Juli überwiesen. "Es ist ein historischer Tag", sagte der zyprische Präsident Nikos Anastasiades. Die Corona-Hilfen der EU seien die wichtigste Aktion seit der Gründung der Inselrepublik 1960.

Zypern braucht die EU-Gelder dringend, weil der Tourismus als Haupteinkommensquelle schwer unter der Corona-Pandemie leidet. Kommissionschefin von der Leyen sollte anschließend nach Kroatien weiterreisen.

Update, 8, Juli, 10.10 Uhr: Experten kritisieren britische Corona-Politik

In einem offenen Brief haben mehr als 100 Wissenschaftler und Mediziner die Corona-Öffnungspolitik der britischen Regierung als "gefährliches und skrupelloses Experiment" kritisiert.

Wenn sich das Virus dank der geplanten Lockerungen, die ein Ende von Maskenpflicht und Abstandsregeln vorsehen, weiter ausbreite, würden Millionen Menschen infiziert, Hunderttausende riskierten Langzeiterkrankungen und bleibende Behinderungen. Die für den 19. Juli geplanten Lockerungen müssten verschoben werden, forderten die Experten in dem in der Nacht zum Donnerstag vom Fachjournal "The Lancet" veröffentlichten Brief.

Die Strategie bereite der Entstehung impfstoffresistenter Varianten fruchtbaren Boden, warnten die Experten. "Dies würde alle, auch die bereits Geimpften, innerhalb Großbritanniens und weltweit gefährden."

"Bei dieser Strategie besteht die Gefahr, dass eine Generation mit chronischen Gesundheitsproblemen und Behinderungen zurückbleibt, deren persönliche und wirtschaftliche Auswirkungen noch über Jahrzehnte spürbar sein könnten", hieß es in dem Schreiben weiter, das insgesamt 122 Fachleute unterzeichnet haben. Vor allem Menschen mit chronischen Erkrankungen, junge Leute, Kinder und Ungeimpfte liefen Gefahr, andauernde Folgeschäden zu erleiden. Das britische Gesundheitsministerium betonte indes: "Unser Ansatz (...) findet eine Balance bei der Notwendigkeit, sowohl Leben als auch Existenzen zu schützen."

Update, 8. Juli, 9.30 Uhr: "Inzidenzstufe Null" - Überraschung über Corona-Lockerungen in NRW

Die weitreichende Lockerung der Corona-Auflagen in Nordrhein-Westfalen stößt auf Skepsis.

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58) stufte die Schritte am Donnerstag als verfrüht ein: "Wir sind in einer Phase, in der die Fallzahlen wieder steigen und sich der Impffortschritt verlangsamt. Der Zeitpunkt der Lockerungen hat mich überrascht, ich hätte einen späteren Zeitpunkt besser gefunden", sagte er im Radioprogramm WDR 2.

Angesichts der aktuell niedrigen Corona-Zahlen unternimmt Nordrhein-Westfalen einen großen Schritt in Richtung Normalität: Von diesem Freitag an gilt eine neue Corona-Schutzverordnung, die eine weitgehende Öffnung vieler Lebensbereiche vorsieht. Erlaubt sind dann wieder Diskotheken, Sportveranstaltungen, Musikfestivals und Volksfeste. In vielen Bereichen fallen zudem Kontaktbeschränkungen, Masken- und Nachverfolgungspflichten.

Möglich macht das eine neue "Inzidenzstufe Null", die Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Mittwoch in Düsseldorf vorgestellt hatte. Die Stufe greift, sobald Kreise oder kreisfreie Städte an fünf Tagen hintereinander höchstens zehn Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen aufweisen.

Lauterbach reagierte reserviert: "Ich hätte mich gefreut, wenn wir mit dem Impfen weiter gewesen wären. Nun werden wir im Herbst eine größere Gefahrenlage haben." Auf die Frage, wie man sich nun am besten verhalte, sagte er: "So viel wie möglich draußen machen und drinnen vorsichtig sein: Maske tragen und Abstand halten."

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58) stufte die Schritte am Donnerstag als verfrüht ein.
SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach (58) stufte die Schritte am Donnerstag als verfrüht ein.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 8. Juli, 8.50 Uhr: Hamburg macht auch 16- und 17-Jährigen ein Impfangebot

In Hamburg sollen nun überraschend auch 16- und 17-Jährige ein Angebot für einen Termin im Corona-Impfzentrum bekommen.

Das solle sofort gelten, sagte Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) dem "Hamburger Abendblatt". "Wir legen Wert darauf, dass die Eltern ihr Einverständnis erklären." Deswegen soll ein Erziehungsberechtigter zur Impfung mitkommen.

Leonhard verwies darauf, dass es sich bei dieser Altersgruppe um Jugendliche handele, "die anders als durchschnittliche Zwölfjährige viel mehr Kontakte haben und zum Teil auch eigenständig reisen". Sie seien auch mit Blick auf das Immunsystem sowie die Leber- und Nierenfunktion zum Abbau von Medikamenten weiter entwickelt.

Update, 8. Juli, 8 Uhr: Impftempo lässt etwas nach

Das Impftempo in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt etwas nachgelassen.

So seien in der vergangenen Woche bis einschließlich Sonntag durchschnittlich 710.100 Dosen pro Tag verabreicht worden, heißt es im RKI-Situationsbericht vom Mittwochabend. In der Vorwoche seien es 800 500 Dosen pro Tag gewesen. In der Woche davor waren es im Schnitt mehr als 820.000 Dosen pro Tag.

Von den bis einschließlich Sonntag ausgelieferten Impfstoffen waren bis Dienstag 93 Prozent der Dosen von Biontech/Pfizer (Comirnaty), 91 Prozent von Moderna, 78 Prozent von Astrazeneca und 56 Prozent von Johnson & Johnson verimpft worden.

Bislang haben mehr als 57 Prozent der Menschen in Deutschland eine erste Impfdosis erhalten, rund 40 Prozent sind vollständig geimpft.

Das Impftempo in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt etwas nachgelassen.
Das Impftempo in Deutschland hat nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) zuletzt etwas nachgelassen.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 8. Juli, 6 Uhr: SPD-Kultusminister kritisieren Luftfilter-Debatte

Der Sprecher der Kultusminister der SPD-geführten Länder, Ties Rabe (60), hat die Debatte über Luftfilter in Schulen kritisiert.

Der Hamburger Schulsenator wies auf die umfangreichen Sicherheitsmaßnahmen dort hin: Hygieneregeln, Maskenvorgaben, Testpflichten, die Impfmöglichkeit für die Beschäftigten und die Vorgabe, Räume alle 20 Minuten zu lüften.

"In keinem anderen Lebensbereich gelten so weitgehende Sicherheitsmaßnahmen wie in den Schulen", sagte Rabe der Deutschen Presse-Agentur. "Es ist schwer zu erklären, warum trotz dieser Maßnahmen der Schulbetrieb auch noch von Luftfiltern abhängen soll, die in anderen Lebensbereichen mit weniger strengen Schutzmaßnahmen – beispielsweise in Einzelhandel, Freizeitangeboten oder Gastronomie - keineswegs vorgeschrieben sind."

Rabe sagte, die Förderung helfe zweifellos dem Schulbau, sei in Sachen Corona aber Augenwischerei. "Um solche stationären Anlagen einzubauen, müssten alle rund 500.000 Klassen- und Unterrichtsräume aufwendig umgebaut werden – einschließlich Wanddurchbrüchen, Verputz- und Maurerarbeiten sowie der Installation von Elektro- und Rohrleitungssystemen." Selbst bei größter Anstrengung würde der Einbau in den Schulen in Deutschland mehrere Jahre dauern, fügte er hinzu.

Der Sprecher der Kultusminister der SPD-geführten Länder, Ties Rabe (60).
Der Sprecher der Kultusminister der SPD-geführten Länder, Ties Rabe (60).  © Markus Scholz/dpa

Update, 8. Juli, 4.30 Uhr: US-Forscher: Bereits vier Millionen Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Pandemie sind weltweit bereits mehr als vier Millionen Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben.

Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. Damit stieg die Zahl der global bekannten Corona-Todesfälle innerhalb von knapp drei Monaten von drei auf vier Millionen an. Weltweit gab es bislang rund 185 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Virus, wie Daten der Universität zeigten. Experten gehen bei Infektionen und Todesfällen von einer noch höheren Dunkelziffer aus.

Update, 8. Juli, 4 Uhr: Olympia-Stadt Tokio vor erneutem Notstand

Während der Olympischen Spiele soll in Tokio erneut der Corona-Notstand herrschen. Angesichts wieder deutlich steigender Infektionszahlen sehe sich die Regierung zu diesem Schritt gezwungen, wie japanische Medien am Donnerstag berichteten.

Ministerpräsident Yoshihide Suga wollte seine Entscheidung noch am selben Tag bekanntgeben. Am Vortag hatte die Stadtverwaltung 920 neue Infektionsfälle gemeldet. Das ist der höchste Stand an Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden seit dem 13. Mai. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit 18 Tagen jeweils über dem Wert des gleichen Tages der Vorwoche.

Eigentlich hatte Suga lediglich eine Verlängerung des bis Sonntag angesetzten Quasi-Notstand mit weniger strengen Maßnahmen geplant. Doch die Infektionslage ist so ernst, dass man offenbar um einen Notstand nicht herumkommt. Das wäre inzwischen der vierte für Tokio. Der Notstand ist allerdings kein Lockdown mit harten Ausgangssperren wie in anderen Ländern. Während die Bürger aufgerufen sind, möglichst zu Hause zu bleiben, dürfen Restaurants keinen Alkohol ausschenken, kein Karaoke anbieten und müssen abends früher als normal schließen.

Der bevorstehende neue Corona-Notstand wird nach japanischen Medienberichten möglicherweise bis zum 22. August verhängt werden, also bis weit nach Ende der Spiele.

Update, 8. Juli, 3 Uhr: Rufe nach kreativeren Impfangeboten: auf Einkaufsmeilen und Märkten

Angesichts des deutlich sinkenden Impftempos fordern immer mehr Politiker und Experten "kreativere Impfangebote" direkt dort, wo die Menschen sich viel aufhalten.

Bürger müssten sich auch in Fußgängerzonen, Wohnsiedlungen und bei Veranstaltungen impfen lassen können, forderte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Sabine Dittmar, in der "Welt".

Ähnlich sieht das die Ärztegewerkschaft Marburger Bund: "Da ist etwas mehr Kreativität bei den lokalen Behörden gefragt", sagte die Vorsitzende Susanne Johna der Düsseldorfer "Rheinischen Post" (Donnerstag). "Wir müssen Menschen auch direkt ansprechen und nicht warten, bis sie ins Impfzentrum oder zum Hausarzt kommen. Je niedrigschwelliger, desto besser."

Saar-Ministerpräsident Tobias Hans sprach sich für zusätzliche Anreize aus. "Man könnte an eine Verlosung denken, bei der unter den Impfbereiten beispielsweise ein Fahrrad, ein Fremdsprachenkurs oder ein anderer schöner Preis ausgegeben wird", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Mobile Impfteams und Sonderaktionen seien gerade in sozialen Brennpunkten nötig.

Update, 7. Juli, 20.12 Uhr: Hunderte Fußball-Fans feiern in London ohne Abstand und Masken

Vor dem zweiten Halbfinale der Fußball-EM haben am Mittwoch Hunderte Fans der englischen Nationalmannschaft ohne Abstand und Masken vor dem Wembley-Stadion gefeiert.

Die Anhänger der Three Lions sangen auf einem Vorplatz der Arena Lieder und standen eng beieinander. Mehr als 60.000 Zuschauer sollen bei der Partie gegen Dänemark am Abend im Stadion sein.

Schon vor dem ersten Halbfinale zwischen Italien und Spanien hatten sich am Dienstag weit vor dem Anpfiff Hunderte Fans beider Nationalteams vor dem Stadion eingestimmt. Zwar gelten offiziell Masken- und Abstandsregeln im Stadion, Bilder und Videos zeigten dennoch auch während der Partie Szenen wie vor der Corona-Pandemie.

Update, 7. Juli, 20.08 Uhr: Corona-Fälle mit Verbindung zur EM steigen

Während ganz Italien den Finaleinzug der Squadra Azzurra bei der Fußball-Europameisterschaft feiert, beschäftigt die Corona-Lage im Halbfinal- und Endspielort London weiter die Experten.

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der EM bislang mehr als 2500 Corona-Infektionen gezählt. In der dritten Turnierwoche sei ein erheblicher Anstieg im Vergleich zur Woche davor zu verzeichnen gewesen, bestätigte die EU-Agentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. Infektionsfälle in sieben Ländern ließen sich mit der EM in Verbindung bringen.

Schottland sei mit 1991 Fällen dabei am weitaus stärksten betroffen. Die schottische Mannschaft trug ihre EM-Gruppenspiele in Glasgow und im Londoner Wembley-Stadion aus. In Großbritannien breitet sich die als ansteckender geltende Delta-Variante des Virus stark aus. 436 Fälle seien zuletzt in Finnland registriert worden, vor allem nachdem Finnlands Fußballer in St. Petersburg spielten und Fans offensichtlich das Virus aus Russland mitbrachten.

In Deutschland sind demnach keine Corona-Infektionen direkt im EM-Zusammenhang festgestellt worden.

Update, 7. Juli, 19.30 Uhr: RKI: Delta-Variante dominiert erstmals in Deutschland

Die besonders ansteckende Delta-Variante ist in der Corona-Pandemie in Deutschland zur vorherrschenden Mutante geworden. Sie dominiere erstmals mit einem Anteil von 59 Prozent, hieß es am Mittwochabend in der jüngsten wöchentlichen Auswertung des Robert Koch-Instituts mit Blick auf die 25. Kalenderwoche (21. bis 27. Juni).

Es sei anzunehmen, dass es sich nun bei knapp zwei Dritteln der PCR-bestätigten neuen Corona-Infektionen um eine Ansteckung mit der Delta-Variante (B.1.617.2) und nur noch bei einem Drittel um eine mit der Alpha-Mutante handele. Mehr zu diesem Thema lest Ihr bei TAG24 unter "Delta-Variante dominiert erstmals in Deutschland".

Die starke Zunahme der Delta-Variante gehe mit einer leichten Erhöhung der Fallzahlen einher. Fachleute befürchten jedoch mit zunehmender Delta-Verbreitung wieder mehr Infektionszahlen. Das war unter anderem in Großbritannien im Mai beobachtet worden.
Die starke Zunahme der Delta-Variante gehe mit einer leichten Erhöhung der Fallzahlen einher. Fachleute befürchten jedoch mit zunehmender Delta-Verbreitung wieder mehr Infektionszahlen. Das war unter anderem in Großbritannien im Mai beobachtet worden.  © Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/ZB

Update, 7. Juli, 19.27 Uhr: New York ehrt Einsatzkräfte in Corona-Pandemie mit Konfettiparade

Die US-Millionenmetropole New York hat ihre Helden im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einer Konfettiparade geehrt.

Bei heißem Sommerwetter von über 30 Grad zogen am Mittwoch 14 Umzugswagen und 260 Gruppen - unter anderem Ärzte, medizinische Angestellte, Lieferboten oder Erzieher - über die Festroute in Manhattan, teilweise im Papierschnipsel-Regen. Schaulustige am Straßenrand jubelten ihnen zu und hielten Plakate hoch, auf denen unter anderem "Danke, Helden" oder "Mut, Stärke, Hoffnung" stand. Auch Bürgermeister Bill de Blasio nahm an der Parade teil.

Großmarschall Sandra Lindsay, eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens, die die erste Person im Land war, die eine COVID-19-Impfung erhielt, winkt den Zuschauern zu, während sie bei einer Konfettiparade den Broadway hinauf durch den Financial District fährt. Die US-Millionenmetropole New York hat ihre Helden im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einer Konfettiparade geehrt.
Großmarschall Sandra Lindsay, eine Mitarbeiterin des Gesundheitswesens, die die erste Person im Land war, die eine COVID-19-Impfung erhielt, winkt den Zuschauern zu, während sie bei einer Konfettiparade den Broadway hinauf durch den Financial District fährt. Die US-Millionenmetropole New York hat ihre Helden im Kampf gegen die Corona-Pandemie mit einer Konfettiparade geehrt.  © John Minchillo/AP/dpa

Update, 7. Juli, 18.20 Uhr: 40 Prozent mehr Klinikeinweisungen: Johnson hält dennoch an Aufhebung aller Regeln fest!

Mit mehr als 32.500 neuen Corona-Fällen an einem Tag hat Großbritannien den höchsten Tageswert seit Januar verzeichnet.

Sowohl die Zahl der Neuinfektionen als auch der Todesfälle und der Krankenhauseinweisungen stieg in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche jeweils um mehr als 40 Prozent, wie aus den am Mittwoch veröffentlichten Daten hervorgeht.

Grund ist die Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante, die für fast alle Corona-Fälle im Vereinigten Königreich verantwortlich ist. Die Sieben-Tage-Inzidenz, die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Menschen in einer Woche, stieg auf 256,2. In Deutschland liegt dieser Wert bei 5.

Der britische Premierminister Boris Johnson (57) will dennoch am 19. Juli alle Corona-Regeln aufheben. Am Mittwoch stellte sich der Regierungschef einem Parlamentsausschuss, dabei wich Johnson vielen Fragen der Abgeordneten aus.

Angesprochen auf die Ankündigung, dass sich vom 16. August an Kontakte von Corona-Infizierten nicht mehr tagelang selbst isolieren müssen, betonte Johnson, die Strategie sei, mehr zu testen als zu isolieren.

Der britische Premierminister Boris Johnson (57) will am 19. Juli alle Corona-Regeln aufheben.
Der britische Premierminister Boris Johnson (57) will am 19. Juli alle Corona-Regeln aufheben.  © Uk Parliament/Jessica Taylor/PA Media/dpa

Update, 7. Juli, 17.31 Uhr: Arztpraxen nach Empfehlung zur Kreuzimpfung endgültig am Limit

Die Überlastung der Arztpraxen nach den jüngsten Empfehlungen für sogenannte Corona-Kreuzimpfungen könnte nach Einschätzung von Experten viele zum Aussteigen bewegen.

Die Arztpraxen erlebten nach der schlecht kommunizierten Empfehlung der Ständigen Impfkommission (Stiko) "ein Riesen-Tohuwabohu", stellte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Nordrhein (KVNO), Frank Bergmann, am Mittwoch in Düsseldorf fest.

Die beim Robert Koch-Institut angesiedelte Stiko hatte am Donnerstag überraschend mitgeteilt, dass Menschen, die eine erste Impfung mit AstraZeneca erhalten haben, künftig unabhängig vom Alter als zweite Spritze einen mRNA-Impfstoff wie den von Biontech oder Moderna wählen sollten, weil die Immunantwort deutlich besser sei.

"Das war ein Kommunikationsdesaster", kritisierte auch der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der KVNO, Carsten König. "90 Prozent wollen Zweitimpfungen mit AstraZeneca nicht mehr", berichtete er aus seiner Düsseldorfer Hausarztpraxis.

Update, 7. Juli, 17.14 Uhr: WHO warnt vor breiter Aufhebung von Corona-Regeln

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt angesichts von Öffnungsplänen in Ländern wie Großbritannien vor voreiligen Schritten.

Die Annahme, dass schon alle durch Corona-Impfungen geschützt seien und daher wieder völlige Normalität hergestellt werden könne, sei gefährlich für Europa und andere Regionen, warnte WHO-Krisenmanager Mike Ryan am Mittwoch in Genf. "Jetzt ist extreme Vorsicht angesagt", sagte er bei einer Pressekonferenz.

