Tausende Corona-Verstöße: So liefen die Weihnachts-Feiertage aus Sicht der Polizei

Stuttgart - Das Weihnachtsfest fand dieses Jahr wegen der Corona-Maßnahmen unter ungewohnten Bedingungen statt. Nun hat Innenminister Thomas Strobl (60, CDU) eine Bilanz der Feiertage aus Sicht der Polizei vorgelegt.

Innenminister Thomas Strobl (60, CDU).
Innenminister Thomas Strobl (60, CDU).  © Marijan Murat/dpa

Insgesamt wurden zwischen dem 24. und dem 27. Dezember rund 3300 Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, wie Strobls Ministerium am Montag mitteilt.

In 1200 Fällen ging es um die Maskenpflicht, rund 500 Mal wurde gegen Regelungen zu Ansammlungen und privaten oder sonstigen Veranstaltungen verstoßen. "Darüber hinaus wurden mehr als 1200 Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen festgestellt", so das Innenministerium.

Unter anderem wegen des starken Besucherandrangs im Schwarzwald habe die Polizei aktiv werden müssen.

"Zwar wurden hier nur wenige Verstöße gegen die Corona-Verordnung festgestellt, entlang der Schwarzwaldhochstraße (B500) wurden bspw. jedoch so viele Fahrzeuge verkehrswidrig geparkt, dass im Notfall ein Durchkommen von Polizei- und Rettungskräften kaum möglich gewesen wäre", ist zu lesen.

In beiden Konstellationen würden hier Menschenleben aufs Spiel gesetzt: "Nicht nur das Freihalten von Not- und Rettungswegen rettet Leben, sondern auch das Meiden von stark frequentierten Ausflugszielen verhindert chaotische Verhältnisse."

Strobl: "Verstöße sind keine Kinkerlitzchen"

Der Innenminister hat kein Verständnis für Menschen, die bewusst gegen die Regeln verstoßen: "Solche Verstöße sind keine Kinkerlitzchen, sondern rechtswidrige Taten. Wer gegen die Vorschriften zur Eindämmung des Corona-Virus verstößt, gefährdet die Gesundheit und das Leben seiner Mitmenschen."

Das Corona-Virus stelle nicht nur unsere Gesellschaft, sondern auch das Gesundheitssystem auf die Probe, so der 60-Jährige.

Und weiter: "Es geht auch darum, diejenigen zu schützen und zu entlasten, die sich tagtäglich aufopferungsvoll im gesamten Gesundheitssystem, in den Krankenhäusern sowie in den Alten- und Pflegeheimen zum Wohle der Gesellschaft einsetzen."

Titelfoto: Marijan Murat/dpa

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