Darum befürchtet Ostbeauftragter steigende Corona-Zahlen in Ostdeutschland

Berlin - Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Marco Wanderwitz (45, CDU), blickt mit Sorge auf den Corona-Herbst in den ostdeutschen Bundesländern.

Marco Wanderwitz (45, CDU) rechnet damit, dass Inzidenzen im Osten höher sein werden als im Westen.
Marco Wanderwitz (45, CDU) rechnet damit, dass Inzidenzen im Osten höher sein werden als im Westen.  © Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

"Wenn die Schulferien in allen fünf neuen Ländern zu Ende sind, werden die Infektionszahlen mit großer Sicherheit deutlich steigen", sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag).

"Einmal, weil das Virus gerade im Osten auf eine im Vergleich zum Westen hohe Zahl von Ungeimpften trifft. Aber auch deshalb, weil hier die Zahl derjenigen groß ist, die die Schutzmaßnahmen verweigern."

Er rechne damit, dass die Inzidenzen im Osten in wenigen Wochen höher sein werden als jetzt im Westen.

Coronavirus in NRW: Landes-Inzidenz weiter rückläufig
Coronavirus Coronavirus in NRW: Landes-Inzidenz weiter rückläufig

"Ich fürchte, es wird dann kein Halten geben und wir werden ähnlich dramatische Verhältnisse haben wie im vergangenen Herbst." Wanderwitz fügte an: "Die Impfbereitschaft könnte sich dann wieder erhöhen, wenn sich die Lage deutlich verschlechtert und strengere Maßnahmen für Ungeimpfte kommen. Ein Faktor könnte auch das Ende der kostenlosen Tests sein."


In Thüringen und Sachsen beginnt am Montag das neue Schuljahr, damit sind die Sommerferien in allen ostdeutschen Bundesländern vorbei.

Titelfoto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa

Mehr zum Thema Coronavirus: