Coronavirus: Trump will USA "voll und ganz" auf künftige Epidemien vorbereiten

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Update, 14. Mai, 23.20 Uhr: Trump will USA "voll und ganz" auf künftige Epidemien vorbereiten

US-Präsident Donald Trump will die Vereinigten Staaten für Epidemien in der Zukunft wappnen. "Ich bin entschlossen, dass Amerika voll und ganz auf alle künftigen Ausbrüche (von Krankheiten), von denen wir hoffen, dass es keine geben wird, vorbereitet sein wird", sagte Trump am Donnerstag bei einem Auftritt in Allentown im US-Bundesstaat Pennsylvania.

"Unsere Anstrengung beginnt mit der dramatischen Steigerung unserer Reserven." Nie wieder werde ein Präsident leere Regale oder abgelaufene Produkte erben - zumindest nicht in den kommenden Jahren, versprach Trump. Das Weiße Haus hatte zuvor mitgeteilt, dass die Regierung an einem "voll ausgestatteten, widerstandsfähigen nationalen Lagerbestand" arbeite, der etwa Schutzmasken vorhalten soll.

Trump hat im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie der Vorgängerregierung von Barack Obama vorgeworfen, für die Startschwierigkeiten seiner Regierung in der Krise verantwortlich zu sein - etwa für anfängliche Probleme mit Tests, die fehlerhafte Ergebnisse geliefert hatten.

Donald Trump, Präsident der USA, verlässt die Air Force One auf der Andrews Air Force Base.
Donald Trump, Präsident der USA, verlässt die Air Force One auf der Andrews Air Force Base.  © Carlos Barria/Pool Reuters/AP/dpa

Update, 14. Mai, 22.30 Uhr: Herrlich bedauert Einkauf - gegen Wolfsburg nicht auf der Bank

Augsburgs neuer Trainer Heiko Herrlich hat bedauert, dass er während der Hotel-Quarantäne seiner Mannschaft einkaufen war und damit gegen die strengen Auflagen der Deutschen Fußball Liga verstoßen hat. "Ich habe einen Fehler gemacht, indem ich das Hotel verlassen habe. Auch wenn ich mich sowohl beim Verlassen des Hotels als auch sonst immer an alle Hygienemaßnahmen gehalten habe, kann ich dies nicht ungeschehen machen", wird der 48-Jährige am Donnerstagabend in einer Mitteilung des FC Augsburg zitiert. "Ich bin in dieser Situation meiner Vorbildfunktion gegenüber meiner Mannschaft und der Öffentlichkeit nicht gerecht geworden."

Er werde daher konsequent sein und zu seinem Fehler stehen, meinte Herrlich und kündigte an: "Ich werde aufgrund dieses Fehlverhaltens das Training morgen nicht leiten und die Mannschaft auch nicht am Samstag im Spiel gegen Wolfsburg betreuen."

In den nächsten Tagen werden weitere Corona-Tests durchgeführt, teilte der FCA dazu weiter mit. "Nach zwei negativen Testergebnissen wird Heiko Herrlich die Trainingsarbeit beim FC Augsburg wieder aufnehmen."

Heiko Herrlich.
Heiko Herrlich.  © Stefan Puchner/dpa

Update, 14. Mai, 22.04 Uhr: EU fordert unabhängige Untersuchung des Ursprungs von Corona

Der EU-Außenbeauftragte Josep Borrell fordert China dazu auf, bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie, der Suche nach Impfstoffen und beim Ankurbeln der Weltwirtschaft "seine Rolle und Verantwortung gemäß seinem Gewicht" wahrzunehmen.

In einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Freitag) appelliert der frühere spanische Außenminister zudem an Peking, sich wie die EU an einem erheblichen Schuldenerlass für die von der Pandemie besonders hart getroffenen Entwicklungsländer zu beteiligen und "hier seinen Teil beizutragen".

Zum Schutz der Welt vor künftigen Pandemien sei auch eine unabhängige wissenschaftliche Untersuchung des Ursprungs dieser Pandemie nötig, forderte Borrell von China, wo das Virus vermutlich im Dezember 2019 in der Stadt Wuhan das erste Mal auftrat.

Update, 14. Mai, 21.25 Uhr: Kroatien vor Neuwahlen Ende Juni oder Anfang Juli

Die Regierung im EU-Land Kroatien will die günstige Entwicklung der Corona-Infektionszahlen nutzen und den Weg für eine vorgezogene Parlamentswahl Ende Juni oder Anfang Juli ebnen. Das Parlament werde dafür am Montag über seine Auflösung abstimmen, kündigte Ministerpräsident Andrej Plenkovic von der konservativen Partei HDZ am Donnerstag nach einem Treffen mit den Koalitionspartnern an.

Seine Regierung habe alle wichtigen Ziele des Wahlprogramms erreicht, und die neue Regierung könne sich dann den Folgen der Corona-Krise widmen, sagte Plenkovic weiter.

Staatspräsident Zoran Milanovic wird Plenkovic zufolge anschließend den Wahltermin festlegen. Dieser werde zwischen dem 21. Juni und dem 12. Juli liegen. Der Zeitpunkt für Neuwahlen sei günstig, da sich die Zahl der Neuinfektionen mit dem Sars-CoV-2-Virus derzeit im einstelligen Bereich bewege, sagte Plenkovic weiter.

Update, 14. Mai, 21.19 Uhr: Trumps Handelsberater holt zum Rundumschlag gegen China aus

Der Handelsberater von US-Präsident Donald Trump, Peter Navarro, hat in der Corona-Krise zum Rundumschlag gegen China ausgeholt. China habe das Coronavirus im November "wahrscheinlich in diesem Waffenlabor in Wuhan" erschaffen, sagte Navarro am Donnerstag dem Sender Fox News.

Anschließend habe das Land das Virus "zwei Monate lang hinter dem Schutzschild der Weltgesundheitsorganisation versteckt", Schutzausrüstung aus aller Welt "aufgesaugt" und "gehortet", Menschen getötet und schließlich Profit aus der Krise geschlagen. "Jetzt versuchen Hacker der chinesischen Regierung, Informationen über die Impfung zu stehlen, damit sie sie zuerst herstellen können."

Die Beziehung zwischen Washington und Peking ist ohnehin angespannt - Navarro verschärfte den Ton mit der geballten Ladung an Vorwürfen am Donnerstag noch. Er hatte China bereits vor einigen Tagen beschuldigt, das Virus "wahrscheinlich" in einem Labor für Biowaffen erschaffen zu haben. Für diese Annahme gibt es keine Beweise - genauso wenig wie für den immer wieder geäußerten Vorwurf, das Virus stamme womöglich aus einem Forschungslabor in der Stadt Wuhan, den Trump zuletzt selbst befeuert hatte.

Wissenschaftler halten es für viel wahrscheinlicher, dass Sars-CoV-2 natürlichen Ursprungs ist und von Tieren auf den Menschen übertragen wurde..

Peter Navarro, Berater von US-Präsident Trump, spricht während eines Interviews im Weißen Haus.
Peter Navarro, Berater von US-Präsident Trump, spricht während eines Interviews im Weißen Haus.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 14. Mai, 21.15 Uhr: Bereits mehr als 300.000 Corona-Tote weltweit

Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie sind nach Angaben von US-Forschern weltweit bereits mehr als 300.000 Menschen infolge einer Infektion gestorben. Die Universität Johns Hopkins in Baltimore verzeichnete bis Donnerstagnachmittag (Ortszeit) gut 4,4 Millionen bekannte Infektionen und 300.074 Todesfälle. Das neuartige Coronavirus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen.

Die von der Universität veröffentlichten Infektions- und Todeszahlen sind in der Regel höher als jene der Weltgesundheitsorganisation (WHO), weil sie regelmäßiger aktualisiert werden. In manchen Fällen wurden die Zahlen zuletzt aber auch wieder nach unten korrigiert. Die WHO hatte bis Mittwoch rund 4,2 Millionen nachgewiesene Infektionen und knapp 290.000 Todesfälle gemeldet.

Die meisten Todesfälle infolge der Coronavirus-Pandemie gab es der Universität Johns Hopkins zufolge in den USA (rund 85.000), wo die Zahl der nachgewiesenen Infektionen ebenfalls am höchsten war (1,4 Millionen). In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

Eine Krankenpflegerin führt für einen Antikörpertest eine Blutabnahme bei einer Frau in einer Test-Station in der Abyssinian Baptistenkirche in Harlem in New York durch.
Eine Krankenpflegerin führt für einen Antikörpertest eine Blutabnahme bei einer Frau in einer Test-Station in der Abyssinian Baptistenkirche in Harlem in New York durch.  © Mary Altaffer/AP/dpa

Update, 14. Mai, 21.07 Uhr: Frankreich: Urlaub im Land ab Juli möglich

Frankreichs Regierung greift der durch die Corona-Krise gebeutelten Tourismusindustrie mit einem Milliardenplan unter die Arme. Zähle man alle Unterstützungen zusammen, komme man auf 18 Milliarden Euro, sagte Premierminister Édouard Philippe am Donnerstag. Der Solidaritätsfonds werde bis Ende 2020 für den Tourismus offen bleiben, der Premier kündigte außerdem ein Investitionsprogramm von 1,3 Milliarden an.

Philippe erklärte außerdem, dass die Franzosen im Juli und August in Frankreich Urlaub machen können. Es dürfte dabei regionale Unterschiede geben, außerdem müsse man die Entwicklung der Epidemie im Land im Blick behalten. Reisen für diese Zeit sollen gebucht werden können.

Der Staat stellte Entschädigungen in Aussicht, falls die Entwicklung der Epidemie Urlaub unmöglich macht. Eine Wiedereröffnung von Cafés und Restaurants sei ab dem 2. Juni in den als grün eingestuften Départements möglich - endgültig soll darüber in der Woche vom 25. Mai entschieden werden.

Update, 14. Mai, 21.01 Uhr: NRW hebt Corona-Quarantäne für Rückkehrer auf

Nordrhein-Westfalen hebt die Quarantäne-Vorschrift für Rückkehrer aus den europäischen Nachbarstaaten auf. Das teilte die Landesregierung am Donnerstagabend mit. Rückkehrer müssen damit nach einem Aufenthalt in den Ländern nicht mehr für 14 Tage in Quarantäne wegen der Gefahr einer Ansteckung mit dem Coronavirus.

Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sprach von einem Zeichen für gute Nachbarschaft und mehr Europa. "Dies schafft Rechtsklarheit und ist eine große Erleichterung für die Menschen vor allem in den Grenzregionen und sendet ein Signal an unsere heimische Wirtschaft", erklärte Laschet.

Die mit dem Bund ausgehandelte Verständigung betreffe die EU-Länder, Island, Norwegen, Liechtenstein, die Schweiz und Großbritannien und trete am Freitag um 0 Uhr in Kraft.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.
Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen.  © Federico Gambarini/dpa

Update, 14. Mai, 20.54 Uhr: Dänische Regierung will Grenzen noch nicht öffnen

Dänemark hat weiterhin noch keine Entscheidung getroffen, wann es seine Grenzen nach Deutschland, Schweden und Norwegen wieder öffnen will. Es sei vereinbart worden, dass die Regierung bis zum 1. Juni Neuigkeiten zu den Grenzen bekanntgeben werde, sagte Ministerpräsidentin Mette Frederiksen am Donnerstagabend bei der Ankunft zu einer TV-Debatte mit den Spitzen der weiteren dänischen Parlamentsparteien. Daran werde festgehalten.

Mehrere Parteien wollen, dass Dänemark schon jetzt eine Vereinbarung mit Deutschland trifft, damit der Tourismus im Land in die Gänge kommen kann. Deutsche Urlauber stellen traditionell den Großteil der Gäste in den dänischen Ferienhäusern, weshalb die Situation an der deutsch-dänischen Grenze besonders wichtig für den Reisesektor ist.

Die Regierung von Frederiksen steht deshalb im Inland stark unter Druck, früher als geplant zu klären, wann die Grenzen wieder für Touristen geöffnet werden können. Dieser Druck wurde dadurch verstärkt, dass Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) erklärt hatte, Deutschland sei bereit, die Grenze nach Dänemark zu öffnen.

Polizisten kontrollieren am deutsch-dänischen Grenzübergang in Flensburg in Richtung Norden fahrende Fahrzeuge.
Polizisten kontrollieren am deutsch-dänischen Grenzübergang in Flensburg in Richtung Norden fahrende Fahrzeuge.  © Carsten Rehder/dpa

Update, 14. Mai, 20.51 Uhr: Mehr als 280 Tote in Lateinamerika durch gepanschten Schnaps

Vermutlich nach dem Trinken von gepanschtem Schnaps sind in Mexiko seit Ende April inzwischen mindestens 105 Menschen gestorben. Nach Angaben aus drei Bundesstaaten erlagen 29 der Opfer seit Dienstag ihren Vergiftungen.

Auch in einem weiteren Land der Region, der Dominikanischen Republik, hat es zahlreiche Todesfälle gegeben, die auf den Konsum von verunreinigtem Schnaps zurückgeführt werden. Der Gesundheitsminister des Karibikstaates, Rafael Sánchez, sprach in einer Pressekonferenz am Mittwoch von 177 Toten seit dem 7. April.

Allein im zentralmexikanischen Bundesstaat Puebla stieg die Zahl der Toten von 20 auf 42, wie die Regionalregierung in der Nacht zum Donnerstag mitteilte. Zudem seien elf Menschen ins Krankenhaus gebracht worden, ihr Zustand sei ernst. Aus dem benachbarten Morelos meldeten die Gesundheitsbehörden inzwischen insgesamt 18 Todesopfer und aus dem westlichen Bundesstaat Jalisco 38 seit dem 26. April. Im südöstlichen Yucatán kamen weitere sieben Menschen ums Leben.

In einigen der betroffenen Gegenden ist der Verkauf von Alkohol wegen der Corona-Krise derzeit verboten. Möglicherweise hat es deshalb und wegen der für viele Menschen weggefallenen Einnahmen einen Anstieg des Konsums von billigem, schwarzgebranntem Schnaps gegeben. Zudem könnte die wegen der Anti-Corona-Maßnahmen angehaltene Produktion des dabei oft verwendeten Ethylalkohols dazu geführt haben, dass mehr Methanol beigemischt wird.

Update, 14. Mai, 20.48 Uhr: Gemeinderat distanziert sich von umstrittenen Palmer-Äußerungen

Der Tübinger Gemeinderat hat eine Resolution gegen umstrittene Äußerungen des Oberbürgermeisters Boris Palmer (Grüne) zur Behandlung von Corona-Patienten beschlossen. 23 Mitglieder votierten am Donnerstagabend für den Antrag, 11 dagegen, wie der Vorsitzende der SPD-Fraktion, Martin Sökler, mitteilte.

Es gab sechs Enthaltungen. Die große Mehrheit der Grünen-Stadträte stimmte gegen die Resolution. Palmer selbst enthielt sich, wie Sökler weiter mitteilte. Das Gremium missbillige die Aussagen "mit allem Nachdruck", heißt es in dem Antrag mehrerer Fraktionen. Das Gremium tagte per Videokonferenz.

Palmer hatte Ende April in einem Fernsehinterview gesagt: "Wir retten in Deutschland möglicherweise Menschen, die in einem halben Jahr sowieso tot wären." Er erklärte seine Aussage mit der Sorge um armutsbedrohte Kinder vor allem in Entwicklungsländern, deren Leben durch die wirtschaftlichen Folgen des Lockdowns bedroht sei.

Eine Resolution des Gemeinderats wie diese gilt als öffentliche Rüge des Oberbürgermeisters. Unmittelbare Konsequenzen muss Palmer nicht fürchten.

Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne). Bereits 2018 hatte eine Mehrheit des Gremiums eine Resolution gegen Palmer beschlossen. Damals hatte sich Palmer über einen wohl rüpelhaften Radfahrer geärgert und wegen dessen dunkler Hautfarbe auf einen Asylbewerber geschlossen.
Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne). Bereits 2018 hatte eine Mehrheit des Gremiums eine Resolution gegen Palmer beschlossen. Damals hatte sich Palmer über einen wohl rüpelhaften Radfahrer geärgert und wegen dessen dunkler Hautfarbe auf einen Asylbewerber geschlossen.  © Tom Weller/dpa

Update, 14. Mai, 20.40 Uhr: Schlagersänger Heino gibt ein Konzert vor Autos

Schlagersänger Heino (81) spielt am Freitagabend (20.45 Uhr) ein selbst für ihn und seine lange Karriere recht einzigartiges Konzert: In Bonn tritt der "Blau blüht der Enzian"-Sänger vor einem Publikum in Autos auf. Seine Fans sitzen in ihren Wagen und hören Heinos Stimme über eine Radio-Frequenz. Hupen ist streng verboten, Fenster müssen geschlossen bleiben.

Die Veranstalter wollen so trotz der Corona-Pandemie Livekonzerte ermöglichen. "Ich dachte in 60 Jahren im Showbusiness habe ich schon alles hinter mir", erklärte Heino. "Aber Autokonzerte sind selbst für mich Neuland." Mit ihm sollen zwei Samba-Tänzerinnen auf der Bühne stehen.

Der Volkssänger Heino tritt am Freitagabend vor Publikum auf, das in Autos sitzen wird.
Der Volkssänger Heino tritt am Freitagabend vor Publikum auf, das in Autos sitzen wird.  © Daniel Karmann/dpa

Update, 14. Mai, 20.36 Uhr: Gastronomie in Österreich darf wieder bewirten

Wirte in Österreich dürfen ihre Restaurants, Lokale und Kneipen am Freitag nach einer 59 Tage langen, coronabedingten Zwangspause wieder öffnen. Beim Neustart müssen die Gaststätten aber einige Sicherheitsvorkehrungen beachten. So muss zwischen den Tischen ein Mindestabstand von einem Meter eingehalten werden, Kellner müssen zudem einen Mund-Nasen-Schutz tragen. Geöffnet werden darf nur zwischen 6 Uhr und 23 Uhr.

Nach Angaben der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) sind bei einigen Betrieben bereits zahlreiche Reservierungen für das anstehende Wochenende eingegangen. Für die folgenden Werktage und die Zeit nach dem ersten Ansturm gebe es bei einigen aber noch Unsicherheit.

Die WKÖ schätzt, dass zehn Prozent der Gastronomiebetriebe am Freitag noch nicht wieder starten werden, etwa weil sie besonders stark von Touristengruppen abhängig sind. Die Hotels und Beherbergungsbetriebe dürfen allerdings erst vom 29. Mai an wieder Gäste empfangen. Internationale Touristen sind frühestens vom 15. Juni an zu erwarten, dann soll unter anderem die deutsch-österreichische Grenze wieder geöffnet sein.

Update, 14. Mai, 20.28 Uhr: Delta mustert alle Boeing-777-Flugzeuge aus

Die Corona-Krise mit ihrem drastischen Einbruch des Luftverkehrs hinterlässt weiter dauerhafte Spuren in den Flotten der Fluggesellschaften. Jetzt kündigte die US-Airline Delta an, alle Langstrecken-Maschinen des Typs Boeing-777 auszumustern.

Stattdessen werde man auf internationalen Routen auf die Airbus-Modelle A330 und A350 setzen, die sparsamer und günstiger zu betreiben seien, schrieb Delta-Chef Ed Bastian in einer E-Mail an die Mitarbeiter am Donnerstag. Die 18 Maschinen vom Typ 777 sollen zum Jahresende die Flotte verlassen.

Die Fluggesellschaften griffen in der Krise auf staatliche Hilfen zurück und gehen alle Sparmöglichkeiten durch. Dazu gehört auch der Abschied von weniger effizienten Flugzeugen. So kündigte die Lufthansa bereits im April an, sechs Maschinen des Riesen-Jets Airbus A380 sowie mehrere A340 und Boeing-747 auszumustern.

Flugzeuge, darunter auch vom Typ Boeing-777, stehen auf dem Rollfeld am Los Angeles International Airport.
Flugzeuge, darunter auch vom Typ Boeing-777, stehen auf dem Rollfeld am Los Angeles International Airport.  © Gregory Bull/AP/dpa

Update, 14. Mai, 20.25 Uhr: Mehr als 280 Mitarbeiter von Fleischfabrik genesen

Die Mehrheit der infizierten Mitarbeiter einer Fleischfabrik in Birkenfeld bei Pforzheim hat das Coronavirus nach Angaben des Landratsamts Enzkreis hinter sich. Von den 399 Mitarbeitern, die seit dem 7. April positiv getestet wurden, seien mittlerweile 283 wieder genesen, teilte die Behörde am Donnerstag mit.

Die übrigen seien noch in häuslicher Quarantäne oder in einer speziellen Einrichtung untergebracht. Auf Druck der Behörden muss der Betrieb Müller Fleisch nun einen Entwurf für einen Pandemieplan vorlegen, um die Ausbreitung des neuartigen Virus zu verhindern.

In mehreren Schlachthöfen in Deutschland hatte es zuletzt hohe Zahlen an Corona-Infektionen gegeben. Neben Birkenfeld waren Belegschaften in Coesfeld und Oer-Erkenschwick (Nordrhein-Westfalen) sowie in Bad Bramstedt in Schleswig-Holstein betroffen.

Update, 14. Mai, 20.22 Uhr: 800 Millionen Dollar Mehrkosten durch Olympia-Verlegung

Das Internationale Olympische Komitee rechnet durch die Verlegung der Sommerspiele in Tokio mit Mehrkosten von bis zu 800 Millionen Dollar. Die Corona-Krise habe auch "erhebliche finanzielle Auswirkungen auf die Olympischen Spiele, die olympische Bewegung und das IOC", sagte IOC-Präsident Thomas Bach am Donnerstag bei einer Telefonschalte.

Auf seiner Sitzung habe das Exekutivkomitee daher die Summe von umgerechnet 740 Millionen Euro zur Bewältigung der Folgen der Olympia-Verschiebung ins nächste Jahr bewilligt.

Die eigens eingesetzte Taskforce zur Neu-Organisation der Spiele werde auf der Suche nach möglichen Einsparungen "jeden Stein umdrehen", versicherte Bach. Dabei müsse aber der "Geist der Spiele und die Qualität der Wettbewerbe" gesichert sein. Aber Bach sagte auch: "Es gibt keine Tabus. Alles wird diskutiert."

Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach (re.), und der japanische Premierminister Shinzo Abe nehmen an der "One Year to Go"-Zeremonie für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio teil. Wegen der Corona-Pandemie finden die Olympischen Spiele in diesem Jahr nicht statt.
Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach (re.), und der japanische Premierminister Shinzo Abe nehmen an der "One Year to Go"-Zeremonie für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio teil. Wegen der Corona-Pandemie finden die Olympischen Spiele in diesem Jahr nicht statt.  © Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa

Update, 14. Mai, 20.13 Uhr: Trump verärgert über China und will nicht mit Xi sprechen

Die zunehmenden Spannungen zwischen den USA und China sorgen inzwischen auch für Kommunikationsprobleme auf höchster Ebene. US-Präsident Donald Trump sagte in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Fox Business, er habe zwar eine gute Beziehung zum chinesischen Präsidenten Xi Jinping, "aber im Moment will ich nicht mit ihm sprechen".

Trump beklagte sich generell über Peking: "Ich bin sehr enttäuscht von China." Der US-Präsident drohte, die USA hätten einige Hebel in der Hand, und schob vage nach: "Wir könnten die Beziehungen komplett abbrechen." Näher äußerte er sich zu dieser ungewöhnlichen Drohung jedoch nicht.

Erneut warf Trump den Chinesen vor, sie hätten die Ausbreitung der Coronavirus-Pandemie nicht gleich an der Quelle gestoppt und dadurch enormen Schaden angerichtet. "Es war entweder Dummheit, Inkompetenz oder es war absichtlich."

Trump beklagte sich auch erneut über eine jahrelange Ungerechtigkeit beim Handel zwischen beiden Ländern. Erst Mitte Januar hatten die USA und China nach einer zähen und erbitterten Auseinandersetzung ein vorläufiges Handelsabkommen unterzeichnet. Der US-Präsident sagte am Donnerstag erneut, er sei hier nicht zu Nachverhandlungen bereit.

Auf Nachfrage erklärte Trump außerdem, seine Regierung erwäge, dass chinesische Konzerne künftig amerikanische Bilanzregeln befolgen müssten, wenn sie an US-Börsen gehandelt würden. Trump beklagte ebenfalls Versuche Chinas, geistiges Eigentum in den USA zu stehlen. US-Behörden hatten am Mittwoch öffentlich davor gewarnt, dass chinesische Hacker Forschungsarbeit im Kampf gegen das Coronavirus ausspähen.

Xi Jinping, Präsident von China und Generalsekretär der Kommunistischen Partei.
Xi Jinping, Präsident von China und Generalsekretär der Kommunistischen Partei.  © Ju Peng/XinHua/dpa

Update, 14. Mai, 20.09 Uhr: Virologe Drosten: Wir tanzen mit dem Tiger

Der Virologe Christian Drosten vergleicht die aktuelle Phase in der Corona-Epidemie in Deutschland mit dem Tanz mit einem Tiger. Es gelte jetzt Stückchen für Stückchen herauszufinden, wo man dem Tier die Leine lösen kann, ohne dass es gleich über einen herfällt, sagte der Charité-Wissenschaftler am Donnerstag im NDR-Podcast.

Übertragen auf die Lockerungen heiße das zum Beispiel, dass man beobachten müsse, wie sich die Rückkehr erster Jahrgangsstufen zur Schule nach einem Monat auswirken. Sehe man zum Beispiel, dass schlimme Zustände ausblieben, könne man vielleicht weiter nachregulieren, beispielsweise die Klassengröße erhöhen.

Drosten bezog sich auf das so genannte "Hammer und Tanz"-Konzept aus der Pandemieforschung: Nach drastischen Maßnahmen wie Kontaktsperren zu Beginn - dem Hammer - folge eine Phase mit einer schrittweisen Rückkehr zu normalen Verhaltensweisen.

Bei der Abwägung zwischen Gesundheitsschutz und wirtschaftlichen Interessen gebe es einen "goldenen Mittelweg", sagte Drosten. Demnach könne ein umsichtiger, schrittweiser Öffnungsprozess die wirtschaftlichen Kosten minimieren, ohne die medizinischen Ziele zu gefährden.

Generell sei er momentan "sehr beeindruckt" vom guten Verlauf in Deutschland. Besorgt zeigte er sich über ein nach seinem Empfinden zunehmendes Auftreten von "Hetzkampagnen" in Deutschland, was großen Schaden anrichte.

Der Berliner Virologe Christian Drosten.
Der Berliner Virologe Christian Drosten.  © Christophe Gateau/dpa

Update, 14. Mai, 20.06 Uhr: Kliniken im Süden Jemens schließen in Corona-Krise

Die Hilfsorganisation Save the Children warnt vor einer dramatischen Entwicklung der Gesundheitssituation in der südjemenitischen Hafenstadt Aden. Mehrere Krankenhäuser in der Stadt hätten geschlossen, medizinisches Personal weigere sich aufgrund fehlender Schutzausrüstung weiter zu arbeiten, teilte die Hilfsorganisation am Donnerstag mit.

In der vergangenen Woche seien mindestens 385 Menschen in der Stadt gestorben, die an typischen Symptomen von Covid-19 gelitten hätten. Im gesamten Jemen sind nach Zahlen der Johns Hopkins Universität bislang nur zwölf Tote durch das Coronavirus und insgesamt nur 85 Infizierte gemeldet. Die Todeszahlen erhöhten nach Ansicht der Hilfsorganisation die Befürchtungen, dass die Verbreitung des Virus in dem Bürgerkriegsland deutlich höher sei als offiziell bestätigt.

Auch der UN-Sondergesandte der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, sprach am Donnerstag von einer besorgniserregenden Situation. "Aden ist ein Beispiel für den Horror, der den Jemen erwartet", sagte Griffiths in einer Unterrichtung des UN-Sicherheitsrates. Die Todeszahlen stiegen täglich. "Aber niemand weiß warum, weil das Gesundheitssystem so schlecht ausgestattet ist, um Menschen zu diagnostizieren und zu behandeln."

Ein Kind liegt auf der Station für unterernährte Kinder eines Krankenhauses in Sanaa, wo es medizinisch versorgt wird.
Ein Kind liegt auf der Station für unterernährte Kinder eines Krankenhauses in Sanaa, wo es medizinisch versorgt wird.  © Mohammed Mohammed/XinHua/dpa

Update, 14. Mai, 20.01 Uhr: Luftdrehkreuz Dubai erwartet langen Weg bis zur alten Stärke

Der Flughafen Dubai erwartet eine Rückkehr zu den bisherigen Luftverkehrszahlen in 18 bis 24 Monaten. Wie schnell der Flugverkehr wiederaufgenommen werde, hänge letztlich von der Entwicklung eines Impfstoffs gegen das Coronavirus oder einer Behandlungsmethode für die Lungenkrankheit Covid-19 ab, sagte Airport-Geschäftsführer Paul Griffiths am Donnerstag.

Dubai ist eines der größten Drehkreuze für internationale Flüge. Griffiths betonte die Bedeutung zwischenstaatlicher Abkommen, um den Flugverkehr zwischen einzelnen Ländern wieder aufzunehmen.

Dubai bereitet sich derzeit auf eine Wiederaufnahme des Passagierverkehrs vor. "Bis es eine medizinische und technische Lösung gibt, werden wir strenge Überbrückungsmaßnahmen durchführen", sagte Griffiths. Die Reinigungs- und Desinfektionsmaßnahmen sollen erhöht werden. Auch soll es Fiebermessungen und Virus-Teststationen geben.

Update, 14. Mai, 19.51 Uhr: Trump stellt Ankündigung zur WHO in Aussicht

US-Präsident Donald Trump hat nach dem US-Beitragsstopp für die Weltgesundheitsorganisation (WHO) eine Ankündigung in Aussicht gestellt. "Wir werden in Kürze, bald, wahrscheinlich irgendwann nächste Woche eine Ankündigung zur Weltgesundheitsorganisation machen", sagte Trump am Donnerstag im Garten des Weißen Hauses.

Trump wirft der WHO schwere Versäumnisse in der Corona-Krise und China-Hörigkeit vor. Vor einem Monat hatte er verkündet, Beitragszahlungen für die in Genf ansässige Sonderorganisation der Vereinten Nationen mitten in der Corona-Pandemie auf Eis zu legen. Seine Regierung werde prüfen, welche Rolle die WHO bei der "schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus" gespielt habe, hatte Trump damals gesagt.

Deutschland und andere Länder stellten sich in dem Streit demonstrativ hinter die WHO und gegen den US-Präsidenten.

Ein medizinischer Mitarbeiter entnimmt einer Frau bei einem Hausbesuchen in Wuhan (China) einen Abstrich für einen Coronavirus-Test. Wuhan gilt als Epizentrum des Corona-Ausbruchs. Trump wirft der WHO schwere Versäumnisse in der Corona-Krise und China-Hörigkeit vor.
Ein medizinischer Mitarbeiter entnimmt einer Frau bei einem Hausbesuchen in Wuhan (China) einen Abstrich für einen Coronavirus-Test. Wuhan gilt als Epizentrum des Corona-Ausbruchs. Trump wirft der WHO schwere Versäumnisse in der Corona-Krise und China-Hörigkeit vor.  © CHINATOPIX/AP/dpa

Update, 14. Mai, 19.47 Uhr: Corona-Krise so teuer wie Hurrikan-Serien

Die Coronavirus-Pandemie dürfte die weltweite Versicherungsbranche nach Einschätzung des Londoner Versicherungsmarkts Lloyd's so teuer zu stehen kommen wie die verheerenden Hurrikan-Serien von 2005 und 2017. Insgesamt schätzt die Lloyd's-Führung um John Neal die Schadenzahlungen auf 107 Milliarden US-Dollar (98,7 Mrd Euro), wie Lloyd's am Donnerstag in London mitteilte. Hinzu kämen Wertverluste bei Kapitalanlagen, die Lloyd's auf 96 Milliarden Dollar taxiert.

Im Jahr 2005 hatten die Hurrikane "Katrina", "Rita" und "Wilma" versicherte Schäden von 116 Milliarden Dollar angerichtet. 2017 schlugen die Zerstörungen durch "Harvey", "Irma" und "Maria" mit 92 Milliarden Dollar zu Buche.

Der Versicherungsmarkt Lloyd's selbst zahlt nach eigenen Angaben voraussichtlich zwischen 3 bis 4,3 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 2,8 bis 4 Milliarden Euro) an seine Kunden aus. Die Summe könne allerdings weiter steigen, sofern sich die Beschränkungen des öffentlichen Lebens in vielen Ländern in das nächste Quartal hinzögen.

"Was Covid-19 einzigartig macht, sind nicht nur die anhaltenden Auswirkungen auf Menschen und Gesellschaft, sondern auch der wirtschaftliche Schock. All diese Faktoren zusammengenommen werden die Branche herausfordern wie nie zuvor", so Lloyd's-Chef John Neal.

Update, 14. Mai, 19.41 Uhr: Zusammenhang mit COVID-19? Ärzte melden schwere Entzündungen bei Kindern

Weltweit gibt es Berichte über schwere Entzündungen bei Kindern im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion. Nun beleuchtet eine Studie aus Bergamo, dem Zentrum der Pandemie in Italien, die charakteristischen Merkmale der seltenen Entzündungskrankheit, die dem so genannten Kawasaki-Syndrom ähnelt. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Neue Krankheitsverläufe durch das Coronavirus bei Kindern werden derzeit noch erforscht.
Neue Krankheitsverläufe durch das Coronavirus bei Kindern werden derzeit noch erforscht.  © 123rf.com/bondd

Update, 14. Mai, 19.28 Uhr: Ticketkäufer können bei Corona-Absagen auch Gutscheine bekommen

Für Kultur- und Sportveranstaltungen, die wegen der Corona-Krise ausgefallen sind, können Ticketkäufer auch Gutscheine statt ihr Geld zurückbekommen. Dies sieht ein Gesetz der großen Koalition vor, das der Bundestag am Donnerstag beschlossen hat. Union und SPD wollen damit Veranstalter vor Finanznöten durch hohe Rückzahlungen bewahren. Gelten soll die Regelung für Tickets auch für andere Freizeitveranstaltungen, die vor dem 8. März gekauft wurden.

Verbraucher sollen eine Auszahlung verlangen können, wenn ein Gutschein wegen ihrer persönlichen Lebensverhältnisse unzumutbar ist - oder sie den Gutschein bis zum 31. Dezember 2021 nicht einlösen. Greifen soll die Lösung für Veranstaltungen wie Konzerte, Festivals, Theatervorstellungen, Filmvorführungen, Vorträge, Lesungen und Sportwettkämpfe.

Einbezogen sind auch Veranstaltungen, die an mehreren Terminen stattfinden, wie Musik-, Sprach- oder Sportkurse sowie Dauerkarten zum Beispiel für Heimspiele von Sportvereinen.

Update, 14. Mai, 19.25 Uhr: Frankreich will rasch EU-Fonds für Corona-Wiederaufbau

Frankreich fordert Tempo bei der Gründung eines europäischen Fonds zur wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise. Die Arbeit daran müsse bereits bei der Eurogruppe am Freitag vorangetrieben werden, betonte Wirtschafts- und Finanzminister Bruno Le Maire am Donnerstag in einem Gespräch mit Journalisten.

Aus dem Umfeld von Präsident Emmanuel Macron verlautete, dass es dazu intensive deutsch-französische Gespräche auf Top-Ebene gebe. Macron spreche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), aber auch mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen.

Ein Auseinanderdriften der Eurozone in der Krise müsse unbedingt vermieden werden, sagte Le Maire. Von allen Anträgen auf Beihilfen, die die EU-Kommission bewilligt habe, komme die Hälfte aus Deutschland. Frankreich, Italien und Spanien könnten ihren Unternehmen dagegen weit weniger helfen. Die Zahlen zeigten, dass die Kluft wachse.

Nur ein europäischer Wiederaufbaufonds im Umfang von mindestens einer Billion Euro könne dies verhindern. Ein Teil der Mittel solle als Zuschüsse an die EU-Staaten gehen, der Rest als Kredit.

Bruno Le Maire, Wirtschafts- und Finanzminister von Frankreich.
Bruno Le Maire, Wirtschafts- und Finanzminister von Frankreich.  © Alessandro Della Valle/KEYSTONE/dpa

Update, 14. Mai, 18.15 Uhr: Kein Mundschutz, kaum Abstand: Österreichs Kanzler Kurz in Kritik

Der erste offizielle Besuch außerhalb Wiens seit Beginn der Corona-Krise hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz heftige Kritik eingebracht. Der konservative Politiker war am Mittwoch im Kleinwalsertal ohne Mundschutz unterwegs. Außerdem wurde der Sicherheitsabstand von einem Meter vielfach nicht eingehalten.

Von dem Besuch kursierten am Donnerstag Aufnahmen im Internet, unter anderem von den "Vorarlberger Nachrichten". Zu sehen ist, wie Besucher und Politiker ohne Maske eng beieinander sind.

Bei einem späteren Termin auf die Situation angesprochen sagte Kurz, er sei von der Menge der Medienvertreter und der Bürger überrascht gewesen. Er habe mehrmals darum gebeten, die Sicherheitsabstände einzuhalten. Das habe aber nicht immer geklappt. "Wichtig ist, dass wir uns alle bemühen. Niemand macht absichtlich etwas falsch" so der Regierungschef.

Ein Abgeordneter der liberalen Partei Neos kündigte an, Anzeige zu stellen. "Ich gehe davon aus, dass die Verordnung im Kleinwalsertal genauso gilt wie in Wien", sagte Sepp Schellhorn dem TV-Sender OE24. In Wien würden Menschen wegen kleiner Vergehen gegen die Corona-Maßnahmen hart bestraft. Der Kanzler reise aber ohne Schutzvorkehrungen nach Vorarlberg.

Sebastian Kurz (ÖVP, l), Bundeskanzler von Österreich.
Sebastian Kurz (ÖVP, l), Bundeskanzler von Österreich.  © Hans Klaus Techt/APA/dpa

Update, 14. Mai, 18.02 Uhr: Alpenverein öffnet Hütten - Übernachtung noch unklar

Kaiserschmarrn auf der Terrasse ja, Übernachtung vorerst nein: Der Deutsche Alpenverein (DAV) will am 18. Mai gemäß den Regeln für die Gastronomie den Betrieb an Hütten in Bayern wieder starten.

Ob und wann eine Hütte tatsächlich öffne, hänge aber von weiteren Faktoren ab, etwa von der Größe des Außenbereichs - und dem Wetter. Denn bis zum 25. Mai dürfen Gäste nur draußen sitzen. Zudem haben zu dieser Jahreszeit grundsätzlich viele Hütten noch zu - unabhängig von Corona.

Auch in Österreich startet die Gastronomie wieder. Die dortigen Hütten dürfen schon am Freitag wieder für den Tagesbetrieb innen und außen öffnen, vom 29. Mai sind auch Übernachtungen wieder möglich. Welche Regeln es dafür geben solle, werde derzeit von den Behörden ausgearbeitet. Dann will auch der DAV Regeln veröffentlichen.

Derzeit sind alle 321 bewirtschafteten und öffentlich zugänglichen DAV-Hütten in Deutschland und Österreich zu. Rund 180 der Hütten liegen in Österreich.

