Tröpfcheninfektion: Ansteckung durch Liefer-Pizza?

Deutschland - Die gute Nachricht zuerst: Eine eventuelle Tröpfcheninfektion durch geliefertes Essen ist "eher unwahrscheinlich". Aber einiges solltest Du dennoch beachten.

Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht ist auch oft Ratgeber im ZDF - hier bei "Volle Kanne".
Arzt und Medizinjournalist Dr. Christoph Specht ist auch oft Ratgeber im ZDF - hier bei "Volle Kanne".  © ZDF

Geschlossene Restaurants, kein Imbiss offen... Die gehamsterten Nudeln im Schrank bieten kaum Abwechslung. Besonders die Nicht-Köche unter uns haben jetzt ein Problem. Gut, dass es immer mehr Lieferdienste gibt. Es ist so praktisch: Die Lieferdienst-Seite aufsuchen, bestellen, warten, fertig. 

Aber kann man sich dabei mit dem Coronavirus anstecken? 

Was, wenn zum Beispiel der Koch an Covid-19 erkrankt ist? Ist eine Ansteckung möglich? Bekannt ist, dass sich Coronaviren mehrere Stunden auf Flächen halten. 

Auf Pappe überlebt das Virus angeblich bis zu 24 Stunden - noch länger auf Plastik oder rostfreiem Stahl: Bis zu drei Tage lang ist es nachweisbar. 

Arzt und Medizinkorrespondent Dr. Christoph Specht klärt oft öffentlich auf - so auch im >> ZDF. Laut ntv gibt er weitestgehend Entwarnung: 

"Wenn ein Infizierter kurz vorher auf das Essen hustet, wäre eine Kontamination denkbar. Ich halte aber diesen Infektionsweg im Vergleich zur direkten Tröpfcheninfektion für vernachlässigbar."

Wer bei bestellter Pizza auf Nummer sicher gehen will, stellt sie noch einmal in den Ofen

Wie beim Postboten auch gilt: Vermeide den direkten Kontakt zum Lieferboten.
Wie beim Postboten auch gilt: Vermeide den direkten Kontakt zum Lieferboten.  © dpa/gutburgerlich

Bei der "Tröpfcheninfektion" erfolgt die Ansteckung über feinste Tröpfchen. Diese Tröpfchen flirren beim Niesen, Sprechen, sogar beim Atmen oder Husten durch die Luft. Dann eingeatmet führen sie zur Ansteckung.

Die "Schmierinfektion" (Übertragung durch Berühren eines kontaminierten Gegenstandes oder einer Person oder Tieres) ist beim Coronavirus seltener - allerdings nicht ausgeschlossen.

Wer also bei seiner bestellten Pizza "auf Nummer sicher gehen will, kann das Gericht zu Hause nochmal für ein paar Minuten im Backofen oder auf dem Herd erhitzen". 

Diese Ofen-Temperaturen killen den Virus-Killer. 

Aber Achtung: Wie beim Postboten auch gilt, vermeide den direkten Kontakt zum Lieferboten. 

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Titelfoto: dpa/gutburgerlich

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