"Im Rennen gegen Impfstoffe liegen derzeit die Virusvarianten vorne", warnte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56). Er gab erneut reichen Ländern die Schuld daran, dass sich ansteckendere Varianten durch die massive Unterversorgung ärmerer Länder mit Impfstoffen leichter ausbreiten und auch mutieren können.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Update, 7. Juli, 16.26 Uhr: Waren in Deutschland Millionen mehr Menschen an Corona erkrankt? Studie lässt aufhorchen!

Mehr als 40 Prozent aller mit dem Coronavirus Infizierten wissen nach einer Studie der Universitätsmedizin Mainz nichts von ihrer Infektion.

Die Forscher hatten Infektionen in Mainz und dem angrenzenden Kreis Mainz-Bingen analysiert. Zu zehn Personen, die dort wissentlich infiziert sind, müssten rund acht Personen hinzugerechnet werden, die unwissentlich infiziert sind, sagte der Koordinator der Gutenberg Covid-19-Studie, Philipp Wild, am Mittwoch in Mainz. Männer (44,2 Prozent) seien im Vergleich zu Frauen (40,6 Prozent) häufiger unwissentlich mit Sars-CoV-2 infiziert.

An der Studie haben von Oktober 2020 bis Ende Juni 2021 rund 10.520 Menschen im Alter von 25 bis 88 Jahren aus Mainz und dem Kreis Mainz-Bingen teilgenommen.

Für diese Region seien die Ergebnisse repräsentativ. Die Studie, die bisher nicht in einem Fachmagazin veröffentlicht wurde, baut auf der bereits 2007 begonnenen Gutenberg-Gesundheitsstudie mit 15.000 Menschen auf.

Deutlich mehr Tests hätten wohl noch deutlich mehr Corona-Fälle zutage geführt (Symbolbild).
Deutlich mehr Tests hätten wohl noch deutlich mehr Corona-Fälle zutage geführt (Symbolbild).  © Marijan Murat/dpa

Update, 7. Juli, 15.25 Uhr: Südkorea verzeichnet zweithöchsten Anstieg von Corona-Neuinfektionen

Südkorea hat den zweithöchsten Tageswert registrierter Corona-Neuinfektionen seit Beginn der Pandemie verzeichnet. Am Dienstag kamen 1212 Fälle hinzu, wie die Gesundheitsbehörden am Mittwoch mitteilten. Die Gesamtzahl kletterte demnach auf 162.753.

Man könne vom Beginn einer neuen, vierten Infektionswelle sprechen, sagte Lee Ki Il vom Gesundheitsministerium im Fernsehen. Als Konsequenz entschieden die Behörden, schon geplante weitere Lockerungen der Kontaktbeschränkungen erneut zu verschieben. Auch sollen vermehrt Tests auf das Virus durchgeführt werden.

Update, 7. Juli, 14.47 Uhr: R-Wert wieder über 1, Regierung ruft zum Impfen auf!

Erstmals seit April liegt die für die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Coronavirus entscheidende Reproduktionszahl wieder über der Schwelle von 1. So gab das Robert Koch-Institut (RKI) den sogenannten 7-Tage-R-Wert am Mittwoch mit 1,01 an (Vortag: 0,93).

Der R-Wert lag über viele Wochen deutlich unter 1, stieg aber zuletzt relativ kontinuierlich an. Experten zufolge könnte das an der Verbreitung der ansteckenderen Delta-Variante und an Lockerungen der Corona-Beschränkungen liegen.

Entsprechend will die Bundesregierung verstärkt bei Impfmuffeln für die Corona-Impfung werben, um möglichst wenig Krankheitsfälle im Herbst und große Immunität in der Bevölkerung zu erreichen.

Das Gesundheitsministerium will dafür die bestehende Impfkampagne "lauter stellen", wie ein Ministeriumssprecher am Mittwoch in Berlin ankündigte. Unter anderem TV- und Radiospots sollten an diejenigen gerichtet sein, die über eine zweite Impfung oder über eine Impfung generell nachdenken.

In der Debatte um einen Wegfall der Corona-Beschränkungen erinnerte die Regierung an die Mahnung von Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU), wachsam gegenüber Corona zu bleiben.

Vorsicht ist besser als Nachsicht: Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) fordert alle zur Wachsamkeit auf.
Vorsicht ist besser als Nachsicht: Kanzlerin Angela Merkel (66, CDU) fordert alle zur Wachsamkeit auf.  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 7. Juli, 14.40 Uhr: Entwicklungsländer bekommen 30 Millionen Impfdosen von Deutschland

Deutschland gibt bis Ende des Jahres mindestens 30 Millionen Corona-Impfdosen an Entwicklungsländer und andere Staaten ab.

Für die kostenlosen Spenden sollen Impfdosen der Hersteller AstraZeneca und Johnson & Johnson genutzt werden. Das geht aus einem Bericht des Gesundheitsministeriums hervor, der am Mittwoch im Kabinett vorgelegt wurde und der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. "Es ist in unserem ureigenen Interesse, die Welt zu impfen", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).

Moderna- und Birontech-Dosen sind nicht unter den Spenden. Dafür aber das in Deutschland unbeliebte AstraZeneca-Vakzin (rechts).
Moderna- und Birontech-Dosen sind nicht unter den Spenden. Dafür aber das in Deutschland unbeliebte AstraZeneca-Vakzin (rechts).  © Luka Dakskobler/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 7. Juli, 14.20 Uhr: Arzt erhält Morddrohungen, weil er Kinder impft

Nach Medienberichten über Corona-Impfungen für Kinder in einer Neu-Ulmer Praxis wird der betroffene Arzt in sozialen Netzwerken im Internet massiv bedroht.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Weil er Kinder gegen Corona impft: Arzt erhält Morddrohungen.

Update, 7. Juli, 14.13 Uhr: WHO meldet weltweiten Rückgang der Todesfälle und Anstieg der Infektionen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat so wenige gemeldete Todesfälle durch das Coronavirus registriert wie seit Anfang Oktober 2020 nicht mehr.

In der Woche vom 28. Juni bis 4. Juli waren es knapp 54.000, sieben Prozent weniger als in der Vorwoche, wie die WHO am Mittwoch in Genf bekanntgab.

Gleichzeitig stieg die Zahl der gemeldeten Infektionen weltweit leicht, auf gut 2,6 Millionen in der genannten Woche. Besonders stark war der Anstieg in der WHO-Europaregion, die 53 Länder von Portugal bis Tadschikistan umfasst: plus 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus wurde in sieben weiteren Ländern nachgewiesen, insgesamt jetzt in 104 der 194 WHO-Mitgliedsländer.

Damit sind insgesamt seit Beginn der Pandemie gut 183 Millionen Infektionen gemeldet worden und fast vier Millionen Menschen mit einer Corona-Infektion gestorben. Die WHO geht von einer hohen Dunkelziffer aus, weil nicht in allen Ländern alle Fälle entdeckt und gemeldet werden.

Update, 7. Juli, 14.08 Uhr: Fast 40 Prozent in Deutschland geimpft - Bremen vorne

Die Quote der vollständig gegen das Coronavirus geimpften Menschen in Deutschland wird voraussichtlich am Donnerstag die Marke von 40 Prozent überspringen.

Am Mittwoch lag die Quote nach Angaben des Robert Koch-Instituts (Stand 13.20 Uhr) bei 39,9 Prozent. Den Angaben zufolge wurden am Dienstag fast 700.000 Impfungen verabreicht. Mehr als 47,5 Millionen Menschen (57,1 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, rund 33,2 Millionen Menschen sind vollständig geimpft.

Insgesamt gab es bislang 78,7 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland. Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 65,9 Prozent weiterhin den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Nur Sachsen hat die 50-Prozent-Marke bislang nicht erreicht (48,8).

Das Saarland zählt mit 45 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 36,3 Prozent am Ende der Rangliste.

Eine Schale mit einer Spritze mit dem Wirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.
Eine Schale mit einer Spritze mit dem Wirkstoff Comirnaty von Biontech/Pfizer.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Juli, 13.45 Uhr: Wohnmobil-Boom geht weiter: Rekordabsatz im ersten Halbjahr

Die weiter hohe Nachfrage nach Wohnmobilen hat der Caravan-Branche im ersten Halbjahr ein Rekordergebnis beschert. Bei Wohnwagen hingegen ging die Zahl der Neuzulassungen wegen Lieferketten-Problemen zurück.

Insgesamt wurden in den ersten sechs Monaten dieses Jahres in Deutschland fast 62.600 Reisemobile und Wohnanhänger neu zugelassen, wie der Caravaning Industrie Verband (CIVD) am Mittwoch mitteilte. Das sind fast 15 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Update, 7. Juli, 13.40 Uhr: Reisen nach England für Geimpfte wohl bald wieder möglich

Die britische Regierung will Medienberichten zufolge noch an diesem Donnerstag ein Ende der Quarantänepflicht für geimpfte Reisende aus vielen europäischen Ländern, darunter Deutschland, beschließen.

Wie unter anderem die Times am Mittwoch berichtete, sollen Reisende aus Ländern, die auf der gelben Reiseliste der britischen Regierung stehen, vom 19. Juli an wieder ohne Pflicht zur Selbstisolation nach England einreisen können.

Voraussetzung ist, dass sie einen Nachweis über eine vollständige Corona-Impfung vorlegen können. Auf der gelben Liste stehen mit Ausnahme Maltas und einigen Regionen wie den Balearischen Inseln und Madeira bislang alle europäischen Staaten.

Passagiere gehen durch die Ankunftshalle des Londoner Flughafens Heathrow.
Passagiere gehen durch die Ankunftshalle des Londoner Flughafens Heathrow.  © Aaron Chown/PA Wire/dpa

Update, 7. Juli, 13.35 Uhr: Umfrage: Geringverdiener sind weniger geimpft

Wer in Deutschland wenig verdient, ist nach einer Umfrage für ein Forschungsinstitut der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung auch seltener gegen Corona geimpft.

Bei der nicht-repräsentativen Erhebung hätten im Juni 49 Prozent der Befragten aus dem untersten Fünftel der Lohnverteilung angegeben, schon mindestens die erste Impfdosis erhalten zu haben, teilte das Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Institut (WSI) am Mittwoch mit. Aus dem obersten Fünftel der Einkommensverteilung hätten dagegen 71 Prozent berichtet, mindestens einmal geimpft zu sein.

Update, 7. Juli, 11.25 Uhr: Flugverkehr über Deutschland nimmt weiter zu

Über Deutschland sind nach Aufhebung von Reisebeschränkungen wieder zunehmend mehr Flugzeuge unterwegs. Im Juni nahm der Flugverkehr nach Beobachtung der Deutschen Flugsicherung (DFS) im vierten Monat in Folge zu.

Dennoch erreiche das Verkehrsaufkommen im ersten Halbjahr 2021 nur ein Drittel des Niveaus von 2019. Wie die DFS am Mittwoch mitteilte, wurden im Juni 129.073 Starts, Landungen und Überflüge im deutschen Luftraum gezählt. Das seien fast 30.000 mehr als im Mai des laufenden Jahres gewesen, aber 57,6 Prozent weniger als im Juni 2019 - also vor der Corona-Pandemie.

Update, 7. Juli, 11.10 Uhr: Prognose: EU-Wirtschaftsleistung Ende 2021 wieder auf Vorkrisenniveau

Die Wirtschaftsleistung der EU könnte einer Prognose der EU-Kommission zufolge Ende des Jahres wieder auf Vorkrisenniveau sein.

Damit erhole sich die Wirtschaft schneller als zunächst angenommen von den Auswirkungen der Corona-Pandemie, so die Brüsseler Behörde am Mittwoch. Es wird von einem Wachstum von 4,8 Prozent in diesem und 4,5 Prozent im nächsten Jahr ausgegangen. Im Vergleich zu früheren Prognosen erhöhte sich die Erwartung damit um rund 0,5 Prozentpunkte.

Update, 7. Juli, 11.07 Uhr: Bayerns Gesundheitsminister Holetschek fordert erneute Prüfung der Impfempfehlung für Jugendliche

Die eingeschränkte Empfehlung zu Corona-Impfungen von Kindern und Jugendlichen muss laut Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56) auf Grundlage neuster Daten erneut überprüft werden.

"Da erwarten wir, dass wir von der Ständigen Impfkommission (Stiko) bald Empfehlungen haben, damit da Klarheit herrscht", sagte der CSU-Politiker dem Bayerischen Rundfunk (BR).

Die Stiko empfiehlt Impfungen für 12- bis 17-Jährige nur bei bestimmten Vorerkrankungen. Begründet wird das mit dem geringeren Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung in dieser Altersgruppe.

Klaus Holetschek (56, CSU), Bayerns Staatsminister für Gesundheit und Pflege.
Klaus Holetschek (56, CSU), Bayerns Staatsminister für Gesundheit und Pflege.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 7. Juli, 11.06 Uhr: OECD: Deutscher Arbeitsmarkt widersteht Corona-Krise

Der deutsche Arbeitsmarkt hat die Covid-19-Krise der Industriestaaten-Organisation OECD zufolge bisher "sehr gut" überstanden.

Beschäftigungsverluste während der Pandemie seien moderat ausgefallen, teilte die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Mittwoch in Paris mit. Die Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Eurozone sei vergleichsweise wenig gestiegen.

Update, 7. Juli, 10.50 Uhr: Corona-Infektionen in Olympia-Stadt Tokio steigen weiter

Keine drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele sind die Corona-Neuinfektionen in Tokio auf den höchsten Stand seit fast zwei Monaten gestiegen.

Die Stadtverwaltung meldete am Mittwoch 920 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden. Das ist der höchste Stand seit dem 13. Mai, als die Olympiastadt 1010 Neuinfektionen verzeichnet hatte. Damit liegt die Zahl der Neuinfektionen seit nunmehr 18 Tagen jeweils über dem Wert des gleichen Tages der Vorwoche.

Dies schürt die Sorge bei vielen Menschen, die befürchten, dass die Spiele zu einem Superspreader-Event werden könnten. Die Verantwortlichen beteuern jedoch, dass alles "sicher" sein werde.

Update, 7. Juli, 10.31 Uhr: Deutschland nicht mehr Exportweltmeister im Maschinenbau

Deutschlands Maschinenbauer haben nach eigener Berechnung ihren Titel als Exportweltmeister an China verloren.

Einer ersten Schätzung des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) für das vergangene Jahr zufolge kam China mit 165 Milliarden Euro auf einen Anteil von 15,8 Prozent am gesamten Exportvolumen mit Maschinen und Anlagen.

Deutschland verkaufte demnach Maschinen und Anlagen im Wert von 162 Milliarden Euro ins Ausland und kam damit 2020 auf einen Anteil von 15,5 Prozent an dem auf rund 1048 Milliarden Euro geschätzten globalen Außenhandelsvolumen in diesem Bereich. Im Jahr 2019 hatten die deutschen Anbieter in der Außenhandelsstatistik des Maschinenbaus noch einen Vorsprung von 1,4 Prozentpunkten auf China.

"Gerade die Corona-Pandemie hat Chinas Aufstieg einen kräftigen Schub verliehen, weil das Land sehr früh und nur sehr kurz betroffen war, während der europäische Absatzmarkt durch die Pandemie einen kräftigen Dämpfer erlitt", erklärte der Leiter VDMA Außenwirtschaft, Ulrich Ackermann, in einer Mitteilung des Verbandes.

Update, 7. Juli, 10.10 Uhr: Das Leiden an Covid-Spätfolgen - Betroffene berichten

Wie ergeht es Menschen, die eine Corona-Infektion überstanden haben, aber gesundheitlich weiterhin angeschlagen sind? Eine Betroffene fühlt sich mit ihren Problemen alleingelassen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Das Leiden an Covid-Spätfolgen: Betroffene fühlen sich allein gelassen.

Update, 7. Juli, 9.38 Uhr: AfD zieht sich im Streit um Maskenpflicht im Bundestag zurück

Das Bundesverfassungsgericht hat ein Verfahren zur Maskenpflicht im Bundestag eingestellt. Die AfD habe ihren Antrag zurückgenommen, teilte das Gericht am Mittwoch in Karlsruhe mit.

19 Abgeordnete der Fraktion hatten sich gegen die im Herbst von Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78) angeordnete Verpflichtung gewandt, in allen Gebäuden des Bundestags Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Der CDU-Politiker war aus ihrer Sicht dazu nicht befugt. Mit der Rücknahme des Antrags gebe es keine Grundlage mehr für ein Verfahren, erklärte das Gericht. (Az. 2 BvE 10/20)

Die Maskenpflicht im Bundestag gilt seit dem 6. Oktober. Abgeordnete können den Mund-Nasen-Schutz aber abnehmen, wenn sie - im Plenarsaal und in Sitzungsräumen - Platz genommen haben oder am Rednerpult stehen. Mehrere AfD-Abgeordnete hatten sich der Anordnung demonstrativ widersetzt. Schäuble stützt sich auf sein Hausrecht.

AfD-Chef Alexander Gauland (80, r.) und AfD-Bundestagsabgeordneter Sebastian Münzenmeier (32). Die Partei geht nicht weiter juristisch gegen die Maskenpflicht vor.
AfD-Chef Alexander Gauland (80, r.) und AfD-Bundestagsabgeordneter Sebastian Münzenmeier (32). Die Partei geht nicht weiter juristisch gegen die Maskenpflicht vor.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 7. Juli, 9.12 Uhr: Bahntickets für Fernzüge günstiger

Bahnfahren in Deutschland ist zuletzt zumindest im Fernverkehr tendenziell günstiger geworden.

Im Mai des laufenden Jahres waren die Preise für Tickets im Fernverkehr um 5,5 Prozent günstiger als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt errechnet hat. Ein Grund sei die geringere Nachfrage nach Bahntickets im Fernverkehr während der Corona-Pandemie, weshalb auch kurzfristig noch Sparpreistickets zu haben seien, teilte die Wiesbadener Behörde am Mittwoch mit. Im Nahverkehr dagegen zogen die Preise um 1,7 Prozent an, was vor allem Pendler trifft, die regelmäßig fahren.

Update, 7. Juli, 9.07 Uhr: Spahn warnt vor vielen Infektionen im Herbst bei zu geringer Impfquote

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU) hat eindringlich für Corona-Impfungen geworben und vor Monaten mit vielen Neuinfektionen gewarnt.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Maskenpflicht wird laut Spahn auch in Herbst und Winter gelten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41, CDU).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 7. Juli, 8.56 Uhr: Spahn: Maskenpflicht wird in einigen Bereichen noch länger gelten

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (41) geht davon aus, dass auch im kommenden Herbst und Winter in einigen Bereichen Maskenpflicht gelten wird.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Maskenpflicht wird laut Spahn auch in Herbst und Winter gelten.

Update, 7. Juli, 7.47 Uhr: Lockdown in Sydney wird verlängert

Der Lockdown in der australischen Metropole Sydney wird wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante um eine Woche verlängert.

Mehr dazu im TAG24-Bericht Lockdown in Sydney um eine Woche verlängert: "Verlassen Sie ihr Haus nicht".

Update, 7. Juli, 7.18 Uhr: EU-Gesundheitsbehörde meldet 2500 Corona-Fälle in Verbindung mit EM

Die europäische Gesundheitsbehörde ECDC hat im Zusammenhang mit der Fußball-EM bislang mehr als 2500 Corona-Infektionen gezählt.

In der dritten Turnierwoche der Europameisterschaft sei ein erheblicher Anstieg im Vergleich zur Woche davor zu verzeichnen gewesen, bestätigte die EU-Agentur auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur.

Infektionsfälle in sieben Ländern ließen sich mit der EM in Verbindung bringen, sagte die zuständige Direktorin Vicky Lefevre. Schottland sei mit 1991 Fällen dabei am weitaus stärksten betroffen.

