Zweifel: Laut Umfrage misstrauen viele Ostdeutsche dem RKI

Hannover - Der Osten traut der Wissenschaft nicht so recht: Laut einer aktuellen Umfrage stößt die Arbeit des Robert Koch-Instituts in der Corona-Pandemie in Ostdeutschland offensichtlich auf größeres Misstrauen als im Westen.

RKI-Chef Lothar Wieler (60) und die Arbeit seines Robert Koch-Instituts überzeugen bei Weitem nicht alle Deutschen, vor allem im Osten gibt es Misstrauen.
RKI-Chef Lothar Wieler (60) und die Arbeit seines Robert Koch-Instituts überzeugen bei Weitem nicht alle Deutschen, vor allem im Osten gibt es Misstrauen.  © Michael Kappeler/dpa

In einer repräsentativen Yougov-Umfrage unter gut 3700 Berufstätigen erhielt das RKI von den ostdeutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmern im Schnitt die Note 3,3, im Westen dagegen 2,9.

Gefragt wurde im Juni und Juli, die möglichen Gründe für RKI-Skepsis waren kein Thema der Umfrage.

Ob es einen Zusammenhang mit der Stärke der rechtspopulistischen AfD im Osten gibt, die gegen die Corona-Politik der Bundesregierung Front machte, ist unter Politikern und Fachleuten umstritten.

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Auftraggeber der Umfrage war der Versicherer HDI. "Insbesondere die Berufstätigen stellt die Corona-Situation vor besondere Herausforderungen", sagte der Christopher Lohmann, der Vorstandsvorsitzende von HDI Deutschland.

"Das reicht vom Einkaufen bis hin zu neuen Homeoffice-Regeln."

Schulen und Kirchen bekommen die schlechtesten Noten der Umfrage

Die Befragten waren aufgefordert, die Arbeit von gesellschaftlichen Gruppen mit Schulnoten zu bewerten - angefangen vom eigenen Arbeitgeber bis zu Schulen, Gewerkschaften, Kirchen und Wissenschaft.

Die beste Note erhielt mit 2,1 der Lebensmittel-Einzelhandel, gefolgt von Handwerkern (2,7), dem eigenen Arbeitgeber (2,7) und Wissenschaftlern beziehungsweise Virologen im Allgemeinen (2,8). Auf den beiden letzten Plätzen landen die Schulen (3,8) und die Kirchen mitsamt religiösen Einrichtungen (4,1).

Versicherungen spielten in der Umfrage keine Rolle. Auch die Corona-Politik von Bund und Ländern war nicht Thema der Umfrage.

Titelfoto: Michael Kappeler/dpa

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