Wanderer gehen zur Bad Kissinger Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV).
Wanderer gehen zur Bad Kissinger Hütte des Deutschen Alpenvereins (DAV).  © Nicolas Armer/dpa

Update, 14. Mai, 17.56 Uhr: Europarat-Beobachter: Aserbaidschan nutzt Corona-Krise für Repression

Die autoritär regierte Südkaukasusrepublik Aserbaidschan hat nach Ansicht von Beobachtern des Europarats die Coronavirus-Krise genutzt, um gegen Dissidenten vorzugehen.

Mehr als 15 oppositionelle Aktivisten und Medienschaffende seien wegen Verstößen gegen Corona-Beschränkungen zu bis zu 30 Tagen Haft verurteilt worden, teilten die Beobachter der Parlamentarischen Versammlung der Staatenorganisation, Steffan Schennach und Roger Gale, am Donnerstag mit. Sie äußerten sich besorgt über politische Gefangene, deren Gesundheit und Leben durch eine mögliche Infektion mit dem Coronavirus gefährdet sei.

Nach Angaben der parlamentarischen Beobachter gibt es zahlreiche Berichte über Repressionen gegen Regierungsgegner und Einschränkungen der Meinungsfreiheit sowie Haftstrafen. Auch der Zugang einiger Aktivisten zum Internet sei unter dem Vorwand von Sicherheitsmaßnahmen wegen der Covid-19-Pandemie eingeschränkt worden.

Aserbaidschan wird seit 2003 von Präsident Ilham Aliyev regiert. Zuvor hatte Aliyavs Vater Heydar Aliyev zehn Jahre lang die Macht in Baku inne.
Aserbaidschan wird seit 2003 von Präsident Ilham Aliyev regiert. Zuvor hatte Aliyavs Vater Heydar Aliyev zehn Jahre lang die Macht in Baku inne.  © Uncredited/Presidential Press Service/AP/dpa

Update, 14. Mai, 17.49 Uhr: Betrug mit Atemgeräten: Politiker und Unternehmer in Rio festgenommen

Die Bundespolizei in Rio de Janeiro hat mehrere Unternehmer und Politiker wegen des Verdachts auf Betrug im Gesundheitssystem in der Corona-Krise festgenommen. Ihnen wird unter anderem vorgeworfen, öffentliche Gelder bei überteuerten Anschaffungen über soziale Organisationen unterschlagen zu haben, wie aus der Erklärung der Staatsanwaltschaft von Rio am Donnerstag hervorging.

"Die kriminelle Organisation fuhr mit den kriminellen Praktiken selbst während der sich verschärfenden Pandemie fort", hieß es in der Erklärung. Sie habe sogar den Notstand, der Aufträge ohne Ausschreibung erlaubt, ausgenutzt, um unrechtmäßige Verträge mit der öffentlichen Hand einzugehen.

Medienberichten zufolge soll es sich dabei um Ankäufe wie Atemgeräte für die provisorischen Kliniken gehandelt haben, die die Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro in den vergangenen Wochen errichtete, um die Kapazitäten im Gesundheitswesen zu erhöhen. Demnach ist auch das provisorische Krankenhaus im legendären Maracanã-Stadion von dem Betrug betroffen.

Unter den fünf Festgenommenen sind der ehemalige Präsident des Landtags von Rio de Janeiro, Paulo Melo, und der Unternehmer Mário Peixoto, der mit der Regierung von Gouverneur Wilson Witzel zusammenarbeitet. Peixoto hat auch schon mit Sérgio Cabral, einem von Witzels Vorgängern, Geschäfte gemacht, der als einer der korruptesten Politiker Brasiliens gilt. In mehreren Verfahren wurde er wegen Korruption, Geldwäsche und der Bildung einer kriminellen Vereinigung zu insgesamt 198 Jahren Haft verurteilt.

Update, 14. Mai, 17.40 Uhr: Verband alarmiert wegen Corona-Ansteckungen im Gesundheitsbereich

Weltweit bewegt sich die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich nach Zählung des Internationalen Verbands der Pflegekräfte (ICN) auf 100.000 zu. Mehr als 260 von ihnen seien an der Infektion gestorben.

Der Verband bezieht sich auf Zahlen, die Mitgliedsorganisationen gemeldet haben - bei weitem nicht aus allen Ländern der Welt. Deshalb sei die wahre Zahl wahrscheinlich deutlich höher, sagte Verbandschef Howard Catton am Donnerstag in Genf. In einigen Ländern seien zehn und mehr Prozent der Infizierten aus dem Pflegebereich. Der Verband repräsentiert rund 20 Millionen Krankenschwestern- und -pfleger in mehr als 100 Ländern.

Die Krankenschwester Aline Salgado aus Mexiko berichtete von Ängsten und Anfeindungen. Viele Kolleginnen lebten in Angst, sich selbst zu infizieren und das Virus an ihre Familien weiterzugeben, sagte sie. Gleichzeitig würden Pflegekräfte auf offener Straße angefeindet, weil sie einigen Menschen als Träger des Virus gelten. Salgado sagte, sie habe sich bei der Arbeit selbst infiziert und war zu Hause in Quarantäne.

Weltweit hätten schon vor der Krise sechs Millionen Pflegekräfte gefehlt, sagte Catton. Die Corona-Krise könne dazu führen, dass sich weniger Menschen für diesen Beruf entscheiden. Der Verband verlangte eine systematische Registrierung aller Infizierten im Pflegebereich.

Weltweit steige die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich.
Weltweit steige die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Mitarbeiter im Gesundheits- und Pflegebereich.  © Tom Weller/dpa

Update, 14. Mai, 17.35 Uhr: Videokonferenz-Dienst Zoom stellt hunderte Entwickler in den USA ein

Der Corona-Aufsteiger Zoom, der für die Konzentration seiner Entwicklungsaktivitäten in China kritisiert wurde, will zwei neue Entwicklungsstandorte in den USA aufbauen. In Pittsburgh und Phoenix sollen in den kommenden Jahren bis zu 500 neue Softwareentwickler eingestellt werden, wie der Videokonferenz-Dienst am Donnerstag mitteilte.

Zoom war eigentlich für den Einsatz in Unternehmen gedacht, in der Corona-Krise explodierte aber die Nutzung durch Privatleute sowie für Sportkurse, Gottesdienste oder Bildung. Dabei traten auch einige Sicherheitsmängel zutage, die Zoom inzwischen ausräumte.

Der Videokonferenzdienst Zoom knackte im April Marke von 300 Millionen Nutzern täglich.
Der Videokonferenzdienst Zoom knackte im April Marke von 300 Millionen Nutzern täglich.  © Andre M. Chang/ZUMA Wire/dpa

Update, 14. Mai, 17.18 Uhr: Schweden verlängert Einreiseverbot aus Nicht-EU-Ländern bis 15. Juni

Schweden hat sein in der Corona-Krise erlassenes vorübergehendes Einreiseverbot um einen weiteren Monat bis zum 15. Juni verlängert. Das Verbot, das die schwedische Regierung bereits am 19. März eingeführt hatte, gilt für alle Menschen, die von außerhalb der EU, Großbritanniens und der Länder der Europäischen Freihandelszone nach Schweden reisen wollen.

Der Entschluss zur Verlängerung wurde auf Empfehlung der EU-Kommission getroffen und soll wie bereits zuvor die Ausbreitung des Coronavirus verringern, wie das schwedische Justizministerium am Donnerstag mitteilte. Ausnahmen etwa für Diplomaten und Saisonarbeiter bleiben bestehen. Schwedische Staatsbürger und Menschen mit Wohnsitz in Schweden können weiter ins Land zurückkehren.

Schweden geht mit lockereren Maßnahmen als etwa Deutschland oder seine skandinavischen Nachbarn gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus vor. In dem EU-Land sind seit Beginn der Pandemie bislang rund 28.600 Infektionen nachgewiesen worden und 3529 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben.

Update, 14. Mai, 17.02 Uhr: Lufthansa-Konzern weitet Flugangebot aus

Der Lufthansa-Konzern hat den Tiefpunkt in der Corona-Krise überwunden. Die Gesellschaften Lufthansa, Swiss und Eurowings weiten ihre Angebote für den Juni langsam aus, während die Töchter Austrian und Brussels vorerst noch am Boden bleiben müssen.

Die belgische Lufthansa-Tochter kündigte am Donnerstag die Wiederaufnahme ihres Flugbetriebs für den 15. Juni mit einem reduzierten Angebot an. Bei Austrian wurde der im März verhängte Stillstand bis zum 7. Juni verlängert, ohne dass bereits ein verbindlicher Termin für den Neustart genannt wurde. In Österreich und Belgien verhandelt der Konzern wie auch in Deutschland noch um Staatshilfen.

Ende Juni will Europas größter Luftverkehrskonzern in der Gruppe 1800 Verbindungen pro Woche fliegen. Das sind etwa 14 Prozent des vor Corona geplanten Programm mit rund 13.000 Verbindungen. Erreicht werden 106 Ziele in Deutschland und Europa sowie 20 Langstreckendestinationen. Im Laufe des Juni sollen auch ab München Langstreckenziele angeboten werden.

Die Flieger der Lufthansa-Tochter Swiss sollen im Juni wieder abheben.
Die Flieger der Lufthansa-Tochter Swiss sollen im Juni wieder abheben.  © Alexandra Wey/KEYSTONE/dpa

Update, 14. Mai, 16.58 Uhr: Wegen Corona mehr Drogenschmuggel per Post

Nach Einschätzung des Zolls hat sich der Drogenschmuggel wegen der coronabedingten Ausgangsbeschränkungen zunehmend auf den Postweg verlagert. Deshalb arbeiten Zoll und Postdienstleister nach Angaben des Hauptzollamts im bayerischen Schweinfurt verstärkt zusammen.

"Schmuggler reagieren schnell auf geänderte Situationen", sagte der Leiter des Sachgebiets Kontrollen, Wolfgang Pförtsch, laut Mitteilung vom Donnerstag. Die Gefahr, dass Postsendungen mit Rauschmitteln ins Visier der Drogenfahnder gerieten, schätzten die Schmuggler offenbar geringer ein als das Risiko, auf den derzeit deutlich leereren Autobahnen erwischt zu werden.

Die Kooperation mit den Paketdienstleistern wirke sich positiv aus, sagte Pförtsch. Demnach zog der Zoll Ende April und Anfang Mai in Unterfranken drei Postsendungen mit insgesamt mehr als zehn Kilo Cannabisblüten aus dem Verkehr. Die Pakete stammten vom selben Absender. Ein Postzentrum hatte den Zoll verständigt, durch einen Drogentest waren die Lieferungen dann aufgefallen. Die Ermittlungen gegen Versender und Empfänger der drei Cannabis-Pakete laufen.

Update, 14. Mai, 16.52 Uhr: EU-Abgeordnete fordern Zwangslizenzen für Corona-Impfstoff

Abgeordnete des EU-Parlaments haben sich dafür ausgesprochen, den Zugang zu Coronavirus-Impfstoff notfalls über so genannte Zwangslizenzen zu garantieren. Rechtlich sei es möglich, Medikamente sowie Impfstoffe auch ohne ausdrückliche Genehmigung des Originalherstellers in der EU herzustellen, betonte der gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion, Peter Liese (CDU), am Donnerstag in einer Plenumsdebatte.

Sollte ein Impfstoff zunächst in den USA oder in China entwickelt werden, müsse die EU alles dafür tun, dass der Impfstoff tatsächlich allen Ländern zur Verfügung stehe.

Mit Zwangslizenzen dürften europäische Firmen den Impfstoff ohne eine Genehmigung des Patentinhabers produzieren. Dieser würde dann mit einer staatlich festgelegten Gebühr entschädigt. Die Gesundheit der Menschen dürfe nicht vom guten Willen der Pharmaindustrie abhängen, erklärte die belgische Abgeordnete Petra De Sutter. Auch sie sprach sich dafür aus, dass die EU-Mitgliedsstaaten, wenn notwendig, Zwangslizenzen vergeben.

Die Europäische Union müsse zudem sicherstellen, dass unter Zwangslizenzen hergestellte Medizin importiert und weltweit gehandelt werden könne, forderte die Grünen-Europaabgeordnete Anna Cavazzini.

Peter Liese, gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament.
Peter Liese, gesundheitspolitische Sprecher der EVP-Fraktion im EU-Parlament.  © Henning Kaiser/dpa

Update, 14. Mai, 16.48 Uhr: Verkehrsminister fordern Rettungsschirm für öffentlichen Nahverkehr

Die Verkehrsminister der Länder haben vom Bund einen Rettungsschirm für den öffentlichen Personennahverkehr wegen erheblicher Verluste in der Corona-Krise gefordert. Die Fahrgastzahlen seien um 70 bis 90 Prozent zurückgegangen, hieß es einem Beschluss, den die Minister am Donnerstag per Telefonschalte auf den Weg brachten.

Allein in diesem Jahr sei mit Verlusten von mindestens fünf Milliarden Euro zu rechnen: Die Deckung dieses Defizits sei "eine gemeinschaftliche öffentliche Aufgabe" und bedürfe "zusätzlicher Finanzierungsmittel".

Die Vorsitzende der Verkehrsministerkonferenz, Saarlands Ressortchefin Anke Rehlinger (SPD), sagte: "Wir brauchen auch nach der Krise noch einen funktionsfähigen ÖPNV. Bus und Bahn sind Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge und elementar, um die Klimaziele des Bundes zu erreichen." Es reiche auch nicht, der Deutschen Bahn mit einer Kapitalerhöhung zu helfen.

Update, 14. Mai, 16.38 Uhr: Karlsruhe entscheidet zu Corona-Beschränkungen für Junge und Alte

Bund und Länder dürfen in der Corona-Krise die Freiheiten junger und gesunder Menschen beschränken, um anderen mit größeren Risiken mehr Teilhabe zu ermöglichen. Umgekehrt sind sie aber nicht verpflichtet, zum Schutz der Risikogruppen auf jegliche Lockerungen zu verzichten.

Das hat das Bundesverfassungsgericht nach Klagen eines jüngeren und eines älteren Mannes entschieden, wie am Donnerstag in Karlsruhe mitgeteilt wurde. (Az. 1 BvR 1027/20 u.a.)

Der eine Kläger, der demnächst 65 Jahre alt wird, hatte Bund und Länder im Eilverfahren verpflichten wollen, sämtliche Lockerungen zurückzunehmen. Der jüngere Mann war der Auffassung, dass die Corona-Maßnahmen in Bayern für alle unter 60 generell unverhältnismäßig seien. Die Richter wiesen beide Verfassungsbeschwerden als unzulässig ab.

Die Richter des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe haben zu Corona-Beschränkungen für Junge und Alte entschieden.
Die Richter des Bundesverfassungsgerichts in Karlsruhe haben zu Corona-Beschränkungen für Junge und Alte entschieden.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 14. Mai, 16.31 Uhr: Lufthansa-Tochter Austrian hebt frühestens am 8. Juni wieder ab

Die Lufthansa-Tochter Austrian Airlines (AUA) hat ihre Flugpause bis zum 7. Juni verlängert. Aufgrund der weltweiten Reisebeschränkungen infolge der Corona-Pandemie sei die Nachfrage nach Flugreisen weiterhin gering. "Austrian Airlines hat sich daher entschieden, die Einstellung des regulären Flugbetriebs um zumindest eine weitere Woche, von 31. Mai bis 7. Juni, zu verlängern", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit.

Die AUA hat ihren Linienflugbetrieb am 19. März eingestellt und hat seither nur mehr für Sonderflüge abgehoben. Die Airline hat in Österreich inzwischen 767 Millionen Euro an Staatshilfen beantragt. Das Unternehmen dürfte sich, sofern es die Corona-Krise übersteht, zudem deutlich verkleinern.

Flugzeuge der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines stehen am Flughafen Wien-Schwechat.
Flugzeuge der Lufthansa-Tochter Austrian Airlines stehen am Flughafen Wien-Schwechat.  © Unbekannt/AUSTRIAN AIRLINES/APA/dpa

Update, 14. Mai, 16.29 Uhr: TV-Koch Rosin mit Sendung zur Corona-Krise: "Jetzt erst recht!"

TV-Koch Frank Rosin bekommt beim Sender Kabel eins neue Sendung. Die Dreharbeiten zu "Rosins Restaurants - Jetzt erst recht!" haben nach Angaben des Senders am Mittwoch begonnen.

Der 54-Jährige wolle Betrieben beim Neustart nach der Corona-Pause helfen, hieß es in einer Mitteilung. Zu Rosins Team gehören die Marken- und Consulting-Expertin Eva-Miriam Gerstner sowie der Gastronomie-Unternehmer Thomas Hirschberger.

Gesendet werden soll im Sommer, einen genaueren Starttermin nannte Kabel eins am Donnerstag nicht. Der Koch ist durch seine Doku-Soap "Rosins Restaurants" bekannt geworden, die vor mehr als zehn Jahren erstmals gezeigt wurde.

Koch Frank Rosin bekommt beim Sender Kabel Eins eine neue Sendung. Die Dreharbeiten zu "Rosins Restaurants - Jetzt erst recht!" haben nach Angaben des Senders begonnen.
Koch Frank Rosin bekommt beim Sender Kabel Eins eine neue Sendung. Die Dreharbeiten zu "Rosins Restaurants - Jetzt erst recht!" haben nach Angaben des Senders begonnen.  © Caroline Seidel/dpa

Update, 14. Mai, 16.21 Uhr: Malu Dreyer will Quarantänepflicht aufheben

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will die Quarantänepflicht für Rückkehrer aus dem Ausland gemäß der Absprachen mit dem Bund "rückabwickeln". "Sie wird dann nur noch für Einreisende aus Drittstaaten gelten", sagte Dreyer am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur in Mainz. Einzelheiten nannte sie nicht.

Die SPD-Politikerin kündigte zudem mit Blick auf die anhaltenden Grenzkontrollen etwa zu Frankreich an, sich dafür einzusetzen, dass es bald weitere Öffnungsschritte bis zur vollständigen Rückkehr zur Normalität geben könne - unter Beobachtung des Infektionsgeschehens.

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.
Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz.  © Andreas Arnold/dpa

Update, 14. Mai, 16.17 Uhr: Bundesliga-Spiele an anderen Orten möglich

In der derzeitigen Corona-Krise können Spiele der Fußball-Bundesliga auch in andere Stadien verlegt werden. Es gebe die Möglichkeit, "ein Spiel aus übergeordneten zwingenden rechtlichen, organisatorischen und/oder sicherheitstechnischen Gründen kurzfristig in einem anderen Stadion auszutragen", teilte die Deutsche Fußball Liga (DFL) nach ihrer Mitgliederversammlung am Donnerstag mit.

Hintergrund sei, "dass durch die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auch die Entwicklung eines nur regionalen beziehungsweise lokalen Infektionsgeschehens denkbar ist."

Sollte also ein Heimteam von einer solchen Entwicklung betroffen sein, könnte das Spiel problemlos an einen anderen Ort verlegt werden. Zuschauer sind wegen der derzeitigen Situation sowieso bis zum Saisonende nicht mehr denkbar.

Das Logo der Deutschen Fußball Liga (DFL) prangt im Frankfurter Westend vor einem Bürohaus, Sitz der DFL-Zentrale.
Das Logo der Deutschen Fußball Liga (DFL) prangt im Frankfurter Westend vor einem Bürohaus, Sitz der DFL-Zentrale.  © Arne Dedert/dpa

Update, 14. Mai, 16.08 Uhr: Weiterer Negativrekord in Brasilien: 11.385 Coronafälle in 24 Stunden

Die Zahl der Coronafälle nimmt in Brasilien immer weiter zu. Nach den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Mittwochabend (Ortszeit) wurden 11.385 neue Infektionen innerhalb von 24 Stunden registriert. Das ist ein weiterer Negativrekord in dem südamerikanischen Land für diesen 24-stündigen Zeitraum. Zwischen Montag und Dienstag waren erstmals mehr als 800 Todesopfer in dem Zeitraum registriert worden.

Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 13.149 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 188.974 Infizierte wurden inzwischen gemeldet. Nach den Daten der in den USA beheimateten Johns-Hopkins-Universität liegt das mit mehr als 200 Millionen Einwohnern bevölkerungsreichste Land in Lateinamerika damit sowohl bei der Zahl der Todesopfer als auch der Zahl der Infizierten nun auf Platz sechs der am schwersten betroffenen Länder.

Update, 14. Mai, 16.01 Uhr: Innenminister Reul: Eklat in Supermarkt "ganz bewusst provoziert"

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul (CDU) hat berichtet, dass der eskalierte Streit zwischen Maskengegnern und zwei Polizisten in einem Supermarkt in Troisdorf aus seiner Sicht "ganz bewusst provoziert worden ist".

Reul sagte am Donnerstag im Innenausschuss des Düsseldorfer Landtags, die Aktion "sollte Stimmung machen, mehr nicht". Die Polizisten hätten einen Nasenbeinbruch und einen Rippenbruch erlitten. Einer der beiden bisher Verdächtigen sei den Ermittlungsbehörden inzwischen "ganz klar" als Reichsbürger bekannt. Inzwischen wird gegen eine dritte Verdächtige ermittelt. Sie war bei der Aktion im Supermarkt dabei. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Ein Polizeibeamter betritt ein Haus in Bonn. Im Fall von zwei in einem Supermarkt schwer verletzten Polizisten sind am 13.Mai die Wohnungen von zwei Verdächtigen in Bonn und Troisdorf durchsucht worden.
Ein Polizeibeamter betritt ein Haus in Bonn. Im Fall von zwei in einem Supermarkt schwer verletzten Polizisten sind am 13.Mai die Wohnungen von zwei Verdächtigen in Bonn und Troisdorf durchsucht worden.  © Benjamin Westhoff/dpa

Update, 14. Mai, 15.57 Uhr: Polizist bei Corona-Demo verletzt, weitere Ermittlungen möglich

Nach einer nicht genehmigten Corona-Demonstration im sächsischen Pirna, bei der ein Polizist verletzt wurde, dauern die Ermittlungen an. Am Mittwochabend hatten sich nach Angaben der Polizei etwa 200 Menschen auf dem Marktplatz versammelt. Dabei hätten 30 gewaltbereite Teilnehmer die Einsatzkräfte angegriffen, sagte ein Sprecher. Zu Art und Umständen der Verletzung machte er am Donnerstag keine weiteren Angaben.

Insgesamt wurden acht Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Landfriedensbruchs und tätlichen Angriffs auf Vollzugsbeamte. Nach Auswertung der Videoaufzeichnungen seien weitere Ermittlungsverfahren möglich.

Sachsens Innenminister Roland Wöller (CDU) sieht nach den Angriffen auf Polizisten eine neue Qualität erreicht. In Pirna sei "erstmals eine größere, geschlossene Gruppe von gewaltbereiten Hooligans tätlich geworden", sagte er am Donnerstag beim Videobriefing der Regierung zur Lage im Freistaat. Das sei ein Indiz dafür, dass ganz gezielt "Verfassungsfeinde, Extremisten und Rechtsextremisten" legitime Proteste nutzten, um ihre Ziele zu erreichen.

Polizisten stehen am Rand einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen auf dem Marktplatz von Pirna in einer Seitenstraße.
Polizisten stehen am Rand einer Demonstration von Gegnern der Corona-Maßnahmen auf dem Marktplatz von Pirna in einer Seitenstraße.  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Mai, 15.48 Uhr: Polizei prüft Einhaltung von Corona-Auflagen in Tesla-Fabrik

Teslas Stammwerk bei San Francisco hat nach der Ankündigung von Firmenchef Elon Musk, die örtlichen Corona-Einschränkungen zu brechen, Besuch von der Polizei bekommen. Ein Beamter habe sich ein Bild von der Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen wie der Nutzung von Masken machen wollen, sagte eine Sprecherin der Polizeibehörde dem Finanzdienst Bloomberg am Donnerstag. Die Erkenntnisse sollen dem Gesundheitsamt des Bezirks Alameda County vorgelegt werden.

Musk hatte vor wenigen Tagen angekündigt, sich über die lokalen Beschränkungen hinwegzusetzen und die Fabrik zu eröffnen. Die Behörden des County wollen die Wiederaufnahme der Produktion erst kommende Woche erlauben, wenn der Elektroauto-Hersteller die Sicherheitsvorkehrungen für seine Arbeiter einhält. Bis dahin dürfe Tesla lediglich den Neustart der Fertigung vorbereiten.

Die Gesundheitsbehörde hatte bereits gewarnt, dass man mit der Polizei zusammenarbeiten werde, um die Einhaltung der Auflagen zu überprüfen. Die Polizei kenne den Betrieb und könne einschätzen, wie weit Tesla die Fabrik nutze, sagte die Sprecherin.

Fahrzeuge stehen auf dem Parkplatz des Autowerkes Tesla in Fremont in den USA.
Fahrzeuge stehen auf dem Parkplatz des Autowerkes Tesla in Fremont in den USA.  © Ben Margot/AP/dpa

Update, 14. Mai, 15.44 Uhr: Coronavirus in Pflegeheimen: Kritik an britischer Regierung wächst

Der Druck auf die Regierung in London wegen ihres Umgangs mit der Coronavirus-Pandemie wächst weiter. Immer mehr in den Fokus rückt dabei die Situation in Pflegeheimen, wo knapp ein Viertel der bislang etwa 40.000 auf Covid-19 zurückgeführten Todesfälle registriert wurden.

Kritisiert wird vor allem, dass bis Mitte April Patienten aus Krankenhäusern in Pflegeheime verlegt wurden, ohne vorher standardmäßig auf das Coronavirus getestet worden zu sein. Es sei offensichtlich, dass jeder hätte getestet werden müssen, sagte Ex-Gesundheitsminister Jeremy Hunt von der konservativen Regierungspartei der BBC am Donnerstag. Am Mittwoch hatte bereits Oppositionschef Keir Starmer von der Labour-Partei Premierminister Boris Johnson aufgefordert, Fehler einzugestehen.

Befürchtet wird, dass die Zahl der Sterbefälle in Pflegeheimen weitaus höher ist als bislang bekannt, weil viele Infektionen möglicherweise nicht entdeckt wurden. Darauf weist eine im Vergleich zu den vergangenen Jahren überdurchschnittlich hohe Zahl an Todesfällen hin. Jüngsten Zahlen des Statistikamts ONS (Office for National Statistics) zufolge lag der Anteil der Todesfälle in Pflegeheimen innerhalb der letzten Aprilwoche sogar bei 40 Prozent.

Update, 14. Mai, 15.38 Uhr: TUI macht Hoffnung: Malle-Urlaub für die Deutschen wohl nicht in Gefahr

Tui verspricht Urlaubern eine Wiederaufnahme des Betriebs zu wichtigen Mittelmeer-Zielen in diesem Sommer - sollte sich die regionale Lage bei den Corona-Infektionen weiter entspannen. "Wir werden noch diesen Sommer fliegen", sagte TUI-Deutschland-Chef Marek Andryszak der Mediengruppe RTL. Mehr dazu lest Ihr >>> hier.

Der Touristikkonzern TUI will deutsche Urlauber noch in diesem Jahr wieder zu ihren Mittelmeer-Urlaubszielen bringen.
Der Touristikkonzern TUI will deutsche Urlauber noch in diesem Jahr wieder zu ihren Mittelmeer-Urlaubszielen bringen.  © Zheng Huansong/XinHua/dpa

Update, 14. Mai, 15.30 Uhr: Trump will Schulen öffnen - entgegen Warnungen von Experten

Ungeachtet eindringlicher Warnungen ranghoher Gesundheitsbeamter will US-Präsident Trump die Wiedereröffnung von Schulen und Universitäten vorantreiben. Das neue Schuljahr solle wie geplant im Herbst beginnen, zumal das Coronavirus "sehr wenig Auswirkungen" auf jüngere Menschen habe, sagte Trump.

"Wir müssen unsere Schulen öffnen", sagte Trump auch in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview mit dem Sender Fox Business. "Wir müssen unser Land öffnen." Ausdrücklich widersprach er dabei der Einschätzung von Experten, die vor übereilten Schritten warnen.

Hochrangige Beamte mahnten dagegen zur Vorsicht. "Ohne klare Planung und Umsetzung der Schritte, die ich und andere Experten umrissen haben, wird 2020 der dunkelste Winter der jüngeren Geschichte sein", warnte Rick Bright, ehemaliger Direktor der dem Gesundheitsministerium untergeordneten Behörde BARDA, in einer vorab verbreiteten Aussage für einen Ausschuss des Repräsentantenhauses.

Bright kritisierte Trumps Corona-Politik scharf. Es sei eine "unbestreitbare Tatsache", dass im Herbst das Coronavirus erneut auftreten werde. Mit einem gleichzeitigen Ausbruch der Grippe wäre dies eine "beispiellose Belastung" für das Gesundheitssystem.

Das Land sei wegen Trumps irreführender Kommunikation und einer fehlenden landesweiten Strategie wie gelähmt. Wissenschaftliche Erkenntnisse müssten die Strategie für den Kampf gegen das neuartige Coronavirus definieren, "nicht Politik und Vetternwirtschaft".

Donald Trump, Präsident der USA.
Donald Trump, Präsident der USA.  © Evan Vucci/AP/dpa

Update, 14. Mai, 15.24 Uhr: Gedenken an Zerstörung Rotterdams im Schatten der Corona-Krise

Im Schatten der Corona-Krise haben Einwohner von Rotterdam am Donnerstag der Zerstörung ihrer Stadt durch deutsche Luftangriffe vor 80 Jahren gedacht. Etwa 850 Menschen waren dabei am 14. Mai 1940 getötet worden. In weniger als einer Viertelstunde fiel das Zentrum der alten niederländischen Hafenmetropole in Schutt und Asche.

Rund 80 Prozent der historischen Altstadt gingen in Flammen auf. Etwa 80.000 Einwohner verloren ihr Obdach. Mit der Zerstörung Rotterdams erzwang die Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg die Kapitulation der Niederlande, die sich zuvor für neutral erklärt hatten.

Wegen der Corona-Schutzmaßnahmen musste auf Kundgebungen verzichtet werden, zu denen sich sonst am Jahrestag des 14. Mai viele Rotterdamer versammeln.

Update, 14. Mai, 15.07 Uhr: Schätzung: Steuereinnahmen 81 Milliarden Euro niedriger als 2019

Die Corona-Krise reißt ein riesiges Loch in die Staatskassen. Erstmals seit der Finanzkrise 2009 sinken die Steuereinnahmen von Bund, Ländern und Kommunen, wie das Finanzministerium am Donnerstag in Berlin bekanntgab. Die Steuerschätzer rechnen damit, dass in diesem Jahr 81,5 Milliarden Euro weniger Steuern reinkommen als im vergangenen Jahr - ein Minus von mehr als zehn Prozent.

Bund, Länder und Kommunen müssen daher mit 98,6 Milliarden Euro weniger auskommen als noch im November vorhergesagt - und bereits in den Haushalten verplant.

Die Steuereinnahmen sinken der Prognose zufolge noch drastischer als in der Finanzkrise. Auch für die kommenden Jahre sind die Aussichten düster. Bis 2024 stehen dem Staat laut Schätzung rund 315,9 Milliarden Euro weniger zur Verfügung als im vergangenen Herbst erwartet.

Eine wesentliche Grundlage für die Steuerschätzung ist die Frühjahrs-Konjunkturprognose. Die Bundesregierung rechnet wegen der Corona-Krise mit der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte. Die Wirtschaftsleistung dürfte um 6,3 Prozent abstürzen. Das lässt nicht nur Gewerbe- und Umsatzsteuer einbrechen, sondern wegen der drastischen Kurzarbeit auch die Einkommensteuer.

Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen.
Olaf Scholz (SPD), Bundesminister der Finanzen.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 14. Mai, 14.53 Uhr: Paris: Corona-Impfstoff von Sanofi soll allen zur Verfügung stehen

Frankreich betont in der Kontroverse über eine mögliche Bevorzugung der USA, dass ein Corona-Impfstoff des französischen Pharmagiganten Sanofi für alle verfügbar sein soll. Die Bemerkungen stimmten in keiner Weise mit der laufenden Zusammenarbeit zwischen Sanofi und der französischen Regierung überein, hieß es am Donnerstag aus Élyséekreisen über Aussagen des Sanofi-Generaldirektors Paul Hudson.

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron konzentriere seine Bemühungen auf eine koordinierte und multilaterale Reaktion, damit ein möglicher Impfstoff für alle verfügbar sei - dieser kenne keine Grenzen. In der kommenden Woche solle es ein Treffen mit Sanofi geben.

Hudson habe in einem Interview deutlich gemacht, dass die USA bei dem Impfstoff Vorrang hätten, berichtete die US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch auf ihrer Internetseite. Die USA hätten als erste die Forschung unterstützt. Die US-Regierung habe "das Recht für die größte Vorausbestellung", zitierte die Agentur den Sanofi-Chef.

Frankreichs Premier Édouard Philippe betonte daraufhin, dass Sanofi-Präsident Serge Weinberg ihm "alle notwendigen Zusicherungen" gegeben habe, dass ein Impfstoff in Frankreich zur Verfügung stehen würde. "Ein Impfstoff gegen Covid-19 ist ein globales öffentliches Gut. Der gleiche Zugang für alle zum Impfstoff ist nicht verhandelbar", so Philippe.

Ein Corona-Impfstoff des französischen Pharmagiganten Sanofi soll für alle verfügbar sein, betont Frankreich.
Ein Corona-Impfstoff des französischen Pharmagiganten Sanofi soll für alle verfügbar sein, betont Frankreich.  © Fredrik von Erichsen/dpa

Update, 14. Mai, 14.27 Uhr: Burundi verweist WHO-Vertreter des Landes

Die autoritäre Regierung von Burundi hat inmitten der Corona-Krise und kurz vor der Präsidentenwahl vier Vertreter der Weltgesundheitsorganisation (WHO) des Landes verwiesen. Der WHO-Landesdirektor in dem ostafrikanischen Land und die anderen drei Experten seien zu unerwünschten Personen erklärt worden, hieß es in einer Mitteilung des Außenministeriums. Demnach haben die vier bis Freitag Zeit, das Land zu verlassen. Ein Grund wurde nicht genannt.

Update, 14. Mai, 14.22 Uhr: Acht positive Corona-Tests bei Fußballklub Besiktas

Acht Angehörige des Fußballclubs Besiktas Istanbul sind in ihrer Trainingseinrichtung positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Das habe sich am Mittwoch bei weiteren Untersuchungen aller Fußballer und Mitarbeiter ergeben, teilte der Klub am Donnerstag mit.

Zur Identität der Infizierten gab es zunächst keine Informationen. Besiktas hatte bereits am 9. Mai bekanntgegeben, dass ein Spieler und ein Mitarbeiter positiv getestet worden seien.

Update, 14. Mai, 14.21 Uhr: Kanaren fordern Grenzöffnung für Touristen: "Viele werden verhungern"

Zwei spanische Touristen-Hochburgen, die Kanaren und die Balearen, haben mit eindringlichen Appellen an Madrid eine baldige Grenzöffnung für den Reiseverkehr gefordert. "Wir müssen die Märkte wieder öffnen. Leider sind (in Spanien wegen Covid-19) fast 30 000 Menschen gestorben, aber bald werden auch viele den Hungertod sterben", wenn der Tourismus nicht in Gang komme, warnte die Vertreterin des Bündnisses Kanarische Koalition im Madrider Parlament, Ana Oramas, am Donnerstag im spanischen Fernsehen.

Update, 14. Mai, 14.16 Uhr: Trotz Reisewarnung erweitert Eurowings sein Mallorca-Angebot schon im Mai

Trotz der amtlichen Corona-Reisewarnung baut die Fluggesellschaft Eurowings ihr Angebot auf die spanische Insel Mallorca ab dem kommenden Wochenende aus.

Neben der nie unterbrochenen Verbindung von Düsseldorf kommen ab Freitag (15. Mai) Flüge aus Hamburg und Stuttgart hinzu, wie ein Sprecher am Donnerstag berichtete. Köln und München folgen dann am Wochenende wie auch Flüge zu weiteren touristischen Zielen im Mittelmeer-Raum wie Neapel, Catania und Olbia in Italien oder Kavala in Nord-Griechenland.

Das Mallorca-Angebot mache weniger als 10 Prozent des üblichen Programms aus, sagte der Sprecher der Lufthansa-Tochter. Derzeit befänden sich keine klassischen Touristen an Bord der Maschinen, sondern Residenten, Geschäftsleute oder Personal verschiedener Einrichtungen und Organisationen.

Derzeit verlangen die spanischen Behörden bei einer Einreise eine zweiwöchige Quarantäne, die aber für bestimmte Gruppen auch ausgesetzt wird. Zudem besteht eine Reisewarnung des Auswärtigen Amtes bis Mitte Juni. Eurowings rechnet damit, dass auch normale Reisen auf die vom Virus weitgehend verschonte Insel Mallorca sehr früh wieder möglich werden.

Ein Flugzeug der Eurowings startet auf dem Flughafen Stuttgart, im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen.
Ein Flugzeug der Eurowings startet auf dem Flughafen Stuttgart, im Hintergrund ist der Fernsehturm zu sehen.  © Marijan Murat/dpa

Update, 14. Mai, 14.05 Uhr: Nach der Zwangspause droht Rückfall in Glücksspielsucht

Für Glücksspielende waren die vergangenen Wochen der Corona-Krise wie eine Spielersperre. Viele haben diese Zwangspause als sehr hilfreich empfunden, erklärt die Landesstelle Glücksspielsucht in Bayern (LSG). Das hätten Rückmeldungen gezeigt.

Manche könnten durch diese Pause den Absprung schaffen, vermuten die Experten. Für viele sei die spielfreie Zeit aber wohl zu kurz. Denn häufig haben Betroffene vielfältige und schwerwiegende psychische, soziale und finanzielle Probleme. Diese lassen sich nicht einfach so während einer mehrwöchigen Spielpause lösen.

Der Druck bleibt also bestehe. Sobald das Angebot an Glücksspielen wieder steigt, ist ein Rückfall ins alte Verhalten dann wahrscheinlich. Wer mit dem Glücksspiel Probleme hat, kann sich auch in Corona-Zeiten Hilfe holen. Bundesweit bietet etwa die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) eine kostenlose und anonyme Hotline an (0800 1372700).

Spielautomaten stehen in einem Casino (Symbolbild).
Spielautomaten stehen in einem Casino (Symbolbild).  © Marcel Kusch/dpa

Update, 14. Mai, 13.41 Uhr: Coronavirus befällt laut Studie auch Nieren und andere Organe

Das neue Coronavirus befällt laut einer Studie des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf (UKE) neben der Lunge auch zahlreiche andere Organe. "Sars-CoV-2, das neuartige Corona-Virus, ist nicht nur ein Lungenvirus, sondern ein Multiorganvirus", sagte der Leiter der Studie, Tobias Huber, am Donnerstag in Hamburg.

Das hätten Untersuchungen von 27 an Covid-19 gestorbenen Patienten gezeigt. Das am zweithäufigsten betroffene Organ seien in dieser Untersuchung die Nieren gewesen, "nicht selten bis hin zum totalen Organausfall". Außerdem habe man den Erreger in Herz, Leber, Gehirn und Blut nachweisen können. Die höchsten Konzentrationen hätten sich aber in den Zellen der Atemwege gefunden.