England gegen Deutschland beim EM-Achtelfinale in London.
England gegen Deutschland beim EM-Achtelfinale in London.  © Matthew Childs/Pool Reuters/dpa

Update, 7. Juli, 7.10 Uhr: Deutlich weniger Beschwerden bei Schlichtungsstelle für Verkehr

Nach einem Beschwerderekord im vergangenen Jahr haben sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres wieder deutlich weniger Verbraucher an die Schlichtungsstelle für den öffentlichen Personenverkehr (SÖP) gewandt.

Etwas mehr als 8300 Anträge gingen im ersten Halbjahr bei der Stelle ein, wie sie am Mittwoch mitteilte. Das waren rund 42 Prozent weniger als im selben Zeitraum des Vorjahres. Der größte Teil der eingegangenen Beschwerden entfiel mit rund 84 Prozent demnach erneut auf den Bereich Flug.

Update, 7. Juli, 6.32 Uhr: Umfrage belegt Trend zu kontaktlosem Bezahlen

Die Corona-Pandemie hat dem kontaktlosen Bezahlen einen Schub verliehen. Eine jetzt veröffentlichte Umfrage der Postbank bestätigt diesen Trend.

Demnach bezahlen inzwischen 56 Prozent der Menschen in Deutschland an der Ladenkasse bargeldlos quasi im Vorbeigehen mit ihrer Bankkarte oder mit dem Smartphone. Im Vorjahr nutzten nach Angaben des zum Deutsche-Bank-Konzern gehörenden Bonner Instituts erst 47 Prozent diese Bezahlmethoden, vor fünf Jahren waren es gerade einmal 10 Prozent.

Update, 7. Juli, 6.16 Uhr: RKI meldet 985 Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,1

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 985 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Das geht aus Zahlen vom Mittwochmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 04.11 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 808 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,1 an (Vortag: 4,9; Vorwoche: 5,2).

Deutschlandweit wurde nach den neuen Angaben binnen 24 Stunden 48 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 56 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.732.549 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.631.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.110.

Ein Helfer steht mit Taschentücher zum Nase schnäuzen für Corona-Schnelltests in einem Testzentrum.
Ein Helfer steht mit Taschentücher zum Nase schnäuzen für Corona-Schnelltests in einem Testzentrum.  © Julian Stratenschulte/dpa

Update, 7. Juli, 5 Uhr: Verdi-Vorständin für Mindestpreis bei Flugtickets

Die Gewerkschaft Verdi hat sich bei Fugtickets für einen Mindestpreis von 40 Euro ausgesprochen. Fliegen müsse nachhaltiger werden, sagte Bundesvorständin Christine Behle der Deutschen Presse-Agentur.

"Für 9,99 Euro am Wochenende nach Barcelona zu fliegen, um dort Party zu machen, das muss ein Ende haben. Das ist ein wahnsinniger Tourismus zu Lasten des Klimas." Behle sprach sich für einen Mindestpreis für Ticketpreise von 40 Euro aus. Sie verwies auf entsprechende Pläne in Österreich und auf die Ertragslage der Fluggesellschaften. "Wir erwarten nach der Corona-Pandemie, dass der Wettbewerb noch ruinöser wird."

Update, 7. Juli, 4.37 Uhr: Wanderwitz: Bei vielen Ostdeutschen Grundskepsis gegenüber Politik

Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (45, CDU), sieht bei vielen Ostdeutschen eine "vertiefte Grundskepsis" gegenüber der Politik und der Demokratie.

"Das ist zwar eine Minderheit, aber die Minderheit ist größer als in den alten Bundesländern", sagte der CDU-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. "Das ist demokratiegefährdend. Wir müssen es schaffen, die Menschen von Demokratie und Rechtsstaat zu überzeugen. Der Zustand muss aufhören, dass wir vor jeder ostdeutschen Landtagswahl wie das Kaninchen auf die Schlange auf die Wahlergebnisse schauen und zittern, wie viel Prozent extreme Kräfte erreichen."

Update, 7. Juli, 3 Uhr: Bundesjustizministerin Lambrecht befürwortet Maskenpflicht in Innenräumen für alle

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (56, SPD) spricht sich im Kampf gegen das Coronavirus weiter für eine Maskenpflicht in Innenräumen aus.

"Auch eine Impfung bietet keinen hundertprozentigen Schutz vor einer Weitergabe des Virus, wie sich zuletzt an der Ausbreitung der Delta-Variante in einigen Ländern gezeigt hat", sagte die SPD-Politikerin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. "Einige Vorsichtsmaßnahmen bleiben daher vorerst auch für geimpfte Personen sinnvoll, wie zum Beispiel das Tragen einer Maske in Innenräumen."

Christine Lambrecht (56, SPD), Bundesjustizministerin.
Christine Lambrecht (56, SPD), Bundesjustizministerin.  © Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 7. Juli, 2 Uhr: Studie: mRNA aus Corona-Impfstoff nicht in Muttermilch nachweisbar

Corona-Impfungen für stillende Frauen mit mRNA-Impfstoffen sind nach Einschätzung von US-Experten in Hinblick auf die Muttermilch unproblematisch.

Wegen der Immunisierung sollten Mütter nicht aufhören zu stillen, schreibt ein Team um Stephanie Gaw von der University of California San Francisco im Fachblatt "Jama Pediatrics". In 13 untersuchten Muttermilchproben von sieben geimpften Frauen sei keine mRNA aus dem Impfstoff nachweisbar gewesen.

Update, 7. Juli, 0.30 Uhr: Vizekanzler Scholz hofft auf normalen Schulunterricht

Vizekanzler Olaf Scholz (63, SPD) rechnet für das kommende Schuljahr mit einem normalen Unterricht.

"Die Fortschritte bei der Impfkampagne stimmen mich optimistisch, dass normaler Schulunterricht möglich sein wird", sagte der SPD-Kanzlerkandidat dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). "Nach anderthalb Jahren ist es höchste Zeit, wieder in einen halbwegs normalen Schulalltag zurückzukehren."

Update, 6. Juli, 23.26 Uhr: WHO empfiehlt weitere Entzündungshemmer für Corona-Patienten

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat weitere Entzündungshemmer in die Medikamentenpalette zur Behandlung von Covid-19 aufgenommen.

Die UN-Organisation in Genf sprach am Dienstagabend eine Empfehlung für Tocilizumab und Sarilumab aus. Die zwei Wirkstoffe, die ursprünglich für rheumatische Gelenksentzündungen entwickelt wurden, seien für schwer kranke Corona-Patienten lebensrettend, hieß es.

Daten von mehr als 10.000 Kranken in 27 klinischen Studien hätten gezeigt, dass diese Medikamente das Sterberisiko bei schwer Erkrankten um 13 Prozent senkten, teilte die WHO mit.

Update, 6. Juli, 20.22 Uhr: Festival Cannes gestartet

Die 74. Internationalen Filmfestspiele Cannes sind eröffnet. Zur Gala kamen am Dienstagabend unter anderem Marion Cotillard und Adam Driver.

Sie spielen die Hauptrollen in dem Musikfilm "Annette", mit dem das Festival startete. Über den roten Teppich an der südfranzösischen Croisette lief am Abend auch Jodie Foster. Die US-Schauspielerin, Regisseurin und zweifache Oscar-Preisträgerin ("Das Schweigen der Lämmer" und "Angeklagt") wurde am Abend mit einer Ehrenpalme für ihr Lebenswerk geehrt.

Die Auszeichnung der Internationalen Filmfestspiele in Cannes, die "Palme d'or" (zu deutsch: Goldene Palme).
Die Auszeichnung der Internationalen Filmfestspiele in Cannes, die "Palme d'or" (zu deutsch: Goldene Palme).  © Sebastien Nogier/EPA/dpa

Update, 6. Juli, 19.30 Uhr: Wegen hoher Fallzahlen: Athen schränkt Nachtleben drastisch ein

Von Donnerstag an gelten in griechischen Bars wieder strikte Corona-Maßnahmen sowie saftige Strafen bei Zuwiderhandlung.

Das hat der Chef des griechischen Zivilschutzes am Dienstagabend angekündigt. Grund ist der starke Anstieg der Corona-Neuinfektionen - die Zahlen haben sich in Griechenland binnen einer Woche mehr als verdoppelt, betroffen sind vor allem junge Leute.

"Das durchschnittliche Alter der neu Erkrankten beträgt 27 Jahre, es wurden Hunderte Fälle im Zusammenhang mit Unterhaltungsbetrieben gemeldet", sagte Zivilschutzchef Nikos Chardalias.

Weil der Anstieg der Fälle offensichtlich mit dem Nachtleben zusammenhängt, dürfen die Gäste ab Donnerstag nur noch sitzen, nicht mehr beisammenstehen oder gar tanzen, und die Betriebe dürfen auch nicht voll besetzt sein.

Bei Zuwiderhandlung soll es von Beginn an harte Strafen geben: Es drohen je nach Betriebsgröße zwischen 2000 und 5000 Euro Bußgeld und eine siebentägige Sperre.

Update, 6. Juli, 18 Uhr: Knapp 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland vollständig geimpft

Knapp 40 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft.

Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Dienstag (Stand 16.40 Uhr) hervor.

Demnach wurden am Montag 479.236 Impfdosen verabreicht. Mehr als 47,2 Millionen Menschen (56,8 Prozent) haben mindestens eine Impfung bekommen, knapp 32,7 Millionen Menschen (39,3 Prozent) sind vollständig geimpft.

Insgesamt gab es bislang fast 78 Millionen Corona-Impfungen in Deutschland, wie Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf Twitter schrieb. Knapp 10 Prozent der 12- bis 18-Jährigen seien mindestens einmal geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 65,5 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. Nur Sachsen hat die 50-Prozent-Marke bislang nicht erreicht (48,5). Das Saarland zählt mit 44,3 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 35,7 Prozent am Ende der Rangliste.

Update, 6. Juli, 17.40 Uhr: Ab Mittwoch gelten gelockerte Reisebeschränkungen für fünf Länder

Die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal werden ab Mittwoch gelockert.

Die fünf Länder werden vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft.

Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt.

Hintergrund ist, dass die Delta-Variante des Coronavirus auch in Deutschland schon weit verbreitet ist. Der eigentliche Zweck der drastischen Reisebeschränkungen - die Ausbreitung der Delta-Variante zu bremsen - hat sich damit weitgehend erledigt. Die Infektionszahlen in den fünf herabgestuften Ländern sind aber weiterhin hoch.

Seit vorletzter Woche steigen die Infektionszahlen insgesamt in Europa.

Dass es wegen der Delta-Variante zu neuen Einstufungen von Virusvariantengebieten mit harten Quarantäneregeln kommen wird, gilt aber als unwahrscheinlich - weil diese Variante eben auch in Deutschland schon stark verbreitet ist.

Mit der Herabstufung der fünf Länder sinkt die Zahl der Virusvariantengebiete weltweit am Mittwoch wieder von 16 auf 11. Die verbliebenen Ländern sind Brasilien und Uruguay in Lateinamerika, sowie neun Länder in Afrika: Südafrika, Botsuana, Eswatini, Lesotho, Malawi, Mosambik, Namibia, Sambia und Simbabwe.

Hessen, Frankfurt/Main: Bundespolizisten kontrollieren auf dem Frankfurter Flughafen Passagiere eines Fluges aus Portugal.
Hessen, Frankfurt/Main: Bundespolizisten kontrollieren auf dem Frankfurter Flughafen Passagiere eines Fluges aus Portugal.  © Boris Roessler/dpa

Update, 6. Juli, 17.37 Uhr: Corona-Neuinfektionen in Griechenland steigen stark an

Die Zahl der täglichen Corona-Neuinfektionen in Griechenland hat sich innerhalb einer Woche mehr als verdoppelt.

Am Dienstag meldete die griechische Gesundheitsbehörde 1797 Neuinfektionen binnen 24 Stunden für das Land mit seinen rund 11 Millionen Einwohnern. Vergangene Woche waren noch zwischen 600 und 700 Neuinfektionen täglich gemeldet worden.

Gut die Hälfte aller Neuinfektionen beträfen junge Menschen unter 30 Jahren, teilten die Experten mit.

Es wird vermutet, dass der Anstieg auf das Nachtleben zurückzuführen ist - Griechenland hatte erst Anfang vergangener Woche die nächtliche Ausgangssperre aufgehoben, die von 1.30 Uhr bis 5.00 Uhr galt. Als weiterer Grund für den Anstieg gilt die Ausbreitung der Delta-Variante.

Griechische Medien berichteten am Dienstag, die Regierung erwäge erneut Maßnahmen wie nächtliche Ausgangssperren und Reiseverbote - allerdings sollen Maßnahmen künftig nur für ungeimpfte Bürger gelten.

Gleichzeitig soll die Impfkampagne noch stärker vorangetrieben werden, unter anderem mit mobilen Impf-Stationen an Urlaubszielen.

Update, 6. Juli, 17.30 Uhr: Spanischer Corona-Hotspot Katalonien schränkt Nachtleben stark ein

Zur Eindämmung der seit Tagen rasant steigenden Infektionszahlen schränkt der spanische Corona-Hotspot Katalonien das Nachtleben stark ein.

Man werde eine Schließung der Innenbereiche aller nächtlichen Vergnügungslokale anordnen, teilte die Regionalregierung am Dienstag in Barcelona mit.

Die Maßnahme solle am Freitagabend in Kraft treten. Über die Details werde noch gesprochen, sagte Regierungssprecherin Patricia Plaja.

Spanien, Vilanova I La Geltru: Ein Dj spielt auf dem Vida 2021 Festival. Im spanischen Corona-Hotspot Katalonien können die rasant gestiegenen Infektionszahlen die Sommerpartys von Einheimischen und Touristen nicht stoppen.
Spanien, Vilanova I La Geltru: Ein Dj spielt auf dem Vida 2021 Festival. Im spanischen Corona-Hotspot Katalonien können die rasant gestiegenen Infektionszahlen die Sommerpartys von Einheimischen und Touristen nicht stoppen.  © Ramon Costa/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 6. Juli, 16.30 Uhr: Fünf Corona-Fälle im Untersuchungsausschuss zum Ibiza-Skandal

Im Ibiza-Ausschuss des österreichischen Parlaments sind nach einer Sitzung fünf Corona-Infektionen bekannt geworden.

Zu den Betroffenen zählt die Abgeordnete Stephanie Krisper, die die liberalen Neos in dem Untersuchungsausschuss vertritt. Die Oppositionspartei bestätigte den positiven Test am Dienstag.

Sitzungsteilnehmer hatten sich testen lassen, nachdem die rechte FPÖ am Montag über die Infektion ihres Ausschussmitglieds Christian Hafenecker informierte - drei Tage nachdem er selbst davon erfuhr.

Update, 6. Juli, 16.22 Uhr: Weniger Impf-Wirksamkeit in Israel? Charité-Experte vorsichtig

Nach Berichten aus Israel über eine verringerte Wirksamkeit der Pfizer/Biontech-Impfung gegen die Delta-Variante des Coronavirus warnt ein Charité-Experte vor schnellen Schlüssen.

"Diese Zahlen muss man noch etwas mit Vorsicht betrachten. Es ist methodisch schwierig in einem solchen Setting wie in Israel mit niedrigen Inzidenzen und lokalen Ausbrüchen die genaue Effektivität der Impfung zu bestimmen", teilte Leif Erik Sander auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag mit.

Daten aus Großbritannien deuteten darauf hin, dass der Impfschutz kurz nach der zweiten Dosis nur geringfügig reduziert sei bei Delta - verglichen mit der bisher vorherrschenden Alpha-Variante.

Dass der Immunschutz mit der Zeit etwas nachlasse, sei allerdings auch denkbar, erklärte Sander.

In Israel sei sehr früh geimpft worden. Dass vor allem der Schutz vor einer Weitergabe des Virus mit der Zeit nachlassen könnte, wird schon länger befürchtet - er gilt als weniger langlebig als der Schutz des Geimpften selbst.

"Man muss also die Zahlen weiter genau beobachten", so Sander.

Grundsätzlich sei anzunehmen, dass es durch die Delta-Variante häufiger zu sogenannten Durchbruchinfektionen - also Infektionen bei Geimpften - und auch zur Weitergabe des Virus durch Geimpfte kommen könne, bekräftigte Sander.

Bayern, Gauting: Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze.
Bayern, Gauting: Eine Klinik-Mitarbeiterin zieht den Covid-19 Impfstoff von Biontech/Pfizer für eine Impfung auf eine Spritze.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 6. Juli, 16.16 Uhr: Umfrage im Gastgewerbe: Öffnungen bringen kaum Entspannung

Hotels und Restaurants in Deutschland schätzen ihre wirtschaftliche Lage laut einer Umfrage trotz der Lockerungen der Corona-Beschränkungen weiter als angespannt ein.

Der Umsatzrückgang im Vergleich zum Jahr 2019 habe im Juni bei 35,7 Prozent gelegen, hieß es vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband Dehoga am Dienstag.

"Nach insgesamt neun Monaten Lockdown erholen sich die Betriebe nur langsam von den verheerenden Folgen der Pandemie", sagte Dehoga-Präsident Guido Zöllick.

Unter den 3300 vom Verband befragten Betrieben gab es jedoch den Angaben zufolge große Unterschiede.

Während Clubs und Diskotheken im Juni weiter auf fast 90 Prozent ihrer Erträge aus der Zeit vor der Pandemie verzichten mussten, lagen die Einbußen bei Gastronomen, die vor allem Essen anbieten, bei unter 30 Prozent.

Der Verband begrüßte angesichts der Lage die Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier, die Überbrückungshilfen zu verlängern.

Nach dem Ergebnis der Umfrage rechnen die Betriebe erst in zwölf Monaten wieder mit einem Normalbetrieb wie vor der Krise.

Update, 6. Juli, 16.12 Uhr: Wichtige Geschlechterunterschiede kommen in Covid-Studien kaum vor

Obwohl sich das Coronavirus unterschiedlich auf Frauen und Männer auswirkt - etwa bei Todesfällen - findet das in den meisten klinischen Studien keine Berücksichtigung.

Dabei müssten Frauen und Männer unterschiedlich behandelt werden, stellt eine am Dienstag veröffentlichte internationale Analyse unter Beteiligung der Universität Bielefeld fest.

Während der Pandemie habe sich herausgestellt: "Männer sind häufiger von schweren Krankheitsverläufen betroffen, müssen öfter im Krankenhaus behandelt werden und sterben schließlich im Zusammenhang mit dem Virus auch öfter."

Woran das liege, sei bisher nicht vollständig erforscht.

Ebenso gebe es einen Zusammenhang zwischen der sozialen Geschlechterrolle und der Wahrscheinlichkeit, sich mit dem Virus anzustecken.

Dementsprechend steige das Ansteckungsrisiko von Frauen, weil sie häufiger als Pflegekräfte tätig seien und in Berufen mit viel Kundenkontakt arbeiteten.

Update, 6. Juli, 16.08 Uhr: Hunderttausende Schüler in England wegen Coronaregeln nicht in Schule

Die Zahl der Schüler in England, die in der Pandemie wegen Selbstisolation nicht am Unterricht teilnehmen, ist in den vergangenen Wochen massiv gestiegen.

Die Zahl hatte sich innerhalb von zwei Wochen von Mitte Juni bis Anfang Juli mehr als verdoppelt. Die Regierung in London will daher nun die Pflicht zur Selbstisolation auf die Schüler beschränken, die selbst positiv getestet wurden, wie Bildungsminister Gavin Williamson am Dienstag in London mitteilte.

Jüngsten Zahlen der Regierung zufolge waren am 1. Juli rund 560.000 Schüler für zehn Tage in Selbstisolation, weil eine Person in ihrer Klasse oder Jahrgangsstufe zuvor positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

Rund 62.000 Schüler verpassten den Unterricht, weil bei ihnen selbst eine Infektion vermutet oder nachgewiesen wurde. Insgesamt entspricht das 8,5 Prozent der Schülerschaft in staatlichen Schulen.

