Kretschmann zu verlängertem Lockdown: "Wir sind noch nicht über den Berg"

Stuttgart - Der Lockdown in Deutschland wird verlängert, die Kontaktbeschränkungen nochmals verschärft. Am Dienstagabend trat Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72, Grüne) vor die Kameras und wandte sich an die Bürger im Südwesten.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72).
Ministerpräsident Winfried Kretschmann (72).  © Sebastian Gollnow/dpa

"Wir sind noch nicht über den Berg", so Kretschmann im Livestream. "Unser Leben findet weiterhin in den Innenräumen statt."

Auch dämpfte der 72-Jährige Hoffnungen darauf, dass Impfstoffe zügig den Sieg über das Coronavirus bringen werden - mit Blick auf die Mutation B1.1.7, welche in Großbritannien aufgetreten war.

Auch in Deutschland war die Variante festgestellt worden, bei einer Frau in Baden-Württemberg.

Nachdem die bisherigen Lockdown-Beschränkungen verlängert und verschärft wurden, erläuterte der Landesvater: "Die bisherigen Beschränkungen bleiben. Die Ausgangsbeschränkungen bleiben bestehen."

Geschäfte und Einrichtungen, die geschlossen seien, blieben geschlossen.

Private Zusammenkünfte werden demnach noch stärker als bisher beschränkt. Künftig darf man sich nur noch im Kreis des eigenen Hausstands sowie mit einer Person aus einem fremden Hausstand treffen.

Wird der Bewegungsradius auf 15 Kilometer eingeschränkt?

In Kreisen mit einem 7-Tage-Inzidenz-Wert von mehr als 200 könne der persönliche Bewegungsradius auf 15 Kilometer um den eigenen Wohnort eingeschränkt werden. "Aktuell planen wir das allerdings nicht", so Kretschmann. Dahingehend müsse man noch zu belastbaren Werten kommen, um zu entscheiden.

Kitas und Schulen bleiben im Südwesten weiterhin geschlossen. Für Schüler weiterführender Schulen gebe es keinen Präsenzunterricht, ebenso wenig in den Grundschulen. "Unser Ziel ist es allerdings, Kitas und Grundschulen ab dem 18. Januar wieder zu öffnen."

Am 25. Januar werde man erneut zusammenkommen und überprüfen, wie sich das Infektionsgeschehen entwickelt hat. Kretschmann appellierte an die Bevölkerung, sich an die Maßnahmen zu halten. "Wir haben es mit einer beispiellosen historischen Kraftanstrengung zu tun."

Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa

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