Update, 14. Mai, 13.34 Uhr: Bundestag beschließt Corona-Prämie und Ausweitung von Tests

Beschäftigte in der Altenpflege sollen wie versprochen in diesem Jahr eine Corona-Prämie bekommen. Das hat der Bundestag am Donnerstag beschlossen. Die Prämie ist Teil des sogenannten zweiten Bevölkerungsschutzgesetzes der großen Koalition, das zahlreiche weitere Maßnahmen im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus vorsieht.

So sollen die örtlichen Gesundheitsämter stärker unterstützt werden. Zudem ist eine Ausweitung von Tests und Meldepflichten geplant, damit die Behörden ein besseres Bild vom Verlauf der Pandemie bekommen. Das Gesetz sieht zahlreiche weitere Änderungen vor und muss abschließend noch durch den Bundesrat.

Die Corona-Prämie sollen Beschäftigte in der ambulanten und stationären Altenpflege bekommen. Die Höhe von bis zu 1000 Euro richtet sich unter anderem nach der Arbeitszeit. Länder oder Arbeitgeber können die steuerfreie Extrazahlung auf bis zu 1500 Euro aufstocken. Einige haben das bereits angekündigt.

Veranschlagt werden Kosten von rund einer Milliarde Euro. Begründet wird die Prämie damit, dass das Personal in Pflegeeinrichtungen während der Corona-Pandemie besonderen physischen und psychischen Belastungen sowie einem erhöhten Risiko, selbst an Covid-19 zu erkranken, ausgesetzt sei, wie es im Gesetzentwurf heißt.

Um ein besseres Lagebild zu bekommen, müssen Labore und Ärzte den Gesundheitsämtern künftig nicht mehr nur Verdachtsfälle einer Infektion, bestätigte Fälle und Todesfälle melden - sondern auch negative Testergebnisse und genesene Fälle. Die Krankenkassen sollen außerdem künftig auch Corona-Tests bezahlen, wenn jemand keine Symptome hat. Vor allem im Umfeld gefährdeter Menschen wie in Pflegeheimen soll mehr getestet werden.

Eine Pflegerin und eine Bewohnerin des Pflegeheims schauen zusammen aus einem Fenster eines Pflegeheims (Symbolbild).
Eine Pflegerin und eine Bewohnerin des Pflegeheims schauen zusammen aus einem Fenster eines Pflegeheims (Symbolbild).  © Tom Weller/dpa

Update, 14. Mai, 13.15 Uhr: Krankschreibungen per Telefon nur noch bis Ende Mai

Arbeitnehmer können sich noch bis Ende Mai auch nach telefonischer Rücksprache mit dem Arzt krankschreiben lassen. Ab 1. Juni soll dann aber wieder ein Praxisbesuch dafür nötig sein, wie der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen am Donnerstag einstimmig beschloss.

Das Ende der Sonderregelung wegen der Corona-Krise stehe im Einklang mit der aktuellen Einschätzung der Gefährdungslage, die zu Lockerungen in vielen Bereichen geführt habe, machte der Vorsitzende des Gremiums, Josef Hecken, deutlich.

Noch bis 31. Mai gilt nun, dass Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen wegen leichter Atemwegserkrankungen für bis zu sieben Kalendertage auch telefonisch zu bekommen sind. Dies kann ebenfalls per Telefon um weitere sieben Tage verlängert werden.

Der Bundesausschuss hatte die befristete Ausnahmeregelung in den vergangenen Monaten mehrmals verlängert. Hintergrund war, Ansteckungsmöglichkeiten zu verringern und Praxen zu entlasten. Der Deutsche Hausärzteverband hatte gefordert, die Sonderregelung mindestens bis Ende Juni zu verlängern.

Patienten warten im Wartezimmer einer Arztpraxis (Symbolbild).
Patienten warten im Wartezimmer einer Arztpraxis (Symbolbild).  © Sina Schuldt/dpa

Update, 14. Mai, 13.08 Uhr: Paris gibt Milliarden für Tourismus, Urlaub im Land ab Juli möglich

Frankreichs Regierung greift der durch die Corona-Krise gebeutelten Tourismusindustrie mit einem Milliardenplan unter die Arme. Zähle man alle Unterstützungen zusammen, komme man auf 18 Milliarden Euro, sagte Premierminister Édouard Philippe am Donnerstag.

Philippe erklärte außerdem, dass die Französinnen und Franzosen im Juli und August in Frankreich Urlaub machen können. Es dürfte dabei regionale Unterschiede geben, außerdem müsse man die Entwicklung der Epidemie im Land im Blick behalten.

Reisen für diese Zeit sollen gebucht werden können. Der Staat stellte Entschädigungen in Aussicht, falls die Entwicklung der Epidemie Urlaub unmöglich macht.

Update, 14. Mai, 12.57 Uhr: Steinmeier fordert Vernunft bei Corona-Debatte

Angesichts zunehmender Verschwörungstheorien zur Corona-Pandemie hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier zu Vernunft in der politischen Debatte aufgerufen. Den kritischen Austausch müsse es geben, sagte er am Donnerstag bei einer Besichtigung des neuen Corona-Reservekrankenhauses auf dem Berliner Messegelände.

Er hoffe aber, "dass wir diesen weiterhin so führen, dass Tatsachen und Fakten nicht ignoriert werden, und dass wir uns mit Vernunft aus der gegenwärtigen Situation befreien". Steinmeier betonte, die Demokratie zeichne sich durch das Vorhandensein einer kritischen Öffentlichkeit aus. "Ja, solche Kritik, nachfragende Kritik muss es immer geben", betonte er. "Politik muss sich rechtfertigen, das tut sie auch. Wir diskutieren immer wieder neu, welche Maßnahmen noch aufrechtzuerhalten sind, wo gelockert werden darf."

Die zunehmenden Demonstrationen in vielen Städten Deutschlands gegen die Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie erwähnte Steinmeier nicht ausdrücklich.

Der Bundespräsident ließ sich das Corona-Krankenhaus zeigen, das innerhalb eines Monats in einer Messehalle errichtet worden war. Hier gibt es zunächst 486 Betten, von denen 20 Prozent für Intensivpatienten vorgesehen sind. Bei Bedarf kann die Kapazität verdoppelt werden. Das Reservekrankenhaus soll Covid-19-Patienten aufnehmen, wenn in anderen Kliniken der Hauptstadt kein Platz mehr für sie ist.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußert sich am Ende seines Besuchs des temporären Corona-Behandlungszentrums auf dem Berliner Messegelände zu Medienvertretern.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier äußert sich am Ende seines Besuchs des temporären Corona-Behandlungszentrums auf dem Berliner Messegelände zu Medienvertretern.  © Bernd von Jutrczenka/dpa Pool/dpa

Update, 14. Mai, 12.07 Uhr: Bulgarien erklärt "epidemische Ausnahmesituation"

In Bulgarien gilt wegen des neuartigen Coronavirus nun bis zum 14. Juni eine "epidemische Ausnahmesituation". Die neue Regelung löste am Donnerstag den vor zwei Monaten verhängten Ausnahmezustand ab. "Der Ausnahmezustand wird aufgehoben, alle Maßnahmen gelten aber weiter", sagte Gesundheitsminister Kiril Ananiew. Einkaufszentren, Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen.

Update, 14. Mai, 12.00 Uhr: WHO Europa mahnt zu Wachsamkeit

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Europäer zu weiterer Wachsamkeit im Kampf gegen die Corona-Krise aufgerufen. Es gebe keinen Raum für Selbstgefälligkeit, sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Donnerstag in Kopenhagen.

Die Regierungen und Behörden müssten ein offenes Ohr für ihre Bevölkerungen behalten, die Bürger weiter verantwortungsvoll handeln und sich an die Maßnahmen halten. "Jeder von uns prägt die Geschichte dieser Pandemie", sagte Kluge. Jeder einzelne habe Anteil daran, Covid-19 in Schach zu halten. "Es liegt jetzt an uns."

Update, 14. Mai, 11.55 Uhr: UN sieht Menschenrechte von Senioren vielleicht verletzt

Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte ist entsetzt über die hohen Infektionszahlen und Todesfälle durch das neue Coronavirus in Alten- und Pflegeheimen. "Die Vernachlässigung der älteren Mitbürger in Heimen in einigen Ländern ... ist erschreckend", sagte Michelle Bachelet am Donnerstag in Genf. Möglicherweise seien deren Menschenrechte verletzt worden, wenn auch nicht mit Absicht, sagte sie im Gespräch mit der Journalistenvereinigung ACANU in Genf.

Sie rief alle Länder auf, die Umstände genau zu untersuchen und Konsequenzen zu ziehen. Womöglich hätten einige Heime nicht genügend Auflagen, wie die Bewohnerinnen und Bewohner zu versorgen sind. Oder es fehlten gesetzliche Bestimmungen.

Generell seien ältere Menschen oft nicht adäquat versorgt. Viele lebten teils krank zu Hause allein und würden vernachlässigt, sagte Bachelet. Das UN-Menschenrechtsbüro werde jetzt mit noch mehr Nachdruck an einer Konvention über die Rechte älterer Menschen arbeiten.

Ein Desinfektionsmittelspender hängt in einem Altenzentrum, während im Hintergrund Seniorinnen spielen.
Ein Desinfektionsmittelspender hängt in einem Altenzentrum, während im Hintergrund Seniorinnen spielen.  © Jonas Güttler/dpa

Update, 14. Mai, 11.50 Uhr: BMW-Chef verteidigt Dividende auf Hauptversammlung

BMW-Chef Oliver Zipse hat die Dividendenzahlung an die Aktionäre des Autokonzerns verteidigt. Auf der 100. Hauptversammlung, die wegen der Corona-Krise ins Internet verlegt wurde, sagte er am Donnerstag: "Ihr Unternehmen handelt zuverlässig - auch in der Dividendenpolitik."

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Update, 14. Mai, 11.48 Uhr: Beratung zu OP-Masken nicht immer korrekt

Die Beratung und Informationen in Apotheken zum Umgang mit OP-Masken sowie zu deren Wiederverwertung sind nicht immer korrekt. Zu diesem Ergebnis kommt die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz in einem nicht repräsentativen Marktcheck laut einer Mitteilung von Donnerstag. Ende April hatte die Verbraucherzentrale in 45 Apotheken in Rheinland-Pfalz und 25 Online-Shops Preise und Informationen zu medizinischen Mund-Nasen-Schutzmasken (OP-Masken) überprüft.

Die Preisspanne der getesteten Apotheken und Online-Shops lag zwischen 0,57 Euro und 3,95 Euro pro OP-Maske. In 35 der 45 getesteten Apotheken war laut Verbraucherzentrale die Beratung zum Eigen- und Fremdschutz korrekt. Zehn Apotheken wiesen jedoch darauf hin, die OP-Masken dienten in gleichem Umfang sowohl dem Eigen- als auch dem Fremdschutz. "Das stimmt nicht", so die Verbraucherschützer.

In den Online-Shops fehlten vielfach eindeutige Aussagen zu den Schutzeigenschaften der Masken, falsche Versprechungen in Bezug auf den Schutz vor einer Infektion wurden nicht gefunden. Zehn Apotheken gaben den Hinweis, FFP2 Masken könnten wiederverwendet werden, wenn sie bei etwa 60 bis 70 Grad 30 Minuten lang im Backofen getrocknet werden.

Ein Frau hält vor einem Bäckereigeschäft ihren Mundschutz in der Hand (Symbolbild).
Ein Frau hält vor einem Bäckereigeschäft ihren Mundschutz in der Hand (Symbolbild).  © Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Mai, 11.40 Uhr: Japan hebt Covid-Notstand weitgehend vorzeitig auf

Japan hebt den Corona-Notstand in den meisten Landesteilen vorzeitig auf. Regierungschef Shinzo Abe gab diese Entscheidung am Donnerstag nach Beratungen mit Experten bekannt. Ausgenommen sind städtische Großräume wie Tokio und Osaka.

Der Notstand galt eigentlich noch bis zum 31. Mai. In 39 der 47 Provinzen des Landes wird er jetzt aufgehoben, da die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus dort inzwischen eingedämmt werden konnte. Notstand bedeutet in Japan keine harte Ausgangsbeschränkungen wie in Europa. Die Bürger sind nur gebeten, möglichst zu Hause zu bleiben.

Pendler mit Gesichtsmasken laufen am Bahnhof Fukuoka im Südwesten Japans über einen Bahnsteig.
Pendler mit Gesichtsmasken laufen am Bahnhof Fukuoka im Südwesten Japans über einen Bahnsteig.  © kyodo/dpa

Update, 14. Mai, 11.35 Uhr: Sommerurlaub stornieren? Pauschalreisende sollten abwarten

Ob und unter welchen Bedingungen eine Reise ins Ausland im Sommer möglich sein wird, ist derzeit noch relativ offen. Wer einen Pauschalurlaub gebucht hat, wartet am besten ab. Nicht vorschnell stornieren, rät die Verbraucherzentrale Hamburg. Sonst werden Gebühren fällig. Lieber abwarten, ob die Reise möglich sein wird, wenn die Corona-Beschränkungen weiter gelockert werden.

Wer dagegen partout nicht ins Ausland möchte, weil er oder sie zum Beispiel Corona-Risikopatient ist, der sollte so rasch es geht stornieren. Je früher die Absage, umso niedriger die Stornokosten, erklärt die Verbraucherzentrale. Kostenfrei kann eine Pauschalreise nur abgesagt werden, wenn zur Urlaubszeit außergewöhnliche Umstände am Urlaubsort herrschen oder die Reise erheblich erschwert ist.

Update, 14. Mai, 11.28 Uhr: Mehr Geld für Kurzarbeiter beschlossen

In der Corona-Krise sollen Arbeitnehmer stärker vor Lohneinbußen bei Kurzarbeit bewahrt werden. Der Bundestag beschloss am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz von Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD). Die große Koalition stimmte dafür, die Opposition enthielt sich.

Generell gibt es als Kurzarbeitergeld bereits jetzt 60 Prozent des letzten Nettolohns oder 67 Prozent für Menschen mit Kindern. Nun soll es ab dem vierten Monat des Bezugs auf 70 Prozent beziehungsweise 77 Prozent erhöht werden. Ab dem siebten Bezugsmonat sollen es künftig 80 Prozent oder 87 Prozent sein. Dies soll bis längstens 31. Dezember 2020 gelten.

Das Gesetz, mit dem sich der Bundesrat noch befassen muss, sieht unter anderem auch einen längeren Anspruch auf Arbeitslosengeld vor.

Update, 14. Mai, 11.21 Uhr: Manuel Neuer optimistisch: Fußball kann als Vorbild auftreten

Nationaltorhüter Manuel Neuer vom FC Bayern München glaubt, dass der Profifußball angesichts der strengen Auflagen bei den anstehenden Geisterspielen auch vorbildlich in der Corona-Krise auftreten könnte.

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Torwart Manuel Neuer nach einer Übungseinheit des FC Bayern München auf dem Trainingsgelände.
Torwart Manuel Neuer nach einer Übungseinheit des FC Bayern München auf dem Trainingsgelände.  © Peter Kneffel/dpa

Update, 14. Mai, 11.10 Uhr: Schulen in Finnland sind wieder offen

Die Schüler in Finnland sind zurück im Klassenzimmer. Die bis zur neunten Klasse gehenden Grundschulen in dem nördlichen EU-Land nahmen am Donnerstag unter speziellen Abstands- und Hygieneregelungen wieder ihren Unterricht vor Ort auf; auch Vorschulen wurden wieder gänzlich geöffnet.

Seit gut zwei Monaten waren die Bildungseinrichtungen wegen der Corona-Krise geschlossen gewesen und hatten auf Fernunterricht umgestellt, nur ein Notbetrieb vor Ort für Kinder bis zur dritten Klasse war aufrechterhalten geblieben. Die Vorschulen waren zwar offen geblieben, die Regierung hatte jedoch empfohlen, die Kinder ebenso wie die Erst- bis Drittklässler wenn möglich zu Hause zu behalten.

Update, 14. Mai, 10.52 Uhr: Rehberg hält Steuererhöhungen in der Corona-Krise "kontraproduktiv"

Der CDU-Haushaltspolitiker Eckhardt Rehberg ist trotz des in der Corona-Krise zu erwartenden Minus an Staatseinnahmen gegen Steuererhöhungen. "Steuererhöhungen haben noch nie Wachstum gebracht", sagte er am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin".

Würden etwa Vermögensabgaben oder Einkommenssteuern erhöht, "würden wir besonders unseren starken deutschen, eigentümergeführten Mittelstand treffen - und das ist kontraproduktiv". Rehberg warnte davor, den Eindruck zu erwecken, dass der Staat alles leisten könne.

"Wir werden nicht jeden Wunsch von jeder Branche erfüllen können." Er sei skeptisch bei der Autoprämie. "Ich glaube, dass die Automobilindustrie große Rücklagen hat. Die Arbeitnehmer sind privilegiert." Die Löhne aus der Automobilindustrie und der Tourismusbranche etwa in seiner Heimat Mecklenburg-Vorpommern "driften doch weit auseinander", so der CDU-Politiker. Besser sei es, in Innovation in allen Branchen zu investieren.

Update, 14. Mai, 10.38 Uhr: Strenge Corona-Regeln erlauben nur 40 Badende pro 1000 Quadratmeter in Griechenland

Vor einer erwarteten Hitzewelle in den kommenden Tagen hat der griechische Corona-Krisenstab die Öffnung aller 515 organisierten Badeanstalten des Landes ab Samstag erlaubt. Es wurden jedoch strenge Auflagen für die Badenden erlassen.

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Update, 14. Mai, 10.32 Uhr: Brüssel fordert Rücknahme von Grundrechts-Einschnitten

In der Corona-Krise ist es aus Sicht der EU-Kommission an der Zeit, die Einschränkung von Grundrechten zurückzufahren. Vor allem im Falle Ungarns werde man darauf strikt achten, sagte Vizepräsidentin Vera Jourova am Donnerstag im Europaparlament.

"In der EU beginnen wir jetzt eine neue Phase, wo bestimmte Maßnahmen zum Schutz der öffentlichen Gesundheit schrittweise gelockert oder durch weniger einschneidende Maßnahmen ersetzt werden können", sagte Jourova. Dies sei umso wichtiger für Ungarn, da dort eine Befristung fehle. Sie gehe davon aus, dass die Ungarn und das ungarische Parlament ihre Rechte wieder ausüben wollten.

Der rechtsnationale ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hatte sich in der Corona-Krise vom Parlament in Budapest mit umfangreichen und zunächst unbefristeten Sondervollmachten ausstatten lassen. Die EU-Kommission hatte die Maßnahmen geprüft, war aber zunächst nicht eingeschritten.

Update, 14. Mai, 10.24 Uhr: Kein Mundschutz, kaum Abstand - Österreichs Kanzler Kurz in Kritik

Der erste offizielle Besuch außerhalb Wiens seit Beginn der Corona-Krise hat Österreichs Kanzler Sebastian Kurz heftige Kritik eingebracht. Der konservative Politiker war am Mittwoch im Kleinwalsertal ohne Mundschutz unterwegs. Außerdem wurde der Sicherheitsabstand von einem Meter vielfach nicht eingehalten.

Von dem Besuch kursierten am Donnerstag Aufnahmen im Internet, unter anderem von den "Vorarlberger Nachrichten". Zu sehen ist, wie Besucher und Politiker ohne Maske eng beieinander sind.

Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, spricht bei einer Pressekonferenz zum Thema "Coronahilfe: Unterstützung der heimischen Gastronomie" im Bundeskanzleramt in Wien.
Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich, spricht bei einer Pressekonferenz zum Thema "Coronahilfe: Unterstützung der heimischen Gastronomie" im Bundeskanzleramt in Wien.  © Hans Punz/APA/dpa

Update, 14. Mai, 10.21 Uhr: Söder wendet sich an Corona-Skeptiker

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sich an Corona-Skeptiker gewandt, die die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie kritisieren. "Denjenigen, die der Auffassung sind, das wär vielleicht alles übertrieben, kann ich nur sagen: Es gibt Gegenden der Welt, da hören wir Nachrichten, dass es einen Rückfall geben könnte", sagte er am Donnerstag in München.

Es gebe nach wie vor Regionen, in denen "dramatische Zustände" herrschten. "Sind wir glücklich und dankbar", dass die Situation in Deutschland bislang vergleichsweise glimpflich abgelaufen sei. Die beschlossene Wiederöffnung der Grenzen bedeute eine neue Freiheit, aber auch eine neue Herausforderung.

Update, 14. Mai, 10.08 Uhr: Kritik im Bundestag an weiteren Corona-Gesetzen

Die Opposition im Bundestag hat die umfangreichen Corona-Gesetze der Regierung kritisiert, die an diesem Donnerstag zur Abstimmung stehen. Die Linke bemängelte, dass die geplante Corona-Prämie nur für Beschäftigte in der Altenpflege gezahlt werden soll. Die AfD warf der großen Koalition vor, mit ihrer Krisenpolitik Angst, Hysterie und Depression zu erzeugen. FDP und Grüne kritisierten, dass die Pläne dem Gesundheitsministerium zu weitreichende Befugnisse gäben.

Gesundheitsminister Jens Spahn verteidigte die Maßnahmen. "Ein Virus wie dieses bekämpft man doch nicht, indem man es leugnet", sagte der CDU-Politiker. Man habe gemeinsam viel erreicht. Es sei gelungen, die Infektionsdynamik zu brechen. "Das macht uns demütig, nicht übermütig, aber es macht uns auch ein Stück stolz als Gesellschaft, als Gemeinschaft, als Nation."

Das Parlament stimmt am Donnerstag über zwei Gesetzespakete zur Abmilderung der Auswirkungen der Corona-Epidemie ab. Das sogenannte zweite Bevölkerungsschutzgesetz enthält unter anderem den geplanten Bonus für Beschäftigte in der Altenpflege und sieht eine weitere Ausweitung von Corona-Tests vor. Ein weiteres Gesetz sieht eine befristete Erhöhung des Kurzarbeitergelds vor.

Update, 14. Mai, 09.54 Uhr: Sozialsenatorin kritisiert die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes als zu spät

Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hat die Abstimmung des Bundestages zur Erhöhung des Kurzarbeitergeldes als zu spät kritisiert. "Ich hätte mir das viel früher gewünscht", sagte Breitenbach dem Sender 105'5 Spreeradio laut einer Mitteilung vom Donnerstag. Sie wies demnach darauf hin, dass viele Menschen in Berlin nicht gut verdienten. "Und wenn man dann 60 Prozent hat, wird die Armutsspirale sehr schnell da sein."

An diesem Donnerstag will der Bundestag ein Gesetz verabschieden, wonach das Kurzarbeitergeld wegen der Corona-Krise angehoben werden soll. Die Spitzen der Koalition hatten sich zuvor auf eine bis zum Jahresende befristete Erhöhung verständigt - ab dem vierten Bezugsmonat auf 70 Prozent des letzten Netto-Lohns (77 Prozent für Haushalte mit Kindern) und ab dem siebten Monat auf 80 Prozent (87 Prozent mit Kindern). Bisher sind es 60 beziehungsweise 67 Prozent.

Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales und Stephan von Dassel (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte.
Elke Breitenbach (Die Linke), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales und Stephan von Dassel (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeister Berlin-Mitte.  © Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 14. Mai, 09.41 Uhr: Corona-Impfstoff soll für alle zur Verfügung stehen

Der französische Pharmagigant Sanofi hat versichert, einen künftigen Impfstoff gegen das Coronavirus Sars-CoV-2 allen anzubieten. Es sei klar, dass der Impfstoff für alle zugänglich sein werde, betonte der Frankreich-Chef von Sanofi, Olivier Bogillot, am Donnerstag im Fernsehsender BFMTV.

Dass die USA nach einer Entwicklung eines Impfstoffes Vorrang bei der Lieferung bekommen könnten, bestätigte er nicht. Zuvor hatten Aussagen des Sanofi-Generaldirektors Paul Hudson für Aufsehen gesorgt.

Update, 14. Mai, 09.33 Uhr: Dax sinkt weiter ins Minus

Die Stimmung am deutschen Aktienmarkt hat sich am Donnerstag weiter eingetrübt. Der deutsche Leitindex Dax knüpfte an seine Vortagesverluste an und sackte um 1,26 Prozent auf 10 409,68 Punkte ab. Damit fiel das Börsenbarometer auf das Niveau von Ende April zurück.

Für den MDax ging es um 1,48 Prozent auf 23 198,98 Punkte nach unten. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, büßte mehr als 1 Prozent ein.

Update, 14. Mai, 09.31 Uhr: Bundesregierung will Grundrente aus Steuern finanzieren

Nach Kritik der CDU an der Finanzierung der Grundrente in der Corona-Krise hat Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) darauf hingewiesen, dass vereinbart ist, die Kosten aus Steuern zu bezahlen."Dazu wird eine Finanztransaktionssteuer auch einen Beitrag leisten. Daran arbeitet der Bundesfinanzminister. Also es geht voran an der Stelle", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Die Grundrente solle aus einem Bundeszuschuss aus dem Bundeshaushalt bezahlt werden, für den Start rechne Heil mit Kosten von 1,3 Milliarden Euro.

Profitieren sollen davon Heil zufolge "Menschen mit kleinem Einkommen", etwa Verkäuferinnen, Pflegehelferinnen, Lieferdienstfahrer und Lagerarbeiter. Gerade sie hätten in der Corona-Krise Bedeutendes geleistet. "Es geht hier um die Lebensleistung und die muss besser abgebildet werden - auch in der Alterssicherung", so Heil. Das betreffe etwa 1,3 Millionen Menschen.

Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, verfolgt eine Debatte im Bundestag.
Hubertus Heil (SPD), Bundesminister für Arbeit und Soziales, verfolgt eine Debatte im Bundestag.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 14. Mai, 09.13 Uhr: Israels neue Regierung will "Notstandskabinett" gegen Corona-Krise

Vor ihrer offiziellen Vereidigung hat Israels neue Regierung ihre Leitlinien veröffentlicht. Im Fokus steht der Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Mit diesem Ziel will die Regierung, die am Donnerstagabend vereidigt werden soll, ein "Notstandskabinett" bilden. Dieses solle das Land unter anderem aus der schweren Wirtschaftskrise führen, hieß es in dem am Mittwochabend veröffentlichten Dokument.

Update, 14. Mai, 08.45 Uhr: Trotz Krise wächst Wirecard rasant

Ungeachtet der Corona-Krise und Negativschlagzeilen um Bilanzvorwürfe setzt der Zahlungsdienstleister Wirecard sein schnelles Wachstum fort. Für das erste Quartal meldete der Dax-Konzern aus dem Münchner Vorort Aschheim am Donnerstag nach vorläufigen Zahlen ein Umsatzplus von rund 24 Prozent auf 700 Millionen Euro.

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Update, 14. Mai, 08.28 Uhr: Neuseeland will mit Milliarden-Haushalt die Krise überwinden

Neuseeland will mit Milliarden-Investitionen die Wirtschaft angesichts der Corona-Krise ankurbeln und Arbeitsplätze schaffen. Die Regierung von Premierministerin Jacinda Ardern verabschiedete am Donnerstag ihren "Rebuilding Together" genannten Haushalt im Volumen von 50 Milliarden Neuseeland-Dollar (27 Mrd. Euro).

Der Fokus liege auf Schaffung und Erhaltung von Arbeitsplätzen und Ausbildung. Nur sechs Monate zuvor habe sich niemand eine Welt im Griff einer Pandemie vorstellen können, sagte Ardern vor dem Parlament. Finanzminister Grant Robertson sprach von einer Jahrhundert-Bedrohung. Man wolle mit dem Etat die Beschäftigung innerhalb von zwei Jahren auf das Niveau vor der Pandemie bringen. Die Wirtschaft des Landes könne bereits nächstes Jahr wieder wachsen.

Conrad Fitz-Gerald, Besitzer des Friseursalons Cathedral Junction Barbers, schneidet einem Kunden kurz nach Mitternacht die Haare. In Neuseeland wurden die coronabedingten Ausgangssperren in der Nacht zum 14.05.2020 weiter gelockert. Jetzt können die meisten Geschäfte und öffentlichen Plätze wieder öffnen.
Conrad Fitz-Gerald, Besitzer des Friseursalons Cathedral Junction Barbers, schneidet einem Kunden kurz nach Mitternacht die Haare. In Neuseeland wurden die coronabedingten Ausgangssperren in der Nacht zum 14.05.2020 weiter gelockert. Jetzt können die meisten Geschäfte und öffentlichen Plätze wieder öffnen.  © Mark Baker/AP/dpa

Update, 14. Mai, 8.27 Uhr: Zu wenig Corona-Expertinnen in den Medien

Der Verein ProQuote Medien sieht in der Medienberichterstattung zur Corona-Krise derzeit ein Ungleichgewicht an zu vielen männlichen Experten. "Wir wollen mehr Virologinnen, Infektiologinnen, Epidemiologinnen oder Intensivmedizinerinnen sehen, die für uns die Pandemie einordnen und erklären", sagte die Vorsitzende des Vereins ProQuote Medien, Edith Heitkämper, am Donnerstag. Aufgezählt wurden auch die Bereiche Sozialwissenschaft, Philosophie, Erziehungs- sowie Wirtschaftswissenschaften.

Heitkämper betonte: "Dass vor allem männliche Experten in den Medien befragt werden, zeigt, dass wir mit der Geschlechtergerechtigkeit noch lange nicht so weit sind, wie wir uns das erhofft haben."

Update, 14. Mai, 08.26 Uhr: 25 Prozent Stellenabbau bei Lufthansa-Tochter ist unvermeidlich

Die Lufthansa-Tochter Brussels Airlines will wegen der Corona-Krise Stellen streichen und die Flotte reduzieren. Dazu meint die belgische Zeitung "De Standaard" am Donnerstag:

"Unter den gegebenen Umständen ist es unvermeidlich, dass die Lufthansa-Gruppe, zu der Brussels Airlines gehört, sich für einen starken Stellenabbau entscheidet. Und dass unter anderem durch Teilzeitarbeit versucht wird, die Zahl der Entlassungen so klein wie möglich zu halten, ist auf den ersten Blick lobenswert. Doch dieser Ansatz ist nur dann logisch, wenn es sich um zeitlich begrenzte Probleme handelt.

In einem Umfeld, in dem der Umsatz auf absehbare Zeit strukturell niedriger liegt, ist dies ein Zeichen von Schwäche. Es ist der ewige Irrtum, dass es nun einmal eine bestimmte Menge an Arbeit gibt, die unter der Anzahl der Bewerber nur gerecht verteilt werden muss. Mit dem selben Argument könnte man vielleicht auch wieder damit anfangen, ältere Beschäftigte aus dem Arbeitsmarkt zu drängen, damit jüngere ihren Platz einnehmen können."

Flugzeuge von Brussels Airlines stehen auf dem Rollfeld des Brüsseler Flughafens. Hart getroffen von der Coronavirus-Krise, hat Brussels Airlines am Dienstag einen Kostensenkungsplan vorgestellt, der zu einem Abbau von 25 Prozent der Belegschaft führen wird.
Flugzeuge von Brussels Airlines stehen auf dem Rollfeld des Brüsseler Flughafens. Hart getroffen von der Coronavirus-Krise, hat Brussels Airlines am Dienstag einen Kostensenkungsplan vorgestellt, der zu einem Abbau von 25 Prozent der Belegschaft führen wird.  © Francisco Seco/AP/dpa

Update, 14. Mai, 08.25 Uhr: Verbraucherpreise steigen kaum noch

Im April sind die Verbraucherpreise in Deutschland kaum noch gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat betrug die Inflationsrate noch 0,9 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag berichtete. Es korrigierte damit seine vorläufigen Angaben leicht um 0,1 Punkte nach oben. Im März hatte die Rate noch bei 1,4 Prozent gelegen. Dämpfend wirkten vor allem die niedrigen Preise für Haushaltsenergie und Sprit in Folge der weltweit geringen Öl-Nachfrage in der Corona-Krise.

Update, 14. Mai, 07.53 Uhr: Niederlande bringt zweites Corona-Hilfspaket auf den Weg

In den Niederlanden arbeitet die Regierung an einem zweiten Corona-Hilfspaket für Unternehmen. Dazu heißt es am Donnerstag in der Zeitung "de Volkskrant":

"Es ist die Suche nach der Balance zwischen politischen Wünschen und Machbarkeit. Inzwischen drängt die Zeit. Das jetzige Hilfspaket - einschließlich Lohnzuschuss, Steuerstundung, Unterstützung für Selbständige und einer Einmalzahlung von 4000 Euro an einige Unternehmer - läuft am 1. Juni aus. Jetzt, da die Wirtschaft in eine tiefe Rezession zu sinken droht, ist ein zweites Paket erforderlich. (...)

Als das erste Paket geschnürt wurde, war noch unklar, was die wirtschaftlichen Folgen sein würden. Heimlich wurde gehofft, dass auf einen kurzen, starken Einbruch auch schnell wieder eine Erholung folgen würde. Inzwischen ist klar, dass die Krise dauerhafter sein wird."

Update, 14. Mai, 07.49 Uhr: Corona-Krise wird für Putin zum Stabilitätstest

Die "Neue Zürcher Zeitung" kommentiert am Donnerstag den Umgang des russischen Präsidenten Wladimir Putin mit der Corona-Krise:

"Ausgerechnet jetzt, auf einem Höhepunkt der Pandemie, hat der Präsident eine Lockerung der Ausgangssperre verkündet. Eine solche Strategie verfolgt kein anderes Land Europas. Überall sonst gilt die Regel, das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben erst nach einem deutlichen Abflachen der Ansteckungskurve wieder zu liberalisieren. Putin hält sich jedoch an andere Kriterien. Er scheint zu befürchten, dass die Bevölkerung ihn für die Einschränkungen persönlich verantwortlich machen wird. (...)

Die Corona-Krise wird damit zum unerwarteten Stabilitätstest für sein Regime. Das Zusammentreffen von Pandemie, sinkenden Staatseinnahmen wegen des um mehr als 40 Prozent gesunkenen Erdölpreises, wirtschaftlicher Rezession und allgemeiner Verunsicherung wird tiefe Spuren in Russland hinterlassen. Putins Macht ist nicht unmittelbar bedroht, aber in der jetzigen Lage wird sein Rückhalt fast zwangsläufig weiter erodieren."

Reisende mit medizinischen Mundschutzmasken gehen am Gleis eines U-Bahnhofs entlang. Seit dem 12.05.2020 ist das Tragen von Gesichtsmasken und Latexhandschuhen für Personen, die die öffentlichen Verkehrsmittel in Moskau benutzen, Pflicht.
Reisende mit medizinischen Mundschutzmasken gehen am Gleis eines U-Bahnhofs entlang. Seit dem 12.05.2020 ist das Tragen von Gesichtsmasken und Latexhandschuhen für Personen, die die öffentlichen Verkehrsmittel in Moskau benutzen, Pflicht.  © Alexander Zemlianichenko/AP/dpa

Update, 14. Mai, 07.21 Uhr: Eurokurs gesunken - nur noch knapp über 1,08 US-Dollar

Der Kurs des Euro hat am Donnerstag nachgegeben. Am Morgen wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,0807 US-Dollar gehandelt, nachdem der Kurs zur Wochenmitte noch über 1,0850 Dollar gestanden hatte. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Mittwochnachmittag auf 1,0875 Dollar festgesetzt.

Marktbeobachter verwiesen auf eine Dollar-Stärke auf breiter Front zu wichtigen Währungen. Am Markt trieb die Sorge vor wieder steigenden Infektionszahlen in der Corona-Krise die Anleger zuletzt wieder etwas stärker in als sicher empfundene Anlagen. Hiervon profitierte der US-Dollar, während der Euro im Gegenzug unter Druck geriet.

Zu den größeren Verlieren am Devisenmarkt zählte am Morgen der australische Dollar. Wegen der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise ist die Zahl der Beschäftigten in Australien im April so stark wie noch nie gefallen. Im weiteren Handelsverlauf könnten auch Daten zur Preisentwicklung in Deutschland für Impulse am Devisenmarkt sorgen.

Update, 14. Mai, 05.38 Uhr: Coronavirus verschwindet vielleicht nie wieder

Der Nothilfekoordinator der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist skeptisch, dass das neue Coronavirus nach der rasanten Ausbreitung rund um den Globus noch eliminiert werden kann. "Dieses Virus kann in der Bevölkerung heimisch werden, es kann sein, dass es nie mehr verschwindet", sagte Michael Ryan am Mittwochabend in Genf.

Es gebe eine kleine Chance, das neue Virus Sars-CoV-2, das die gefährliche Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann, auszurotten. Dafür müsse aber ein hocheffektiver Impfstoff gefunden werden, er müsse im ausreichenden Maß hergestellt und in aller Welt verteilt werden und die Menschen müssten einverstanden sein, sich impfen zu lassen.

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Michael J. Ryan (links), Exekutivdirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO für Gesundheitsnotfälle und Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), informieren bei einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Situation bezüglich des neuartigen Coronavirus.
Michael J. Ryan (links), Exekutivdirektor der Weltgesundheitsorganisation WHO für Gesundheitsnotfälle und Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), informieren bei einer Pressekonferenz über den aktuellen Stand der Situation bezüglich des neuartigen Coronavirus.  © Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Update, 14. Mai, 05.00 Uhr: Spahn weiterhin für Immunitätsausweis, fordert Nachsicht für Corona-Demos

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält in der Corona-Krise grundsätzlich an Plänen zur Einführung eines Immunitätsausweises fest. Man werde sich verstärkt mit der Frage beschäftigen müssen, "welche Einschränkungen wann für wen zulässig sind", sagte der CDU-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Donnerstag).

"Andere Staaten planen bereits, die Einreise künftig von einem derartigen Immunitätsnachweis abhängig zu machen", betonte Spahn. "Denn die Lösung kann ja nicht sein, dass unsere Bürgerinnen und Bürger nicht mehr in Länder reisen können, die solche Regelungen planen."

Spahn hatte Anfang Mai erklärt, dass es vorerst keine Regelungen dazu geben soll, inwiefern solche Immunitätsnachweise Ausnahmen von Alltags-Beschränkungen wie in der Corona-Krise ermöglichen könnten. Spahn hat den Deutschen Ethikrat um eine Stellungnahme dazu gebeten. Neben der Opposition hatte sich auch SPD-Chefin Saskia Esken skeptisch über Pläne für Immunitätsnachweise geäußert.

Spahn rief zugleich die Sicherheitsbehörden zu Nachsicht auf, wenn bei friedlichen Demonstrationen gegen Corona-Einschränkungen die Abstandsregeln nicht eingehalten werden.