Um die Fehlzeiten zu reduzieren, sollen nun vom 16. August an nur noch die Kinder in Selbstisolation geschickt werden, die selbst positiv auf das Coronavirus getestet wurden.

Auch geimpfte Erwachsene müssen künftig nicht mehr zuhause bleiben, wenn ihre Corona-Warnapp einen Kontakt mit einer infizierten Person anzeigt.

Großbritannien, Tunbridge Wells: Kinder verlassen eine Schule in Kent.
Großbritannien, Tunbridge Wells: Kinder verlassen eine Schule in Kent.  © Philip Toscano/PA Wire/dpa

Update, 6. Juli, 16 Uhr: Kein O.K. für Corona-Hilfen: EU-Kommission legt sich mit Orban an

Die EU-Kommission von Ursula von der Leyen legt sich einmal mehr mit der Regierung des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orban an.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur verweigert die Brüsseler Behörde derzeit dem ungarischen Plan für die Verwendung von EU-Corona-Hilfen eine positive Bewertung.

Grund sind nach Angaben aus EU-Kreisen bislang nicht ausreichende Garantien und Vorkehrungen gegen eine missbräuchliche Verwendung der Gelder.

Eine positive Bewertung des Plans für die Mittelverwendung ist Voraussetzung dafür, dass Ungarn Geld aus der sogenannten Aufbau- und Resilienzfazilität (RFF) der EU bekommen kann. Für das Land sind nach derzeitigen Berechnungen eigentlich rund 7,2 Milliarden Euro vorgesehen.

Update, 6. Juli, 15.40 Uhr: Labore: Delta bei fast jeder zweiten Corona-Infektion

In deutschen Laboren geht mittlerweile knapp die Hälfte aller untersuchten Corona-Befunde auf die Delta-Variante zurück.

Das teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin (ALM) am Dienstag mit. Demnach betrug der Delta-Anteil bei der Datenerhebung der Woche bis 4. Juli 47 Prozent.

Der Verband sprach von einem "erwartungsgemäßen" Anstieg. Die Zahlen des ALM decken sich in etwa mit der Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) von vergangener Woche.

Es sei damit zu rechnen, dass die in Indien entdeckte Mutante "mindestens die Hälfte aller Neuinfektionen ausmacht", schrieb das RKI mit Bezug auf die Woche bis 4. Juli. Aktuelle Daten des RKI werden am Mittwochabend erwartet.

Rheinland-Pfalz, Ingelheim am Rhein: Ein leeres Abstrichröhrchen zur Analyse des Corona-Virus wird im Labor der Firma „Bioscientia“ zu Illustrationszwecken vor einen Monitor gehalten, auf dem ein sogenannter „Schmelzkurvenverlauf“ der „Delta-Variante“ des Virus dargestellt ist.
Rheinland-Pfalz, Ingelheim am Rhein: Ein leeres Abstrichröhrchen zur Analyse des Corona-Virus wird im Labor der Firma „Bioscientia“ zu Illustrationszwecken vor einen Monitor gehalten, auf dem ein sogenannter „Schmelzkurvenverlauf“ der „Delta-Variante“ des Virus dargestellt ist.  © Boris Roessler/dpa

Update, 6. Juli, 15 Uhr: Zwei Drittel befürworten Bußgeld für "Impftermin-Schwänzer"

Menschen, die einen Impftermin ohne Absage verstreichen lassen, sollten nach Auffassung einer Mehrheit der Deutschen Geldbußen zahlen.

In einer am Dienstag veröffentlichten Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Civey im Auftrag des Bonner General-Anzeigers sprachen sich 65,8 Prozent für eine solche Abgabe von Impftermin-Schwänzern aus.

28 Prozent lehnten sie ab, der Rest ist unentschieden. Am deutlichsten fiel die Zustimmung in der Gruppe der über 65-Jährigen aus. Hier plädierten fast drei Viertel für eine Geldbuße, wenn jemand seinen Impftermin ohne Absage nicht wahrnimmt.

Update, 6. Juli, 14.27 Uhr: Politik gibt grünes Licht für Zuschauer-Rückkehr im Profifußball

Die Fußball-Fans dürfen sich auf eine Stadion-Rückkehr in der kommenden Bundesligasaison freuen.

Mit Beginn der Spielzeit 2021/22 sollen unter bestimmten Voraussetzungen maximal 25.000 Zuschauer die Spiele im deutschen Profifußball verfolgen dürfen. Diesen Beschluss fassten am Dienstag die Chefinnen und Chefs der Staats- und Senatskanzleien.

Update, 6. Juli, 14.26 Uhr: Großveranstaltungen bis 25.000 Zuschauer sollen wieder erlaubt werden

Große Sportveranstaltungen mit bis zu 25 .000 Zuschauern sollen trotz der zunehmend grassierenden Delta-Variante des Coronavirus unter bestimmten Voraussetzungen wieder möglich werden.

Bei bestimmten Veranstaltungen sollen sogar mehr Teilnehmer erlaubt sein, wie aus einem Beschluss der Arbeitsgruppe Großveranstaltungen der Chefs der Staatskanzleien vom Dienstag hervorgeht, der der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. Bayern will die Obergrenze bei 20.000 Zuschauern ziehen.

Nach Angaben aus Länderkreisen ist eine formale Zustimmung der Ministerpräsidenten nicht nötig. Die Neuregelung muss aber noch in das jeweilige Landesrecht übertragen werden.

Für "große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter" gilt: Bei mehr als 5000 Zuschauern darf laut Beschluss maximal die Hälfte der am Veranstaltungsort möglichen Zuschauer zugelassen sein, aber normalerweise nicht mehr als insgesamt 25.000 Menschen. Bayern will nur eine Auslastung von maximal 35 Prozent der Höchstkapazität zulassen. Für bestimmte Großveranstaltungen (zum Beispiel sogenannte Traditionsveranstaltungen) können die Länder unter Umständen auch mehr Zuschauer zulassen.

Bislang sind Konzerte mit Tausenden Zuschauern nicht möglich. Das soll sich ändern.
Bislang sind Konzerte mit Tausenden Zuschauern nicht möglich. Das soll sich ändern.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 6. Juli, 14.07 Uhr: Kinos zufrieden mit erstem Wochenende

Monatelang waren die Kinos wegen der Pandemie geschlossen - nun haben sie wieder geöffnet. Mehrere Verbände zeigen sich zufrieden mit den Zahlen am ersten Wochenende.

Von Donnerstag bis Sonntag seien knapp 830.000 Besucherinnen und Besucher in den Kinos gewesen, teilten HDF Kino und Verband der Filmverleiher (VdF) unter Berufung auf den Analysedienst Comscore mit. Das sei "ein unter den bestehenden Auflagen sehr gutes Ergebnis".

Update, 6. Juli, 14 Uhr: China setzt Super League für WM-Qualifikationsspiele aus

Um seine Qualifikationsspiele für die Fußball-WM trotz strenger Corona-Regeln bestreiten zu können, will China seine höchste Fußball-Liga in diesem Jahr für mehr als drei Monate aussetzen.

Wie Chinas staatliche Nachrichtenagentur Xinhua unter Berufung auf den chinesischen Fußballverband CFA berichtete, werde die Super League in diesem Jahr zunächst am 15. Juli starten. Dann werde ab dem 12. August eine Pause bis zum 1. Dezember eingelegt.

Dieser Spielplan sei erforderlich, da die Nationalmannschaft in der Zeit dazwischen sechs Qualifikationsspiele zu bewältigen habe. Da die Spieler wegen Chinas strengen Corona-Regeln nach jedem Auswärtsspiel nach ihrer Rückkehr zunächst für 14 Tage in Quarantäne müssen, sei es so gut wie unmöglich gewesen, den regulären Ligabetrieb aufrechtzuerhalten.

Update, 6. Juli, 13.50 Uhr: 164 von 165 Radprofis nach Corona-Test bei Tour de France weiter am Start

Die nächste Corona-Testreihe bei der Tour de France hat keinen Einfluss auf das Teilnehmerfeld genommen. Vor der 190,7 Kilometer langen 10. Etappe von Albertville nach Valence waren am Dienstag 164 der 165 Radprofis am Start, wie die Tour am Dienstagmittag mitteilte.

Lediglich der deutsche Radprofi Jonas Koch (28) vom Team Intermarché-Wanty Gobert ist wegen einer nicht detaillierter beschriebenen Krankheit nicht mehr am Start.

Update, 6. Juli, 13.40 Uhr: Thailands zweitgrößte Insel Ko Samui öffnet wieder für Touristen

Nach Phuket empfängt auch Thailands zweitgrößte Insel Ko Samui ab der kommenden Woche erstmals wieder Touristen.

Voraussetzung für den quarantänefreien Urlaub: Die Gäste müssen vollständig geimpft sein und strikte Regeln befolgen. Zugelassen seien ab dem 15. Juli Bürger aus weltweit 67 Ländern, darunter auch Deutschland, teilte das Fremdenverkehrsamt des südostasiatischen Landes am Dienstag mit.

Sie müssen sich in den letzten 21 Tagen vor ihrer Abreise auch in ihren Heimatländern aufgehalten haben. Zudem müssen Touristen einen negativen PCR-Test vorweisen und sich auch während des Urlaubs mehrfach testen lassen.

Der Hua Thanon Strand auf der thailändischen Ferieninsel Ko Samui.
Der Hua Thanon Strand auf der thailändischen Ferieninsel Ko Samui.  © Tolga Bozoglu/EPA/dpa

Update, 6. Juli, 13.38 Uhr: BaWü-Minister Kretschmann warnt vor endloser Pandemie - und drängt zum Impfen

Der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73) hat das Erreichen der Herdenimmunität in Frage gestellt - und vor bleibenden Einschränkungen für Impfverweigerer gewarnt.

Aufgrund der Delta-Variante und der Tatsache, dass auch Geimpfte sich infizieren und wohl auch in geringerem Maße Infektionen weitertragen könnten, sei es fraglich, "ob wir überhaupt noch Herdenimmunität erreichen", sagte der Grünen-Politiker am Dienstag in Stuttgart. Es sei deshalb wichtig, dass sich alle impfen lassen. "Sonst können wir die Pandemie gar nicht mehr beenden", sagte Kretschmann.

Winfried Kretschmann (73, Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.
Winfried Kretschmann (73, Bündnis 90/Die Grünen), Ministerpräsident von Baden-Württemberg.  © Marijan Murat/dpa

Update, 6. Juli, 13.33 Uhr: Britischen Corona-Experten belästigt: Zweiter Mann angeklagt

Im Fall des in einem Londoner Park belästigten britischen Corona-Experten Chris Whitty ist ein zweiter Mann wegen Körperverletzung angeklagt worden. Das teilte die Polizei in London am Dienstag mit.

Der 24-Jährige hatte am vorvergangenen Wochenende mit einem weiteren Mann versucht, den medizinischen Chefberater der britischen Regierung in einem Londoner Park zu einem Selfie zu zwingen.

Die beiden Betrunkenen hielten den Professor fest und grölten triumphierend, während eine dritte Person den Vorfall filmte. Das Video verbreitete sich rasend im Internet und löste einen Aufschrei der Empörung aus.

Update, 6. Juli, 13.03 Uhr: Hamburgs CDU-Chef fordert Einschränkungen für Geimpfte aufzuheben

Hamburgs CDU hat ein Ende aller Corona-Auflagen für Geimpfte gefordert, sobald allen Hamburgerinnen und Hamburgern ein Impfangebot gemacht worden ist.

"Alle Geimpften werden Einschränkungen von Grund- und Freiheitsrechten spätestens ab Herbst nicht länger akzeptieren. Für sie müssen die Einschränkungen spätestens dann fallen, wenn alle Hamburger ein Impfangebot erhalten haben", sagte Hamburgs CDU-Chef Christoph Ploß (35) am Dienstag.

Update, 6. Juli, 12.20 Uhr: Europäische Aufholjagd bei Impfungen kommt voran

Die europäische Aufholjagd bei den Impfungen gegen Covid-19 kommt nach Angaben von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) voran.

Mitte April habe man noch 25 Prozentpunkte hinter den Vereinigten Staaten gelegen, was die Zahl der Erwachsenen mit mindestens einer Impfung angeht, sagte die Politiker am Dienstag im Europaparlament in Straßburg. Heute seien dies nur noch 5 Prozentpunkte, und die Lücke schließe sich immer weiter. "Es zeigt sich (...), dass sich das Durchhaltevermögen gelohnt hat", sagte von der Leyen. Die Impfkampagne werde endlich zu einer Erfolgsgeschichte.

Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.
Ursula von der Leyen (62), Präsidentin der Europäischen Kommission.  © Christian Hartmann/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 6. Juli. 12.15 Uhr: Rund 56 Millionen Euro an Corona-Hilfe für Profi-Ligen geflossen

Der Bund hat im ersten Halbjahr 2021 rund 56 Millionen Euro an Corona-Hilfe an die Vereine aus den deutschen Profiligen überwiesen. Das ist fast so viel wie im gesamten Vorjahr, in dem die Vereine 64,1 Millionen Euro erhielten.

Insgesamt stehen in diesem Jahr 325 Millionen Euro für die Abfederung der wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie in mehreren Sportarten zur Verfügung. Die Gelder können noch bis Ende Dezember beantragt werden.

Update, 6. Juli, 12.05 Uhr: Japaner sollen bei Olympia-Marathon zu Hause bleiben

Japans Olympia-Organisatoren haben die Bürger aufgerufen, sich die Marathon- und Geherwettbewerbe bei den Olympischen Spielen nicht vom Straßenrand aus anzuschauen.

Die Olympia-Macher begründeten dies am Dienstag mit der gegenwärtigen Corona-Infektionslage. In jüngster Zeit steigt die Zahl der Infektionen wieder an. Daher habe man sich entschieden, die Öffentlichkeit aufzurufen, die Wettbewerbe in Sapporo auf Japans nördlichster Hauptinsel Hokkaido nicht entlang der Routen anzuschauen.

Am selben Tag gab die Stadtverwaltung von Tokio bekannt, dass der am Freitag in der Olympia-Stadt beginnende Fackellauf bis zum Beginn der Spiele von den öffentlichen Straßen verbannt wird.

Update, 6. Juli, 11.55 Uhr: Londons Bürgermeister Khan verlost EM-Finaltickets unter Impfwilligen

Londons Bürgermeister Sadiq Khan will mit einer Verlosung von Tickets für das EM-Finale die Impfbereitschaft in der britischen Hauptstadt erhöhen.

Unter allen Londonern, die nachweisen, dass sie bis Donnerstag ihre erste Impfdosis bekommen oder einen Impftermin gebucht haben, verlost Khan online zwei Karten für das Endspiel im Wembley-Stadion

Update, 6. Juli, 11.41 Uhr: Nur VIP-Gäste sollen Olympia-Auftakt anschauen dürfen

Die Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Tokio wird einem japanischen Zeitungsbericht zufolge möglicherweise ohne Zuschauer über die Bühne gehen - mit Ausnahme von ein paar Hundert privilegierten Gästen.

Wie die japanische Tageszeitung "Asahi Shimbun" am Dienstag ohne Angaben von Quellen berichtete, will die Regierung für "spezielle Gäste" wie Mitglieder des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Sponsoren und ausländische Würdenträger eine Ausnahme machen. Bereits am Wochenende hatte Japans größte Tageszeitung "Yomiuri Shimbun" berichtet, dass normale Zuschauer bei der Eröffnungszeremonie am 23. Juli wohl ausgeschlossen werden.

Update, 6. Juli, 11.30 Uhr: NRW-Gesundheitsminister für Aufhebung der Maskenpflicht für Geimpfte

Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (63, CDU) unterstützt den Vorstoß des Kassenärztechefs Andreas Gassen zur Aufhebung der Maskenpflicht für komplett Geimpfte.

"Wenn alle die Chance hatten, sich impfen zu lassen, dann glaube ich, hat Herr Gassen recht", sagte Laumann am Montagabend im WDR-Fernsehen. "Dann kann man das so machen."

Die Maskenpflicht wurde bereits an vielen öffentlichen Orten gelockert. Entfällt sie künftig komplett?
Die Maskenpflicht wurde bereits an vielen öffentlichen Orten gelockert. Entfällt sie künftig komplett?  © Peter Kneffel/dpa

Update, 6. Juli, 11.25 Uhr: Ein Viertel der Unternehmen mit Betriebsärzten impft

Nur ein Viertel der Betriebe, die über einen Betriebsarzt verfügen, bieten ihren Beschäftigten Impfungen gegen das Coronavirus an. Zwölf Prozent planten, dies zu tun.

Das hat eine repräsentative Befragung von Betrieben durch das Nürnberger Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung ergeben, deren Ergebnisse am Dienstag veröffentlicht wurden.

38 Prozent der Betriebe hätten keine Pläne, ihren Beschäftigten ein Impfangebot zu machen, hieß es in der Umfrage. 22 Prozent der Unternehmen hielten Impfungen durch Betriebsärztinnen und -ärzte sogar für unnötig, da ihre Beschäftigten bereits ein Impfangebot bekommen hätten.

Update, 6. Juli, 11.01 Uhr: Lufthansa rechnet mit Lockerung von Reisebeschränkungen in die USA

Die Lufthansa rechnet damit, dass die USA Reisebeschränkungen im Sommer lockern. Eine Sprecherin sagte der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag, Lufthansa biete aktuell wieder Flüge zu all ihren amerikanischen Zielen an.

"Die transatlantischen Beziehungen sind nicht nur ein wichtiger Luftverkehrsmarkt, sondern auch politisch und kulturell zentral. Deswegen sollten hier Austausch und Verkehr wieder rasch möglich werden."

Update, 6. Juli, 11.02 Uhr: Von der Leyen fordert von Ratsvorsitz Einsatz für Rechtsstaatlichkeit

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (62) hat vom aktuellen slowenischen EU-Ratsvorsitz einen kompromisslosen Einsatz für die Einhaltung der Rechtsstaatlichkeit in der EU gefordert.

Wie Europa nach der Corona-Pandemie aus der Krise komme, sei eng auch mit der Frage von Vertrauen verbunden, sagte die deutsche Politikerin am Dienstag im Europaparlament in Straßburg. Es gehe dabei um das Vertrauen in eine ordentliche Bekämpfung von Korruption und Betrug, das Vertrauen in freie Medien und unabhängige Gerichte und das Vertrauen von Investoren und Unternehmen in verantwortungsvolle Regierungsführung.

Update, 6. Juli, 10.50 Uhr: Trotz Delta: Urlaubslust der Deutschen ungebrochen

Deutsche Reiseanbieter spüren nach eigenen Angaben bislang keine Folgen der Delta-Variante im Buchungsverhalten von Kunden.

Veranstalter beobachten derzeit keine Stornierungen im großen Stil aus Sorge vor Corona-Ansteckungen im Urlaub, wie mehrere Unternehmen auf Anfrage berichteten.

Ein Blick auf Palma de Mallorca im Juni 2021. Zahlreiche Touristen zieht es an den Strand.
Ein Blick auf Palma de Mallorca im Juni 2021. Zahlreiche Touristen zieht es an den Strand.  © Clara Margais/dpa

Update, 6. Juli, 10.40 Uhr: CDU-Gesundheitsexperte für schrittweisen Wegfall von Corona-Auflagen

Der CDU-Gesundheitsexperte Rudolf Henke (67) steht Forderungen nach Aufhebung aller Corona-Beschränkungen grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber.

Zwar scheine ihm die von Außenminister Heiko Maas (54) genannte Aussicht auf August "ein bisschen früh", sagte Henke am Dienstag in Deutschlandfunk. Er würde hier auch schrittweise vorgehen und sehe im Tragen von Masken auch keine schwere Belastung. Aber irgendwann müsse man aus den Vorschriften raus.

