Darum warten einige Rentner noch immer auf ihre Masken-Gutscheine

Dresden - Was ist mit meinen Gratis-FFP2-Masken? Gerhard Donndorf (69) aus Weinböhla ist nicht der einzige, der Fragen zu den Bezugsscheinen hat, die aktuell von den Krankenkassen versandt werden.

Eine Apothekerin reicht drei FFP2-Masken über einen Tresen.
Eine Apothekerin reicht drei FFP2-Masken über einen Tresen.  © dpa/Daniel Reinhardt

"Ich weiß nicht mehr, an wen ich mich wenden soll", klagt Donndorf.

Alle in seiner Nachbarschaft in Weinböhla haben die Bezugsscheine, die für diesen Zweck eigens von der Bundesdruckerei aufgelegt wurden, bereits.

"Auch die, die jünger sind als ich", so der 69-Jährige.

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Er passt die Briefträgerin ab - eigentlich ist sie schon im Vorruhestand und arbeitet nur noch drei Tage die Woche. Auch bei ihr persönlich: nix.

Donndorf fragt sich weiter durch. Unter der Servicenummer der Post kann ihm keiner helfen. "Seine" AOK schickt ihm netterweise Ersatz, aber auch der ist bisher nicht angekommen.

Was ist da bloß los?

Die Telefone der AOK laufen heiß – alle haben Fragen zu den Masken

Nicht ganz kostenlos: Pro Bezugsschein werden zwei Euro Zuzahlung fällig.
Nicht ganz kostenlos: Pro Bezugsschein werden zwei Euro Zuzahlung fällig.  © privat

Hinter der ganzen Aktion steckt das Bundesgesundheitsministerium. Dort fiel im Dezember der Beschluss, Über-60-Jährigen, Menschen mit Vorerkrankungen und Risikoschwangeren je zwölf kostenlose FFP2-Masken zur Verfügung zu stellen.

Das sind allein bei der AOK-Plus in Sachsen und Thüringen 1,3 Millionen Menschen (bundesweit: 27 Mio.).

Viele haben Fragen dazu, 64.500 Anrufe gab es allein diese Woche bei der AOK. 70 Prozent der Anfragen in den Call-Centern drehen sich um die Atemschutzmasken, so AOK-Sprecherin Hannelore Strobel (60).

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Und was ist mit den Bezugsscheinen von Gerhard Donndorf?

"Die Aktion ist noch nicht abgeschlossen", sagt Strobel. Der Versand sei in drei Aussendungswellen vorgenommen worden. Die letzte laufe noch.

Möglich also, dass Donndorf einfach noch ein bisschen Geduld haben muss.

Titelfoto: dpa/Daniel Reinhardt

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