"Für alle größeren Menschenansammlungen gilt: Wer Abstandsregeln nicht einhält, gefährdet sich und andere, denn gerade dort breitet sich das Virus verstärkt aus. Sollte man deshalb eine friedliche Demonstration auflösen? Ich habe große Zweifel, ob das verhältnismäßig wäre", sagte Spahn dem RND. Schließlich werde dort ein Grundrecht ausgeübt. "Langfristig halten wir das Virus nicht mit Zwang in Schach", fügte er hinzu.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht während einer Pressekonferenz über die Situation in Deutschland in der neuen Coronavirus-Pandemie.
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) spricht während einer Pressekonferenz über die Situation in Deutschland in der neuen Coronavirus-Pandemie.  © John Macdougall/AFP-Pool/dpa

Update, 14. Mai, 04.45 Uhr: Jugendliche fühlen sich in der Krise nicht wahrgenommen

Jugendliche fühlen sich in der Corona-Krise einer neuen Studie zufolge zu wenig beachtet und in ihren Sorgen zu wenig wahrgenommen. Fast die Hälfte der Befragten bezweifelt, dass ihre Sorgen gehört werden, wie die bundesweite Studie "JuCo" der Universität Frankfurt und der Universität Hildesheim ergab.

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Update, 14. Mai, 01.55 Uhr: Bis zu 27 Millionen könnten Krankenversicherung in den USA verlieren

Wegen des enormen Anstiegs der Arbeitslosigkeit in den USA könnten einer Studie zufolge fast 27 Millionen Menschen mitten in der Corona-Pandemie ihre Krankenversicherung verlieren. Der Grund dafür ist, dass die meisten Menschen dort über den Arbeitgeber krankenversichert sind, wie eine Studie der Kaiser Family Foundation erklärt.

Nach dem Verlust eines Jobs in den USA endet das Versicherungsverhältnis daher oft sehr schnell - oder Arbeitnehmer können es sich schlicht nicht leisten, die Police für sich und mitversicherte Familienangehörige privat weiter zu bezahlen.

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Washington: Demonstranten halten vor dem Kapitol ein Banner mit der Aufschrift "Don't take away our health care!" (Nehmt uns nicht unsere Krankenversicherung weg!) hoch.
Washington: Demonstranten halten vor dem Kapitol ein Banner mit der Aufschrift "Don't take away our health care!" (Nehmt uns nicht unsere Krankenversicherung weg!) hoch.  © Alex Edelman/ZUMA Wire/dpa

Update, 14. Mai, 00.27 Uhr: Trump vermisst Vize Pence

Die beiden sind gerade mal ein paar Tage voneinander getrennt - da vermisst US-Präsident Donald Trump seinen Vize offenbar schon. "Ich habe Mike Pence nicht gesehen und ich vermisse ihn", sagte Trump am Mittwochabend (Ortszeit) im Weißen Haus.

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Update, 14. Mai, 00.18 Uhr: Seehofer schließt Rücknahme der Lockerungen an Grenzen nicht aus

Bundesinnenminister Horst Seehofer schließt eine Rücknahme von Lockerungen an den Grenzen nicht aus, sollten die Corona-Infektionszahlen wieder stark steigen. Sollte das Infektionsgeschehen den Behörden entgleiten, es also im grenznahen Raum mehr als 50 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche geben, müssten die Lockerungen wieder zurückgenommen werden, sagte der CSU-Politiker am Mittwochabend in der ARD-Talksendung "Maischberger.die woche".

Das würde "in vollkommener Übereinstimmung mit unseren Nachbarn" erfolgen. Deutschland sei keine Insel. Seehofer sagte auch: "Wenn das Infektionsgeschehen so günstig bleibt oder noch günstiger wird, dann beenden wir am 15. Juni die Grenzkontrollen."

Seehofer (CSU) hatte am Mittwoch mitgeteilt, dass die Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg in der Nacht zum Samstag beendet werden. An der deutsch-dänischen Grenze sei Deutschland ebenfalls bereit, die Kontrollen einzustellen, "sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat", hieß es.

An den Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz sollen die Kontrollen dagegen bis zum 15. Juni fortgesetzt werden.

Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, spricht bei einer Bundespressekonferenz über das weitere Vorgehen bei den Corona-bedingten Binnengrenzkontrollen.
Horst Seehofer (CSU), Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, spricht bei einer Bundespressekonferenz über das weitere Vorgehen bei den Corona-bedingten Binnengrenzkontrollen.  © Hannibal Hanschke/Pool/Reuters/dpa

Update, 14. Mai, 00.02 Uhr: Antisemitismusbeauftragter kritisiert Corona-Demonstrationen scharf

Vor der Verbreitung judenfeindlicher Verschwörungstheorien im Zuge von Corona-Protesten warnt der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein. Er sagte am Donnerstag zu der Süddeutschen Zeitung, dass die Proteste "das Vertrauen in unseren demokratischen Staat untergraben und ein Sammelbecken bilden, indem sich neben teils sehr obskuren anderen Geisteshaltungen verschwörungswütige Antisemiten und Holocaust-Leugner finden".

Klein sehe es als nicht hinnehmbar, dass auf den Demonstrationen die Maskenpflicht mit dem Tragen des Judensterns im Nationalsozialismus verglichen werden. Damit würden die Opfer des Holocaust verhöhnt und das Geschehen relativiert werden.

Update, 13. Mai, 22.25 Uhr: Volkswagen will US-Produktion wieder anlaufen lassen

Volkswagen will die wegen der Corona-Krise angehaltene Produktion in seinem US-Werk im Bundesstaat Tennessee in wenigen Tagen wieder aufnehmen. Ab dem 17. Mai solle die Fahrzeugherstellung schrittweise wieder aufgenommen werden, teilte der deutsche Autoriese am Mittwoch mit.

Ende April hatte VW den Plan für ein Wiederanfahren des Werks am 3. Mai noch fallengelassen. Der Autobauer hatte die Bänder wegen der Pandemie am 21. März angehalten. In dem Werk in Chattanooga sind insgesamt rund 3800 Mitarbeiter beschäftigt.

Zu den Sicherheitsvorkehrungen gehören nun Temperatur-Checks bei allen, die die Fabrik betreten, teilte VW mit. Niemand mit einer Temperatur ab 38 Grad dürfe rein. Jeden Tag soll es eine neue Schutzmaske für jeden Mitarbeiter geben. Handschuhe sind auch für alle verfügbar, müssen aber nicht getragen werden. Türen sollen offen bleiben, damit man sie nicht anfassen muss.

Mitarbeiter eines VW-Werks montieren am einen Beetle. (Archivbild)
Mitarbeiter eines VW-Werks montieren am einen Beetle. (Archivbild)  © dpa/Denis Düttmann/picture alliance

Update, 13. Mai, 22.10 Uhr: Bulgarien erklärt "epidemische Ausnahmesituation" bis 14. Juni

In Bulgarien wird ein zweimonatiger Ausnahmezustand zum Kampf gegen das neue Coronavirus von diesem Donnerstag an durch eine "epidemische Ausnahmesituation" ersetzt. Die neue Regelung soll bis 14. Juni gelten. Das entschied die Regierung in Sofia auf einer Sondersitzung per Video, wie Gesundheitsminister Kiril Ananiew (64) am Mittwochabend vor der Presse mitteilte.

Der Beschluss basiere auf die Begründung, dass "die Covid-19-Pandemie eine schwere Ausnahmesituation darstellt". In Bulgarien sollen jetzt Änderungen des Gesundheitsgesetzes in Kraft treten, die vom Parlament am Dienstag verabschiedet wurden.

"Der Ausnahmezustand wird aufgehoben, alle (Schutz)maßnahmen gelten aber weiter", erläuterte der Minister. Dazu gehörten das obligatorische Tragen einer Mund-Nasen-Maske in geschlossenen öffentlichen Räumen, physischer Abstand sowie eine 14-tägige Quarantäne für alle Einreisenden - sowohl Bulgaren als auch Ausländer.

Trotz des seit 13. März geltenden Ausnahmezustands gab es in Bulgarien bereits mehrere Lockerungen der Schutzmaßnahmen. Im Freien gilt keine Maskenpflicht mehr. Am 6. Mai durften Freiluftlokale sowie Terrassen von Restaurants und Cafés wieder öffnen. Sport im Freien wie etwa Tennis, Radfahren, Leichtathletik und Golf ist seit zehn Tagen wieder zugelassen. Seit Anfang der Woche sind Besuche von Museen, Galerien, Bibliotheken sowie Kinos wieder gestattet.

Genaue Kriterien für weitere Lockerungen der noch bestehenden Einschränkungen oder für eine mögliche Wiedereinführung bereits aufgehobener Schutzmaßnahmen nannte der Gesundheitsminister nicht.

Das ärmste EU-Land mit einer Bevölkerung von knapp sieben Millionen Menschen gehört zu den Ländern, die relativ leicht von der Coronavirus-Pandemie betroffen sind. Doch die Fallzahlen stiegen von Dienstag bis Mittwoch um das Dreifache im Vergleich zu den vorausgegangenen Tagen an. Bis Mittwochmorgen wurden in dem Balkanland 2069 Coronavirus-Fälle identifiziert. 96 Menschen starben an den Folgen von Covid-19. 699 Patienten gelten als genesen.

Update, 13. Mai, 22 Uhr: Flugverkehr mit Lufthansa-Flug wiederaufgenommen

In Litauen ist nach mehr als anderthalb Monaten Pause wieder das erste Passagierflugzeug gelandet und gestartet. Eine Maschine der Lufthansa kam am Mittwochnachmittag aus Frankfurt mit mehr 150 Reisenden an Bord am Flughafen der Hauptstadt Vilnius an. Eine ähnliche große Anzahl an Passagieren flog litauischen Medienberichten am Abend auch wieder in die Mainmetropole zurück.

Nach ihrer Ankunft in Vilnius mussten sich die Fluggäste einem medizinischen Check unterziehen, ehe sie einem Rundfunkbericht zufolge nach etwa 40 Minuten den Flughafen verlassen konnten. Sie müssen sich nun in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Umgekehrt durften nur Passagiere mit Ticket das Abflugterminal betreten, und strenge Hygienevorschriften und Abstandsregeln einhalten.

Die Lufthansa ist die erste Fluggesellschaft, die wieder reguläre Flüge in das baltische EU-Land aufnimmt - sie bietet künftig drei wöchentliche Flüge zwischen Vilnius und Frankfurt an. Litauen hatte Anfang April den Flugverkehr eingestellt. Seit dem 10. Mai können wieder Flugverbindungen zu von der Regierung genehmigten Zielen aufgenommen werden.

Das Kabinett in Vilnius erlaubte am Mittwoch auch der lettischen Fluglinie Air Baltic die Wiederaufnahme von Flügen von Vilnius nach Riga (Lettland) und Tallinn (Estland). Nach Angaben des Leiters der litauischen Flughäfen liegen noch weitere Anträge von mehreren anderen Fluggesellschaften vor.

Litauen mit seinen knapp 3 Million Einwohnern verzeichnete bislang 1505 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und 54 Todesfälle. Die Regierung in Vilnius hat den Notstand ausgerufen und das Land bis 31. Mai unter Quarantäne gestellt. Mitte April wurden die Schutzvorschriften erstmals gelockert.

Ein Flughafenmitarbeiter kontrolliert die Temperatur der Passagiere auf dem Internationalen Flughafen Vilnius.
Ein Flughafenmitarbeiter kontrolliert die Temperatur der Passagiere auf dem Internationalen Flughafen Vilnius.  © dpa/AP/Mindaugas Kulbis

Update, 13. Mai, 21.45 Uhr: Corona in Südafrika: Präsident kündigt Lockerung der Restriktionen an

Wegen der verheerenden wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise hat Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa (67) Lockerungen der seit sieben Wochen bestehenden Restriktionen angekündigt. Ende Mai sollen sie von der bestehenden Stufe vier auf das Niveau drei zurückgestuft werden, sagte Ramaphosa am Dienstagabend in einer Ansprache an die Nation.

Nur in Hotspot-Gegenden mit hohen Infektionszahlen bleibt die strikte Ausgangssperre wie bisher bestehen. In Südafrika sind laut Ramaphosa bislang 12.074 Covid-19-Fälle bestätigt worden und 219 Menschen daran gestorben.

Die Regierung hatte Ende März eine strenge landesweite Ausgangssperre verhängt, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen. Ohne sie hätte die Fallzahl beim Achtfachen gelegen, sagte Ramaphosa. Die Restriktionen hätten dem Land wertvolle Zeit beim Aufbau der Gesundheitsinfrastruktur gegeben.

Bisher habe es 375.000 Corona-Tests gegeben, für Quarantäne-Maßnahmen seien 25.000 neue Betten bereitgestellt worden. Die Ausgangssperre habe aber auch eine beunruhigend hohe Zahl von Fällen häuslicher Gewalt mit sich gebracht: "Die Männer unseres Landes haben Frauen den Krieg erklärt."

Die Restriktionen haben eine verheerende Auswirkung auf die Wirtschaft. Millionen von Südafrikanern in der informellen Wirtschaft oder ohne Arbeit kämpfen demnach um ihr Überleben, Armut und Nahrungsmittelunsicherheit haben sich in wenigen Wochen dramatisch verschlechtert.

Bereits vor der Corona-Epidemie steckte Afrikas zweitgrößte Volkswirtschaft in einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Das Land mit seiner hohen Arbeitslosigkeit und brutalen sozialen Ungleichheit kämpft seit Jahren mit strukturellen wirtschaftlichen Problemen und einer unzuverlässigen Stromversorgung.

Update, 13. Mai, 21.42 Uhr: Saar-Regierungschef fordert schnellere Lockerung bei Grenzkontrollen

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (42, CDU) macht auch nach den angekündigten Lockerungen der deutschen Grenzkontrollen zu Frankreich weiter Druck. Er sei froh, dass "endlich die Grenzbarrikaden fallen" an den kleinen Grenzübergängen in seinem Bundesland, sagte Hans am Mittwochabend in den ARD-"Tagesthemen".

Er werde aber nicht aufhören zu kämpfen, dass die Schengenfreiheit zurückkommt. Die Grenze müsse für alle fallen und es "sollte früher als der 15.6. sein". Man müsse sich anschauen, "ob man es sich leisten möchte, die Menschen vier Wochen noch einmal einzuschränken".

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) hatte am Mittwoch das Ende der Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg ab Samstag angekündigt. Die Grenzkontrollen zu Frankreich sollen dagegen bis zum 15. Juni verlängert werden. Es dürfen aber künftig wieder alle Übergänge genutzt werden. Statt systematischer Kontrollen werde es dort nur noch Stichprobenkontrollen geben.

Update, 13. Mai, 21.30 Uhr: Bundesregierung will in Schlachthöfen "aufräumen"

Seit mehrere Schlachtbetriebe zu Corona-Hotspots geworden sind, rücken die Arbeits- und Wohnbedingungen der Beschäftigten in den Blickpunkt.

Die Bundesregierung spricht von Ausbeutung und kündigt Gegenmaßnahmen an.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (65, CDU) und Arbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD) kündigten am Mittwoch im Bundestag an, dass das Corona-Kabinett am kommenden Montag strengere Vorschriften beschließen werde.

Merkel sprach von "erschreckenden Nachrichten" aus der Fleischindustrie und verwies auf die oft prekären Arbeits- und Wohnbedingungen der Beschäftigten. Heil versprach: "Wir werden aufräumen mit diesen Verhältnissen."

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Schweinehälften hängen in einem Schlachthof. (Symbolbild)
Schweinehälften hängen in einem Schlachthof. (Symbolbild)  © dpa/Mohssen Assanimoghaddam

Update, 13. Mai, 21.20 Uhr: Testreihe: Etwa fünf Prozent der Spanier haben Covid-19-Antikörper

In Spanien haben sich einer Studie zufolge bisher wahrscheinlich fünf Prozent der Bevölkerung oder 2,3 Millionen Menschen mit dem neuen Coronavirus infiziert. Dies ergab die erste Runde einer Ende April gestarteten Testreihe auf Antikörper in 36.000 Haushalten mit rund 90.000 Bewohnern, wie das Gesundheitsministerium in Madrid am Mittwochabend mitteilte. Die Tests sollen helfen, das wahre Ausmaß des Corona-Ausbruchs im Land einzuschätzen.

Offiziell lag die Zahl der mit dem Virus infizierten Spanier am Mittwoch bei knapp 229.000. Jedoch gilt die Zahl nicht als repräsentativ, weil die Tests größtenteils bei Erkrankten mit starken Symptomen oder Mitarbeitern des Gesundheitssektors durchgeführt wurden.

Die Studie geht weiter, um genauere Ergebnisse zu erzielen: Alle Teilnehmer werden zwei verschiedenen Tests unterzogen, die insgesamt drei Mal im Abstand von drei Wochen durchgeführt werden.

Bisher gab es in den verschiedenen Autonomen Gemeinschaften des Landes sehr unterschiedliche Resultate: Während in der besonders stark betroffenen Region Madrid offenbar mehr als zehn Prozent der Bevölkerung Antikörper entwickelt hat, liegt die Zahl in weniger betroffenen Gebieten wie den Kanaren oder Mallorca nur bei etwa zwei Prozent.

Mit solchen Tests können Experten herausfinden, ob ein Mensch bereits mit Sars-CoV-2 infiziert war und dagegen Antikörper im Blut gebildet hat - auch wenn er kaum oder keine Symptome der Krankheit hatte und oft gar nichts von seiner Ansteckung wusste.

Allerdings funktionieren die Tests bisher nicht absolut zuverlässig und schlagen oft auch bei anderen Coronaviren an. Mehrere dieser Erreger verursachen Erkältungskrankheiten beim Menschen.

Ein positives Ergebnis muss deshalb nicht bedeuten, dass der Betroffene tatsächlich mit dem neuartigen Erreger infiziert war.

Update, 13. Mai, 21.10 Uhr: Maas setzt sich für Aufhebung von EU-Quarantänebestimmungen ein

Bundesaußenminister Heiko Maas (53, SPD) will sich für eine teilweise Aufhebung von Quarantänebestimmungen in der Europäischen Union einsetzen. Selbst wenn Grenzen geöffnet werden, müsse man sich nach dem Überschreiten der Grenze in vielen Ländern in Quarantäne begeben, sagte Maas am Mittwoch im ARD-"Extra".

Er sei zusammen mit Frankreich der Auffassung, dass solche Quarantänebestimmungen innerhalb der EU gegenüber Ländern mit einer positiven Pandemientwicklung aufgehoben werden sollten. "Es gibt ein ganzes Paket von Fragen, die entschieden werden müssen", sagte Maas. Die Zurückführung von Grenzkontrollen sei nur der erste Schritt. Alle anderen Schritte müssten mit den europäischen Partnern besprochen werden.

Derzeit gelten in vielen Ländern Bestimmungen, wonach Menschen nach der Einreise für 14 Tage in Quarantäne müssen. In Deutschland könnte diese Regelung zumindest für Einreisende aus einem europäischen Nachbarland in einigen Tagen aufgehoben werden. Für Deutsche und Ausländer, die aus Drittstaaten einreisen, soll die Quarantäne-Regel aber weiterhin gelten.

Bundesaußenminister Heiko Maas (53, SPD). (Archivbild)
Bundesaußenminister Heiko Maas (53, SPD). (Archivbild)  © dpa/Kay Nietfeld

Update, 13. Mai, 21 Uhr: Italiens Regierung will das Land mit 55-Milliarden-Paket anschieben

Mit einem neuen Hilfspaket in Höhe von rund 55 Milliarden Euro will Italiens Regierung der notleidenden Wirtschaft und den Bürgern aus der Corona-Krise helfen. Das entsprechende Programm stellte Ministerpräsident Giuseppe Conte (55) am Mittwoch in Rom vor. "Wir haben Tag und Nacht daran gearbeitet", sagte er.

Geplant sind Stützungsmaßnahmen für Wirtschaftszweige wie Tourismus, Landwirtschaft, Bau und Kultur. Dazu kommt Geld für Arbeitslose und Familien. So soll es Zuschüsse für Babysitter gebe, da Schulen und Kitas weiter geschlossen sind.

Auch das Gesundheitssystem und die Schulen sollen mit Milliardenspritzen gestärkt werden. Außerdem will die Regierung Programme für mittlere und kleine Unternehmen auflegen.

Das umfangreiche Paket war im April angekündigt worden und hatte sich mehrfach verzögert. Es ist unter dem Namen Dekret zur Wiederbelebung ("Decreto Rilancio") bekannt. Die Details sorgten vorab für viel Tauziehen mit den Wirtschaftsverbänden. Es gab mehrfach Streit über verschiedene Maßnahmen in der Regierungskoalition, in der Sozialdemokraten (PD) und die Fünf-Sterne-Bewegung die stärksten Kräfte sind.

Die Covid-19-Krankheit hat Italien seit Februar immer weiter in die Knie gezwungen. Die Wirtschaftsprognosen haben sich zuletzt stark verdüstert: Die EU sagte Italien für 2020 ein Minus bei der Wirtschaftsleistung um 9,5 Prozent voraus. Der Land verzeichnet bisher rund 31.000 Corona-Tote.

Update, 13. Mai, 20.47 Uhr: Slowakisches Verfassungsgericht stoppt Handy-Überwachung

Die slowakischen Gesundheitsbehörden dürfen vorerst nicht mehr die Handydaten ihrer Bürger gegen deren Willen überwachen. Das entschied das Verfassungsgericht in Kosice (Kaschau) am Mittwoch.

Die höchste juristische Instanz der Slowakei gab damit einer Beschwerde der oppositionellen Sozialdemokraten gegen eine erst Ende März von der Parlamentsmehrheit beschlossene Novelle des Telekommunikationsgesetzes teilweise Recht.

Oppositionspolitiker begrüßten die Entscheidung der Höchstrichter. Die Gesetzesnovelle sei mit dem Ausmaß ihres Eingriffs in Datenschutz und Bürgerrechte "beispiellos in Europa" gewesen, erklärte der sozialdemokratische Vizeparteichef und ehemalige Gesundheitsminister Richard Rasi (49) dem TV-Nachrichtensender TA3.

Die von der konservativ-populistischen Parlamentsmehrheit beschlossene Gesetzesnovelle hatte der obersten staatlichen Gesundheitsbehörde den Zugriff zu den Handy-Lokalisierungsdaten der Mobilfunkbetreiber erlaubt, um damit zu verfolgen, wo sich mit dem neuartigen Coronavirus Infizierte bewegen und mit wem sie sich treffen.

Der Präsident des Verfassungsgerichts stellte gegenüber Journalisten einschränkend klar, dass das Urteil die Gesetzesnovelle nicht völlig aufhebe, sondern nur vorerst außer Kraft setze. Auch hätten die Höchstrichter nicht grundsätzlich eine Handyüberwachung verboten, sondern lediglich beanstandet, dass die Gesetzesnovelle Zweck, Dauer und Kontrolle der außerordentlichen Maßnahme nicht ausreichend definiert habe.

Medien wiesen darauf hin, dass das Urteil auch nicht eine zusätzlich von der Regierung geplante Handy-App betreffe, mit der die Einhaltung verpflichtender Quarantäne bei Corona-Verdacht überwacht werden soll. Die Sozialdemokraten wollen aber auch diese bekämpfen.

Update, 13. Mai, 20.40 Uhr: Söder mahnt bei Grenzöffnungen zu Besonnenheit

Angesichts der Lockerungen der Grenzkontrollen mahnt der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU) zu Besonnenheit. "Besonnenheit und Vorsicht ist sozusagen die oberste Stellschraube", sagte Söder im ZDF-"Spezial".

Trotzdem sei es gut, dass es nun schrittweise Erleichterungen gebe, vor allem im unmittelbaren Grenzverkehr. Er warnte jedoch auch: Sollten sich die Infektionszahlen bis Mitte Juni deutlich erhöhen, könnten die Maßnahmen zur Beschränkung noch einmal verlängert werden. Es brauche einen Mix aus Beschlüssen der Länder und der Regionen.

Zwischen Österreich und Deutschland werden immer mehr Grenzübergänge wieder geöffnet. Am Mittwoch hat die Bundespolizei zunächst fünf der wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Übergänge wieder geöffnet.

Sofern beide Länder die Corona-Krise weiter im Griff haben, sollen die Grenzen ab dem 15. Juni wieder komplett offen sein. Darauf hatten sich Österreich und Deutschland geeinigt. Bis dahin ist das Einreisen in die Nachbarländer allerdings weiterhin nur für Berufspendler oder aus "triftigen Gründen" erlaubt.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU). (Archivbild)
Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU). (Archivbild)  © dpa/Peter Kneffel

Update, 13. Mai, 20.30 Uhr: Regionalpolitikerin im Elsass fordert schnellere Grenzöffnung

Die elsässische Regionalpolitikerin Brigitte Klinkert ist mit dem Tempo bei den Lockerungen der Grenzkontrollen zwischen Deutschland und Frankreich nicht zufrieden. "Wir kommen voran, aber wir sind nicht schnell genug", teilte Klinkert, Rats-Präsidentin des ostfranzösischen Départements Haut-Rhin, das an Baden-Württemberg grenzt, am Mittwoch mit.

Schutzmaßnahmen seien nach wie vor unerlässlich, aber es gebe keinen gesundheitlichen Grund mehr, die Grenzen so lange geschlossen zu halten, da das Virus auf beiden Seiten des Rheins weniger zirkuliere, erklärte Klinkert.

Sie forderte, das Datum für die Aufhebung der Beschränkungen vorzuziehen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) hatte am Mittwoch Lockerungen angekündigt.

An der Grenze zu Frankreich sollen die Kontrollen jedoch noch bis zum 15. Juni fortgesetzt werden. Seit deren Einführung Mitte März leide das Rheingebiet wirtschaftlich und sozial unter dem mangelnden Verkehrsfluss, sagte Klinkert.

Derzeit dürfen Franzosen nur aus triftigen Gründen wie beispielsweise für die Arbeit oder den Schulbesuch nach Deutschland einreisen. Die Grenzgänger müssen Passierscheine aus beiden Ländern bei sich tragen.

Nach Angaben des französischen Innenministeriums soll das nun vereinfacht werden. In den kommenden Tagen werde ein gemeinsamer Passierschein verfügbar sein, teilte das Ministerium mit.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU). (Archivbild)
Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU). (Archivbild)  © dpa/Reuters/Pool/Hannibal Hanschke

Update, 13. Mai, 19.50 Uhr: Weltwirtschaft könnte 2020 wegen Corona um 3,2 Prozent schrumpfen

Die Vereinten Nationen dämpfen ihre Wirtschaftsprognose wegen der Corona-Pandemie deutlich. Die Weltwirtschaft könnte in diesem Jahr um 3,2 Prozent schrumpfen, hieß es in einer Mitteilung zum UN-Halbjahresbericht zur wirtschaftlichen Situation weltweit. Schlimmstenfalls sei sogar ein Rückgang von 4,9 Prozent denkbar. Mit einer schrittweisen Erholung werde erst von 2021 an gerechnet, hieß es in dem Ausblick.

Vor der Krise waren die UN noch von einem Wachstum um 2,5 Prozent ausgegangen. Bereits Anfang April trübte sich die Einschätzung deutlich ein, damals ging die Organisation von minus 0,9 Prozent aus.

Die Pandemie habe eine Gesundheits- und Wirtschaftskrise unbekannten Ausmaßes entfesselt, betonten die UN in New York. Zwar sei die Zahl der Neuinfektionen und die der Todesfälle im Zusammenhang mit der Erkrankung Covid-19 in den vergangenen Wochen zurückgegangen. Über den künftigen Verlauf der Pandemie und ihre wirtschaftlichen und sozialen Konsequenzen bestünden aber weiterhin Unsicherheiten.

"Ohne schnelle Durchbrüche bei der Impfstoff- und Therapieentwicklung wird die Welt nach Covid-19 wahrscheinlich erheblich anders sein", so die Vereinten Nationen.

Es drohten eine langsame Erholung und ein anhaltender Wirtschaftseinbruch - mit zunehmender Armut und Ungleichheit.

Update, 13. Mai, 19.40 Uhr: Uber kauft Masken und Desinfektion für 50 Millionen Dollar

Der Fahrdienst-Vermittler Uber gibt 50 Millionen US-Dollar (46 Mio Euro) für Gesichtsmasken für Fahrer sowie für Desinfektionsmittel zur Reinigung der Fahrzeuge aus.

Als weitere Maßnahmen in der Corona-Krise sollen alle Fahrer und Passagiere in den USA, Kanada und vielen europäischen Ländern während der Fahrt einen Gesichtsschutz tragen, wie Uber am Mittwoch ankündigte. In Deutschland gilt die Maskenpflicht bei Uber bereits seit Ende April, als diese Vorgabe für den öffentlichen Nahverkehr eingeführt wurde.

Uber habe insgesamt 20 Millionen Masken erworben, davon seien bisher 5 Millionen verteilt worden, hieß es.

Fahrer werden außerdem von Montag an aufgefordert, bei der Anmeldung in der App ein Foto zu machen, nachdem sie eine Maske angelegt haben. Die Software erkennt dabei automatisch, ob eine Person tatsächlich den Mund-Nase-Schutz trägt.

Passagiere müssen bisher kein Foto mit Maske machen, man denke aber über eine solche Anforderung nach, sagte Uber-Manager Sachin Kansal. Für Fahrer musste Uber die Funktion zur Masken-Kontrolle nur in dem bestehenden Verfahren zur Identifikation per Gesichtserkennung ergänzen.

Zudem müssen die Fahrer in einer Checkliste ankreuzen, dass sie den Wagen gereinigt haben, keine Corona-Symptome haben und regelmäßig die Hände waschen. In den Fahrzeugen sind nur noch maximal drei statt bisher vier Passagiere erlaubt. Kansal bezeichnete die bis auf weiteres geltenden Maßnahmen als Teil einer "neuen Normalität".

Bei Uber drückte die Corona-Krise deutlich auf das Kerngeschäft mit Fahrdiensten, während es ein deutliches Plus bei der Essenszustellung im Teildienst Uber Eats gibt.

Ein Fahrer vom Fahrdienst-Vermittler Uber holt in der Schweiz einen Kunden in seinem mit einer Trennwand aus Kunststoff ausgestatteten Fahrzeug ab, beide Insassen tragen Mundschutz. (Archivbild)
Ein Fahrer vom Fahrdienst-Vermittler Uber holt in der Schweiz einen Kunden in seinem mit einer Trennwand aus Kunststoff ausgestatteten Fahrzeug ab, beide Insassen tragen Mundschutz. (Archivbild)  © dpa/KEYSTONE/Jean-Christophe Bott

Update, 13. Mai, 19.30 Uhr: Bulgarien: Keine Abiturienten-Bälle wegen Corona

Für Bulgariens Abiturienten sind die Abschlussbälle ein großes Ereignis. Doch in diesem Jahr müssen sie wegen der Einschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus auf die üppigen Feste in Ballsälen großer Hotels oder in Restaurants verzichten.

Nach einer Petition von Schülern der zwölften Klasse erlaubte Regierungschef Boiko Borissow (60) am Mittwoch aber die traditionellen Versammlungen aller Klassen des Abiturientenjahrgangs auf dem Schulhof.

Nach einem Gespräch mit den Zwölfklässlern ordnete Regierungschef Borissow umgehend an, dass die Ministerien für Gesundheit und für Bildung nun Schutzregeln für das letzte Treffen der bulgarischen Abiturienten in ihrer Schule ausarbeiten.

Bei diesem Ereignis zählen sie überall in Sprechchören lautstark von eins bis zwölf – jede Zahl steht für eines der zwölf Schuljahre. Damit nehmen die Abiturienten Abschied von ihrer Schule.

Die herausgeputzten Jugendlichen fahren dann mit teuren Autos oder Geländewagen, die oft gemietet werden, zum Ballsaal oder Restaurant. Das Abiturientenfest beginnt schon zuhause, wo Freunde und Verwandte zu Gast kommen.

In dem ärmsten EU-Land nehmen nicht wenige Eltern einen Kredit auf, um ihren Kindern die gewünschte aufwendige Abiturientenfeier zu ermöglichen.

Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow (60). (Archivbild)
Bulgariens Regierungschef Boiko Borissow (60). (Archivbild)  © dpa/Sina Schuldt

Update, 13. Mai, 19.20 Uhr: Beachvolleyball: Olympia-Qualifikation bis Juni 2021

Nach der Verlegung der Olympischen Spiele in Tokio um ein Jahr ist der Zeitplan für die Olympia-Qualifikation der Beachvolleyballer vom Weltverband FIVB angepasst worden. Die Teams können nach Angaben der FIVB vom Mittwoch bis zum 13. Juni 2021 Punkte auf der internationalen Tour für Olympia sammeln.

Zudem ist es möglich, sich bis zum 27. Juni nächsten Jahres bei kontinentalen Turnieren noch Plätze für Tokio zu sichern. Der Verband orientierte sich bei den Kriterien an den Festlegungen, die er für dieses Jahr bereits getroffen hatte. Wegen der Corona-Pandemie ist die Welttour derzeit ausgesetzt.

Das Internationale Olympische Komitee hatte gemeinsam mit den japanischen Organisatoren die Sommerspiele wegen der Verbreitung des Coronavirus für diesen Sommer abgesagt und um ein Jahr verschoben. Sie sind nun vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 geplant.

Update, 13. Mai, 19.05 Uhr: WHO warnt: trotz Lockerung von Corona-Maßnahmen noch weiter Weg

Die Lockerung der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus signalisieren in keiner Weise das Ende der Krise. Das betonte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch. Die Rückkehr in eine Art Normalität sei ein langer Weg, sagte Nothilfekoordinator Michael Ryan (55) am Mittwoch in Genf. Nur mit einem umfangreichen Programm zur Überwachung der Neuansteckungen seien die Lockerungen sinnvoll.

Die Maßnahmen zu lockern, bevor die Ansteckungen deutlich gesunken seien, berge das Risiko vieler neuer Ansteckungen, sagte Ryan. Die Maßnahmen zu lockern, ohne anschließend umfangreich zu testen und mögliche Infektionsketten zu überwachen, sei gefährlich. Zu warten, bis die Zahl der Infizierten in Krankenhäusern steige, sei ebenfalls gefährlich.

Das könne Wochen dauern, und dann sei es zu spät, die Infektion unter Kontrolle zu halten. Dann könnten neue Einschränkungen nötig werden, sagte Ryan.

Nothilfekoordinator Michael Ryan (55). (Archivbild)
Nothilfekoordinator Michael Ryan (55). (Archivbild)  © dpa/Tobias Hase

Update, 13. Mai, 19 Uhr: Gewinn von Reifenhersteller Pirelli bricht wegen Corona-Krise ein

Der italienische Reifenhersteller Pirelli hat die Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie im ersten Quartal deutlich zu spüren bekommen. Die Nachfrage nach Reifen sei im ersten Jahresviertel stark rückläufig gewesen, teilte der Konzern am Mittwochabend in Mailand mit.

Während der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 20 Prozent auf rund 1,05 Milliarden Euro absackte, brach der Nettogewinn um 62 Prozent auf 38,5 Millionen Euro ein.

Im Verlauf des Quartals habe die Produktion aufgrund der Corona-Krise in verschiedenen Ländern unterbrochen werden müssen, hieß es weiter. In China sei die Entwicklung dagegen auf dem Weg zurück zur Normalität.

Update, 13. Mai, 18.57 Uhr: Schweiz unterstützt Breiten- und Profisport mit Millionen-Paket

Mit mehreren Millionen Franken unterstützt die Schweizer Regierung den Breiten- und Profisport in ihrem Land. Für den Betrieb der Fußball- und Eishockeyligen, für die Vereine und die Sportwirtschaft stelle die Regierung 350 Millionen Franken (gut 330 Millionen Euro) an rückzahlbaren Darlehen zur Verfügung, teilte Sportministerin Viola Amherd (57) am Mittwoch mit.

Das Geld dürfe aber nicht für die Deckung überdurchschnittlicher Spielersaläre verwendet werden, betonte das Ministerium. Die Fußball- und Eishockeyclubs hätten sich verpflichtet, die Durchschnittslöhne in den nächsten drei Jahren um 20 Prozent zu reduzieren. Weitere 150 Millionen Franken sollen der Breiten- und Leistungssport zur Unterstützung erhalten.

Ohne Hilfe seien Angebote der Vereine, in denen sich viele Menschen ehrenamtlich engagieren, gefährdet, sagte Amherd. Sie seien sowohl durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Ausweitung des Virus als auch durch die wirtschaftliche Krise betroffen. Die Erfahrung zeige, dass der Sport noch lange mit der Krise zu kämpfen habe.

Direkt hingen rund 100.000 Stellen an diesem Wirtschaftszweig, der 1,7 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmache, sagte Amherd.

Update, 13. Mai, 18.50 Uhr: Liga schlägt Neustart der Serie A am 13. Juni vor

Die italienische Fußball-Liga schlägt die Wiederaufnahme der Spiele der Serie A am 13. Juni vor. Wie die Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" schrieb, entschied sich eine Mehrheit der Clubs bei einer Videokonferenz am Mittwoch für diesen Termin.

Man wolle die wegen der Corona-Krise unterbrochene Saison bis zum 2. August beenden, um Raum für die Champions League und die Europa League zu schaffen. Der Verband bestätigte den Datumsvorschlag. Allerdings gibt es noch kein Zustimmung der Regierung in Rom.

Sportminister Vincenzo Spadafora (46) hatte vielmehr am Montag gesagt, er müsse noch mindestens eine Woche und neue Ergebnisse zu den Infektionszahlen abwarten, um über Daten für den Spielstart zu entscheiden.

Bisher ist im Profi-Fußball in Italien das Einzeltraining wieder erlaubt. Am 18. Mai soll das Mannschaftstraining starten dürfen. Die Serie A war am 9. März mit zwölf verbleibenden Spieltagen unterbrochen worden.

Die Regierung bremst bei ihrer Entscheidung seit langem ab. Italien ist von der Covid-19-Krankheit mit rund 31.000 Corona-Toten besonders hart getroffen.

Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora (46). (Archivbild)
Italiens Sportminister Vincenzo Spadafora (46). (Archivbild)  © dpa/Pacific Press via ZUMA Wire/Salvatore Esposito

Update, 13. Mai, 18.48 Uhr: Chiles Regierung stellt Großraum Santiago unter Quarantäne

Nach einem starken Anstieg der Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die chilenische Regierung den Ballungsraum um die Hauptstadt Santiago de Chile unter Quarantäne gestellt. "Diese Maßnahmen werden ergriffen, um zu verhindern, dass noch mehr Menschen im Krankenhaus behandelt werden müssen, und dass sich der Infektionsherd vom Großraum Santiago auf andere Gebiete ausbreitet", sagte Gesundheitsminister Jaime Mañalich (65) am Mittwoch.

Demnach dürfen die Bewohner der Region nur noch mit einer Ausnahmegenehmigung ihre Häuser und Wohnungen verlassen.

Die Ausgangssperre gilt ab Freitagabend (Ortszeit) für zunächst eine Woche in den 32 Gemeinden der Metropolregion und sechs angrenzenden Ortschaften.

Insgesamt leben in der Region etwa acht Millionen Menschen - das entspricht gut 40 Prozent der Gesamtbevölkerung Chiles. In dem südamerikanischen Land haben sich bislang 34.381 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus infiziert - allein in den vergangenen 24 Stunden kamen 2660 neue Fälle dazu. 347 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Update, 13. Mai, 18.27 Uhr: Sportausschuss-Vorsitzende Freitag fordert externe Kontrollen

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag (67), hat vor dem Restart der Fußball-Bundesliga am Samstag externe Kontrollen der Vereine bei der Umsetzung des Hygiene-Konzeptes angemahnt. Die Durchführung des von der DFL erarbeiteten Konzepts sei nur schwer zu überwachen, sagte Borussia-Dortmund-Fan Freitag im WDR-Podcast "Einfach Fußball".