Update, 6. Juli, 10.18 Uhr: Israelischer Rettungsdienst impft Jugendliche an Schulen

Um die Impfkampagne gegen das Coronavirus unter Jugendlichen voranzutreiben, impft der israelische Rettungsdienst seit Dienstag auch an Schulen.

Alle 12- bis 18-Jährigen könnten in Begleitung ihrer Eltern kommen oder mit einer schriftlichen Genehmigung der Erziehungsberechtigten, bestätigte ein Sprecher von Magen David Adom. Die Jugendlichen bräuchten dafür keinen Termin. Bisher haben laut Gesundheitsministerium rund 36 Prozent der 10- bis 19-Jährigen eine Impfung mit dem Biontech/Pfizer-Impfstoff erhalten, rund 24 Prozent bereits die zweite.

Update, 6. Juli, 9.33 Uhr: England hebt alle Maßnahmen auf - Minister: "Müssen lernen, mit dem Virus zu leben"

Der britische Gesundheitsminister Sajid Javid (51) hat die geplante Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England verteidigt. "Wir sind sehr zufrieden mit den verkündeten Entscheidungen", sagte Javid am Dienstag dem Sender Sky News.

Er räumte ein, dass sich die Zahl der Neuinfektionen wegen der für 19. Juli angepeilten Lockerungen erhöhen werde. Aber der Einsatz von Impfstoffen habe die Verbindung von Infektionen und Krankenhauseinweisungen sowie Todesfällen geschwächt. "Die Impfstoffe wirken, sie sind unser Schutzwall", sagte Javid. "Wir müssen lernen, mit dem Virus zu leben."

Javid betonte, es sei an der Zeit, sich verstärkt um andere Gesundheitsprobleme zu kümmern. Millionen Menschen hätten sich während der Pandemie mit ihren Sorgen nicht an den Nationalen Gesundheitsdienst (NHS) gewandt. Dies müsse ebenfalls eine Priorität sein. "Es kann nicht nur immer um Corona gehen", sagte Javid.

Die Tower Bridge in London.
Die Tower Bridge in London.  © Dominic Lipinski/PA Wire/dpa

Update, 6. Juli, 8.40 Uhr: Mehrheit für Wegfall von Corona-Maßnahmen für komplett Geimpfte

Eine knappe Mehrheit der Deutschen befürwortet einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov zufolge eine Aufhebung aller Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte ab September.

In der am Dienstag veröffentlichen Befragung sprachen sich 51 Prozent dafür aus, 39 Prozent lehnten dies ab. 11 Prozent machten keine Angaben. In der Altersgruppe zwischen 18 und 33 Jahren sprachen sich nur 33 Prozent für die Aufhebung der Corona-Auflagen für Geimpfte ab September aus.

In allen anderen Altersgruppen lag die Zustimmung etwas über 50 Prozent. Bislang sind etwas mehr 38 Prozent der Menschen in Deutschland vollständig geimpft.

Update, 6. Juli, 8.30 Uhr: Altkanzler Schröder wirft UEFA "pure Geldmacherei" vor

Altkanzler Gerhard Schröder (77) hat in der Zuschauerdebatte bei der Fußball-Europameisterschaft die UEFA und auch den deutschen DFB-Interimspräsidenten Rainer Koch kritisiert.

"Was die UEFA gerade mit der Öffnung der Stadien für bis zu 60.000 Menschen betreibt, das ist unverantwortlich. Das hat nichts mehr zu tun mit der Freude am Fußball oder der vorgeblichen Stärkung des europäischen Gedankens. Das ist pure Geldmacherei", sagte Schröder am Dienstag in einem Interview dem Nachrichtenportal "t-online".

Er frage sich, wo "eigentlich die deutschen Vertreter im Exekutivkomitee der UEFA - wie etwa der DFB-Vize Rainer Koch - in dieser Diskussion" seien. "Von denen hört man nichts. Man liest nur über Intrigen im DFB. Ich glaube, dort ist ein totaler Neubeginn fällig", sagte Schröder über die Krise im Deutschen Fußball-Bund.

Altkanzler Gerhard Schröder (77, SPD).
Altkanzler Gerhard Schröder (77, SPD).  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 6. Juli, 8.25 Uhr: Kurzarbeit geht wohl weiter zurück

Nach der Lockerung der Corona-Beschränkungen ist auch die Zahl der Kurzarbeiter in Deutschland stark zurückgegangen.

Im Juni waren nach einer neuen Schätzung des Münchner Ifo-Instituts noch 1,5 Millionen Menschen in Kurzarbeit. Das war über ein Drittel weniger als im Mai mit 2,3 Millionen. Geschätzt waren damit noch 4,5 Prozent der Arbeitnehmer in Kurzarbeit, im Vormonat waren es noch 6,8 Prozent, wie das Ifo-Institut am Dienstag mitteilte.

Update, 6. Juli, 7.55 Uhr: Israel tauscht Hunderttausende Impfdosen mit Südkorea aus

Israel tauscht nach eigenen Angaben rund 700.000 Impfdosen des Corona-Impfstoffs von Biontech/Pfizer mit Südkorea aus.

Ministerpräsident Naftali Bennett hatte in den vergangenen Wochen zum Impfen gedrängt und auf die beschränkte Haltbarkeit der Impfdosen im Land bis Ende Juli hingewiesen. Israel werde die rund 700.000 Einheiten sofort nach Südkorea schicken, teilte die Regierung in Jerusalem in der Nacht zu Dienstag mit. Südkorea werde wiederum die gleiche Anzahl von einer Lieferung im September und Oktober nach Israel schicken.

Update, 6. Juli, 7.41 Uhr: Keine Formel 1 in Melbourne: Großer Preis von Australien abgesagt

Das wegen der Corona-Pandemie zunächst von März auf November verschobenene Formel-1-Rennen in Melbourne ist endgültig abgesagt worden.

Das gaben die Veranstalter am Dienstag bekannt. Der schon im Vorjahr kurzfristig ausgefallene Große Preis von Australien könne aufgrund der strengen Quarantäne-Beschränkungen und der daraus entstehenden logistischen Herausforderungen auch 2021 nicht stattfinden, hieß es bei einer Pressekonferenz.

Während der Corona-Pandemie ist das Rennen in Australien, das unter normalen Umständen zuletzt immer den Saisonauftakt bildete, bereits der dritte Grand Prix, der in diesem Jahr nicht ausgetragen werden kann.

Das Grand-Prix-Rennen 2019 in Australien auf dem Albert Park Grand Prix Circuit in Melbourne.
Das Grand-Prix-Rennen 2019 in Australien auf dem Albert Park Grand Prix Circuit in Melbourne.  © James Ross/AAP/dpa

Update, 6. Juli, 7.21 Uhr: OVG: Beschwerde gegen Corona-Testpflicht an Schulen erfolgreich

In einem Rechtsstreit um die Corona-Testpflicht an Schulen hat die Hamburger Schulbehörde eine Niederlage vor dem Oberverwaltungsgericht (OVG) erlitten.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Eil-Antrag gegen Corona-Testpflicht an Schulen erfolgreich.

Update, 6. Juli, 6.50 Uhr: Maas für baldige Aufhebung aller Corona-Einschränkungen

Bundesaußenminister Heiko Maas (54, SPD) hat sich für eine Aufhebung aller Corona-Einschränkungen ausgesprochen, sobald alle Menschen in Deutschland ein Impfangebot bekommen haben.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Bericht Schon bald! Ab wann Außenminister Maas ALLE Corona-Einschränkungen aufheben will.

Update, 6. Juli, 6.40 Uhr: Bayerns Wirtschaftsministers verweigert Impfung - Kritik vom Gesundheitsminister

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (56, CSU) hat die Position seines Kabinettskollegen Hubert Aiwanger (50) zu Corona-Impfungen kritisiert.

Die Haltung des Wirtschaftsministers tue der Impfkampagne nicht gut, sagte Holetschek der "Allgäuer Zeitung". Der Vorsitzende der Freien Wähler steht in der Kritik, weil er sich bislang keine Spritze gegen das Coronavirus hat geben lassen. Aiwanger wehrt sich dagegen. Er verlangt, dass auf Ungeimpfte kein Druck ausgeübt werden dürfe.

Update, 6. Juli, 6.25 Uhr: RKI registriert 440 Neuinfektionen - Inzidenz bei 4,9

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 440 Corona-Neuinfektionen gemeldet.

Zum Vergleich: Vor einer Woche hatte der Wert bei 404 Ansteckungen gelegen. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI nun mit bundesweit 4,9 an (Vortag: 5,0; Vorwoche: 5,4)

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit 169,3 gegeben. Danach sank der Wert - von wenigen Ausreißern abgesehen - ziemlich stetig. Zuletzt deutete sich aber eine mögliche Trendwende an, vor der Pandemie-Experten wegen der zunehmenden Verbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante schon seit längerem warnen.

Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 31 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 57 Tote gewesen. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.731.564 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.630.500 an. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 91.062.

Eine Gesundheitsmitarbeiterin hält einen Corona-Teststab.
Eine Gesundheitsmitarbeiterin hält einen Corona-Teststab.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 6. Juli, 4 Uhr: Deutsche Industrie: US-Einreisebeschränkungen belasten Wirtschaft

Strenge Einreisebestimmungen in die USA führen aus Sicht der Industrie zu anhaltenden Belastungen für deutsche Firmen.

"Zahlreiche deutsche Unternehmen vor Ort warten dringend darauf, dass ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu Wartungen, Instandsetzungen und anderen produktbegleitenden Dienstleistungen vor Ort in die USA einreisen dürfen", sagte Wolfgang Niedermark, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbands der Deutschen Industrie, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Unter den Einreisebeschränkungen leidet die Produktion in den USA, an der auch zahlreiche US-amerikanische Arbeitsplätze hängen."

Update, 6. Juli, 1 Uhr: Experten: Keine Herdenimmunität ohne Kinder-Impfung

Die Deutsche Gesellschaft für Immunologie geht davon aus, dass eine Herdenimmunität gegen das Coronavirus ohne die Impfung von Kindern und Jugendlichen nicht erreichbar ist.

"Klassischerweise geht man von einer Herdenimmunität aus, wenn 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung gegen den Erreger geschützt sind. Das setzt aber voraus, dass sich der Erreger in diesen Personen nicht vermehren kann", sagte Vizepräsident Reinhold Förster den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag).

Bei Sars-Cov-2 sei dies aber anders: Menschen könnten das Virus übertragen, obwohl sie selbst nicht erkrankt seien, obwohl sie geimpft und vollkommen symptomfrei seien. Mit der Delta-Variante habe sich die Situation verschärft: "Sie ist deutlich ansteckender. Sie betrifft sehr stark Jugendliche und Kinder", sagte Förster. "Solange diese Gruppe gar nicht oder wenig geimpft ist, werden wir keine Herdenimmunität bekommen."

Update, 5. Juli, 22 Uhr: Reisebeschränkungen für Portugal und Großbritannien werden gelockert

Die Bundesregierung lockert die wegen der Verbreitung besonders ansteckender Corona-Varianten verhängten Einreisebeschränkungen für Portugal, Großbritannien und Nordirland, Russland, Indien und Nepal deutlich.

Am Mittwoch werden die fünf Länder vom Virusvariantengebiet zum Hochinzidenzgebiet zurückgestuft, wie das Robert Koch-Institut am Montagabend mitteilte. Damit ist die Einreise nach Deutschland für alle Personengruppen wieder möglich. Für vollständig Geimpfte und Genesene entfällt die Quarantänepflicht ganz, für alle anderen wird sie verkürzt.

Touristen am Comercio-Platz in Portugals Hauptstadt Lissabon.
Touristen am Comercio-Platz in Portugals Hauptstadt Lissabon.  © Edson De Souza/TheNEWS2 via ZUMA Wire/dpa

Update, 5. Juli, 20.05 Uhr: Israel: Corona-Impfung weniger effektiv seit Delta-Variante

In Israel hat die Wirksamkeit der Pfizer/Biontech-Impfung gegen das Coronavirus nach Angaben des Gesundheitsministeriums in den vergangenen Wochen deutlich nachgelassen. Parallel habe sich die aggressivere Delta-Variante im Land ausgebreitet, teilte das Ministerium am Montagabend mit.

Seit dem 6. Juni sei die Wirksamkeit der Impfung bei der Verhinderung einer Infektion in Israel auf 64 Prozent gesunken. Dies sei auch bei der Verhinderung einer Erkrankung mit Symptomen der Fall. Allerdings wehre die Impfung demnach zu 93 Prozent eine schwere Erkrankung und Krankenhausaufenthalte ab.

Im Februar hatte das Gesundheitsministerium noch mitgeteilt, der Impfstoff von Pfizer/Biontech verhindere eine Corona-Erkrankung zu 95,8 Prozent. Das Auftreten von Symptomen wie Fieber und Atembeschwerden werde zu 98 Prozent verhindert und zu rund 99 Prozent Krankenhausaufenthalte, schwere Erkrankungen und Tod.

In Israel steigt trotz einer hohen Impfquote seit rund zwei Wochen die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen deutlich an.

Update, 5. Juli, 19.14 Uhr: Johnson bestätigt: England soll Corona-Maßnahmen ab 19. Juli beenden

In England sollen am 19. Juli alle Corona-Maßnahmen beendet werden. Dann dürfen auch Nachtclubs wieder öffnen, Abstandsregeln und Maskenpflicht fallen ebenso weg wie eine Zuschauerbegrenzung bei Großereignissen, wie der britische Premierminister Boris Johnson am Montag bestätigte.

Er betonte, dass die verbindliche Entscheidung nach einer weiteren Überprüfung der Pandemie-Daten am kommenden Montag (12. Juli) getroffen werde. In Großbritannien hatte sich die Zahl der Corona-Neuinfektionen wegen der Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zuletzt deutlich erhöht.

Es sei klar geworden, dass das Impfprogramm erfolgreich sei und es deutlich weniger Corona-Todesfälle gebe, obwohl die Zahl der Neuinfektionen gestiegen sei, sagte Johnson.

Update, 5. Juli, 17.32 Uhr: RKI schraubt Impfziel noch höher

Die Hürden für eine Herdenimmunität steigen und steigen: Im Kampf gegen die Delta-Variante sollten jetzt laut Berechnungen des Robert Koch-Instituts mindestens 85 Prozent der 12- bis 59-Jährigen und 90 Prozent der Senioren ab 60 Jahren vollständig geimpft sein.

Mehr dazu hier: RKI schraubt Impfziel noch höher: So viele Menschen brauchen wir jetzt für die Herdenimmunität

Update, 5. Juli, 17.28 Uhr: Volle Strände und Bars in Katalonien trotz rasanten Corona-Anstiegs

Im spanischen Corona-Hotspot Katalonien können die rasant gestiegenen Infektionszahlen die Sommerpartys von Einheimischen und Touristen nicht stoppen. Die Strände, aber auch Hotels, Kneipen und Läden der katalanischen Hauptstadt Barcelona und anderer Küstengemeinden der Region waren am Wochenende und auch am Montag zum Teil total überfüllt, wie Regionalmedien berichteten.

Unter den Besuchern gebe es "viele Touristen aus anderen Ländern Europas, die einräumen, sie seien vom pulsierenden Nachtleben angezogen" worden, schrieb die Zeitung "El Periódico". "Strände, Plätze, Bars und Diskotheken sind gefüllt mit Musik und Alkohol, aber (Schutz-)Masken gibt es nur wenige", stellte das Blatt fest. Vor allem in Barcelona gebe es viele nächtliche Straßenpartys.

Vilanova I La Geltru: Menschen mit und ohne FFP2-Masken trinken an einer Bar während des Vida 2021 Festivals.
Vilanova I La Geltru: Menschen mit und ohne FFP2-Masken trinken an einer Bar während des Vida 2021 Festivals.  © Ramon Costa/SOPA Images via ZUMA Wire/dpa

Update, 5. Juli, 16.11 Uhr: Tschechien führt Testpflicht für Einreisende ein

Aus Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus führt Tschechien von Freitag an eine Testpflicht für Einreisende und Reiserückkehrer ein. Das ging am Montag aus einer neuen Verordnung des Gesundheitsministeriums in Prag hervor.

Mehr dazu hier: Tschechien in Delta-Angst: Ab Freitag Änderungen für Einreisende!

Update, 5. Juli, 15.04 Uhr: Altmaier stellt weitere Verlängerung von Corona-Hilfen in Aussicht

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hat belasteten Branchen eine weitere Verlängerung von Wirtschaftshilfen in Aussicht gestellt. Der CDU-Politiker sagte am Montag mit Blick auf die Entwicklung in der Corona-Krise: "Wir beobachten die Entwicklung sehr genau und ich werde als Wirtschaftsminister nicht zögern, rechtzeitig Ende August, wenn die Notwendigkeit sich abzeichnen sollte, auch eine weitere Verlängerung dieser Hilfen auf den Weg zu bringen."

Die Bundesregierung hatte sich vor wenigen Wochen darauf geeinigt, das zentrales Hilfsinstrument, die Überbrückungshilfe III, als "Überbrückungshilfe III Plus" bis Ende September 2021 zu verlängern.

Natürlich brauche er für eine Verlängerung die Zustimmung seiner Ministerkollegen, sagte Altmaier bei einem digitalen "Forum Kultur- und Kreativwirtschaft 2021" mit Blick auf Finanzminister Olaf Scholz (SPD). "Aber ich bin sehr optimistisch, dass wir denen, die Hilfe brauchen, auch in den nächsten Monaten diese Hilfe ermöglichen können."

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat belasteten Branchen eine weitere Verlängerung von Wirtschaftshilfen in Aussicht gestellt.
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) hat belasteten Branchen eine weitere Verlängerung von Wirtschaftshilfen in Aussicht gestellt.  © Matthias Rietschel/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 5. Juli, 13.41 Uhr: Maas beruhigt Spanien-Urlauber: Corona-Lage "nicht besorgniserregend"

Bundesaußenminister Heiko Maas hält die Corona-Lage in Spanien trotz steigender Infektionszahlen derzeit nicht für besorgniserregend.

"Es gibt keinerlei Hinweise auf Entwicklungen, die befürchten ließen, dass wir in absehbarer Zeit wieder Entscheidungen treffen müssten, die dazu führen, dass deutsche Touristen in Spanien keinen Urlaub mehr machen können", sagte Maas am Montag bei einem Besuch in der Hauptstadt Madrid. Es bestehe aber weiterhin Grund zur Vorsicht.

In Spanien steigen die Zahlen seit knapp zwei Wochen wieder deutlich. Die Bundesregierung hat 6 von 17 Regionen Spaniens als Risikogebiete eingestuft, darunter die sehr beliebten Urlaubsgebiete Andalusien mit der Costa del Sol und Katalonien mit Barcelona und der Costa Brava.

Update, 5. Juli, 12.26 Uhr: Bundesregierung gegen Sanktionen für Impftermin-Schwänzer

Die Bundesregierung hat sich gegen Sanktionen für Impftermin-Schwänzer ausgesprochen.

Gleichzeitig rief Regierungssprecher Steffen Seibert die Bevölkerung am Montag in Berlin dazu auf, sich impfen zu lassen. "Nehmen Sie diese Angebote wahr – Sie schützen sich nicht nur selbst vor einer potenziell schweren Krankheit (…), Sie schützen auch uns alle", sagte Seibert.

An jene, die einen Termin nicht einhalten, richtete Seibert den "dringenden Appell": "Sagen Sie ab!". Die Bundesregierung habe aber keine Planungen für Strafzahlungen für nicht abgesagte Termine. Am Wochenende war eine Diskussion über Strafen für geschwänzte Impftermine aufgekommen.