"Die DFL ist da relativ machtlos. Sie kann ein Hygiene-Konzept erarbeiten und auch beschließen lassen. Aber sie hat letztlich keinen Zugriff auf das, was in den Vereinen passiert. Da sind die handelnden Personen autark, und die DFL schaut relativ hilflos zu", unterstrich Freitag.

Man könne nur hoffen, dass die Vorfälle um den inzwischen suspendierten Hertha-Profi Salomon Kalou (34) ein Einzelfall blieben, sagte die SPD-Politikerin. Der Stürmer hatte gegen die Corona-Regelungen verstoßen und Videos von seinen Verstößen aus der Hertha-Kabine bei Facebook eingestellt. (TAG24 berichtete)

Freitag forderte auch, die Sorgen der Profis ernst zu nehmen. "Die Spieler stecken da schon in einer schwierigen Situation", sagte Freitag, die seit 2009 den Sportausschuss leitet. "Wenn ein Spieler nicht unter diesen Bedingungen spielen möchte, dann stellt sich natürlich die Frage: Was bedeutet das eigentlich für seinen Marktwert?"", sagte sie.

Die Deutsche Fußball-Liga versuche zwar professionell, Vereine vor der Insolvenz zu bewahren. Für die Zukunft erhofft sich Freitag aber von der Vereinen Veränderungen im wirtschaftlichen Handeln.

"Wenn schon das Ausbleiben einer Fernsehrate Clubs an den Rand oder tatsächlich in die Insolvenz stürzen sollte, müsste im Nachgang über massive Veränderungen nachgedacht werden. Bei Gehältern und Provision und Ablösesummen muss man wieder zu anderen Maßständen kommen", erklärte Freitag.

Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag (67). (Archivbild)
Die Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Dagmar Freitag (67). (Archivbild)  © dpa/Christoph Soeder

Update, 13. Mai, 18.27 Uhr: Autoindustrie: Ohne Kaufprämien drohen Entlassungen in der Branche

Die Autoindustrie versucht in der Debatte um zusätzliche Kaufprämien für Autos den Druck auf die Bundesregierung zu erhöhen. Ohne Kaufanreize werde es Entlassungen geben müssen, sagte Arndt Kirchhoff (65), Vizepräsident des Branchenverbands VDA und geschäftsführender Gesellschafter der Kirchhoff-Gruppe dem "Handelsblatt". Er sprach sich vehement aus für Konjunkturhilfen, Kaufprämien für Autos und andere Maßnahmen, um die Nachfrage wieder anzukurbeln: "Mir ist da jedes Mittel recht."

Unter anderem der Wirtschaftsflügel der Unions-Bundestagsfraktion hatte sich gegen eine zusätzliche Kaufprämie für die Autoindustrie ausgesprochen. Die Bundesregierung hatte nach einem "Autogipfel" in der vergangenen Woche deutlich gemacht, bis Anfang Juni solle über mögliche Kaufanreize entschieden werden.

Neben der Autobranche hatten sich auch die "Autoländer" Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg für Kaufprämien stark gemacht. Eine Prämie solle auch für moderne Benziner und Dieselautos gelten. Für E-Autos gibt es bereits eine Kaufprämie, diese soll nach den Vorstellungen der Länder erhöht werden.

Kirchhoff sagte der Zeitung, er glaube, dass die Autoindustrie mit den Zulieferern den größten Hebel biete, um die Anfrage anzukurbeln, nicht nur in Deutschland. Die europäischen Nachbarn profitierten ebenfalls davon. Denn in der Autoindustrie kämen 60 Prozent der Vorleistungen aus der EU, beim Maschinenbau seien es sogar 70 Prozent. Beide Industrien seien besonders vernetzt in Europa. "Setzt Deutschland Impulse, springen die Produktionen in ganz Europa wieder an."

Wie stark die Einbrüche bei den Autozulieferern sind, zeige sich bei Kirchhoff selbst. Der Absatz sei um 80 bis 90 Prozent eingebrochen. 66 Prozent der Mitarbeiter seien in Kurzarbeit.

Update, 13. Mai, 18.20 Uhr: US-Behörden warnen vor Spähversuchen Chinas in Corona-Forschung

US-Behörden warnen davor, dass chinesische Hacker Forschungsarbeit im Kampf gegen das Coronavirus ausspähen. Die US-Bundespolizei FBI und die US-Behörde für Cybersicherheit CISA erklärten am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung, Organisationen, die zu Impfstoffen, Tests und Behandlungen mit Blick auf das Virus arbeiteten, seien vorrangige Ziele solcher Spähversuche Chinas und sollten ihre Systeme schützen.

Ausforschungsversuche dieser Art seien bereits beobachtet worden. Der potenzielle Diebstahl dieser Informationen gefährde die Bereitstellung sicherer und effizienter Behandlungsoptionen. "Chinas Bemühungen, diese Sektoren ins Visier zu nehmen, stellen eine signifikante Bedrohung für die Reaktion unserer Nation auf Covid-19 dar", hieß es weiter.

Die Beziehungen zwischen den USA und China sind in der Corona-Krise generell angespannt. US-Präsident Donald Trump (73) hat China für den Ausbruch der Pandemie verantwortlich gemacht und dem Land Unfähigkeit im Umgang mit dem Virus vorgeworfen.

Mehrfach behaupteten er und US-Außenminister Mike Pompeo (56) auch, es gebe Hinweise, dass das Virus aus einem Forschungslabor in der chinesischen Stadt Wuhan stamme. Belege präsentierten sie nicht. China weist die Anschuldigungen zurück.

US-Präsident Donald Trump (73). (Archivbild)
US-Präsident Donald Trump (73). (Archivbild)  © dpa/AP/Alex Brandon

Update, 13. Mai, 18.18 Uhr: Ministerium will langsamere Lockerungen in Greiz und Sonneberg

Das Thüringer Gesundheitsministerium dringt in den besonders coronabetroffenen Kreisen Greiz und Sonneberg auf Schutzkonzepte zur Eindämmung der Pandemie. Den beiden Landkreisen sei geraten worden, konkrete Maßnahmen im Bereich Kindergärten und Schulen, aber auch in der Gastronomie zu prüfen, erklärte am Mittwoch eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in Erfurt.

Der Kreis Sonneberg habe Vorschläge zu mehr Schutz in Gaststätten, Sport sowie Pflegeheimen und Kliniken vorgelegt; auch aus Greiz sei am Mittwochnachmittag ein Konzept eingegangen, das nun geprüft werde, hieß es.

In beiden Landkreisen lag die Infektionsrate zuletzt über der Marke von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Die Staatskanzlei bezifferte die Quote am Mittwoch auf 55,0 im Kreis Greiz und 58,7 im Kreis Sonneberg. Die Zahl 50 haben Bund und Länder als Obergrenze festgelegt. Wird sie überschritten, müssen Beschränkungskonzepte erlassen werden.

Update, 13. Mai, 18.15 Uhr: Österreichs Fußball-Bundesliga nimmt Betrieb am 2. Juni wieder auf

Die österreichische Fußball-Bundesliga wagt am 2. Juni den Neustart nach der coronabedingten Spielpause. Das teilte der Liga-Vorsitzende Christian Ebenbauer am Mittwoch in Wien mit. Die Spiele finden ohne Publikum und auf Grundlage eines umfangreichen Präventionskonzepts statt.

Die Menschen, die das Stadion betreten dürfen, werden dabei in verschiedene Gruppen eingeteilt. Für die Gruppen gelten dann verschiedene Regeln etwa hinsichtlich regelmäßiger Corona-Tests sowie dem Bewegungsbereich im Stadion. Auch kleine Details werden laut Ebenbauer im Konzept geregelt, etwa dass ein Torjubel mit Umarmungen nicht vorgesehen ist. Die Spielbälle sollen regelmäßig desinfiziert werden, eine Maskenpflicht für Trainer gibt es nicht.

Noch vor dem Neustart der Bundesliga findet in Klagenfurt am 29. Mai das Pokalfinale zwischen Titelverteidiger Red Bull Salzburg und dem Zweitligisten Austria Lustenau statt. Die Liga plant dann, ab dem 2. Juni durchgehend in englischen Wochen die Saison zu beenden. Nach Abschluss des Grunddurchgangs stehen jeweils noch zehn Runden in der Meister- sowie der Qualifikationsgruppe sowie drei Spiele im Europa-League-Playoff aus.

Die österreichische Regierung hatte der Liga am Dienstag grünes Licht für einen Neustart mit Geisterspielen gegeben.

Update, 13. Mai, 18.10 Uhr: Klavier-Festival Ruhr plant für Juni und Juli wieder Konzerte

Die meisten der Konzerte des Klavier-Festivals Ruhr im Juni und Juli sollen stattfinden - allerdings jeweils vor weniger Publikum. Das Festival plane ab 4. Juni eine Wiederaufnahme des Spielbetriebs, hieß es am Mittwoch nach Beratungen des Stiftungsrats der Stiftung Klavier-Festival Ruhr. Man unterstütze den Intendanten Franz Xaver Ohnesorg (72) und sein Team dabei, das Festival in reduziertem Umfang zu retten.

33 Konzerte, die für April und Mai geplant waren, wurden bereits fast vollständig in den Herbst verlegt. Die weiteren Aufführungen sollen möglichst gespielt werden - in modifizierter Form, wie es hieß. Weil durch die Abstandsregelungen in den meisten Sälen nur weniger als ein Drittel der Plätze verfügbar sei, versuche man bei einer Reihe von Konzerten zwei statt nur einer Aufführung anzubieten.

Update, 13. Mai, 18.05 Uhr: Babys von Leihmüttern stecken in Ukraine fest

In der Ukraine können wegen der Corona-Einschränkungen Dutzende Leihmutterschaftskinder nicht von ihren ausländischen Eltern abgeholt werden. "In sozialen Netzwerken und auf der offiziellen Seite einer der Kiewer Kliniken wird ein Video verbreitet, in dem 46 Kinder gezeigt werden", schrieb die ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Ljudmila Denissowa am Mittwoch im Internet. Die Babys befänden sich derzeit in einem Kiewer Hotel.

Dem Video zufolge sind die Eltern der Kinder aus europäischen Staaten wie Deutschland und Österreich, aber auch aus den USA, Mexiko und China. Seit Mitte März dürfen Ausländer ohne Aufenthaltstitel wegen der Coronavirus-Pandemie nicht mehr in die Ex-Sowjetrepublik einreisen. Zudem sind alle regulären internationalen Flugverbindungen gekappt.

In dem Video fordert die Leihmutterschaftsfirma die Eltern auf, über ihre Regierungen Druck auf die Ukraine auszuüben. Das Land solle Sondererlaubnisse zur Abholung der Kinder erteilen.

Update, 13. Mai, 18 Uhr: Corona macht auch Fairtrade-Pionier Gepa zu schaffen

Die Corona-Krise macht auch dem auf fairen Handel spezialisierten, kirchennahen Handelshaus Gepa zu schaffen. Der Fairtrade-Pionier teilte am Mittwoch mit, er habe für rund 50 Prozent seiner rund 170-köpfigen Belegschaft Kurzarbeit angemeldet, um die Kosten zu reduzieren. "Einen Erfolg würde dieses Jahr bedeuten, wenn wir bei zunehmender Lockerung der Corona-Beschränkungen einen Verlust vermeiden können", sagte der Gepa-Geschäftsführer Matthias Kroth.

In den besonders betroffenen Vertriebsbereichen wie den Weltläden und der Gastronomie habe es im April Umsatzeinbrüche von bis zu 70 Prozent gegeben.

Gepa-Geschäftsführer Peter Schaumberger betonte: "Weil alle weltweit von der Pandemie betroffen sind, ist faires und partnerschaftliches Handeln besonders wichtig." Kleinproduzenten in den meisten Ländern des globalen Südens seien in der Krise komplett auf sich selbst gestellt und benötigten die Stabilität des Fairen Handels jetzt mehr denn je.

Im vergangenen Jahr steigerte die Gepa ihren Großhandelsumsatz um 9,5 Prozent auf 80,7 Millionen Euro. Auch das Jahr 2020 sei sehr gut gestartet, bis Mitte März das Corona-Virus zugeschlagen habe, sagte Kroth.

Trotz der aktuellen Herausforderungen sei das vor 45 Jahren gegründete Handelshaus aber "generell gut aufgestellt, um diese wirtschaftlich schwierige Phase ohne Folgeschäden zu überstehen."

Update, 13. Mai, 17.55 Uhr: Lockerungen in Mexiko in heißester Corona-Phase - Autobau betroffen

Mexiko hat erste Lockerungen seiner Corona-Maßnahmen verkündet, während die Fallzahlen noch rapide steigen. Ab kommenden Montag werden in den am wenigsten betroffenen Regionen nach fast zwei Monaten die Beschränkungen aufgehoben, wie Präsident Andrés Manuel López Obrador (66) am Mittwoch mitteilte.

Er sprach von Licht am Ende des Tunnels. Außerdem wurden drei Industrien für unerlässlich erklärt, die zuvor wegen der Pandemie den Betrieb hatten einstellen müssen: die Hersteller von Fahrzeugen und Fahrzeugteilen, der Bau und der Bergbau.

Mexiko befindet sich nach Einschätzung der Regierung derzeit in der schlimmsten Phase der Ausbreitung des Coronavirus. Bislang wurden 38.324 Infektionen und 3926 Todesfälle bestätigt. Die tatsächlichen Zahlen dürften deutlich höher liegen - auch, weil in Mexiko kaum getestet wird. Am Dienstag wurde mit 347 Todesopfern die bisher höchste Zahl innerhalb von 24 Stunden gezählt.

Noch bis zum 30. Mai gilt grundsätzlich die Unterbrechung nicht unerlässlicher Aktivitäten. Autobauer wie Volkswagen, das eines seiner größten Werke in Mexiko hat, stellten die Produktion ein. Mexiko ist der weltweit sechstgrößte Produzent und viertgrößte Exporteur von Autos.

Auch Lieferketten in die USA, von denen etwa die US-Autoindustrie abhängt, wurden durch die Maßnahmen von Ende März unterbrochen. Die USA machten in den vergangenen Wochen Druck, Mexiko solle die Zulieferbetriebe bald wieder öffnen.

Allmählich und vorsichtig soll sich nach Angaben der Regierung das Land insgesamt wieder öffnen. In Gemeinden ohne registrierte Infektionen mit dem Coronavirus, in deren Nachbargemeinden ebenfalls keine Infektionen festgestellt wurden, sollen Schulen und Betriebe ab Montag wieder öffnen dürfen.

Das trifft den Angaben zufolge auf 269 der knapp 2500 Gemeinden des nordamerikanischen Landes mit rund 130 Millionen Einwohnern zu. Ab dem 1. Juni soll dann nach einem Ampelsystem entschieden werden, wo weitere Lockerungen sinnvoll sind.

Auch andere lateinamerikanische Länder - darunter Argentinien, Kolumbien, Panama und Costa Rica - kündigten zuletzt erste Lockerungen ihrer Anti-Corona-Maßnahmen an.

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador (66). (Archivbild)
Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador (66). (Archivbild)  © dpa/NOTIMEX/Javier Lira

Update, 13. Mai, 17.50 Uhr: AfD hält sich im Umweltausschuss nicht an Corona-Beschränkungen

Die AfD will in der Corona-Krise Einschränkungen im Umweltausschuss des Bundestags nicht akzeptieren - insbesondere die reduzierte Zahl der Teilnehmer.

Die Abgeordneten der Partei im Ausschuss zögen "aus der Einschätzung der AfD-Fraktion, dass eine epidemische Notsituation nicht existent ist, ihre Konsequenzen", teilte der umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Karsten Hilse (55), am Mittwoch mit.

Man werde sich an die Geschäftsordnung halten und nicht an Vereinbarungen, die dagegen verstießen - etwa über eine verminderte Teilnehmerzahl bei Abstimmungen und dass die Obleute für Mitglieder ihrer Fraktion abstimmen sollen.

Umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Karsten Hilse (55). (Archivbild)
Umweltpolitische Sprecher der Fraktion, Karsten Hilse (55). (Archivbild)  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Update, 13. Mai, 17.45 Uhr: Athen begrüßt das Konzept der EU-Kommission für Sommerurlaube

Die Regierung des traditionellen Urlaubslandes Griechenland hat das Konzept der EU-Kommission für den Urlaub und die Reisen in Zeiten der Corona-Epidemie begrüßt. Das Konzept respektiere eine der Grundlagen der EU, nämlich die Freiheit der Bürger zu reisen, hieß es in einer schriftlichen Erklärung des Athener Regierungssprechers Stelios Petsas am Mittwoch.

Athen begrüßte allen voran den Vorschlag der EU-Kommission, die Reisebeschränkungen zwischen Ländern mit einer ähnlich positiven Corona-Lage wegfallen zu lassen.

In Griechenland ist die Zahl der gestorbenen Infizierten vergleichsweise niedrig. Seit Tagen führt das Land bilaterale Gespräche mit anderen Staaten der EU und auch mit Israel und Australien mit dem Ziel, die Reisebeschränkungen aufzuheben. Die Regierung in Athen will in den kommenden Tagen ein eigenes Regelwerk zum Thema Reisen nach Griechenland veröffentlichen.

Update, 13. Mai, 17.40 Uhr: Trainings-Boykott: Profis vom FC Elche wütend über Gehaltskürzungen

Die Spieler des spanischen Fußball-Zweitligisten FC Elche sind am Mittwoch aus Protest über Gehaltskürzungen nicht zum Training erschienen. Sie hätten damit ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht, dass sie trotz der nun im Rahmen der Corona-Lockerungen erlaubten Wiederaufnahme des Trainings weiter nur 30 Prozent ihres Einkommens erhalten, berichtete die Sportzeitung "AS" am Mittwoch. Dieses war im Zuge der Virus-Krise und der damit verbundenen Liga-Zwangspause um 70 Prozent gekürzt worden.

Eigentlich hätten die Spieler im Stadion Martínez Valero auf individueller Basis Übungen machen sollen, jedoch entschieden die Profis, stattdessen zu Hause zu trainieren. Verhandlungen mit Elche-Generaldiektorin Patricia Rodríguez seien zuvor gescheitert, hieß es.

"Wir sind offen für Gespräche und dafür, eine Einigung zu erzielen", sagte sie. "Ich bin über bestimmte Haltungen überrascht, bei allem, was derzeit passiert. Ich bin in der gleichen Situation wie sie, aber ich verstehe, dass viel auf dem Spiel steht."

Der Neustart der aktuellen Spielzeit der 1. und 2. Liga soll in Spanien nach den Plänen der La Liga am 12. Juni erfolgen. Dieser Termin ist allerdings von den zuständigen Behörden noch nicht endgültig abgesegnet.

Elches Nino nahm am Montag an einer Trainingseinheit teil. Die Spieler des spanischen Fußball-Zweitligisten FC Elche sind am Mittwoch aus Protest über Gehaltskürzungen nicht zum Training erschienen. (Archivbild)
Elches Nino nahm am Montag an einer Trainingseinheit teil. Die Spieler des spanischen Fußball-Zweitligisten FC Elche sind am Mittwoch aus Protest über Gehaltskürzungen nicht zum Training erschienen. (Archivbild)  © dpa/La Liga

Update, 13. Mai, 17.35 Uhr: Weitere Corona-Lockerungen in Litauen

Litauen hat weitere Lockerungen der Corona-Einschränkungen beschlossen. Die Regierung in Vilnius hob am Mittwoch die Mundschutzpflicht im öffentlichen Raum weitestgehend auf.

Mit Beginn der kommenden Woche sollen Bars, Cafés und Restaurants auch im Innenbereich Kunden bedienen dürfen, etwas später können dann Schüler in dem Baltenstaat wieder in die Klassenzimmer zurückkehren. Dies teilte Regierungschef Saulius Skvernelis (49) auf einer Pressekonferenz mit.

Wer in Litauen aus dem Haus geht, muss ab Donnerstag Nase und Mund nicht mehr generell bedecken. Die Maskenpflicht gilt im Freien nur noch auf Märkten und Handelsplätzen, bei Veranstaltungen, Ausflügen und an Haltepunkten des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs.

Uneingeschränkt weiter gilt sie im Innenbereich - ausgenommen beim Besuch gastronomischer Einrichtungen oder beim Sport.

Parks und andere öffentliche Bereiche dürfen von Donnerstag an wieder in Gruppen von bis zu fünf Personen besucht werden. Vom 30. Mai an dürfen sich bis zu 30 Personen gemeinsam bei privaten und öffentlichen Veranstaltungen versammeln. Dabei müssen aber jeweils Abstandsregeln und Hygienevorschriften eingehalten werden. Erlaubt werden auch wieder professionelle Sportwettbewerbe ohne Zuschauer.

In der kommenden Woche können Bars, Cafés und Restaurants auch wieder ihre Sitzbereiche im Innenbereich öffnen - von 8 bis 22 Uhr. Derzeit dürfen sie Kunden nur im Freien bedienen und Speisen zum Mitnehmen anbieten. Alle Einrichtungen müssen dabei sicherstellen, dass für jede Person eine Fläche von fünf Quadratmetern zur Verfügung steht.

Auf Beschluss der Regierung sollen die ersten Kinder und andere Lernende unter strengen Auflagen bald wieder in die Schule gehen können. Grundschüler ab dem 25. Mai, alle anderen ab dem 1. Juni.

Litauen mit seinen knapp 3 Million Einwohnern verzeichnete bislang 1505 bestätigte Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus und 54 Todesfälle. Die Regierung hatte den Notstand ausgerufen. Mitte April wurden die Schutzvorschriften erstmals gelockert.

Update, 13. Mai, 17.32 Uhr: Virologe Streeck wehrt sich gegen Vorwürfe der Vermarktung

Der Bonner Virologe Hendrik Streeck (42) hat sich entschieden gegen Vorwürfe gewehrt, er habe seine Studie zum Corona-Infektionsgeschehen im Kreis Heinsberg vermarkten lassen. "Das war keine Vermarktung", sagte Streeck am Mittwoch im Gesundheitsausschuss des Landtags. "Ich bin persönlich ganz schön davon getroffen, dass man das so darstellt." Er habe "in Rekordzeit" eine Studie erstellt - und dann sei es gar nicht mehr um die Studie gegangen, sondern ihm sei unterstellt worden, es sei ihm um die Frage von Lockerungen der Corona-Beschränkungen gegangen.

Streeck sagte, er sei in einer Situation gewesen, in der "unheimlich viele Menschen" an der Ausbreitung des Coronavirus interessiert gewesen seien. Er habe nicht mehr gewusst, wie er mit den ganzen Mails habe umgehen sollen und sei deshalb dankbar gewesen, dass ihm jemand "über die Schulter geschaut" habe. Heute wisse er: "Es ist doof gelaufen." Er habe auch "schlaflose Nächte" gehabt.

Die Öffentlichkeitsarbeit für die Heinsberg-Studie durch die Berliner Agentur Storymachine hatte für Kritik gesorgt. Die Studie war im Auftrag der NRW-Landesregierung entstanden.

Ein Forscher-Team um Streeck hatte in Gangelt an der niederländischen Grenze 919 Einwohner in 405 Haushalten befragt und Corona-Tests vorgenommen. In dem Ort hatten sich nach einer Karnevalssitzung Mitte Februar viele Bürger mit dem neuartigen Virus infiziert. Die Gemeinde gilt daher als Epizentrum des Virus in NRW. Die Situation ist allerdings nur bedingt vergleichbar mit anderen Regionen Deutschlands.

Virologe Hendrik Streeck (42). (Archivbild)
Virologe Hendrik Streeck (42). (Archivbild)  © dpa/Marcel Kusch

Update, 13. Mai, 17.30 Uhr: DFB: Drittligisten sollen bei Abbruch Regressforderungen tragen

Bei einem freiwilligen Abbruch der 3. Liga will der Deutsche Fußball-Bund (DFB) womöglich entstehende Schadenersatzforderungen auf die Vereine umlegen. Das teilte der Verband nach der Konferenz der Präsidenten der Regional- und Landesverbände am Mittwoch mit. "In diesem Zuge erwartet die Konferenz der Präsidenten, dass etwaige, mit einem selbst gewählten Abbruch der Saison verbundene Zahlungsverpflichtungen des DFB in Bezug auf Schadenersatz und Regress von den Vereinen der 3. Liga getragen würden", hieß es in der Mitteilung.

In welcher Höhe Schadenersatz zu erwarten ist, ließ der DFB offen. Ebenso unklar ist, ob die von der DFL bedingungslos zur Verfügung gestellte Soforthilfe von 7,5 Millionen Euro dafür verwendet werden könnte.

Zudem wurden die Befürworter eines Abbruchs aufgefordert, Lösungen für zentrale Fragen zu präsentieren. Dazu zählen die Auf- und Abstiegsregelungen sowie praktikable Vorschläge, wie die kommende Saison durchzuführen wäre.

Klarheit soll darüber hergestellt werden, ob die 3. Liga bereit ist, in diesem Fall Absteiger zu stellen, ab wann sie den Spielbetrieb in der neuen Saison wieder aufnehmen möchte und insbesondere, ob sie auch ohne Zuschauer zu spielen bereit ist.

Für den Fall eines Abbruchs hätte die Liga in der Saison 2020/21 voraussichtlich 24 Vereine. Ein Konzept solle bis zum Außerordentlichen DFB-Bundestag am 25. Mai vorliegen.

Update, 13. Mai, 17.25 Uhr: Scheuer will Busbranche mit Programm von 170 Millionen Euro helfen

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (45, CSU) will die in der Corona-Krise schwer gebeutelte Busbranche mit Hilfen von rund 170 Millionen Euro unterstützen. Scheuer sagte am Mittwoch, er habe ein entsprechendes Konzept an Finanzminister Olaf Scholz (61, SPD) übermittelt. Die Busbranche sei vom Lockdown besonders betroffen. Es gehe auch darum, nun die Schülerbeförderung hochzufahren.

Scheuer hatte bereits gesagt, er wolle sich für Nothilfen für die Busbranche einsetzen. Damit solle eine Pleitewelle verhindert werden. Die Lage der mittelständisch geprägten Branche wird wegen der einschneidenden Beschränkungen in der Corona-Krise als dramatisch eingeschätzt, Personenverkehr und Bustouristik waren komplett zum Erliegen gekommen.

Für viele Unternehmen ist dies nach Branchenangaben existenzbedrohend, weil Fixkosten blieben. So müssen etwa Kredite weiterhin getilgt werden. Viele Busunternehmen haben ihre Flotte in der vergangenen Zeit auf moderne und umweltfreundliche Fahrzeuge umgerüstet.

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (45, CSU). (Archivbild)
Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (45, CSU). (Archivbild)  © dpa/Bernd von Jutrczenka

Update, 13. Mai, 17.23 Uhr: Tschechiens Regierungschef gegen schnelle Grenzöffnung zu Deutschland

Der tschechische Ministerpräsident Andrej Babis (65) hat sich zurückhaltend zu einer baldigen Öffnung derGrenze für deutsche Reisende geäußert. Die Situation in der Coronavirus-Pandemie sehe in Deutschland - insbesondere in Bayern - "nicht ideal" aus, sagte der Multimilliardär am Mittwoch der Onlineausgabe der Zeitung "Blesk". Deswegen habe man in Tschechien "Probleme" in der Grenzregion um Cheb (Eger) und Domazlice (Taus).

Babis setzt nach eigenen Worten auf eine beiderseitige Grenzöffnung im Rahmen des sogenannten Austerlitz-Formats, dem neben Tschechien auch die Slowakei und Österreich angehören - nicht aber Deutschland.

Dies könne bereits zum 8. oder 15. Juni geschehen, kündigte der Gründer der populistischen Partei ANO an. Dennoch ermunterte er seine Bürger, den Sommerurlaub im eigenen Land zu verbringen. "Es würde uns freuen, wenn die Leute zu Hause bleiben und ihr Geld hier ausgeben", sagte der 65-Jährige.

Tschechische Bürgerinnen und Bürger dürfen seit kurzem grundsätzlich wieder ausreisen. Nach der Rückkehr müssen sie einen negativen Coronavirus-Test vorlegen oder eine 14-tägige Heimquarantäne antreten.

Für Ausländer gilt derzeit ein weitgehender Einreisestopp. Es gibt Ausnahmeregelungen für Pendler, Geschäftsreisende, Lkw-Fahrer und Diplomaten.

Update, 13. Mai, 17.20 Uhr: Von der Leyen will Corona-Wiederaufbau rasch starten

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61) will ihr Programm zur wirtschaftlichen Erholung von der Corona-Krise noch dieses Jahr starten. Die Investitionen sollten mit Hilfe von "erprobten Finanzierungsmodellen auf Grundlage nationaler Garantien" erfolgen, sagte von der Leyen am Mittwoch im EU-Parlament. Schwerpunkt des Programms sollen dann die ersten Jahre des nächsten EU-Haushaltsrahmens 2021 bis 2027 sein.

Die Kommissionspräsidentin erarbeitet im Auftrag der EU-Staaten gerade ein Modell für den Wiederaufbau nach dem beispiellosen Wirtschaftseinbruch wegen der Pandemie. Details sind aber noch umstritten, und von der Leyen ließ wichtige Punkte weiter offen, so den Umfang und die genaue Finanzierungsmethode. Sie sagte aber erstmals, wie das Geld ihrer Ansicht nach verwendet werden soll.

Die gesamte zusätzliche Summe, die mit Hilfe von Garantien der Mitgliedstaaten im EU-Haushalt am Kapitalmarkt aufgenommen werden soll, soll demnach für EU-Programme ausgegeben und nach normalen Haushaltsregeln vom Europaparlament kontrolliert werden.

Von der Leyen nannte drei Säulen: Säule eins sind demnach Investitionen für wirtschaftliche Erholung und Reformen über eine Aufstockung der Strukturfonds, ausgerichtet an den Zielen Klimaschutz und Digitalisierung; dafür soll der größte Teil des Geldes fließen.

Die zweite Säule ist laut von der Leyen die Unterstützung privater Investitionen; damit sollen auch Lieferketten und zum Beispiel die Arzneimittelherstellung gestärkt werden.

Als dritte Säule nannte von der Leyen die Stärkung von Programmen, die sich in der Pandemie als besonders nützlich erwiesen haben, darunter das Forschungsprogramm Horizon Europe. Und sie kündigte an: "Wir werden ein neues, spezielles Gesundheitsprogramm schaffen."

Das Wiederaufbauprogramm soll dazu dienen, die unterschiedlichen Lasten der Pandemie in der EU auszugleichen.

"Die Europäische Union allein kann nicht alle Wunden heilen, die diese Krise hinterlässt", sagte von der Leyen. "Aber wir nehmen unseren Teil der Verantwortung wahr, indem wir heute die Lasten zwischen den Mitgliedstaaten ausgleichen."

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61). (Archivbild)
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (61). (Archivbild)  © dpa/AP/Giannis Papanikos

Update, 13. Mai, 17.15 Uhr: Vatikan erwartet Finanzlöcher weger Covid-19-Krise

Der Vatikan rechnet wegen der Corona-Krise mit sinkenden Einnahmen etwa durch die geschlossenen Museen und womöglich weniger Spenden. Trotzdem stünden die Finanzen des Kirchenstaates nicht auf der Kippe, sagte Juan Antonio Guerrero Alves (61), der Präfekt des Wirtschaftssekretariats von Papst Franziskus (83), der katholischen Medienplattform "Vatican News".

"Der Vatikan geht nicht pleite. Das bedeutet jedoch nicht, dass wir die Krise nicht als das betrachten müssen, was sie ist. Wir haben definitiv einige harte Jahre vor uns", sagte Alves in dem am Mittwoch in Rom veröffentlichten Interview.

Die Kirche sei kein Unternehmen und habe kein Profit-Ziel, betonte der Finanzchef des Vatikans. Der Heilige Stuhl habe vielmehr eine Mission zu erfüllen. Man werde sparen, aber nicht etwa bei den Hilfen für die Ärmsten.

Der Vatikan rechne für 2020 mit Umsatzrückgängen zwischen 25 Prozent und - "pessimistisch gedacht" - bis zu 45 Prozent, sagte der spanische Jesuit. Nach seinen Worten lassen sich mögliche Rückgänge bei Spenden noch nicht abschätzen. Eine große Einnahmequelle jedoch seien die Vatikanischen Museen, die wegen der Covid-19-Krise seit März geschlossen sind.

Andere Quellen seien etwa Erträge aus kirchlichen Immobilien und Unternehmen. Die Einnahmen hätten zwischen 2016 und 2020 im Schnitt um 270 Millionen Euro gelegen, die Ausgaben im Schnitt um die 320 Millionen.

Update, 13. Mai, 17.12 Uhr: UN-Chef: Trauer und Angst werden auch nach Corona-Epidemie bleiben

Die Corona-Epidemie wird nach Ansicht von UN-Generalsekretär António Guterres (71) noch lange die Psyche der Menschen beeinflussen. "Auch wenn die Pandemie unter Kontrolle gebracht ist: Trauer, Angst und Depression werden weiterhin Menschen und Gemeinschaften beeinflussen", sagte Guterres am Mittwoch.

Die Psychologische Hilfe müsse ausgeweitet und vollständig finanziert werden. Politische Richtlinien müssten auf die Bedürfnisse der Menschen eingehen, die unter dem Tod von Angehörigen, dem Jobverlust, der sozialen Isolation oder unsicheren Zukunftsaussichten litten.

UN-Generalsekretär António Guterres (71). (Archivbild)
UN-Generalsekretär António Guterres (71). (Archivbild)  © dpa/dpa/Pool/Michael Kappeler

Update, 13. Mai, 17.10 Uhr: Manilas Polizeichef muss Geburtstagssause rechtfertigen

Eine Geburtstagsfeier inmitten der Corona-Pandemie hat den Chef der philippinischen Hauptstadtpolizei in Erklärungsnot gebracht. Im Internet kursierende Fotos, die angeblich von der Party für Debold Sinas stammten, hatten Empörung ausgelöst: Sie zeigten ihn Medienberichten zufolge an einem Tisch sitzend mit Leuten ohne Mundschutz und mit Gästen, die dicht aneinander an einem Buffet anstanden.

In Manila und anderen besonders von der Pandemie betroffenen Regionen des Inselstaats herrschen strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Sie wurden gerade erst bis Ende des Monats von der Regierung verlängert. Einige Lockerungen, etwa bei Geschäftsöffnungen, soll es vom 16. Mai an geben.

Es sei eine von Kollegen organisierte Überraschung gewesen, erklärte Sinas in einer Stellungnahme am Mittwoch. Einige Fotos seien bearbeitet gewesen, andere stammten nicht von der Feier. "Dennoch entschuldige ich mich für das, was an meinem Geburtstag geschehen ist und was in der Öffentlichkeit Angst auslöste." Es sei nie seine Absicht gewesen, gegen die Quarantäne-Protokolle zu verstoßen.

Der oberste Polizeichef der Philippinen, Archie Gamboa (55), leitete Ermittlungen ein. Zudem erinnerte er in einem Statement alle Mitarbeiter daran, die Gesundheitsanweisungen stets zu befolgen. "Die nationale Polizei bildet keine Ausnahme von den strengen Regeln."

Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch 268 Neuinfektionen im Land, damit liegt die Zahl der registrierten Fälle von Sars-CoV-2 bei 11.618. Den Angaben zufolge sind bislang 772 Menschen an der vom Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19 gestorben.

Update, 13. Mai, 17.05 Uhr: Schwedische Regierung rät bis Mitte Juli von Auslandsreisen ab

Schwedens Regierung rät ihren Bürgern bis in den Hochsommer hinein von nicht zwingend notwendigen Reisen ins Ausland ab. Aufgrund der anhaltenden Unsicherheiten im Zuge der Coronavirus-Pandemie verlängert das schwedische Außenministerium seine seit Mitte März geltende entsprechende Empfehlung vorläufig bis zum 15. Juli.

Das teilten Ministerpräsident Stefan Löfven (62) und Außenministerin Ann Linde (58) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Stockholm mit.

Innerhalb Schwedens sei es dagegen von nun an unter bestimmten Voraussetzungen möglich, kürzere Reisen zu unternehmen, sagte Löfven. Die Ziele der Fahrten sollten aber maximal ein bis zwei Autostunden vom Wohnort entfernt liegen. Die Schweden sollten dabei besonders vorsichtig und vernünftig sein, betonte Löfven.

Schweden ist im Vergleich zu den anderen Ländern Europas mit freizügigeren Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie vorgegangen. Lokale, Geschäfte und Schulen wurden niemals geschlossen. Trotzdem geht es auch den Schweden darum, die Ausbreitung des Coronavirus abzubremsen, um Todesfälle zu vermeiden und das Gesundheitswesen nicht zu überlasten.

Im Vergleich zu seinen skandinavischen Nachbarn hat das Land jedoch die meisten Infektions- und Todesfälle zu verkraften: Bis Mittwoch sind knapp 28.000 Infektionen gemeldet worden und 3460 Menschen mit Covid-19-Erkrankung gestorben.

Update, 13. Mai, 17.02 Uhr: EU-Ratschef Michel fordert schnelle Öffnung europäischer Grenzen

EU-Ratschef Charles Michel (44) hat sich für ein Ende der Grenzkontrollen in Europa ausgesprochen. Er rufe dazu auf, die Grenzen so bald wie möglich wieder zu öffnen, sagte Michel am Mittwoch bei einer Plenarsitzung des Europäischen Parlaments in Brüssel.

Es gehe um den freien Personenverkehr, der auch sozial gesehen wichtig sei, betonte Michel. Er hoffe, dass die EU-Staaten dazu stimmige Entscheidungen treffen werden, sagte der EU-Ratschef.

Die EU-Kommission hatte zuvor bereits ein Konzept für sichere Sommerurlaube in Zeiten von Corona vorgelegt. Der am Mittwoch in Brüssel präsentierte Plan plädiert dafür, die derzeit stark eingeschränkte Reisefreiheit innerhalb der EU zumindest schrittweise wiederherzustellen. So sollen die Kontrollen auch europaweit nach und nach aufgehoben werden.

EU-Ratschef Charles Michel (44). (Archivbild)
EU-Ratschef Charles Michel (44). (Archivbild)  © dpa/AP Pool/Olivier Matthys

Update, 13. Mai, 17 Uhr: SPD und Grüne wollen für Bundestagswahl vorsorgen

SPD und Grüne wollen die für das kommende Jahr geplante Bundestagswahl gegen die Corona-Krise absichern. Dafür regen sie eine Änderung des Wahlgesetzes an, die unter anderem die Aufstellung der Kandidaten durch die Parteien betrifft, wie am Mittwoch zuerst der "Spiegel" berichtete.

Diese soll auch stattfinden können, wenn Versammlungen - etwa Parteitage - nicht erlaubt oder nur sehr schwer zu organisieren sind. Bisher sind Präsenzversammlungen vorgeschrieben.

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil (42) regt als "befristete Sonderregelung im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie" an, das Aufstellen von Delegierten und Kandidaten notfalls "durch die Kombination digitale Versammlung und Briefabstimmung" zu ermöglichen. "Die Wahl von Delegierten und Kandidierenden erfolgt durch Briefabstimmung im Anschluss an die digitale Versammlung bzw. durch Urnenabstimmung in einem vorgegebenen Zeitraum an einem Ort unter Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen", heißt es in einem Papier.