Update, 5. Juli, 12.12 Uhr: Russischer Kultregisseur Menschow nach Corona-Infektion gestorben

Der für seinen Film "Moskau glaubt den Tränen nicht" mit einem Oscar ausgezeichnete sowjetische und russische Regisseur Wladimir Menschow ist im Alter von 81 Jahren gestorben. Menschow, der auch Schauspieler, Drehbuchschreiber und Produzent war, erlag am Montag den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus, teilte der Kinokonzern Mosfilm in Moskau mit.

Menschows berühmtester Streifen "Moskwa slesam ne werit" ("Moskau glaubt den Tränen nicht") von 1979 erhielt als bester ausländischer Film einen Oscar. Im Auszeichnungsjahr 1981 setzte er sich gegen François Truffaut ("Die letzte Metro"), Akira Kurosawa ("Kagemusha – Der Schatten des Kriegers") und gegen István Szabó ("Zimmer ohne Ausgang") durch.

Wladimir Menschow, russischer Filmregisseur. Der Filmemacher ist im Alter von 81 Jahren gestorben.
Wladimir Menschow, russischer Filmregisseur. Der Filmemacher ist im Alter von 81 Jahren gestorben.  © Wladimir Menschow

Update, 5. Juli, 11.57 Uhr: Kontakt mit positiv Getestetem: Herzogin Kate isoliert sich

Herzogin Kate (39) bleibt nach einem Kontakt mit einem positiv auf das Coronavirus getesteten Menschen für mehrere Tage in häuslicher Quarantäne.

Die Ehefrau von Queen-Enkel Prinz William (39) habe keine Symptome, teilte der Kensington-Palast am Montag in London mit. Kate befolge alle Regierungsvorgaben und isoliere sich zu Hause. Damit verpasst Kate zwei Veranstaltungen am Montag zu Ehren des Nationalen Gesundheitsdiensts (NHS).

Gemeinsam mit William wollte die Herzogin an einem Gottesdienst in der St.-Pauls-Kathedrale sowie einem Empfang im Buckingham-Palast teilnehmen. Der künftige König muss sich den Vorgaben zufolge nicht isolieren und wird die Termine wahrnehmen.

Update, 5. Juli, 11.20 Uhr: Merkel und Spahn werben für hohe Impfquoten - Sorgen wegen Delta

Kanzlerin Angela Merkel (66) und Gesundheitsminister Jens Spahn (41) (beide CDU) haben angesichts der sich rasch ausbreitenden aggressiveren Delta-Variante des Coronavirus auf die Bedeutung der Impfungen hingewiesen.

Man müsse bei der Impfquote Richtung 80 Prozent kommen, mahnte Merkel nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen am Montag in den letzten regulären Beratungen der CDU-Spitze vor der Sommerpause in Berlin. Vor allem ungeimpfte Kinder würden im Herbst noch verwundbar sein. Zugleich wies sie demnach darauf hin, dass die Hospitalisierung bei der Delta-Variante in anderen Ländern nicht so hoch sei.

Spahn sagte nach den Teilnehmerangaben im Präsidium, es laufe gut beim Impfen, das Tempo nehme aber ab. In den Impfzentren seien die Termine nicht gleich weg, sondern durchaus eine Weile verfügbar. Er sprach sich dafür aus, Impfangebote etwa mit Aktivitäten der Menschen zu verbinden, beispielsweise einem Stadionbesuch. Geimpft sein müsse einen Unterschied machen zu nicht geimpft sein.

Auffrischungsimpfungen könnten aufgrund der Kapazitäten im Herbst angeboten werden. Bei den Meldepflichten würden verstärkt neue Parameter in die Statistik aufgenommen, etwa nicht nur die Belegung der Intensivbetten, sondern auch der Krankenhausaufenthalt.

Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) haben auf die Bedeutung der Impfungen hingewiesen. (BIldmontage)
Kanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn (beide CDU) haben auf die Bedeutung der Impfungen hingewiesen. (BIldmontage)  © Bildmontage: Tobias Schwarz/AFP/POOL/ Christoph Soeder/dpa

Update, 5. Juli, 10.53 Uhr: Norwegen-Urlaub für Deutsche wieder möglich

Deutsche Touristen können seit Montag wieder Urlaub in Norwegen machen.

Das skandinavische Land richtet sich von nun an nach dem Ampelsystem der EU für die Kategorisierung der Infektionsgefahr. Die Bundesrepublik ist damit ebenso wie eine Reihe von anderen EU-Ländern als "grün" eingestuft worden, was bedeutet, dass Menschen aus diesen Staaten wieder einreisen dürfen, ohne in Quarantäne zu müssen.

Das hatte die norwegische Regierung am Freitag mitgeteilt. Jeder Einreisende mit Ausnahme von Geimpften und Genesenen muss aber eine Einreiseanmeldung ausfüllen und sich an der Grenze per Schnelltest auf das Coronavirus testen lassen.

Update, 5. Juli, 9.45 Uhr: Griechenland verschärft Corona-Maßnahmen im Fährverkehr

Auf griechischen Fähren gelten ab diesem Montag neue Corona-Regeln.

Reisende müssen dann bei Fahrtantritt mindestens einen negativen Corona-Schnelltest vorlegen, der nicht älter als 48 Stunden ist. Gültig sind auch ein PCR-Test von nicht mehr als 72 Stunden oder der Nachweis einer vollständigen Impfung oder einer Genesung.

Grund für die Maßnahmen ist der Anstieg von Corona-Neuinfektionen. Die griechische Gesundheitsbehörde meldete in den vergangenen Tagen täglich mehr als 700 neue Corona-Fälle, während es in der Vorwoche noch zwischen 200 und 400 pro Tag waren. Sorgen bereitet der Regierung die besonders ansteckende Delta-Variante des Virus, die unter anderem auf Kreta nachgewiesen wurde.

Update, 5. Juli, 9.37 Uhr: Trotz wachsender Infektionen: Johnson will Corona-Maßnahmen lockern

Abstandsregeln, Maskenpflicht, Homeoffice: Der britische Premierminister Boris Johnson will trotz steigender Infektionszahlen die verbliebenen Corona-Maßnahmen in England bis zum 19. Juli weitgehend aufheben.

Das geht aus einer Pressemitteilung der Regierung am Montag hervor. Johnson wollte noch am Abend die Pläne in einer Pressekonferenz vorstellen.

Die Regierung in London geht davon aus, dass die Infektionszahlen weiterhin steigen werden, doch man müsse nun lernen, mit dem Virus zu leben. Die Eindämmung der Pandemie soll künftig den Menschen selbst überlassen werden.

Update, 5. Juli, 9.21 Uhr: Indonesien verschärft Einreiseregeln wegen massiver Corona-Welle

Indonesien reagiert wegen immer weiter steigenden Corona-Neuinfektionen mit strengeren Regeln für Reisende aus dem Ausland.

Ab sofort müssen sowohl indonesische Staatsbürger als auch Ausländer eine vollständige Impfung gegen das Virus nachweisen, bevor sie ins Land dürfen. Zudem müssten Einreisende nun acht Tage in Quarantäne statt wie bisher fünf Tage, sagte Ganip Warsito, der Chef der nationalen Corona-Taskforce. Die Grenzen würden aber nicht geschlossen, sagte Vize-Außenminister Mahendra Siregar.

Menschen stehen vor einer Ladestation an, um Sauerstoffflaschen erneut zu befüllen.
Menschen stehen vor einer Ladestation an, um Sauerstoffflaschen erneut zu befüllen.  © Dita Alangkara/AP/dpa

Update, 5. Juli, 4.44 Uhr: RKI registriert 212 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 212 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Montagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 4.40 Uhr wiedergeben.

Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,0 an (Vortag: 5,0; Vorwoche: 5,6). Deutschlandweit wurde den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden ein Todesfall verzeichnet. Vor einer Woche waren es acht Tote gewesen.

Update, 5. Juli, 4.15 Uhr: FDP fordert von Regierung Vorbereitung auf mögliche neue Corona-Welle

Angesichts der sich schnell ausbreitenden Delta-Variante des Corona-Virus fordert die FDP-Bundestagsfraktion die Regierung zum Handeln auf.

"Die Bundesregierung darf die Sommermonate auf keinen Fall ungenutzt lassen, um sich auf den Herbst und eine mögliche vierte Welle vorzubereiten", sagte die Parlamentarische Geschäftsführerin Bettina Stark-Watzinger der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Es geht dabei nicht um Alarmismus, aber die Warnungen der Wissenschaftler müssen ernst genommen werden", betonte sie.

Konkret forderte die FDP-Politikerin von der Bundesregierung, eine ausreichende Impfstoff-Versorgung für Auffrischungsimpfungen im Herbst sicherzustellen. Im Schulbereich müsse mit maximaler Anstrengung an einer Ausstattung aller Klassenzimmer mit Luftfiltern gearbeitet werden. Zudem müssten schnellstens Vorgaben für Reiserückkehrer und ausländische Touristen sowie ein geregeltes Verfahren für Kontrollen etabliert werden.

Update, 5. Juli, 2 Uhr: Esken: Brauchen dringend Impfstoff für Kinder

SPD-Chefin Saskia Esken hat die Ständige Impfkommission (Stiko) aufgefordert, ihre Haltung zur Corona-Impfung von Jugendlichen zu überdenken.

"Wir brauchen dringend einen Impfstoff für Kinder, und ich hoffe auch, dass die Stiko ihre eingeschränkte Impf-Empfehlung für Jugendliche bald überdenkt", sagte sie der Rheinischen Post (Montag).

Die Stiko hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering ist.

Update, 5. Juli, 0.45 Uhr: Kassenärzte-Chef für baldiges Ende der Corona-Maßnahmen für Geimpfte

Der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hat das Ende aller Corona-Maßnahmen für vollständig Geimpfte gefordert.

"Spätestens September wird für jeden Impf-Willigen ein Impfangebot verfügbar sein, dann müssen eigentlich nahezu alle Corona-Maßnahmen weg", sagte er der "Bild"-Zeitung. "Jeder kann dann immer noch individuell entscheiden, ob er oder sie weiter Maske tragen will - Pflicht sollte es dann aber nicht mehr sein."

Der Wegfall der Maßnahmen sei auch wichtig, um die Impfmoral der Bundesbürger hochzuhalten. "Mancher wird sich sonst fragen: Warum sollte ich mich impfen lassen, vielleicht zwei Tage Kopfweh oder andere Impfnebenwirkungen in Kauf nehmen und etwas für die Herdenimmunität tun, wenn ich weiterhin Maske tragen muss, nur weil sich 20 bis 30 Prozent der Leute weigern."

Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), spricht bei einer Pressekonferenz.
Andreas Gassen, Vorstandsvorsitzender der Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV), spricht bei einer Pressekonferenz.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 4. Juli, 18.01 Uhr: Russland verzeichnet mehr als 25.000 Corona-Neuinfektionen

In Russland spitzt sich die Corona-Lage weiter zu.

Die Behörden registrierten am Sonntag mehr 25.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden - so viele wie seit Anfang Januar nicht mehr. Im selben Zeitraum starben demnach 663 Menschen mit dem Virus.

Zuvor waren fünf Tage in Folge Rekordwerte bei den Todeszahlen gemeldet worden.

Update, 4. Juli, 16.33 Uhr: USA verfehlen Bidens Impfziel: Nur 67 Prozent der Erwachsenen geimpft

Trotz zahlreicher Anreize und einem großen Vorrat an Impfstoffen haben die USA ein von Präsident Joe Biden (78) gesetztes Impfziel verfehlt.

Die Regierung wollte erreichen, dass 70 Prozent aller Erwachsenen bis zum Nationalfeiertag am 4. Juli mindestens eine Impfdosis erhalten.

Bisher bekamen jedoch nur 67 Prozent, oder 173 Millionen Menschen, mindestens die erste Impfung, wie Daten der Gesundheitsbehörde CDC am Sonntagmorgen (Ortszeit) zeigten.

Gut 58 Prozent aller Erwachsenen sind bereits vollständig geimpft.

Trotz zahlreicher Anreize und einem großen Vorrat an Impfstoffen haben die USA ein von Präsident Biden (78) gesetztes Impfziel verfehlt.
Trotz zahlreicher Anreize und einem großen Vorrat an Impfstoffen haben die USA ein von Präsident Biden (78) gesetztes Impfziel verfehlt.  © Lena Klimkeit/dpa

Update, 4. Juli, 16.31 Uhr: Regina Ziegler plant Corona-Film

Die Berliner Produzentin Regina Ziegler (77) will einen Film über die Corona-Pandemie drehen.

"Ich werde daraus eine Tragikomödie machen, nur so gehts", sagte sie der Deutschen Presse-Agentur am Sonntag auf dem Filmfest München.

Trotz der ernsthaften und schwierigen Lage gebe es so viele Dinge, über die man schmunzeln könne. "Ich bin dafür, das Leben so anzupacken, wie es uns begegnet, mit den traurigen, aber auch mit den heiteren Seiten."

Regina Ziegler, (l, 77) Filmproduzentin Ziegler Film und James Farrell, VP Local Originals. Ziegler plant einen Film über die Corona-Pandemie.
Regina Ziegler, (l, 77) Filmproduzentin Ziegler Film und James Farrell, VP Local Originals. Ziegler plant einen Film über die Corona-Pandemie.  © Felix Hörhager/dpa

Update, 4. Juli, 14.50 Uhr: Ab Viertelfinale: Volle Zuschauer-Auslastung in Wimbledon

Ab dem Viertelfinale am Dienstag dürfen beim Tennis-Turnier in Wimbledon wieder alle Zuschauerplätze auf dem Centre Court und dem Platz Nummer eins genutzt werden.

Dies teilten die Organisatoren am spielfreien Sonntag mit. In der ersten Woche des Grand-Slam-Turniers in London durften die Kapazitäten auf den beiden größten Plätzen zu 50 Prozent ausgeschöpft werden. Der Centre Court fasst 14 979 Besucher, der Platz Nummer eins 12 345 Fans.

Erstmals seit dem Beginn der Corona-Pandemie sei bei einer Sportveranstaltung im Freien nun wieder die maximale Zuschauerzahl erlaubt, hieß es in der Mitteilung. Auf den Außenplätzen sollen allerdings noch Beschränkungen gelten.

Update, 4. Juli, 14.20 Uhr: Laschet gegen Strafen bei nicht genutzten Impfterminen

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) lehnt Bußgelder für Menschen, die Impftermine ohne Absage verstreichen lassen, ab.

"Solidarität erzwingt man nicht durch Strafen", sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Jeder, der einen Termin nicht wahrnehmen könne oder schon woanders eine Impfdosis erhalten habe, solle durch eine Nachricht an das Impfzentrum Platz für andere Impfwillige schaffen, forderte Laschet. "Das Impftempo bei uns ist weiter hoch, weltweit liegen wir sehr weit vorne. Damit das so bleibt, kann jeder seinen Beitrag leisten."

Laschet unterstützt zudem die Idee, in der Beurteilung der Corona-Lage wegen des Impffortschritts künftig über die Inzidenzzahlen hinauszuschauen. Diese seien aktuell der Maßstab. Aber viele Wissenschaftler wiesen darauf hin, dass angesichts der hohen Impfquote die entscheidenden Größenordnungen die Erkrankten seien und die Belastung des Gesundheitssystems, insbesondere der Intensivstationen.

"Wie man das künftig angemessen gewichtet, ist noch nicht entschieden. Auch hier stehen wir im Bund-Länder-Kreis im engen Austausch." Mit Blick auf eine mögliche vierte Welle sagte Laschet: "Ich möchte nicht spekulieren. Wir müssen uns auf wieder wachsende Infektionszahlen einstellen, aber es wird dann wohl anders sein, da so viele Menschen in Deutschland inzwischen geimpft sind."

Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) lehnt Bußgelder für Menschen, die Impftermine ohne Absage verstreichen lassen, ab.
Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (60, CDU) lehnt Bußgelder für Menschen, die Impftermine ohne Absage verstreichen lassen, ab.  © Rolf Vennenbernd/dpa

Update, 4. Juli, 13.40 Uhr: Söder fordert von Stiko Impfempfehlung für Jugendliche

Ministerpräsident Markus Söder (54, CSU) setzt im Kampf gegen die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus auf die Impfung von Schülern.

"Die Stiko sollte dringend überlegen, wann sie das Impfen von Jugendlichen empfiehlt", schrieb er am Sonntag auf Twitter. Das würde den Schutz für alle erhöhen und einer Generation, die auf viel verzichten musste, wieder Freiheiten zurückgeben.

Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren ausgesprochen. Sie empfiehlt Impfungen nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

Die Delta-Variante breitet sich auch in Bayern zunehmend aus. Die meisten registrierten Fälle gibt es in München.

Update, 4. Juli, 12.20 Uhr: Corona-Inzidenz erstmals seit Wochen gestiegen

Erstmals seit Wochen ist die Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen im Vergleich zum Vortag gestiegen.

Sie lag bei 5,0 Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner und damit um 0,1 höher als tags zuvor (4,9; Vorwoche: 5,7), wie aus Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntagmorgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.23 Uhr wiedergeben.

Demnach meldeten die Gesundheitsämter in Deutschland dem Institut binnen eines Tages 559 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 538 Ansteckungen gelegen.

Die höchste Sieben-Tage-Inzidenz während der dritten Corona-Welle hatte es am 26. April 2021 mit einem Wert von 169,3 gegeben. Danach war sie - von wenigen Ausreißern abgesehen - ziemlich stetig gesunken. Zuletzt war die Inzidenz am 1. und 2. Juni vorübergehend gestiegen.

Update, 4. Juli, 11.15 Uhr: Britischer Minister kündigt Aufhebung der Maskenpflicht an

Trotz rapide steigender Corona-Zahlen hat die britische Regierung für England die weitgehende Aufhebung der Maskenpflicht angekündigt.

Schutzmasken, die derzeit noch in Geschäften sowie Bussen und Bahnen verpflichtend sind, würden bald zur "persönlichen Entscheidung", erklärte Wohnungsbauminister Robert Jenrick am Sonntag im Sender Sky News. "Unterschiedliche Menschen werden bei Dingen wie Masken zu unterschiedlichen Entscheidungen kommen", so der Minister.

Das Ende der Maskenpflicht ist Teil einer weitgehenden Aufhebung von Corona-Maßnahmen am 19. Juli, die die Regierung in den kommenden Tagen bestätigen will. Dazu gehört die Aufhebung aller Kontaktbeschränkungen, aber auch die Wiedereröffnung von Clubs.

Update, 4. Juli, 11 Uhr: Diskussion über Strafen für Impfschwänzer

Vertreter von SPD und Union haben sich Forderungen angeschlossen nach Strafzahlungen für Menschen, die Impftermine nicht wahrnehmen.

"Es wäre richtig, wenn es eine Strafe gäbe für diejenigen, die nicht einmal ihren Termin absagen", sagte SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD) der "Bild am Sonntag". "Denn diese Terminausfälle führen dazu, dass wir langsamer impfen, als wir könnten, und dass wir Impfstoff wegwerfen müssen." Es handele sich dabei nicht um ein Kavaliersdelikt.

Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (47, CDU) sagte, Impftermine verfallen zu lassen, sei nicht nur rücksichtslos, sondern ein Schlag ins Gesicht all derer, die derzeit noch auf den knappen Impfstoff warten. "Wer nur zu bequem ist, zum Hörer zu greifen oder mit wenigen Klicks einen Termin abzusagen, sollte für die angefallenen Ausfallkosten aufkommen müssen."

Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (47, CDU, li.) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD, re.).
Unions-Fraktionsvize Thorsten Frei (47, CDU, li.) und SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (58, SPD, re.).  © Kay Nietfeld/dpa , Michael Kappeler/dpa

Update, 4. Juli, 8.30 Uhr: Lufthansa wieder mit mehr Dienstreisen - Auch Bahn erwartet Zunahme

Aufgrund der gesunkenen Corona-Infektionszahlen wächst nach Angaben der Lufthansa die Nachfrage nach Dienstreisen - und auch die Deutsche Bahn rechnet mit mehr geschäftlichen Fahrten.

"Wir erleben derzeit ein Comeback der Dienstreise. Gerade in Deutschland und Europa zieht die Nachfrage der Unternehmen nach Flugreisen wieder deutlich an", sagte Lufthansa-Vorstand Harry Hohmeister der "Welt am Sonntag".

"Seit vier Wochen registrieren wir eine verstärkte Nachfrage nach dienstlichen Flügen für September, Oktober und November. Das ist ein deutliches Signal."

Hohmeister erwartet, dass die Dienstflüge im dritten und vierten Quartal dieses Jahres lediglich 30 bis 40 Prozent des Vorkrisenniveaus erreichen dürften. "Das ist aber eine Vervielfachung im Vergleich zum Vorjahreszeitraum", sagte er. "Ich schätze, dass wir als Lufthansa bei den Dienstreisen am Ende wieder bei 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus landen werden."

Update, 4. Juli, 8.15 Uhr: Erneut ausländischer Olympionike in Japan positiv getestet

Weniger als drei Wochen vor Beginn der Olympischen Spiele in Tokio gibt es einen weiteren Corona-Fall unter einreisenden Athleten.

Wie die japanische Regierung am Sonntag bekanntgab, wurde ein Mitglied des Olympia-Teams aus Serbien am Vortag bei der Ankunft am Flughafen Haneda in Tokio positiv auf das Coronavirus getestet. Die Person sei isoliert worden.

Vier weitere Mitglieder des Teams seien in eine Unterkunft nahe des Flughafens gebracht worden. Zuvor waren schon zwei Mitglieder der Olympia-Mannschaft aus Uganda positiv getestet worden. Dies löste Zweifel an den Schutzmaßnahmen aus.

Das serbische Team hätte eigentlich zum Trainingslager in Nanto in der Präfektur Toyama weiterreisen sollen. Das Training werde wahrscheinlich abgesagt, meldeten örtliche Medien unter Berufung auf die lokalen Behörden. Niemand, der kam, um die serbischen Athleten abzuholen, sei in Kontakt mit der Mannschaft gekommen, hieß es.

Update, 4. Juli, 6.45 Uhr: Große Mehrheit erwartet schärfere Corona-Maßnahmen im Herbst

Trotz fortschreitender Impfkampagne rechnet eine große Mehrheit der Deutschen im Herbst mit steigenden Corona-Infektionszahlen und neuen staatlichen Beschränkungen.

In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten 76 Prozent, dass sie einen Anstieg der Infektionszahlen erwarten. 74 Prozent gehen von einer Verschärfung der Maßnahmen gegen die Pandemie im Herbst aus. Nur 16 Prozent meinen, dass es keine neuen Einschränkungen geben wird. Zehn Prozent machten keine Angaben.

Kanzleramtschef Helge Braun (48) hatte Geimpften am Freitag Hoffnung gemacht, dass es für sie auch bei einer neuen Corona-Welle keinen neuen Lockdown geben wird - wenn die Impfungen sich auch gegen Varianten behaupten.

"Solange unsere Impfung sehr gut wirkt, kommt ja ein Lockdown zulasten derer, die vollständig geimpft sind, auch nicht infrage", sagte der CDU-Politiker dem Nachrichtenradio MDR Aktuell. "Sondern denjenigen, die geimpft sind, kann man dann auch die Normalität ermöglichen - den Besuch im Konzert genauso wie das Einkaufen."

Update, 4. Juli, 5.30 Uhr: Virologin Brinkmann fordert PCR-Tests in Schulen

Angesichts der Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante des Coronavirus fordert die Virologin Melanie Brinkmann für die Schulen ein neues Testkonzept.

Die Professorin vom Braunschweiger Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung (HZI) spricht sich für den vermehrten Einsatz sogenannter Lollitests oder Gurgeltests aus - anstelle der weniger präzisen Antigen-Schnelltests.

"Das spart Kosten und kann per PCR ausgewertet werden", erklärte sie dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Das sei sehr effektiv, wenn es regelmäßig erfolge. Lollitests und Gurgeltests können auch gruppenweise abgenommen und auf einmal ausgewertet werden, nur bei positivem Ergebnis ist dann eine individuelle Nachtestung nötig.

"Die Delta-Variante wird nach den Sommerferien sehr schnell durch die Schulen rauschen, wenn wir keine Vorsorge treffen", warnte Virologin Melanie Brinkmann (47).

"Die Delta-Variante wird nach den Sommerferien sehr schnell durch die Schulen rauschen, wenn wir keine Vorsorge treffen", warnte Virologin Melanie Brinkmann (47).
"Die Delta-Variante wird nach den Sommerferien sehr schnell durch die Schulen rauschen, wenn wir keine Vorsorge treffen", warnte Virologin Melanie Brinkmann (47).  © Michael Sohn/POOL AP/dpa

Update, 3. Juli, 19.09 Uhr: Tadschikistan führt Corona-Impfpflicht für Erwachsene ein

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie hat die autoritär regierte Ex-Sowjetrepublik Tadschikistan in Zentralasien eine Impfpflicht für Erwachsende eingeführt.

Bürger über 18 Jahre müssen sich ab sofort spritzen lassen, wie der zuständige Stab am Samstag in der Hauptstadt Duschanbe mitteilte.

Update, 3. Juli, 14.24 Uhr: Mediziner: Impfungen bei Kindern überfällig

In der Debatte um Corona-Impfungen bei Kindern hat der renommierte Biomediziner Gerhard Ehninger (69) die Ständige Impfkommission kritisiert.

Sie blockiere "unverantwortlich den Einsatz von zugelassenen Medikamenten", schrieb der Hämatologe, Onkologe und Krebsforscher in einer Kolumne der "Dresdner Neuesten Nachrichten" (Samstag).

"Die Impfungen bei Kindern sind überfällig."

Angesichts der Delta-Variante, die in Israel und Großbritannien das Infektionsgeschehen trotz Impfrate über 50 Prozent wieder verstärkt hat, müssten alle vorhandenen Impfdosen rasch verabreicht und eine Quote von über 90 Prozent erreicht werden.

Update, 3. Juli, 14.05 Uhr: Mallorca hofft trotz steigender Corona-Zahlen auf gute Sommersaison

Trotz wieder zunehmender Corona-Infektionen hoffen die Politik und die Tourismusbranche auf der Deutschen liebsten Ferieninsel Mallorca auf eine gute Sommersaison.

"Die Lust aufs Reisen ist groß. Wir hoffen auf eine Saison, die weit bis in den Herbst hinein anhält", zitierte die Mallorca Zeitung Regionalpräsidentin Francina Armengol. Auch die Managerin von Hotels der Gruppe Melía in Magaluf, Belén Sanmartín, äußerte sich vorsichtig optimistisch. Sie hoffe in diesem Sommer auf eine Auslastung von 50 bis 60 Prozent, berichtete die Zeitung "Diario de Mallorca" am Samstag.

Magaluf, sozusagen der Ballermann der Briten, erwacht gerade zu neuem Leben, nachdem Großbritannien die Balearen auf die grüne Liste der Regionen gesetzt hat, die bei der Rückkehr in die Heimat keine Quarantänepflicht auslösen. Allerdings müssen Briten anderes als Deutsche einen negativen PCR-Test vorlegen, um zu der Inselgruppe im Mittelmeer zu reisen.

Update, 3. Juli, 12.55 Uhr: 123 weitere Corona-Neuinfektionen in Hessen

In Hessen sind innerhalb von 24 Stunden 123 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Ein Mensch starb mit oder an Covid-19. Damit stieg die Zahl der Toten seit Beginn der Pandemie auf 7539, wie aus den Daten des Robert Koch-Instituts vom Samstag hervorgeht (Stand 3.13. Uhr). Die Inzidenz, also die Zahl der Infizierten je 100.000 Einwohnern an sieben aufeinanderfolgenden Tagen, erhöhte sich auf 8,0. Am Freitag hatte der Wert 7,0 betragen.

Auf den den Intensivstationen im Land lagen nach Daten des Divi-Registers 80 Menschen mit einer Covid-19-Erkrankung (Stand 9.19 Uhr). Von ihnen wurden 44 beatmet. Divi steht für Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Update, 3. Juli, 12.25 Uhr: Britische Stars werben in Musical-Video fürs Impfen

Britische Stars wollen mit einer Musical-Einlage Werbung fürs Impfen gegen das Coronavirus machen.

In einem knapp zweiminütigen Video des britischen National Health Service (NHS) sind Schauspieler wie Jim Broadbent (72, "Game of Thrones") und Derek Jacobi sowie der Comedian David Walliams (49) zu dem Song "The Rhythm of Life" aus dem Musical "Sweet Charity" zu sehen. Eingestreut in die Sing- und Tanzperformance, bei der zahlreiche Tänzerinnen und Tänzer aus dem Londoner West End mitwirken, sind Appelle. "Hol dir einfach eine Impfung", sagt Broadbent, der die Show halb mittanzend verfolgt. Die Botschaft: Nur mit Impfungen kann der Rhythmus des Lebens wieder in Fahrt kommen.

Die Impfbereitschaft ist im Vereinigten Königreich im Vergleich zu anderen Ländern überdurchschnittlich hoch. Fast 86 Prozent der erwachsenen Bevölkerung haben bereits eine erste Impfdosis erhalten. Allerdings ist unter einigen Minderheiten die Skepsis höher als in anderen Teilen der Bevölkerung - worauf man versucht, mit gezielten Kampagnen zu reagieren.

Update, 3. Juli, 12.10 Uhr: Slowakei führt Pflichtquarantäne für ungeimpfte Einreisende ein

Aus Sorge vor neuen Corona-Varianten verschärft die Slowakei ihre Einreiseregeln drastisch. Vom 9. Juli an müssen alle Ungeimpften für 14 Tage in Quarantäne, wie am Samstag aus einer neuen Verordnung der Regierung des EU-Mitgliedstaats hervorging. Das gilt unabhängig vom Herkunftsland.

Frühestens am fünften Tag ist ein freier Test mit einem PCR-Corona-Test möglich. Reisende, die seit mindestens 14 Tagen einen vollständigen Impfschutz haben, sind von der Quarantäne ausgenommen.

Die Änderung sorgte vor allem in Tschechien für Enttäuschung, denn die Slowakei mit dem Hochgebirge Hohe Tatra ist im Nachbarland als Urlaubsziel beliebt. Transitreisende, die zum Beispiel von Deutschland über Tschechien und die Slowakei nach Ungarn fahren wollen, sind von der Quarantäne ausgenommen. Sie müssen sich indes an vorgegebene Straßenrouten halten.

Update, 3. Juli, 11.25 Uhr: Ärzte warnen vor Aufhebung von Corona-Maßnahmen in England Mitte Juli

Wegen der rapiden Ausbreitung der Delta-Variante haben Mediziner vor einer baldigen Aufhebung aller Corona-Maßnahmen in England gewarnt.

"Da die Fallzahlen wegen der hohen Ansteckungsrate der Delta-Variante weiterhin alarmierend ansteigen und mehr Menschen sich treffen, macht es keinen Sinn, die Beschränkungen in etwas mehr als zwei Wochen vollständig aufzuheben", sagte Chaand Nagpaul von der British Medical Association dem Sender BBC am Samstag.

Die britische Regierung will nach derzeitigem Stand am 19. Juli die meisten verbleibenden Corona-Maßnahmen in England aufheben. So könnten dann Nachtclubs wieder öffnen und Menschen sich in unbegrenzt großen Gruppen treffen und feiern. Sogar die Aufhebung der Maskenpflicht steht zur Debatte. Der Medizinerverband fordert, Masken in Innenräumen wie Geschäften oder Bahnen und Bussen weiter verpflichtend zu machen. Auch solle bessere Lüftungstechnik eingesetzt werden.

Update, 3. Juli, 10.55 Uhr: Schäuble skeptisch zu Enquêtekommission oder U-Ausschuss zu Corona

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) hält wenig von den Vorschlägen für eine Enquêtekommission oder einen Untersuchungsausschuss zur Aufarbeitung der Corona-Politik.

Das müsse zwar der nächste Bundestag entscheiden, "aber ich mache keinen Hehl aus meiner Skepsis», sagte Schäuble der Stuttgarter Zeitung, den Stuttgarter Nachrichten sowie den Zeitungen der Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft. "Wir müssen trennen zwischen Entscheidungen in der Krise und Rechthaberei hinterher", sagte der 78-jährige CDU-Politiker.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (73, Grüne) dringt auf eine Enquêtekommission des Bundestags, die sich damit beschäftigen soll, wie mögliche Pandemien in Zukunft schneller eingedämmt werden können.

Die Bundes-FDP hatte einen U-Ausschuss angekündigt, so müsse etwa der Kauf "untauglicher Masken" durch das Bundesgesundheitsministerium durchleuchtet werden.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) hat sich deutlich geäußert.
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (78, CDU) hat sich deutlich geäußert.  © Felix Schröder/dpa

Update, 3. Juli, 10.45 Uhr: Corona-Inzidenz in Sachsen-Anhalt sinkt auf 0,9

In Sachsen-Anhalt nähert sich der Corona-Inzidenzwert der Null-Marke. Am Samstagmorgen lag die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von einer Woche bei 0,9, wie das Robert Koch-Institut (RKI) mitteilte.

Am Vortag hatte die Sieben-Tage-Inzidenz noch bei 1,0 gelegen, am Samstag vor einer Woche bei 2,3.

Im Ländervergleich hat Sachsen-Anhalt bundesweit weiter die niedrigste Inzidenz. Deutschlandweit lag der Wert am Samstag laut RKI bei 4,9 und damit erstmals seit knapp einem Jahr unter 5.

In Sachsen-Anhalt haben sechs Landkreise sowie die Städte Magdeburg und Dessau-Roßlau keine Neuinfektionen (0,0) innerhalb von sieben Tagen je 100.000 Einwohner verzeichnet. In der Stadt Halle lag der Inzidenz-Wert am Samstagmorgen bei 2,1. Die landesweit höchste Sieben-Tage-Inzidenz hat laut RKI der Saalekreis mit einem Wert von 4,9.

Update, 3. Juli, 10.10 Uhr: Polizei nimmt Netzwerk für gefälschte Corona-Pässe in Italien hoch

Italienische Ermittler haben mehrere Kanäle und Konten der Chat-App Telegram beschlagnahmt, über die Kriminelle digitale Zertifikate für den sogenannten Grünen Pass anboten.

Insgesamt habe es sich um zehn Kanäle und Accounts gehandelt, die die Nutzer zu anonymen Konten auf Marktplätzen im Dark Web führten, teilte die Finanzpolizei am Samstag in Rom mit.

Auf den Online-Handelsplätzen hätten Verkäufer Fälschungen für das digitale Zertifikat gegen eine Bezahlung in Kryptowährungen angeboten. Der Nachweis bescheinigt den vollständigen Impfschutz gegen Covid-19 und ist für Reisen etwa innerhalb der EU wichtig. Der Preis dafür lag der Guardia di Finanza zufolge umgerechnet zwischen 110 und 130 Euro. Tausende Nutzer hätten sich auf den Telegram-Kanälen registriert, hieß es weiter.

Dort wurden auch Ampullen mit einem angeblichen Impfstoff gegen Corona zum Kauf angeboten.

Update, 3. Juli, 9.23 Uhr: Tierheime in Niedersachsen profitierten von Corona-Hilfen

In Niedersachsen haben bislang mehr als 50 Tierheime von Corona-Hilfen des Bundesumweltministeriums profitiert.

Das geht aus einer Übersicht des Umweltbundesamtes hervor. Der Bundestag hatte im Dezember 2020 eine Förderung für Tierheime beschlossen, um deren Situation während der Corona-Pandemie zu verbessern und das Tierwohl zu sichern.

Das Bundesumweltministerium unterstützt daher mehr als 500 Tierschutzvereine in Deutschland, die Träger von Tierheimen sind, mit einer Einmalzahlung von jeweils 7500 Euro, um finanzielle Ausfälle und Mehrausgaben in der Pandemiezeit abzufedern. Weiter Anträge sind in Prüfung. In Niedersachsen sind bislang 57 Einrichtungen gefördert worden, in Bremen 2.

Dazu zählen unter anderem die Vereine: Aktive Tierfreunde (Norden), Tierschutzverein Borkum, Verein zur Hilfe notleidender Tiere in Europa (Hannover), Tierschutz Eine Pfote, ein Versprechen (Cuxhaven), Tierheim Schwartenpohl (Osterwald), Tierschutzverein Goslar und Umgebung sowie die Wildtierhilfe Lüneburger Heide.

Update, 3. Juli, 9.20 Uhr: DRK-Präsident Czaja wirbt für Impfterminschwänzer-Abgabe

Mario Czaja, Präsident des Berliner Roten Kreuzes (DRK), wirbt dafür, Impfterminschwänzer zur Kasse zu bitten.

Wer etwa seinen Termin für die Zweitimpfung in einem der Impfzentren ohne Absage verstreichen lässt, könne mit einer Strafzahlung von 25 bis 30 Euro belegt werden, schlug Czaja im Interview mit dem RBB vor. Das sei teilweise auch bei niedergelassenen Ärzten gängige Praxis.

"Wir erleben leider seit einigen Wochen, dass zunehmend Menschen sich nicht abmelden, obwohl sie einen Termin in den Impfzentren haben. Das ist ziemlich unsolidarisch denen gegenüber, die schneller einen Termin haben wollen", findet der DRK-Präsident. Inzwischen würden seinen Angaben nach fünf bis zehn Prozent der Termine nicht wahrgenommen.

Mario Czaja (45) vom Roten Kreuz hat vorgeschlagen, dass Impfterminschwänzer Strafe zahlen sollen.
Mario Czaja (45) vom Roten Kreuz hat vorgeschlagen, dass Impfterminschwänzer Strafe zahlen sollen.  © Christoph Soeder/dpa, picture alliance / Lino Mirgeler/dpa (Bildmontage)

Update, 3. Juli, 9.15 Uhr: Flaute im Impfzentrum - immer mehr freie Termine bleiben ungenutzt

Monatelang war die Suche nach einem Impftermin in Baden-Württemberg eine Geduldfrage. Mittlerweile hat sich die Situation in den Impfzentren entspannt. Mehr noch: Es bleiben Termine ungenutzt, weil das Impfinteresse fehlt.

"Die Lage hat sich gedreht", heißt es zum Beispiel beim Landratsamt Ravensburg. "Seit dieser Woche haben wir viele freie Termine." Bis zum Sonntag seien im Kreisimpfzentrum noch bis zu 1000 Impftermine für eine Corona-Erstimpfung zu vergeben, sagte eine Sprecherin am Freitag. Es gebe genug Impfstoff, aber die Zahl der Anmeldungen gehe zurück.

Update, 3. Juli, 9.05 Uhr: Delta-Variante breitet sich in Bayern aus - Schwerpunkt München

Die hoch ansteckende Delta-Variante des Coronavirus breitet sich in Bayern zunehmend aus. Die mit Abstand meisten registrierten Fälle gibt es in München.

Der Statistik des Landesamtes für Gesundheit zufolge wurden bis 30. Juni 139 Delta-Fälle in der Landeshauptstadt festgestellt. Bis 1. Juni waren es noch 29. Bayernweit stieg die Zahl der Delta-Fälle im Juni von 95 auf 481. Zu berücksichtigen sei, dass nicht alle positiven Tests daraufhin ausgewertet würden, um welche Virusvariante es sich handelt, erläuterte ein LGL-Sprecher.

Zudem gebe es eine Zeitverzögerung, da es sich um ein aufwendiges Laborverfahren handele: Teilweise werde den Behörden zunächst lediglich ein positives Testergebnis mitgeteilt und die konkrete Auswertung der Variante nachgemeldet.