Auch der Grünen-Generalsekretär Michael Kellner (43) schlägt vor, dass Kandidaten sich auch digital vorstellen dürfen und anschließend per Briefwahl gewählt werden - allerdings "ausschließlich als Pandemieregelung", wie er in einem eigenen Papier betont. Die Generalsekretäre der Parteien treffen sich an diesem Donnerstag.

Update, 13. Mai, 16.52 Uhr: Länder wollen Rettungsschirm für öffentlichen Nahverkehr einfordern

Wegen coronabedingter Einnahmeverluste in Milliardenhöhe wollen die Länder für den öffentlichen Nahverkehr einen Rettungsschirm beim Bund einfordern. Dieser soll die durch die Corona-Pandemie verursachten finanziellen Ausfälle ausgleichen, wie aus einer Beschlussvorlage der Verkehrsministerkonferenz hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorlag.

Die Verkehrsminister rechneten für die Branche bundesweit 2020 mit Einnahmeausfällen von mindestens fünf Milliarden Euro.

Verkehrsunternehmen verzeichneten in den vergangenen Wochen einen "massiven Rückgang der Fahrgastzahlen von 70 bis 90 Prozent". Auf Wunsch von Bund und Ländern erbringe der ÖPNV trotzdem weiterhin aktuell annähernd 100 Prozent seines regulären Angebots.

Nach Ansicht der Verkehrsminister der Länder ist die Deckung des Defizits auf Schiene und Straße "eine gemeinschaftliche öffentliche Aufgabe", für die es "zusätzlicher Finanzierungsmittel" bedarf. Die Minister schalten sich am (morgigen) Donnerstag (14 Uhr) zusammen.

Update, 13. Mai, 16.51 Uhr: Ironman Hamburg soll am 6. September stattfinden

Der Ironman Hamburg soll nun am 6. September stattfinden. Das teilte die Triathlon-Serie am Mittwoch mit. Das Rennen über 3,86 Kilometer Schwimmen, 180,2 Kilometer Radfahren und 42,2 Kilometer Laufen war ursprünglich für den 21. Juni geplant gewesen. Wie praktisch alle anderen Triathlon-Wettbewerbe auch, hatte der Ironman in Hamburg wegen der Corona-Pandemie zunächst abgesagt werden müssen.

Nun soll es am ersten September-Wochenende zu einem riesigen Triathlon-Event kommen. Denn am 5. September sollen die Rennen der World Triathlon Series in Hamburg stattfinden. Noch offen ist, ob und wann die Ironman-EM in Frankfurt/Main nachgeholt wird, die für den 28. Juni geplant gewesen war.

Update, 13. Mai, 16.50 Uhr: Bisher keine Corona-Nachweise beim Fleischverarbeiter Tönnies

Die Corona-Tests bei Deutschlands größtem Fleischverarbeiter Tönnies in Rheda-Wiedenbrück sind bislang alle negativ ausgefallen. Bis Mittwochmittag hätten 784 Laborbefunde vorgelegen. "Diese Befunde waren alle negativ", teilte der Kreis Gütersloh mit. Am Montag und Dienstag seien knapp 2100 Beschäftigte getestet worden. Das Land hatte angeordnet, alle Beschäftigten der Schlachthöfe in NRW auf das Corona-Virus zu testen.

Die Zahl der bei Tönnies zu testenden Mitarbeiter sei höher als die ursprünglich angenommene Zahl von 6500, hieß es weiter. Auf den Personallisten seien rund 7700 Personen erfasst. Darunter befänden sich aber auch Menschen, die nach Unternehmensangaben dort nicht mehr arbeiteten, sich in Elternzeit oder Mutterschutz befänden, länger erkrankt oder nur sporadisch im Werk anwesend seien.

Außenansicht des Fleischwerk Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. (Archivbild)
Außenansicht des Fleischwerk Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. (Archivbild)  © dpa/David Inderlied

Update, 13. Mai, 16.45 Uhr: Durchsuchungen bei Regierungskritikern in Ungarn in Corona-Krise

Die Polizei in Ungarn geht während der Corona-Epidemie wegen der "Verbreitung von Gräuelnachrichten" verschärft gegen Kritiker der Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban (56) vor. Wie die Webseiten "444.hu" und "magyarnarancs.hu" berichteten, gab es am Dienstag und Mittwoch bei zwei Kritikern wegen Facebook-Postings Hausdurchsuchungen am frühen Morgen.

Laptops wurden beschlagnahmt. Die Männer wurden dem Bericht zufolge auf die Polizeiwache gebracht, erkennungsdienstlich behandelt und zum Vorwurf der "Verbreitung von Gräuelnachrichten" verhört.

Im Fall eines 64-jährigen Mannes aus einem Dorf nahe der nordostungarischen Kleinstadt Szerencs stellte die Staatsanwaltschaft das Verfahren umgehend ein, wie sie dem Sender "444.hu" mitteilte. Am 28. April hatte der am Dienstag von der Polizei Vorgeführte unter Bezug auf den rechtsnationalen Orban gepostet: "Du bist ein gnadenloser Tyrann, aber merk dir, bis jetzt ist noch jeder Diktator gestürzt." Die Polizei hat in einer Erklärung die Hausdurchsuchung und die Vorführung bestätigt und die Vorwürfe wiedergegeben.

Am Mittwoch verfuhr die Polizei den Berichten zufolge auf ähnliche Weise mit einem Oppositionsaktivisten in der südostungarischen Kleinstadt Gyula. Janos Csoka-Szücs, der dem örtlichen oppositionellen Kossuth-Kreis vorsteht und der liberalen Partei Momentum angehört, hatte am 20. April gepostet: "Auch in Gyula wurden 1170 Betten freigemacht." Der Satz bezog sich auf eine damalige Anordnung von Orbans Gesundheitsminister Miklos Kasler (70), in wenigen Tagen mehr als 30.000 Krankenhausbetten für Corona-Patienten freizumachen.

Die umstrittene Maßnahme hatte dazu geführt, dass die Krankenhäuser viele pflegebedürftige Patienten praktisch auf die Straße setzen mussten.

Orban hatte sich im März mit einem eigenen Notstandsgesetz umfassende Vollmachten für das Regieren während der Corona-Krise geben lassen. Teil des Gesetzes sind auch verschärfte Strafen für das Verbreiten von Falschmeldungen, die die Bekämpfung der Pandemie behindern.

Update, 13. Mai. 16.35 Uhr: Fed-Chef Powell: Weitere Corona-Konjunkturhilfen könnten nötig sein

Nach Ansicht des Chefs der US-Notenbank Federal Reserve (Fed), Jerome Powell (67), könnten weitere Konjunkturhilfen als Reaktion auf die Corona-Krise nötig sein, um die Wirtschaft des Landes zu stützen. Der wirtschaftliche Schock durch die Pandemie scheine der größte in der Geschichte zu sein, und auch die finanzpolitische Antwort darauf sei die schnellste und größte in der Nachkriegsgeschichte, sagte Powell am Mittwoch bei einer Video-Schalte mit einem Thinktank in Washington.

Die bisherigen Pakete seien aber womöglich nicht das letzte Kapitel. Weitere politische Maßnahmen könnten notwendig sein.

"Zusätzliche fiskalische Unterstützung könnte kostspielig sein, lohnt sich aber, wenn sie dazu beiträgt, langfristige wirtschaftliche Schäden zu vermeiden und uns eine stärkere Erholung zu bescheren", betonte er. Diese Abwägung sei Sache des Kongresses. Langfristig müsse das Land wieder zu einer nachhaltigen Haushaltsführung zurückkehren. Dies müsse aber in wirtschaftlich guten Zeiten passieren. Derzeit sei dies keine Priorität.

Zu konkreten Vorschlägen aus dem US-Parlament mit Blick auf weitere Konjunkturpakete wollte sich Powell nicht äußern. Dies gehöre nicht zur Rolle der Fed, betonte er.

Der US-Kongress hat seit März bereits Konjunkturpakete in Höhe von rund 2,7 Billionen US-Dollar auf den Weg gebracht. Die Demokraten im Repräsentantenhaus fordern wegen der anhaltenden Krise ein weiteres Paket im Umfang von mindestens drei Billionen US-Dollar.

Die Haltung der Regierung des Republikaners Donald Trump (73) ist es, dass nun zunächst die Wirkung der bisher verabschiedeten Gesetze abgewartet werden müsse, bevor über weitere Maßnahmen nachgedacht werden könne. Nancy Pelosi (80), die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, mahnte dagegen am Mittwoch im Interview mit dem Sender MSNBC: "Dies ist nicht die Zeit für eine Pause."

Die US-Wirtschaft befindet sich wegen der Pandemie in einer schweren Krise. Seit März haben bereits gut 33 Millionen Menschen in den USA Arbeitslosenhilfe beantragt.

Jerome Powell (67), Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). (Archivbild)
Jerome Powell (67), Chef der US-Notenbank Federal Reserve (Fed). (Archivbild)  © dpa/AP/Jacquelyn Martin

Update, 13. Mai, 16.32 Uhr: Thomanerchor tritt wieder vor Publikum auf

Nach einer zweimonatigen coronabedingten Zwangspause tritt der Thomanerchor an diesem Wochenende erstmals wieder vor Publikum auf. Mit kleiner Besetzung werden am Samstag die Motette und am Sonntag der Gottesdienst in der Leipziger Thomaskirche musikalisch gestaltet, teilte der Chor am Mittwoch mit.

Begleitet werden die Chormitglieder der 11. und 12. Klasse von der Solo-Cellistin Veronika Wilhelm vom Gewandhausorchester sowie Continuo-Organist Sebastian Heindl. Bei beiden Veranstaltungen gelten Zugangsbeschränkungen und Auflagen.

Update, 13. Mai, 16.30 Uhr: "Spiegel" rechnet mit 20 Millionen Euro Umsatzausfall wegen Corona

Die "Spiegel"-Gruppe rechnet derzeit damit, dass bis Jahresende wegen der Corona-Krise mehr als 20 Millionen Euro an Umsätzen ausbleiben werden. "Wir liegen derzeit, insbesondere durch die Einbrüche im Werbemarkt, mehr als 20 Prozent unter den für dieses Jahr etatisierten Erlösen", teilte das Hamburger Medienhaus am Mittwoch auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. "Nach allem, was wir bisher wissen, müssen wir davon ausgehen, dass uns bis zum Jahresende etwa 20 Millionen Euro fehlen werden."

Zugleich verfügt die "Spiegel"-Gruppe nach eigenen Angaben über eine "gute wirtschaftliche Basis", um der Krise zu begegnen. "In Sachen Eigenkapital, Rücklagen, Liquidität stehen wir sehr gut da, wir müssen auch keine Kreditlinien bedienen."

Unlängst hatte das Verlagshaus bereits bekanntgemacht, wegen der Krise in einem ersten Schritt 10 Millionen Euro in diesem Jahr einsparen zu wollen. Dabei geht es zum Beispiel um Kürzung von Marketing- und Beratungsbudgets oder den Stopp von Umbauten und Umzügen im Haus.

Am Mittwoch teilte das Medienhaus zudem mit, darüber hinaus in einem zweiten Schritt in den kommenden Jahren zusätzlich dauerhaft 10 Millionen Euro an Kosten zu senken. "Wir werden nun zügig einen Prozess aufsetzen, in dem wir gemeinsam mit den Führungskräften aus Redaktion, Dokumentation und Verlag die möglichen Maßnahmen sorgfältig erarbeiten und mit den Betriebsräten ausführlich beraten werden."

Update, 13. Mai, 16.25 Uhr: Berliner Clubs erhalten erste Unterstützung aus #UnitedWeStream

Mit der Aktion #UnitedWeStream versorgen bekannte Clubs der gefeierten Berliner Nachtszene seit Wochen coronabedingt ausgebremste Partygänger mit täglichen Live-Sets internationaler DJs und DJanes. Nun wird erstmals Geld aus der parallelen Spendensammlung an die seit Mitte März geschlossenen Clubs ausgeschüttet.

Bisher haben 14.500 Spender mehr als 450.000 Euro überwiesen, wie die Berliner Clubcommission am Mittwoch mitteilte. Mit den international 45 Städten in 12 Regionen kamen weltweit 900.000 Euro von 25.000 Unterstützern zusammen. Acht Prozent davon gehen an soziale Zwecke wie Flüchtlingshilfeprojekte.

In Berlin sollen nun die ersten 300.000 Euro an Antragsteller ausgezahlt werden. Für die Vergabe war ein zehnköpfiger Jury-Beirat gegründet worden, um auf Basis gemeinsamer Kriterien einen fairen Vergabeprozess zu gewährleisten.

Bei den Streams wird nahezu in allen angesagten Clubs aufgelegt. Von "Watergate" bis "Gretchen" wird gestreamt, "Tresor", "Alte Münze", "Griessmühle", "Wilde Renate" oder "KitKatClub" waren dabei.

Den Abend im "Kater Blau" etwa verfolgten 383.000 Fans. Auch das international gefeierte Club-Flagschiff "Berghain" hat seine Mitwirkung angekündigt. Zudem kamen Streams aus Detroit, Amsterdam, Dubai, Belgrad, Hamburg, München, Leipzig oder Dresden.

Update, 13. Mai, 16.20 Uhr: Bayern hält vorerst weiter an Quarantäneregeln bei Grenzgängern fest

Der Freistaat Bayern will die Quarantäneregeln für Einreisende nach Deutschland vorerst noch nicht aufheben. "Es geht jetzt um die Perspektive 15. Juni. Das heißt, wir haben noch vier Wochen Zeit und hoffen, dass sich das Infektionsgeschehen noch weiter beruhigt", sagte Landesinnenminister Joachim Herrmann (63, CSU) am Mittwoch am Rande einer Landtagssitzung in München.

Die derzeit noch bis zum 17. Mai geltende Quarantäneverordnung solle dann entsprechend der Dauer der Grenzkontrollen verlängert werden.

Offen ist aber noch, wie Bayern die Regelung konkret umsetzt oder anpasst. Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) hatten den Bundesländern empfohlen, die bislang geltende Quarantäne-Regeln zu lockern und nur noch auf Menschen anzuwenden, die sich zuvor in Drittstaaten aufgehalten haben. Also beispielsweise nicht mehr für Deutsche, die aus Frankreich einreisen oder aus den Niederlanden. Die Entscheidung über die Quarantäneregeln liegt alleine bei den Ländern.

Herrmann betonte, dass sich die Quarantäne-Regelung für Menschen, die aus dem Ausland einreisen, als "sinnvoll" erwiesen habe, um die Ansteckungen zu reduzieren. Aktuell zeigten zudem Corona-Nachweise bei Mitarbeitern von Schlachthöfen oder Erntehelfern, wie wichtig es sei, genau hinzuschauen. Gleichwohl, so Herrmann, sei es auch richtig, jetzt daran zu arbeiten, wie die Einreise für deutsche Staatsbürger erleichtert werden könnte.

Reisen in europäische Nachbarländer sollen von Mitte Juni an trotz der Corona-Pandemie wieder möglich sein - vorausgesetzt, die Infektionszahlen bleiben unter Kontrolle. Die Überprüfungen an der deutschen Grenze werden schrittweise gelockert, Österreich macht zum 15. Juni die Grenze nach Deutschland auf.

Landesinnenminister Joachim Herrmann (63, CSU). (Archivbild)
Landesinnenminister Joachim Herrmann (63, CSU). (Archivbild)  © dpa/Peter Kneffel

Update, 13. Mai, 16.17 Uhr: Luft- und Raumfahrtbranche sorgt sich ums Überleben ihrer Zulieferer

Die deutsche und französische Luft- und Raumfahrtbranche sorgt sich in der Corona-Krise um ihre Zulieferer. Viele der Zulieferer seien sehr spezialisiert und würden Teile für sowohl die zivile als auch die militärische Luftfahrt herstellen, sagte Airbus-Vorstand und Präsident des Bundesverbandes der Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI), Dirk Hoke, am Mittwoch in einer Telekonferenz mit Journalistinnen und Journalisten.

"Wir müssen diese kritische Versorgungskette unterstützen", so Hoke. Denn wenn diese Firmen die Krise nicht überleben würden, würde die gesamte Luftfahrtbranche leiden.

Wichtig sei es, dass diese Unternehmen Kredite bekommen und Verträge im Bereich Raumfahrt und Verteidigung beschleunigt würden, sagte Hoke. Die Covid-19-Pandemie führe zur größten je gesehenen wirtschaftlichen Krise in der Branche - auch mit Kurzarbeit und anderen Maßnahmen werde man irgendwann an ein Limit kommen.

"Die Krise wird noch sehr lange anhalten, bevor wir eine Stabilisierung sehen können." In Deutschland gebe es mehr als 1000 Unternehmen, die eine Verbindung zur Luftfahrtbranche hätten. Auch wenn die Zulieferungen von einigen nur gering seien, seien sie doch relevant. Eine wichtige Maßnahme sei der Wirtschaftsstabilisierungsfonds der Bundesregierung.

Éric Trappier (60), Chef von Dassault Aviation und Vorsitzender des französischen Branchenverbandes GIFAS, betonte, dass man vor allem auf die mittelfristigen Folgen achten müsste. Kurzfristig gebe es Geld von den Regierungen.

Man diskutiere derzeit, wie man die Unternehmen finanziell unterstützen könne. In Frankreich seien rund 400 Zulieferer betroffen - die Zahl könnte sich aber leicht verdoppeln, wenn man auch die ganz kleinen Unternehmen dazurechnet.

Trappier betonte, dass auch die nächsten Schritte beim Milliardenprojekt des europäischen Luftkampfsystems FCAS (Future Combat Air System) nun wegen der Krise nicht verzögert werden dürften. Der französische Flugzeugbauer Dassault ist gemeinsam mit Airbus bei dem Vorhaben federführend.

Update, 13. Mai, 16.13 Uhr: Trauerfeier von Nachbarin - Ramelow verstößt gegen Corona-Verordnung

Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke) hat eingeräumt, gegen die Corona-Verordnung seiner eigenen Regierung verstoßen zu haben. Er habe unzulässigerweise an der Beerdigung seiner Nachbarin teilgenommen, sagte er in der Beilage "Christ & Welt" der Wochenzeitung "Die Zeit".

"Eigentlich hätte ich nicht bei ihrer Beerdigung dabei sein dürfen." Er habe aber das Gefühl gehabt, es zu müssen, wenn auch mit großem Abstand. "Alles andere wäre mir unmenschlich vorgekommen", erklärte Ramelow. Heute frage er sich, ob die Verordnung "in allen Punkten richtig war oder ob es nicht möglicherweise noch andere Lösungen gegeben hätte".

Nach bisheriger Regelung durften nur der engste Familien- und Freundeskreis und ein Trauerredner oder Geistlicher sowie Personal des Bestattungsunternehmens an Trauerfeiern teilnehmen. Mit der neuen, am Mittwoch in Kraft getretenen Verordnung wurde diese Beschränkung aufgehoben.

Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke). (Archivbild)
Ministerpräsident Bodo Ramelow (64, Linke). (Archivbild)  © dpa/dpa-Zentralbild/Martin Schutt

Update, 13. Mai, 16.10 Uhr: Dortmunds Oberbürgermeister appelliert an Fans: "Null muss stehen"

Dortmunds Oberbürgermeister Ullrich Sierau (64) hat an die Fußball-Fans appelliert, auf große Ansammlungen beim Revierderby gegen den FC Schalke 04 am Samstag (15.30 Uhr/Sky) sowohl in Stadionnähe als auch vor dem TV zu verzichten. "Die Null soll stehen - aber für die Infektionskette. Ich glaube, dass die Fans in der Lage sind, bei allen Emotionen den Kopf eingeschaltet zu halten, um das Derby mit Abstand und Anstand zu erleben", sagte Sierau am Mittwoch mit Verweis auf die Corona-Regeln.

Weil die Partie der Erzrivalen erstmals in seiner langen Geschichte als Geisterspiel ohne Zuschauer ausgetragen wird, werden viele Fans die Partie via TV verfolgen. Sierau bat darum, auch dabei das Infektionsrisiko zu minimieren: "Beim Jubel sollte man Abstand halten, auch wenn einem das in der Emotion schwer fällt. Man sollte an die eigene Gesundheit, aber auch an die Gesundheit derer denken, mit denen man das Derby verfolgt."

Wie Sierau hofft auch Gregor Lange, dass das mit großem Aufwand erstellte und von der Politik abgesegnete Sicherheitskonzept der Deutschen Fußball Liga nicht durch Fan-Ansammlungen konterkariert wird: "Die Fußball-Fans haben die Chance zu beweisen, dass die Entscheidung, den Spielbetrieb wieder aufzunehmen, kein Fehler war", sagte der Dortmunder Polizeipräsident. Man werde mit "starken Kräften vor Ort unterwegs sein. Wir werden unsere Aufstellung so wählen, dass wir unvernünftiges, dass wir gefährliches Verhalten, dass wir Menschenansammlungen unterbinden werden. Wir werden konsequent einschreiten, wenn es auf andere Art und Weise nicht zu lösen ist."

Sowohl Sierau als auch Lange äußerten Bedenken, dass auch Kritiker der Corona-Maßnahmen das Revierderby mit Aktionen zu eigener Publicity nutzen könnten. "Wir sehen hier eine Gefahrenlage", sagte Lange. Sierau kündigte auch für diesen Fall konsequentes Vorgehen an: "Wir werden nicht zulassen, dass das Derby missbraucht wird."

Update, 13. Mai, 16.05 Uhr: Umfrage: Jeder dritte wechselte in Corona-Krise ins Homeoffice

Jeder dritte Beschäftigte ist laut einer Umfrage in der Corona-Krise ins Homeoffice gewechselt. 35 Prozent gaben in der ersten Aprilhälfte an, teilweise oder vollständig von zu Hause aus zu arbeiten, wie das Deutsche Institut der Wirtschaftsforschung auf Basis des Sozio-ökonomischen Panels ermittelte.

Vor der Corona-Krise haben nur 12 Prozent gelegentlich oder immer den heimischen Schreibtisch genutzt. Vor allem Beschäftigte mit höheren Einkommen und höherer Bildung konnten demnach ins Homeoffice wechseln.

Aber sind sie dort auch produktiv? Jeder Zehnte meint, dass er zu Hause sogar mehr Arbeit erledigen kann als im Büro. 40 Prozent der Betroffenen machen die gegenteilige Erfahrung: Sie schaffen weniger. Die Forscher des DIW vermuten, dass dies daran liegt, dass Schulen und Kitas geschlossen wurden und Kinder zu Hause betreut werden mussten. Das Sozio-ökonomischen Panel ist eine repräsentative jährliche Wiederholungsbefragung privater Haushalte.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD) will per Gesetz ein Recht auf Arbeit von zu Hause schaffen. Jeder, der möchte, solle demnach auch nach der Corona-Pandemie im Homeoffice arbeiten können. Heil berief sich auf Schätzungen, wonach die Zahl der Arbeitnehmer im Heimbüro in der Corona-Krise von 12 auf 25 Prozent aller Beschäftigten gestiegen sei.

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD). (Archivbild)
Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (47, SPD). (Archivbild)  © dpa/Kay Nietfeld

Update, 13. Mai, 16.02 Uhr: Fliegen in Coronazeiten womöglich ohne Drink und Essen

Wenn Flugpassagiere in der Kabine künftig alle Masken tragen müssen, wird die Bewirtung schwierig. Ob und wie dann Getränke und Mahlzeiten serviert werden können, werde intensiv diskutiert, sagte der Generaldirektor des Dachverbands der Fluggesellschaften (IATA), Alexandre de Juniac (57), am Mittwoch in Genf.

"Es werden Lösungen diskutiert, zum Beispiel, dass nichts serviert wird", sagte de Juniac. Auf längeren Flügen sei das schwierig. Dort werde überlegt, nur vorher ganz verpackte Mahlzeiten auszugeben, um das Risiko von Ansteckungen bei der Essensausgabe zu reduzieren.

Der Dachverband drängt auf eine schnelle Einigung auf Sicherheitskonzepte, um den Flugbetrieb wieder starten zu können. Bis Ende des Monats dürften Lösungen auf dem Tisch liegen, sagte de Junaic. Der Verband befürwortet unter anderem eine Maskenpflicht an Bord, Gesundheitsformulare und Fiebermessen.

Der Generaldirektor kritisierte Maßnahmen wie in Großbritannien, wo ankommende Passagiere für 14 Tage in die Quarantäne sollen: "Unter solchen Bedingungen ist die Rückkehr zu internationalen Reisen nicht möglich."

Der Flugverkehr erhole sich langsamer als die Wirtschaft insgesamt, schätzt der Verband. Ökonomen haben nach dem schweren Konjunktureinbruch in diesem Jahr schon für 2021 eine Rückkehr zum Wirtschaftsniveau vor der Coronavirus-Krise vorausgesagt.

In der Passagierluftfahrt dürfte das länger dauern, meinte IATA-Chefökonom Brian Pearce. Er geht davon aus, dass die Personenkilometer (RPK) selbst 2025 noch zehn Prozent unter dem bei der letzten Prognose vor der Corona-Krise erwarteten Niveau liegen werden. Das liege unter anderem daran, dass Passagiere sicher zunächst eher im heimischen Markt unterwegs sein und kürzere Strecken zurücklegen würden, sagte Pearce.

Update, 13. Mai, 16 Uhr: Obdachlose mit Coronavirus: Berlin eröffnet Quarantäne-Station

Die nach Behördenangaben erste Quarantäne-Station für obdachlose Menschen in Deutschland ist am Mittwoch in Berlin eröffnet worden. Die Einrichtung auf dem Gelände der Stadtmission kann bis zu 16 Wohnungslose aufnehmen, die mit dem Coronavirus infiziert sind und daher in häuslicher Quarantäne bleiben müssten.

"Auf dieser Quarantäne-Station sind nur diejenigen, die eine bestätigte Infizierung haben, aber keinen schweren Krankheitsverlauf. Hier können sie beobachtet werden und sind nicht sich selbst überlassen", sagte die Sprecherin der Berliner Stadtmission, Barbara Breuer.

Finanziert wird die Quarantäne-Station jeweils zu einem Drittel von der Sozialsenatsverwaltung, der Finanzsenatsverwaltung und dem Bezirk Berlin-Mitte.

Update, 13. Mai, 15.42 Uhr: Voßkuhle sieht Grundrechte in der Corona-Krise nicht in Gefahr

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle (56), sieht in der Corona-Krise nicht dauerhaft die Grundrechte in Gefahr. Es gingen zwar viele Anträge wegen der Corona-Maßnahmen ein. "Aber uns droht nicht der Unrechtsstaat", sagte Voßkuhle der Wochenzeitung "Die Zeit".

Die Gerichte arbeiteten trotz Homeoffice ganz normal. "Manche Einschränkungen werden von ihnen aufgehoben, andere nicht. So funktioniert das in einem demokratischen Rechts- und Verfassungsstaat."

Im Kampf gegen die Pandemie unterliefen den Verantwortlichen sicher Fehler, und es gebe auch Fehleinschätzungen, sagte Voßkuhle. "Das lässt sich in einer Krise nicht vermeiden."

Er sehe aber nicht, was die Alternative sein könnte. Möglicherweise sei die Corona-Krise auch eine Chance, neues Selbstbewusstsein zu tanken. "Der Staat hat gezeigt, dass er eine Menge bewegen kann in kurzer Zeit, und die Menschen vertrauen ihm. Bislang jedenfalls."

Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle (56). (Archivbild)
Der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Andreas Voßkuhle (56). (Archivbild)  © dpa/Uli Deck

Update, 13. Mai, 15.38 Uhr: Friseure, Zoos, Museen: Belgien kündigt weitere Corona-Lockerungen an

Belgien will am Montag seine Corona-Auflagen weiter lockern, doch bleibt jede Art kultureller, sportlicher oder touristischer Veranstaltungen bis 30. Juni verboten. Dies teilte Regierungschefin Sophie Wilmès (45) am Mittwoch nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrats mit.

So sollen Anfang nächster Woche die Schulen den Unterricht schrittweise wieder aufnehmen. Friseure, Nagel- und Tattoo-Studios dürfen unter Auflagen wieder arbeiten, Märkte mit bis zu 50 Ständen wieder öffnen. Auch Museen und Tierparks dürfen wieder Besucher empfangen, allerdings müssen Tickets telefonisch oder online bestellt und Menschenansammlungen vermieden werden.

Sportmannschaften dürfen mit bis zu 20 Personen wieder trainieren. Bei Hochzeiten und Begräbnissen werden bis zu 30 Personen zugelassen.

Es handelt sich in Belgien um Phase zwei der Lockerung von Beschränkungen, die zur Eindämmung der Pandemie erlassen worden waren. Start der Phase drei ist für den 8. Juni vorgesehen.

Update, 13. Mai, 15.35 Uhr: "Unglaublicher Skandal": Dynamo wehrt sich gegen Streik-Bericht

Fußball-Zweitligist Dynamo Dresden hat einen Medienbericht dementiert, wonach einige Profis aus Angst vor einer Ansteckung oder Weiterverbreitung des Coronavirus mit einem Streik gedroht hätten.

"Diese Formulierung und die latenten Vorwürfe samt aller Verschwörungstheorien, wir wollten mit unserem Verhalten einen Saisonabbruch herbeiführen, sind stigmatisierend, erfunden und eine bodenlose Frechheit. Die Formulierung 'Streik' ist ein unglaublicher Skandal, weil wir als Mannschaft und alle, die Dynamo Dresden lieben, diffamiert werden", heißt es in einer vom Zweitliga-Team unterzeichneten Mitteilung vom Mittwoch.

Die "Sport Bild" hatte berichtet, dass mindestens sechs Spieler, darunter Familienväter, nicht mehr trainieren wollten, weil "die Lage in Dresden außer Kontrolle geraten war". Bei einem ersten Corona-Test hatte es einen positiven Fall gegeben, bei der Folgeuntersuchung waren alle getesteten Personen negativ. Bei der dritten Testreihe wurden zwei Profis positiv getestet. Daraufhin ordnete das Dresdner Gesundheitsamt eine zweiwöchige Quarantäne für den kompletten Kader an.

"Wir halten fest: Für uns als gesamte Mannschaft stand in den vergangenen Wochen und Tagen ein Streik als Option niemals zur Diskussion – und wird es auch in Zukunft nicht sein, egal wie es für uns weitergeht", heißt es in der Stellungnahme.

Und weiter: "Kein einziger Spieler unserer Mannschaft hat sich leichtfertig mit dem Coronavirus infiziert, dafür legen wir als Mannschaft unsere Hände ins Feuer. Wer etwas anderes glaubt, sollte seine Moralvorstellung einmal ganz kritisch hinterfragen."

Dynamo Dresden wehrt sich gegen Streik-Bericht. (Archivbild)
Dynamo Dresden wehrt sich gegen Streik-Bericht. (Archivbild)  © dpa/dpa-Zentralbild/Robert Michael

Update, 13. Mai, 15.30 Uhr: Italien will Tausenden Migranten die Arbeit erlauben

Italiens Regierung will in der Corona-Krise die Beschäftigung von Tausenden Migranten legalisieren, die aktuell schwarz im Land arbeiten. Die Vereinbarung sei "ein Sieg für die Würde und den Respekt vieler Menschen", die in sehr schwierigen Umständen lebten, sagte Agrarministerin Teresa Bellanova (61) am Mittwoch dem staatlichen Rundfunksender RAI.

Die Vereinbarung solle für Erntehelfer, Hausangestellte und Pflegekräfte gelten und diese vor Ausbeutung schützen. Sie sei außerdem notwendig, weil dem Land wegen der Corona-Krise viele Saisonarbeiter etwa aus Rumänien oder Bulgarien fehlten.

Nach Medienberichten sollen Menschen, die schon 2019 im Einsatz in der Landwirtschaft waren, zunächst Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigungen für sechs Monate bekommen können. Hausangestellte mit abgelaufenen Aufenthaltsgenehmigungen sollten legalisiert werden, hieß es. Details wollte die Regierung im Laufe des Mittwochs oder später mitteilen.

Die Ministerin, eine frühere Landarbeiter-Gewerkschafterin aus der Agrarregion Apulien, hatte sich für die Initiative stark gemacht, von der Hunderttausende Einwanderer in Italien profitieren könnten.

Schwarzarbeit ist in dem Sektor ein großes Problem. Im Süden arbeiten oft Migranten ohne Papiere bei der Ernte etwa von Zitrusfrüchten und Tomaten. Oft leben sie abgeschottet in primitiven Quartieren und werden schlecht bezahlt.

Die Pläne hatten zu Spannungen in der Regierungskoalition der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung mit den Sozialdemokraten geführt. Erstere hatte sich dagegen ausgesprochen.

In der Opposition lehnt etwa die rechte Lega, die bis September 2019 mit den Sternen regierte, die Legalisierung ab. Die Einigung ist Teil eines geplanten Hilfspakets in Höhe von rund 55 Milliarden Euro zur Abfederung der Folgen der Corona-Pandemie.

Update, 13. Mai, 15.23 Uhr: Wintersportort Ischgl ist wieder coronafrei

Der in den vergangenen Wochen als Corona-Hotspot kritisierte Wintersportort Ischgl in Österreich ist wieder coronafrei. Wie aus einer Informationssammlung des Landes Tirol hervorgeht, gibt es in der kleinen Gemeinde derzeit keinen aktiven Fall der Lungenkrankheit Covid-19.

Auch in den weiteren Gemeinden im Paznauntal gibt es kaum noch Erkrankte. Am Mittwoch hat der Tiroler Landtag eine Kommission eingesetzt, um das Corona-Krisenmanagement der Landesregierung zu untersuchen. Auch Ischgl wird dabei im Fokus stehen. Von hier aus dürfte sich das Virus durch die vielen internationalen Gäste weit verbreitet haben.

Dem Land Tirol und der Tourismusbranche wird vorgeworfen, nicht schnell genug auf die Ausbreitung reagiert und zu spät den Skibetrieb gestoppt zu haben. Vor allem bei den vielen Après-Ski-Partys dürfte das Ansteckungsrisiko hoch gewesen sein. Einer der Vorwürfe lautet, dass dieses Risiko bei den Parties unterschätzt wurde.

Der Skibetrieb in Tirol wurde erst einige Tag nach dem ersten positiven Corona-Test bei einem Barkeeper in Ischgl vorzeitig beendet. Als über Ischgl und das Paznauntal eine Quarantäne verhängt wurde, ließ man zudem viele Touristen ausreisen - was zeitweise zu chaotischen Zuständen auf den Zufahrtsstraßen führte.

Ein Misstrauensantrag gegen den Tiroler Gesundheitsminister Bernhard Tilg (52, ÖVP) fand keine Mehrheit im Landtag. Tilg wurde eine große Mitschuld am Krisenmanagement gegeben, das in die Kritik geraten ist.

Update, 13. Mai, 15.18 Uhr: Corona-Lockerungen: Erste Museen in Lettland wieder geöffnet

Nach fast zweimonatiger Schließung wegen der Corona-Pandemie haben in Lettland die ersten Museen wieder geöffnet. Nach Angaben einer Vertreterin des Museumsverbands nahmen am Mittwoch zehn Ausstellungshäuser in dem baltischen EU-Land den Betrieb auf - mit Einschränkungen und unter Auflagen. Wegen Hygiene- und Abstandsregeln dürfen sie nur eine bestimmte Zahl von Menschen einlassen, Tickets müssen vorab im Internet gekauft werden.

Besucher empfingen zunächst Museen mit großen Außenbereichen wie etwa das auch als "lettisches Versailles" bekannte Schloss Rundale und kleinere Ausstellunghäuser. Die Vorbereitungen von Museen mit größeren Innenräumen wie etwa dem Lettischen Nationalen Kunstmuseum dagegen dauerten länger, sagte die Verbandsvertreterin im lettischen Fernsehen. Sie brauchten eine gewisse Vorlaufzeit, um dem Infektionsschutz Rechnung zu tragen.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus hatte die Regierung in Riga Mitte März einen landesweiten Notstand ausgerufen - das öffentliche Kulturleben in Lettland war seitdem nahezu zum Erliegen gekommen.

Im Zuge der Lockerungen der strengen Schutzvorschriften dürfen nun Museen, Bibliotheken und Archive wieder schrittweise in Betrieb genommen werden.

Update, 13. Mai, 15.12 Uhr: Wirtschafts- und Infektionsforscher für vorsichtige Lockerung

Das Ifo-Institut für Wirtschaftsforschung und das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung haben sich für begrenzte, schrittweise Lockerungen der Corona-Auflagen ausgesprochen.

Ein "umsichtiger, schrittweiser Öffnungsprozess" könne die wirtschaftlichen Kosten minimieren, ohne die medizinischen Ziele zu gefährden. Deutlichere Lockerungen dagegen seien weder gesundheitlich noch ökonomisch zu empfehlen, schrieben die Forscher in einer gemeinsamen Studie, die am Mittwoch veröffentlicht wurde.

"Wenn die Politik kurzfristig mehr Wirtschaftstätigkeit erlaubt, verlängert sich die Phase der Beschränkungen nach unseren Simulationsanalysen so sehr, dass die Gesamtkosten steigen", warnten Ifo-Präsident Clemens Fuest (51) und Helmholtz-Immunologe Michael Meyer-Hermann (53). Besser sei, "die Lockerung vorsichtig vorzunehmen und sehr intensiv zu beobachten, wie sich die Infektionszahlen entwickeln".

Die Politik müsste allerdings auch mehr testen, um ein Anwachsen der Infektionen zu begrenzen: Das sei "unentbehrlich, um die gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten der Pandemie zu begrenzen", mahnten die Institute.

Würden die Test-Kapazitäten deutlich ausgeweitet und mehr Personal dafür eingestellt, könnte man Fälle früh erkennen und neue Infektionsketten verhindern.

Ifo-Präsident Clemens Fuest (51). (Archivbild)
Ifo-Präsident Clemens Fuest (51). (Archivbild)  © dpa/Kay Nietfeld

Update, 13. Mai, 15.02 Uhr: Corona-Warn-App: Seehofer hält nichts von Anreizen

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70) hält nichts davon, die Bürger mit Steuervorteilen oder anderen Vergünstigungen zur Nutzung der geplanten Corona-Warn-App zu bewegen. "Wenn der Bürger den Eindruck hat, da wird mit einem Speck gewedelt, dann werden nicht ausreichend viele mitmachen", sagte der CSU-Politiker am Mittwoch in Berlin.

Das habe er auch im Kreise seiner Kabinettskollegen betont. Besser sei es, den Bürgern ganz nüchtern zu erklären, dass ein Teil der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für alle gelockert werden könnte, wenn eine große Anzahl von Menschen eine solche App nutzen würde.

Die App soll eine Warnung an ihre Nutzer schicken, wenn sie sich länger in der Nähe einer Person aufgehalten haben, die positiv auf den Erreger der Lungenkrankheit Covid-19 getestet wurde. Die dafür notwendigen Daten zu via Bluetooth registrierten Kontakten sollen nicht zentral gespeichert werden, sondern nur beim Nutzer selbst. Bisher bemühen sich die lokalen Gesundheitsämter, Infektionsketten nachzuverfolgen, damit mögliche Kontaktpersonen getestet werden oder sich in Quarantäne begeben.

Die Bundesregierung hat für die Entwicklung der Anwendung den Softwarehersteller SAP und die Deutsche Telekom mit ins Boot geholt. Es wird erwartet, dass eine entsprechende Anwendung im Juni zum Download zur Verfügung stehen wird. Die Nutzung der App müsse absolut freiwillig sein, betonte Seehofer. Er sagte: "Was ich nicht möchte, dass man von einer Freiwilligkeit spricht, aber so viele Anreize diskutiert, dass man nun von der Freiwilligkeit nicht mehr reden kann."

Der EU-Politiker Axel Voss (57, CDU) hatte vorgeschlagen, Nutzer der Warn-App sollten mehr Freiheiten bekommen als diejenigen, die sie nicht herunterladen. App-Nutzer sollten etwa im grenznahen Bereich als erste wieder reisen dürfen.

"Wer eine solche App hat, sollte auch zuerst wieder ins Restaurant, ins Kino, ins Theater und ins Freibad dürfen", schlug er vor. Kritik an dieser Idee kam zuletzt auch von der SPD-Vorsitzenden Saskia Esken (58).

Update, 13. Mai, 15 Uhr: Bei Saisonabbruch: Streit um Abstiegsregel in der Bundesliga

Um die Abstiegsfrage bei einem Saisonabbruch in der Fußball-Bundesliga ist ein heftiger Streit entbrannt. Bei einer Videoschalte der Deutschen Fußball Liga mit den Erstliga-Clubs haben nach einem "Kicker"-Bericht am Mittwoch zehn Vereine für einen Antrag der DFL gestimmt, acht dagegen.

Die Entscheidung soll nun nicht wie vorgesehen bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der 36 Proficlubs am Donnerstag fallen, sondern um eine Woche vertagt werden, so das Fachmagazin.

Weitere Informationen erhaltet Ihr >> hier.

Update, 13. Mai, 14.50 Uhr "3nach9": Rakers und Di Lorenzo senden wieder aus dem Studio

Für Judith Rakers (44) und Giovanni di Lorenzo (61) ist bei der Talkshow "3nach9" die Home-Office-Zeit vorbei. Nach zwei Monaten wird die Radio-Bremen-Sendung am 15. Mai (22 Uhr) erstmals wieder vom Studio an der Weser aus ins Fernsehen von NDR und RB gesendet. Mit dabei sind unter anderen Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (53, CSU), der Schriftsteller Sebastian Fitzek (48) und der frühere Golf-Bundesligatrainer und nun in einer Jurte im Odenwald lebende Marc Freukes (46), wie Radio Bremen am Mittwoch mitteilte.

"Ein gutes Gespräch braucht Atmosphäre und Nähe. Deshalb ist es schön, dass Moderatoren und Gäste endlich wieder an einem Tisch und in einem echten Studio sitzen dürfen. Ich habe das sehr vermisst", sagte Di Lorenzo.

Rakers betonte die Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen. Die Talksendung findet laut RB ohne Publikum statt, der Abstand zwischen den Gästen und Moderatoren werde vergrößert und das Produktionspersonal auf ein Minimum reduziert.

Giovanni di Lorenzo (61) und Judith Rakers (44). (Archivbild)
Giovanni di Lorenzo (61) und Judith Rakers (44). (Archivbild)  © DPA/Picture Alliance

Update, 13. Mai, 14.45 Uhr: Kampf gegen Coronavirus: Macron will Hommage am Nationalfeiertag

In Frankreich soll es nach dem Willen von Staatschef Emmanuel Macron (42) am Nationalfeiertag eine Hommage für die Menschen geben, die sich im Kampf gegen die Covid-19-Pandemie verdient gemacht haben. Das sagte Regierungssprecherin Sibeth Ndiaye (40) am Mittwoch in Paris nach einer Kabinettssitzung.

Am 14. Juli findet üblicherweise eine große Militärparade auf den Champs-Élysées in Paris statt. Macron hatte im vergangenen Jahr Bundeskanzlerin Angela Merkel (65) und andere Staats- und Regierungschefs zu der Traditionsveranstaltung eingeladen.

Ndiaye sagte, es solle auch eine im 19. Jahrhundert eingeführte Medaille wiederaufgelegt werden, um das Engagement einzelner oder mehrerer Menschen im Kampf gegen Epidemien auszuzeichnen. Diese Medaille sei 1884 nach dem Ausbruch einer Cholera-Epidemie geschaffen worden.

Update, 13. Mai, 14.40 Uhr: Hans begrüßt Lockerungen bei Grenzkontrollen

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (42, CDU) hat die Lockerung der deutschen Grenzkontrollen zu Frankreich begrüßt. "Jetzt können wir die errichteten Absperrungen an den Grenzübergängen endlich entfernen", sagte er am Mittwoch in Saarbrücken.

Es komme nun darauf an, "gemeinsam mit unseren Nachbarländern die grenzüberschreitende Mobilität wiederherzustellen, um die negativen Auswirkungen auf unsere zahlreichen Pendlerinnen und Pendler zu beenden".

Die angekündigte Lockerung ab Samstag sei "ein erster wichtiger Schritt". "Ich fordere weiterhin Berlin und Paris auf, schnell – spätestens aber zum 15. Juni - die vollständige Rücknahme der Einschränkungen der Schengen-Freiheiten zu realisieren", sagte Hans.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) hatte am Mittwoch das Ende der Kontrollen an der Grenze zu Luxemburg ab Samstag angekündigt. Die Grenzkontrollen zu Frankreich sollen dagegen bis zum 15. Juni verlängert werden. Es dürfen aber künftig wieder alle Übergänge genutzt werden. Statt systematischer Kontrollen werde es dort nur noch Stichprobenkontrollen geben.

Update, 13. Mai, 14.30 Uhr: Gloria von Thurn und Taxis kritisiert Verbot von Gottesdiensten

Gloria von Thurn und Taxis (60) hat das Verbot von Gottesdiensten während der Corona-Pandemie in den vergangenen Wochen scharf kritisiert. "Dass Gottesdienste nicht stattfinden durften, war reine Schikane", sagte die 60-Jährige im "Welt"-Interview. "Die meisten Kirchen sind so groß, dass bei den wenigen Menschen, die zur Messe kommen, der Abstand auch schon vor der Corona-Krise leicht eingehalten wurde."

Die Chefin des Regensburger Fürstenhauses ist strenge Katholikin und kritisierte auch die Deutsche Bischofskonferenz, die die Absage der Gottesdienste mitgetragen hat. "Da kann man tatsächlich den Eindruck bekommen, dass hier Staatsfunktionäre brav und gehorsam agieren, die an das Opfermahl gar nicht mehr zu glauben scheinen."

In ihren Augen ist die Bischofskonferenz "überflüssig, denn sie raubt den Herren viel Zeit und Kraft". Jeder Oberhirte sei in seiner Diözese "ein souveräner Fürst", der frei schalten und walten könne, sagte sie. "Der Vorsitzende der Bischofskonferenz ist mitnichten der Chef, sondern bestenfalls eine Art Moderator."

In den vergangenen Tagen hatte es zu einer breiten Diskussion in der katholischen Kirche wegen eines umstrittenen Corona-Schreibens mehrerer hochrangiger Kirchenmänner gegeben.

In dem Text, den der deutsche Kardinal Gerhard Ludwig Müller (72), früherer Bischof von Regensburg und ehemalige Chef der vatikanischen Glaubenskongregation, unterschrieben hat, heißt es: "Es sind Tatsachen, dass unter dem Vorwand der Covid-19-Epidemie in vielen Fällen unveräußerliche Rechte der Bürger verletzt und ihre Grundfreiheiten unverhältnismäßig und ungerechtfertigt eingeschränkt wurden, einschließlich des Rechts auf Religionsfreiheit, freie Meinungsäußerung und Freizügigkeit."

Mehrere Bischöfe hatten diese Kritik an den Maßnahmen in der Corona-Krise zurückgewiesen.

Gloria von Thurn und Taxis (60). (Archivbild)
Gloria von Thurn und Taxis (60). (Archivbild)  © dpa/Felix Hörhager

Update, 13. Mai, 14.20 Uhr: Exportunternehmen begrüßen Erleichterungen im Grenzverkehr

Der Außenhandelsverband BGA hat die angekündigte schrittweise Lockerung der Kontrollen an den deutschen Grenzen begrüßt. "Die Wiederöffnung der Grenzen ist ein wichtiger und dringend notwendiger Schritt", sagte BGA-Präsident Holger Bingmann (58) am Mittwoch in Berlin.

Notwendig seien nun schnelle einheitliche Regeln zumindest für den europäischen Binnenmarkt. "Je schneller wir die Personenfreizügigkeit und den freien Warenverkehr wieder herstellen, desto schneller werden wir auch wieder aus dieser beispiellosen Krise herauskommen", sagte Bingmann.

Die wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an schrittweise gelockert werden. Nach Angaben des Bundesinnenministeriums werden sie an der Grenze zu Luxemburg in der Nacht zum kommenden Samstag beendet.

An der deutsch-dänischen Grenze sei Deutschland ebenfalls bereit, die Kontrollen einzustellen, "sobald die dänische Regierung ihre laufenden Konsultationen mit ihren jeweiligen Nachbarstaaten vollzogen hat", hieß es.

An den Grenzen zu Frankreich, Österreich und der Schweiz sollen die Kontrollen dagegen bis zum 15. Juni fortgesetzt werden. Auch an den strengen Regeln für Einreisen per Flugzeug aus Italien und Spanien wird vorerst nichts geändert.

Update, 13. Mai, 14 Uhr: Mit Bussen und Koffern: Reise-Unternehmer ziehen vor das Kanzleramt

Dieses Mal saßen die Reiseveranstalter selbst im Bus nach Berlin: Mit einem Korso aus rund 50 Bussen im Regierungsviertel haben Inhaber von Reisebüros und mittelständische Reiseunternehmer für mehr staatliche Hilfe demonstriert.

Mit den Bussen fuhren sie am Mittwoch auch am Reichstag und dem Bundeskanzleramt vorbei. Vor der Regierungszentrale stellten Demonstranten Koffer ab. Es gab auch einen Autokorso mit etwa 50 Fahrzeugen.

Auch in anderen Städten gab es Aktionen, unter anderem in Hannover, Dresden und Schwerin.

Aufgerufen dazu hatte die Allianz selbstständiger Reiseunternehmen. Mit anderen Verbänden fordert sie einen Sonderfonds des Bundes, um die Rückzahlungen für stornierte Reisen abzuwickeln.

Damit sollen die Arbeitsplätze in den Reisebüros und bei den Veranstaltern gesichert werden. Weil Reisen durch den Kampf gegen die Corona-Krise stark eingeschränkt sind, haben viele Kunden ihre Urlaubsfahrten storniert.

Vertreter von Reiseveranstaltern und Reisebüros demonstrierten Ende April bereits vor dem Kieler Landtag, um auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen.
Vertreter von Reiseveranstaltern und Reisebüros demonstrierten Ende April bereits vor dem Kieler Landtag, um auf ihre schwierige wirtschaftliche Lage aufmerksam zu machen.  © Frank Molter/dpa

Die großen Verbände der Tourismusbranche forderten am Mittwoch ein Krisentreffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU).

"Über eine Million Arbeitsplätze sind unverschuldet in Gefahr geraten. Die Rücklagen sind aufgebraucht", hieß es in einer Mitteilung im Namen von sieben Verbänden aus Hotellerie, Gastronomie und Veranstaltern.

Update, 13. Mai, 13.45 Uhr: Merkel: "Keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant"

Die Bundesregierung plant nach den Worten von Kanzlerin Angela Merkel bisher zur Finanzierung der Corona-Krise keine Steuererhöhung.

"Stand heute sind keinerlei Erhöhungen von Abgaben und Steuern geplant", sagte Merkel (CDU) am Mittwoch in Berlin im Bundestag. Es gehöre zu Politik, "dass wir zum jetzigen Zeitpunkt immer antworten, sonst wären wir ja Zukunfts-Vorherseher, und das maße ich mir nicht an", fügte sie hinzu.

Merkel verwies mit Blick auf die Lage der Wirtschaft und Arbeitnehmer auf staatliche Hilfen wie Kurzarbeit, Liquiditätshilfen und die Senkung der Mehrwertsteuer für Gastronomen. Sie sei froh, dass die Pandemie Deutschland in einer wirtschaftlich guten Situation erfasst habe.

"Wir haben die Chance, es gut zu bewältigen. Aber ich sage nicht, dass niemand etwas merken wird."

Bei einer späteren Frage aus den Reihen der Links-Fraktion ergänzte die Kanzlerin, sie spreche sich nicht für eine Vermögensabgabe aus. Es sei gut, dass es noch Unternehmen gebe, die Gewinne machten, um dann Steuern zahlen zu können.

Dabei gelte grundsätzlich, starke Schultern sollten mehr belastet werden, schwächere weniger. Im Übrigen gelte die Garantie, die sie und der damalige SPD-Finanzminister Peer Steinbrück in der Finanzkrise den Sparern gegeben habe, weiter.

Weiterhin sprach die Bundeskanlzerin über die Pandemie als solche. Man werde noch länger mit der Pandemie leben müssen, so Merkel weiter. Es gebe noch kein Medikament dagegen und auch keinen Impfstoff.

Allerdings sei aber schon einiges geschehen, was Mut mache. Daher: "Lassen Sie uns mutig und wachsam sein."

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an der Regierungsbefragung im Bundestag teil.
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nimmt an der Regierungsbefragung im Bundestag teil.  © Kay Nietfeld/dpa

Update, 13. Mai, 13.30 Uhr: Österreich sieht keine baldige Chance auf Grenzöffnung zu Italien

Österreich wird seine Grenze zu Italien zunächst geschlossen halten. "Derzeit gibt es keine Basis dafür, über eine Grenzöffnung zu Italien nachzudenken", sagte Regierungschef Sebastian Kurz (ÖVP) am Mittwoch in Wien.

Er verwies auf die immer noch hohen Ansteckungszahlen mit dem Coronavirus im südlichen Nachbarland.

Update, 13. Mai, 13.15 Uhr: Seehofer für Verlängerung von Erntehelfer-Sonderregelung

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich für eine Verlängerung der Sonderregelung zur Einreise von Saisonarbeitern für die Landwirtschaft ausgesprochen. Er stehe einer Verlängerung "positiv gegenüber", sagte der Minister am Mittwoch in Berlin.

Die Bundesregierung hatte Anfang April wegen drohender Engpässe in der Landwirtschaft trotz der Corona-Beschränkungen an den Grenzen die Einreise von bis zu 80 000 ausländischen Saisonkräften in den Monaten April und Mai erlaubt.

Wie es im Juni weitergehen soll, steht noch nicht fest.

Bundesagrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatte die Landesbauernverbände Ende April zum strikten Einhalten der Auflagen für Erntehelfer in der Landwirtschaft wegen der Corona-Epidemie gemahnt.

Die strengen Regeln zum Infektionsschutz seien zwingend zu befolgen. Klöckner verwies auf Bilder von Saisonarbeitern, die offenkundig nicht die aktuell geltenden Arbeitsschutz- und Hygienestandards einhalten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich für eine Verlängerung der Sonderregelung zur Einreise von Saisonarbeitern für die Landwirtschaft ausgesprochen.
Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat sich für eine Verlängerung der Sonderregelung zur Einreise von Saisonarbeitern für die Landwirtschaft ausgesprochen.  © Hannibal Hanschke/Pool/Reuters/dpa

Update, 13. Mai, 13.10 Uhr: China verhängt erneut Beschränkungen für Großstadt

Im Kampf gegen das Coronavirus riegelt China erneut eine Millionenmetropole in Teilen ab. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua am Mittwoch berichtete, wurden nach einem lokalen Virus-Ausbruch Zug- und Busverbindungen aus der nordostchinesischen Stadt Jilin gestoppt.

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Update, 13. Mai, 12.55 Uhr: Re-Start der 1. Bundesliga auf Sky mit neuer Audio-Option

Der Pay-TV-Sender Sky bietet zum Neustart der 1. Bundesliga am Wochenende eine neue Audio-Option an.

"In Anbetracht der Tatsache, dass kein Publikum im Stadion ist, wird dabei für ein möglichst authentisches Hörerlebnis in den Wohnzimmern stärkerer Fokus auf den Rufen von Spielern und Trainern sowie den Geräuschen der Ballaktionen liegen", teilte der Sender am Mittwoch mit.

Diese Option soll auch bei den frei empfangbaren Konferenz an den ersten beiden Spieltagen verfügbar sein. Sky-Kunden können zudem eine Option auswählen, bei der passend zum Spielgeschehen zusätzlich Fan-Gesänge und Publikumsreaktionen eingespielt werden.

Der Pay-TV-Sender Sky bietet zum Neustart der 1. Bundesliga am Wochenende eine neue Audio-Option an.
Der Pay-TV-Sender Sky bietet zum Neustart der 1. Bundesliga am Wochenende eine neue Audio-Option an.  © Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. Mai, 12.49 Uhr: Schweizer Grenze zu Deutschland und Österreich ab 15. Juni offen

Die Schweizer Grenze zu Deutschland und Österreich soll ab dem 15. Juni wieder offen sein. Das bestätigte das Justizministerium der Nachrichtenagentur Keystone-SDA am Mittwoch. Bedingung sei, dass die pandemische Entwicklung positiv bleibe.

Update, 13. Mai, 12.34 Uhr: Theater, Bäder und Fitnessstudios in Rheinland-Pfalz öffnen wieder

Fitnessstudios, Tanzschulen und Vereinssport in Hallen ist in Rheinland-Pfalz ab dem 27. Mai unter Auflagen wieder möglich. Auch Freibäder, Theater, Konzerthäuser und Kleinkunstbühnen öffnen dann wieder.

Das teilte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) am Mittwoch in Mainz mit.

Fitnessstudios, Tanzschulen und Vereinssport in Hallen ist in Rheinland-Pfalz ab dem 27. Mai unter Auflagen wieder möglich.
Fitnessstudios, Tanzschulen und Vereinssport in Hallen ist in Rheinland-Pfalz ab dem 27. Mai unter Auflagen wieder möglich.  © Laurent Gillieron/KEYSTONE/dp

Update, 13. Mai, 12.25 Uhr: Maas weil Reisewarnung schrittweise aufheben - Europa zuerst

Bundesaußenminister Heiko Maas will die weltweit geltende Reisewarnung für Touristen schrittweise aufheben und mit europäischen Ländern beginnen. Einen Zeitpunkt dafür nannte er am Mittwoch aber nicht.

"Für Europa wird es sicher früher möglich sein, die Reisewarnung aufzuheben als für andere Reiseziele – vorausgesetzt, dass sich der jetzige positive Trend in vielen Ländern verstetigt", erklärte Maas.

Der Außenminister hatte am 17. März die Reisewarnung für alle touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen - ein beispielloser Schritt. Bisher gab es solche Warnungen nur bei einer Gefahr für Leib und Leben, vor allem für Kriegsgebiete wie Afghanistan oder Syrien.

Eine Reisewarnung ermöglicht eine kostenlose Stornierung von bereits gebuchten Reisen.

Außenminister Heiko Maas (SPD).
Außenminister Heiko Maas (SPD).  © Thomas Koehler/photothek.de/dpa

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hatte am Mittwoch eine ebenfalls schrittweise Lockerung der Grenzkontrollen zu den Nachbarländern angekündigt.

Maas will in den nächsten Tagen Amtskollegen zu einem "Nachbarschaftsdialog" einladen. Dabei soll darüber gesprochen werden, wie der Reiseverkehr in Europa wieder ermöglicht werden kann.

"Ziel muss es sein, das Vorgehen in Europa so gut wie möglich abzustimmen, auch wenn sich die Lage von Land zu Land noch unterscheidet. Wir müssen nicht alle im selben Takt vorangehen, aber eben auch nicht im Wettlauf – und so, dass wir einander nicht auf die Füße treten."

Update, 13. Mai, 11.53 Uhr: Polen verlängert Grenzkontrollen bis zum 12. Juni

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Polen seine Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern bis zum 12. Juni beibehalten. Einen entsprechenden Erlass habe Innenminister Mariusz Kaminski unterzeichnet, teilte das Ministerium in Warschau am Mittwoch mit.

Die Grenzen zu Deutschland, Tschechien, zur Slowakei und zu Litauen können bis dahin nur an bestimmten Übergängen überquert werden.

Mitte März hatte die nationalkonservative Regierung in Warschau als Schutzmaßnahme gegen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus beschlossen, die EU-Binnengrenzen für Ausländer zu schließen. Ausnahmen gelten für Menschen mit Daueraufenthaltsgenehmigung, für Lastwagenfahrer und Diplomaten.

Für den Warenverkehr gibt es keine Begrenzungen. Polen, die aus dem Ausland zurückkehren, müssen für zwei Wochen in Quarantäne.

Von dieser Vorschrift ausgenommen sind seit dem 4. Mai polnische Bürger, die in Deutschland, der Slowakei, Tschechien oder Litauen arbeiten oder studieren. Laut einer Verordnung der Regierung in Warschau sind sie von der Quarantäne befreit.

Dies gilt allerdings nicht für Menschen, die einen medizinischen Beruf ausüben oder in Pflegeeinrichtungen tätig sind.

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Polen seine Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern bis zum 12. Juni beibehalten.
Im Kampf gegen die Corona-Pandemie will Polen seine Kontrollen an den Grenzen zu anderen EU-Ländern bis zum 12. Juni beibehalten.  © Marcin Bielecki/PAP/dpa

Update, 13. Mai, 11.45 Uhr: Bundespolizei öffnet fünf Grenzübergänge zu Österreich

Die Bundespolizei hat am Mittwoch fünf wegen der Corona-Krise geschlossene Grenzübergänge zwischen Österreich und Bayern wieder geöffnet.

"An zwei weiteren Kontrollstellen haben wir die Öffnungszeiten verlängert beziehungsweise bedarfsgerecht angepasst", sagte der Präsident der Bundespolizeidirektion München, Karl-Heinz Blümel. Elf Grenzübergänge seien zudem ab sofort für Land- und Forstwirte wieder passierbar.

Unabhängig davon sollen die Kontrollen an der deutschen Grenze von diesem Samstag an generell vorsichtig gelockert werden.

Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

Die Bundespolizei hat am Mittwoch fünf wegen der Corona-Krise geschlossene Grenzübergänge zwischen Österreich und Bayern wieder geöffnet.
Die Bundespolizei hat am Mittwoch fünf wegen der Corona-Krise geschlossene Grenzübergänge zwischen Österreich und Bayern wieder geöffnet.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 13. Mai, 11.25 Uhr: Schockierende Trump-Todesuhr auf dem Times Square

Das Handeln von US-Präsident Donald Trump (73) in der Corona-Krise wirft oft deutlich mehr Fragen auf, als es Antworten liefert.

Besonders groß ist der Unmut vieler Menschen darüber, dass er die Pandemie erst viel zu spät wirklich ernst genommen und gehandelt hat.

Filmemacher Eugene Jarecki drückt seine Wut darüber jetzt in einem ungewöhnlichen und zugleich schockierenden Kunstwerk aus.

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Weil Trumps (73) Handeln in der Corona-Krise bei vielen Menschen Fragen aufwirft, hat ein Filmemacher auf dem Time Square eine schockierende Todesuhr geschaltet.
Weil Trumps (73) Handeln in der Corona-Krise bei vielen Menschen Fragen aufwirft, hat ein Filmemacher auf dem Time Square eine schockierende Todesuhr geschaltet.  © Bildmontage: Alex Brandon/AP/dpa, Twitter/TrumpDeathClock

Update, 13. Mai, 11.17 Uhr: Bundesregierung beschließt Lockerung der Grenzkontrollen

Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden. Wie die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch nach der Kabinettssitzung in Berlin erfuhr, strebt das Bundesinnenministerium aber erst für den 15. Juni ein vollständiges Ende der wegen der Corona-Pandemie eingeführten Kontrollen an allen Grenzabschnitten an.

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Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden.
Die Kontrollen an der deutschen Grenze sollen von diesem Samstag an vorsichtig gelockert werden.  © Uli Deck/dpa

Update, 13. Mai, 11.15 Uhr: Coronavirus-Streit: Amazons Logistikzentren in Frankreich bleiben zu

Die französischen Logistikzentren des Online-Versandhändlers Amazon bleiben nach Streitigkeiten vor Gericht bis einschließlich 18. Mai geschlossen.

Das kündigte Amazon am Mittwoch an. Die Mitarbeiter sollen bis dahin zu Hause bleiben - erhielten aber volles Gehalt, so der Versandhändler. Man rechne allerdings mit einer weiteren Verlängerung der vorübergehenden Schließung, hieß es weiter. Hintergrund ist ein Rechtsstreit des Online-Händlers über Coronavirus-Schutzmaßnahmen für die Angestellten.

Ein Berufungsgericht hatte im April entschieden, dass Amazon weiterhin nur Bestellungen von bestimmten Artikeln entgegennehmen darf. Diese Auflage gelte solange, bis der Konzern seine Schutzmaßnahmen verbessert habe.

Amazon rechtfertigt die Schließung der Logistikzentren damit, dass selbst wenn versehentlich nur eine niedrige Zahl der nicht erlaubten Artikel versandt würde, dem Konzern eine Milliardenstrafe drohe.

Das Logo des Onlineversandhändlers Amazon. (Symbolbild).
Das Logo des Onlineversandhändlers Amazon. (Symbolbild).  © Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. Mai, 10.42 Uhr: Saar-Ministerpräsident Hans fordert, Grenzen schnellstmöglich wieder zu öffnen

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) hat mit Nachdruck die rasche Öffnung der deutschen Grenzen und den Verzicht auf permanente Grenzkontrollen gefordert.

"Wir müssen nun schnellstmöglich wieder zu einer Schengen-Normalität der offenen Binnengrenzen zurückkehren", sagte Hans am Mittwoch in einer Regierungserklärung vor dem saarländischen Landtag.

Dies bedeute nicht nur "die Wiederherstellung der Reisefreiheit ohne Quarantänisierungen", sondern auch ein besser abgestimmtes Vorgehen in der Nachverfolgung von Infektionsketten für künftige Wellen der Corona-Pandemie.

"Ich bin sicher, dass es uns so gelingen wird, künftig dauerhafte Grenzkontrollen zu vermeiden."

Die bisherigen Grenzkontrollen sind bis Freitag befristet. Das Bundeskabinett berät am Mittwochvormittag über das Thema. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) plant um 11.30 eine Pressekonferenz dazu.

Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).
Der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU).  © Oliver Dietze/dpa

Update, 13. Mai, 10.33 Uhr: Zahlreiche Tote bei Protesten gegen Corona-Restriktionen in Guinea

Bei Protesten gegen Beschränkungen im Zusammenhang mit der Corona-Krise hat es im westafrikanischen Guinea zahlreiche Tote gegeben.

Mehrere Polizeistationen und Fahrzeuge gingen in Flammen auf. Innenminister Brima Condé sprach im Fernsehen von einer "hohen Opferzahl", ohne konkrete Zahlen zu nennen. Er sicherte eine Bestrafung der Verantwortlichen zu.

Die Gewalt war in der Nacht zu Dienstag in der Präfektur Coyah ausgebrochen, wo an einem Kontrollposten der Stadt Friguiadi Fahrer von Motorradtaxis mit Sicherheitskräften aneinandergerieten. Der Protest, dem sich andere Bürger anschlossen, griff auch aufs Umland über. Guinea mit seinem unzureichenden Gesundheitssystem hat knapp 2300 Covid-19-Fälle gemeldet und gilt als eines der am stärksten betroffenen afrikanischen Länder.

Update, 13. Mai, 10.27 Uhr: Montenegro: Bischof und Priester wegen Corona-Verstoßes festgenommen

Die Staatsanwaltschaft in Montenegro hat in der Nacht zum Mittwoch einen serbisch-orthodoxen Bischof und sieben Priester wegen des mutmaßlichen Verstoßes gegen die coronabedingten Gesundheitsvorschriften festgenommen.

Dies berichtete das staatliche Fernsehen RTCG. Eine große Zahl von Gläubigen hatte am Dienstag im Kloster Ostrog bei Niksic an einem Gottesdienst für einen orthodoxen Heiligen teilgenommen.

Nach Ansicht der Staatsanwaltschaft in Niksic verstieß die Messe gegen das geltende Versammlungsverbot. Die Gläubigen hätten außerdem den Sicherheitsabstand nicht eingehalten und keine Schutzmasken getragen. Bischof Joanikije von Budva und Niksic und die anderen Geistlichen wurden für 72 Stunden festgenommen.

Gläubige mit Mundschutzen warten in einer Schlange vor dem christlich-orthodoxen Kloster von Ostrog.
Gläubige mit Mundschutzen warten in einer Schlange vor dem christlich-orthodoxen Kloster von Ostrog.  © Risto Bozovic/AP/dp

Update, 13. Mai, 10.18 Uhr: Österreich öffnet Grenze zu Deutschland am 15. Juni!

Die Rufe nach einer baldigen Grenzöffnung zwischen Deutschland und Österreich wurden immer lauter. Nun gibt es einen Deal, der vor allem bei deutschen Urlaubern und österreichischen Hotelbesitzern für große Freude sorgen dürfte.

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.

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Deutsche und Österreicher können sich bald wieder gegenseitig besuchen.
Deutsche und Österreicher können sich bald wieder gegenseitig besuchen.  © Oliver Dietze/dpa

Update, 13. Mai, 10.13 Uhr: Corona-Test oder Quarantäne - Island will Reisenden die Wahl lassen

Island-Touristen sollen bei der Einreise bald die Wahl zwischen einem Corona-Test und einer zweiwöchigen Quarantäne haben. Spätestens ab dem 15. Juni wolle man die Beschränkungen für internationale Reisende lockern, teilte die isländische Regierung am Dienstagabend mit.

Demnach will sie Touristen bei Ankunft auf der Nordatlantik-Insel aller Voraussicht nach entscheiden lassen, ob sie lieber für 14 Tage in Quarantäne gehen oder sich auf das neuartige Coronavirus testen lassen wollten.

Auch auf andere Weise - etwa mit der Vorlage von Gesundheitsunterlagen - könnten sie nachweisen, coronafrei zu sein. Genaue Details solle eine Arbeitsgruppe der Regierung ausarbeiten, eine Entscheidung dazu komme Ende Mai.

Geplant sei zudem, dass Touristen eine sogenannte Tracing-App herunterladen und gebrauchen müssten, die bereits von 40 Prozent aller Isländer genutzt werde, erklärte die Regierung. Mit solch einer Corona-Warn-App können Infektionsketten besser verfolgt werden.

Für einige Berufsgruppen, darunter Wissenschaftler, Filmemacher und Sportler, werden die Beschränkungen demnach bereits ab diesem Freitag gelockert.

Island-Touristen sollen bei der Einreise bald die Wahl zwischen einem Corona-Test und einer zweiwöchigen Quarantäne haben. (Symbolbild).
Island-Touristen sollen bei der Einreise bald die Wahl zwischen einem Corona-Test und einer zweiwöchigen Quarantäne haben. (Symbolbild).  © S. Mazzarovich/dpa

Update, 13. Mai, 9.53 Uhr: DFL-Aufsichtsrats-Chef Peters: Regelungen für Saisonabbruch treffen

Bei der Mitgliederversammlung der 36 deutschen Profivereine an diesem Donnerstag sollen wichtige Regelungen für den Fall eines "erzwungenen Saisonabbruchs" getroffen werden.

Das sagte der Aufsichtsratsvorsitzende der Deutschen Fußball Liga, Peter Peters, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Die Clubs sollen einem DFL-Plan zur Auf- und Abstiegsregelung zustimmen. In die Statuten soll zudem aufgenommen werden, dass es keine Aufstockung der 1. und 2. Bundesliga geben wird.

"Wir werden am Donnerstag wohl letztmals das Thema 'erzwungener Saisonabbruch' behandeln. Letztmalig deshalb, weil ich überzeugt bin, dass es dazu nicht kommen wird", sagte Peters im dpa-Interview. "Aber für diesen absolut unwahrscheinlichen Fall steht für mich fest: Es wird keine Aufstockung - und es muss auch Auf- und Abstieg geben."

Allein die Relegationsspiele sollen bei einem erzwungenen Abbruch der Spielzeit wegfallen. "Nochmal: Dieses Szenario ist höchst unwahrscheinlich, sollte aber auch geregelt sein. Ich bin überzeugt, dass alle Clubs diesem Vorschlag zustimmen", betonte der 57 Jahre alte Stellvertreter von Christian Seifert im DFL-Präsidium.

Sollte es nicht vorsorglich in den Statuten geregelt werden, sähe Peters bei einem Abbruchszenario einen "Berg von Problemen" auf die DFL zukommen.

DFL-Stellvertreter von Christian Seifert, Peter Peters.
DFL-Stellvertreter von Christian Seifert, Peter Peters.  © Andreas Gora/dpa

Er fürchtet lange juristische Auseinandersetzungen, weil es in solch einem Fall immer "negativ Betroffene" gebe. "Dann müssten wir viele Regelungen treffen, deren Folgen noch gar nicht absehbar sind. Das ginge nicht ohne große Komplikationen. Wenn man von Fairness spricht, ist es am besten, die Saison auf den grünen Rasen zu Ende zu bringen als Entscheidungen am grünen Tisch zu treffen."

Am Dienstagabend hatte zuerst die "Bild"-Zeitung berichtet, dass über die Modalitäten bei einem Saisonabbruch abgestimmt werden soll.

Update, 13. Mai, 9.29 Uhr: Corona-Krise: Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen eingebrochen

Die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen sind wegen der Corona-Krise eingebrochen.

Da viele Verkehrsunternehmen Verbindungen einschränkten und Menschen aus Furcht vor Infektionen fern blieben, gingen die Zahlen im ersten Quartal um elf Prozent zurück, schätzte das Statistische Bundesamt am Mittwoch. Die Wiesbadener Behörde hat dafür die Daten einiger großer Verkehrsfirmen ausgewertet.

Besonders stark fielen demnach die Fahrgastzahlen im Eisenbahnnahverkehr einschließlich S-Bahnen. Hier erwarten die Statistiker ein Minus von 15 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum.

Im Straßenbahnverkehr, zu dem Stadtbahnen, Hoch- und U-Bahnen sowie Schwebebahnen zählen, sowie im Busverkehr sanken die Fahrgastzahlen um 9 Prozent. Im Eisenbahnfernverkehr errechneten die Statistiker einen Rückgang von 13 Prozent im Zeitraum Januar bis März.

Während die Fahrgastzahlen im Nah- und Fernzügen im Januar und Februar noch das übliche Niveau erreichten, brachen sie im März um rund 40 Prozent ein.

Die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen sind wegen der Corona-Krise eingebrochen.
Die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen sind wegen der Corona-Krise eingebrochen.  © Christoph Soeder/dpa

Update, 13. Mai, 9.26 Uhr: Nächste Corona-Massendemo: Veranstalter meldet halbe Million Teilnehmer an

Die Initiative "Querdenken 711 Stuttgart" hat für den kommenden Samstag erneut eine Großdemonstration gegen die Corona-Verordnungen angemeldet.

Wie der Homepage der Initiative zu entnehmen ist, soll die "8. Mahnwache für das Grundgesetz" von 15.30 Uhr bis 17.30 Uhr wieder auf dem Gelände des Cannstatter Wasens stattfinden.

Diesmal meldete der Veranstalter satte 500.000 Teilnehmer an!

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Zu der Veranstaltung am vergangenen Samstag kamen laut der Initiative "Querdenken 711 Stuttgart" rund 20.000 Menschen auf den Cannstatter Wasen.
Zu der Veranstaltung am vergangenen Samstag kamen laut der Initiative "Querdenken 711 Stuttgart" rund 20.000 Menschen auf den Cannstatter Wasen.  © Sebastian Gollnow/dpa

Update, 13. Mai, 9.09 Uhr: Konzept für Corona-Warn-App auf Open-Source-Plattform veröffentlicht

Die geplante deutsche App zur Nachverfolgung von Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie nimmt sichtbare Formen an.

Am Mittwochmorgen veröffentlichten Europas größter Softwarekonzern SAP und die Deutsche Telekom auf der Plattform Github ein erstes Konzept. Github ist die weltweit größte Plattform für die Entwicklung von Open-Source-Software.

Aus den Dateien auf Github geht hervor, dass die beiden von der Bundesregierung beauftragten Firmen auf das Know-how und den Programm-Code von drei vorhandenen Projekten aufsetzen.

Die App soll Mitte Juni zur Verfügung stehen. Sie soll die europäischen und deutschen Datenschutzregeln einhalten. Die beiden beauftragten Konzerne betonen nun, in der App nur "notwendige Daten zu verarbeiten - ausschließlich zu dem Zweck, die Nutzer wissen zu lassen, ob sie in engem Kontakt mit anderen, bereits infizierten Nutzern standen - ohne die jeweilige Identität zu offenbaren".

Sie versprachen eine verständliche Datenschutzerklärung für die Nutzer, um so transparent und klar wie möglich zu sein. "Da wir die Anwendung als Open Source-Projekt entwickeln, kann die Community dies überprüfen."

Die geplante deutsche App zur Nachverfolgung von Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie nimmt sichtbare Formen an.
Die geplante deutsche App zur Nachverfolgung von Infektionsketten in der Coronavirus-Pandemie nimmt sichtbare Formen an.  © Hauke-Christian Dittrich/dpa

Update, 13. Mai, 8.43 Uhr: CDU-Politiker will Reisefreiheit nur für Menschen in Grenzregionen

Der CDU-Innenpolitiker Armin Schuster fordert, die Reisefreiheit für die Grenzbevölkerung wieder herzustellen, die Grenzen angesichts der Corona-Pandemie aber noch nicht generell zu öffnen.

"Das würde dem Handel sehr helfen, das würde den sozialen Beziehungen helfen. Und ich glaube, dann wäre der größte emotionale Druck auch genommen", sagte der Unionsobmann im Bundestagsinnenausschuss am Mittwoch dem Deutschlandfunk.

"Aber die Grenzkontrollen deswegen abzuschaffen, das halte ich für verfrüht." Die Krise sei noch nicht gemeistert. Das Signal für offene Grenzen in Europa - vor allem zu Pfingsten - wolle er nicht senden.

Schuster hofft auf die Reisefreiheit für Menschen aus den Grenzregionen Ende dieser oder Anfang nächster Woche, wie er sagte. Das Bundeskabinett befasst sich am Vormittag mit dem Thema.

In Brüssel will auch die EU-Kommission ihre Vorstellungen zu den Maßnahmen an den Grenzen präsentieren. Für das Passieren der kontrollierten Grenzen zu Österreich, der Schweiz, Frankreich, Luxemburg und Dänemark braucht es derzeit einen zulässigen Grund - dazu zählt etwa der Warentransport oder ein Job jenseits der Grenze, aber nicht ein privater Besuch oder Ausflug.

Armin Schuster (CDU).
Armin Schuster (CDU).  © Wolfgang Kumm/dpa

Update, 13. Mai, 8.09: Hermes: Rund 40 Prozent mehr Sendungen in Deutschland im April

Wie auch die Deutsche Post hat der Paket-Zusteller Hermes während der Hochphase der Corona-Pandemie deutlich mehr Pakete zugestellt als sonst.