Update, 3. Juli, 9 Uhr: Pflegegutachter kommen wieder zu Menschen ins Haus

Pflegegutachter des Medizinischen Dienstes dürfen angesichts gesunkener Infektionszahlen wieder zu den Antragstellern in die Wohnung kommen. Das gelte seit dem 1. Juli, teilte der Medizinische Dienst Nordrhein mit. Zuvor seien Pflegeeinstufungen seit dem Beginn des ersten Lockdowns weitgehend telefonisch und mit Fragebögen erfolgt.

Die Gutachter seien froh, wieder ins Haus zu kommen, sagte die Leiterin des Fachbereichs Pflege beim Medizinischen Dienst Nordrhein, Ulrike Kissels: "Die Nähe einer Begutachtung vor Ort ist durch ein Telefonat nicht zu ersetzen."

Das sieht der Sozialverband Deutschland genauso. Bei telefonischen Abfragen könnten Betroffene aus falschem Schamgefühl wegen der eigenen Unselbständigkeit wesentliche Aspekte zum eigenen Nachteil verschweigen oder abmildern, sagte der Präsident des Sozialverbandes Deutschland, Adolf Bauer, der dpa. "Ein empathisches Gespräch kann dem vorbeugen."

Der Medizinische Dienst Nordrhein ist zuständig für 6,2 Millionen Kranken- und Pflegekassenmitglieder in Nordrhein-Westfalen. Er hat zum 1. Juli seinen Namen geändert: Früher hieß die Organisation Medizinischer Dienst der Krankenkassen (MDK). Hintergrund ist eine Rechtsänderung mit dem Ziel, die Dienste unabhängiger von den Krankenkassen zu organisieren

Pflegegutachter dürfen wieder zu den Antragstellern in die Wohnung kommen. (Symbolbild)
Pflegegutachter dürfen wieder zu den Antragstellern in die Wohnung kommen. (Symbolbild)  © Sina Schuldt/dpa

Update, 3. Juli, 7 Uhr: Intensivmediziner: Nicht mehr nur auf Inzidenz schauen

Intensivmediziner sprechen sich dafür aus, bei der Pandemiebekämpfung nicht mehr ausschließlich die Inzidenzwerte in den Fokus zu stellen.

"Mit steigender Impfquote ist der Inzidenzwert alleine weniger aussagekräftig, um die potenzielle Gefahr für das Gesundheitssystem messen zu können", sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN), Christian Karagiannidis, der Rheinischen Post (Samstag).

"Wir rechnen damit, dass die Inzidenzwerte im Herbst, wie in England aktuell schon der Fall, stärker steigen werden als die Zahl der Intensivpatienten", so der Intensivmediziner.

Update, 3. Juli, 5.21 Uhr: RKI meldet niedrigste Corona-Inzidenz seit fast einem Jahr

Erstmals seit rund elf Monaten ist die Corona-Inzidenz unter 5 gefallen.

Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den bundesweiten Wert am Samstagmorgen mit 4,9 an (Vortag 5,0; Vorwoche 5,9). Zuletzt hatte der Wert am 30. Juli 2020 mit 4,8 unter der 5er-Schwelle gelegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten zudem binnen eines Tages 671 Corona-Neuinfektionen, wie aus Zahlen vom Morgen hervorgeht, die den Stand des RKI-Dashboards von 05.01 Uhr wiedergeben.

Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 16 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 68 Tote gewesen.

Eine Mitarbeiterin einer Teststation hält einen Corona-Teststab.
Eine Mitarbeiterin einer Teststation hält einen Corona-Teststab.  © Swen Pförtner/dpa

Update, 2. Juli, 23.15 Uhr: Kalifornischer Zoo impft seine Tiere gegen Covid-19

Der Zoo im kalifornischen Oakland hat damit begonnen, Tiere wie Tiger, Bären, Pumas und Frettchen gegen Covid-19 zu impfen.

Nach Mitteilung des Zoos am Freitag soll der experimentelle Impfstoff des US-Herstellers Zoetis als nächstes Affen, Fruchtfledermäusen und Schweinen verabreicht werden. Bis jetzt hätten sie auf Schutzmaßnahmen wie Abstand, Barrieren und Schutzkleidung der Mitarbeiter gesetzt. Sie seien "erleichtert", ihre Tiere nun mit einem Impfstoff besser schützen zu können, sagte die Veterinärin Alex Herman.

Im Zoo von San Diego waren im März die ersten Menschenaffen mit dem für Tiere entwickelten Vakzin geimpft worden. Die Tiere erhielten jeweils nach drei Wochen ihre zweite Dosis. Zuvor waren im Januar acht Gorillas des Zoos positiv auf das Virus getestet worden.

Die Symptome waren jedoch mild und beschränkten sich auf Husten, Verstopfung und Müdigkeit. Die Affen haben sich laut Mitteilung vollständig erholt. Es wurde vermutet, dass sich die Tiere trotz Sicherheitsvorkehrungen des Zoos bei einem asymptomatischen Mitarbeiter angesteckt hatten.

Update, 2. Juli, 21.23 Uhr: Golf-Masters-Sieger Matsuyama mit Corona infiziert

Japans Golf-Superstar Hideki Matsuyama (29) ist zur zweiten Runde der Rocket Mortgage Classic in Detroit nicht angetreten, da er positiv auf das Coronavirus getestet wurde.

"Es ist enttäuschend, diese Nachricht zu erhalten und sich vom Rocket Mortgage Classic zurückziehen zu müssen", sagte Matsuyama in einer Erklärung der PGA Tour am Freitag. "Ich werde alle notwendigen Vorkehrungen treffen, um die Gesundheit und Sicherheit aller anderen zu gewährleisten." Der 29-Jährige ist jetzt in Quarantäne.

Hideki Matsuyama (29) aus Japan in Aktion. (Archivbild)
Hideki Matsuyama (29) aus Japan in Aktion. (Archivbild)  © Chris Carlson/AP/dpa

Update, 2. Juli, 20.33 Uhr: In Ungarn fällt Maskenpflicht fast ganz weg

In Ungarn treten ab sofort umfangreiche Lockerungen der staatlichen Corona-Beschränkungen in Kraft, weil inzwischen 5,5 Millionen Ungarn zumindest eine Erstimpfung gegen das Virus Sars-Cov-2 erhalten haben.

Die Regierung in Budapest gab am Freitagabend bekannt, dass diese Impfquote erreicht wurde. Somit werden automatisch zahlreiche Einschränkungen aufgehoben. Ungarns Regierung macht Lockerungen ausschließlich vom Impf-Fortschritt abhängig, nicht von der Inzidenz der Neuansteckungen.

Demnach ist nun die bisher gültige Maskenpflicht in geschlossenen öffentlichen Räumen weggefallen. Sei gilt nur noch in Krankenhäusern und sozialen Einrichtungen wie Altenheimen.

Update, 2. Juli, 18.12 Uhr: Erdogan verwirrt mit falscher Info zu Impfungen in Deutschland

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan (67) hat mit falschen Behauptungen über angeblich kostenpflichtige Corona-Impfungen in Deutschland und Großbritannien für Irritation gesorgt.

Mit Blick auf den Kampf gegen die Pandemie sagte Erdogan am Freitagabend: "Seht, das ist sehr interessant. Heute führt England Impfungen für 100 bis 150 Sterling durch. Wir aber impfen umsonst." Das sei der Unterschied. "In Deutschland sind es 100 bis 150 Euro. Aber bei uns gibt es sowas nicht. Denn wir, liebe Brüder, sind eine Regierung, die dem Volk zurückgibt, was es vom Volk nimmt."

In Deutschland wie auch in Großbritannien können sich Menschen kostenlos gegen das Coronavirus impfen lassen. Zahlreiche Nutzer auf Twitter widersprachen den Aussagen des türkischen Präsidenten.

Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei (67).
Recep Tayyip Erdogan, Präsident der Türkei (67).  © --/Turkish Presidency/AP/dpa

Update, 2. Juli, 17.25 Uhr: WHO-Chef fordert Biontech auf, ihr Wissen zu teilen

Der Chef der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Mainzer Firma Biontech zu mehr Engagement aufgerufen, um die Impfstoffproduktion weltweit anzukurbeln.

"Ich bitte Firmen wie Biontech, Pfizer und Moderna dringend, ihr Wissen zu teilen, damit wir die Entwicklung neuer Produktionsstätten beschleunigen können", sagte Tedros Adhanom Ghebreyesus (56) am Freitag in Genf. Es würden zwar neue Standorte für die Herstellung von Corona-Impfstoffen entwickelt, aber der Prozess komme schneller voran, wenn die Firmen ihre Technologie offen teilen würden.

Ärmere Länder hätten immer noch nicht genügend Impfstoff, um wenigstens zehn Prozent ihrer Bevölkerung bis Ende September zu impfen, während reiche Länder schon deutlich weiter seien, sagte Tedros.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).
WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus (56).  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dpa

Update, 2. Juli, 16.48 Uhr: Virologie-Professor: Die besetzten Stadien senden "falsche Signale"

Der Düsseldorfer Virologie-Professor Ortwin Adams sieht in gefüllten Stadien während der Europameisterschaft die falschen Signale.

"Wir spielen auf Risiko vor allem gegenüber zwei Gruppen: den Patienten, die dann doch mit Covid auf den Intensivstationen landen, und denjenigen, die sie versorgen müssen", sagte Adams der "Rheinischen PosT". Letztlich seien laut dem Virologen aber alle in der Gesellschaft betroffen.

Update, 2. Juli, 16.07 Uhr: Merkel sagt Johnson Lockerung der Einreisebeschränkungen zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) hat dem britischen Premierminister Boris Johnson (57) versprochen, die strikten Einreisebeschränkungen für Großbritannien wegen der Verbreitung der Delta-Variante des Coronavirus bald zu lockern.

Mehr dazu erfahrt ihr im aktuellen Text: Merkel-Reise nach Großbritannien: Staatsbesuch im Delta-Hotspot.

Boris Johnson (57), Premierminister von Großbritannien, begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) vor ihrem bilateralen Treffen in Chequers, dem Landhaus des Premierministers.
Boris Johnson (57), Premierminister von Großbritannien, begrüßt Bundeskanzlerin Angela Merkel (66, CDU) vor ihrem bilateralen Treffen in Chequers, dem Landhaus des Premierministers.  © Stefan Rousseau/Pool PA/AP/dpa

Update, 2. Juli, 16.05 Uhr: Mehr als 55 Prozent der Bevölkerung erstgeimpft

Rund 38 Prozent der Bevölkerung in Deutschland sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Das geht aus Zahlen des Robert Koch-Instituts vom Freitag hervor (Stand: 15.40 Uhr).

Demnach wurden am Donnerstag 926.463 Impfdosen verabreicht. Etwas mehr als 46 Millionen Menschen (55,6 Prozent) haben mindestens eine Impfung verabreicht bekommen, 31,4 Millionen (37,9 Prozent) sind vollständig geimpft.

Unter den Bundesländern verzeichnet Bremen mit 63,7 Prozent den höchsten Anteil Erstgeimpfter. 14 weitere Bundesländer haben die 50-Prozent-Marke geschafft. Schlusslicht bleibt Sachsen mit 47,7 Prozent. Das Saarland zählt mit 43,6 Prozent den höchsten Anteil an vollständig geimpften Einwohnern. Brandenburg ist hier mit 34,4 Prozent am Ende der Rangliste.

Update, 2. Juli, 15.56 Uhr: Frankreich steigert Impfbemühungen

Angesichts der rasch voranschreitenden Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante hat Frankreichs Gesundheitsminister Olivier Véran vor einer neuen Corona-Welle gewarnt.

"Ich denke, dass es die potenzielle Gefahr eines epidemischen Wiederbeginns ab diesem Sommer gibt", sagte er am Freitag beim Besuch eines Impfzentrums in Villeneuve-La-Garenne nördlich von Paris. Aktuell mache Delta knapp ein Drittel der Neuinfektionen in Frankreich aus, was einen deutlichen Anstieg des Anteils im Wochenvergleich bedeute.

Künftig soll es deshalb mehr Flexibilität beim Impfen geben. So solle die zweite Impfdosis überall, auch etwa am Urlaubsort, empfangen werden können, sagte Véran.

Update, 2. Juli, 15.54 Uhr: Tschechien verschärft Einreisebestimmungen

Aus Sorge vor der Delta-Variante des Coronavirus verschärft Tschechien seine Einreisebestimmungen.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Tschechien plant Verschärfung der Einreisebestimmungen.

Blick in die Altstadt der tschechischen Hauptstadt Prag.
Blick in die Altstadt der tschechischen Hauptstadt Prag.  © dpa/AP/Petr David Josek

Update, 2. Juli, 15.34 Uhr: Geänderte Impfempfehlung für AstraZeneca

Angesichts der schnellen Ausbreitung der besonders ansteckenden Delta-Variante in Deutschland passt die Ständige Impfkommission (Stiko) ihre Corona-Impfempfehlung an.

Alles, was jetzt wichtig zu wissen ist, lest ihr im TAG24-Artikel Sorge wegen Delta-Variante: Impfkommission ändert Empfehlung für AstraZeneca.

Update, 2. Juli, 15.06 Uhr: Kanzleramtschef Braun: Kein neuer Lockdown für Geimpfte

Kanzleramtschef Helge Braun (48) macht Geimpften Hoffnung, dass es für sie auch bei einer neuen Corona-Welle keinen neuen Lockdown geben dürfte - wenn die Impfungen sich auch gegen Varianten behaupten.

Mehr dazu im TAG24-Artikel Kanzleramt plant: Kein Lockdown für Geimpfte!

Helge Braun (48, CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben. (Archivbild)
Helge Braun (48, CDU), Chef des Bundeskanzleramtes und Bundesminister für besondere Aufgaben. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

Update, 2. Juli, 15.05 Uhr: Impfung von Kindern trotz Termin in abgelehnt

In niedersächsischen Impfzentren haben etliche Ärzte impfwillige Kinder und Jugendliche trotz eines vereinbarten Termins abgewiesen.

Mehr dazu im aktuellen TAG24-Bericht Ärzte verweigern Kindern in Impfzentren trotz Termins die Spritze: Was ist ihr Grund?

Update, 2. Juli, 15 Uhr: Reisewarnung für Zypern und Katalonien

Mit Zypern und der spanischen Region Katalonien setzt die Bundesregierung am Sonntag zwei weitere Urlaubsgebiete auf die Liste der Corona-Risikogebiete.

Mehr dazu im TAG24-Artikel "Neue Reisewarnung für zwei beliebte Urlaubsgebiete".

Update, 2. Juli, 14.37 Uhr: Norwegen öffnet für Reisende

Norwegen ändert seine Bestimmungen für die Einreise und lässt ab dem 5. Juli wieder Touristen ins Land.

Reisende aus vielen EU-Ländern wie Deutschland, Frankreich und Belgien können dann wieder ins Land reisen, ohne in Quarantäne zu müssen, wie das norwegische Gesundheitsministerium am Freitag mitteilte.

Jeder Einreisende müsse sich aber an der Grenze registrieren und auf das Coronavirus testen lassen, sagte Gesundheitsminister Bent Høie am Freitag einer Mitteilung zufolge.

Update, 2. Juli, 14.23 Uhr: Südkorea mit höchstem Corona-Tageswert seit sechs Monaten

Südkorea hat bei den täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus den höchsten Stand seit fast sechs Monaten verzeichnet. Am Donnerstag seien 826 Fälle hinzugekommen, teilten die Gesundheitsbehörden am Freitag mit.

Es war demnach der höchste Tageswert seit dem 7. Januar. Die Gesamtzahl sei auf mehr als 158.500 Fälle gestiegen. Die Behörden warnten, dass sich die Corona-Lage angesichts der zunehmenden Aktivitäten der Menschen im Freien und der zunehmenden Zahl der Delta-Fälle weiter verschlimmern könnte.

Es sei besonders beunruhigend, dass es unter jüngeren Menschen eine steigende Zahl von Ansteckungen gebe, sagte Premierminister Kim Boo Kyum.

Seoul: Eine medizinische Mitarbeiterin einer Corona-Teststation steht vor einem Luftkühler inmitten sengender Hitze.
Seoul: Eine medizinische Mitarbeiterin einer Corona-Teststation steht vor einem Luftkühler inmitten sengender Hitze.  © --/YNA/dpa

Update, 2. Juli, 13.58 Uhr: Laschet will interdisziplinären Corona-Expertenrat auf Bundesebene

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will im Fall seiner Wahl zum Bundeskanzler auch auf Bundesebene den Rat von Experten und Expertinnen unterschiedlicher Bereiche zur Bewältigung der Corona-Krise einholen. "Natürlich ist die Pandemie nicht zu Ende", sagte der Unions-Kanzlerkandidat am Freitag in einer Aktuellen Stunde im Landtag in Düsseldorf.

Der CDU-Bundesvorsitzende rechtfertigte in der Debatte die Auflösung seines eigenen Corona-Expertenrats, der die CDU/FDP-Landesregierung seit April 2020 unter anderem zu den sozialen, psychischen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie beraten hatte.

Der Expertenrat für NRW habe in seiner sechsten und letzten Stellungnahme Grundsätze formuliert, die schon jetzt klar machten, "was uns im Herbst droht", sagte Laschet.

Update, 2. Juli, 11 Uhr: Mehr als 400.000 Corona-Tote in Indien

In Indien sind nach offiziellen Zahlen mehr als 400.000 Menschen an oder mit Corona gestorben. Diese Marke wurde am Freitag überschritten, als das Gesundheitsministerium 853 neue Todesfälle in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land meldete.

Nur in den USA und Brasilien wurden bislang mehr Tote im Zusammenhang mit der Pandemie erfasst. Die Hälfte der Toten in Indien wurde während der heftigen zweiten Welle im April und Mai registriert, die Krankenhäuser und Krematorien überlastete und die auch im Zusammenhang mit der ansteckenderen Delta-Variante steht, die zuerst in Indien gefunden worden war.

Inzwischen sind die täglich gemeldeten Corona-Neuinfektionen und Todeszahlen wieder deutlich gesunken.

Neu Delhi: Familienmitglieder und Freiwillige tragen den Leichnam eines Corona-Opfers zur Einäscherung.
Neu Delhi: Familienmitglieder und Freiwillige tragen den Leichnam eines Corona-Opfers zur Einäscherung.  © Amit Sharma/AP/dpa

Update, 2. Juli, 8.20 Uhr: RKI registriert 649 Corona-Neuinfektionen - Inzidenz bei 5,0

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 649 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Das geht aus Zahlen vom Freitagmorgen hervor, die den Stand des RKI-Dashboards von 7.18 Uhr wiedergeben. Zum Vergleich: Vor einer Woche waren 774 Ansteckungen registriert worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 5,0 an (Vortag: 5,1; Vorwoche: 6,2).

Deutschlandweit wurden nach diesen Angaben binnen 24 Stunden 69 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 62 Tote. Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 3.729.682 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden.

Update, 2. Juli, 3 Uhr: Erstmals ausreichend Corona-Impfstoff für Arztpraxen

Deutschlands Arztpraxen dürften in der kommender Woche erstmals die Menge Corona-Impfstoff geliefert bekommen, die sie bestellt haben. Das sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin.

Denn die Praxen hätten mit bundesweit rund 2,3 Millionen bestellten Dosen weniger Impfstoff angefordert als bereitstehen. Die Praxen bräuchten aber weiterhin ausreichend Impfstoff.

Für nächste Woche bestellten die Arztpraxen bundesweit rund zwei Millionen Impfdosen Biontech – obwohl sie 2,2 Millionen hätten bestellen können. Bei AstraZeneca wurden 325.000 Dosen geordert, 1,1 Millionen hätten bereitgestanden. "Business Insider" berichtete zuerst darüber.

Titelfoto: Harald Tittel/dpa

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