Nach anfänglichen Rückgängen seien die Sendungsmengen im April um rund 40 Prozent im Vergleich zur ursprünglichen Erwartung gestiegen, teilte das Unternehmen vor der Veröffentlichung seiner Geschäftszahlen am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur mit.

Trotz dieser rasanten Entwicklung würden bundesweit mehr als 90 Prozent aller Sendungen durchgängig am nächsten Tag zugestellt, hieß es.

"Die Corona-Pandemie ist eine nie da gewesene Belastungsprobe und fordert Gesellschaft, Politik und Unternehmen", sagte der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Hermes Europe und Vorstand der Otto Group Services, Kay Schiebur.

"Gleichzeitig zeigt sich jetzt mit Blick auf die Paketdienstleistung einmal mehr, wie elementar ein funktionierender Wettbewerb im Markt und damit einhergehende Wahlmöglichkeiten für die Kundinnen und Kunden sind."

Im Ende Februar abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 steigerte sich der Umsatz von Hermes konsolidiert um neun Prozent auf 3,5 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr. Weltweit beschäftigt Hermes mehr als 15 500 Mitarbeiter, davon gut 10 200 in Deutschland.

Wie auch die Deutsche Post hat der Paket-Zusteller Hermes während der Hochphase der Corona-Pandemie deutlich mehr Pakete zugestellt als sonst.
Wie auch die Deutsche Post hat der Paket-Zusteller Hermes während der Hochphase der Corona-Pandemie deutlich mehr Pakete zugestellt als sonst.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Update, 13. Mai, 8.03 Uhr: Japanischer Sumo-Ringer erliegt Coronavirus

Japans Sumo-Sport trauert um einen am Coronavirus gestorbenen Ringer. Der Japaner mit dem Ring-Namen Shobushi starb am Mittwoch im Alter von nur 28 Jahren wegen mehrfachen Organversagens als Folge des Virus, wie der Sumo-Verband bekanntgab.

Shobushi war der erste Sumo-Ringer, der sich mit dem Virus infiziert hatte und der erste, der daran starb.

Er kämpfte in der vierthöchsten Division des japanischen Traditionssports. Aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus wurde das vom 24. Mai bis 7. Juni in Tokio geplante Sommer-Turnier der Sumo-Ringer abgesagt.

Auch die im Sommer in Japans Hauptstadt geplanten Olympischen Spiele waren wegen der globalen Pandemie auf 2021 verlegt worden.

Update, 13. Mai, 7.40 Uhr: Commerzbank mit Verlust zum Jahresauftakt

Die Commerzbank ist wegen der Furcht vor vielen Kreditausfällen infolge der Corona-Krise im ersten Quartal in die roten Zahlen gerutscht.

In den ersten drei Monaten stand ein Minus von 295 Millionen Euro in den Büchern, wie der Frankfurter MDax-Konzern am Mittwoch mitteilte.

Analysten hatten im Schnitt mit einem Verlust von 240 Millionen Euro gerechnet. Die Risikovorsorge für mögliche Kreditausfälle musste auf 326 (Vorjahreszeitraum: 78) Millionen Euro vervierfacht werden.

Der Vorstand um Konzernchef Martin Zielke hatte bereits bei der Bilanzvorlage Mitte Februar angekündigt, dass das Management "weitere Einsparpotenziale" auslotet. Spekuliert wurde zuletzt in Presseberichten über eine deutliche Ausdünnung des Filialnetzes von 1000 Standorten auf 400 bis 500 Geschäftsstellen.

Ab Mittwochmittag wird der Vorstand den Aktionären des seit der Finanzkrise teilverstaatlichten Instituts unter anderem erklären, warum selbst die zunächst angekündigte magere Dividende für das vergangene Geschäftsjahr nicht gezahlt wird. Die Hauptversammlung wird wegen der Coronavirus-Pandemie komplett als Online-Veranstaltung ausgerichtet.

Das Schild einer Commerzbank-Filiale ist an einer Hausfassade nahe der Zentrale der Commerzbank angebracht.
Das Schild einer Commerzbank-Filiale ist an einer Hausfassade nahe der Zentrale der Commerzbank angebracht.  © Arne Dedert/dpa

Update, 13. Mai, 7.34 Uhr: Vor Bundesligastart: So streng sind die Corona-Regeln für die Fußballer

Die Deutsche Fußball Liga mahnt vor dem Start der Geisterspiele die Erst- und Zweitliga-Clubs zur Einhaltung aller behördlicher Anordnungen.

"Nur mit einem Höchstmaß an Disziplin und Akribie wird es gelingen, unser gemeinsames Ziel, das Saisonfinale 2019/20, zu erreichen", heißt es im "Organisations-Rundschreiben Sonderspielbetrieb" für die Vereine.

In dem 35-seitiges Papier ist detailliert aufgelistet, welche präventiven und hygienischen Maßnahmen umzusetzen sind.

Welche das sind, erfahrt Ihr >>> hier.

Das Spucken, auch nach Trinkpausen mit Wasser im Mund, ist von nun an untersagt!
Das Spucken, auch nach Trinkpausen mit Wasser im Mund, ist von nun an untersagt!  © Guido Kirchner/dpa

Update, 13. Mai, 7.30 Uhr: Tui rüstet sich für harten Corona-Sommer - Jobabbau geplant

Der Tui-Konzern steht nach den üblichen Verlusten im Winter vor einer extrem schwierigen Sommersaison 2020 und will mehrere Tausend Jobs abbauen.

Wegen der Unsicherheiten durch die Corona-Krise müsse man die Verwaltungskosten beim größten Reiseanbieter der Welt um 30 Prozent drücken, sagte Vorstandschef Fritz Joussen am Mittwoch zur Vorlage der Zahlen für das abgelaufene erste Geschäftshalbjahr in Hannover.

"Weltweit wird das Auswirkungen auf rund 8000 Stellen haben, die wir nicht besetzen oder abbauen."

Von Oktober bis März war das bereinigte Ergebnis von Tui vor Zinsen und Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 175 Prozent auf minus 828,7 Millionen Euro abgerutscht.

Verluste in dieser Zeit sind in der Branche an sich typisch, die Unternehmen verdienen das meiste Geld im Sommer. Dieser bringt im laufenden Jahr aber besondere Probleme: Im März musste Tui sein Programm zunächst einstellen, weltweit gibt es weiter Reisebeschränkungen, das Sommerprogramm ist nur zu 35 Prozent ausgebucht.

Fritz Joussen, CEO des Reisekonzerns Tui.
Fritz Joussen, CEO des Reisekonzerns Tui.  © Daniel Bockwoldt/dpa

Joussen geht aber von einer Erholung aus: "Sommerurlaub in Europa kann jetzt schrittweise wieder möglich gemacht werden - verantwortungsvoll und mit klaren Regeln. Die Saison startet später, könnte dafür aber länger dauern."

Die Wiederaufnahme des Geschäfts werde vorbereitet. Eine genauere Prognose traut sich der Konzern nicht zu.

Update, 13. Mai, 7.10 Uhr: Österreichs Agentur meldet: Grenzen zu Deutschland am 15. Juni geöffnet

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.

Schon ab diesem Freitag werde es an den Grenzen nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, bestätigte das Kanzleramt in Wien am Mittwoch der APA.

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Dienstag mit Merkel telefoniert. Die Bundesregierung will bei ihrer Sitzung an diesem Mittwoch über weitere Schritte beraten.

Österreichs Kanzler Kurz hatte bereits am Dienstagabend in der Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens gesagt, dass er eine Grenzöffnung im Juni erwarte. Wie das Bundeskanzleramt in Wien weiter mitteilte, strebt Österreich auch eine Liberalisierung des Grenzregimes mit seinen anderen Nachbarländern an.

Die österreichische Tourismuswirtschaft ist stark von deutschen Sommerurlaubern abhängig. Vor allem drängte die Branche aber auf Klarheit, was die Sommersaison betrifft. Sie verwies auf Buchungen von deutschen Stammgästen, die Zusagen für neue österreichische Gäste erschwerten.

Die EU-Kommission wollte ihre Leitlinien für eine schrittweise Grenzöffnung am Mittwoch beschließen.

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.
Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 13. Mai, 7.02 Uhr: Home-Office: Twitter-Mitarbeiter müssen nie wieder ins Büro

Twitter stellt sich auf einen dauerhaften Umbruch der Arbeitswelt durch die Corona-Krise ein. Beschäftigte, die von Zuhause aus arbeiten können und wollen, brauchen nie wieder ins Büro zurück, entschied die US-Firma.

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Twitter stellt seinen Mitarbeitern frei, ob sie in Zukunft im Büro oder von zu Hause aus arbeiten.
Twitter stellt seinen Mitarbeitern frei, ob sie in Zukunft im Büro oder von zu Hause aus arbeiten.  © Soeren Stache/dpa

Update, 13. Mai, 6.57 Uhr: Schiedsrichter Marco Fritz vor Bundesliga-Start: "Nicht für das Einhalten der Hygiene-Regeln verantwortlich"

Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz würde Verstöße der Hygiene-Regeln auf dem Platz nicht mit einer Gelben Karte bestrafen.

"Ich muss das Spiel leiten und bin nicht für das Einhalten der Hygiene-Regeln auf dem Platz verantwortlich", sagte der 42-Jährige der "Sport Bild" (Mittwoch).

Sollte ein Profi nach dem Re-Start der Saison ausspucken, "würde ich den Spieler wahrscheinlich darauf hinweisen, aber das ist keine disziplinarische Geschichte für den Schiedsrichter", erklärte Fritz. "Das gilt auch für das Umarmen beim Torjubel."

Laut Konzept der Deutschen Fußball Liga ist das Abklatschen nach einem Tor oder einer Auswechslung verboten.

Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz würde Verstöße der Hygiene-Regeln auf dem Platz nicht mit einer Gelben Karte bestrafen.
Bundesliga-Schiedsrichter Marco Fritz würde Verstöße der Hygiene-Regeln auf dem Platz nicht mit einer Gelben Karte bestrafen.  © Patrick Seeger/dpa

Update, 13. Mai, 6.46 Uhr: Wuhan will Millionen Einwohner auf Coronavirus testen

Die zentralchinesische Stadt Wuhan will chinesischen Medienberichten zufolge sämtliche seiner elf Millionen Einwohner in Rekordzeit einem Coronavirus-Test unterziehen. Das berichteten mehrere chinesische Medien am Dienstag.

Demnach entschieden sich die Behörden zu der Maßnahme, nachdem Anfang der Woche in einem Wuhaner Wohngebiet nach einer längeren Phase ohne Erkrankungen in der Stadt sechs neue Infektionen feststellt wurden. Wie das Wirtschaftsmagazin "Caixin" berichtete, sollen die Menschen in Wuhan innerhalb von zehn Tagen getestet werden.

Bis Ende April hatte Wuhan, wo das Virus möglicherweise schon im November ausgebrochen war, laut dem Bericht rund eine Millionen Menschen getestet.

Die chinesische Website "The Paper" berichtete, dass die Bezirke der Stadt einen Plan ausarbeiten sollen, wie der Massentest durchgeführt werden kann.

China hat das Virus den eigenen Angaben zufolge weitgehend unter Kontrolle, kämpft jedoch mit lokalen Ausbruchsherden. Eine zweistellige Zahl neuer Infektionen wurde so kürzlich auch aus der nordostchinesischen Provinz Jilin gemeldet.

Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan.
Nirgendwo in China wurden so viele Infektionen und Todesfälle gemeldet wie in Wuhan.  © Xiao Yijiu/XinHua/dpa

Update, 13. Mai, 6.35 Uhr: Grenzöffnungen: Regierungen in den Alpen erwarten Durchbruch

Die Regierungen in Österreich und der Schweiz erwarten zeitnah einen Durchbruch bei der Debatte um die Öffnung der Grenzen.

"Wir sind in einem sehr guten Austausch mit der Schweizer Regierung. Unser Ziel ist es, dass wir uns schon in den nächsten Tagen auf deutliche Lockerungen einigen und mit Juni die Grenzkontrollen vollständig beenden können", sagte Österreichs Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) dem Schweizer Fernsehen SRF am Dienstag.

Auch die Gespräche mit Deutschland würden gut laufen. Laut dem 33-Jährigen bremse Bayern im Vergleich zu Österreich und der Schweiz bei dem Thema allerdings.

Ein Sprecher der Schweizer Justizministerin Karin Keller-Sutter sagte der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass Sommerferien in Deutschland, Österreich und Frankreich für die Schweizer wahrscheinlicher würden.

Eine Öffnung der Schweizer Grenze zu Italien ist laut der Agentur aber wohl noch nicht geplant.

Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.
Sebastian Kurz (ÖVP), Bundeskanzler von Österreich.  © Hans Punz/APA/dpa

Update, 6. Mai, 6.12 Uhr: Weltwirtschaftsforum warnt: Corona kann Energiewende ausbremsen

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) sieht in der Corona-Pandemie eine ernste Gefahr für den Umstieg auf erneuerbare Energien.

Der "beispiellose Rückgang der Nachfrage", die Preisschwankungen und der Druck, Folgen für Wirtschaft und Gesellschaft schnell abzufedern, "stellen die kurzfristigen Ziele der Wende in Frage", teilte die Stiftung zur Veröffentlichung ihres neuen Energiewende-Index' mit.

Die Krise könnte zugleich aber auch eine Chance sein - wenn die Konjunkturpakete der Regierungen langfristige Strategien umsetzten.

"Die Coronavirus-Pandemie bietet eine Möglichkeit, unorthodoxe Eingriffe in die Energiemärkte und eine globale Zusammenarbeit in Betracht zu ziehen, um eine Erholung zu unterstützen, die den Energiewandel beschleunigt, sobald die akute Krise abklingt", teilte WEF-Energieexpertin Roberto Bocca mit. Dieser "umfangreiche Neustart" ermögliche Strategien, die letztlich das Wachstum der Weltwirtschaft auf nachhaltige und gerechte Weise unterstützten.

Der Energiewende-Index 2020 vergleicht 115 Länder - Deutschland liegt dabei auf Platz 20, drei Plätze weiter hinten als noch im Vorjahr.

Das Weltwirtschaftsforum bescheinigt der Bundesrepublik einen "moderat positiven" Trend.

"Deutschland hat ein starkes Engagement beim Kohleausstieg und der Dekarbonisierung der Industrie durch die Einführung sauberen Wasserstoffs bewiesen, aber die Finanzierbarkeit der Energiedienstleistungen stellten eine Herausforderung dar." Was Strompreise angeht, liegt Deutschland weit hinten im Ranking.

Das Weltwirtschaftsforum (WEF) sieht in der Corona-Pandemie eine ernste Gefahr für den Umstieg auf erneuerbare Energien.
Das Weltwirtschaftsforum (WEF) sieht in der Corona-Pandemie eine ernste Gefahr für den Umstieg auf erneuerbare Energien.  © Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Update, 13. Mai, 4.10 Uhr: Beethovenjubiläum wird wegen Corona-Unterbrechung verlängert

Wegen der langen Unterbrechung durch die Coronavirus-Pandemie konnte erst ein kleiner Teil des Festprogramms zum 250. Geburtstag von Ludwig van Beethoven (1770-1827) stattfinden.

Um einen Großteil der rund 300 Vorhaben - darunter Konzerte, Tanz, neue Kompositionen - zu retten, wird das Jubiläum in das Jahr 2021 hinein verlängert und endet nicht wie ursprünglich geplant am 17. Dezember 2020. Dies ist der 250. Tauftag des in Bonn geborenen Komponisten.

Das Beethovenjahr werde um 250 Tage bis Mitte September 2021 verlängert, sagte Günter Winands, der Vorsitzende des Aufsichtsrats der Beethoven Jubiläums GmbH. Für die bundesweiten Feiern für den Komponisten stehen insgesamt 30 Millionen Euro zur Verfügung, davon kommt der Bund für 27 Millionen Euro auf.

Eine Statue des Komponisten Ludwig van Beethoven steht in Bonn.
Eine Statue des Komponisten Ludwig van Beethoven steht in Bonn.  © Oliver Berg/dpa

Update, 13. Mai, 3.26 Uhr: 800 Corona-Tote in 24 Stunden in Brasilien, mehr Pflegekräfte gestorben als in Italien und Spanien zusammen

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus steigt in Brasilien immer stärker.

Nach den jüngsten Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Dienstagabend (Ortszeit) wurden erstmals mehr als 800 Corona-Tote innerhalb von 24 Stunden registriert.

Demnach lag die Zahl der von Montag bis Dienstag registrierten Opfer bei 881. Das ist ein neuer Negativrekord in dem südamerikanischen Land für diesen 24-stündigen Zeitraum.

Insgesamt sind in Brasilien nach offiziellen Angaben bislang 12 400 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. 177 589 Infizierte wurden inzwischen gemeldet.

Brasilien hat in der Corona-Krise bereits mehr Pflegekräfte verloren als Spanien und Italien zusammen, was mit deren bisweilen prekären Arbeitssituation zu tun hat.

Mitglieder des Regionalrats der Krankenpfleger in Amazonas (COREN-AM) mit schwarzen Mundschutzmasken als Symbol der Trauer halten am internationalen Tag der Pflege Bilder von Kollegen hoch, die im Kampf gegen das Coronavirus gestorben sind.
Mitglieder des Regionalrats der Krankenpfleger in Amazonas (COREN-AM) mit schwarzen Mundschutzmasken als Symbol der Trauer halten am internationalen Tag der Pflege Bilder von Kollegen hoch, die im Kampf gegen das Coronavirus gestorben sind.  © Lucas Silva/dpa

Update, 13. Mai, 2 Uhr: Turn-Meisterschaften in den USA fallen aus

In den USA gibt es in diesem Jahr keine nationalen Turn-Meisterschaften. Der für Anfang Juni im texanischen Fort Worth geplante Wettkampf werde wegen der Corona-Krise nicht stattfinden und um ein Jahr verschoben, teilte der US-Turnverband am Dienstag (Ortszeit) auf seiner Homepage mit.

Man höre damit auf den Rat von Gesundheitsexperten und die Wünsche der Athleten, hieß es. Nach Angaben der "Los Angeles Times" fanden die Meisterschaften seit 1942 in jedem Jahr statt. US-Turnerin Simone Biles ist der absolute Topstar der Branche.

Update, 13. Mai, 1.47 Uhr: Göring-Eckardt mit Bedenken: "Gefahr, dass uns alles wieder entgleitet"

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht die Lockerungspolitik von Bund und Ländern in der Corona-Krise mit großem Unbehagen.

"Ich mache mir sehr große Sorgen", sagte Göring-Eckardt im "Welt"-Interview. "Nicht weil das eine oder andere gelockert wird, sondern weil so viel gleichzeitig gelockert wird. Wir können deshalb nur schwer nachvollziehen, wie die Situation sich entwickelt", warnte die Grünen-Politikerin.

Es bestehe durchaus die "Gefahr, dass uns alles wieder entgleitet". Eine zweite Corona-Welle wäre deutlich schmerzhafter, für Unternehmen wie für Privatleute.

Göring-Eckardt forderte, in den Kreisen und Kommunen nach Lage "flexibel zu reagieren - mit härteren Maßnahmen oder weiteren Lockerungen". Dazu seien aber wesentlich mehr Tests nötig. Die Fraktionschefin forderte Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf, mit den Ländern und dem Robert Koch-Institut ein verbindliches Konzept für bundesweite Corona-Tests in Kraft zu setzen.

Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht die Lockerungspolitik von Bund und Ländern in der Corona-Krise mit großem Unbehagen.
Grünen-Fraktionschefin Katrin Göring-Eckardt sieht die Lockerungspolitik von Bund und Ländern in der Corona-Krise mit großem Unbehagen.  © Michael Kappeler/dpa

Update, 13. Mai, 1.05 Uhr: Los Angeles plant Ausgangsbeschränkungen bis Juli

Für die rund 10 Millionen Kalifornier im Bezirk Los Angeles könnten die Ausgangsbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis Ende Juli in Kraft bleiben.

Die Leiterin der Gesundheitsbehörde von Los Angeles County, Barbara Ferrer, stellte dies am Dienstag bei einer Anhörung in Aussicht, wie die "Los Angeles Times" berichtete. Eine frühere Öffnung des öffentlichen Lebens sei aus ihrer Sicht nur dann möglich, wenn es eine "dramatische" Wende im Kampf gegen das Virus gäbe.

Ferrer sprach von einer langsamen Lockerung von Auflagen über die nächsten Monate hinweg.

Etwa sollen im Bezirk Los Angeles die Strände nach fast zweimonatiger Schließung ab Mittwoch wieder für Besucher öffnen. Erlaubt sind aber nur sportliche Aktivitäten, wie Schwimmen oder Joggen. Dabei müssen die Menschen voneinander Abstand halten und außerhalb des Wassers eine Schutzmaske tragen. Sonnenbaden ist nicht erlaubt.

In dem Westküstenstaat sind nach Informationen vom Dienstag mehr als 69 700 Infektionen mit Sars-CoV-2 nachgewiesen, es starben bisher 2802 Menschen. Der Bezirk Los Angeles hat dabei mit Abstand die höchsten Zahlen der insgesamt 58 Landkreise.

Ein Fußgänger überquert die menschenleere Grand Avenue vor dem Rathaus von Los Angeles.
Ein Fußgänger überquert die menschenleere Grand Avenue vor dem Rathaus von Los Angeles.  © David Crane/Orange County Register via ZUMA/dp

Update, 12. Mai, 23.50 Uhr: Halbe Million Menschen verlieren in Mexiko im April ihre Arbeit

Mehr als 555 000 Menschen haben im April in Mexiko ihre Arbeit verloren.

Damit stieg die Zahl auf 685 000, seit im März zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus der Betrieb in Unternehmen, die als nicht unerlässlich eingestuft wurden, vorübergehend eingestellt wurde.

Das geht aus Zahlen des staatlichen Instituts für Soziale Sicherheit (IMSS) vom Dienstag hervor. Das sind etwa doppelt so viele Arbeitsplätze, wie im gesamten vergangenen Jahr in Mexiko entstanden.

Nicht berücksichtigt ist dabei allerdings der informelle Sektor, zu dem 57 Prozent der Arbeit in der zweitgrößten Wirtschaft Lateinamerikas gezählt wird. Da dieser sich staatlichen Regulierungen entzieht, lassen sich die Auswirkungen der Pandemie für ihn nicht statistisch feststellen.

In dem nordamerikanischen Land mit rund 130 Millionen Einwohnern gibt es nach den neuesten Zahlen noch etwa 19,9 Millionen formelle Arbeitsplätze.

Ein Arbeiter in Mexiko-Stadt versprüht Desinfektionsmittel auf einer Straße gegen das neue Coronavirus.
Ein Arbeiter in Mexiko-Stadt versprüht Desinfektionsmittel auf einer Straße gegen das neue Coronavirus.  © Rebecca Blackwell/AP/dpa

Update, 12. Mai, 23.15 Uhr: EU-Konservative fordern: Grenzkontrollen nach 15. Mai einstellen

Führende europäische Konservative haben EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) aufgefordert, sich für ein Ende der Grenzkontrollen in der Europäischen Union nach dem 15. Mai einzusetzen.

Auch die Quarantänevorschriften für EU-Bürger, die in ein anderes EU-Land reisen, sollten aufgehoben werden, fordern 18 Präsidiumsmitglieder und Leiter nationaler Delegationen der Europäischen Volkspartei (EVP) am Dienstag in einem Brief an ihre deutsche Parteifreundin.

Das vom Vorsitzenden der CDU/CSU-Gruppe in der EVP-Fraktion im Europaparlament, Daniel Caspary (CDU), initiierte Schreiben lag dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch) und der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

An diesem Mittwoch will die EU-Kommission einen Plan für eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen. Nach einem der dpa vorliegenden Entwurf sollen die Kontrollen nach und nach aufgehoben werden.

Wenn man es koordiniert und sicher angehe, könnten die kommenden Monate den Europäern dringend benötigte Erholung verschaffen, heißt es in dem Papier.

An diesem Mittwoch will die EU-Kommission einen Plan für eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen.
An diesem Mittwoch will die EU-Kommission einen Plan für eine vorsichtige Öffnung der Binnengrenzen in Europa vorlegen.  © Sven Hoppe/dpa

Update, 12. Mai, 22.22 Uhr: Alle Corona-Tests bei Hoffenheim und Frankfurt negativ

Bei den Fußball-Bundesligisten TSG 1899 Hoffenheim und Eintracht Frankfurt gibt es weiter keine Corona-Fälle. Auch die vierte Testung des Teams sei negativ ausgefallen, teilte Hoffenheim am Dienstagabend mit.

Die Frankfurter twitterten, dass ihre fünfte Testreihe ebenfalls ausschließlich negative Ergebnisse gebracht hätte. Alle Spieler und das Teamumfeld der Bundesligisten werden gemäß des Hygienekonzepts der Deutschen Fußball Liga regelmäßig auf das Coronavirus getestet. Die Bundesliga will am Samstag ihre zuletzt unterbrochene Saison fortsetzen.

Update, 12. Mai, 22.10 Uhr: Deutsche Bank treibt Stellenabbau und ökologischen Umbau voran

Die Deutsche Bank treibt ihren durch die Corona-Krise vorübergehend auf Eis gelegten Stellenabbau wieder voran. "Wenn wir unser Transformationsprogramm weiter verfolgen, müssen wir (...) die Kosten konsequent weiter senken. Und dazu gehört leider auch, dass wir den Stellenabbau wie geplant umsetzen müssen", betonte Konzernchef Christian Sewing (50) in dem am Dienstagabend vorab veröffentlichten schriftlichen Redetext zur Hauptversammlung des Frankfurter Dax-Konzerns. Das Aktionärstreffen am 20. Mai findet komplett als Online-Veranstaltung statt.

Die persönlichen Gespräche mit betroffenen Mitarbeitern würden wieder aufgenommen. "Das ist immer schmerzhaft, und es ist ganz besonders schmerzhaft in diesen Zeiten. Aber wir müssen in diesem Umfeld an unseren Kostenprogrammen festhalten", begründete Sewing.

Deutschlands größtes Geldhaus steckt mitten in einem tiefgreifenden Umbau. Die Kosten dafür brockten dem Institut 2019 das fünfte Verlustjahr in Folge ein, auch im laufenden Jahr drohen unter dem Strich rote Zahlen. Bis Ende 2022 will der Vorstand die Zahl der Vollzeitstellen im Konzern um rund 18.000 auf weltweit 74.000 verringern.

Wegen der Corona-Pandemie hatte das Management Ende März erklärt, es werde "vorerst keine weiteren Mitarbeiter persönlich mit Blick auf unseren geplanten Stellenabbau ansprechen", um in der derzeitigen Situation "zusätzliche emotionale Belastungen zu vermeiden".

Die Deutsche Bank kündigte am Dienstagabend an, sich stärker für grüne Geldanlagen und eine nachhaltige Wirtschaft engagieren zu wollen. Bis Ende 2025 soll das Volumen an sogenannten ESG-Finanzierungen sowie der Bestand an verwaltetem Vermögen in nachhaltigen Anlagen auf insgesamt mehr als 200 Milliarden Euro steigen.

Bei solchen Finanzanlagen werden Kriterien wie Umwelt, Soziales und gute Unternehmensführung berücksichtigt, auf Englisch abgekürzt ESG.

"Aus tiefster Überzeugung wollen wir den globalen Wandel zu einer nachhaltigen, klimaneutralen und sozialen Wirtschaft mitgestalten", erklärte Sewing. Bis zur Vorlage der Ergebnisse für das zweite Quartal Ende Juli will die Bank zudem eine neue Öl- und Gasrichtlinie verabschieden, die einen klaren Rahmen für Finanzierungen und Investitionen in diesem Bereich setzt.

Deutsche Bank Konzernchef Christian Sewing (50). (Archivbild)
Deutsche Bank Konzernchef Christian Sewing (50). (Archivbild)  © DPA/Arne Dedert

Update, 12. Mai, 22.07 Uhr: Broadway-Theater bleiben bis mindestens September zu

In der von der Corona-Pandemie besonders heftig betroffenen Millionenmetropole New York bleiben die Theater am berühmten Broadway noch bis mindestens Anfang September geschlossen. Ein genaues Datum zur Wiederöffnung stehe noch nicht fest, es werde aber auf jeden Fall nach dem 6. September liegen, teilte die Broadway League, die Dachorganisation der Theater, am Dienstag mit.

Die Broadway-Theater sind - wie alle anderen Kultureinrichtungen der Metropole auch - seit Mitte März aus Sorge vor einer weiteren Verbreitung des neuartigen Coronavirus geschlossen.

Ab Freitag will der Bundesstaat New York, in dem rund die Hälfte der 19 Millionen Einwohner in der gleichnamigen Metropole leben, die Corona-Beschränkungen langsam und phasenweise lockern - allerdings nur unter bestimmten Bedingungen, die bislang nur ländliche Regionen erfüllen.

Die Zahl der Neuinfektionen insgesamt sank in dem Bundesstaat unterdessen weiter. 195 Menschen starben am Montag nach einer Infektion mit dem Virus, wie Gouverneur Andrew Cuomo (62) am Dienstag bei seiner täglichen Pressekonferenz mitteilte.

Update, 12. Mai, 22 Uhr: Schmadtke nach Fall Dresden: "Es darf nicht mehr viel passieren"

Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (56) vom VfL Wolfsburg sorgt sich nach dem Quarantäne-Fall Dynamo Dresden um die planmäßige Beendigung der an diesem Wochenende wieder beginnenden Bundesliga-Saison. "Es darf nicht mehr viel passieren", sagte der 56-Jährige dem Internetportal "Sportbuzzer". "In der Zweiten Liga darf meiner Einschätzung nach gar nichts mehr passieren. Und in der Ersten Liga darf auch nicht so viel passieren."

Die komplette Mannschaft von Zweitliga-Club Dynamo Dresden war am vergangenen Wochenende in eine 14-tägige häusliche Quarantäne geschickt worden, nachdem zuvor zwei Spieler positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. Die beiden nächsten Dynamo-Spiele müssen nun verschoben und in einen ohnehin schon engen Terminplan gezwängt werden, da die Deutsche Fußball Liga (DFL) die für zwei Monate unterbrochene Saison bis zum 30. Juni beenden will.

"Wenn man jedoch sagt, man kann die Saison verlängern, dann gibt’s da ja noch Gestaltungsspielraum", sagte Schmadtke.

Als konkrete Forderung zur Verlängerung der Saison will der Wolfsburger Sportchef das aber nicht verstanden wissen. "Wir sollten nicht zu viel über irgendwelche Theorien sprechen. Stand jetzt ist es so, dass wir guter Hoffnung sind, dass wir eine Saison beendet bekommen", sagte der frühere Bundesliga-Torwart.

Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (56) vom VfL Wolfsburg. (Archivbild)
Sport-Geschäftsführer Jörg Schmadtke (56) vom VfL Wolfsburg. (Archivbild)  © dpa/Ronny Hartmann

Update, 12. Mai, 21.50 Uhr: Endlich genug Schutzmasken: "Der Hof ist voll"

Die Lage auf dem Markt medizinischer Masken hat sich nach Angaben von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU) entspannt. Die Beschaffung habe mühsam angefangen, sagte der CDU-Politiker am Dienstagabend im Interview mit der "Zeit". "Mittlerweile gelingt es uns aber, so viel zu beschaffen, dass mir die ersten kassenärztlichen Vereinigungen und Länder sagen 'der Hof ist voll, stell die Lieferungen ein'". Vor vier Wochen sei das noch schwieriger gewesen, sagte Spahn.

Kliniken, Praxen und Pflegeeinrichtungen hatten zu Beginn der Corona-Krise kritisiert, dass nicht ausreichend Schutzausrüstung für die Beschäftigten zur Verfügung stehe. Die Bundesregierung hatte daraufhin beschlossen, unter anderem Masken zentral zu beschaffen.

In dem Interview warb Spahn um Verständnis: "Hätten wir früher Masken kaufen sollen? Ja! Hab ich mich aktiv dagegen entschieden, Masken zu kaufen, nein!", erklärte er. Zu dem Zeitpunkt, wo man es hätte tun sollen, sei das Thema nicht im Bewusstsein gewesen. "Im Nachhinein ist man schlauer."

Mit Blick auf die viel diskutierten Gegenmaßnahmen und Beschränkungen zur Eindämmung des Coronavirus, die nun schrittweise gelockert werden, sagte Spahn: "Da werden mit Sicherheit nicht immer alle Entscheidungen im Nachhinein richtig gewesen sein." Gleichzeitig seien sie aber immer nach bestem Wissen und Gewissen getroffen worden.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU). (Archivbild)
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (39, CDU). (Archivbild)  © dpa/Oliver Dietze

Update, 12. Mai, 21.18 Uhr: Frau stirbt an Covid-19 nach Spuckangriff

Ein Unbekannter soll zwei Frauen in London bespuckt und so mit dem Coronavirus angesteckt haben - eine von ihnen starb. Ein Regierungssprecher bezeichnete den Angriff auf die Bahn-Mitarbeiterinnen am Dienstag als "verabscheuungswürdig".

Der Täter rief den Frauen zu "Ich habe Covid" und spuckte sie an, wie Familienangehörige des Opfers am Dienstag berichteten.

Mehr über den Angriff erfahrt Ihr >> hier.

Fahrgäste stehen auseinander und tragen Gesichtsmasken auf einem Bahnsteig in der Londoner U-Bahn-Station. (Archivbild)
Fahrgäste stehen auseinander und tragen Gesichtsmasken auf einem Bahnsteig in der Londoner U-Bahn-Station. (Archivbild)  © dpa/PA Wire/Victoria Jones

Update, 12. Mai, 21.05 Uhr: Zu viele Demonstranten in Cottbus - Kundgebung wird aufgelöst

Eine kurzfristig genehmigte Demonstration des rechtsgerichteten Vereins "Zukunft Heimat" gegen die Corona-Beschränkungen in Cottbus ist am Dienstagabend aufgelöst worden.

Zu der Kundgebung auf dem Altmarkt seien deutlich mehr als die erlaubten 50 Personen gekommen, sagte eine Sprecherin der Polizei. Sicherheitsabstände seien nicht eingehalten worden. Die Polizei habe den Versammlungsleiter aufgefordert, die Demo aufzulösen. Zuerst hatte die Zeitung "B.Z." berichtet.

Das Cottbusser Verwaltungsgericht hatte die Kundgebung am Dienstag kurzfristig genehmigt. Die Polizei hatte zuvor die Ausnahmegenehmigung für die Demonstration versagt und dies mit Verstößen gegen die Abstands- und Hygieneregeln während der Kundgebung vergangenen Dienstag begründet.

Nach der Brandenburger Eindämmungsverordnung gegen das Coronavirus sind Versammlungen grundsätzlich untersagt. Zusammenkünfte von bis zu 50 Personen können aber unter Auflagen genehmigt werden - sofern dies aus infektionsschutzrechtlicher Sicht vertretbar ist.

Update, 12. Mai, 20.45 Uhr: Laschet: Grenzschließung "in dieser Woche" beenden

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU) will ein rasches Ende der Grenzschließung. "Es tut mir in der Seele weh, wenn ich sehe, dass die Schlagbäume in Europa wieder unten sind", sagte er der "Süddeutschen Zeitung". "Deshalb sollten wir in dieser Woche die Grenzschließung beenden und Europa wieder herstellen", sagte Laschet.

"Wir stehen in Nordrhein-Westfalen in engem Austausch mit unseren Nachbarn in Belgien und den Niederlanden, um gemeinsam gegen die Pandemie zu kämpfen und hier perspektivisch den grenzüberschreitenden Tourismus wieder zu ermöglichen", sagte Laschet, der auch CDU-Bundesvize ist.

Ob touristische Reisen wieder stattfinden könnten, müsse im Lichte der Infektionszahlen europäisch abgestimmt entschieden werden. "Wir brauchen schnell eine Lösung auch für die Grenze zu Frankreich und Luxemburg, um die offenen Grenzen im Schengenraum wiederherzustellen." Die Quarantäne-Regeln sollten zeitnah auf außereuropäische Reisen beschränkt werden.

Kanzlerin Angela Merkel (65, CDU) hat Hoffnung auf eine schrittweise Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern gemacht. Veränderungen bei den Grenzkontrollen müssten immer in Kooperation mit den Nachbarn gemacht werden, sagte Merkel am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen in einer virtuellen Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag. Ihr sei wichtig, dass die Kontrollen nicht "bis ultimo" fortgesetzt würden, wurde Merkel zitiert.

Wenn es das Infektionsgeschehen hergebe, habe man eine klare Perspektive zur Wiederherstellung des Schengen-Systems offener Binnengrenzen in der EU, sagte Merkel demnach. Das Allernotwendigste sei die Öffnung der Grenzübergänge insgesamt. Es werde an vielen Stellen aber ein zweistufiger Prozess sein. Das Thema werde an diesem Mittwoch im Kabinett besprochen.

Bundesinnenminister Horst Seehofer (70, CSU) wolle sich bis Freitag zu dem Thema äußern. Auch die Frage der Quarantäne bei der jeweiligen Einreise müsse geklärt werden - auch hier wisse die Regierung dass es eine Perspektive geben müsse.

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU). (Archivbild)
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (59, CDU). (Archivbild)  © dpa/Federico Gambarini

Update, 12. Mai, 20.40 Uhr: US-Demokraten wollen weiteres Billionen-Konjunkturpaket

Die Demokraten im Repräsentantenhaus wollen wegen der Corona-Krise ein weiteres massives Konjunkturpaket verabschieden. Es soll Medienberichten zufolge einen Umfang von rund drei Billionen US-Dollar (2,8 Billionen Euro) haben und unter anderem mehr Geld für Sozialprogramme, Gesundheitsversorgung sowie für Bundesstaaten und Kommunen bereitstellen.

Die Demokraten könnten das am Dienstag vorgestellte rund 1800 Seiten umfassende Gesetzespaket mit ihrer Mehrheit im Repräsentantenhaus noch diese Woche beschließen, der von Republikanern kontrollierte Senat hat aber bereits abgewunken. Eine Verabschiedung erschien daher zunächst sehr unwahrscheinlich.

Den Demokraten ist die Unterstützung für die 50 Bundesstaaten und die Kommunen ein Anliegen. Diese haben wegen der Coronavirus-Pandemie höhere Ausgaben zu schultern, obwohl die Steuereinnahmen einbrechen. Der "Washington Post" zufolge sieht das Gesetzespaket für sie Hilfen in Höhe von rund einer Billion Dollar vor.

Zudem sollen Steuerzahler demnach weitere direkte Hilfszahlungen von bis zu 6000 Dollar (etwa 5500 Euro) pro Haushalt bekommen, um die Folgen der Pandemie zu stemmen.

Der US-Kongress hat seit März bereits mit der Unterstützung beider Parteien Konjunkturpakete in Höhe von rund 2,7 Billionen Dollar auf den Weg gebracht. Die Haltung der Regierung des Republikaners Donald Trump (73) ist es, dass nun zunächst die Wirkung der bisher verabschiedeten Gesetze abgewartet werden müsse, bevor über weitere Maßnahmen nachgedacht werden könne.

Die US-Wirtschaft befindet sich wegen der Pandemie in einer schweren Krise. Seit März haben bereits gut 33 Millionen Menschen in den USA Arbeitslosenhilfe beantragt.

Titelfoto: Carlos Barria/Pool Reuters/AP/dpa

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